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Weitere empfehlenswerte Schnittberichte
OT: Cannibal Holocaust

Herstellungsland:Italien, Kolumbien (1980)
Genre:Horror, Splatter


Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,56 (124 Stimmen) Details

02.11.2011
brainbug1602
Level 18
XP 6.144

Vergleichsfassungen
BBFC 18 (Shamless)
Grindhouse
Weitere Schnittberichte:
BBFC 18 (Shamless) New Edit - Grindhouse
BBFC 18 (Vipco) - Ungeprüft
FSK 18 - Ungeprüft
Grindhouse - BBFC 18 (Shameless)

Meldungen:
Cannibal Holocaust erscheint in den USA auf Blu-ray (12.05.2014)

Kommentare
02.11.2011 00:07 Uhr - Oberstarzt
Waren die getöteten Tiere in dem Film echt? Soweit ich weiß, ging da nicht nur eine Bisamratte über den Jordan.

02.11.2011 00:10 Uhr - Venga
Ja, die waren alle echt.

02.11.2011 00:12 Uhr - kinski2
Allerdings handelt es sich um keine Bisamratte sondern einen jungen Nasenbären!!

02.11.2011 00:31 Uhr - Don Corleone
02.11.2011 - 00:07 Uhr schrieb Oberstarzt
Waren die getöteten Tiere in dem Film echt? Soweit ich weiß, ging da nicht nur eine Bisamratte über den Jordan.


Ja die waren echt.



Cannibal Holocaust – der Film ist wirklich gut gemacht und hat viele nette Effekte. Auch für Leute die nichts mit dem Kannibalen Genre anfangen können ist der Film einen Blick wert.

Und was ich noch sagen möchte: die Film Musik finde ich sehr gut gemacht, gerade das Titellied. Die Musik passt sehr gut zum Film.
http://www.youtube.com/watch?v=kf1Vt6r-sj8

02.11.2011 00:37 Uhr - cb21091975
tiertötungen für ein film,müssen nicht sein.

02.11.2011 00:56 Uhr - tenebrarum
Ich habe vor ein paar Tagen einen längeren Artikel über Deodatos NEW EDIT für eine neue Veröffentlichung von tenebrarum abgeschlossen. Da der Text eher analytischen Charakter hat, wäre er insgesamt für Schnittberichte wohl unpassend. Einen Auszug gibt's hier trotzdem. Bezieht sich auf die Szene mit dem Nasenbären, die in beiden Shameless-Fassungen identisch geschnitten/zensiert ist.


Der Nasenbär: Noch bevor Miguel zusticht, wird zunächst auf aus Untersicht gefilmte Bäume geschnitten; anschließend folgen drei Eintellungen, in denen Affen im Urwald zu sehen sind. All diese Szenen sind bereits (zum Teil kurz) zuvor im Film zu sehen gewesen, und aufmerksamen Zuschauern dürfte die Wiederholung der Bilder und damit der manipulative Charakter des Schnitts auffallen. Es folgt die Wiederholung einer Einstellung, in der Chaco wenige Sekunden zuvor zu Monroe "That's Miguel" sagt. Da die ganze Zeit die Originaltonspur weiter läuft, sind hier zwar Chacos Lippenbewegungen zu sehen; zu hören ist er jedoch nicht. Dies macht ebenfalls in eklatanter Weise die Manipulation der Szene deutlich. Es folgt eine weitere Einstellung mit Affen, die ebenfalls vorher schon gezeigt wurde. Da es sich um eine neue Schnittfassung des Regisseurs handelt, hätte Deodato durchaus entscheiden können, die hier noch einmal verwendeten Szenen an den Stellen, in denen sie ursprünglich im Film erscheinen, zu entfernen, um Wiederholungen zu vermeiden. Außerdem hätte er auf das alternative Bildmaterial der auf Monkey Islang gedrehten Aufnahmen zurückgreifen können, das auf der französischen DVD zu finden ist und somit hätte zur Verfügung stehen können. Darüber hätte auch die Möglichkeit bestanden, die Szene zu kürzen, anstatt sie mit eher unpassendem Bildmaterial zu füllen.


@ Don Corleone: Kann Dir da nur zustimmen. Aufgrund der Inszenierung - und auch hinsichtlich der Vermarktung - spricht der Film zwar die Gorefans an, sollte aber eigentlich für jeden Filmfan Pflichtprogramm sein. Quasi eine Lehrstunde in Manipulation. Allerdings nicht geeignet für Leute mit schwachem Magen.

@ Oberstarzt: Deodato hat diverse Tiere für den Film über die Klinge springen lassen. Den Nasenbären (den er im Film als muskrat bezeichnen lässt, daher wohl der Fehler mit der Bisamratte; aber man muss die Tiere ja nicht kennen, die man vor der Kamera genüsslich zu Tode quält), eine Schlange (Boa constrictor), eine Spinne, ein kleines Schwein, zwei Affen (weil die Szene zweimal gedreht wurde, angeblich sehr zur Freude der Eingeborenen, die sich auf das Festmahl gefreut haben), und nicht zuletzt eine riesige Schildkröte, deren Zerlegen beinahe unerträglich detailliert gezeigt wird. Wie bei Ultimo mondo cannibale (Mondo Cannibale 2. Teil - Der Vogelmensch) schiebt Deodato die Verantwortung gerne auf die Produzenten ... und bezeichnet sich selbst als Tierfreund. Armselig ...


02.11.2011 01:01 Uhr - tenebrarum
Zum Hinweis aus der Einleitung hinsichtlich der The Last Road to Hell - Sequenz hier noch ergänzende Details aus meinem Artikel:

Weitere Änderungen, die beide Shameless-Fassungen betreffen, finden sich in der The Last Road to Hell-Sequenz. Obwohl hier offenbar die kürzere Version zu Grunde liegt (erkennbar an der Titelsequenz), sind sämtliche Szenen enthalten. Allerdings wurde bei der Ergänzung fehlender Szenen beim Soundtrack gepfuscht, was dazu führt, dass die Musik einmal mehr - und das hier auch gleich mehrfach - aus dem Takt gerät, womit die Melodie zerstört wird. Darüber hinaus wurden zwei von Deodato gefilmte Einstellungen, die vietnamesische Flüchtlinge und eine Erschießung zeigen, qualitativ verschlechtert. Dabei wurden die Farben reduziert und generell die Bildqualität herabgesetzt. Zudem wurde die Erschießung mit einem Laufstreifen versehen. Dies stellt die (neben den zusätzlichen Untertiteln) einzige positive Veränderung dar, da diese Szenen sich nun nicht mehr so deutlich vom authentischen Material abheben, dafür umso mehr von den makellosen Bildern der Rahmenhandlung.

02.11.2011 02:27 Uhr - Tobi Kenobi
alte Thematik immer aktuell...Tiersnuff hat egal aus welchen Gründen, nichts, aber auch überhaupt gar nichts in einem Film zu tun und vor allem nichts um zur Belustigung einiger weniger.
Ich bin ein Filmfan und widerspreche trotzdem meinem Vorredner. Sowas muss man nicht sehen.

02.11.2011 03:10 Uhr - Rob Lucci
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02.11.2011 - 00:56 Uhr schrieb tenebrarum
zwei Affen (weil die Szene zweimal gedreht wurde, angeblich sehr zur Freude der Eingeborenen, die sich auf das Festmahl gefreut haben)

Soweit ich gehört habe, waren es die Eingebohrenen selbst, die eine zweite Aufnahme verlangten, da sie mit der ersten nicht zufrieden waren.
Ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu. Die Aussage Deodatos, er sei ein 'Tierfreund' ist meines Erachtens wirklich lächerlich. Das Ganze ist wenn du mich fragst ein billiger Marketing Gag gewesen. Shameless wollte den Film veröffentlichen und wusste, dass die wenigsten eine gekürzte Fassung kaufen würde, deshalb hat man sich wahrscheinlich an Deodato gewannt und ihn wohl dafür bezahlt, den Film selbst zu schneiden und daraus einen "Director's Cut" zu machen. Ich bezweifle jedenfalls, dass Deodato von sich aus nach 30 Jahren von einem Tag auf den anderen plötzlich zum Tierfreund wurde und von sich aus den neuen Cut machte. Zumal ich vor langem einmal ein Interview mit dem Darsteller der die Rolle des Alan spielte hörte, in welchem dieser sagte, dass Deodato ihn mehr oder weniger dazu nötigte das Schwein zu erschießen. Zudem hätte er nach den Dreharbeiten zu 'Ultimo mondo cannibale' wissen müssen, was vom Genre erwartet wird.
Nebenbei hab ich nichts gegen Deodato, bin ein großer Fan seiner Filme, auch von diesem hier.^^

Im allgemeinen kann man sich wohl über die Verwendung des Tiersnuffs streiten, notwendig ist es sicher nicht, aber ich denke mal, dass der Film ohne die Szenen viel von seiner verstörenden Wirkung verloren hätte.

02.11.2011 03:15 Uhr - Tobi Kenobi
oder von seiner Medienwirksamkeit...ein Jammer das für so ein Dreck Tiere ermordet wurden

02.11.2011 08:45 Uhr - Ulic
..kann mich nur anschließen - egal für welchen Film: Tiere müssen nicht für einen Meter Film getötet werden!!!

02.11.2011 08:49 Uhr - JasonXtreme
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Mich nervt diese Endlosdiskussion über den Tiersnuff langsam nur noch. Natürlich ist das wirklich scheiße gewesen, aber die Tiere sind seit den 70ern tot - jedes Jahr zehn Diskussionen drüber machen sie nicht wieder lebendig, Deodato kriegt es nicht mit, und auch sonst ändert sich nix. CANNIBAL HOLOCAUST ist, entgegen den anderen Kannibalen-Streifen, wirklich ein sehr gelungenes Werk, das immerhin neben der plakativen Gewaltdarstellung auch noch etwas Hintergrund bietet - zudem mit guten Darstellern und einem super Score - entweder man mag den Streifen, oder eben nicht.

02.11.2011 08:59 Uhr - Dale_Cooper
Ich bin kein Freund von Kürzungen aber das Töten von Tieren vor laufender Kamera ("Tiersnuff" ) finde ich widerlich und ich möchte so einen Film nicht sehen.

02.11.2011 09:55 Uhr - Critic
Hö? Sind da nicht noch mehr Viecher umgebracht worden als das?
Warum schneiden die nur das?

02.11.2011 10:40 Uhr - mondkrank
Tolle Frage Critic, wurde so noch gar nicht aufgeworfen. Lesen ist keine Krankheit! Ich kann die Tierscheiße leider auch nur sehr bedingt ertragen, auch wenn der Anfang von Seeed mir härter zugesetzt hat. Der Film ist aber top und der Score episch. Im Hinblick auf das Erscheinungsjahr, sind die Tierquälereien zwar nicht unbedingt verzeihlich, aber immerhin hat sich die öffentliche Wahrnung über die Jahre deutlich zu Gunsten der Wahrung der Tierwürde entwickelt, zumindest in gewissen kulturellen Kreisen.

02.11.2011 10:58 Uhr - BallerSant
also das mit den Tiertötungen ist unnötig und hat absolut nichts mit Kunst zu tun, kranke Scheisse....

02.11.2011 13:22 Uhr - Chili_Palmer
@ BallerSantwie oft gehst du zum Metzger ? ^^ An den Beitragersteller: das Label heisst SHAMELESS :D

02.11.2011 14:13 Uhr - Rob Lucci
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@Critic:
Weil die BBFC der Anischt war, dass die anderen Tiere nicht leiden mussten, als sie getötet wurden.
Ich zietere mal aus Cult-labs.com: "As for the other animal cruelty scenes (the turtle, monkey and pig), the BBFC's view is that these killings were quick, clean and humane and therefore do not contravene BBFC policy."
Oder du kannst auch von Willkür sprechen.^^

@Chili_Palmer:
Der Vergleich hinkt etwas, da wohl die wenigsten Metzgereien die Tiere vor den Augen der Käufer schlachten (zumindesten nicht die Metzgereien die ich kenne).^^
Wobei ich es ebenfalls als Zeitverschwendung empfinde, sich über Tiertötungen aufzuregen, die vor 30Jahren stattfanden. Wenn jemanden das Wohl von Tieren nahe liegt, sollte man sich für Tierschutz engagieren oder wenn man sowas nicht sehen will, sollte man solche Filme halt nicht ansehen. Aber künstliche Aufregung oder die Zensur dieser Szenen machen die Tiere wahrscheinlich auch nicht wieder lebendig.

02.11.2011 14:17 Uhr - tenebrarum
@ Tobi Kenobi: Stimmt natürlich, auch als Filmfan muss man sich nicht für jeden Film interessieren. Ich denke aber, dass jeder Filminteressierte, der offen für Cannibal Holocaust ist, hinter all den Goreszenen und Tiertötungen einiges an Aussagekraft, technischer Raffinesse und relevantem Inhalt finden kann. OB man sich dafür einen Film antun möchte, der einem gelegentlich in der Tat den Magen umdrehen kann, muss selbstverständlich jeder selbst entscheiden.

Und egal, ob man den Film als Dreck ansieht oder als Meisterwerk. Ich würde die Aussage, dass es nicht in Ordnung ist, für einen Film Tiere zu töten, generell unterschreiben, ohne es von der Qualität des Werkes abhängig zu machen. Damit würde ich definitiv auch Ingmar Bergman widersprechen, den ich zwar als Künstler schätze, als Mensch aber weniger, wenn er meint, für die Kunst sei das schon okay, Tiere zu töten.

02.11.2011 14:25 Uhr - KoRn
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Das ist doch keien Bisamratte oder? Sieht eher wie ein Nasenbär oder sowas ähnliches aus... :)

02.11.2011 14:31 Uhr - tenebrarum
@ Rob Lucci
Da bist Du mir wenige Minuten zuvorgekommen. Ist aber wohl in der Tat so, dass früher in England rigoros zensiert wurde, wenn Tiere für Filme getötet wurden. Bei Profondo rosso reichte es sogar, dass zwei Hunde einander anfallen. Heute scheint man es dort etwas gelassener zu sehen, und da die restlichen Tiertötungen in der Tat sehr schnell und ohne unnötige Quälerei über die Bühne gingen, geht das heute durch.

Zu Posting Nr. 9: Hmmm, dass die Kannibalen Deodato vorgeschrieben haben, wie oft er eine Szene zu drehen hat, kann ich mir nicht vorstellen. Wohl aber, dass Deodato sich mit derartigen Behauptungen (mal wieder) aus der Verantwortung ziehen möchte.

Bezüglich Deiner Erinnerung an das Interview mit Carl Gabriel Yorke: Deodato hat ihn nicht genötigt, das Schwein zu töten. Macht er ja auch nicht. Stattdessen ist es wohl so gelaufen, dass Deodato Yorke aufgefordert hat, das Tier zu erschießen. Der hat sich geweigert, und Deodato soll ohne mit der Wimper zu zucken Barbareschi, den Darsteller des Mark, heute ein bekannter Politiker und sozial engagierter Mann in Italien, beauftragt haben, das Schwein zu erschießen. Der hatte laut Interview auch nicht das geringste Problem damit. Leider konnte ich bis heute nicht in Erfahrung bringen, wie genau Deodatos Regieanweisungen waren. Ob es Deodato war, der wollte, dass Barbareschi noch auf das Schwein eintritt, bevor er es erschießt, oder ob Barbareschi das für eine gute Idee gehalten hat. Eigentlich hätte man da die Schere auch schon wieder ansetzen können. Die Szene ist WIDERLICH.

Generell: Die Tiertötungen haben einen hohen Anteil an der Wirkung dieser Filme, auch wenn ich sie verurteile. Und was die ewige Diskussion angeht: Ich habe mir, als ich 2005 anfing, an einem Buch über Kannibalenfilme zu arbeiten, zunächst gedacht, ich klammere das Thema aus. Komplett. Einfach weil ich die ständigen Äußerungen dazu auch satt hatte. Zumal die Filme oftmals auf diesen Aspekt reduziert werden. Ich habe mich dann aber doch entschlossen, auf das Thema einzugehen, da es einfach zu diesen Filmen gehört und ich den Anspruch hatte, eine möglichst umfassende Arbeit zu dem Thema zu erstellen.

02.11.2011 14:35 Uhr - tenebrarum
@ BallerSant:
Also Cannibal Holocaust kann man schon als Kunstwerk bezeichnen, die Tiertötungen selbst allerdings meiner Meinung nach nicht. Allerdings gibt es (leider) reichlich sogenannte Künstler, die das Töten von Tieren in ihre sogenannte Kunst mit einbeziehen. Das können Musiker sein, die Tieren auf der Bühne den Kopf abbeißen, oder Aktionskünstler, zu deren Auftritten Schlachtungen gehören. Nennt sich dann ggf. auch Kunst, ist aber in jedem Fall krank und sagt einiges über den Geisteszustand der Verantwortlichen aus. Nich nur aus dem Grund sind mir zwar einige Filme von Deodato sehr wichtig ... als Mensch schätze ich ihn nicht.

02.11.2011 15:11 Uhr - Stefan8000
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Kann jemand etwas zu der später von Deodato editierte Fassung sagen? Wie die so ist und wo die unterschiede liegen? Das wäre super und sehr hilfreich für mich.

02.11.2011 16:39 Uhr - Connor MacManus
Ohne Worte

02.11.2011 17:04 Uhr - Rob Lucci
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@tenebrarum:
Also das mit den Eingeborenen hab ich schon mehrfach im Bezug mit der Affen-Szene gelesen. Kann natürlich gut möglich sein, dass auch dies von Deodato in Umlauf gebracht wurde.
Und 'genötigt' ist von mir der falsche Ausdruck gewesen, ich meinte, dass es Deodato war, der ihm wiederholt aufforderte das Schwein zu erschießen. Ob es wirklich so war, kann man natürlich nicht mehr feststellen, aber dennoch bezweifle ich, dass Deodato (zumindest damals) irgendwelche Probleme mit den Tiertötungen hatte.^^
Bezüglich der Tiertötungen bin ich nebenbei ganz deiner Meinung. Sowas braucht man wirklich nicht in einem Film, aber da es nunmal passiert ist, bringt die Aufregung darüber heute auch nichts mehr. Ich finde Cannibal Holocaust ist ein sehr guter Film trotz dieser Szenen und Deodato ist ein großartiger Regisseur.
Was ich ja auch immer wieder lustig finde, ist es, dass sich niemand bei bekannteren Filmen über Tiertötungen aufregt. Hast du jemals gehört, dass irgendwer Copola aufgrund der Wasserbüffel Tötung in 'Apocalypse Now' kritisiert hat? Hier wird leider meist mit zweierlei Maß gemessen.

@Stefan8000:
In der 'Neuen Fassung' wurden schlicht alle Tiertötungen verharmlost, in dem sie gekürzt, durch alternative Einstellungen (Wiederholungen) ersetzt wurden und teils das Bildmaterial verschlechtert wurde, um so manches unkenntlich zu machen.
Bedenkt man dass diese Fassung nur in England erschienen ist, liegt der Verdacht nahe, dass rein Shameless die treibende Kraft dahinter war.
Wenn du mich fragst, ist diese Fassung nichts anderes als eine zensierte Fassung und das Ansehen reine Zeitverschwendung.

02.11.2011 19:03 Uhr - Kurisuteian
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Sollten es wirklich Nasenbären und keine Bisamratten sein, wäre dies ein möglicher Grund für die Zensur, denn viele Nasenbärenarten gelten als bedroht und man möchte sich eventuell davon distanzieren.

Es scheint, dass Schweine heute eher eine Ressource als Tiere sind, da kommt es auf eins mehr oder weniger nicht an.

02.11.2011 19:09 Uhr - Raskir
02.11.2011 - 17:04 Uhr schrieb Rob Lucci
Hast du jemals gehört, dass irgendwer Copola aufgrund der Wasserbüffel Tötung in 'Apocalypse Now' kritisiert hat?


Ehrlich gesagt, ist die "Schlachtszene" genau der Grund, warum ich mir den Film bis heute nicht gekauft habe.
Und versteh mich bitte jetzt nicht falsch. Natürlich ist das ein absolutes Meisterwerk der Filmgeschichte. Aber ich finde es einfach nicht richtig, wie diese Szene gedreht wurde. Allerdings würde (und werde) ich niemanden verurteilen, der sich den Film, genauso wie diesen hier ansieht. Das ist ganz einfach meine persönliche Entscheidung, Filme mit solchen Szenen zu meiden. Ich finde, das kann jeder halten wie er will und da muss man auch nicht direkt ein riesen Fass aufmachen.
Daher finde ich auch, diese ganzen Diskussionen, die ja bei jedem Kannibalen Schnittbericht aufkommen und sich dann doch nur im Kreis drehen, sind einfach nur noch überflüssig.
Ich selber sehe es mir nicht an, geh trotzdem weiter beim Metzger meine Wurst kaufen und muss mich dafür auch vor niemandem rechtfertigen. Ende.

02.11.2011 19:12 Uhr - Dale_Cooper
@Raskir: ich bin ein Fan von dem Film "Apocalypse Now" wobei ich nur bedingt der Meinung bin das er ein Meisterwerk ist. Ich glaube "Ich bin ein Fan der Entstehungsgeschichte" trifft es eher. Das mit dem Wasserbüffel finde ich total ekelhaft und unnötig.

Wobei mir heute auch schon der Gedanke gekommen ist warum essen Leute Fleisch und regen sich darüber auf wenn EIN Tier in einem Film gekillt wird? Vielleicht kann mir das mal jemand erklären...

(Ich bin Vegetarier und rege mich IMMER über das Töten von Tieren auf ;o)

02.11.2011 19:41 Uhr - wolf1
Immer dieser sinnloser Vergleich,es besteht ja wohl ein Unterschied ob ein Tier getötet wird um es dann zu essen oder ob man ein Tier zu Unterhaltungsszwecken tötet!

02.11.2011 20:32 Uhr - Agent_Baker
@wolf1

Seh ich auch so.

Ich werd den Film nach wie vor meiden und finde, dass diejenigen, die der vollen Überzeugung sind, dass dieser Filme ohne die derartigen Tötungssequenzen nicht die beklemmende Stimmung erreicht hätte und damit solche Szenen dann doch wieder für wichtig halten, eine für heutige (sowie schon damalige)Verhältnisse verfehlte Einstellung von Entertainment und Kunst haben.

02.11.2011 21:07 Uhr - Rob Lucci
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@Raskir:
Ich kann deine Einstellung absolut verstehen und nachvollziehen. Ich selbst hab bis heute auch einen großen Bogen um 'Men behind the sun' gemacht, aufgrund der Katzenszene (Gewalt gegen Kinder und dergleichen ist für mich kein Problem, aber sobald Gewalt an Katzen angewandt wird, ist bei mir die oberste Grenze erreicht).
Ich meinte auch eher diejenigen, die auf der einen Seite das Kannibalengenre und sämtliche Regisseure verdammen und ihnen die Existenzberechtigung absprechen, andererseits jedoch Filme wie 'Apocalypse Now' als Meisterwerke loben. Gibt dafür natürlich genug andere Beispiele: 'Friday the 13th', 'The Wild Bunch',...

@Dale_Cooper:
Na ja, zwischen dem Verzehr von Fleisch und der Herstellung liegen nunmal Welten. Und weil man nicht sehen will wie Fleisch gemacht wird (oder man wie hier nicht sehen will wie Tiere getötet werden), spricht das noch lange nicht gegen dessen Verzehr.

@Agent_Baker:
Du darfst aber nicht vergessen, dass 'Cannibal Holocaust' kein Unterhaltungsfilm ist. Der Film will den Zuschauer nunmal schockieren und die Betrachtung so unangenehm wie möglich machen. Und das gelingt dem Film unter anderem auch "Dank" der Tiertötungen. Andererseits war es ja auch Ziel die Grenzen zwischen Film und Realität verschwimmen zu lassen, was auch mit geschickten Überblenden, Bildqualitätsunterschieden, Szenen echter Erschießungen und dergleichen versucht wurde. Dass Deodato später vor Gericht beschuldigt wurde er hätte seine Darsteller getötet zeigt, wie gut dies gelang.
Man kann wohl sagen, die Tat an sich ist verwerflich, der Film jedoch spricht für sich.

02.11.2011 21:08 Uhr - Dale_Cooper
Sehe ich nicht so. Für den Film wurde in der Szene EIN Tier gekillt. Für´s Fressen werden jeden Tag MILLIONEN von Tieren um die Ecke gebracht. Ist DAS nicht viel schlimmer?

02.11.2011 21:16 Uhr - babayarak
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leider wurden bei einigen szenen tiere getötet und zwar sehr hart.
Einmal der Nasenbär und einmal eine Schildkröte, der film selbst bsitzt viele sehr intelligente Ideen (de wackelnde handkamera, wurde später in filmen wie Blair witch nachgeahmt) der beste kannibalen film.

02.11.2011 21:25 Uhr - Rob Lucci
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@Dale_Cooper:
Wie gesagt die Szenen sind die Aufregung nicht wert, da hast du recht. Gibt genug Leid von Tieren, für das man sich heutzutage einsetzen kann.
Und Essen und Zusehen sind nunmal zwei Paar Schuhe. So gut wie niemand ob nun Fleischesser oder nicht, will sehen, wie Tiere getötet und geschlachtet werden. In der Metzgerei oder im Supermarkt ist das Fleisch schon fertig, verpackt und man muss es nurnoch mitnehmen. Dadurch ist man eben beim Konsum nicht direkt mit den Tötungen konfrontiert.
Was anderes wäre es, würden die Metzgereien die Tiere direkt für die Käufer vor deren Augen schlachten oder Videos davon zeigen, dann würden vielleicht auch manche den Einkauf überdenken. Als überzeugter Fleischesser würde mich aber auch das nicht vom Verzehr im geringsten abhalten.^^

02.11.2011 21:35 Uhr - Lady Gaga
Die Musik ist fantastisch, der Film an sich ganz in Ordnung, die Tiertötungen unter aller Sau.
Und wer Töten zur Nahrungsaufnahme mit Töten/Tierquälerei zu Unterhaltungszwecken (Stierkampf, Kannibalenfilme etc.) gleichsetzt, hat ein ganz schweres Ding an der Murmel.

02.11.2011 22:29 Uhr - Agent_Baker
@Rob Lucci,

ich glaub dir das mit der Wirkung, schließlich hast du offensichtlich den Film auch gesehen.
Jedoch frage ich mich, ob man als Filmemacher wirklich so weit gehen muss, um seine ,,künstlerischen Intension'' zu verwirklichen. Auf mich wirkt das so, als ob man es sich auch damit irgendwie einfach machen wollte und gleichzeitig den höchstmöglichen Schock zu erzeugen, indem man echte Lebewesen dafür benutzt. Aber über dieses Statement kann man sich dann auch wieder streiten.

Allerdings muss man auch wiederum erwähnen, dass die heutige Generation größtenteils (abgesehen von den erwähnten Stierkämpfen) gelernt hat seinen Durst nach Gewalt mit gestellten Filmen zu befriedigen und nicht wie vor mehreren Jahrtausenden ( siehe panem et circenses)mit Arenafights.
Zum Glück sind die Jahre vorbei^^


02.11.2011 23:21 Uhr - Chris Redfield
Servus,

Am 02.11.2011 - 21:25 Uhr schrieb Rob Lucci
...Was anderes wäre es, würden die Metzgereien die Tiere direkt für die Käufer vor deren Augen schlachten oder Videos davon zeigen, dann würden vielleicht auch manche den Einkauf überdenken. Als überzeugter Fleischesser würde mich aber auch das nicht vom Verzehr im geringsten abhalten.^^

W O R D !

Besten Gruß, Chris

02.11.2011 23:48 Uhr - tenebrarum
@ Agent Baker: Deodato hat ja zugegeben, dass der Produzent Tiertötungen im Film haben wollte, um den angeblichen Anforderungen des asiatischen Marktes zu genügen. DAS hat dann mit künstlerischen Gründen nicht mehr so ganz viel zu tun.

Aber natürlich wirkt der Film MIT diesen Szenen anders als ohne.

Mal abgesehen davon, dass immer, wenn dieser Film neu erscheint, die Diskussion um die Tiertötungen startet: Ich finde es bemerkenswert, dass sich niemand darüber aufregt, dass Deodato auch reale Erschießungen in seinen Film eingebaut hat. Natürlich ist mir klar, dass es sich um dokumentarisches Material handelt, aber trotzdem ist die Vorgehensweise extrem pietätlos. Ich hatte im Rahmen eines Interviews mal die Gelegenheit, Deodato zu fragen, ob er es nicht auch fragwürdig findet, in einem kommerziellen Film derartiges Material zu zeigen. Der Mann hat nicht mal die Frage verstehen bzw. nachvollziehen können.

Generell sollte natürlich differenziert werden, wenn echte Tötungen von Tieren oder Menschen im Film gezeigt werden. Franjus Das Blut der Tiere geht völlig in Ordnung, da es hier um Aufklärung geht. Auch die Verwendung von Aufnahmen der Befreiung von Konzentrationslagern mit Leichenbergen ist okay, wenn die Bilder in Urteil von Nürnberg oder Orson Welles' The Stranger präsentiert werden. Hier ist die Intention der Regisseure das Mass der Dinge. Die gleichen Bilder während der Titelsequenz eines Nazi-Exploitation-Films sind hingegen durch nichts zu rechtfertigen. In diese Kerbe schlägt auch Deodato, auch wenn die Last Road to Hell Bilder durchaus eine nachvollziehbare und wichtige Funktion in Cannibal Holocaust haben. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage, ob Tiertötungen in Form von Archivbildern präsentiert werden, oder ob die Tiere tatsächlich für den jeweiligen Film getötet werden. Letzteres ist durch nichts zu rechtfertigen, auch dann nicht, wenn die Szenen für die Aussage des Films noch so bedeutend sind.


02.11.2011 23:58 Uhr - tenebrarum
@ Stefan8000

Okay, ich werde jetzt hier nicht meinen ganzen Text zu der Fassung veröffentlichen, daher nur soviel: Die Szene mit dem Nasenbär ist in beiden Shameless-Fassungen gleich, darüber hinaus sind einige weitere Tiertötungen mit Bildstörungen versehen worden, die Teile des Bildes abdecken oder das Originalbild komplett ersetzen. Ist blöd, weil die Manipulation offensichtlich ist. Darüber hinaus gibt es ein paar andere Änderungen, auf die ich hier nicht ausführlich eingehen möchte, da ich meinen Text für eine eigene Veröffentlichung geschrieben habe. Nur soviel: Wer die Originalfassung hat, braucht die Shameless-Fassung nicht. Es gibt kein neues/alternatives Material. Die Bildqualität ist allerdings weitgehend super, aber eine Blu-ray-Veröffentlichung in USA ist für nächstes Jahr geplant. Interessant an der Shameless-Veröffentlichung ist das Zusatzmaterial. Es gibt zwei Dokus/Featurettes mit etwa einer Stunde Gesamtspieldauer. Da ich mich in den letzten Jahren extrem intensiv mit dem Film auseinandergesetzt habe (das Ergebnis gibt's in Magazinform als Erstausgabe von tenebrarum), gab es für mich nicht viele neue Infos. Yorke und Deodato wiederholen Geschichten aus anderen Interviews, und auch Francesca Ciardi, die hier meines Wissens erstmals ein Interview zum Film gegeben hat, bringt keine wirklich neuen Erkenntnisse. Allerdings hat sie zusammen mit Yorke inzwischen einen Audiokommentar aufgenommen ...

HINWEIS AN ALLE LESER: Sollte eine deutsche Neuveröffentlichung geplant sein, würde ich gerne so früh wie möglich davon erfahren. Über Hinweise würde ich mich freuen (martin@tenebrarum.info), da ich gerne nach Möglichkeit Material beisteuern würde.

03.11.2011 21:52 Uhr - horrorfan80

03.12.2013 13:28 Uhr - ghostdog
Warum wird in "Oldboy" ein lebender Tintenfisch verspeist, in "Ebola Syndrome" lebende Frösche zerschnitten, in "Seed" die widerliche, von PETA zur Verfügung gestellte Hundeszene gezeigt, warum läßt in "The Wild Bunch" Sam Peckinpah Skorpione leiden, warum werden in "Die Blechtrommel" Frösche lebend in heißem Wasser gekocht, in "Apocalypse now" ein Wasserbüffel buchstäblich auseinander gehackt usw. usw.? Von den einschlägig bekannten Kannibalenfilmen mal ganz zu schweigen!

Weil damit Filmemacher versuchen, ihre teilweise unbedeutenden Filme "unvergesslich" zu machen.
Nach dem Motto:
"Haste "Seed" gesehen?"
""Seed"- Was iss`n das?"
"Na der Film, in dem am Anfang ein Hund gequält und getötet wird!"
"Ach, DER "Seed"!"

Allerdings wäre das in vielen Fällen auch so geglückt, da zumindest unter den o. g. Filmen wahre Kunstwerke sind, die so etwas gar nicht nötig gehabt hätten.

Das Problem ist nur, daß Regisseure und Produzenten während des Drehs noch nicht wußten, daß ihre Filme von Publikum und Kritikern so begeistert aufgenommen werden wie z. B. "Oldboy". Also greifen auch gute Filmemacher zu solch drastischen Szenen wie den o. g.!

Es ist eine Schande, verwerflich und unmenschlich, wie wir mit unseren Mitgeschöpfen, die wie wir "Erdianer" sind, umgehen und ich weiß manchmal nicht mehr, ob ich kotzen oder weinen soll!

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