Das Problem bei der BAYLEY-Ära lag wohl auch eher daran, dass das große Biest auch seinen Stil ein wenig geändert hat und der Sound doch im Vergleich mit anderen Zeiten schon ziemlich soft war. Das kann nicht gut gehen. Ich persönlich hatte mit den zwei Alben insgesamt auch kein Problem, obwohl mir das Klangbild zu soft war und die beiden Alben waren nicht einfach MAIDEN genug. Kein Wunder, dass
The X Factor nicht sehr gut ankam. Ich schätze auch, dass ist der Grund warum fast alle Sängerwechsel schief gehen. Noch anderes Beispiel in Form von JUDAS PRIEST. Vorher richtig geilen klassischen Heavy Metal, aber nachdem ja HALFORD weggegangen ist kam dann Ripper Owens. Den fand ich als Sänger ja gleich drei mal so gut wie HALFORD, aber anstatt guten Heavy Metal kam mit
Jugulator irgendein brachial hartes Gitarrengedöhns, dass mit JUDAS PRIEST nicht mehr viel gemeinsam hatte.
Demolition konnte wieder einiges gut machen; war aber immer noch zu weit von den PRIEST entfernt, die man kannte und schätzte. Oder schlimmer sogar im Fall von DANZIG. Der hat mit
Danzig bis
Danzig IV geniale, bluesige Metalalbem abgeliefert. Bis er halt auf die Idee kam irgendwelche Industrialscheiße zu machen. Das hat schon mal nicht funktioniert. Dann probierte er`s mit brutalem Gothic und Doom Metal, was auch nicht gerade das Gelbe vom Ei war. Erst das neue Album
Deth Red Sabaoth klingt wieder wie sauber nach Metal mit Bluesnote. Was ich meine kann man an AC/DC sehen: durch den Tod von BON SCOTT musste ein neuer Sänger her, aber die Jungs haben ihren Stil nicht geändert und waren weiterhin erfolgreich.