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12 Years a Slave

zur OFDb   OT: 12 Years a Slave

Herstellungsland:USA (2013)
Genre:Biographie, Drama, Historie


Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,38 (16 Stimmen) Details

20.05.2016
Eiskaltes Grab
Level 34
XP 29.307
Vergleichsfassungen
ORF 1 (20:15 Uhr)
Label ORF 1, Free-TV
Land sterreich
Laufzeit 123:01 Min. (ohne Abspann) PAL
FSK 12
Label ORF 1, Free-TV
Land sterreich
Laufzeit 124:47 Min. (ohne Abspann) PAL

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Kommentare

20.05.2016 00:25 Uhr - Kerry
6x
Es stellt sich hier die Frage, ob die hier gezeigten Szenen wirklich fr 12jhrige Kinder geeignet sind - auch im geschichtlichen Kontext des Films.
Im Zeifelsfall wrde ich sagen: ja. Das Gezeigte ist sicherlich grausam und kann fr schlaflose Nchte sorgen.
Jedoch zeigt es auch, welche Auswirkungen Rasssismus / Rassenwahn hat und dass auch Menschen fremder Abstammung insbesondere eines sind: Menschen.

20.05.2016 00:39 Uhr - RetterDesUniversums
1x
als ich den Film gesehen habe, kam ich manchmal aus dem Kopfschtteln nicht raus das der ab 12 Jahren ist.
mir standen auf jedenfall die Nackenhaare ab .... ein sehr guter Film den man so schnell aber nicht mehr schauen wird, da die Gewalt schon heftig ist und so realistisch dargestellt das einem schlecht wird vor Wut !!!

20.05.2016 02:10 Uhr - Critic
Giamatti, Cumberbatch und Fassbender als Sklavenhalter zu sehen, war schon sehr unangenehm und hat seine Wirkung erzielt. Bestimmt merkwrdig, im Kontrast zu diesem Film Django Unchained zu sehen.

20.05.2016 06:41 Uhr - TonyJaa
SB.com-Autor
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Erfahrungspunkte von TonyJaa 38.321
Schner SB Grab, klasse Film!

20.05.2016 07:12 Uhr - deNiro
2x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von deNiro 312
Beeindruckende Bilder, tolle Schauspieler, aber nur eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten war mir dann doch etwas zu wenig. Hab nicht nur einmal an Gibsons "Die Passion Christi" denken mssen.

20.05.2016 08:19 Uhr - JasonXtreme
7x
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.291
20.05.2016 00:25 Uhr schrieb Kerry
Es stellt sich hier die Frage, ob die hier gezeigten Szenen wirklich fr 12jhrige Kinder geeignet sind - auch im geschichtlichen Kontext des Films.
Im Zeifelsfall wrde ich sagen: ja. Das Gezeigte ist sicherlich grausam und kann fr schlaflose Nchte sorgen.
Jedoch zeigt es auch, welche Auswirkungen Rasssismus / Rassenwahn hat und dass auch Menschen fremder Abstammung insbesondere eines sind: Menschen.


Naja wenn man so weit geht, dann sollte man auch einem 12 jhrigen ziegen wie irgendein IS Arschloch Geiseln den Kopf abschneidet, damit er wei wozu religiser Fanatismus fhren kann, und natrlich, dass man sowas nicht tut ;)

Finde ich etwas fadenscheinig als Erklrung. Ich finde einfach es gibt Dinge die muss man Kindern in gewissem Alter einfach nicht zeigen, und den hier fand ich fr die Freigabe deutlich zuviel.

20.05.2016 08:52 Uhr - Raskir
1x
Ich fand den Film wenig beeindruckend und dabei kann ich noch nicht einmal genau sagen warum. Die schauspielerische Leistung war durchaus gut. Das gesehene und gehrte ergaben einen stimmigen Gesamteindruck. Aber auf emotionaler Ebene hat mich der Film absolut nicht erreicht. Ich habe werder mit dem Protagonisten mitleiden knnen, noch haben mich die gezeigten Grausamkeiten wtend gemacht oder sonst was.
Bei mir hat er seine Wirkung verfehlt. Schade.

20.05.2016 09:00 Uhr - hobleske1978
4x
Dann wei ich echt nicht welcher Film dich beeindruckt und dich emotional erreicht.

20.05.2016 09:31 Uhr - Raskir
4x
20.05.2016 09:00 Uhr schrieb hobleske1978
Dann wei ich echt nicht welcher Film dich beeindruckt und dich emotional erreicht.


Bambi

20.05.2016 15:41 Uhr - FdM
20.05.2016 08:52 Uhr schrieb Raskir
Ich fand den Film wenig beeindruckend und dabei kann ich noch nicht einmal genau sagen warum. Die schauspielerische Leistung war durchaus gut. Das gesehene und gehrte ergaben einen stimmigen Gesamteindruck. Aber auf emotionaler Ebene hat mich der Film absolut nicht erreicht. Ich habe werder mit dem Protagonisten mitleiden knnen, noch haben mich die gezeigten Grausamkeiten wtend gemacht oder sonst was.
Bei mir hat er seine Wirkung verfehlt. Schade.


schonmal das serbian ding probiert ?

20.05.2016 16:42 Uhr - MovieKing1985
4x
20.05.2016 02:10 Uhr schrieb Critic
Bestimmt merkwrdig, im Kontrast zu diesem Film Django Unchained zu sehen.

Warum? Django Unchained ist 12 Years a Slave in allen Belangen berlegen. Er schildert sehr genau die Gruel der Sklaverei und das Plantagen-Milieu - nur tut er das auf unterhaltsame Weise. Und genau dadurch erreicht er einen auch emotional, weil man mit Django und Brunhilde (und natrlich Dr. King Schultz) mitleidet und mitfiebert (schau dir nur mal den "Freedom"-Flashback im Film an). Interessant ist auch, das Tarantino das gelingt obwohl er sich in diesen Szenen fr seine Verhltnisse sogar zurck nimmt. Die Gags zwischendurch, der Wortwitz in den Dialogen, die Musik und der Italo-Western Style allgemein sorgen fr Entertainment und die Splattrigen Shootouts fr Erlsung. Dennoch ist Django Unchained ein durch und durch wtender, hochpolitischer Film.

12 Years a Slave hingegen ist Betroffenheits-Kino mit dem Vorschlaghammer - Streng autobiographisch soll mglichst alles Realittsnah sein, drastische Bilder sollen uns unbehaglich stimmen und Qulend lange Einstellungen sorgen fr den "knstlerischen" Touch (und die damit verbundene "Oscar"-Empfehlung). Zugegeben optisch wird die Epoche gut eingefangen und Solomons Geschichte ist eigentlich erzhlenswert, aber auch hier scheitern die Filmschaffenden an der Unentschlossenheit zwischen Dokumentarfilm und Spielfilm. Von daher ist Django Unchained ganz klar der bessere Beitrag zum Thema und wird darber hinaus die Jahre berdauern (schon jetzt ein Klassiker).

Super Schnittbericht brigens, die sterreicher sind wohl etwas vorsichtiger im Umgang mit solch historischen Grueln.

20.05.2016 17:26 Uhr - mondkrank
1x
20.05.2016 07:12 Uhr schrieb deNiro
Beeindruckende Bilder, tolle Schauspieler, aber nur eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten war mir dann doch etwas zu wenig. Hab nicht nur einmal an Gibsons "Die Passion Christi" denken mssen.


Die Passion Christi hat das umfngliche Handeln und die Absichten von Jesus einem ausgedehnten Leidensweg untergeordnet und dabei den etwas merkwrdigen Ansatz verfolgt, die Selbstopferung von Gottes Sohn auf ausgewalzte und gemeinhin bereits bekannte Qulerei zu reduzieren. Das wrde ich 12 years a Slave in dieser Form nicht ansatzweise unterstellen und eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten, wie ihn vielleicht der Schnittbericht suggeriert, ist der Film auch nicht. Die strksten Momente des Films sind die vielen kleinen Dialoge, die das Seelenleben der unterschiedlich machtbefugten Menschen preisgeben und die innere Zerissenheit nahezu aller beteiligten Gesellschaftsklassen entlarven.

Im Kern handeln 80% des Films ber Loyalitt und der Angst der 'Master' vor der intellektuellen Strke des Protagonisten, in einer Zeit, in der Schwarze bewusst dumm gehalten wurden, um perfide Interessen zu bedienen. Der Groteil der einprgsamen und erschtternden Elemente des Films kommen ganz ohne Gewalt aus. Natrlich ist der Film auch an die Darstellung krperlicher Zchtigung gebunden, die fr das Brechen des Wunsches nach Freiheit und Selbstentfaltung nun einmal dokumentiert Anwendung fand. Dass der Film sich in seiner Inszenierung angeblich darauf ausruhen soll, wird der eigentlichen Klasse und Motivation jedoch wenig gerecht und stimmt auch in der quantitativen berprfung nicht. Zumal Steve McQueen schon mit Hunger und Shame bewiesen hat, dass auch plakative Themen mit starken Dialogen und intelligentem Fokus umgesetzt werden knnen, auch wenn er offensichtlich nicht jeden damit erreicht.

Gre mond

20.05.2016 19:37 Uhr - deNiro
1x
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20.05.2016 17:26 Uhr schrieb mondkrank
20.05.2016 07:12 Uhr schrieb deNiro
Beeindruckende Bilder, tolle Schauspieler, aber nur eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten war mir dann doch etwas zu wenig. Hab nicht nur einmal an Gibsons "Die Passion Christi" denken mssen.


Die Passion Christi hat das umfngliche Handeln und die Absichten von Jesus einem ausgedehnten Leidensweg untergeordnet und dabei den etwas merkwrdigen Ansatz verfolgt, die Selbstopferung von Gottes Sohn auf ausgewalzte und gemeinhin bereits bekannte Qulerei zu reduzieren. Das wrde ich 12 years a Slave in dieser Form nicht ansatzweise unterstellen und eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten, wie ihn vielleicht der Schnittbericht suggeriert, ist der Film auch nicht. Die strksten Momente des Films sind die vielen kleinen Dialoge, die das Seelenleben der unterschiedlich machtbefugten Menschen preisgeben und die innere Zerissenheit nahezu aller beteiligten Gesellschaftsklassen entlarven.

Im Kern handeln 80% des Films ber Loyalitt und der Angst der 'Master' vor der intellektuellen Strke des Protagonisten, in einer Zeit, in der Schwarze bewusst dumm gehalten wurden, um perfide Interessen zu bedienen. Der Groteil der einprgsamen und erschtternden Elemente des Films kommen ganz ohne Gewalt aus. Natrlich ist der Film auch an die Darstellung krperlicher Zchtigung gebunden, die fr das Brechen des Wunsches nach Freiheit und Selbstentfaltung nun einmal dokumentiert Anwendung fand. Dass der Film sich in seiner Inszenierung angeblich darauf ausruhen soll, wird der eigentlichen Klasse und Motivation jedoch wenig gerecht und stimmt auch in der quantitativen berprfung nicht. Zumal Steve McQueen schon mit Hunger und Shame bewiesen hat, dass auch plakative Themen mit starken Dialogen und intelligentem Fokus umgesetzt werden knnen, auch wenn er offensichtlich nicht jeden damit erreicht.

Gre mond


Schn das dir der Film weitere Aspekte, als nur bloe Grausamkeiten, vermitteln konnte.
Wie bereits erwhnt, blieb da bei mir wenig substanzielle Tiefe brig. Der Film hangelte sich mehr oder weniger von einer abscheulichen und abstoenden, teils Gewalt auswalzenden, Szene zur nchsten. Freilich unterbrochen durch die von dir bereits angefhrten "vielen" kleinen Dialoge.
Tatschlich bel aufgestoen ist mir dabei die teils schablonenhafte und durchweg klischeebehaftete eindimensionale Charakterzeichnung. Langweilig die formelhafte Kategorisierung in die nur Guten, und die nur Bsen. So wird der Charakter des Edwin Apps durchweg als diabolischer, von Grund auf schlechter Ehemann und Sklavenhalter gezeichnet, dessen Impetus zur Gewalt nur durch seine dmmliche Leichtglubigkeit unterbrochen wird. Das Antreten nach getaner Arbeit, das Begutachten seiner Werkzeuge, seines "Viehs", soll uns freilich zeigen wie schlecht, abstoend, wie abgrundtief bse unser Antagonist ist. Ok, verstanden, hatte ich aber auch schon nach den ersten beiden Szenen.

Eigentlich nicht weiter schlimm, wrde es sich nicht um eine tragende, und damit elementare, Rolle handeln. Auch wenn der Vergleich in vielerlei Hinsicht hinkt, und da gebe ich MovieKing1985 recht (gemeint ist der Vergleich mit Django), ein DiCaprio konnte seiner Figur mehrere Facetten abringen, und dadurch in meinen Augen glaubwrdiger darstellen.

Und auch der geschundene Charakter Solomon blieb mir in groen Teilen ein Rtsel. Sein Wandel vom gebildeten und geachteten Familienvater, hin zum devoten unterwrfigen "Nigger", war sicher ber weite Strecken nachvollziehbar. Und trotzdem waren fr mich seine Handlungen gegenber Mary Apps oder der jungen Eliza, nicht immer verstndlich. Fast schien es mir als wrden elementare Dialoge oder erklrende Handlungsstrnge fehlen.
Der Film macht es seinen Zuschauern nur allzu leicht Sympathien zu verteilen, und Stellung zu beziehen. Nimmt ihm den moralischen Standpunkt nicht nur ab, sondern gibt ihn stringent vor. Mag sein dass das Gesehene auf geschichtlichen "Fakten" basiert, aber auch ein Adolf Hitler hatte neben seinen unmenschlichen Aspekten, sicher auch eine menschliche Seite.
Es mag sein das du subjektiv den Eindruck hast, der Film wrde in groen Teilen weniger auf visuelle, teils voyeuristische Gewaltphantasien setzen, ich sage er besteht zu einem groen Teil aus eben genau diesen Versatzstcken. Und das, und nur das, verbindet ihn mit "Der Passion Christi". Als Gegenbeispiel sei an dieser Stelle der in meinen Augen grandiose "Schindlers Liste" genannt, der es vortrefflich verstand einem Monster "Amon Gth" so unglaublich viel Substanz und Tiefe zu verleihen und seine infernalische Intention, sein "Wirken" glaubhaft und facettenreich darzustellen.
Im Gegensatz zu "Schindlers Liste", hatte ich "12 Years a Slave" bereits nach 2 Tagen vergessen, mehr noch, mir blieben kurz danach nur einige kontroverse und abscheuliche Szenen im Kopf. Fr einen Film mit diesem Anspruch, mit dieser Geschichte, einfach zu wenig.

20.05.2016 21:21 Uhr - mondkrank
1x
@Niro

Ich bin ein groer McQueen Fan und habe den Film auch mehrfach gesehen. Mir liegt es fern den Film hier anzupreisen, da seine Werke auch ohne erzwungen Konsens mit Dritten bestens fr mich funktionieren. Eine angeblich prtentise Darstellung anzuprangern, um dann Schindlers Liste als Meisterwerk hervorzuheben, lie mich dann aber zugegebenermaen doch schmunzeln, seis drum. Objektiv betrachtet bleibt es aber dabei, dass die Gewaltszenen in 12 years a Slave nunmal einen kleinen Teil des Films ausmachen, auch wenn sie durch die Intensitt wohl anders nachgewirkt haben bei dir, als es die Dialoge vermochten, was schade ist, weil McQueen typisch, hier die eigentlichen Strken des Film ausgespielt werden.

Rein von der Laufzeit der Gewaltszenen, lsst sich deine Aussage, wie gesagt, nicht belegen Zudem verrt der Protagonist ebenfalls unter der Sehnsucht nach seiner Familie und Freiheit einen essentiellen Teil seiner Werte. Die feinen Unterscheidungen und tiefer gehenden Dialoge finden unter den Schwarzen selber statt, da die Plantagen Herren, wie von dir richtig bemerkt, eine bereits festgelegte Rolle im dramaturgischen Konzept besitzen. Shame handelt auch vordergrndig von Sexsucht, das ist ein typisches McQueen Konzept. Jedem seine Meinung, aber in einem Topf mit Mel Gibson, wrde ich einen visionren Jungregisseur wie McQueen nicht werfen, aber das ist nur meine Meinung.

Gre mond




20.05.2016 22:10 Uhr - deNiro
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@mond

Ohne dir eine tendenziell positive Position zum Werk zu unterstellen, ein "Fan" sieht einige Aspekte sicher nicht ganz so kritisch. Wei ich aus eigener Erfahrung;)

Grundstzlich ist es mir egal ob die Laufzeit belegt, dass quantitativ weniger Szenen zu sehen waren (kme wahrscheinlich dann auch auf eine Definition der selbigen an). Wenn ich aber, sicher subjektiv, das Gefhl habe als Betrachter berwiegend einseitig gefrbte Bilder zu betrachten, dann kann man sich sicher kritisch mit dem Gezeigten auseinandersetzen.

Noch was zum Vergleich mit "Schindlers Liste". Ja, auch dieser zeigt sicher einiges an Greul und Verbrechen, als voyeuristisch, oder um deinen Ausdruck zu verwenden (den ich brigens nicht als Synonym fr voyeuristisch oder einen anderen von mir gebrauchten Begriff sehe) prtentis, wrde ich die gezeigte Gewalt aber zu keiner Sekunde einschtzen (Erschieungen im Warschauer Ghetto, Erschieungen vom Balkon etc.) Diese diente in meinen Augen einzig und allein um punktuell und Akzent setzend der charakterlichen Kontur- Bildung der Gefahr und des Bsen.
Anders bei "12 Years a Slave" bei dem ich stndig das Gefhl hatte, nun nochmals berzeugt werden zu mssen wer da denn nun meine Sympathien zu verdienen hat und wer nicht.

Da ich die anderen Filme von McQueen nicht kenne, wrde ich mich hten diesen mit Gibson zu vergleichen. Was ich tatschlich verglichen habe, kann man oben nochmals nachlesen.

Aufgrund deiner Anregungen/ Aspekte werde ich mir den Film sicher nochmal anschauen, und schauen ob sich meine Meinung etwas relativieren lsst!

20.05.2016 22:14 Uhr - msix
20.05.2016 16:42 Uhr schrieb MovieKing1985
20.05.2016 02:10 Uhr schrieb Critic

Super Schnittbericht brigens, die sterreicher sind wohl etwas vorsichtiger im Umgang mit solch historischen Grueln.


Nicht nur die sterreicher. Die FSK 12 drfte eine der niedrigsten Freigaben dieses Films weltweit sein. Selbst in, im bereich Film, ultraliberalen Lndern wie Dnemark und Holland ist der Film ab 15 bzw. 16.

20.05.2016 23:07 Uhr - mondkrank
@Niro

Fanbrille ist zuviel gesagt. McQueen hat drei Filme gemacht bisher, von denen Shame sicher sein strkster ist. Wenn ich beeinflusst bin, dann davon, dass seine drei Filme ihm bisher ein auerordentliches Knnen bescheinigen, zumal er gerade mal Mitte 20 ist und seine Filme als Englnder auch erkennbar weniger am typischen Hollywood Konsens ausrichtet, was mir persnlich wichtig ist. Gibson und Spielberg stehen hingegen fr das bliche, teils pseudo intellektuelle, Brechstangenkino und verarbeiten dabei mitunter auch gerne gensslich ihre eigenen Ressentiments, weswegen ich Vergleiche mit derlei Produktionen skeptisch sehe.

Gre mond

20.05.2016 23:35 Uhr - deNiro
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@mond

Interessant das du die von mir genannten Beispiele als "Brechstangenkino" bezeichnest. Genau das erkenn ich zweifelsohne doch bei "12 years a Slave". Er hmmert dir doch seine Message gnadenlos ins Hirn. Versucht keine Zweifel aufkommen zu lassen und biete weder Nuancen noch Grautne oder Interpretation.
Httest du es nicht erwhnt, ich htte McQueen sofort dem neueren Hollywoodkino zugeordnet.

Wie gesagt, werde mir zuerst den von dir erwhnten "Shame" anschauen, und mich dann der Metaebene des Oscarpreistrger's widmen;))

21.05.2016 00:48 Uhr - mondkrank
1x
Die Message ist doch unverhandelbar bei einem Sklavenfilm. Die vermissten Zwischentne sind, wie erwhnt, in den Dialogen platziert, deren Qualitt du unzweifeln darfst. Dann aber bitte Dialog konkret und nicht mit den vereinzelten Gewaltspitzen als Argument dagegen, die den Film gar nicht tragen sollen. Wenn du das Drehbuch von 12 Years a Slave auf einer Stufe mit Mel Gibsons Jesus Slasher siehst, mssen mir eine Menge Dialogfeinheiten beim Auspeitschen entgangen sein. Auf Shame kannst du dich aber so oder so freuen.

Gre mond

21.05.2016 01:39 Uhr - Jimmy Conway
1x
20.05.2016 08:52 Uhr schrieb Raskir
Ich fand den Film wenig beeindruckend und dabei kann ich noch nicht einmal genau sagen warum. Die schauspielerische Leistung war durchaus gut. Das gesehene und gehrte ergaben einen stimmigen Gesamteindruck. Aber auf emotionaler Ebene hat mich der Film absolut nicht erreicht. Ich habe werder mit dem Protagonisten mitleiden knnen, noch haben mich die gezeigten Grausamkeiten wtend gemacht oder sonst was.
Bei mir hat er seine Wirkung verfehlt. Schade.

Ja, da stimme ich dir zu. Und ich bin bei solchen Sachen wirklich sensibel!

20.05.2016 09:00 Uhr schrieb hobleske1978
Dann wei ich echt nicht welcher Film dich beeindruckt und dich emotional erreicht.

Schindlers Liste, etwa.

20.05.2016 09:31 Uhr schrieb Raskir
20.05.2016 09:00 Uhr schrieb hobleske1978
Dann wei ich echt nicht welcher Film dich beeindruckt und dich emotional erreicht.


Bambi

Auch.

Nicht falsch verstehen, das gezeigte ist grausam, aber emotional nicht berragend dargestellt.
Mich nervten auch einige berlange Einstellungen, die jegliche Emotionen verfehlten.
DIe Szene in der Northup etwa gefhlte Minuten am Strick hngen blebt, bis Cumberbatchs Charakter kommt und ihn endlich befreit. Es zeigt zwar die ngste der anderen Sklaven ihn zu befreien, ist aber einfach in die lnge gezogen und somit zu sehr mit Holzhammer Methode dargestellt.


20.05.2016 23:35 Uhr schrieb deNiro
@mond

Interessant das du die von mir genannten Beispiele als "Brechstangenkino" bezeichnest. Genau das erkenn ich zweifelsohne doch bei "12 years a Slave". Er hmmert dir doch seine Message gnadenlos ins Hirn. Versucht keine Zweifel aufkommen zu lassen und biete weder Nuancen noch Grautne oder Interpretation.

So ist es.

Ps: 12 Years A Slave finde ich dennoch gut, Shame nicht. Das ist so ein Fall von typisch berbewerteter Arthouse-Dreck, in der nur Fassbender brilliert.

21.05.2016 09:52 Uhr - deNiro
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21.05.2016 00:48 Uhr schrieb mondkrank
Die Message ist doch unverhandelbar bei einem Sklavenfilm. Die vermissten Zwischentne sind, wie erwhnt, in den Dialogen platziert, deren Qualitt du unzweifeln darfst. Dann aber bitte Dialog konkret und nicht mit den vereinzelten Gewaltspitzen als Argument dagegen, die den Film gar nicht tragen sollen. Wenn du das Drehbuch von 12 Years a Slave auf einer Stufe mit Mel Gibsons Jesus Slasher siehst, mssen mir eine Menge Dialogfeinheiten beim Auspeitschen entgangen sein. Auf Shame kannst du dich aber so oder so freuen.

Gre mond


Gut, dann werde ich mir die Dialoge nochmal fokussiert anschauen.

Nochmal, ich habe weder das Drehbuch, noch Inhalt beider Filme miteinander verglichen. Was ich hingegen verglichen habe, ist die Wirksamkeit/ Intensitt der dargestellten Grausamkeiten. Oder anders gesagt, ich habe weder die Beweggrnde noch die Intention der Maler verglichen, sondern nur die rein subjektive Wirkung der roten Farbe.

Gerade in einem Sklavenfilm verlange ich eine kontroverse Darstellung. Nicht weil ich nicht in der Lage wre zwischen Gut und Bse zu unterscheiden, sondern weil mich auch die Beweg-, Ab- und Hintergrnde des Diabolischen interessiert. Alles andere ist mir schlicht zu langweilig. Interessant wird eine Rolle erst dann fr mich, wenn sie eben nicht nur das vorhersehbare eindimensionale zeigt, sondern hnlich Bruno Ganzs Hitler, oder eben Fiennes Interpretation von Gth, weitere Facetten hinzufgt.
Sicher Geschmacksache, aber um die geht es ja auch in solchen Diskussionen;)

brigens ist McQueen keineswegs erst Mitte 20, sondern laut Wikipedia Bj. 69 und damit 46!

21.05.2016 17:13 Uhr - mondkrank
@Niro

Um abschlieend noch etwas konkreter zu den Dialogen zu werden, gerade was die unterstellte Eindimensionalitt angeht: Ein gutes Beispiel ist der Dialog mit der schwarzen Hausherrin, die das sexuell missbrauchte Mdchen in ihre Rolle als Sexsklavin einweist. Sie wurde selber sexuell missbraucht, doch ihre Grenze zur Loyalitt geht nur soweit, wie sie ihren eigenen Schutz davor, nicht selbst wieder als entrechtete Feldarbeiterin arbeiten zu mssen, gewhrleisten kann. Berhrend fand ich in diesem Zusammenhang, dass ihr eigenes Verstndnis dem Mdchen gegenber klar zur Geltung kam und sie versucht hat das Mdchen emotional zu strken, wo sonst in blicher Inszenierungsart der typische Housenigger seinen Auftritt hat, der schlicht unbekmmert nach unten tritt. Eine s/w Abhandlung der Charaktere, htte wohl spielend auf eine derartige Differenzierung verzichtet, die gemeinhin auf untereinander hchst loyalen Sklaven und bsen Plantagenherren aufbaut. Diese Grenze ist hier bewusst flieend inszeniert worden. Der erste Master von Plat ist von ihm menschlich und intellektuell angetan, verkauft ihn aber, da ihn politische ngste und mangelndes Rckgrat dazu bewegen. Der Protagonist berlsst das sexuell missbrauchte Mdchen am Ende ebenfalls ihrem Schicksal. Diese Momente haben mich persnlich erschttert, weit mehr, als die explizit dargestellten Zchtigungsrituale. Ich erkenne deren Sinn aber, da die brckelnde Loyalitt der Sklaven untereinander durch die schonungslos dargestellten Konsequenzen den bentigten Kontext sicherstellen. Mit dem Alter von Steve McQueen habe ich mich hingegen tatschlich vertan und bitte um Nachsicht.

21.05.2016 01:39 Uhr schrieb Jimmy Conway
Mich nervten auch einige berlange Einstellungen, die jegliche Emotionen verfehlten.DIe Szene in der Northup etwa gefhlte Minuten am Strick hngen blebt, bis Cumberbatchs Charakter kommt und ihn endlich befreit. Es zeigt zwar die ngste der anderen Sklaven ihn zu befreien, ist aber einfach in die lnge gezogen und somit zu sehr mit Holzhammer Methode dargestellt. [] 12 Years A Slave finde ich dennoch gut, Shame nicht. Das ist so ein Fall von typisch berbewerteter Arthouse-Dreck, in der nur Fassbender brilliert.


Legitim, es so zu sehen. Dein oben angefhrtes Beispiel Schindlers Liste arbeitet da natrlich anders. Schindlers Intentionen und die Person an sich wurden sehr frei interpretiert und gebeugt, wenn nicht glorifiziert, was anscheinend ntig war, da die Spielberg typischen Abziehbild Nazis als Gegenstck zu dem einzigen, selbstreflektierenden Deutschen bereits vergeben waren. Natrlich speziell in der Darstellung eines wirren, lauten SS Psychopathen, der vor dem Frhstck als morgendliches Ritual erstmal 12 Zwangsarbeitern in Lumpen unbekmmert die Rbe runtersemmelt, was auch sonst. Das ist natrlich durchaus griffiger inszeniert, als eine lange Einstellung eines leidenden Sklaven an einem Strick. Ob sich nun gerade letztere Szene im direkten Vergleich den Vorwurf der Holzhammermethode anziehen muss, bezweifle ich aber.

Deine Bezeichnung Arthaus-Dreck, macht deine generelle Auffassung zu der Art der Inszenierung sehr deutlich und erklrt, warum dir der Zugang zu einer Filmperle wie Shame verschlossen bleibt. Davon mal abgesehen, dass "Arthaus" ein offener Begriff ist, Kritik mit Oberbegriffen generell wenig Sinn macht und smtliche Arthaus-Filme gravierende Unterschiede in der Inszenierung aufweisen. Arthaus Produktionen arbeiten viel mit langen Einstellungen, das stimmt, aber der Sinn dahinter ist nicht etwa Unvermgen, ein fehlender Cutter oder das Ziel die Brechstange auszupacken, sondern eher das Gegenteil. Dass diese Art des Kunstkinos dich persnlich emotional nicht erreicht ist deutlich geworden, denn genau hier liegt die Strke eines McQueen, der in allen seinen bisherigen Werken das komplizierte Seelenleben seiner Charaktere allein durch Mienenspiel und gekonnte Kameraeinstellungen zu skizzieren verstanden hat. Wenn bei knstlerischen Anstzen dieser Art nur der Eindruck "berlanger Einstellungen" vorherrscht bei dir, muss man das akzeptieren. Schlechter macht es seine Filme am Ende des Tages aber nicht.

Gre mond

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