30 Days of Night: Vergleich Film - Graphic Novel

Selbst bei Sonnenschein würde hier kein Vampir funkeln. Regisseur David Slade, der zuletzt den dritten Teil der Twilight-Serie "Eclipse - Biss zum Abendrot" inszeniert, widmete sich bereits in seinem vorherigen Film den Blutsaugern. Basierend auf der Graphic Novel von Steve Niles und Ben Templesmith, handelt es sich bei 30 Days of Night im Gegensatz zu Twilight aber um eine waschechte Horrogeschichte.
Die Geschichte verläuft sowohl in der Graphic Novel als auch im Film ziemlich ähnlich. Unterschiede gibt es nur in den Nebenhandlungen. Aus dem Film entfernt wurde z.b. eine Priesterin aus New Orleans, die ihren Sohn nach Alaska schickt, damit er dort einen Angriff der Vampire erstmals filmen kann. Wenn man die nachfolgenden Graphic Novels mit einbezieht, haben diese Szenen ihre Berechtigung, aber wenn man 30 Days of Night alleine betrachtet, sind sie störend. Es war also klug, im Film darauf zu verzichten.
Gestrichen wurde auch der Ober-Vampir, der kurz vor dem Showdown in Barrow ankommt und der damit verbundene Konflikt unter den Vampiren. Hier zeigen sich im Comic deutlichere Hierarchien und Ansichten, die in späteren Geschichten weiter ausgebaut werden. Im Film wird das heruntergespielt, was im Gegenzug die Vampire aber auch animalischer und mehr triebgesteuert erscheinen lässt. Ohne Blick auf die Fortsetzungen, macht der Wegfall dieser Szenen im Film also erneut Sinn.
Egal, ob man diese Szenen jetzt in den Film übernommen hätte oder nicht, das Material, welches die 3-teilige Graphic Novel zur Verfügung stellt, hätte nicht genügt, um die Verfilmung auf eine vernünftige Laufzeit zu bringen. Der Comic verzichtet weitgehend auf Füllmaterial und zeigt oft nur Momentaufnahmen. Es ist dem Leser überlassen, die Verbindungen herzustellen. Da die meisten wohl schon zahlreiche Vampirgeschichten gelesen oder gesehen haben, geschieht das auch ganz automatisch. Eine emotionale Nähe zu den Charakteren bleibt so aber aus, der Leser bleibt auf Distanz und die Spannung hält sich in Grenzen.
Der Film ist weniger abstrakt und übersetzt die Ereignisse in Barrow in eine konventionellere Geschichte. Es gibt zahreiche neue Charaktere, andere werden aufgewertet und der Film hat mehr Action und Bedrohungssituationen. Alles erscheint perfekter und leichter zu konsumieren, aber auf die Härte und Kompromisslosigkeit des Comics hat man dabei nicht verzichtet. Dank der guten Vorlage und den richtigen Änderungen bei der Verfilmung ist 30 Days of Night einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre, der an der Kinokasse zwar nicht wirklich gut ankam, aber auf dem Heimkinomarkt viele Fans fand. Alle wichtigen Unterschiede im Detail gibt's in der folgenden Gegenüberstellung.
Film |
Graphic Novel |
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Der Film beginnt mit dem Fremden (Ben Foster), der dem Schiff nachsieht, mit dem er gerade in Alaska ankam und sich dann aufmacht in Richtung Barrow. |
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Im Film finden Sheriff Eben Oleson und sein Deputy Billy Kitka die verbrannten Handys im Schnee. Billy ist eine Figur, die im Comic nicht vorkommt. |
Im Comic finden Eben und seine Frau Stella die Handys. Hier sind die beiden noch glücklich verheiratet und Stella ist wesentlich offener und fröhlicher als im Film. Eben will zurück in die Stadt und hat dabei vergessen, dass er sich ja zusammen mit seiner Frau den Sonnenuntergang ansehen wollte. Mit einem überwältigenden Kuss kann sie ihn zum Bleiben überreden. |
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Hier beginnt eine Nebenhandlung im Comic, die der Film-Fassung komplett fehlt. Einer Voodoo-Priesterin in New Orleans werden E-Mails von einem gewissen Marlow gezeigt, die darauf schließen lassen, dass sich Vampire in Barrow treffen wollen und einer von ihnen bereits dorthin geschickt wurde, um die Ankunft vom Rest vorzubereiten. Die Priesterin und ihr Sohn sind besorgt. |
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Billy und Eben genießen gemeinsam den letzten Sonnenuntergang. |
Hier sind es Eben und Stella. |
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Die Film-Version führt jetzt Stella ein, die nicht bei der Polizei ist, sondern bei der Feuerwehr. Außerdem ist sie in Barrow nur kurz zu Besuch und will die Stadt noch verlassen, bevor das letzte Flugzeug fliegt und sie für 30 Tage feststeckt. Ebenfalls wird eine Attacke auf Schlittenhunde gezeigt, die Eben später untersucht, sowie ein Einsiedler als weiterer, neuer Charakter eingeführt. |
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Stella versucht ihr Flugzeug erreichen, hat aber leider einen Unfall mit dem Auto. Das Film-Gesetz schreibt nun vor, dass sie feststeckt und ausgerechnet ihren Mann um Hilfe bitten muss, den sie eigentlich meiden wollte. Auf dem Polizeirevier werden noch weitere Charaktere eingeführt: Ebens Bruder und Großmutter, die sich natürlich immer noch gut mit Stella verträgt. Dann wird Eben zur Müllanlage gerufen, wo er erfährt, dass der letzte Hubschrauber zerstört wurde. |
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Im Film wird erst der Überfall auf die Telekommunikations-Station gezeigt, dann der Fremde im Diner und wie Eben ihn festnehmen muss. Bei der Station werden die Vampire immer noch nicht richtig gezeigt. Ähnlich wie beim Töten der Hunde, geschieht alles im Off. Im Anschluss wird Eben noch zur Pipeline gerufen. Es ist viel verkehrt heute in Barrow. |
Im Comic gibt es erst die Szene im Diner, dann den Überfall auf die Telekommunikations-Station. Diese ist auch etwas ausführlicher. Die Vampire sind zu sehen und sprechen mit dem Techniker, bevor sie ihn töten. |
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Im Polizeirevier geht der Fremde den Leuten ziemlich auf die Nerven und dann fallen auch noch das Telefon und das Internet aus. |
Auch hier nervt der Fremde und die Telefone fallen aus. Allerdings nervt hier der Femde nicht nur, er wird auch richtig aggressiv, drückt die Gitter seiner Zelle auseinander und kommt auf Eben zu. Dieser erschießt den Vampir. Der Fremde verschwindet hier also aus der Geschichte, während er im Film auch später noch auftaucht. |
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Nur Eben findet den toten Gus. |
Hier ist auch Stella bei der zerstörten Telekommunikations-Station dabei. |
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Stella und Eben fahren zurück in die Stadt und spekulieren darüber, wer für die Morde und Anschläge verantwortlich ist. Gangs, ausgebrochene Häftlinge oder gar Terroristen, die es auf die Pipeline abgesehen haben? Dann sehen die Vampire, wie sie auf die Stadt zu marschieren. Band 1 von 3 endet. |
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Eben konfrontiert den Vampir in der Zelle (im Comic ist der bereits tot). Dann versucht er mit Stella Hilfe zu holen. Ihr Auto wird allerdings von einem Vampir attackiert. Als sie auf's Revier zurückkommen, sehen sie Blut an der Wand. Ebens Großmutter und Bruder sind verschwunden. |
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Der Vampir wurde von seinen Kollegen in der Zelle zurückgelassen. Die Vampire und ihr Anführer Marlow greifen weitere Bewohner an. Einige der Nebencharaktere, die für den Film erfunden wurden, sterben oder verstecken sich im Diner. Stella und Eben kommen dort auch an und Eben kommt wieder mit seinem Bruder zusammen. Die Großmutter ist tot. |
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Das große Fressen wird im Film unter anderem durch eine spektakuläre Luftaufnahme untermalt. Im Anschluss beschließen die Leute, sich im Diner ein Versteck zu suchen. |
Der ganze Überfall auf die Stadt wird auf nur 5 Seiten gezeigt und hier nur die Highlights in einer Art Montage mit Off-Kommentar, der die Wucht schildert, mit der ein Großteil der Bevölkerung getötet wird. Männer, Frauen, Kinder. |
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Die Überlebenden suchen Unterschlupf im Dachgeschoss eines Hauses. |
Hier ziehen sie sich in eine alte Industrieanlage zurück, die früher die ganze Stadt geheizt hat. |
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Marlow trifft in der Gefängniszelle auf den Vampir, der dort von Eben angekettet wurde. Er bricht ihm das Genick. Im Comic wurde der Vampir bereits früher von Eben erschossen. |
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Hier geht es in New Orleans weiter. Die Voodoo-Priesterin schickt ihren Sohn mit einer Kamera bewaffnet nach Alaska. Er soll Beweise für den Überfall der Vampire finden, damit deren Existenz endlich an die Öffentlichkeit gerät. In Alaska angekommen, mietet sich der Mann einen Helikopter und fliegt trotz Unwetters nach Barrow. |
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Die Überlebenden verstecken sich mehrere Tage. Dann hören sie draußen eine Frau laufen. Eben geht raus und versucht ihr zu helfen, aber die Vampire töten sie. |
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Eben trifft auf dem Weg zurück zum Versteck auf einen Freund, der sich aber in einen Vampir verwandelt hat. Die Beiden bekämpfen sich, bis es Eben gelingt, seinem Gegner den Kopf abzutrennen. Marlow findet den Kopf und ist nicht sehr erfreut, dass es noch Menschen da draußen gibt. Zurück im Versteck gibt es ein Problem mit Billys senilem Vater, der unbedingt auf's Klo will. Ein Vampir kommt ihnen dabei zu nahe. Als Billys Vater abhaut, geht er raus, um ihn suchen. |
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Da ihr Versteck nicht mehr sicher ist, wagen sich die Überlebenden raus und decken sich mit Nahrungsmitteln ein. Dabei treffen sie auf ein kleines Vampir-Mädchen. Nach einem kurzen Kampf, in dem einer von ihnen gekratzt und somit infiziert wird, tötet Ebens kleiner Bruder das Mädchen mit dem Beil. |
Hier zieht nur Eben los, um Nahrung und Arznei für die Gruppe zu finden. Es wird auch von früheren Auseinandersetzungen mit den Vampiren berichtet, aber diese waren alle nicht zu sehen. Bei seiner Suche trifft er auf einen großen Vampir und schießt nach einem kurzem Gerangel auf ihn. Dabei trifft er aber nur die Seite vom Kopf. Der Vampir überlebt also. Die Begegnung mit dem Vampir-Mädchen findet draußen statt. Es gibt auch keinen Kampf. Er rennt davon. |
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Die Überlebenden beschließen, etwas zu unternehmen. Sie hecken einen Plan aus, wie sie die Vampire mit dem großen Schneepflug angreifen können. Er ist nicht erfolgreich. Auf beiden Seiten gibt es Opfer, aber keinen Sieger. |
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Als sie sich in die Polizeistation zurückziehen, zeigt einer aus ihrer Gruppe, der vorhin vom Mädchen gekratzt wurde, dass er langsam zum Vampir wird. Im Anschluss bemerken sie Licht in einem anderen Haus. Billy lebt noch, seine Familie nicht mehr. Er ist traumatisiert. |
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Ein Mädchen schleicht durch die Straßen. Stella, Eben und Billy versuchen, sie zu retten. Eben und Billy finden die anderen Überlebenden in einem neuen Versteck im Kraftwerk der Pipeline. Dort wird Billy attackiert und schließlich von Eben getötet, bevor er selbst zur Gefahr wird. Stella und das Mädchen verstecken sich draußen unter den Häusern. |
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Während sich der Film also verstärkt auf die Menschen konzentriert hat, wie die vielen exklusiven Szenen zuvor zeigen, bietet der Comic eine Wendung an. Ein Vampir-Anführer kommt in Barrow an, nachdem er von Marlow darum gebeten wurde. Die anderen Vampire sind begeistert und applaudieren sogar, was die Menschen im Versteck verstört. Aber der Anführer selbst ist nicht begeistert, er ist wütend über Marlows Massaker. Seit Jahrhunderten operiert man im Geheimen, damit die Menschen vergessen, dass sie existieren. Aber Marlow und seine Vampire gefährden die Sicherheit der ganzen Gemeinschaft, wenn sie so offen und vor allem so viel morden. Der Anführer schlägt Marlow nieder, was dem gar nicht passt. Er stürmt auf den Anführer zu. Der packt sich aber Marlow und reißt ihm den Kopf ab. Dann gibt er den Befehl, alle Toten zusammenzutragen, alle Überlebenden zu finden und zu töten und dann die Stadt nieder zu brennen. Im Film gibt es diesen Vampir nicht, hier bleibt Marlow der oberste Anführer und gibt später den Befehl, die Stadt abzufackeln. Band 2 von 3 endet. |
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Unter den Überlebenden ist einer infiziert. Er versucht noch, die Kontrolle über sich zu behalten, aber als es ihm nich mehr gelingt, tötet er einen anderen, bevor Eben ihn umbringen kann. Er schlängt ihm den Kopf ab, zapft dann aber auch etwas Blut ab. |
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Während die Vampire immer noch nicht die letzten Überlebenden gefunden haben, trifft der Mann aus New Orleans mit dem Hubschrauber ein und macht Aufnahmen vom Massaker. Dummerweise kann ihn der Vampir-Anführer riechen. Er springt nach oben und bringt den Helikopter zum Absturz. Die Überlebenden sind entsetzt, sahen sie ihn doch als Chance, zu entkommen. |
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Das Öl der Pipeline wird angezapft und die Stadt angezündet. Eben spritzt sich das Blut des Vampirs, um stark genug zu sein für den Kampf gegen die Vampire, insbesondere Marlow, damit die anderen eine Überlebenschance haben. Außerdem gilt es, Stella zu retten, der er in den letzten Tagen wieder näher gekommen ist. |
Der Hubschrauber-Absturz lässt die Stadt in Flammen aufgehen und ist auch ein guter Grund für die Behörden, wenn sie den Fall untersuchen. Die letzten Überlebenden werden zusammengetrieben. Zwei Kinder will sich der Anführer als Snack gönnen. Eben will das verhindern und spritzt sich das Blut, auch, wenn seine Frau Stella nicht sehr glücklich darüber ist und lieber fliehen will. |
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Eben kämpft gegen Marlow, der in der Film-Version der einzige Anführer ist und besiegt ihn am Ende. Die anderen Vampire ziehen sich ängstlich zurück. Stella kommt unter dem Haus hervor. Als die Sonne wieder zum Vorschein kommt, stirbt Eben in Stellas Armen. |
Hier bekommt es Eben mit dem Ober-Vampir, der Marlow zuvor getötet hat, zu tun, aber auch den kann er besiegen. Und auch hier ziehen sich die Vampire zurück und Eben stirbt in Stellas Armen, als die Sonne aufgeht. |
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Kommentare
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11.
04.11.2010 05:48 Uhr -
marioT
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Interessanter Vergleich.
Danke Bob, feine Arbeit.
@Naj
Auch dir einen Dank, dass du in deine Kritik jenes kleine und in diesem Falle wichtige Wörtchen >Fand< benutzt hast.
Geschmäcker sind verschieden, und das ist auch gut so, aber wenn Leute irgend einen Film nicht mögen, und dieses mit z.B. >Dieser Film ist der letzte Scheiß, braucht kein Mensch< begründen, ohne zu verdeutlichen,dass es eben nur ihre Sicht der Dinge ist, fällt es mir mehr als schwer ihre Meinung Ernst zu nehmen, da sie ja nicht mal in der Lage sind zu verstehen, dass es sich eben nur um ihre Meinung handelt.
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22.
04.11.2010 20:03 Uhr -
executor
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Schöner Vergleich, auch wenn ich das Fazit nicht teilen kann. Statt der stringenten Handlung des Comics zu folgen verkompliziert der Film mit unsinnigen Nebenfiguren (seniler Opa, durchgeknallter Häxelmaschienenfahrer, etc.) die Lage genauso wie unnötige Änderungen der Geschichte, etwa das Entfremden von Eben und Stella, was im Film einzig und allein dazu genutzt wurde am Anfang etwas mehr Zeit rauszureißen. Überhaupt nur angerissen, warum die Beiden sich entfremdet haben, wird das Ganze nicht, maximal "es ist hier immer so dunkel" wird als Vorwand genannt.
Genauso wie die Änderungen der Bedrohungssituationen. Hat es im Comic noch Sinn gemacht, dass sich die Überlebenden in einem schalldichten, eisensargähnlichen Stahlfabrikraum verschanzt haben, so kann sie nun im Film ein Vampir nicht hören, obwohl dieser auf dem Dach steht und unter ihm die Überlebenden lautstark streiten? Bullshit!
Ebenso die Rettungsaktion zum Schluss, wo man sich nur an den Kopf packen kann, warum ausgerechnet am letzten(!) Tag der Belagerung, sogar in den letzten paar Stunden, irgendwelche Deppen quer durchs Dorf laufen müssen, um irgend ein verstörtes Kind zu retten. Dieser hat anscheinend bis dato allein überlebt und kann nun nicht einmal mehr einen halben Tag ausharren? Bullsh... oh, das hatten wir ja schon.
Wie gesagt: Schade, dass aus der style-over-substance Vorlage, die trotz allem eine "nette" Geschichte zu bieten hatte, so ein dämlicher Film wurde. Da hat die schniecke Inszenierung leider auch nicht mehr viel geholfen.
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