So, jetzt wo ich den Dreck los bin, wo ich ein Opfer habe, dass ihn mir abnimmt, kann ich auch das Review schreiben

:
Max Payne (DC)(Blu-ray)Nee, nur Quatsch, musste nur noch die Extras gucken

.
Also dann:
Die Spiele hab ich noch nicht gespielt, aber ich weiß natürlich worum es da geht, wie sie gemacht sind, habe LP´s gesehen etc.
Dass der Film den Spielen nicht gerecht werden soll und dass es keinesfalls ein Ballerfilm ist, sondern erst spät Action aufkommt und geschossen wird, wusste ich bereits vorher, ebenso, dass er von enttäuschten Spielern ebenso wie von den Kritikern mit (teilweise richtig) schlechten Kritiken zerissen wurde.
Also bin ich einfach mit der Erwartung an einen ganz guten Thriller mit Stars und schicken Bildern an den Film gegangen, aber selbst so wurde ich nicht überzeugt...
Das Tempo des Films ist dabei m.M.n. garnicht das Problem, von den 103 Minuten kann man, wenn man Action oder stylische Ballereien sucht, alle bis auf die letzten 30 streichen, aber wenn der Weg bis dahin spannend und gut gemacht ist, gibts ja trotzdem gute Unterhaltung, oder ?
Würde es, wenn es eine spannende Story mit Wendungen oder einer "greifbaren" Bedrohung gäbe. Aber dem ist nicht so. Max und Mona laufen lange herum und suchen Spuren oder Hinweise auf den Mörder, auf das "Böse" und geraten dabei an ein fehlgeschlagenes Experiment und eine schlimme Droge, die vom Film quasi als Ausrede benutzt wird um ständig diese riesigen schwarzen Engelsgestalten, Walküren umherfliegen zu lassen. Das sieht zwar schick aus, bringt die Story aber nur selten weiter und nervt, da es einfach ständig benutzt wird...
So fliesst die dünne Story vor sich hin bis es dann zum - allerdings wahrlich großartigen, das muss man dem Film lassen ! - Finale mit todschicker Ballerei und den erhofften Zeitlupenkugelhagel kommt, der auch klasse aussieht, aber die bisherigen Mängel nicht ausgleichen kann.
Denn ein weiteres sehr großes Problem des Films sind die Schauspieler: Mark Wahlberg hatte anscheinend so garkein Bock auf den Film, oder er hat sich zusehr in seine dunkle Rolle vertieft, auf jeden Fall guckt er nur 103 Minuten lang finster, in jeder Szene und tut sonst nichts. Mila Kunis ist zwar ne Süße, aber schreckt sie in dem Film durch ihre Rolle und das grelle Make-Up eher up (haha...

). Wirklich extrem sexy präsentiert sich Olga Kurylenko (lechz), aber das hilft nicht viel, da sie nicht wirklich viel Screentime hat und auch Beau Bridges spielt selten lustlos.
Die Bilder sind stets mit in Zeitlupe fallendem Schnee gefüllt und oft wunderschön, aber das ist auch nur ein schwächerer Trost.
Es bleiben ungefähr 50 Minuten tolle Unterhaltung, sei es durch die unterhaltsame, spannende und interessante Anfangsphase des FIlms oder durch das großartige Finale und dann aber auch etwa weitere 50 Minuten Langeweile oder leidlich unterhaltsames Rumgelaufe mit Böse-Blick-Wahlberg.
Mehr als 5/10 sind das nicht.Die Blu-ray hat ein tolles Bild und auch der Ton stimmt. Das Menü zeigt - ohne Scheiß !! - nur ohne Ende schießende, animierte Waffen und ist somit selten stumpf, man wollte den Film wohl wirklich als Ballerkracher verkaufen...

.Dafür ist die Anwahl via Laservisier mit anschließendem Schuß sehr cool.
Als Extras gibt es ein zweiteiliges (je etwa 30 Minuten) Making-Of und einen "Animierten Comicroman: Michelle Payne". Das Making Of ist ein wenig strange, denn der Regisseur ist ein unsympathischer Fettsack mit vielen fettigen Haaren, der viel flucht und das Making Of beginnt damit, wie er sagt, wie scheiße er Making-Of´s doch findet, dafür ist es teilweise sehr schön fotografiert und erreicht teilweise die Ästhetik des Filmes, mit Musik unterlegt und Mark Wahlberg kommt viel zu Wort und es wird der Stunt im Eiwasser schön gezeigt.
Die anderen Schauspieler reden aber viel über Dinge die herzlich wenig mit dem Film zu tun haben, der Regiesseur äußert sich kaum, darum hat man einfach die Vergangenheit diverser Mitarbeiter als Gesprächsthema gewählt, wenn nicht gerade der Crewleiter über allgemeine Selbstliebe (!) oder "Beau" über Lebensträume redet, Füllmaterial par excellence, das.
Insgesamt ist das Making Of aufgrund genannter Stunt-Szenen, einigen netten Bildern hinter die Kulissen und sympathischer Interviews mit Mila, Olga und Mark (der Bob Marley auf den Oberarme tätowiert hat !) noch gelungen.
Der animierte Comic hingegen ist 13 Minuten kurz und einfach nur peinlich, die Bewegungen wirken unecht und schlecht gemacht, das hätte man sich echt sparen können !