Querp hat geschrieben:
Zum ersten Mal glaube ich, dass Boll die Thematik seines Films selbst wirklich interessiert.
Selbst wenn dabei höchstwahrscheinlich ein recht hohles, pseudogesellschaftskritisches Werk wie Rampage rauskommt,
ist mir egal. Der hat mich auch unterhalten. Also, ich freu mich auf die WallStreet-Wixparade!
Die Amoklauf-Thematik und Völkermord und der Alltag im KZ, hat ihn auch interessiert. Und was ist draus geworden?
Dass Ding mit Uwe Boll ist, dass er anscheinend wirklich ernsthafte Intensionen hat, wenn er an solche Themen rangeht. Wenn er zu "Auschwitz" zum Besipiel sagt:
"Ich wollte den Alltag im KZ als ganz normalen Arbeitsalltag zeigen und die Beiläufigkeit, mit der diese Greueltaten dort vollzogen wurden",
dann weiß ich, was der meint und bescheinige ihm auch ernsthafte Absichten. Aber dies dann wirklich ernsthaft, intensiv, ästhetisch und tiefgründig als Künstler und ernsthafter Regisseur umzusetzen, dafür fehlt ihm nunmal jegliches Talent. Dann sieht er in seinen Filmen etwas, was überhaupt nicht da ist und die Zuschauer sehen etwas in ihnen, was gar nicht von Boll beabsichtigt war.
Seine Videospiel-Verfilmungen werden dann "erfolgreich", weil sie so schön trashig sind, obwohl dass so von ihm gar nicht beabsichtigt war. Jedenfals nicht so, wie Robert Rodriguez sowas beabsichtigt.
Und die "ernsteren" Verfilmungen werden dann beachtet, weil sie so krass und exzessiv in der Gewaltdarstellung sind. Aber ansonsten sind die Filme doch nur hohl. Aber Boll sieht sie dann als ernsthafte Aufklärungsarbeit und ernennt sich selbst zum Genie.
Ich würde jedenfalls kein Geld dafür ausgeben, mir einen Film anzusehen, der vorgibt, etwas zu sein, was er nicht im geringstem ist.
Vor allem sollte er auch so 'nen peinlichen Müll wie "Blubberella" sein lassen, wenn er ernst genommen werden will. So seh ich das.
Der Mann ist ein brillanter Geschäftsmann. Das kann man wirklich sagen. Der versteht es, Gelder aufzutreiben und zu promoten und vielleicht hat er an sich gute Grund-Ideen.
Aber dann sollte er auch dabei bleiben und die ganzen Dreharbeiten und Storyentwicklungen, usw, Menschen überlassen, die begabter sind und das Talent dazu haben.