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BeitragVerfasst: 23. Apr 2012, 21:29 
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2012 ist generell ein gutes Jahr für Eurokult, aber das auch so viele Western aufs Tapet gebracht werden, hätte ich nicht gedacht. Schöne Sache, aber leider auch arg den Geldbeutel strapazierend. Ach was, sch... drauf. :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 24. Apr 2012, 09:40 
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[quote="kalle"]Endlich sind bei den Koch Media - Titeln mal wieder ein paar echte Knaller dabei![/quote
]

Welche? :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 24. Apr 2012, 12:51 
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MUSTANG hat geschrieben:
kalle hat geschrieben:
Endlich sind bei den Koch Media - Titeln mal wieder ein paar echte Knaller dabei!

Welche? :mrgreen:


Genre-Highlights sind...

Mögen sie in Frieden ruhen (Requiescant) (1968)
Rocco - Der Mann mit den zwei Gesichtern (Sugar Colt) (1966)
Der Mann aus Virginia (California) (1977)

Mir gefallen noch ziemlich gut:

Time Breaker (Get Mean) (1976)
Schweinehunde beten nicht (I vigliacchi non pregano) (1969)
2x Judas (Dos veces Judas) (1969)


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BeitragVerfasst: 8. Mai 2012, 11:44 
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Eine Flut von Dollars

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Italien 1966
Regio: Carlo Lizzani

Darsteller:

Thomas Hunter: Jerry Brewster / Jim Houston
Henry Silva: Garcia Mendez
Dan Duryea: Col. Winny Getz
Nicoletta Machiavelli: Mary Ann
Gianna Serra: Hattie Gardner
Nando Gazzolo: Ken Seagull / Ken Milton
Loris Loddi: Tim Brewster
Geoffrey Copleston: Brian Horner
Paolo Magalotti: Stayne

Trailer

Zitat:
Während des amerikanischen Bürgerkriegs wollen sich die Südstaatensoldaten Brewster und Seagall mit der Staatskasse aus dem Staub machen. Auf ihrer Flucht werden sie von einer Patrouille eingekreist. Während Brewster zurückbleibt und sich der Armee stellt, flüchtet Seagall mit dem Vermögen. Nach fünf qualvollen Jahren im Gefängnis wird Brewster entlassen und will seinen Anteil einfordern - doch sein Freund hat ihn betrogen. Brewster schwört auf blutige Rache.


Ein typischer Rachewestern aus Italien? Dollars und Verrat, Schuld und Sühne? Ein bißchen von der Seite A, ein bißchen von der Seite B. Carlo Lizzani (u.a. Mögen sie in Frieden ruh’n ) präsentiert uns hier vielmehr auf der Hochzeit des Italowestern (bzw. auf der Hochzeit des qualitativ ansprechenden Italowesterns) eine tolle Interpretation des uralten Spiels um Rache und Gier.

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Thomas Hunter gibt hier den, von seinem besten Freund verratenen Ex-Soldaten Jerry Brewster, welcher um seine geraubten 600000 Dollars beschissen wird und dementsprechend erst einmal 5 Jahre in einen Yankee-Bau wandert. Als er wieder freikommt, schwört er blutige Rache, denn seine Kumpan Seagall stellt sich als hinterhältiger Verräter heraus, der es sich nicht nehmen ließ die Frau des Helden sträflich im Stich zu lassen. Dass diese natürlich zwischenzeitlich erbärmlich am Hunger zugrunde ging, nimmt Jerry Brewester selbstverständlich persönlich und beschließt seinen alten Kumpel mit einer Bleispritze zu verarzten. Dieser hat jedoch schon bald staubigen Wind von der Freilassung seines ehemaligen Compagnons bekommen und lässt erst einmal eine Bande Gringos auf dessen Fersen ansetzen.
Als Brewster wider Erwarten dem Schnitter von der Schippe springt und darüber hinaus auch noch von einem mysteriösen Fremden unerwartete Unterstützung findet, schmiedet er einen perfiden Plan um Seagall endgültig in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Dieser hat sich inzwischen als Diplom-Pferdewirt die nahegelege Stadt unter den Nagel gerissen und terrorisiert mit seine rechter Hand Mendez ("Pokerface" Henry Silva) die Gegend. Da bietet sich die Chance für Brewster in die Clique um Mendez aufgenommen zu werden...

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Diser Streifen hat mich wirklich überrascht. Ich hatte nicht viel erwartet, bekam dann aber einen guten bis sehr guten Italowestern. Man spürt deutlich den us-amerikanischen Einfluss, und vor allem das recht große Budget. Anders als in den "Kiesgruben-Western" der ausgehenden 60ern und frühen 70ern hat man hier tatsächlich mal eine Handvoll Dollars genommen um ein überzeugendes Setting zu schaffen, welches sich nicht mehr viel vor den Genregrößen verstecken muss. Die Darsteller überzeugen durch die Bank weg, auch wenn der Hauptprotagonist teilweise zum Overacting neigt, dies allerdings nur recht selten. Henry Silva als fieser Handlanger kann hier sogar etwas wie schauspielern, anders als in seinen späteren Rollen, in denen er fast nur noch die wandelnde Gesichtslähmung gibt. :wink: Es gibt keine Totalausfälle, weder bei den Haupt-, noch bei den Nebenrollen. Und dies, obwohl man nicht die gleiche Truppe wie immer vorgesetzt bekommt, sondern viel mehr unverbrauchte, teilweise unbekannte Gesichter ihr Antlitz in die Kamera hängen.
Die Story ist solide und zeichnet sich nicht durch das plumpe Schwarz/Weiß-Schema aus, wie es einem teilweise in anderen Spaghettis um die Ohren gehauen wird. Dementsprechend weniger zynisch und brutal ist dieser Film. Es gibt zwar, vor allem in der zweiten Hälfte des Films einen recht hohen Bodycount, aber dieser dient nicht dem Selbstzweck, doch dazu unten mehr.

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Die Musik von Maestro Morricone tut ihr Übriges dazu, diesen Film aus dem Sumpf der dahindümpelnden Westernkatastrophen herauszuhieven. Ein schöner Socre mit dezent eingestreuten Gesangseinlagen, wie sie typisch sind für die Italo-Western der 60er Jahre.
Kommen wir zum Punktabzug. Das, was den Film ein wenig aus der Masse heraushebt kann man auch kritisieren: die Nähe zum US-Western. Mir haben die typischen Close-Ups, die zynische Burtalität und vor allem die menschenverachtende Kälte wie bei anderen Genre-Beiträgen gefehlt. Nicht, dass sie immer gefehlt haben, aber teilweise hätte ich mir mehr Dreck und mehr Tote gewünscht. Ebenso bleibt der Oberbösewicht recht blass, Henry Silva kann zwar das Hassvakuum recht gut ausfüllen, aber eben nicht komplett. Mehr Wüste und Staub wären auch nicht schlecht gewesen, fallen jetzt aber weniger ins Gewicht. Wenn man jedoch darüber hinwegsehen kann bleibt einem immer noch ein herausragender SPaghetti-Western der zweiten Reihge, welcher dort aber ganz weit vorne steht und den Anführern des Genres kalt in deren Nacken haucht. Ich bin mir sicher, dass wenn ein- oder zwei Rollen mit bekannteren Schauspielern (warum nicht mit Lee van Cleef, Fernando Sancho oder gar Clint Eastwood) besetzt worden wäre, dann würde man von diesem Streifen als einem Klassiker bezeichnen. So bleibt er das was er ist, ein sehr guter Italowestern, welche auch US-Westernfreunde begeistern dürfte.
Schon fast überflüssig zu erwähnen, dass Koch Media aus diesem alten Schinken wieder einmal ne tolle DVD gezaubert haben die neben dem Superbild auch viele nette Extras präsentiert, klare Kaufempfehlung!

8/10

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BeitragVerfasst: 28. Mai 2012, 16:01 
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Hier mal meine Eindrücke:

Undertaker hat geschrieben:
Italowestern mit einem noch sehr jungen Henry Silva und einem mir ziemlich unbekannten Hauptdarsteller. Unter anderem hier kränkelt der Film, da er einfach keine Figur wird, die mich wirklich interessiert und wo ich mitfiebere. Das Ende ist vorhersehbar und klischeebeladen. Da gibt es unzählige bessere Genrebeiträge. Wenigstens hat der Meister wieder den Score gemacht, was mich dann doch noch zu 6 Punkten hinreißen lässt.


So ganz kann ich die Euphorie dann leider nicht teilen. Zu blass bleiben mir dann die Hauptfiguren, abgesehen von Silva. Der Showdown ist zwar nett anzusehen, aber ziemlich unglaubwürdig und das Ende ist mir viel zu weichgespült. Aber so ist das nunmal, man kann nicht alles aus dem Genre mögen. :wink:

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"Zu gern würd ich mit Ihnen noch plaudern, aber ich habe ein Festessen mit einem alten Freund."


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BeitragVerfasst: 2. Jun 2012, 17:48 
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Danke für die Rezension. Silva ist auf jeden Fall für mich ein Anreiz, aber diese US-Nähe klingt für mich jetzt weniger verlockend. Demnächst kommt bei mir jedenfalls endlich mal die Sollima-Trilogie dran, sowie noch einige Koch-DVDs.

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BeitragVerfasst: 3. Jun 2012, 12:39 
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Mar hat geschrieben:
Demnächst kommt bei mir jedenfalls endlich mal die Sollima-Trilogie dran

DAS wird ja auch mal Zeit. :wink:

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BeitragVerfasst: 14. Jun 2012, 12:57 
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Seine Kugeln peifen das Todeslied

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Italien, Spanien 1969
Regio: Ferdinando Baldi

Darsteller:

Leonard Mann: Sebastian Carrasco
Luciana Paluzzi: Anna Carrasco
Peter Martell: Rafael García
Alberto de Mendoza: Tomas
José Suarez: General Juan Carrasco
Piero Lulli: Francisco
Pilar Velázquez: Isabella Carrasco
Luciano Rossi: Juanito
Barbara Nelli: Conchita
Silvana Bacci: Maria

Deutscher Trailer
Titeltrack

Zitat:
Als General Juan Carrasco nach dem Ende des Krieges überraschend auf seine Hazienda zurückkehrt, hat seine Frau Anna bereits andere Pläne geschmiedet. Mit einem heimtückischen Plan schafft sie ihren Ehemann auf brutale Weise beiseite und übernimmt mit ihrem Liebhaber die Macht über das Anwesen. Annas Sohn Sebastian flüchtet mit seiner Amme vor dem Massaker und verschwindet spurlos. Viele Jahre später sucht sein Freund aus Kindesjahren, Rafael Garcia, nach ihm und findet ihn auf einer einsam gelegenen Farm irgendwo in Texas. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach Sebastians Schwester Isabel und wollen den Tod ihres Vaters rächen. Doch die eiskalte Anna Carrasco befürchtet bereits, dass Sebastian die Wahrheit erfährt und hetzt ihm und Rafael kaltblütige Killer auf den Hals und eine erbarmungslose Jagd beginnt ...


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Hoho, die Inhaltsangabe auf der Marketing-DVD verspricht ja schon ein gnadenloses Rachedrama. Wenn Familienbande durch grausame Morde auseinandergerissen werden und sich nach einer Tour de Force durch ein Tal der Tränen wiederfinden, kann es sich eigentlich nur um einen reinrassigen Italowestern handeln, ... und das tut es auch! Ferdinando Baldi, seines Zeichens unbeständiger Regisseur von solchen Krachern wie "Django und die Bande der Gehenkten", "Djangos Rückkehr" und "Blindman", aber auch Urheber von Halbgurken wie "Hasse deinen Nächsten" (siehe mein Review) und "Blaue Bohnen für ein Halleluja" inszeniert hier einen tollen Italowestern mit allen Ingredenzien, welche das Genre so wundervoll machen: Eine epische Rachestory um Verrat, Hass, Liebe und Tod; eine kompromisslose Inszenierung ohne Humor, dafür mit ungewaschenen, schwitzenden Pistoleros, reihenweise ins Gras beißenden Gringos und einer gehörigen Portion genialer Musik. Wenn Sebastian (Leonard Mann) und Rafael (Pietro Martellanza aka Peter Martell) Ihren Rachedrust stillen, dann bleibt kein Auge und keine Kehle trocken. Der Bodycount ist hier dementsprechend hoch. Ein solch großer Haufen Gringos und Muchachos geht hier über den Jordan, dass es eine reine Freude ist (wenn man auf Mord- und Totschlag steht, was bei einem Italowestern ja eigentlich Grundvorraussetzung sein sollte :twisted: ).
Hinzu kommen die atemberaubenden Schönheiten von Luciana Paluzzi (vielen bekannt aus James Bond: Feuerball) als die finstere Anna und Pilar Velazquez als die rassige Isabella. Einmal mehr kann hier auch Pierro Lulli als herrlich fieser Bösewicht seine blitzeblanken Beißerchen in die Kamera halten bevor er sein letztes Gebet sprechen darf.

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Dieser Italowestern hat es wirklich in sich. Erinnert er eher an die großen Inszenierungen um 1966 herum, wurde er doch erst 1969 gedreht, also in einer Zeit, in der es schon langsam bergab ging mit dem Genre und in der schon zu Hauf irgendwelche halbgaren VÖs unter die Leute geschmissen wurden. Nicht so dieser Streifen. Zunächst einmal kommt hier das sooft von mir (zu Recht) geschmähte "Kiesgruben-Feeling" zu keiner Sekunde auf. Die Drehorte sind in Spanien verortet, was dem Film die nötige Staubigkeit verleiht und auf überflüssiges Grün verzichten lässt. Man bekommt dafür wieder die allgemein bekannte Wüste von Almeria vor den Latz geknallt, welche wirklich tausendmal besser wirkt, als irgendeine Hinterhofkulisse von Cinecitta, zumal das Setting teilweise in Mexiko angelegt sein soll. Die Gringos sind dreckige, heruntergekommene Gestalten mit Hang zum Hässlichsein. Die Nebendarsteller sind allesamt ponchobehängt und sombrerobehütet, und alle knistern natürlich die unvermeidlichen Sargnägel. :D
Die darstellerischen Leistungen, vor allem der beiden männlichen Hauptdarsteller sind eher zurückhalted, aber durchaus den Rollen entsprechend. Glanzleistungen sollte man hier jedoch nicht erwarten. Teilweise neigt Peter Martell zum schlechten Schauspiel, aber gottseidank nur in einigen wenigen Szenen. Ansonsten bieten beide eine grundsolide Leistung. Ebenso das übrige Ensemble, allen voran Pierro Lulli, welcher ständig auf Krawall gebürstet durch die Pampa hetzt und sich auch nicht zu schade ist, um hier und da ein paar Särge zu öffnen. Dem eigentlichen Oberboss Alberto de Mendoza stiehlt er definitiv die Show. Schade, dass der von de Mendoza verkörperte Charakter Tomas nicht noch ein wenig fieser und brutaler angelegt wurde.
Positiv zu erwähnen möchte ich die Kameraarbeit von Mario Montouri, welcher mit einigen genreuntypischen Einstellungen bzw. Schnitten arbeitet, um bestimmte Emotionen deutlicher zu untermauern. Bspw. werden oft schnelle Schnitte mit wechselnden Perspektiven eingesetzt. Das wirkt auf dem ersten Blick ein wenig befremdlich, fügt sich dann aber doch schnell in das Gesamtbild ein.

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Zum Bodycount hatte ich schon ein paar Worte verloren, die Grundstimmung ist insgesamt dementsprechend düster. Humor kommt hier, wenn überhaupt nur vielleicht ein einziges Mal vor, als ein Gringo von einem mexikanischen Barbesitzer die altbekannte Gußeiserne über die Rübe gedonnert bekommt. Das wars dann aber auch schon mit den Ausflügen ins Lackabinett. Das dramatisch angelegte Sujet lässt solche Kapirolen auch gar nicht zu.
Die episch ausgebreitete Story um Leiden und Verrat, Liebe und Hass bestimmt das Handeln aller Protagonisten auf der Leinwand. Angefangen vom zum Beginn halbtoten Rafael, bis hin zum stillen, fast unterkühlten Sebastian. Die Bösewichter, ständig auf der Suche nach überlebenden der Bluttat und besorgt über deren loses Mundwerk, misstrauen einenader ständig und spinnen ihre eigenen Intrigen. Teilweise werden sie auch von Verbündeten der Helden gefoppt. Die Story hat im Mittelteil leider mit einem kleinen Hänger zu kämpfen, als tiefer in die Familiensituation der Hauptdarsteller eingetaucht wird. Leider ist dieses unmöglich zu umgehen, da es für die Geschichte unentbehrlich ist. Mir hat es trotzdem ein wenig die Petersilie verhagelt, da so für mich der Erzählfluss des Films ein bißchen gestört wurde. Das ist aber im Endeffekt nicht weiter schlimm. Um es kurz zusammenzufassen kann man durchaus sagen, dass sich dieser Film hinter den Genre-Größen der Altvorderen durchaus nicht zu verstecken braucht.

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Zum Review liegt mir hier die Marketing-DVD vor, welche eine annehmbare (aber keine herausragende) Qualität vorweist. Die Boni sind recht umfangreich und günstig ist sie auch. Meinen Grabesquellen zufolge soll die X-Rated-DVD (oh welche Wunder) aber eine noch bessere Qualität besitzen, glauben kann ichs kaum, aber soll wohl so sein. :shock: Egal, alleine das Titelstück rechtfertigt schon den Kauf dieses Films, welcher in der Marketing-Fassung nicht mal teuer ist. Für Freunde von italienischen blauen Bohnen kann ich diesen Film nur empfehlen. Ich spreche hiermit eine klare Kaufempfehlung aus und bewerte mit guten

8/10!

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BeitragVerfasst: 14. Jun 2012, 22:40 
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Danke für die Rezension! Die Bilder sind gut gewählt, machen einen sehr atmosphärischen Eindruck.

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BeitragVerfasst: 15. Jun 2012, 17:15 
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Der Film gefällt mir auch überaus gut. Schön dynamisch, wenige Längen.

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Mal eine Frage an die Auskenner, lohnt sich den eine Anschaffung von "Blindman"? Ist ja immerhin auch von Baldi. Allerdings weiß man ja nie so richtig, was man bei ihm bekommt. Ich würde gerne einen Fehlkauf vermeiden. "Hasse deinen Nächsten" hat mir schon gereicht. Vielleicht kann ja jemand mal näheres aus der Lippe fallen lassen. :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 16. Jun 2012, 13:49 
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Blindman ist ein ganz anderes Kaliber, im positiven Sinne. Kaufen, sofort. :)
Die Eckdaten sprechen ja schon für sich: Blinder (sic!) Revolverheld, 50 Frauen, Ringo Starr (ja, der Beatle)!

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BeitragVerfasst: 17. Jun 2012, 16:52 
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Block hat geschrieben:
Mal eine Frage an die Auskenner, lohnt sich den eine Anschaffung von "Blindman"?


Mir hat der nicht besonders gefallen, die ganze Grundidee war mir zu albern und auf Ringo Starr als Darsteller hätte ich auch verzichten können. Aber die Präsentation von Koch kann sich wirklich sehen lassen.

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BeitragVerfasst: 22. Aug 2012, 11:23 
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Zum Abschied noch ein Totenhemd

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Italien, Spanien 1968
Regie: Ettore Maria Fizzarotti

Darsteller:

Mike Marshall: Shane
Michèle Girardon: Georgiana
Valerio Bartoleschi: Kristian
Dane Savours: Ralph Magdalena
Spartaco Conversi: Benson

Deutscher Trailer

Zitat:
Ralph Magdalena, sein Bruder Domenique und zwei Kumpane töten den Farmer John Shane sowie dessen Frau und dessen Tochter, um in den Besitz der von ihm entdeckten Mine zu kommen. Einige Jahre später kehrt der junge Shane, der einzige Überlebende des Überfalls, zurück, um seine Familie zu rächen


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Hmm, wenn jemand denken sollte, dass der Plot vielleicht sowas von dermaßen 0815 sein sollte, kann ich ihm nur Recht geben. Fizzarotti hat dem Italowesterngenre mit diesem Beitrag wahrlich keinen Gefallen getan. Die abgenudelte Story vom Rächer (na gut, andere Hochkaräter haben schließlich auch keinen Oscar für das beste Drehbuch gewonnen, ich gebs ja zu :wink: ) lockt eigentlich keine Sau mehr hinterm Ofen hervor. Allerdings ändert dies ja nix an der Tatsache, dass der Streifen tatsächlich gedreht wurde. :mrgreen:


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Aufmerksam geworden bin ich auf die Sause durch den deutschen Trailer, welcher mir eigentlich ganz nett daherkam und dem zugegebenermaßen kultigen Titel. Fürn Appel und'n Ei gabs den auch bei Amazon, also nix wie bestellt. Leider konnte der jedoch nicht meine Erwartungen erfüllen.
Sowohl die nicht wirklich mitreißende Story, als auch die Darsteller und das Setting haben mich nicht vom (Bar)Hocker gerissen. Angefangen beim Hauptdarsteller Mike Marshall, welcher irgendwie aussieht wie ein Bastard aus Terence Hill und Gianni Garko, aber bald anfängt mich mit seinem debilen Halbgrinsen tierisch zu nerven. Als er dann auch noch seine Dunstkiepe unterm Hut hervorzieht kommt ein wirklich fieser Scheitel zum Vorschein, der mir ebenso die Petersilie verhagelt. Der Bösewicht und seine Handlanger sind beileibe keine Method Actors (müssen sie ja auch nicht sein) und bleiben insgesamt eher blass, außer vielleicht die Nummer Eins des Bosses: Spartaco Conversi.
Die weibliche "Hauptrolle" in Form von Michèle Girardon bleibt ebenso nichtssagend. Zu allem Überfluss nervt der Titeltrack mal wieder gewaltig. Anders als die spärlich eingesetzten Klänge einer rasselnden Westerngitarre, welche ausnahmslos gut zum Geschehen passen, ein Lichtblick also. Ebenso positiv hervorzuheben ist die deutsche Synchro, welche wieder einmal mit solchen Urgesteinen wie Arnold Marquis oder auch Gerd Martienzen aufwarten kann. Der Härtegrad ist erstaunlich hoch. Neben einer Lebendbeerdigung müssen etliche Gringos aufgrund von Bleivergiftung oder Stahl im Bauch abnippeln. Daumen hoch! :mrgreen:

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Die Marketing-DVD präsentiert den Film in einer 77min. Cut-Fassung und in Original Kinoqualität. :mrgreen: Scheinbar gabs aber kein besseres Ausgangsmaterial, daher ist es entschuldbar. Marketing hat vorher schon oft bewiesen, dass sie es besser können wenn das Material auch eine vernünftige Ausgangsqualität vorweist. Hier jedenfalls gibts Verschmutzungen, abgegrackeltes Filmband und Knistern en masse.
Laut meines Wissens existiert von dem Streifen weltweit keine einzige uncut-Fassung. Andereits soll wohl irgendwo ein brasilianisches oder portugiesisches (!) Uncut-Tape herumfleuchen. Aber interessieren tuts mich nicht, denn eine Empfehlung spreche ich definitiv nicht aus.

5/10

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