Kokoloko hat geschrieben:
The Fountain
Darren Aronofsky hat mit diesem Werk ein wunderschönes, bildgewaltiges Stück Film geschaffen, das eine in drei Ebenen gleichzeitig abspielende Handlung präsentiert und sich dabei mit religiösen Symbolen, geschichtlichen Bezügen sowie bekannten Schauspielern schmückt. Hugh Jackman spielt dabei überzeugend die dramatische Rolle des Thomas - auf allen drei Ebenen - und auch Rachel Weisz weiß (ha !) wie man Emotionen überzeugend darstellt.
So ist das Konstrukt des Films durchaus faszinierend, spannend interessant. Mit der Zeit kommen in der realen Ebene zwar ein paar Längen auf, doch insgesamt ist man gespannt, wie sich das alles auflöst und was die Botschaft oder die Gestaltung des Endes mit sich bringt.
Eine richtige "Erklärung" des Gesehenen habe ich zwar nicht erwartet, aber schlußendlich wird der Zuschauer vielleicht mit Anregungen zum weiteren Nachdenken, aber vorallem mit einem Fragezeichen und ohne Erläuterung dagelassen.
Fazit: Ein faszinierender Bildersturm mit wunderschöner Musik, poetischen Szenenkompositionen und einer sehr interessanten Geschichte, nur dass der Sinn hinter dem Ganzen verschleiert bleibt. Eine Bewertung fällt schwer, doch weil das ganze nicht ansatzweise immer unterhaltend ist und sich eine logische Herleitung des Endes nicht wirklich durchführen lässt, würde ich spontan zu etwa 6,5/10 Punkten greifen. Staunen reicht nicht für einen guten Film.
Würde ich so unterschreiben. Finde "The Fountain" auch ziemlich überschätzt, z. T. sogar unfreiwillig komisch.
Nur die Sonne war Zeuge ("Plein soleil" Frankreich 1960, Regie: René Clément)
Philippe Greenleaf (Maurice Ronet) läßt es sich gut gehen. Fernab von Vater und Heimatland USA genießt er Italien. Doch der Millionär aus den Staaten will seinen Spross wieder neben sich sehen. So engagiert er den Überlebenskünstler Tom Ripley (Alain Delon), seinen Sohn nach Hause zu bringen. Doch in Italien verfällt Tom dem Dolce Vita und Philippes Freundin Marge (Marie Laforêt). Als die drei zusammen einen Bootsausflug unternehmen, treten die Spannungen untereinander zutage und Tom fasst einen folgenschweren Entschluss.
(teilweise OFDb)Anders als bei Alfred Hitchcock, legt René Clément weniger Wert auf sympathische Charaktere und konzentriert sich ganz auf die minuziöse Schilderung von Tom Ripleys kriminellen Aktivitäten.
Das ist zwar alles gut durchdacht und auch schön inszeniert, aber so richtig spannend und dramatisch wird es irgendwie nie. Dazu blieben mir die Figuren doch zu sehr auf Distanz.
Am Ende
Typisch französisch eben -und daher sicherlich nicht jedermanns Sache. Da ich noch nie ein Fan dieses gewissen, unterkühlt-französischen Stils war, gebe ich hier:
6/10Die Romanvorlage "The Talented Mr. Ripley" von Patricia Highsmith, erschien erstmals 1955 und sollte noch Stoff für mehrere Filme liefern.