Worum es geht:
Ich möchte gerne mit euch ein Wenig philosophieren und diskutieren.
Zur sprache kommen sollen Themen, die im Zuge anderer Threads
zwar angesprochen aber nicht ausgiebig diskutiert werden (können).
Dabei geht es nicht darum andere von seiner Meinung zu überzeugen oder
die Meinung eines anderen zu verteufeln, sondern um Denkanstöße
zu geben bzw. anzunehmen und sich konstruktiv auszutauschen und Meinungen zu hinterfragen. Auch geht es darum
die eigene Meinung zu begründen, anstatt einfach nur zu schreiben was man denkt.
Andere Meinungen sind wichtig, denn nur so kann man die eigene Meinung
festigen oder seinen Horizont erweitern. Es gibt also nur Gewinner

Je nach Beteiligung wird dann, in regelmäßigen Abständen (1x pro Monat?) ein neues Thema zur
Sprache gebracht (Warum ist der deutsche Film so mutlos? / 3D - Zukunft oder Spielerei? / etc. pp). Dazu möchte ich euch bitten mir Vorschläge per PN zu senden.
Ich beginne einfach mal mit dem folgenden Thema:
Was macht einen Anspruchsvollen Film aus?Was ist Anspruch? Ist Anspruch das Gegenteil von Unterhaltung? Können
anspruchsvolle Filme auch unerhaltsam sein?
Ich wette jeder von uns hat sowohl Anspruchs- als auch Unterhaltungsfilme
in seiner Sammlung. Ihr kennt bestimmt das Phänomen dass man an manchen Tagen
über niveaulosen Schwachsinn herzlich lachen kann, an anderen Tagen aber
so garnichts mit dem Schwachsinn anfangen kann. Oder man bringt die
Konzentration einfach nicht auf und schaut deswegen lieber einen Unterhaltungsfilm?
Bzw. ihr schaut einen Unterhaltungsfilm und merkt dass ihr lieber zum mitdenken
aufgefordert werden möchtet?
Ist Anspruch nicht also stimmungsabhängig? Hat man Anspruch nicht an sich
selbst bzw. an den Film den man guckt. Muss man sich deswegen nicht
also ausschließlich vor sich selbst "rechtfertigen"?
Muss man seinen Anspruch mit dem anderer vergleichen?
Sollte nicht jeder für sich selbst entscheiden was Anspruch für ihn bedeutet?
Der wohl anspruchvollste Film meiner Sammlung ist '21 Gramm'.
Ich habe ihn bisher nur einmal gesehen und fand ihn ZU komplex. Meine
Konzentration ließ nach und ich begann mich zu langweilen.
Mein Fazit: 1. Anspruchsvolle Filme sind Filme, die ein Höchstmaß an Konzentration
erfordern, um am Ball zu bleiben. 2. Anspruchsvolle Filme sind nur dann nicht
langweilig, wenn man in der Stimmung ist sich mit dem behandelten Thema
auseinander zu setzen.
Wie denkt ihr darüber? Was ist euer anspruchsvollster Film?