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Tanz der Teufel - Eine Retrospektive

Wer gerne mehr über die „Tanz der Teufel“-Saga erfahren möchte, klicke bitte unauffällig einen der folgenden Links:
Tanz der TeufelTanz der Teufel IIDie Armee der Finsternis


Eine kreischende Stimme ertönt aus einer abgelegenen Waldhütte. Sie ächzt: „Du kannst uns nicht entkommen! Du kannst uns nicht entkommen!“ Was für Hauptdarsteller Bruce Campbell filmische Realität war, galt auch für den Film selber, in dem eine Gruppe Teenager, abgeschnitten von der Außenwelt, sich gegen das unbeschreibliche Böse durchsetzen musste. Nur kam es hier nicht aus dem Munde dämonischer Weiber sondern von selbsternannten deutschen Sittenwächtern. Für mich prinzipiell dasselbe. Die eine Gruppe stellt sich einem jedoch wenigstens direkt entgegen, die andere verschanzt sich hinter Paragraphen, Gerichten und veralteten Moralvorstellungen...

I. a) Produktion
Sam Raimis Independenthorror aus dem Jahre 1981 ist strenggenommen nicht mehr als ein Amateurfilm. Was heute als Kultklassiker angesehen wird, war 1981 lediglich der mehrjährige Versuch eines 21-jährigen Filmliebhabers auf sich aufmerksam zu machen. Eine Visitenkarte zu hinterlegen, die ihm größere Produktionen ermöglichen und ihm somit einen Fuß in die Tür Hollywoods setzen würde. Bereits 1978 - mit gerade einmal 18 Jahren - drehte Sam Raimi eine Version von „The Evil Dead“. Unter dem Titel „Within the Woods“ durften sich seine Freunde vor einer 8mm-Kamera durch das Laub wälzen und ihre schmerzverzerrten Gesichter in die Kamera drücken. Als Zutaten versah Raimi den Kurzfilm mit Schreckensschreien, Tiergedärmen und Latexmilch. Dies reichte aus um als Anschauungsfilm Sponsoren zu finden, die bereit waren 8.000 Dollar zu investieren, damit Raimi in den Wäldern Tennessees seinen „Within the Woods“ neudrehen konnte. „Within the Woods“ selber durfte allerdings aus urheberrechtlichen Gründen nie veröffentlicht werden, da Raimi nicht lizensierte Musik verwand. Dies ist die offizielle Stellungnahme. Inoffiziell bestätigte Hauptdarsteller Bruce Campbell allerdings mehrmals, dass Raimi sein Erstlingswerk für zu amateurhaft halten würde, um es einem breiten Publikum vorzuführen. Mittlerweile ist eine Kopie des Films im Umlauf – allerdings ohne Ton und nur als abgefilmte Version eines alten 8mm-Screenings.


Als das überschaubare Budget zusammengekratzt wurde, fehlten dem Drehteam um Raimi nur noch zwei weibliche Darsteller. Mit acht Kumpels - als Cast und Crew in Personalunion - dauerte es nicht mehr als zwei Wochen bis die Schockermär vom unbeschreiblichen Bösen im Kasten war. Natürlich verlief der Dreh nicht vollkommen reibungslos. Bruce Campbell beschrieb die Zeit in seiner Autobiographie „If Chins could kill“ (in jedem gutsortieren Buchhandel erhältlich) wie folgt...

„November 14. The race began: Right from the get go, filming was a comedy of errors, or terrors, if you will. Within minutes of leaving for the first location, an abandoned bridge, the production van got lost and we spent a half hour trying to locate it. No sooner had we found it than Sam [Raimi] drove his classic into a ditch and we had to get a tow truck to haul it out. The next location was an isloated dirt road. Sam felt that a high, wide would be best. [...] We just hopped the fence and set up the camera. Things were going pretty well, until Josh spotted a large bull glaring at us. Sam [Raimi] got it in a hurry and was chased about a hundred yards by the angry bovine. A cliff was next. About two hours later, Brother Don, scouting for an additional vantage point, lost his footing and tumbled headfirst off a nearby cliff. Apparently he was well enough to get up under his own power, but he was taken to the hospital for some tests.

Other than that, day one was very productive.“
- Bruce Campbell

Bei der Umsetzung des teils recht anspruchsvollen Drehbuchs wurden sämtliche Effekte von der Crew entwickelt. Hierzu setzte man sich für die ausgedehnten Kamerafahrten einfach auf ein Moped, der Ton wurde erst gar nicht vor Ort aufgenommen (so sparte man viel Zeit und Geld für den eigentlichen Dreh). Die subjektive Kamerafahrt des unbeschreiblichen Bösen durch die Fenster der Hütte wurde mit Hilfe eines Besens umgesetzt, die bessesene (schwebende) Ellie Sandweis mit Hilfe einer Hebetechnik von Außen durch den Raum geliftet.

Da der Hauptdrehort, die verlassene Waldhütte, auch tatsächlich eben eine verlassene Waldhütte war, konnte das Drehteam sie nach eigen Gutdünken für den Dreh umbauen – der Nachteil war allerdings, dass keinerlei fließendes Wasser oder gar Elektrizität vorhanden war. So musste weiteres Geld in Stromgeneratoren gepumpt wurden (da eh ohne Ton gedreht wurde, hätte neben der Kamera auch eine Blaskapelle spielen können). Den Darstellern wurde die Wasserknappheit erst gar nicht offenbart, so dass man nach dem Auftragen des Make-Ups und Kunstbluts sie einfach vor vollendete Tatsachen setzte.


Der Dreh dauerte länger als eigentlich geplant und wurde erst am 23.Januar 1981 beendet. Der anfängliche Erfolg war verhalten, erst nach mehreren Festivals erkannte das amerikanische Publikum dessen Qualitäten, im Gegensatz zu Deutschland, denn hier durfte das Publikum den Film in seiner voller Länge kaum begutachten. „Tanz der Teufel“ ist heutzutage ein Synomyn für die Zensurwut des deutschen Staates. Insgesamt wurde der Film in seinen verschiedenen Schnittfassungen mehrmals indiziert und beschlagnahmt.

I. b) Story
Irgendwo in Tennessee, Anfang der 80er Jahre. Ein hübsches College-Girl in knappen Höschen rennt schreiend durch den Forst, verfolgt von dem unbeschreiblichen Bösen. Bevor sie jedoch ihr vermeintliches Heil in einer abgelegenen Waldhütte suchen kann, wird sie gegen ihren Willen vom umgebenen Gestrüpp in die Begattungsstarre befördert. Währendessen in der Hütte bekommt ihre Freundin ihren Schädel gespalten, und ihr Lebensabschnittsgefährte das Gesicht zerfetzt. Jetzt steht er alleine da: Ash, Einzelhandelskaufmann und Pausbacke. Eigentlich wollte er seiner Freundin einen Heiratsantrag machen, jetzt fliegt sie durch den Raum und will ihn umbringen.


Bewaffnet mit einer Axt und abgeschnitten von der Außenwelt muss er sich gegen die Mächte des Necronomicons, das Buch des Bösen, durchsetzen, welches nicht nur seine Freunde in seelenlose Dämonen verwandelte, sondern Inbegriff allen Dunkels ist. Nachdem selbst der Wald um ihn herum nach seinen Leben trachtet und jegliche Fluchtmöglichkeit vom unbeschreiblichen Bösen verhindert wurde, entscheidet er sich den Dämonen zu stellen. Mit Axt und Bleistift.


II. a) Die bundesrepublikanischen 80er...
Um die Zensurgeschichte hinter „Tanz der Teufel“ nachvollziehen zu können, muss man zweifelsohne zuerst verstehen, in welcher Zeit wir uns befinden. „Tanz der Teufel“ wurde im April 1984 auf Video veröffentlicht - zu einer Zeit als in der gesamten (westdeutschen) Bundesrepublik der Heimmedien-Markt einen ungeahnten Boom erfuhr. Bereits im Jahr 1983 überstieg der Umsatz der Videotheken den der Kinos. Wer hip war, besaß einen Videorecorder. Video war nicht einfach nur eines von vielen Medien oder ein mediales Update - es war das alles bestimmende Heimmedium.


Erstmalig konnten Filmfans ihre Lieblingsfilme nicht nur so oft wie sie es wollten anschauen - sondern gar besitzen. Vorher war man auf Wiederauffühungen im Kino oder mit etwas Glück auf Ausstrahlungen im Fernsehen angewiesen. Zum damaligen Zeitpunkt existierten allerdings nur drei Sender - ARD, ZDF und die sogenannten Dritten Programme (regional unterschiedlich). Zwar darf der Filmpool, aus dem die öffentlich-rechtlichen Sender schöpften, als sehr umfangreich bezeichnet werden, aber von einem wirklich ausgewogenen Programm, welches versuchte alle Genres und Zuschauergruppen zu bedienen, kann nicht gesprochen werden. Gerade Fans des phantastischen Kinos hatten kaum eine Chance ihre Lieblingsfilme im Fernsehen zu sehen. Sie waren fast durchweg auf Wiederaufführungen oder Sondervorstellungen der Kinos angewiesen. Und dafür fuhr man schon einmal gerne ein paar hunderte Kilometer quer durch die Republik. Horrorfilme im Fernsehen, waren gar vollkommen ausgeschlossen - es sei denn es handelte sich um nicht zu drastische Werke. Hinzu kam eine teils sehr rigorose Zensurpolitik. Da es de facto nur drei Sender gab, war es recht simpel deren ausgestrahlte Medien durch die (vermeintlich) jugendschützenden Auflagen und Organe zu kontrollieren. Selbst James Bond-Filme wurden geschnitten, wenn sie um 20.15 Uhr (somit zur besten Sendezeit) ausgestrahlt werden sollten. Ungeschnittene FSK 18-Filme konnten fast ausgeschlossen werden. Das System funktionierte somit. Der Kontrolle der Behörden konnte sich zwangsläufig niemand entziehen. Es gab keine Alternativen. Entweder ein Film lief im Fernsehen oder wurde im Kino wiederaufgeführt - oder man hatte - einfach ausgedrückt - Pech gehabt. Die einzige wirkliche Alternative stellte das Super 8-System dar, welches allerdings recht kostspielig gewesen ist und deswegen kaum ein Film vollkommen ungeschnitten veröffentlicht wurde (das Gros der Filme wurde in einer einstündigen Filmfassung zusammengefasst). Doch Anfang der 80er sollte sich dieses grundlegend ändern. Das System Video revolutionierte nicht nur die Filmwirtschaft, sondern ließ die Sittenwächtern den Untergang des Abendlandes einläuten...wenn man es denn nicht stoppen würde.


So verwundert es auch nicht, dass die mediale Landschaft den boomenden Videomarkt argwöhnisch gegenüberstand. Teilweise gar feindselig. Denn der Konsument war jetzt nicht mehr darauf angewiesen, welche Medien (im schlimmsten Fall durch Jugendschutzmechanismen vorab gefiltert) einem die Fernsehsender oder Kinos vorsetzen, er konnte frei entscheiden, wie er seinen Filmabend zuhause gestaltet. Des Weiteren bedeutet dies natürlich auch, dass all die kleinen Filmproduktionen, die erfolgreich vom Mainstream-Markt gedrängt wurden, nun einen neuen weitaus unabhängigeren und letztlich stärkeren Absatzmarkt zur Verfügung hatten. Kurzum: die Mächtigen (ob Sittenwächter oder öffentlich-rechtliche Medien-Mogule) verloren die Kontrolle angesichts der Beliebtheit und Flut neuer Filme. Die alteingesessenen (staatlichen) Unterhaltungsinstitutionen fürchteten vollkommen zu Recht eine gandenlose, neue, unabhängige und nicht zu kontrollierende Konkurrenz. Das somit Staat und Medien Hand in Hand Soddom und Gomorrha herraufbeschworen, verwundert demnach nicht.

Teils geschah dies relativ subversiv, wie bspw. in der Dokumentation „Mama, Papa, Zombie“ vom ZDF, in der zwangsweise versucht wird, dem boomenden Video-Markt etwas Anrüchiges zu unterstellen,...

Off-Sprecher: „Die kurze Geschichte des Mediums Video führt zurück ins Milieu. Mitte der 70er Jahre eröffneten die ersten Spezial-Geschäfte in Vergnügungsvierteln. Zunächst wurden fast ausschließlich Sexfilme auf Kassette angeboten. Mit dem Image aus der Gründerzeit, wollen sich die Händler nicht länger abfinden. In der Mangelung sonstiger Qualifikationen haben sie sich eine anspruchsvolle Berufsbezeichnung zugelegt: Videothekar.“ [...] „Erhältlich sind fast 6000 Titel. Nicht einmal jeder zehnte davon indiziert. Doch diese Zahlen können täuschen. Stammen nicht unverhältnismässig viele der entliehenen Kassetten aus der verbotenen Ecke mit zumeist ausländischen Billigproduktionen? Porno, Krieg, Karate, Brutalo-Action, Kannibalismus und Horror!
- „Mama, Papa, Zombie“, ZDF 1984.


...teils wurde aber auch eine klare Linie gezogen, was denn nun gut-bürgerlich und zu verantworten sei. Video gehörte nicht dazu.

„Schon heute zeigen sich die ersten Auswirkungen: fast jeden zweiten Tag wird Psychologe Dieter Speck im rheinischen Viersen mit einem videogeschockten Kind konfrontiert. Die Angst vor menschenfressenden Zombies macht Sechsjährige zu Bettnässern und läßt sogar 15jährige im Schlaf aufschreien. In Berlin prügeln Hauptschüler auf ihre Klassenkameraden ein, weil sie sich für Zombies halten. In München mußten sich Erziehungsberater des Stadtjugendamtes mit einer 13jährigen befassen, die sich nach dem Konsum etlicher Exorzistenfilme wie eine Besessene gebärdete.“ - Weltbild Verlag

Gar teils sehr tragische Mordfälle wurde in absurder Weise mit einem angeblichen exessiven Videokonsum in Verbindung gebracht. So berichtet die Wochenend (zweifelsohne kein vorbelastetes Magazin), dass der „irre Massenmörder“ Kurt S. den Film „Das Kettensägen-Massaker von Texas“ (gemeint ist wohl „Texas-Chainsaw-Massacre“) im Landeskrankenhaus Süchteln sah und daraufhin einen Heiminsassen den Kopf abschlug. In einem anderen Fall berichtet das Magazin, dass ein Horrorvideo-Fan seine Ehefrau zerhackte - und ihre Leichenteile in Plastiktüten versteckte. Natürlich stammen die Plastiktüten alle aus der Videothek - wie eine angehängte Fotomontage beweisen soll.


Auch die seriösen Medien befasten sich mit dem Thema. Ob Spiegel oder Stern, ARD oder ZDF - Video bestimmte jegliche Mediendiskussion. Und selbstredend waren keinerlei sozialen Probleme Schuld am Niedergang der Biedermeier, sondern einzig und allein dieses befremdliche Wesen Video, dass man nicht in Ketten legen konnte. Weder wirtschaftlich, noch staatlich. Auch wenn letzteres natürlich nur bedingt stimmt. Der Filmfan wird wissen, dass allein in den 80er Jahren rund 1500 Filme auf dem Index landeten. Ohne Schnittauflagen schaffte kaum ein Horrorfilm eine Freigabe der FSK zu ergattern.

An dem Siegeszug der Videokassette konnte dies aber alles nichts ändern. Ganz im Gegenteil. Das Video wurde zu dem definierenden Unterhaltsungsmedium der Filmwirtschaft. Eine Goldgrube, die über 25 Jahre abgeschöpft werden konnte. Erst der DVD-Boom und die Digitalisierung der Medien sorgte für eine Krise der Branche. Auch hier war es letztlich der Konsument der die Richtung vorgab. Anfang der 80er wollte er selbstbestimmend sein persönliches Unterhaltungsprogramm gestalten - dies erlaubte erst der Heimmedien-Boom. Gleichs galt auch für die 2000er. Diesmal jedoch zum Nachteil der Videotheken.

Dem Gesetzgeber jedoch blieb kaum eine andere Wahl, als seine restriktivsten Mittel aufzufahren. Indizierungen, Beschlagnahmungen, Geldstrafen, Strafverfolgungen, Hausdurchsuchungen, Dämonisierungen durch die medialen Sprachrohre der Republik. Wer sich nicht an die Spielregeln des Staates hielt, musste im wahrsten Sinne des Wortes mit einer (strafrechtlichen) Verfolgung rechnen. Dies war gesellschaftlich auch akzeptiert. Heutzutage zeigt CDU-Yoda Heiner Geissler Verständnis für das Aufbegehren des Volkes, Anfang der 80er jedoch, forderte er in Talkrunden gar das rigorose Verbot angeblich gewaltverherrlichender Medien. Das die gefährlichen Horror-Filme aus der Videothek Kinder schleichend in Soziopathen transformieren, war gesellschaftlicher Konsens - und wurde von allen Parteien als Fakt akzeptiert. Es hätte keinen schlechteren Zeitraum geben können, um einen Film wie „Tanz der Teufel“ zu veröffentlichen...

II. b) Deutschland
Im Gegensatz zu anderen Genrekollegen, hatte es Sam Raimis Independent-Horror „Tanz der Teufel“ nie leicht mit deutschen Institutionen des Jugendschutzes. Bereits die Kinofassung des Films, die der deutsche Verleiher ProKino der FSK zur Prüfung im November 1983 vorlegte, wurde von dieser abgelehnt. Die FSK verlangte für eine FSK 18-Freigabe mehrere Schnitte. ProKino erklärte sich dazu nicht bereit und legte den Film der SPIO vor. Deren Juristenkomission attestierte „Tanz der Teufel“ eine strafrechtliche Unbedenklichkeit. Bedeutet: der Verleiher kann den Film beruhigt veröffentlichen und würde im Zuge einer Beschlagnahmung zumindest keine Strafverfolgung erwarten (eine Beschlagnahmung bedeutet letztlich auch die Feststellung der Verbreitung von gewaltverherrlichenden Medien - die nach deutschem Recht untersagt ist). Doch dies war leider ein grober Irrtum seitens der SPIO...


Bevor der Rechtsstaat mit all seiner Härte zuschlagen konnte, kamen aber immerhin 160.000 Bundesbürger in den Genuss, „Tanz der Teufel“ ungeschnitten und ungeprüft auf der großen Leinwand zu sehen. Das Kuriose: VCL Communications sicherten sich die Verleihrechte für den Videomarkt und brachten den Film zeitgleich in die Videotheken. Zu der damaligen Zeit nicht unbedingt sehr unüblich. Doch die Wächter von Sitte und Anstand hatten bereits ihre Augen auf das Werk geworfen. Nach weniger als zwei Monaten wurde „Tanz der Teufel“ am 27.04.1984 von der BPjS (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften; heute: BPjM) indiziert. Der Film wurde aus dem öffentlichen Blickfeld in die Erwachsenen-Abteilung der Videothek verbannt. Dort verweilte er nicht lange, denn dem ersten Beschlagsnahmungsantrag wurde bereits drei Monate später stattgegeben: das Amtsgericht München zog den Film (aufgrund eines Beschlagnahmungsantrages des Jugendamts Frankfurt) bundesweit wegen des Verstoßes gegen §131 StGB am 12.07.1984 ein.

Der zuständige Richter begründete die Beschlagnahmung u.a. folgendermaßen:

„Es handelt sich dabei auch um Gewalt gegen Menschen, wenn auch die weiblichen Wesen zum Teil durch Zauberkräfte entmenschlicht dargestellt werden.“

Diese Aussage soll sämtliche Indizierungs- und Beschlagnahmungsbeschlüsse beeinflußen. Denn hiermit wird deutlich klar gemacht, dass die Besessenen (oftmals auch von den zuständigen Behörden als Zombies umschrieben) noch Menschen seien und somit unter die Menschenwürde fallen würden. Exezessive Gewalt gegen sie, verstöße damit gegen den Paragraphen 131 StGB. Dieses wird das Hauptargument für ein Verbot des Films werden - welches auch heute (im Jahre 2010) noch genutzt wird. Somit wird die Darstellung sämtlicher Gewaltakte im Film als strafbar angesehen.

Im gleichen Monat werden die Betriebsräume von ProKino durchsucht - denn wenn ein Film beschlagnahmt wird und somit gegen §131 StGB verstößt, stellt dies im Grunde einen Straftatbestand für denjenigen dar, der den Film öffentlich zugänglich gemacht hat.

Der Paragraph 131 StGB (Stand: 1984) sagt(e) folgendes aus:

(1) Wer Schriften (§ 11 Abs. 3), die Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs darstellt,

1. verbreitet,
2. öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
3. einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht oder
4. herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Nummern 1 bis 3 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Das Amtsgericht München sah dies im Film bestätigt.

Natürlich machten ProKino und VCL Communications von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch und fochten die Beschlagnahmung an (hierbei beriefen sie sich auf die Kunstfreiheit, sowie das SPIO-Gutachten, welches ihnen eine strafrechtliche Unbedenklichkeit attestierte) - letztlich hat dies ihnen allerdings nicht geholfen. Fast anderthalb Jahre später, am 07.10.1985, bestätigte die zweite Kammer des Landgerichts München I den Beschlagnahmungsbeschluß durch das Amtsgericht München vom 12.07.1984. „Tanz der Teufel“ wird zwar grundsätzlich der Status eines Kunstwerkes zugesprochen, dennoch sei die Beschlagnahmung durch die Staatsanwaltschaft begründet (Zitat: „[...] die Kunstfreiheit nicht die Verletzung der Menschenwürde [...] rechtfertigt.“). Die Freiheit der Kunst kann sich in diesem Fall nicht schützend vor das Werk stellen. Somit ist, bzw. bleibt, „Tanz der Teufel“ bundesweit beschlagnahmt. Am 27.11.1985 sehen sich ProKino und VCL Communications dazu gezwungen eine Verfassungsbeschwerde beim ersten Senat des Bundesverfassungsgericht einzureichen. Juristisch gesehen blieb ihnen auch keine andere Wahl. Entweder die Beschlagnahmung der (ungeschnittenen) Fassung akzeptieren - oder aber die nächst höhere Instanz anzurufen. Die Beschwerdeschrift wird auch an die Bundesregierung, den Landesregierungen, sowie das Bayrische Justizministerium weitergereicht.

Zwischenzeitlich haben sich VCL Communications und ProKino auch das Gutachten des Filmwissenschaftlers Dr. Fritz Göttler, dem (damaligen) stellvertretenden Leiter des Münchner Filmmuseums, bedient, der zu folgendem Entschluß kam:

„Durch seine lockere Struktur ermöglicht der Horrorfilm dem Zuschauer eine gewisse Distanzierung zum Geschehen und bewirkt damit einen Verfremdungseffekt. In Evil Dead ist die Verfremdung bis zur Parodie getrieben. Bei aller Abwandlung aller Genremotive weist der Film dadurch eine erhebliche Unbekümmertheit und Frische auf.“

Da eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts noch auf sich warten ließ, entschied ProKino am 21.06.1987 eine neue Schnittfassung der FSK zur Prüfung vorzulegen. Schließlich investierte man ja auch Geld in die Rechteverwertung und der Film stellte bisher für den Vertrieb totes Kapital dar. Um eine FSK-Freigabe zu erlangen, nahm der Vertrieb sieben Schnitte von einer Gesamtlänge von 12 Sekunden vor. Doch es half nichts: die FSK lehnte eine Freigabe weiterhin ab. Nur eine Woche später, am 27.06.1987, reichte ProKino eine zweite Schnittfassung ein, bei dieser man nun acht Szenen von einer Gesamtlänge von 23,5 Sekunden schnitt. Doch auch hier zeigte die FSK keine Gnade. Am 08.09.1987 lehnte die FSK mit einer einfachen Mehrheit eine Freigabe kategorisch ab. Aber ProKino wollte „Tanz der Teufel“ unbedingt wieder freikriegen und entschied sich nun eine weitere (dritte) Schnittfassung anzufertigen, bei der man den Film um ganze 44 Sekunden erleichterte. Zur Überraschung aller Beteiligter erklärte sich die FSK bereit, den Film ab 18 Jahren freizugeben - aber nur wenn die Staatsanwaltschaft keinerlei Bedenken dagegen hatte. Doch diese teilte die Auffassung der FSK nicht. Am 28.03.1988 gibt sie offiziell bekannt, dass auch die dritte Schnittfassung gegen Paragraph 131 verstoßen würde. Am 14.04.1988 wird diese (bevor sie überhaupt veröffentlicht wurde) ebenfalls bundesweit beschlagnahmt, woraufhin im Mai 1988 erneut die Geschäftsräume von ProKino aufgrund des Verdachts der Verbreitung gewaltverherrlichender Medien durchsucht werden. Vorran ging übrigens eine Anfrage eines Vertreters der FSK wie ProKino überhaupt eine weitere Schnittfassung anfertigen könnte, da der Film ja bundesweit beschlagnahmt sei. ProKino wieß darauf hin, dass sie ein ungeschnittenes Master aus Österreich benutzten, wo der Film öffentlich zugänglich und vollkommen legal sei. Das Denkmuster, das hinter dieser Anfrage steht, offenbart aber schon das perfide Handeln der Jugendschützer. Da möchte ProKino wenigstens für die Fans und Interessierten eine Fassung freigeben lassen und legt diese auf eigene Kosten mehrmals der FSK vor und die FSK dreht ProKino daraus einen Strick. Natürlich musste ProKino ein ungeschnittenes Master benutzen, um eine neue Schnittfassung zu erstellen, alles andere wäre auch unsinnig gewesen, zumal eine offizielle und legale geschnittene Fassung zum damaligen Zeitpunkt noch nicht existierte. Der Hohn, letztlich war das Angebot der FSK, den Film freizugeben, wenn die Staatsantwaltschaft dies absegnet, vollkommen wertlos. Aus der (folgenden) Verfassungsbeschwerde von VCL Communications und ProKino geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft dies grundlegend ablehnte, da man es sonst als Vorab-Zensur eines staatlichen Organs auslegen könnte.

Der Beschlagnahmungsbeschluß der dritten Schnittfassung stellt u.a. folgendes fest:

„Der Film lebe überwiegend von brutalen, grausamen und geschmacklosen Szenen. Menschen würden besondere Schmerzen und Qualen zugefügt; dabei handelten die Akteure aus gefühlloser und unbarmherziger Gesinnung. Die menschenverachtende, rücksichtslose und gleichgültige Tendenz finde in der Darstellung der gewalttätigen Vorgänge greifbaren Ausdruck. Die inkriminierten Szenen seien durch die dürftige Handlung kaum verknüpft. Rohe Gewalttaten würden in aufdringlicher Weise anreißerisch und ohne jegliche sozial sinnhafte Motivation um ihrer selbst willen zum bloßen Unterhaltungsanreiz und zur Stimulierung von Emotionen gezeigt. Die Darstellung von exzessiver Gewalt und Grausamkeit werde mithin zum Selbstzweck erhoben. Mit Sinn und Ursachen dieser Handlung setze sich der Film nicht kritisch auseinander. Anhaltspunkte für eine überwiegend schutzwürdige künstlerische Darstellung lägen nicht vor; der Film diene insgesamt nur dazu, Gewalttätigkeiten darzustellen und Horroreffekte zu erzielen. Er liefere insbesondere keinen Denkanstoß zur Problematik der Ursachen grausamer Gewalt. Daran habe sich durch die zwischenzeitlichen Schnitte nichts geändert.

[...]

Von § 131 StGB würden auch Gewalttätigkeiten gegen menschenähnliche Wesen (sogenannte Zombies) erfaßt, die den Eindruck menschlichen Verhaltens erweckten; darunter fielen auch die im Film agierenden vier Besessenen. Diese würden zu Beginn als reale, völlig intakte Menschen dargestellt, die sich im Verlauf der Filmhandlung zwar äußerlich veränderten, aber sowohl aus der Sicht der handelnden Personen als auch aus derjenigen des Betrachters dieselben Individuen blieben. Dies werde im Film durch den Dialog der Beteiligten und auch durch vorübergehende Rückverwandlungen einzelner Besessener ausdrücklich unterstrichen. Das Verbot grausamer Gewalttätigkeiten gegen Menschen dürfe nicht dadurch umgangen werden, daß diese als Besessene oder irreale Halbwesen dargestellt würden. Im übrigen enthalte der Film auch Gewalttätigkeiten gegen die noch nicht besessenen Personen.

Es könne offen bleiben, ob der Film als Werk der Filmkunst einzustufen sei. Die Kunstfreiheit sei jedenfalls nicht schrankenlos gewährt, sondern durch das Grundgesetz selbst begrenzt. Die gebotene Abwägung mit anderen Grundrechtsgarantien führe dazu, daß die Kunstfreiheit hier auch dann hinter der Menschenwürde anderer zurücktreten müsse, wenn man dem Film überwiegend künstlerische Darstellung zubilligen würde. Im übrigen habe der Regisseur selbst seinen Film nicht als künstlerisch eingeschätzt und auch kein künstlerisches Schauspiel gewollt, wie sich aus einem von der Beschwerdeführerin vorgelegten Interview mit ihm ergebe.“

Fast schon perfide hierbei ist, dass selbst Interviews mit Sam Raimi zur Verteidigung der erneuten Beschlagnahmung herangeführt werden (Zitat: „Im übrigen habe der Regisseur selbst seinen Film nicht als künstlerisch eingeschätzt und auch kein künstlerisches Schauspiel gewollt, wie sich aus einem von der Beschwerdeführerin vorgelegten Interview mit ihm ergebe.“). Es mag sein, dass Sam Raimi seinen Film nicht als Kunstwerk sähe, sondern als reinen Unterhaltungsfilm, dies bedeutet aber selbstredend nicht, dass er deswegen befürwortet, dass sein Film geschnitten, indiziert und beschlagnahmt wird. Die Dreistigkeit der Staatsanwaltschaft kennt hierbei keinerlei Grenzen. Natürlich versuchten ProKino und VCL Communications mit der Argumentation der Kunstfreiheit, den Film zu entlasten. Aus heutiger Sicht auch vollkommen berechtigt, denn ob man den Film nun mag oder nicht, „Tanz der Teufel“ ist einer der wichtigsten und einflußreichsten Horrorfilme der 1980er Jahre. Aber ein Interview mit dem damals jungen Macher des Films, in dem er augenscheinlich lediglich festsstellt, dass er seinen eigenen Film nicht als Kunstwerk (im eigentlichen Sinne) ansehe, gegen den Film zu verwenden, hat mit einer ordentlichen und sauberen Rechtsstaatlichkeit nichts mehr zu tun. Die Methoden, die hier angewendet werden, entlarven das damalige System.

Nach der Beschlagnahmung der dritten Schnittfassung legten ProKino und VCL Communications - wie erwähnt - am 09.06.1988 erneut eine Verfassungsbeschwerde ein. Hier stellten sie folgendes fest:

„Die Beschwerdeführerin rügt:
1. Die angegriffenen Beschlüsse verstießen gegen das Zensurverbot des Art. 5 Abs. 1 Satz 3 GG. Die eingezogene Videokassette sei ein lediglich zu Prüfzwecken hergestelltes Werkstück gewesen, das schon wegen des auf ihm angebrachten sichtbaren Zählcodes nicht habe öffentlich aufgeführt oder vervielfältigt werden sollen. Zur Herstellung einer geeigneten Kinokopie hätte es zuvor eines aufwendigen Verfahrens bedurft. Zunächst hätten eine Positivkopie der Urfassung erstellt und an dieser die erforderlichen Schnitte angebracht werden müssen; anschließend wären diese auf das Film- und Tonnegativ zu übertragen gewesen. Erst daraus hätte eine Kinokopie gezogen werden können. Zur Kennzeichnung vorgelegte Kassetten dienten bei diesem Verfahren lediglich als Schnittvorlagen.

Die Videofassung werde eingereicht, damit sie entweder eine Kennzeichnung nach § 6 JÖSchG erhalte oder, wenn diese nicht erteilt werde, nach neuen Schnitten ein erneuter Antrag auf Kennzeichnung gestellt werden könne. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, von der Herstellung einer Kinofassung gänzlich abzusehen und das Projekt fallen zu lassen. Die FSK sei vom Prinzip der Freiwilligkeit und des Vertrauensschutzes geprägt. Dieses werde unterlaufen, wenn ein Antragsteller fürchten müsse, schon bei Vorlage einer Kopie in ein Ermittlungs- oder Einziehungsverfahren verwickelt zu werden, obwohl mangels Verbreitungsabsicht eine Strafbarkeit nach § 131 StGB in diesem Verfahrensstand nicht in Betracht komme.

2. Die Einziehung verstoße gegen die in Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG garantierte Kunstfreiheit.

Der Film sei ein Kunstwerk; die Gerichte hätten ihn nicht werkgerecht interpretiert, sondern weitgehend mißverstanden. Das Genre des Horrorfilms gehöre zum traditionellen Kulturgut, gehorche eigenen Gesetzen und werde vom Zuschauer in bestimmter Weise aufgenommen. Dazu gehöre etwa die Verwandlung der Filmfiguren, die in typischer Manier des Horrorfilms ihr Wesen BVerfGE 87, 209 (219)BVerfGE 87, 209 (220)veränderten und damit ihre Identität verlören. In schablonenhafter Weise stelle der Horrorfilm bereits etablierte Figuren als Synonym für bestimmte Urängste des Menschen dar. Dem entspreche der eingezogene Film. Er stelle Gewalttätigkeiten nicht gegen Menschen dar, sondern nur gegen menschenähnliche Wesen. Konkrete Menschen würden in ihrer Menschenwürde nicht verletzt, insbesondere nicht die Zuschauer, die den Film freiwillig anschauten.

3. Die den strafgerichtlichen Entscheidungen zugrunde liegende Vorschrift des § 131 StGB verstoße wegen mangelnder Bestimmtheit - auch unter dem Gesichtspunkt des Analogieverbots - gegen Art. 103 Abs. 2 GG. Ihr lasse sich nicht mit der erforderlichen Sicherheit entnehmen, welches Verhalten strafbar sei.

4. Das Landgericht habe irrigerweise angenommen, der Regisseur des Films habe diesen selbst als nicht künstlerisch eingeschätzt. Dazu sei ihr nicht das rechtliche Gehör gewährt worden, was hätte geschehen müssen, wenn das Gericht diese Äußerung für entscheidungserheblich gehalten habe.

5. Schließlich sei sie ihrem gesetzlichen Richter entzogen und Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG dadurch verletzt worden, daß die 15. Strafkammer des Landgerichts entschieden habe. Für Vergehen nach § 131 StGB sei nach dem Geschäftsverteilungsplan des Landgerichts auch die 12. Strafkammer zuständig. Die Verteilung der Sachen unter die beiden Kammern sei nicht geregelt. Stelle man mangels anderer Kriterien auf den Anfangsbuchstaben ab, so sei auch danach die 15. Strafkammer nicht zuständig. Angesichts dieser Unklarheit hätte eine Entscheidung des Präsidiums des Gerichts herbeigeführt werden müssen; die Annahme einer Zuständigkeit der 15. Strafkammer sei unter diesen Umständen willkürlich.“


Nach fast vierjähriger Beratungszeit, entscheidet das Bundesverfassungsgericht am 20.10.1992, dass die Beschlagnahmung der dritten Schnittfassung nicht zulässig ist. Aus der Begründung heißt es, dass der Gesetzgeber Gewaltakte gegen menschenähnliche Wesen nicht explizit verboten hat.

„Wenn der Gesetzgeber die filmische Darstellung von Gewalt gegen menschenähnliche Wesen (vor allem sogenannte Zombies) hätte unter Strafe stellen wollen, hätte er dies im Wortlaut der Vorschrift zum Ausdruck bringen wollen.“

Diese Feststellung wird letztlich auch zu einer Änderung des Paragraphen 131 führen (am 23.12.2003 wurde der Zusatz „Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen hinzugefügt).

Des Weiteren zerpflückt die zweite Kammer des Bundesverfassungsgerichts auch die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, die u.a. behauptete, dass der Film zur Gewalt aufstachele.

„Im übrigen zeigt auch die Anwendung auf den konkreten Fall, daß die Gerichte von einem unzulässig weiten Verständnis der Strafvorschrift ausgegangen sind. Es fehlen Feststellungen, daß der Betrachter zur bejahenden Anteilnahme an den BVerfGE 87, 209 (229)BVerfGE 87, 209 (230)Schreckensszenen angeregt wird. Vielmehr liegt es nahe, daß er sich nicht mit den gewalttätigen Besessenen identifiziert, sondern mit den gegen sie kämpfenden unverwandelten Menschen. Dabei kann er nach dem Gesamteindruck des Films das Geschehen wegen seiner bizarren Übersteigerung durchaus auch als lächerlich und grotesk erleben. Solche Formen der Unterhaltung gibt es - wenngleich abgeschwächt - auch in anderen Phantasieprodukten wie Schauermärchen oder Spukgeschichten. Wenn auch sie ohne weiteres von der Menschenwürde-Alternative erfaßt werden sollten, wäre dieses Tatbestandsmerkmal zur Abgrenzung strafbaren Verhaltens nicht mehr geeignet.“

Interessant hierbei sind vor allem die letzten beiden Sätze, in denen die Zweite Kammer des Bundesverfassungsgerichts eindeutig aussagt, dass von einer solch strikten Auslegung des Paragraphen 131 selbst alt-deutsche Schauer-Märchen betroffen seien. Wodurch der Paragraph 131 in dieser Form zur Strafverfolgung nicht mehr geeignet sei. Eine ausführlichere Darlegung dieser Problematik findet ihr in meinem vorrangegangenen Artikel zu George A. Romeros Film „Zombie“, der über eine ähnlich tragische Zensur-Geschichte verfügt wie „Tanz der Teufel“.


Die Erklärung der Zweiten Kammer des Bundesverfassungsgerichts kann man sich in seiner Gänze hier durchlesen:


Für ProKino und VCL Communications findet damit ein langer Rechtsstreit ein (mehr oder weniger) befriedigendes Ende. Seit acht Jahren fochten sie für eine Freigabe des Films, nun dürfen sie eine stark geschnittene Fassung veröffentlichen. Ein kleiner Sieg, aber immerhin ein Sieg. Der Film „Tanz der Teufel“ darf nun endlich in Deutschland vertrieben werden - zwar nicht in voller Gänze und auch nicht ohne staatliche Repressalien (denn die Indizierung der dritten Schnittfassung ließ nicht lange auf sich warten), aber immerhin für alle Fans und Interessierte ohne Angst ein Verbrechen zu begehen zugänglich. ProKino brachte am 14.01.1993 den Film gar zeitweise in einem limitierten Release zurück in die Kinos, während VCL Communications den Film unter dem Titel „Tanz der Teufel 1“ am 30.03.1993 auf Video veröffentlichte.


Datty Ruth, damaliger Geschäftsführer von VCL Communications, erklärt in einem Interview mit der Fachzeitschrift Video im April 1993 folgendes:

„Die Indizierung war in der damaligen Zeit zu erwarten, die Beschlagnahme nicht. Es gab weitaus schlimmere Horrorfilme. 'Tanz der Teufel' war ja so abgedreht, so überzogen, so parodistisch und experimentell, dass der gesamte Vorgang einfach lächerlich war. Aber man wollte ein Exempel statuieren. Im Grunde genommen ist die Indizierung selbst überflüssig, da die FSK-Kennzeichnung 'nicht freigegeben unter 18 Jahren' ja schon den Jugendlichen schützt. Eine zusätzliche Indizierung führt die Sache ad absurdum.“

Auch wenn Herr Ruth sich hier nur über die alte Schnittfassung (die ungeschnitte Erstveröffentlichuhng) äußert, sollte er letztlich recht behalten. Die erneute Indizierung (der stark geschnittenen Neuveröffentlichung) fand noch im gleichen Jahr statt. Am 28.12.1993 wanderte der Film zurück in die Schmuddelecke und aus dem Auge der Öffentlichkeit. Seitdem wurden nicht nur die deutschen Fassungen von „Tanz der Teufel“ indiziert und beschlagnahmt. Ob die englische Videokassette von Palace Video (BAnz. vom 26.06.1987), die asiatische LaserDisc von Renaissance Pictures (AG Tiergarten, Beschlagnahmebeschluss vom 09.07.1999) oder die österreichische Special Uncut Edition von XT Video (BAnz. vom 27.06.2008), keine Fassung von „Tanz der Teufel“ kann sich der deutschen Sittlichkeit entziehen.

Auch in naher Zukunft wird sich dieses wohl nicht ändern. Erst am 31.03.2009 bestätigte die BPjM de facto die Indizierung des Titels. Nach 25 Jahren läuft die Indizierung eines Titels automatisch ab, sofern er nicht beschlagnahmt ist. Bei „Tanz der Teufel“ ist dies leider Fall, somit wird die ungeschnittene Fassung des Titels auch weiterhin auf dem Index stehen. Im schlimmsten Fall erst einmal bis zum Jahre 2034.

II. c) Weltweit
„Tanz der Teufel“ hatte es auch in anderen Ländern nicht ganz so leicht. In den USA verweigerte man dem Film aufgrund der Vergewaltigungsszene das R-Rating - so verzichtete Raimi gleich auf eine Freigabe und brachte den Film als Unrated-Version heraus. 1994 wurde der Film neugeprüft und besitzt seither offiziell ein NC-17-Rating, auch wenn der jetzige Rechteinhaber Anchor Bay alle seine DVDs (aus marketing-technischen Gründen) als Unrated-Version vermarktet. In Finnland, Island, Schweden, Malaysia und Irland tat man es den Deutschen gleich. Auch hier wurde der Film de facto verboten und von den Behörden eingezogen. Mittlerweile ist „Tanz der Teufel“ in Finnland freigegeben - mit einer 18er-Freigabe, ebenso in Schweden und Island. In Groß-Britannien zählte der Film ab 1984 zu den berüchtigten Video Nasties. 1992 wurde er wieder veröffentlicht und es mussten insgesamt 112 Sekunden herausgeschnitten werden. Mittlerweile ist eine ungeschnittene DVD-Auflage erhältlich, aber ironischerweise war der Film damit weitaus mehr geschnitten als die aktuell längste deutsche Fassung (die sogenannte dritte Schnittfassung von VCL Communications).

II. d) Zeitlinie
Da die Zensurgeschichte des Films teilweise sehr undurchlässig ist, folgen nun die wichtigsten Ereignisse als kleiner Überlick in einer Zeitlinie dargestellt. Die Daten beschränken sich nur auf die deutsche Zensurgeschichte des Films (bis Januar 2011).

23.11.1983:„Tanz der Teufel“ wird der FSK zur Prüfung vorgelegt. Diese verweigert dem Film die Freigabe, solange nicht vier Szenen geschnitten werden.
25.11.1983:ProKino wiederrum verweigert die Schnitte und legt den Film der SPIO vor. Dessen Juristenkomission attestierte „Tanz der Teufel“ eine strafrechtliche Unbedenklichkeit.

10.02.1984:„Tanz der Teufel“ läuft ungeschnitten in den westdeutschen Kinos an. Insgesamt werden rund 160.000 Bundesbürger den Film im Kino sehen.
27.04.1984:Nach bereits zwei Monaten erfolgt die erste Indizierung des Films durch die BPjS (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften).
06.07.1984:Die Betriebsräume von ProKino werden im Auftrag der Staatsanwaltschaft durchsucht. Alle Kopien und Materialien zu „Tanz der Teufel“ werden sichergestellt. Gerechtfertigt wird dies mit der kommenden Beschlagnahmung des Films.
12.07.1984:Auch die Beschlagnahmung lässt nicht lange auf sich warten. Das Amtsgericht München zieht den Film bundesweit aufgrund des Verstoßes gegen §131 StGB ein.
13.07.1984:VCL Communications (der Videovertrieb), sowie ProKino (der Kinovertrieb), machen von ihrem Recht gebrauch und legen gegen die Beschlagnahmung Widerspruch ein.
31.08.1984:Die Staatsanwaltschaft veröffentlicht ihren Antrag zur Beschlagnahmung des Films. Aus den Gründen geht hervor, dass diese sich bei ihrer Urteilsbegründung u.a. auf Szenen bezog, die entweder übertrieben beschrieben wurden oder gar nicht existieren.

25.02.1985:Der Paragraph 131 StGB wird verschärft...
27.02.1985:...und wie durch ein Zufall beginnt zwei Tage später die Hauptverhandlung um die Aufhebung der Beschlagnahmung.
12.07.1985:Das Landgericht München I bestätigt die Beschlagnahmung des Films durch das Amtsgericht München. Zwar wird „Tanz der Teufel“ der Status eines Kunstwerks zugesprochen, dennoch verletze der Film die Menschenwürde. Die Beschlagnahmung sei damit rechtens.
27.11.1985:VCL Communications (der Videovertrieb), sowie ProKino (der Kinovertrieb), legen eine Verfassungsbeschwerde ein.
21.06.1987:Das Bundesverfassungsgericht hat noch keine Entscheidung getroffen. Zwischenzeitlich hat sich ProKino dazu entschieden, den Film in einer neuen Schnittfassung erneut der FSK zur Prüfung vorzulegen. Es wurden sieben Schnitte von einer Gesamtlänge von 12 Sekunden vorgenommen. Die FSK lehnt eine Freigabe ab.
26.06.1987:Die englische Videokassette von Palace Video wird indiziert. Erstmalig wurde somit eine ausländische Fassung des Films explizit auf den Index gesetzt.
27.06.1987:ProKino sendet eine zweite Schnittfassung an die FSK, bei dieser man nun acht Szenen von einer Gesamtlänge von 23,5 Sekunden schnitt.
08.09.1987:Die FSK lehnt eine Freigabe ab 18 Jahren der zweiten Schnittfasung mit einfacher Mehrheit ab.
18.09.1987:ProKino legt der FSK nun eine dritte Schnittfassung vor, die insgesamt um 44 Sekunden geschnitten wurden ist. Die FSK erklärt sich bereit, eine 18er-Freigabe zu erteilen, wenn die Staatsanwaltschaft keinerlei strafrechtliche Bedenken hat.
20.10.1987:Die zweite Kammer des Bundesverfassungsgerichts erklärt die Beschlagnahmung von „Tanz der Teufel“ aus formaljuristischen Gründen für unzulässig.

18.02.1988:Ein Vertreter der FSK fragt bei ProKino nach, wie der Vertrieb an eine ungeschnittene Fassung des Films zur Herstellung einer neuen Schnittfassung herangekommen sei, da dieser ja immerhin bundesweit beschlagnahmt ist.
28.03.1988:Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass auch die dritte Schnittfassung von „Tanz der Teufel“ gegen §131 verstoßen würde.
14.04.1988:Die dritte Schnittfassung von „Tanz der Teufel“ wird beschlagnahmt.
04.05.1988:Die Geschäftsräume von ProKino werden durchsucht. Zahlreiche Akten und Videokassetten werden beschlagnahmt.
09.06.1988:ProKino und VCL Communications legen eine Verfassungsbeschwerde gegen die Beschlagnahmung der dritten Schnittfassung beim Bundesverfassungsgerichts ein.

20.10.1992:Nach fast vierjähriger Beratungszeit, entscheidet das Bundesverfassungsgericht, dass die Beschlagnahmung der dritten Schnittfassung nicht zulässig ist. Aus der Begründung heißt es, dass der Gesetzgeber Gewaltakte gegen menschenähnliche Wesen nicht explizit verboten hat.

14.01.1993:In einem limitierten Release wird die dritte Schnittfassung von „Tanz der Teufel“ in den Kinos gezeigt.
30.03.1993:Die dritte Schnittfassung wird von VCL Communications unter dem Titel „Tanz der Teufel 1“ auf Video veröffentlicht.
28.12.1993:Die dritte Schnittfassung wird indiziert.
31.08.1996:Der Film wird erstmalig auf einem weiteren Heimmedium, der LaserDisc, von VCL Communications veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um die dritte Schnittfassung. Aufgrund der Inhaltsgleichheit ist auch diese Fassung automatisch indiziert.

02.05.1996:Die englische Videokassette von 4 Front Video wird indiziert. Das zweite ausländsiche Release des Films das explizit auf den Index gesetzt wird.

09.07.1999:Die asiatische LaserDisc von Renaissance Pictures wird vom Amtsgericht Tiergarten beschlagnahmt. Das erste ausländische Release des Films, welches explizit beschlagnahmt wird.

01.03.2000:Die US-amerikanische Videokassette von K-Tel Video wird vom Amtsgericht Tiergarten beschlagnahmt. Das zweite ausländische Release des Films, welches explizit beschlagnahmt wird.

01.04.2001:Best Entertainment veröffentlicht die dritte Schnittfassung erneut. Zusätzlich wird eine FSK 16-Fassung angefertigt, die bis dato die einzige Schnittfassung darstellt, die in Deutschland ohne nennenswerte Restriktionen frei im Handel erhältlich ist.
12.05.2001:Astro und Laser Paradise veröffentlichen gemeinsam erstmalig „Tanz der Teufel“ auf DVD - und seit 1984 ungeschnitten (und ungeprüft).
19.07.2001:CMV Laservision veröffentlicht den Film ungeprüft und ungeschnitten auf DVD.
01.01.2002:Astro veröffentlicht eine Neuauflage, die sogenannte Special Edition, ungeprüft und ungeschnitten auf DVD.
26.04.2002:Die DVD-Erstauflage von Astro und Laser Paradise wird vom Amtsgericht Tiergarten beschlagnahmt.
30.09.2003:Die holländische LaserDisc von Elite Entertainment wird indiziert. Die dritte ausländische Fassung die explizit auf den Index gesetzt wird. Kurios, da das Medium zu diesem Zeitpunkt bereits als tot gilt.

30.04.2004:Die Special Edition (DVD) von Astro wird indiziert.

02.05.2005:Die DVD von CMV Laservision wird indiziert.

31.08.2006:Die US-amerikanische „Book of Dead“-Edition von Anchor Bay wird indiziert. Die nun mehr vierte ausländische Fassung des Film die explizit auf den Index gesetzt wird.
29.09.2006:Die Ultimate Edition (DVD) von Astro wird indiziert.

25.05.2007:Als fünfte ausländische Fassung, wird die Special Uncut Edition von XT Video (Österreich) vom Amtsgericht Neuburg/Dona beschlagnahmt.

27.06.2008:Als erste ausländische Fassung, wird die Special Uncut Edition von XT Video (Österreich) demzufolge indiziert (Liste B).

31.03.2009:Die Erst-Inizierung der ungeschnittenen Erstauflage von VCL Communications aus dem Jahre 1984 wird kurz vor ihrem Ablauf (automatische Listenstreichung nach 25 Jahren) erneuert und somit bestätigt und verlängert.


Aufgrund der zahlreichen Beschlagnahmungen, Indizierungen und Schnittauflagen, existieren in Deutschland unterschiedliche Fassungen zu Sam Raimis „Tanz der Teufel“. Hier folgt nun ein kurzer Überblick über die wichtigsten Versionen.

III.a) Schnittfassungen
Ungeschnittene Version
Länge: 81:45 Minuten
Altersfreigabe: ungeprüft

Die erste VHS-Veröffentlichung von Tanz der Teufel wurde bereits kurz nach seinem Release am 27.04.1984 indiziert. Diese Indizierung wurde de jure am 31.03.2009 bestätigt - 25 Jahre nach der Erst-Indizierung. Am 02.07.1984 - nicht einmal drei Monate nach der Indizierung - wurde diese Fassung bundesweit beschlagnahmt. Eine Beschlagnahmung, die auch noch heute anhält.

Astro Entertainment, die sich bereits in den 90ern einen Namen durch die ungeschnittene Veröffentlichung zahlreicher indizierter und beschlagnahmter Horror-Klassiker machten, schreckten auch vor „Tanz der Teufel“ nicht zurück und brachten die ungeschnitte Fassung in Deutschland am 12.05.2001 auf DVD heraus. Nur zwei Monate später erschien ebenfalls von CMV Laservision eine auf 2.600 Stück limiterte Special Edition. Ebenfalls ungeschnitten und ungeprüft. Es folgte eine wahre Welle von DVD-Veröffentlichungen, die auch alle etwas gemeinsam hatten: eine kommende Beschlagnahmung. Astros Erstauflage wurde am 26.04.2002 vom Amtsgericht Tiergaretn eingezogen, CMV Laservisions Special Edition am 02.05.2005. Da mittlerweile die Inhaltsgleichheit zählt, werden ungeschnittene deutschsprachige Neuauflage des Films auf DVD und/oder Blu-ray nur noch über Österreich vertrieben.

Dritte Schnittfassung
Länge: 80:54 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18

1991 bemühte sich VCL Communications um ein Re-Release von „Tanz der Teufel 1“ auf den deutschen Video-Markt. Um sich rechtlich abzusichern ging man diesmal gar zur FSK. Nach zwei Anläufen wurde die dritte Schnittfassung freigegeben. Der Film wurde mit einer Altersfreigabe ab 18 versehen und musste aber hierzu massiv Federn lassen. Fast eine Minute wurde herausgeschnitten. Am 28.12.1993 wurde die Fassung zusätzlich indiziert. Sie stellt bis heute (Januar 2011) die längste bundesdeutsche Fassung dar, die offiziell freigegeben ist.

Diese Fassung wurde am 01.03.2001 von Best Entertainment unter dem Zusatz „Special Collector’s Edition“ auf VHS und DVD wiederveröffentlicht. Zusätzlich erschien eine stark geschnittene FSK 16-Fassung.

Kaufhaus-Cut
Länge: 69:08 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16

Der Vollständigkeit halber soll die von Best Entertainment am 01.03.2001 veröffentlichte FSK 16-Fassung nicht unerwähnt bleiben. Diese Kaufhaus-Fassung wurde auf 69 Minuten heruntergeschnitten, um das FSK 16-Siegel zu erhalten. Sie stellt die einzige bundesdeutsche Filmfassung dar, die nicht indiziert ist und somit ohne nennenswerte Restriktionen (natürlich mit Ausnahme der Altersbeschränkung) öffentlich zugänglich ist.

Später wurde diese Fassung von Astro und Best Entertainment zusammen mit einem neuen Cover-Artwork wiederveröffentlicht.

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III.b) Auflagen
„Tanz der Teufel“ wurde in Deutschland aufgrund seiner Popularität in zahlreichen Editionen aufgelegt. Hier folgt nun ein kurzer Überblick über alle deutschen Veröffentlichungen (Anmerkung: österreichische Release werden nicht mitgezählt).

1984
Länge: 81:45 Minuten
Altersfreigabe: ungeprüft
Status: beschlagnahmt/uncut

Die Kinofassung des Films - ungeschnitten und ungeprüft.

1984
Länge: 81:45 Minuten
Altersfreigabe: ungeprüft
Status: beschlagnahmt/uncut

Die Video-Erstauflage von VCL Communications. Identisch mit der Kinofassung, somit ebenfalls - ungeschnitten und ungeprüft.

1984
Länge: 81:45 Minuten
Altersfreigabe: ungeprüft
Status: beschlagnahmt/uncut

Die Video-Zweitauflage von VCL Communications. Identisch mit der Kinofassung, somit ebenfalls - ungeschnitten und ungeprüft.


1993
Länge: 80:54 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18
Status: indiziert/cut

Die sogenannte dritte Schnittfassung, die, die FSK erstmalig mit einem 18er-Siegel freigegeben hat. Kurze Zeit später folgte die Indizierung. Bis heute die längste, freigegebene Schnittfassung.

1995
Länge: 80:54 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18
Status: indiziert/cut

LaserDisc-Release der dritten Schnittfassung von VCL Communications.

1995
Länge: 80:54 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18
Status: indiziert/cut

Wiederveröffentlichung der dritten Schnittfassung auf LaserDisc von VCL Communications und LaserParadise.


2001
Länge: 81:54 Minuten
Altersfreigabe: ungeprüft
Status: beschlagnahmt/uncut

Erstauflage des Films auf DVD von Laser Paradise und Astro aus dem Jahre 2001. Ebenfalls auf VHS erschienen.

2001
Länge: 81:54 Minuten
Altersfreigabe: ungeprüft
Status: beschlagnahmt/uncut

Nur wenige Wochen später brachte CMV Laservision den Film unter dem englischen Titel in einer Sonderauflage heraus.

2002
Länge: 81:54 Minuten
Altersfreigabe: ungeprüft
Status: indiziert/uncut

Neuauflage unter dem Zusatz Ultimate Edition und auf 1000 Stück limitiert. ImGegensatz zur Erstauflage von Astro/Laser Paradise mit einem anderen Bildformat.


2001
Länge: 81:54 Minuten
Altersfreigabe: ungeprüft
Status: beschlagnahmt/uncut

Die sogenannte Special Edition - ebenfalls von Astro. identisch mit der Ultimate Edition mit Ausnahme der Verpackung.

2002
Länge: 81:54 Minuten
Altersfreigabe: ungeprüft
Status: beschlagnahmt/uncut

Inhaltlich identisch mit der Astro/Laser Paradise-DVD, auf 500 Stück limitiert. Ebenfalls auf Video veröffentlicht.




Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Schnittberichte.

Datum: 18.01.2004 | Autor: Slayer
Zitat: Verglichen wurde die geschnittene FSK 16 DVD von Astro/Best Entertaiment mit der ungeschnittenen Ultimate Edition DVD von Astro. Mit beinahe 14 Minuten ist diese Fassung extrem geschnitten.
FSK 16 <-> Ungeschnitten
Datum: 26.03.2009 | Autor: Eiskaltes Grab
Zitat: Verglichen wurde die gekürzte, indizierte FSK 18-DVD von Best Entertainment mit der ungekürzten ungeprüften-DVD von Astro -Ultimate Edition- (indiziert und beschlagnahmt). Es fehlen 50,29 Sek bei 12 Szenen.
FSK 18 <-> Ungeprüft
Datum: 16.02.2003 | Autor: LJSilver
Zitat: Vergleich zwischen der ungekürzten Ultimate Edition DVD von Astro (nicht geprüft) mit der US-DVD von Elite Entertainment (RC0). In der Elite-Fassung fehlt eine kurze Einstellung eines einschlagenden Blitzes.
Ultimate Edition DVD <-> US-DVD von Elite Entertainment
Datum: 07.12.2009 | Autor: Eiskaltes Grab
Zitat: Verglichen wurde das gekürzte UK-Tape von 4 Front Video mit der ungekürzten und ungeprüften-DVD von Astro. Es fehlen 1 Minute und 52,5 Sekunden bei 33 Szenen.
BBFC 18 VHS <-> Ungeprüft





Eine (kleine) Auswahl an internatioonalen Kinoposter, sowie VHS- und DVD-Covern.

Filmplakate:





VHS- und DVD-Cover:


























Medien
• DVD: „Tanz der Teufel“ - Ultimate Edition Astro Records and Filmworks, Kopenhagen 2002.
• VHS: „Tanz der Teufel“ VCL Communications, München 1991.
• VHS: „Tanz der Teufel“ VCL Communications, München 1984.
• Dokumentation: „Mama, Papa, Zombie“, ZDF 1984.
Bücher
• Peter Osteried: „Sam Raimi Chronicles“ MPW Verlag, Hille 2000.
• Detlev Klewer: „Die Legende der lebenden Toten“ MPW Verlag, Hille 1997.
• Bruce Campbell: „If Chins could kill“ St Martin's Press, New York 2002.
Magazine
• Fachzeitschrift Video, April 1993.
• Wochenend-Magazin, Hamburg 198?.
Websites (abgerufen am 05.12.2010)
VideoRaiders.net
BookOfTheDead.ws
Deadites.net
LadiesOfTheEvilDead.com
Horrorfind.com
Servat.Unibe.ch





Kommentare
21.02.2011 00:04 Uhr - Nightmareone
1x
Nett.

21.02.2011 00:07 Uhr - Lykaon
1x
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
danke für eure epische Retrospektive! Einfach genial, hammer Aufwand für einen der absoluten Klassiker des Genres! Daumen hoch!!!

21.02.2011 00:08 Uhr - bayern_fighter
3x
sowas nenn ich mal ne zusammenfassung...

meine hochachtung

21.02.2011 00:09 Uhr - MisterManiac
1x
Geil Jungs !

21.02.2011 00:13 Uhr - Morte
1x
Oje, da hat sich VideoRaider ja einen riesengroßen Haufen Arbeit gemacht - Respekt! Wird bei Gelegenheit und ausreichend Zeit auf jeden Fall gründlich durchgelesen :)!

21.02.2011 00:16 Uhr - Martyr
1x
Genial!

21.02.2011 00:20 Uhr - Silverfox
1x
Einfach klasse. Großen Respekt vor so viel Arbeit. Wirklich sehr umfangreich und informativ!

21.02.2011 00:22 Uhr - maxturbation.
1x
Der absolute Wahnsinn!! Finde die Teile jedes mal wirklich bombig...

Will ja nicht unverschämt sein, aber gibt's ne Möglichkeit das ganze als PDF zu veröffentlichen? ;) So als schöne Druckversion...

Falls nicht, auch egal :D klasse Arbeit!

21.02.2011 00:22 Uhr - colman
1x
Einfach nur genial gemacht!

21.02.2011 00:26 Uhr - VideoRaider
1x
SB.com-Autor
User-Level von VideoRaider 11
Erfahrungspunkte von VideoRaider 1.608
@ maxturbation.:

Erstmal ist keine andere Veröffentlichung geplant. Es ist/soll exklusiver Content von/für Schnittberichte.com bleiben.

21.02.2011 00:26 Uhr - speedcorefreak
1x
Wahnsinns Bericht Respekt !!!

zum film absoluter KULT !!!

21.02.2011 00:27 Uhr - Asgard
User-Level von Asgard 2
Erfahrungspunkte von Asgard 98
Ein fetter geiler Bericht. Danke dafür!!! Wenn ich da so einige Statements lesen muss, was damals so abging, dann betrachte ich meine Uncut-DVD nun umso stolzer!

21.02.2011 00:27 Uhr - Lykaon
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
wenn ich das erste Bild sehe... wie jung (21) da noch Sam Raimi war o.O heftig.

21.02.2011 00:28 Uhr - WEBOLA
Danke für diese informative Retrospektive. Einfach klasse Arbeit. Hut ab!

21.02.2011 00:34 Uhr - Venga
@maxturbation: Es gibt für Firefox diverse Add-Ons mit denen man Websiten als pdf umformatieren kann...

21.02.2011 00:39 Uhr - omahabitch
User-Level von omahabitch 3
Erfahrungspunkte von omahabitch 160
Tolle Arbeit, Danke!

21.02.2011 00:44 Uhr - Sky.walker
Muss mich den Danksagungen oben anschließen. Absolut genialer Bericht, was eine Arbeit. Wenn ich dran denke, dass ich den das erste Mal Uncut auf ner Kopie einer Videothekenkassette gesehen hab, mit mehr Pixeln als Bildern... das waren noch Zeiten. Aber auf DVD isser auch nich schlecht ;D

21.02.2011 00:44 Uhr - Evil Wraith
Der 'CDU-Yoda' verdient einen Literaturnobelpreis - fragt sich nur, wer das Wort zuerst verwendet hat :D .

21.02.2011 00:46 Uhr - Mario
1x
SB.com-Autor
User-Level von Mario 7
Erfahrungspunkte von Mario 691
Großartiger Artikel. Danke für diese unglaubliche Arbeit.

21.02.2011 00:46 Uhr - Beo1968
Respekt für diesen sehr guten Bericht.

Tanz der Teufel, einer der besten Horrorfilme.Ich erinnere mich noch, als 1983 im ORF im *Trailer* um 18:00 Uhr eine Ankündigung und ein kurzer Ausschnitt gezeigt wurde. Der Moderator sagte damals, es sei die harmloseste Szene des Filmes. Es ging um die Sequenz, als Linda und Shelly die Kartenlegten (voraus sagten) und sich Cheryl dabei verwandelte. Dann war fertig.

21.02.2011 00:46 Uhr - Hellraiser1612
1x
respekt zu dieser arbeit !! *daumenhoch*

21.02.2011 00:51 Uhr - geronimo
Hoffentlich ist Kapitel VI Quellen-Nachweis sauber ausgeführt. Nicht dass wir VideoRaider noch den Doktor-Titel aberkennen müssen ;o)

Super Arbeit, ziehe meinen Hut

21.02.2011 00:58 Uhr - demented
Die ZDF Doku heisst aber mama,papa,zombie :D

21.02.2011 01:07 Uhr - Forrest
SB.com-Autor
User-Level von Forrest 14
Erfahrungspunkte von Forrest 3.574
Super Arbeit VideoRaider! Meine Hochachtung!

21.02.2011 01:09 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
User-Level von VideoRaider 11
Erfahrungspunkte von VideoRaider 1.608
@ demented:

Danke. Wurde verbessert.

21.02.2011 01:22 Uhr - wirsindviele
User-Level von wirsindviele 2
Erfahrungspunkte von wirsindviele 54
Ein klasse Werk, diese Retrospektive!Respekt!!!
Mal schauen, in welcher CDU-Doktorarbeit, wir sie in Zukunft wiederfinden. :D

21.02.2011 01:25 Uhr - Baalberith666
1x
Bestes Wort dieses Berichtes: "Begattungsstarre"
hehehehe

21.02.2011 01:35 Uhr - srgeo
Ein Film den man Uncut zu Hause haben sollte. Alleine schon um gegen diese Politik zu protestieren. Der Film ist einer der besten des Zombie-Genres. (Ach ja, zu Hause darf man ihn nach EU-Recht uncut haben - solange er in einem Land freigegeben wurde welches zur Europäischen Union zählt und dann importiert wurde)

21.02.2011 01:40 Uhr - Roderich
User-Level von Roderich 1
Erfahrungspunkte von Roderich 28
Tolle Arbeit, Danke!!

21.02.2011 01:55 Uhr - Freeman
Ein ganz großes Lob und meinen tiefsten Respekt für die Arbeit an dieser Retrospektive! Sehr ausführlich und sehr informativ mit welchem Wahnwitz die deutschen Behörden gegen dieses Meisterwerk gewütet haben. Eigentlich ein Armutszeugnis für ein Land, in dem es heißt: "...eine Zensur findet nicht statt..."! The Evil Dead ist Kult und für mich der Inbegriff des Horrorfilms schlechthin. Den sollte man mal in einer vernünftigen Buch-Edition ungekürzt auf den deutschen Markt bringen und nicht die x-te Fortsetzung von Saw.

21.02.2011 01:57 Uhr -
21.02.2011 - 01:35 Uhr schrieb srgeo
(Ach ja, zu Hause darf man ihn nach EU-Recht uncut haben - solange er in einem Land freigegeben wurde welches zur Europäischen Union zählt und dann importiert wurde)

Wie besoffen warst du, als du dir das ausgedacht hast :-) Völlig absurder Quark was du hier schreibst.

Es ist viel einfacher. §131 StGb verbietet Besitz nämlich gar nicht.

Ein lustiges Kerlchen bist du.

21.02.2011 02:14 Uhr - Alan Wake
DB-Mitarbeiter
User-Level von Alan Wake 5
Erfahrungspunkte von Alan Wake 386
Ultimativ! Alles in einem Rutsch gelesen, einfach genial :D

21.02.2011 03:04 Uhr - DaWuff
1x
Ist die "Ultimate Edition" von 2002 wirklich nicht beschlagnahmt und NUR indiziert?
Und wäre diese, in einer Grabbelkiste gleich nach dem Eingang eines Saturns in Wien erstanden worden, auch eine Limitierte (1000 Stk.)? ("Wäre" ja die Ösi-vertrieb-version)

21.02.2011 05:44 Uhr - DarknessInside
Also ich habe bis jetzt von mehreren Leuten gehört das es eine Original version gibt mit 3 Stunden. was ich nur komisch finde ist das im internet nirgends die rede einer solchen version ist.

21.02.2011 06:29 Uhr - Chrizzee Pfeiffer
1x
In Berlin prügeln Hauptschüler auf ihre Klassenkameraden ein, weil sie sich für Zombies halten.


Ich glaub ich geb mir die Kugel xD

21.02.2011 07:12 Uhr - Maell
Tja, so ändern sich die Zeiten: Damals hielten die Hauptschüler sich für Zombies, heute halten sich die Zombies für Hauptschüler. Ähem.

21.02.2011 08:07 Uhr - Big C
1x
Leck mich fett!

So was kann man fast schon als "Doktor-Arbeit" abgeben. Hut ab vor dem Autor!

Und natürlich danke!!!

21.02.2011 08:33 Uhr - Once-Bitten
Ach ja "Tanz der Teufel" ein recht netter Horrorfilm der 80er Jahre der immer wieder spaß macht. Der Bericht "Mama, Papa, Zombie!" ist wohl das lächerlichste, was ich damals gesehen habe. Solche eine Pseudodoku wo das Medium Video schlecht gemacht wurde und die Filme als Bösartig beworben werden von dennen nur weil sie indiziert wurden sind. Ist das erbärmlichste was ich kennen, wie die Mütter wegsschauen! lächerlich und wie die Kinder reden.

21.02.2011 08:35 Uhr - Jack Bauer
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Großartig!

21.02.2011 09:34 Uhr - Sementh
Respekt. Am liebsten würd ichs mir ausdrucken und zu den DVDs ins Regal legen :)

21.02.2011 09:36 Uhr - Lamar
Absolut Großartige Arbeit. !

Da steckt eine Heidenarbeit drin.

Sehr interessant und auch wichtig für die Nachwelt (Horror und Splatter Fan`s)

TOP ARBEIT - RESPEKT

21.02.2011 09:45 Uhr - Werner
DB-Mitarbeiter
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Wow, klasse Arbeit.
Habe es vorhin komplett im Zug gelesen und bin begeistert! Top!!!!

21.02.2011 10:18 Uhr - peacekeepa
Interessanter und aufschlussreicher Bericht, nur wäre es besser gewesen, wenn der Autor seine Kritik am deutschen Jugendschutzsystem weniger einseitig formuliert hätte.

21.02.2011 10:28 Uhr - JohnDoe
Saugute Arbeit. Super interessant und tolle Sachen zusammengetragen. Meinen großen Respekt an den Autor.

21.02.2011 10:29 Uhr - Stefan8000
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Vielen Dank, super Bericht. Top gemacht.

21.02.2011 10:32 Uhr - bouncer
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Hey toller Bericht echt interesant gewesen!

21.02.2011 10:35 Uhr - odin
das ist ja mal ein richtiger Einblick in die köpfe der menschen die sich ein um sich kümmern,wo es doch gar nicht angebracht ist.
sondern diese Leute nennen wir Politiker sollten sich doch um ihre Probleme kümmern.
sprich: - dr. titel einkaufen
- arm und reich in dtl.
aber das ist ne andere Sache,aber diese Ausarbeitung finde ich sehr gelungen und gehört einfach zu diesem Mythos "Tanz der Teufel" dazu.
danke lg ralfonsen

21.02.2011 10:57 Uhr - Flufferine
Ich habe den Beschluß noch im BPS-Report aus dem Jahr,ganz grosse Klasse,wie dort alles in welcher Form beschrieben wurde,fand ich damals schon sehr interessant und auffällig,wie abwertend allein der Beschlagnahme-Beschluß verfasst wurde ;) Auch schön,dass aus irgendeinem Grund beide Synchros (JOIN US...) zu hören sind und es nie korrigiert wurde...

21.02.2011 11:41 Uhr - Schnitter
!!!!!!!!!!!Großartiger Bericht!!!!!!!!!!

Zeigt die Absurdität, Verlogenheit und Degeneration in diesem Land nur zu gut auf.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Artikel von 'Hans Schmid' bei Telepolis verweisen, z.B.:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31299/1.html

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30145/1.html

Viele Grüße und weiter so

21.02.2011 11:44 Uhr - OiOiSmartAlex
mag zwar nicht alles durchlesen, trotzdem TOLLE ARBEIT!! danke & Cheers

21.02.2011 11:46 Uhr - NoCut
Herzlichen Dank an VideoRaider!!! Eine unglaublich umfassende, den höchsten Ansprüchen des Kultfilm-Liebhabers genügende Arbeit. Das wird die kommenden Jahr(zehnt)e DER Bericht zu TdT bleiben. Riesendank für diese Hingabe, Akribie und Leidenschaft.

21.02.2011 11:54 Uhr - TheSopranos
Hammer Bericht !!!
Vielen Dank für die Arbeit.
Macht unglaublich Spaß zu lesen was den Perlen aus seiner Jugend wirklich zugestoßen ist.
Macht weiter so ...
grüße

21.02.2011 12:05 Uhr - johnmarston
Damals waren es Videos heute sinds Killerspiele und in 30 Jahren wirds etwas anderes sein worauf die selbsternannten Sittenwächter rumhacken tun. Bedauerlicherweise hab ich den Film noch nie gesehen, da schein ich ja echt was verpasst zu haben.

21.02.2011 12:10 Uhr - Kerry
Auch von mir ein herzliches "Dankeschön" für diesen hervorragenden, informativen Artikel. An der Qualität dieses Berichts könnte sich so manch professioneller (Film-)Journalist von Moviestar, Cinema und co. ein Vorbild nehmen.

21.02.2011 12:28 Uhr - Splattermann
Tanz der Teufel - Ist mein absoluter Lieblingsfilm!!!
Herzlichen Dank für diese super gemachte Seite!
Habe sie mir mit dem Browser Opera für privaten Zweck gespeichert.
Wenn ich etwas mehr Zeit habe, werde ich auf jeden Fall alles in
Ruhe durchlesen. TAUSEND DANK !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

21.02.2011 12:30 Uhr - JazzRogers
Ein Wort: Perfekt!

Danke für diesen Aufschlussreichen Bericht über die Hexenjagd der deutschen Jugendschutzinstanzen auf kleine Fische. Schade das sich in einigen Belangen der deutsche Amtsschimmel immernoch nciht gelöst hat!

21.02.2011 12:33 Uhr - kalle
Schöne Arbeit!
"Neuauflage unter dem Zusatz Ultimate Edition und auf 1000 Stück limitiert. Identisch mit der Erstauflage von Astro/Laser Paradise."
Die Erstauflage ist nicht identisch mit der UE. Die Bildqualität ist deutlich schlechter. Auch ist das Bildformat anders.

21.02.2011 12:46 Uhr - TheEvilPat
wahnsinn! war einiges dabei was ich noch nicht wusste

danke :D

21.02.2011 12:53 Uhr - Jabberwocky
Mittlerweile ist eine Kopie des Films im Umlauf – allerdings ohne Ton und nur als abgefilmte Version eines alten 8mm-Screenings.

Auf YouTube kann man sich den Film ansehen; und zwar MIT TON! ;D
http://www.youtube.com/watch?v=yu78Z-VDVIA

Ansonsten: saugeiler und umfangreicher Bericht! Weiter so!
"Mama, Papa, Zombie" ist natürlich Dreck... aber auch irgendwie schon wieder Kult.^^

21.02.2011 12:54 Uhr - saw1,2,3,4,6
Ein wirklich großartiger Artikel!
Toll geschrieben und sehr interessant.

21.02.2011 12:54 Uhr - jim-daniels
Respekt! Das ist mal wieder der absolute Wahnsinn. Wie lange sitzt man bitte an solch einer Retropesktive?

Vielen Dank an dich VideoRaider.

P.S. Bei der Zetleiste gibt es einen kleinen Tipp-Fehler.
Da steht bei 1996: 02.05.2005.

21.02.2011 12:59 Uhr - schobi
DB-Mitarbeiter
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Wow - Respekt!
Wieder eine höchst informative und unterhaltsame Retroperspektive!

Muss ja eine MengeArbeit gewesen sein, aber es hat sich definitiv gelohnt!

Hoffe da kommen noch einige! :)

die "kleine" Auswahl der Poster & Cover ist auch nicht schlecht ;)


21.02.2011 13:22 Uhr - JakeLo_22
Respekt - der Artikel ist sehr interessant. War bestimmt ein Haufen Arbeit.

Eine Frage noch: Wo kann ich denn nochmal alle euren tollen Retrospektiven einsehen, wenn sie erstmal von der Hauptseite weg sind?? Würde gern nochmal die eine oder andere ansehen...
Gibt´s ein Verzeichnis, wo die alle drin sind?

Gruß
Jake

21.02.2011 13:29 Uhr - Mike Lowrey
Moderator
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Die Sektion heißt sogar Artikel. Zu finden im Kasten auf der Hauptseite.

http://www.schnittberichte.com/artikel.php?ID=51

21.02.2011 13:29 Uhr - Pzycho_Patti
Super erstklassig!!

einer meiner Lieblingsfilme super umgesetzt!

21.02.2011 13:45 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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@ Kerry:

Wenn du jemanden bei der Cinema oder Moviestar kennst, dann sag Bescheid. Brauch' dringend 'nen Nebenjob. :D :D Hahahahah.

21.02.2011 14:09 Uhr - Matt²
DB-Co-Admin
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Dicke Geschichte ! Tolle Retrospektive !
Hach, ich liebe einfach diese alten Videocover, da geht mir richtig das Herz auf.

21.02.2011 14:15 Uhr - JakeLo_22
@ Mike Lowrey

Vielen Dank! Hab´s jetzt gefunden.

21.02.2011 14:15 Uhr - Laughing Vampire
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Danke für den Bericht. The Evil Dead ist ein cooler, atmosphärischer Horrorfilm, und die ganze irrsinnige Zensurgeschichte ist damals wie heute einfach wahnsinnig naiv, infantil und verblendet. Wenn auch ziemlich unterhaltsam, wenn man sich die Paragraphenschlachten so durchliest :D

Bruce Campbells Buch hab ich hier ja auch noch rumliegen, nur leider nie fertig gelesen.

21.02.2011 14:15 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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@ Matt²:
Mir sei die Spam-Werbung kurz gestattet, aber wenn du alte VHS-Cover magst, ich kenn da 'ne Seite....;)

http://www.video-museum.net/

21.02.2011 14:19 Uhr - mexican man
"dass der „irre Massenmörder“ Kurt S. den Film „Das Kettensägen-Massaker von Texas“ (gemeint ist wohl „Texas-Chainsaw-Massacre“) im Landeskrankenhaus Süchteln sah"

"fast jeden zweiten Tag wird Psychologe Dieter Speck im rheinischen Viersen mit einem videogeschockten Kind konfrontiert."


Willkommen in Nettetal sag ich da nur...

Wusste garnicht das es hier früher so rund ging was das betrifft.
Hatte mich auf nen guten Bericht über TdT gefreut und bekam dazu noch etwas Heimatkunde vermittelt...danke SB.com ^^

21.02.2011 14:21 Uhr - JakeLo_22
1x
@ VideoRaider

Ich wüsste nen Film, wo es sich wohl auch lohnen würde, so ne Retrospektive zu machen:
Braindead
Hab nur leider nicht die Zeit und das Hintergrundwissen dafür, die man braucht, um so einen Monster-Bericht anzufertigen.

Bei dem Film konnte ich immer die Beschlagnahme um einiges besser verstehen als bei Tanz der Teufel. Braindead ist ja auch in der ungeschnittenen Fassung noch immer beschlagnahmt, im Gegensatz zur Uncut von Evil Dead, oder? (Hab jetzt nicht den ganzen Bericht gelesen, sorry)

21.02.2011 14:27 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
User-Level von VideoRaider 11
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@ JakeLo_22:

Ja, der dt. Staat gibt einem ja (leider) genug Material für solche Artikel. Braindead ist schon lange auf der Liste.

Tanz der Teufel (uncut) ist beschlagnahmt. Theoretisch kann das erstmal bis zum Jahre 2034 so bleiben.

21.02.2011 14:31 Uhr - chris1983
Alle Achtung für diesen sehr ausführlichen und interessanten Bericht!!!

21.02.2011 14:44 Uhr - Jabberwocky
Eine Sache verstehe ich nicht so wirklich:
Der Paragraph 131 StGB (Stand: 1984) sagt(e) folgendes aus:

(1) Wer Schriften (§ 11 Abs. 3), die Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder DIE DAS GRAUSAME ODER UNMENSCHLICHE DES VORGANGS darstellt,

1. verbreitet,
2. öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
3. einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht oder
4. herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Nummern 1 bis 3 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Soll das bedeuten, dass eine Gewaltdarstellung, die eben diese Gewalt als NICHT GRAUSAM ODER UNMENSCHLICH darstellt, KEINE Verletzung des §131 darstellt? Das wäre in meinen Augen Verharmlosung; was auch in diesem Paragraphen enthalten ist. Aber wo ist denn da der Unterschied? Je unmenschlicher eine Tat dargestellt wird, desto mehr wird doch darauf hingewiesen bzw. wird klargemacht, wie verabscheuungswürdig Gewalt ist?! Eine für mich eindeutig als GRAUSAM und UNMENSCHLICH dargestellte Gewalt ist die im Film "Schindlers Liste" gezeigte - eben weil er auf die grausame Unmenschlichkeit der Nazis hinweisen wollte -; sollte der Film jetzt auch beschlagnahmt werden? Das gilt auch für "Der Soldat James Ryan". Oder haben hier die Gesetzeschreiber einfach nicht nachgedacht bevor sie geschrieben haben; bzw. etwas ganz anderes im Kopf gehabt (die explizite DARSTELLUNG von Gewalt) und sich einfach doof ausgedrückt? So wie es da steht, ergibt es für mich jedenfalls keinen Sinn.

Aber interessanterweise trifft eine solche Zensur mitsamt Beschlagnahmung ausgerechnet solche Filme (TdT oder Braindead), die durch ihre fantasievolle Inszenierung und überspitzten Humor ohnehin schon kaum noch als "brutal" oder "gewalttätig" im Sinne einer Verherrlichung anzusehen sind; zu überspitzt und realitätsfern ist hier die gezeigte Gewalt. Aber Filme wie SAW, in denen explizit Menschen aufs grausamste (realistisch?!) gefoltert werden, bleiben - bis auf einige Schnittauflagen - von der Beschlagnahmung unbehelligt. Verstehe das wer will; ich nicht.
Allerdings sollte ohnehin nichts zensiert werden.

PS.: Irgendwie scheint eine Verherrlichung von Gewalt gegen Tiere keinen Straftatsbestand auszumachen... hmmm... wie "menschlich" ist das denn?

21.02.2011 14:47 Uhr - superboingo
Superbericht! Die Beschlagnahmungsgeschichte dieses Films übertrifft alle anderen Zensurmaßnahmen. Positiv erwähnenswert ist da auch das engagierte Vorgehen der Verleihfirmen prokino und VCL, so einen Einsatz für einen Genrebeitrag gibt es nur sehr selten.

21.02.2011 14:48 Uhr - Hi_hat
Wow was für ein Werk!
Absolut informativ und interessant!
Danke :) ... und n neues Wort hab ich auch gelernt "CDU-Yoda" xD .. sehr schön

21.02.2011 15:06 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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@ Jabberwocky:

Ich hatte es in der Zombie-Retro schon einmal angesprochen. Der Paragraph 131 StGB ist sehr schwammig und kann theoretisch auf alles ausgelegt werden. Eine solche Diskussion wäre aber für den Kommentarbereich zuviel des Guten. Wenn Bedarf besteht, einfach im Zensur-Forum einen Thread eröffnen.

21.02.2011 15:07 Uhr - Hate_Society
Super Arbeit. Ich könnte noch ein paar Cover dazusteuern. Habe ca 30 Evil Dead Medien aus aller Welt :D

21.02.2011 15:08 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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Erfahrungspunkte von VideoRaider 1.608
@ Hate_Society:

Danke, aber ich denke als kleiner Überblick reicht es aus. Der Fokus soll ja nicht auf den Covern liegen.

21.02.2011 15:19 Uhr - Jabberwocky
@VideoRaider:

Ach, ausgedehnter Diskussionsbedarf besteht da meinerseits nicht unbedingt; es reicht mir schon die Feststellung der Unsinnigkeit des ganzen Paragraphen bzw. Systems. ;)

21.02.2011 15:24 Uhr - ghostdog
Für mich noch immer DER Splatterfilm schlechthin und einer meiner Lieblingsstreifen. Danke für die interessante Retrospektive!

21.02.2011 15:44 Uhr - HKFreak
Hallo Jungs,

hiermit habt Ihr mich echt mehr als glücklich gemacht. Absoluter Hammerbericht zu den besten Film aller Zeiten !!! Liebe euch dafür....Vielen Dank ;)

21.02.2011 15:45 Uhr - Waldi
Wie gut das ich dieses Meisterwerk uncut habe,dieser Staat bestimmt mit Sicherheit nicht was ich als Erwachsener sehen darf,für Uncut-DVDs gibts ja Filmbörsen,da wird auch etliches beschlagnahmtes Zeug verkauft und keinen schert es......

PS: Super-Bericht!!!

21.02.2011 16:07 Uhr - Guinness
find die vorstellung klasse, dickes lob

21.02.2011 16:39 Uhr - .:Homer:.
Tanz der Teufel ist schon echt ein genialer Horror-Streifen. Geil ist auch was da auf einem dieser Zeitungen steht: "Heimlich schauen sie sich ein brutales Video an - und vergiften damit ihre Seele" :D

21.02.2011 16:56 Uhr - gniwerj
UUUUAAAAAAAHHH!! MAMMUTWERK:):) danke danke:)

und welche version importier ich jetzt?:)

21.02.2011 16:56 Uhr - Bokusatsu
Super Bericht.Besitze Evil Dead in der Book Of The Dead - Special Edition von Anchor Bay.Den deutschen Titel Tanz der Teufel finde ich schlecht.Schon weil man typisch für Deutschland den Titel vollkommen falsch übersetzt hat.

21.02.2011 17:01 Uhr - Horizon
Vielen Dank für diesen Bericht über einen meiner Lieblingsfilme! Hab den Artikel mit Begeisterung gelesen! Meine Hochachtung an den Autor für die unzähligen Stunden an Arbeit, die da drin stecken! Weiter so!

21.02.2011 17:26 Uhr - Mancu
Danke für die viele Arbeit!

Schade dass ihr keine Zeitschrift rausbringt ;)

21.02.2011 17:32 Uhr - Sylv.McCoy
@Autor: Danke für diesen kompletten Retro-Rückblick zu diesem Klassiker.Gute Arbeit,mir ist nichts aufgefallen was man noch zwingend ergänzen müßte.

"1992 wurde er wieder veröffentlicht und es mussten insgesamt 112 Sekunden herausgeschnitten werden. Mittlerweile ist eine ungeschnittene DVD-Auflage erhältlich, aber ironischerweise war der Film damit weitaus mehr geschnitten als die aktuell längste deutsche Fassung (die sogenannte dritte Schnittfassung von VCL Communications)."

Lieber Autor, dieser Satz ergibt für mich keinen Sinn.Wenn der Film mittlerweile ungeschnitten auf DVD erhältlich ist,wie kann es dann noch eine längere Fassung geben?!Kann es sein das sich dies auf die mit 112Sekunden geschnittene Fassung bezieht?

mfG

21.02.2011 17:57 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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@ Sylv.McCoy:

Das bezieht sich auf die engl. Video-Fassung. Für ein Re-Release mussten 122 Sek. herausgeschnitten werden. Das war 1992. Womit diese Fassung dann zwar frei war, aber letztlich doch kürzer als die damalige dt. Videofassung (mit 44 Sek. Cut-Zeit).

21.02.2011 18:03 Uhr - Undertaker
Moderator
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Eigentlich wollte ich mit dem Auto in die Waschanlage fahren. Nun ist es dunkel und mein Auto immer noch schmutzig, weil ich den Bericht die ganze Zeit gelesen habe. Daran ist wieder einmal nur der VideoRaider Schuld!

21.02.2011 18:10 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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@ Undertaker:

Egal, soll eh regnen. Haste Kohle gespart.

21.02.2011 18:15 Uhr - Undertaker
Moderator
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Erfahrungspunkte von Undertaker 1.790
Das hast Du aber wirklich großartig gemacht. Ich lese den Rest morgen weiter. Die Historie des Films ist wirklich beeindruckend. Vielen Dank für Deine Mühe!

21.02.2011 18:15 Uhr - schmierwurst
DB-Mitarbeiter
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Ganz großes DANKESCHÖN auch von meiner Seite.

Bei der langjährigen Tortur dieses Filmes kann man nur den Kopf schütteln!!!
Dabei fällt mir auf, das ich noch keine DVD von EVIL DEAD besitze. Hmmm, mal sehen, vielleicht kauf ich mir die 69-minütige FSK 16 Fassung ;)

21.02.2011 18:27 Uhr - Odo
SB.com-Autor
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VideoRaider, alte Zündschnur, da hast Du aber wieder ein Referenzwerk in den Äther geblasen, das seinesgleichen sucht. Meine Verehrung und Hochachtung, Schätzelein!

21.02.2011 18:35 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
User-Level von VideoRaider 11
Erfahrungspunkte von VideoRaider 1.608
@ Odo:

Ich tat es nur deiner Gunst willen.

Dein Lob ist meine Bezahlung!

21.02.2011 19:17 Uhr - echochild
Made my fucking day.
Großen Dank für diesen tollen Rückblick.
Tanz der Teufel vor ever!

21.02.2011 19:17 Uhr - Matt²
DB-Co-Admin
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21.02.2011 - 14:15 Uhr schrieb VideoRaider

@ Matt²:
Mir sei die Spam-Werbung kurz gestattet, aber wenn du alte VHS-Cover magst, ich kenn da 'ne Seite....;)

http://www.video-museum.net/


Super, danke für den Link. Da fühle ich mich fast wieder wie in den frühen 90s bei meinen ersten Videothekerkundungen.

21.02.2011 19:18 Uhr - echochild
"F"or ever sollte es natürlich heißen^^

21.02.2011 19:26 Uhr - gniwerj
hihihi^^

21.02.2011 19:51 Uhr - Erich Honecker
Große Klasse - gut gemacht! Der Bericht ist ein Muss für jeden Fan dieses Films. Gruß an VideoRaider und die BERLINER TIERGÄRTNER.

21.02.2011 19:52 Uhr - Sir Onikom
klasse arbeit! weiter so!!!!
würde mich freuen, wenn so etwas mal über die godzilla filme erscheinen würde ;)

21.02.2011 19:57 Uhr - Gurotesuku
Äußerst interessanter Artikel, normalerweise lese ich ja nicht so gerne, aber diesen hier habe ich bis zum Ende gelesen und das will was heißen!

21.02.2011 20:17 Uhr - Ultimate87
Toller Artikel zu einem traurigen, wenngleich sehr interessanten Stück deutscher Zensurgeschichte. Weiter so!!!

21.02.2011 20:19 Uhr -
Respekt vor so viel Arbeit! Toller Artikel

21.02.2011 20:29 Uhr - user
Klasse Artikel, Respekt! Danke!

21.02.2011 20:37 Uhr - Vic Mackey
DB-Mitarbeiter
User-Level von Vic Mackey 5
Erfahrungspunkte von Vic Mackey 385
Genialer, sehr informativer Bericht... meine Hochachtung!

21.02.2011 20:48 Uhr - DoktoR
Einfach nur großartig! Perfekter Artikel.

21.02.2011 20:50 Uhr - Laughing Vampire
User-Level von Laughing Vampire 3
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 132
21.02.2011 - 19:52 Uhr schrieb Sir Onikom
klasse arbeit! weiter so!!!!
würde mich freuen, wenn so etwas mal über die godzilla filme erscheinen würde ;)

Dem schließe ich mich an, das Thema setzt aber massenhaft Kenntnisse auf dem Gebiet voraus. Da kannste das zwanzigfache dieses Artikels hier erwarten. Infos findet man im Internet btw. überall wild verstreut, tohokingdom.com ist zum Beispiel sehr empfehlenswert!

21.02.2011 21:14 Uhr - okami
ein sehr guter bericht, der gut beschreibt, was der wahre horror in diesem land ist. und vor diesem schützt uns niemand. auch kein § 131 StGB.

wenn man sich die derzeitige flut an folter-horror-filmen mit 'echten menschlichen opfern' anschaut, stellt sich einem die frage, welche gehirnamputierten und genmanipulierten zombies in unseren behörden am 31.03.2009 einer folgeindizierung von 'ED' zugestimmt haben. in diesem land ist halt alles möglich.

mein presse-exemplar 038/100 der cmv-laservision-vö ist und bleibt, neben den us-limited editions, mein ganzer sammler-stolz.


21.02.2011 21:21 Uhr - Tweety
Respekt. Auch von mir ein großes Lob.
Weiß noch, wie ich den Film das erste Mal von einer schlechten Kopie meines Onkels gesehen habe (natürlich heimlich). Dann lange Zeit gesucht und endlich nochmal eine (noch schlechtere) Kopie in die Finger bekommen.

21.02.2011 - 05:44 Uhr schrieb DarknessInside
Also ich habe bis jetzt von mehreren Leuten gehört das es eine Original version gibt mit 3 Stunden...

Diese Fassung ist aber ziemlich langatmig. Aber immerhin gibt`s da u.a. die Szene, in der Ash den Karton mit dem Kopf von Sheryl darin öffnet ;-)
21.02.2011 - 03:04 Uhr schrieb DaWuff
Ist die "Ultimate Edition" von 2002 wirklich nicht beschlagnahmt und NUR indiziert?...

An diese Frage schließ ich mal mal an. Das ist doch ein Fehler, oder? Ansonsten gäbe es ja doch eine erhältliche Uncut-Fassung. Lt. Timeline wurden die Astro-SE und die CMV auch "nur" indiziert.

21.02.2011 23:02 Uhr - Topf
respekt für dieses werk.
das zeigt leider ,dass die deutsche meideingesellschaft immernoch auf propaganda zugreift um ihren willen zu kriegen.. ich dachte aus diesem alter ist deutschland weit hinaus... aber weit gefehlt..

21.02.2011 23:15 Uhr - slaytanic member
einfach grossartig danke für diesen tollen bericht der zeigt dass auch ihr grosse fans des films seid (wie ich auch)!!!! ich habe den film uncut und als ich ungefähr 17 oder 18 war habe ich den zum ersten mal gesehen in ganz mieser bildqualität ist schon krass was so ein b-movie auslösen kann bzw wie bescheuert deutschland ist............

21.02.2011 23:27 Uhr - Knalltüte
18.02.1988: Ein Vertreter der FSK fragt bei ProKino nach, wie der Vertrieb an eine ungeschnittene Fassung des Films zur Herstellung einer neuen Schnittfassung herangekommen sei, da dieser ja immerhin bundesweit beschlagnahmt ist.

hahaha, der Knüller XD

Absolut grandioser Bericht zu einem absolut grandiosen Film. Sollte ich dringen mal wieder ansehen!

21.02.2011 23:38 Uhr - Furious Taz
21.02.2011 - 16:56 Uhr schrieb Bokusatsu
Den deutschen Titel Tanz der Teufel finde ich schlecht.Schon weil man typisch für Deutschland den Titel vollkommen falsch übersetzt hat.


Falsch übersetzt hast du recht.

Aber dadurch schlechter? NEEEEEE!

Einfach nur geil. Tanz der Teufel :D.

22.02.2011 00:05 Uhr - Isegrim
Wow, viel mühe gegeben und sehr informativ!!!

Vielen Dank dafür, sehr großes Lob!!!

Ich verneige mich, Hut ab!!!

22.02.2011 00:11 Uhr - marioT
21.02.2011 - 21:21 Uhr schrieb Tweety



21.02.2011 - 03:04 Uhr schrieb DaWuff
Ist die "Ultimate Edition" von 2002 wirklich nicht beschlagnahmt und NUR indiziert?...

An diese Frage schließ ich mal mal an. Das ist doch ein Fehler, oder? Ansonsten gäbe es ja doch eine erhältliche Uncut-Fassung. Lt. Timeline wurden die Astro-SE und die CMV auch "nur" indiziert.


Das ist ein allseits beliebter Irrglaube, auf den viele Leute hereinfallen.
Es ist Grundsätzlich strafbar Medien zu vertreiben bzw in Umlauf zu bringen, die gegen §131 verstoßen, ganz unabhängig davon ob dieses Medium beschlagnahmt ist oder nicht.
Soll heißen:
Ein Medium muss NICHT zwangsläufig beschlagnahmt sein, um gegen §131 zu verstoßen.
Und da die Uncut Fassung dieses Filmes nach rechtsgültigem Urteil gegen §131 verstößt, werden sich Händler hüten, diesen Film in einer nicht Beschlagnahmten uncut Fassung zu vertreiben, da sie sonst vorsätzlich - Stichwort: Inhaltsgleichheit - eine Strafbahre Handlung begehen würden.
Erst kommt der Verstoß dann als Folge die Beschlagnahme, welche aber nur für die Explizite Auflage/Veröffentlichung gilt.
Sollte eine nicht beschlagnahmte, aber im wesentlichen zur beschlagnahmten inhaltsgleiche Fassung irgendwo in Deutschland im Handel/Vertrieb entdeckt werden, würde eine Beschlagnahme dieser Fassung nicht lange auf sich warten lassen.
Nach einem gemeldeten (angeblichen) Verstoß dient die Beschlagnahme so gesehen erst mal nur zur Beweissicherung die später (nach Entscheid über die strafrechtliche Relevanz) dann auch Bundesweit ausgedehnt wird.
Nach dem gültigen Entscheid eines Verstoßes gegen §131 folgt dann meist noch die bundesweite Einziehung, bei der alle zur Herstellung und Verbreitung bestimmten Materialien einkassiert werden.

@Video Raider
Klasse Arbeit, danke!

22.02.2011 00:11 Uhr - göschle
VideoRaider's Bericht ist formal gesehen, allererste Sahne und Karl Theodor zu Guttenberg hätte seine helle Freude daran !
Aber ernsthaft: an Tanz Der Teufel wurde ein Exempel statuiert, dessen Nachhaltigkeit bis heute wirkt und die Sichtweise gegenüber einschlägiger Ware unter dem Deckmantel des Jugendschutzes ab-absurdum führt. Man ist geneigt zu sagen, daß es sich hier um ein typisch deutsches Szenario handelt, daß mit seiner Akrebie und Gründlichkeit an Zeiten erinnert, welche man eigentlich glaubte, längst überwunden zu haben. Persönlich kann ich dies nur noch unter dem Gesichtspunkt der Realsatire bzw. Retrokult ertragen und sollte ich jemals der FSK eine Frage stellen dürfen, dann wäre es: "Auf was wartet Ihr"

22.02.2011 00:27 Uhr - TheHutt
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Sehr schöner Bericht, wie gewohnt von dir. Hut ab!

22.02.2011 00:38 Uhr - VideoRaider
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22.02.2011 - 00:11 Uhr schrieb göschle
Aber ernsthaft: an Tanz Der Teufel wurde ein Exempel statuiert, dessen Nachhaltigkeit bis heute wirkt und die Sichtweise gegenüber einschlägiger Ware unter dem Deckmantel des Jugendschutzes ab-absurdum führt.


Oh, absolut. Dem kann ich nur beipflichten. Es ist fast schon pervers wieviel Kraft aufgewendet wurde, um dieses Werk zumindest uncut zu beschlagnahmen. Bis zum heutigen Tage.

22.02.2011 02:32 Uhr - Loopnet
von göschle:
...und sollte ich jemals der FSK eine Frage stellen dürfen, dann wäre es: "Auf was wartet Ihr"

Frag für mich bitte mit:D

22.02.2011 04:17 Uhr - thrasherlb
Wahnsinns Bericht,

22.02.2011 04:20 Uhr - thrasherlb
Wahnsinns Bericht,
da ich damáls den Fim im Kino gesehen habe!
Mehr als Informativ!!!
Ich danke Dir!

22.02.2011 09:40 Uhr - dok
sogar mit quellenangaben - nix plagiat also ;)

22.02.2011 10:16 Uhr - Rudi Ratlos
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Sehr schöner Bericht (abgesehen von ein paar Rechtschreibfehlerchen ;)) - wieder erstklassig geschrieben und angenehm zu lesen!

22.02.2011 11:33 Uhr - Dvdfre@k
TOP ARBEIT! IHR SEID DIE BESTEN! I LOVED IT!!!!!!!!

22.02.2011 11:41 Uhr - Oberstarzt
„Durch seine lockere Struktur ermöglicht der Horrorfilm dem Zuschauer eine gewisse Distanzierung zum Geschehen und bewirkt damit einen Verfremdungseffekt. In Evil Dead ist die Verfremdung bis zur Parodie getrieben. Bei aller Abwandlung aller Genremotive weist der Film dadurch eine erhebliche Unbekümmertheit und Frische auf.“

Jawoll Herr Dr. Göttler, besser hätte ich es auch nicht vormulieren können. Wären damals (wie heute) die Richter und BPjS-Sesselfurzer auch so tolerant gewesen wie sie. Sie waren Ihrer Zeit damals weit voraus. Steckten die politisch Verantwortlichen moralisch noch zum größten Teil in der Adenauer Ära fest.

Das ZDF ist ja auch witzig: In der Rportage 'Mama, Papa, Zombie', die ich im übrigen gerne mal sehen will, setzen die Redakteure Porno und Karate auf eine Stufe ... wenn man sich heutige ZDF-Reportagen über sog. 'Killerspiele' ansieht, hat sich an der Einstellung scheinbar auch nichts geändert, traurig aber wahr.


22.02.2011 13:27 Uhr - töfftöff
@ Oberstarzt

Die Reportage kannst du ganz einfach auf youtube angucken...einfach den Namen dort eingegeben, oder harte Horrorfilme oder so etwas... früher oder später fällst du förmlich drauf

22.02.2011 13:28 Uhr - Cheezburger
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Unter welchem Titel läuft denn die 3 Stunden Fassung? Hab das immer für einen Gag gehalten.

22.02.2011 14:24 Uhr - edgehead88
Ich habe den Bericht noch gar nicht gelesen aber ich freu mich schon unglaublich drauf :D

22.02.2011 14:51 Uhr - Dragon50
DB-Mitarbeiter
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Geiler Bericht. Das muss lange gedauert haben so ein Bericht zu machen. kleine frage am Rande ist Videoraider.net und Video-museum.net von dir videoraider.

22.02.2011 16:56 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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Kurz und bündig: Ja.

22.02.2011 17:24 Uhr - jimmymadrid
erst einmal hut ab für diesen mega - hammer - bericht zu einem film den sicherlich fast jeder zu seinen lieblingen zählt(ich natürlich auch...)hab mir gerade die pseudo - doku mama,papa,zombie angeschaut und musste an einer stelle echt schmunzeln:"wo staatliche fürsorge endet,weiß sabine krug,verkäuferin in einer videothek,aus erfahrung: ...das schlimmste hat vor einiger zeit MEINE kollegin erlebt,da kam ein achtjähriges mädchen in den laden und wollte ein zombiefilm ausleihen(DAS IST EIN FILM MIT LEBENDEN LEICHEN...)und als MEINE kollegin ihr den film verweigert hat kam die mutter in den laden und meinte:das kind könnte ruhig sich den film ansehen.darauf hin hat MEINE kollegin das jugendamt informiert und das jugendamt ist dann zu der familie hingegangen(das ganze amt...)das achtjährige mädchen hatte noch ne dreijährige kleine schwester(auf einmal...)die sehr schwer verhaltensgestört war und die konnte nur die drei worte sagen: MAMA,PAPA,ZOMBIE!jetzt frag ich mich ernsthaft wer denn nun wirklich verhaltensgestört ist?

22.02.2011 17:37 Uhr - FRAG
Deutsche Provinz, das ist das ganze Geheimnis hinter diesem Zensur-Wahnsinn. Denn: Ganz Europa = medienkompetent im Umgang mit Film und Gewalt. Deutschland: Was geht uns Europa an? Na - ist das nicht PROVINZ? Erinnert das nicht an Stammtisch-Gewäsch? Und im Endeffekt geht es doch darum, dass die Immunität bestimmter Lager nicht angekratzt wird. Man denke an die Haltung des "katholischen Filmdienstes": Jedem ist mittlerweile bekannt, was so in katholischen Einrichtungen abgezogen wurde und weiterhin wird. Ist es nicht auffällig, dass immer diejenigen am Lautesten gegen solche Filme schreien, die einem Lager angehören, das mit den größten Dreck am Stecken hat? Es soll nicht ans Tageslicht kommen. Punkt. Dann ist in Deutschland schon alles in Ordnung. Es juckt ja niemanden, wenn das Leben tausender Kinder per Vergewaltigung zerstört wird, solange es keiner mitkriegt... Ein weiteres Beispiel: Filbinger. Der Mann wurde breit gewählt, obwohl er öffentlich bekannte, dass in Bezug auf das "Dritte Reich" nichts zu bereuen sei. Also nicht, dass man kaltblütig Kinder ohne Narkose für Forschungszwecke aufschnitt, nicht die bis dato ungekannte Entfesselung der Hölle gegen Frauen und Kinder, nichts! Die Haltung eines Mega-Psychopathen, da hilft auch alle, alles im Nachhinein glattbügeln wollende CDU-Rhetorik nichts. Ein psychopathisches Monster bleibt eben ein psychopathisches Monster, und ein Kinder vergewaltigender Pfarrer bleibt eben einer. So. Und jetzt bedenke man, was wohl ein Filbinger (wenn er noch leben würde) und ein (noch im geheimen, nicht "ge-outeter") Kinder vergewaltigender Pfarrer über unsere schlimmen "Gewaltfilme" zu sagen hat. PROVINZ! Der Faschismus hat dem Horrorfilm in Deutschland den Gar ausgemacht. Und diese, wie soviele Nazi-Erfindungen, hat die CDU/CSU nach dem Krieg beibehalten (z.B. das Kraft durch Freude-Prinzip, man untersuche hier nur die Filme der Nachkriegszeit (mit Ausnahme des Autorenkinos) - Volksverdummung hoch 10). Nicht nur der deutsche Film wurde umgebracht, man sorgt auch dafür, dass man massig Kulturprodukte aus anderen Ländern zerstört. Alles unter dem Vorwand Jugendschutz. Auffällig - die Jugend wird total verarscht, da man sie in keiner Weise in den Zensurprozess mit einbezieht. Würde man das tun, würde man feststellen, dass die Jugend um ein Vielfaches medienkompetenter ist als die Zensoren selbst. Worin primär der Grund zu sehen ist, warum man die Jugend nicht mit einbezieht - außer natürlich im Religionunterricht a la "So, lieber Kinderchen, jetzt kommen wir zu einem ganz unangenehmen Thema, zum Thema "Die fürchterlichen, in jedem Falle von jedem gesunden Menschenverstand abzulehnenden GEWALTFILME!". Gesunder Menschenverstand, wie im Falle von Filbinger und dem erwähnten Pfarrersmann...

22.02.2011 19:17 Uhr - u-man
ja da kommen jugendbilder hoch. der SB kommt einer zeitreise gleich.ich hatte das glück in den genuss eines kinos zu kommen, deren altersprüfung so ziemlich egal war :)
hab zwar leider erst viel später Tanz der Teufel im (urlaubs)kino gesehen, aber etliche zombie und kannibalenfilme waren schon darunter. damals wie heute, scheisse ich auf die gesamte zensurpolitik und deren verlogene doppelmoral.

ich danke Videoraider wiedermal für diesen tollen SB und hoffe nicht das du in ein paar jahren, einen ähnlichen über A Serbian Film machen musst ;-P

22.02.2011 19:28 Uhr - Fulci Lives
Ich verneige mein Haupt in Ehrfurcht vor dir Videoraider und deinem höchst informativen Bericht über einen großartigen Horror-Klassiker. Bin auch sehr großer Fan der Seite videoraiders.net und hab so ziemlich jedes Review dort durchgelesen. Das Ding rockt!!!
Weiter so, freu mich schon auf den nächsten Artikel.

Gruß Fulci Lives

22.02.2011 19:39 Uhr - Spartiat
Großes Lob VideoRaider! Ein wirklich fundierter und interessanter Artikel.
Besonders gut gefallen hat mir die Passage zum Thema "Video"(II. a) Die bundesrepublikanischen 80er...). Jeder der Diese Zeit miter- und gelebt hat weiß genau wovon du sprichst.

22.02.2011 19:47 Uhr - Mr. Phelps
Nicht schlecht geschrieben, nur eine Anmerkung:
Ich begrüße sehr, dass du differenziert über den Missbrauch des Rechtssystems geschrieben hast, da viele Fans von Horrorfilmen bekanntlich am liebsten gleich die FSK abschaffen würden. An einigen Stellen suggerierst aber selbst du, dass der Rechtstaat an sich ein Problem darstellt ("Bevor der Rechtsstaat mit all seiner Härte zuschlagen konnte..."), was sicher nicht von dir so gemeint war. Nicht der Rechtstaat ist das Problem, sondern dass ihn einige wenige Moralapostel missbraucht haben.

22.02.2011 20:23 Uhr - McCool
Videoraider, auch ich bedanke mich für diesen sehr interessanten Bericht.

Die ZDF-Doku "Mama, Papa, Zombie" kann man sich übrigens hier ansehen: http://www.dailymotion.com/video/x4td3_mama-papa-zombie_news
(Einige Stellen wirken ganz deutlich inszeniert und daher auch unfreiwillig lustig...)


22.02.2011 20:29 Uhr - DirtyOlli
Ich habe mir jetzt auch noch mal die Doku Mama,Papa Zombie angeschaut, die lustigste Szene
fand ich, als der Vater beim Elternabend sagte, nachdem er Ausschnitte aus Ein Zombie hing
am Glockenseil gesehen hat.Ich glaub ich kann heute Nacht nicht schlafen,ohne Bier geht da
gar nichts. wenn ich solche Filme öfters gucken würde, würde ich eine Neurose bekommen.
Einfach zu Geil.

22.02.2011 21:14 Uhr - Dragon50
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Ist das zufällig die Doku wo in einer Schule ein elternsprechtag ist wo die über denn Film ein Zombie hing am glockenturm sprechen?

22.02.2011 21:17 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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@ naruto50:

Ja, genau die.

22.02.2011 21:31 Uhr - wolf1
Ein fantastischer Bericht zu einen fantastischen Film.JOIN US!!!

22.02.2011 23:27 Uhr - Aquifel
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Wirklich sehr interessant zu lesen. Lob nicht nur für den enormen Arbeitsaufwand. Zum Film: Natürlich ein Klassiker, aber was da an Trara betrieben wurde und immer noch wird... da fielen mir hundert andere Dinge ein, die weitaus schädlicher sind, als ein Film, der ohne diesen Trubel eventuell weniger berüchtigt wäre im Mainstream, gegen die man nichts unternimmt. Aber diese Liste wäre länger als die ganzen Ausführungen hier.

Ich sag dazu nur so viel: Ich hab den Film mit 13 Jahren uncut gesehen und es hat mich weder verstört, noch zu gewalttätigem Handeln angeregt. Bin ich nun ein Wunder? Oder liegt das vielleicht daran, dass meine Eltern mich vernünftig erzogen haben bzw. ich vielen Problemen, die wirklich Gewalt auslösen, nicht ausgesetzt war?

23.02.2011 00:27 Uhr - Mr. Phelps
Das ist die falsche Diskussion. Es geht hier um Rechtsbeugung und Rechtssmittel, die aufgrund des Systems so gut wie nicht mehr revidierbar sind. Etliche Filme, die nicht beschlagnahmt wurden, konnten durch eine Neuvorlage ungeschnitten veröffentlicht werden. Beii beschlagnahmten Filmen ist die so gut wie unmöglich. DAGEGEN muss was unternommen werden. Die Diskussion, ob Horrorfilme oder moderne Folterpornos Jugendliche zu Amokläufern werden lassen, bringt nichts, da die Mehrheit es natürlich so sieht.

23.02.2011 07:56 Uhr - KielerKai
Dafür liebe ich Schnittberichte! Danke Leute und weiter so!!!

23.02.2011 09:31 Uhr - schnapsuar
Diese Mittelalterliche geradezu an eine Inquisition erinnernden Beschlagnahm + Verbotaktionen haben mich erst dazu veranlasst einen Blick auf diesem Film(damals Video)zu werfen.

Allerdings war ich von Tanz der Teufel etwas enttäuscht,denn nachdem damals so ein grosser Trubel darum gemacht wurde hätte ich etwas nie dagewesenes monumentales und co. erwartet.

Dieser Schnittbericht zeigt das es quasi ein Amateurfilm war,geht man von den bescheidenen Vorraussetzungen des Regisseurs und seiner Crew aus muss man dann aber eingestehen das es so gesehen ein genialer Film war.

mfg

23.02.2011 11:41 Uhr - der Pöhle
Erstklassiger Bericht! Besonders interessant und wichtig finde ich, dass hier nicht nur die Zensur als solche ausführlich dokumentiert wird, sondern auch die dahinterstehenden Motivationen der Zensoren und der Gesellschaft, die sich in großen Teilen diese Dinge nicht nur hat gefallen lassen, sondern noch unterstützend auf den Zug aufgesprungen ist.
Als Zeitzeuge kann ich mich gut daran erinnern, dass der damalige Geist in weiten Teilen der Bevölkerung nicht von einer sachlichen Auseinandersetzung mit einem (vermeintlichen) Problem, sondern eher von Denunziantentum geprägt war.
Man muss sich auch klarmachen, dass Deutschland sich damals wie heute als eine freiheitliche Demokratie ohne Einschränkungen verstanden hat.

23.02.2011 13:01 Uhr - TheEvilDead
Dieser Film ist besser als viele/fast alle großen Produktionen, meiner Meinung nach.
Ich bin seit meiner Jugend großer Tanz der Teufel Fan und danke dafür! Echt Interessant!

23.02.2011 14:04 Uhr - UNcut_Gamer151
thx bro schöner Bericht!

23.02.2011 16:21 Uhr - antishape
"Heimlich schauen sie sich ein brutales Video an - und vergiften damit ihre Seele" xD
Der Bericht ist mal eine respektable Leistung! Mama, Papa, Zombie sollte man mal als Bonusmaterial auf DVD veröffentlichen, finde ich. :D

23.02.2011 16:39 Uhr - Raskir
23.02.2011 - 16:21 Uhr schrieb antishape
Mama, Papa, Zombie sollte man mal als Bonusmaterial auf DVD veröffentlichen, finde ich. :D


Ist auf den Muttertag DVD´s mit drauf. Allerdings nur Ausschnitte (ca. 8 Minuten). Die komplette Pseudodoku wäre aber bestimmt ganz witzig. Hab sie leider nie ganz gesehen.

23.02.2011 16:40 Uhr - Aero
Sehr schöner Bericht, großes Lob an Videoraider!!!

Ja, wer kann sich noch an die Zeit erinnern, als plötzlich jede Videothek einen 18´er Bereich haben musste.
Ich bin damals (12 Jahre alt!) kurz danach mit meiner Mutter hin, die hat dem Videothekar einen Wisch gegeben, auf dem stand so in ungefähr:
"Bitte geben Sie meinem Sohn immer den von ihm gewünschten Film" :-)))

Von da an keine Probleme mehr, selbst in den 18´er Bereich durfte ich dann immer rein...
Tja, da war Kunde noch König! *lach*


23.02.2011 18:11 Uhr - johnmarston
@ Raskir
die komplette Doku gibts in fünf Teilen auf Youtube, muss man einfach gesehen haben, besser als jede Comedy Show.

23.02.2011 18:19 Uhr - Russ Meyer HH
Damals bei Henner aufn Saal gesehen, dazu gabs Pommes Rot Weis - Das waren noch Zeiten - und von den X-Beteiligten hat keiner schweren Schaden genommen oder hat gar fröhlich die Kettensäge geschwungen - obwohl der Älteste ca 15 Jahre alt war. Naja ganz früher gabs die Hexenverbrennung - später dann die Video Nasties und klar heute die Videospiele. Ich erinnere mich gerne an die Zeit der unscharfen TV bzw. VHS Bilder. Alles noch Handgemacht und klar ein B-Movie aber bei weiten mehr Charme als der CGI Mist und Torch Porn Kram heute. Vielen lieben Dank für den tollen, liebevollen Schnittbericht. Die Reportage vom öffentlich rechtlichen hat gerade einen Lachkrampf bei mir verursacht - lange habe ich keinen Bericht auf BILD Niveau mehr gesehen wie diesen.

23.02.2011 19:07 Uhr - Hähnchen
Erstmal vorweg: Ein absolut genialer Bericht! Nur deshalb habe ich mich angemeldet, um jenes zu sagen :)

@ Aero
ach ja, das kenne ich auch noch.. mit Mutter´s Personalausweis in die Videothek gegangen und jeden 18´ner Film bekommen (außer Pornos, das hatte mich auch noch nicht so interessiert). Das war ca 1980-1983, da war ich 8-11 Jahre alt.

Noch mal was zum 3 Stunden cut von Evil Dead. Es wurden immer mal wieder Gerüchte verbreitet, aber es gibt keinen! Dieses Gerücht hörte ich ende der 80´er zum erstenmal, aber bis Heute ist noch keiner zum Vorschein gekommen.
Außer es beweist mir Jemand, das es ihn doch gibt.. dann werde ich eines besseren belehrt sein..

23.02.2011 19:12 Uhr - VideoRaider
SB.com-Autor
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Das mit dem drei Stunden Cut dürfte Humbug sein. Ich wüßte auch gar nicht aus welchen Material das zusammengeschnitten sein soll.

23.02.2011 19:26 Uhr - JakkieEstakado
Nach diesem Mega SB kriegt man Lust den Film zu gucken!
Hut ab !!! Hamer geiler SB zu einem Mega Kultfilm(in meinen Augen)!!!!!!
Werde mir erst die tolle zdf Doku (Mama,Papa,Zombie- wie geil is das denn?) geben und danach Tanz der Teufel......

23.02.2011 19:45 Uhr - Hähnchen
Die Kinder aus "Mama, Papa.." können es richtig schön wieder geben, was die Reporter ihnen eingeflößt haben :)

23.02.2011 20:05 Uhr - Oberstarzt
158. 23.02.2011 - 19:07 Uhr schrieb Hähnchen

...
ach ja, das kenne ich auch noch.. mit Mutter´s Personalausweis in die Videothek gegangen und jeden 18´ner Film bekommen (außer Pornos, das hatte mich auch noch nicht so interessiert). Das war ca 1980-1983, da war ich 8-11 Jahre alt.


häha, haben nicht nur wir diesen 'Trick' angewendet. Vorher noch in der Videothek angerufen und sich als die Mutter von 'nem Kumpel ausgegeben, wir hatten damals noch hohe Stimmen, da nahm man uns die Frauenrolle ab, und dirket mit dem Videothekenausweis der Mutter dahingegangen und ausgeliehen, was es so gab: Freitag der 13. Teil 1-..., Tanz der Teufel (Erstauflage), Nightmare on Elmstreet, Das Ding aus einer anderen Welt, Mad Max, ...

Aber ich glaube, selbst wenn wir uns nicht als 'Mutter' ausgegeben hätten, der Videothekenbesitzerin wär's scheiß egal gewesen :-) Das war so Anfang der 90er - herrliche Zeiten.



23.02.2011 20:24 Uhr - Raskir
@johnmarston:
Danke für den Tip. Hab mir gerade den ersten Teil angesehen. Das ist ja einfach zu geil!

23.02.2011 21:03 Uhr - Hähnchen
Aber ich glaube, selbst wenn wir uns nicht als 'Mutter' ausgegeben hätten, der Videothekenbesitzerin wär's scheiß egal gewesen :-) Das war so Anfang der 90er - herrliche Zeiten.


nicht eher Anfang der 80er..? Anfang der 90er und dann noch Tanz der Teufel in der Videothek als ungeschnittene Form?

Einer meiner ersten selbst ausgeliehenden war "Lebendig gefressen" und "Ab in die Ewigkeit"
Früher, einfach geil. Heute, geht so..

Eigentlich könnte man für Teil 2 und 3 von Evil Dead, auch so eine Retrospektive machen. Verdient hätten sie es

23.02.2011 21:04 Uhr - Subhuman
Tolle Arbeit - wirklich klasse! :-)

Ich war übrigens seinerzeit im Kino 3x einer der 160.000 - mit 14. :-D
Hab aber immer noch niemand umgebracht. Komisch eigentlich...

23.02.2011 22:22 Uhr - Brainstalker
Schöner Bericht über meinen absoluten Lieblingshorrorfilm!
Der Film hat einfach alles, was man braucht: Grusel, Spannung, Splädd0r, Atmosphäre und einfach eine böse Grundstimmung. Nur verstehe ich einfach nicht, wie man diesen Film als lustig im Sinne von witzig bezeichnen soll. Genau dieser Film hat imo 0 Witz, ohne Witz!
Dicht gefolgt wird dieser Kultfilm, den ich in 10 div. DVD-Ausgaben habe von dem kongenialen Hellraiser! Aber auch hier gilt: Nur der erste Teil schockt wirklich!

23.02.2011 23:48 Uhr - marioT
23.02.2011 - 21:03 Uhr schrieb Hähnchen
Aber ich glaube, selbst wenn wir uns nicht als 'Mutter' ausgegeben hätten, der Videothekenbesitzerin wär's scheiß egal gewesen :-) Das war so Anfang der 90er - herrliche Zeiten.


nicht eher Anfang der 80er..? Anfang der 90er und dann noch Tanz der Teufel in der Videothek als ungeschnittene Form?



Ja ne is klar.
Die ungekürzte VCL Fassung, welche 1984 beschlagnahmt und 1985 endgültig eingezogen wurde.
Das wundert mich ebenso wie Herrn Broiler.
Es sei denn Oberstarzt kommt aus Österreich, oder der ehemaligen DDR.
Dort wurden kurz nach dem Mauerfall unzählige Videotheken eröffnet, welche viele der beschlagnahmten Filme (wieder) mit im Programm hatten, da der (west)Deutsche StGB noch keine Gültigkeit/Anwendung fand.
Ansonsten glaube ich dir nicht, dass du in einer westdeutschen Videothek, Anfang der Neunziger die alte VCL Fassung von Tanz der Teufel bekommen hast.

24.02.2011 09:07 Uhr - Aero
Eine Frage, etwas off topic:
Wer geht denn von euch auf Filmbörsen?
Ich war vor 2 Wochen auf einer, dort konnte man so ziemlich alles bekommen, angefangen bei Braindead, Tanz der Teufel, Das Böse, Man-Eater, Vodoo...etcpp, alle filme natürlich uncut, ich war ein wenig überrascht, dass beschlagnahmte Filme verkauft wurden...gelten für Filmbörsen andere Kriterien oder wie? Die Filme wurden ganz öffentlich ausgestellt, keiner hat sich nen Dreck geschert, ob beschlagnahmt oder nicht.
Jedenfalls freut es mich, dass man durchaus die Möglichkeit hat, derartige Filme in BRD zu bekommen, ohne im deutschsprachigen Ausland zu bestellen.

24.02.2011 19:37 Uhr - Indexhasser
24.02.2011 - 09:07 Uhr schrieb Aero
Eine Frage, etwas off topic:
Wer geht denn von euch auf Filmbörsen?
Ich war vor 2 Wochen auf einer, dort konnte man so ziemlich alles bekommen, angefangen bei Braindead, Tanz der Teufel, Das Böse, Man-Eater, Vodoo...etcpp, alle filme natürlich uncut, ich war ein wenig überrascht, dass beschlagnahmte Filme verkauft wurden...gelten für Filmbörsen andere Kriterien oder wie? Die Filme wurden ganz öffentlich ausgestellt, keiner hat sich nen Dreck geschert, ob beschlagnahmt oder nicht.
Jedenfalls freut es mich, dass man durchaus die Möglichkeit hat, derartige Filme in BRD zu bekommen, ohne im deutschsprachigen Ausland zu bestellen.


Also grundsätzlich ist das natürlich ein Verstoß gegen §131 StGB. Das heißt, wenn einer die Polizei rufen würde, würden die natürlich sofort die Börse dicht machen bzw. gegen die Händler, die dort beschlagnahmte Medien, oder mit beschlagnahmten Medien inhaltsgleiche Medien anbieten, des Platzes verweisen, die Waren einkassieren und ein Verfahren gegen sie einleiten. Aber wo kein Kläger, da auch kein Richter. Kann natürlich auch sein, dass einige Händler, wenn sie die Polizei anrücken sehen würden ihren Kram packen und abhauen würden, bzw. einer bleibt am Stand mit dem Zeug was nicht beschlagnahmt ist und einer haut mit den beschlagnahmten Medien ab.

Es ist seit längerem bekannt, dass auf vielen Börsen beschlagnahmte Fassungen von Medien und Fassungen die inhaltsgleich sind, mit beschlagnahmten Fassungen, angeboten werden. Manche Videotheken bieten ja auch beschlagnahmte Medien bzw. mit diesen inhaltsgleiche Medien an. Wenn du da die Polizei rufen würdest, wäre der Ärger auch groß, aber manchmal macht sich da auch gar keiner Gedanken drüber. Und in der Regel holt ja auch keiner deswegen die Polizei... Jedenfalls heute nicht mehr.

25.02.2011 11:59 Uhr - Aero
Wenn die die Bullen anrücken sehen würden, bezweifel ich, daß sie "auf die Schnelle" alles einpacken können, die Grabbeltische waren voll mit beschlagnahmten Filmen ^^

25.02.2011 13:28 Uhr - Indexhasser
25.02.2011 - 11:59 Uhr schrieb Aero
Wenn die die Bullen anrücken sehen würden, bezweifel ich, daß sie "auf die Schnelle" alles einpacken können, die Grabbeltische waren voll mit beschlagnahmten Filmen ^^


Ja gut, dann hätten sie in diesem Fall wohl Pech gehabt. Aber wie ich schon sagte, es ist nicht ungewöhnlich, dass das viele kleinere Händler nicht kümmert. In manchen Videotheken und manchen kleineren DVD-Shops kriegst du unterm Tisch (und manchmal auch überm Tisch) auch beschlagnahmte DVDs. Viele denken da wie gesagt auch gar nicht drüber nach - und meist passiert ihnen ja auch nichts.

26.02.2011 12:06 Uhr - cArLos4evEr
Klasse Arbeit!

26.02.2011 12:47 Uhr - 3vil-Z3ro
EInfach nur ein GROSSES GROSSES LOB!!!!!

Ich könnte hier 3 Seiten schreiben, aber ihr wisst selbst, was ihr da für ein Hammer-Projekt auf die Beine gestellt habt, für das euch hunderte Leser hier lieben...ich will gar nicht wissen, wie viel Zeit und Recherche da drin steckt.......und dann auch noch für alles Bilder zu finden.......wow!!

28.02.2011 21:32 Uhr - naSum
nur ein wort:

einfach super!

21.12.2011 12:21 Uhr - nagios
Wer Probleme hat aufgrund einer Beschlagnahmung des Films durch Zoll oder Amtsgerichte könnte möglicherweise hier eine Lösung finden:

http://www.zensur-forum.de/viewtopic.php?p=4593

07.02.2012 19:19 Uhr - Saphir
Also, da muss ich echt einen Lob aussprechen. WOW!!! Das hier ist interessanter als der Film selbst! Muss man erst schaffen. Auch Respekt an ProKino und VCL! 8 Jahre kämpfen für eine Freigabe des Films. KRASS! Eine wirklich schöne Zusammenfassung. Wenn man eben das alles so zusammengefasst vor sich hat, wirkt es sogar noch bekloppter, dass "Evil Dead" überhaupt indiziert wurde. Ich denk mal ihr versteht was ich meine.

13.02.2012 12:36 Uhr - Freak
Klasse Retrospektive (wie auch bei Dawn of the Dead)!

Aber ein kleiner Schnitzer ist mir da doch ins Auge gesprungen:

II. a) Die bundesrepublikanischen 80er...
(...)
In einem anderen Fall berichtet das Magazin, dass ein Horrorvideo-Fan seine Ehefrau zerhackte - und ihre Leichenteile in Plastiktüten versteckte.

Im darunter abgebildeten Artikel steht allerdings, dass es die Frau war, die ihren Mann zersägt hat.

28.02.2012 04:05 Uhr - Guilala
Toller Artikel!!!

Dennoch eine Anmerkung:

Bei den ungeprüften DVD-VÖ steht immer dieselbe Laufzeit von 81:54 Min., obwohl es z. T. durchaus Unterschiede in der Laufzeit gibt.

Laut OFDb:

Astro-Erstauflage/CMV/X-Rated: 85:14 Min. (Normwandlung)
Astro-Special Edition/Ultimate Edition: 81:47 Min. (PAL-Geschwindigkeit)

23.03.2012 02:07 Uhr - Morast
Mann, was für eine Story !
Wusste garnicht das um den Film so ein Bohei veranstaltet wurde.....
Habe den Film damals,ich glaube noch als Betamax, Video gesehen.
2002 hab ich erst zugeschlagen. Gut, daß ich so lange gewartet habe... hat mir wohl einigen Cut-Schrott erspart :)

27.04.2012 20:06 Uhr - Hans Hess
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Erfahrungspunkte von Hans Hess 10
ich habe mir jetzt nicht alle Kommentare hier durchgelesen, aber mir ist ein Fehler aufgefallen:
q"1995
31.08.1996: Der Film wird erstmalig auf einem weiteren Heimmedium, der LaserDisc, von VCL Communications veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um die dritte Schnittfassung. Aufgrund der Inhaltsgleichheit ist auch diese Fassung automatisch indiziert."/q

das untere Datum müsste auch 1995, nicht 1996 heißen. Bloß zur Info.
Sehr gute und detaillierte Zusammenfassung! Respekt!

03.06.2012 18:13 Uhr - NoNoob
21.02.2011 00:46 Uhr schrieb Beo1968
Respekt für diesen sehr guten Bericht.

Tanz der Teufel, einer der besten Horrorfilme.Ich erinnere mich noch, als 1983 im ORF im *Trailer* um 18:00 Uhr eine Ankündigung und ein kurzer Ausschnitt gezeigt wurde. Der Moderator sagte damals, es sei die harmloseste Szene des Filmes. Es ging um die Sequenz, als Linda und Shelly die Kartenlegten (voraus sagten) und sich Cheryl dabei verwandelte. Dann war fertig.

XD

04.06.2012 18:14 Uhr - Corpse
Verstehe aber nicht die berechtigung der Beschlagnahmung im Vergleich der letzten Prüfungen/Neuprüfungen.


11.06.2012 09:17 Uhr - cecil b
DB-Co-Admin
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Hi Leute ! Evil Dead ist nicht GEWALTverherrlichent ! MTV schon eher ! (BUlly Beatdown, Jersey Shore und dieser scheiß kultiviert Assi-verhalten und Gewalt !) Es gibt von Evil Dead einen Extended Cut ! Ich habe diesen mal bei einem Unbekannten sehen können. 11 Minuten länger ! ALLE bekannten Goreszenen sind deutlich länger.
Der Film ist dann noch viel intensiver ! Aber bestimmt nicht Gewaltverherrlichent ! Peace, Demented Foreeeeever !

24.06.2012 00:29 Uhr - spobob13
Tolle Retrospektive die über den Tellerrand hinausblickt, und die Hintergründe des bundesdeutschen Zensurhypes erklärt. Bitte mehr davon.

22.08.2012 15:30 Uhr - DON
Daumen raus und hoch für diesen wunderbaren Artikel :)
Danke!

22.08.2012 18:22 Uhr - hardcore1982
Bin durch die news zum Remake drauf gestoßen.
Super Artikel, Respekt!.

19.11.2012 18:27 Uhr - Bountyhunter
Auch wenn ich persönlich immer eher ein 'Dawn of the Dead'- als ein 'Evil Dead'-Mann war auch an dieser Stelle nochmal mein Respekt für die mühevolle Arbeit, die Infos, Bilder und Artikel zusammenzutragen!

18.02.2013 13:51 Uhr - muffin
Alle Daumen hoch für diesen erstklassigen Artikel!!
Unglaublich was man um diesen kultigen Film, der in meinen Augen nicht gewaltverherrlichend ist, für einen Irrsinn veranstaltet hat.

24.04.2013 21:46 Uhr - Eljuro
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Schön detaillierter Artikel! Respekt dafür! Und danke für die Aufklärung!

11.05.2013 15:27 Uhr - muffin
Zum Glück habe ich die uncut Fassung von Astro und die bleibt solange bis der mal uncut auf BD erscheint.

13.06.2013 22:04 Uhr - Kartoffelarsch
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Hier steckt jede Menge Herzblut drin und viel Arbeit! Wirklich eine hervorragende Retrospektive! Herzlichen Dank an den Autor! Ich habe mir heute die Zeitschrift: "Der Zombie" bestellt. Die Werbung für das Heft kann man oben links bei Schnittberichte sehen. Ich frage mich ob es dieselbe Retrospektive ist wie diese hier. Was noch wünschenswert ist, sind Retrospektiven von Freddy, Jason, Aliens, Ausserirdische, Massenmörder (wie Ed Gain, John Wayne Gacy etc.), Low Budget Filme (Toxie, usw.), Michael Mayers, usw.. Ich denke da steckt noch viel Potenzial in dem Thema Retrospektive. Ich würde jedes Heft kaufen!

11.07.2013 22:59 Uhr - zyankali
21.02.2011 00:22 Uhr schrieb maxturbation.
Der absolute Wahnsinn!! Finde die Teile jedes mal wirklich bombig...

Will ja nicht unverschämt sein, aber gibt's ne Möglichkeit das ganze als PDF zu veröffentlichen? ;) So als schöne Druckversion...


Im Firefox-Browser auf druckern gehen und in Datei drucken wählen. Dann kommt das ganze in PDF raus. Jedenfalls bei mir, arbeite allerdings mit ubuntu als Betriebssystem. Sollte unter Windows aber auch so sein.

21.08.2013 23:49 Uhr - mica_007
Noch so ein schönes Ding:-) feine Arbeit muss ich sagen!! Und zur BPjM kann ich einfach nur den Kopf schüttel. Das sind die Leute, die in der Kirche Jesus rufen und zu Hause den Teufel anbeten!So rückständig das Sie aus der Steinzeit kommen könnten (mal abgesehen das Sie auch so aussehen ....Ich sage nur Frau Elke Monssen-Engberding ) die alte Schabracke wird den Knochen an den Nächsten stupiden hinter weltlichen Neandertaler abgeben, der genauso manipulativ an den Gesetzen herumschraubt und uns mündigen Bürgern ihre Ansichten von filmischer Kunst vorwirft .

01.09.2013 19:39 Uhr - Dr. Foster
Werter Herr VideoRaider!

Auch für diesen Artikel möchte ich Ihnen ein großes Kompliment aussprechen. "The Evil Dead" zählt zwar nicht unbedingt zu meinen persönlichen Lieblingsfilmen (und ist meiner Meinung nach weithin überschätzt); jedoch dokumentiert und illustriert gerade diese Retrospektive in ebenso beeindruckender wie erschreckender Weise den bundesdeutschen Zensur- und Beschlagnahmungswahn der 1980er Jahre (welcher sich ja mitunter auf genau diesen Streifen konzentriert hat). Sehr wichtig finde ich in diesem Zusammenhang auch Ihre Erwähnung der berüchtigten "Dokumentation" des ZDF, "Mama, Papa, Zombie". Deren Voreingenommenheit, Unsachlichkeit und (in ihrem ganz klar erkennbaren und rein subjektiven Bestreben, die Zuschauer gegen das neue Medium "Video" aufzubringen) generelle Perfidie stellt sich letztendlich als beängstigender heraus als sämtliche Genre-Werke der Herren Romero und Raimi zusammengenommen…allerdings mit wesentlich schlechteren Schauspielern.

Freundliche Grüße aus Wien,

Dr. Foster

10.09.2013 12:32 Uhr - RAPE36
Perfekt !!!
Hab jetzt schon zum 3. Mal gelesen und hab immer wieder spass dabei

01.04.2014 03:29 Uhr - sunn_o)))
Kompliment für diesen ausführlichen und sehr interessanten Artikel!
Echt unglaublich, was die Indizierungs-/Beschlagnahmungsgeschichte von Evil Dead für eine Farce ist, vor allem, wenn man den Film mit heutigen Streifen vergleicht. Das Remake zum Beispiel ist wesentlich brutaler und lediglich auf dem A-Index. Einfach lächerlich, diese Willkür! Natürlich kann man sich die Filme leicht uncut besorgen (vor allem hier in Österreich), doch dieses Unrecht ist trotzdem unerträglich!

22.04.2014 23:26 Uhr - schlumbl
Ich glaube, daß ich nichts mehr sagen kann, was nicht schon einer meiner vielen Vorredner schon erwähnt hat, aber dennoch: Genialer Artikel! Da wurde eine Menge Material zusammengetragen, alle Achtung. Lächerlich, wie sich wegen des Films die Zensurbehörden auch heute noch in die Hosen machen. Ich kann mich glücklich schätzen, eine der Astro-DVDs bekommen zu haben. Das erste mal habe ich den Film auf VHS gesehen - die Kopie einer Kopie, einer Kopie, einer Kopie, die sich irgendein Bekannter meiner Eltern von eine noch unbeschlagnahmten Videothekskassette organisiert hatte. Fusseliges Bild inklusive, was aber meines Erachtens den wahren Charme ausmacht.
Man kann jedenfalls sagen, daß diese "bösen" Klassiker es trotzdem immer wieder schaffen, an die Oberfläche zu schwimmen und ihre Fangemeinde wächst. Österreich und DVD-Börsen sei Dank, kann man da nur sagen! ;)

05.05.2014 14:34 Uhr - CrazySpaniokel79
Genial!!! Danke!! Tolle Arbeit hat Spaß gemacht es zu lesen!!!

20.05.2014 15:52 Uhr - RubberCop
Wirklich toller Bericht! Da sieht man echt den Fan!

20.06.2014 00:38 Uhr - Mina Jekyll
Danke für diesen Bericht! Ich hab ihn mir schon mehrere Male durchgelesen und bin immer wieder gefesselt von dem Thema. Wirklich spannend gemacht!

20.09.2014 15:49 Uhr - Thilo
Vielen Dank für diese tolle, sehr umfangreiche Retrospektive! Die vielen versch. Cover & Poster des Films sind auch einmalig. Sind ein paar extra nette dabei...
ALL HAIL THE EVIL DEAD!!!

26.09.2014 15:35 Uhr - David Bundy
@VideoRaider
Danke für die geniale Retrospektive,Tanz der Teufel ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme es hat mir sehr viel Spaß gemacht diesen Artikel zu lesen! :)

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