Natürlich ist ein ästhetisches Urteil nicht objektiv. Einen Widerspruch sehe ich aber immer noch nicht.
tux. hat geschrieben:
Mar hat geschrieben:
Da konnte ich mit den Ärzten meist noch mehr anfangen, die haben wenigstens eine gewisse Selbstironie und der mehrstimmige Gesang kommt manchmal auch ganz gut.
Die Toten Hosen haben ebenfalls mehrstimmigen Gesang und eine gewisse Selbstironie ("hey hey hey, ho ho ho", mal ehrlich jetzt...), aber sie sind dem Irrglauben verfallen, sie müssten trotzdem seriös wirken. Campino, der Günter Grass des Deutschrocks.
Deine bekannte Liedauswahl ist übrigens scheiße. "Opium fürs Volk" und "Kauf MICH!" sind tatsächlich m.E. die besten ihrer Alben, ich würde von den enthaltenen Liedern "Der Froschkönig, "XTC" und andere aber jederzeit vorziehen.
"Kauf mich" (also das Lied) finde ich auch nicht gut. Möglicherweise gibt es wirklich bessere Lieder (in textlicher wie in musikalischer Hinsicht), die ich nicht kenne, aber jede Band lebt eben mit dem Risiko, Hits zu produzieren, die von besserem Material ablenken. Aber ich hätte jetzt nicht großartig Lust, mir die ganzen Alben anzuhören. Dafür haben mich die ganzen Partyknaller einfach zu sehr abgeschreckt. Was den mehrstimmigen Gesang angeht, hat der von den Ärzten doch eine gewisse Raffinesse, während der von den Toten Hosen (immer auf das mir bekannte Material bezogen) für mein Empfinden eher unter "gemeinsames Gegröle" fällt

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その指ごと 連れてってあげる ひぐらしが鳴く 開かずの森へ 後戻りは もう出来ない