Enf hat geschrieben:
5150 Elm's Way
Yannick endlich an der Filmhochschule angenommen und zieht aus diesem Grunde um. Auf einer seiner Erkundungen im neuen Wohngebiet macht er eine grausame Entdeckung im Heim der Beaulieus. Dort findet er einen fast zu Tode gefolterten Mann. Er schafft es nicht zu entkommen und endet so selbst als Gefangener der Familie, deren Oberhaupt - der Familienvater Jaques - sich von Gott berufen fühlt schlechte Menschen zu bestrafen. Yannick kämpft nun in diesem Hause nicht nur um sein Überleben, sondern auch um die Aufrechterhaltung seiner Moralvorstellungen, welche im Widerspruch zu denen von Jaques stehen, der sich für unfehlbar hält.
Ziemlich harter Tobak, der nach kurzer Charaktereinführung direkt zu oben beschriebenen Umständen führt. Bis zur Mitte des Filmes ist dieser teilweise recht langatmig, da viel zu oft ähnliche Szenen gezeigt werden, welche Yannick in seiner Ausweglosigkeit zeigen ohne einen Fortschritt in der Handlung zu vermitteln. Ungefähr zur Halbzeit schlägt dies jedoch um, da Yannick zum einen besser lernt unter den Gegebenheit zurecht zukommen, zum anderen aber auch selbst ein wenig dem Wahnsinn verfällt. Außerdem spitz sich die Lage innerhalb der Familie immer weiter zu, da nicht alle mit diesem Leben zufrieden sind. Hinzu kommt der eine oder andere (heftigere) Überraschungsmoment. Interessant ist ebenfalls, dass der Hauptstorystrang durch Elemente bereichert wird, die Einblicke in Yannicks Psyche geben. Diese beschäftigen sich nicht nur mit der aktuellen Lage, sondern reflektieren auch ein wenig seine Lebensgeschichte (im speziellen die Beziehung zu seinen Eltern). Seine labile Psyche führt zu Halluzinationen, die eine enorme Auswirkung auf den Spannungsgrad ausüben und durch kleine Schockmomente den Zuschauer im Bann halten. Gegen Ende hin nimmt dies immer mehr zu und sorgt so für eine höhere Intensität. Das Ende wirkt dann leider etwas unausgegoren. Ein Teilplot wird leider nicht zu Ende erzählt. Dennoch insgesamt ein sehenswerter Film, der durch gutes Schauspiel eine ziemlich perverse Situation realistisch darstellt und noch eine Weile beschäftigt.
7-7.5/10
Ich fand gut, dass Yannik am Schluss
Es wäre schön, wenn diejenigen die hier längere Reviews schreiben die ebenfalls auf der HP veröffentlichen würden. Sind nur ein paar Klicks und es würde die SB-Community bereichern
