Als das Super-Schiff am 7. Juli 2006 im Hafen von Rom getauft wurde, knallte die Flasche gegen die Bordwand, aber blieb ganz. Nach altem Brauch muss die Pulle zerbrechen. Sonst droht Unglück.
Und es war ausgerechnet ein Freitag der 13., als ein Felsen vor der Insel Giglio die „Costa Concordia“ aufschlitzte und zum Kentern brachte. Das Unglück geschah im Jahr 100 nach dem Untergang der Titanic. Wenige Wochen vorher fand an Bord auch noch ein „Titanic“-Fotoshooting statt. Für das spanische Magazin „El Mundo“ wurden dabei Szenen aus dem berühmten Film von James Cameron nachgestellt.
Zudem soll im Bordradio der „Costa“ angeblich Celin Dions „My heart will go on“, die Titanic-Hymne aus Camerons Film, gelaufen sein. Und das genau in dem Moment, als der Kreuzfahrt-Riese den Felsen rammte, wo die Passagiere auch noch fein herausgeputzt in ihrer Abendkleidung gemütlich beim Essen saßen - wie beim Unglück auf der "Titanic".
Die Passagiere Velantina Capuano und ihr Bruder überlebten die Havarie der "Costa Concordia". Ihr Großonkel erlebte die selben Szenen. Er befand sich vor 100 Jahren an Bord der "Titanic". Ihre Großmutter hatte ihnen immer wieder die Geschichte ihres Bruders Giovanni erzählt, der mit 25 Jahren als Kellner auf der "Titanic" angeheuert hatte, erzählte Capuano der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Allerdings überlebte er den Untergang des Schiffs nicht.