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Deine Religion bzw. religiöse Einstellung?
Agnostizismus 21%  21%  [ 22 ]
Atheismus 45%  45%  [ 47 ]
Buddhismus 0%  0%  [ 0 ]
Christentum (evangelisch) 12%  12%  [ 13 ]
Christentum (katholisch) 9%  9%  [ 9 ]
Christentum (orthodox) 1%  1%  [ 1 ]
Christentum (andere) 0%  0%  [ 0 ]
Deismus 1%  1%  [ 1 ]
Hinduismus 1%  1%  [ 1 ]
Islam 0%  0%  [ 0 ]
Judentum 1%  1%  [ 1 ]
Neuheidentum 4%  4%  [ 4 ]
Pantheismus 0%  0%  [ 0 ]
Shintô 1%  1%  [ 1 ]
andere (bitte im Thread angeben) 5%  5%  [ 5 ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 5. Dez 2011, 16:34 
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dozz hat geschrieben:
Also ich möchte hier wirklich jedem, der irgendwann mal zu Religionsunterrricht gezwungen wurde, mein aufrichtigstes Mitleid aussprechen! Ich hoffe ihr könnt euch von den Qualen noch erholen und bleibt auch in Zukunft gesund und munter. :lol: JAMMERLAPPEN!!! :mrgreen:


Von "Qualen" hat hier niemand gesprochen. Also auf wen bezieht sich der Beitrag?

Da man als Kind über solche Dinge nicht unbedingt selbst entscheiden kann, ist der Begriff "gezwungen" hier wohl angebracht.

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その指ごと 連れてってあげる ひぐらしが鳴く 開かずの森へ 後戻りは もう出来ない


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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 5. Dez 2011, 17:14 
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dozz hat geschrieben:
Also ich möchte hier wirklich jedem, der irgendwann mal zu Religionsunterrricht gezwungen wurde, mein aufrichtigstes Mitleid aussprechen! Ich hoffe ihr könnt euch von den Qualen noch erholen und bleibt auch in Zukunft gesund und munter. :lol: JAMMERLAPPEN!!! :mrgreen:

Hat sehr schlimme psychische und körperliche Schäden mit sich gezogen. :(
:mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 5. Dez 2011, 18:29 
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K.A. ob as hier schon mal aufgetaucht ist, aber das sagt für mich alles und ist zudem sehr witzig, wie ich finde:

http://www.dittmar-online.net/religion/hank/index.html

Bin übrigens Agnostiker mit sehr starker Tendenz zum Atheisten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 5. Dez 2011, 18:40 
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Walter Kovacs hat geschrieben:
K.A. ob as hier schon mal aufgetaucht ist, aber das sagt für mich alles und ist zudem sehr witzig, wie ich finde:

http://www.dittmar-online.net/religion/hank/index.html

Bin übrigens Agnostiker mit sehr starker Tendenz zum Atheisten.

Das würde auch in den Fun Thread passen. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 5. Dez 2011, 18:46 
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Da war ich noch nicht, klicke mich gerade aus purer Langeweile durch das ganze Forum. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 02:13 
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Obwohl es hier in erster Linie um Halluzinogene geht, finde ich diesen Vortrag von Dr. Christian Rätsch sehr passend zum Thema, da er auch gelegentlich das Thema Religion aufgreift:

5o Jahre Pilzerfahrung (-nicht umsonst spricht man auch vom "Fleisch der Götter". :wink: )

Schade, dass der Schluß vom Vortrag fehlt, aber es gibt mittlerweile auch eine vollständige Version auf DVD.

Walter Kovacs hat geschrieben:

Bin übrigens Agnostiker mit sehr starker Tendenz zum Atheisten.

Dito.

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 11:09 
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Morte hat geschrieben:
trikerider hat geschrieben:
BlackSheepHSV hat geschrieben:
Wenn man sich schon einer Relegion anschließen will soll man nicht dazugezwungen werden.(Schule)

die schule zwingt sicher niemanden... das liegt dann wohl eher an den eltern, die einen dafür anmelden.
ich hatte z.b. niemals im leben religionsunterricht. 8)

Ich wurde damals tatsächlich zeitweise dazu gezwungen, weil es da kein Ethik oder sonstwas gab und ich nicht "einfach frei" haben durfte.

ethik gab es bei uns auch nicht, da es dafür zuwenige schüler gab. ich hatte immer eine freistunde, wenn die anderen sich bibelgeschwafel anhören mussten. 8)

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 12:01 
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Religion war bei uns eher so eine Art erweiterter Geschichtsunterricht. Einer meiner Klassenkameraden durfte aber nicht teilnehmen, weil seine Eltern "Zeugen Jehovas" waren.
Ich habe mir mal den Spaß gegönnt und bin mit einer Bekannten (ebenfalls eine "Zeugin") zu einer Versammlung gegangen.
Nachdem ich mir erstmal deren religiöse Ansichten angehört habe (-eine Evolution hat es nach deren Ansicht wohl nicht gegeben-), habe ich natürlich meine Meinung dazu gesagt.
Ohne gleich in Sarkasmus abzugleiten, habe ich die ganze "Schöpfungsgeschichte" gehörig in Frage gestellt.
Mir ist schnell klar geworden, dass diese Leute offenbar in einem geistigen Gefängnis leben WOLLEN.
Meine Bekannte bekam Stress mit den "Ältesten", weil sie mit "einem, wie mir" befreundet ist, der sich mit "finsteren Dingen" (-gewisse Filme und Musikrichtungen :mrgreen: ) beschäftigt und dazu noch ein "Ungläubiger" ist.
Offensichtlich kamen meine Argumente, warum die ganze Jehova-Sache doch ziemlich an den Haaren herbeigezogener Quatsch sei, nicht besonders gut an.
Mit einem T-Shirt dort aufzukreuzen, auf dem das Plakat von "Zombies unter Kannibalen" abgebildet war, stieß auch nicht gerade auf Verständnis.
Da mußte ich tatsächlich erstmal klarstellen, daß es sich um einen Film handelt und dass ich mit Voodoo, oder anderem "Teufelszeug" so gar nix am Hut habe. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 13:07 
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Mar hat geschrieben:
dozz hat geschrieben:
Also ich möchte hier wirklich jedem, der irgendwann mal zu Religionsunterrricht gezwungen wurde, mein aufrichtigstes Mitleid aussprechen! Ich hoffe ihr könnt euch von den Qualen noch erholen und bleibt auch in Zukunft gesund und munter. :lol: JAMMERLAPPEN!!! :mrgreen:


Von "Qualen" hat hier niemand gesprochen. Also auf wen bezieht sich der Beitrag?

Da man als Kind über solche Dinge nicht unbedingt selbst entscheiden kann, ist der Begriff "gezwungen" hier wohl angebracht.


Naja es gibt doch hier immer Diejenigen, die die Kirche/Glaube oder was auch immer, es muss ja jetzt nicht wieder darauf hinauslaufen, als besonders schlimm betrachten. Sich dann aber darüber aufzuregen, dass man ja auch schon als Kind irgendwann mal in den Religionsunterricht geschickt wurde, finde ich lachhaft. Als ob es einmal so viel Unheil bringen würde, sich als Kind paar Bibelstories anhören zu müssen. Also bitte. Abgesehen davon glaube ich, dass eine gewisse Grundahnung über Kirche etc. gar nicht schlecht ist. Außerdem musst du es auch so sehen, Eltern vermitteln nun mal Werte an ihre Kinder und wenn sie selbst gläubig sind und meinen, ihrem Kind da auch etwas vermitteln zu müssen, finde ich das nicht schlimm. Ich selbst z.B. war früher oft in der Kirche, in irgendwelchen Jugendgruppen, wurde auch konfirmiert usw. und habe trotzdem immer alles hinterfragt. Heutzutage bin ich schon noch gläubig, habe aber mit der Kirche rein gar nichts zu tun und glaube auch nicht an die typisch christliche Vorstellung von Gott. Und ich teile auch einige Ansichten von Atheisten. Die Kirche als Instrument finde ich z.B. auch in vielen Belangen sehr schlecht.
Ich glaube daher nicht, dass irgendein Kind mit Religionsunterricht zu einem Glauben anerzogen wird, denn man hat wenn man älter ist immer noch genug Zeit, sich damit zu befassen und das für sich herauszufinden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 13:09 
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Ich finde, man sollte Sekten (also auch die Zeugen!) klar von Religion trennen, das sind verblendete Fanatiker, die nicht als Beweis für das Schlechte an Religion im allgemeinen herangezogen werden sollten - oder ist Science Fiction Scheisse, nur weil es Scientology gibt? Eben... ;)

Ein grundlegender Fehler ist die Pflicht, Religion an der Schule durchkauen zu müssen, obwohl das ja stark verringert wurde in den jahren seit meiner Schulzeit, aber wie soll man so ein schwierig zu vermittelndes Thema von oft inkompetenten Leuten einer Meute beibringen, die lieber frei hätte? Das ist der falsche Ort und verstärkt meiner Meinung nach eher die Ablehnung. Wenn man an Religion interessiert ist, dann sucht man sich seine Gruppen, wo man das ausleben kann. Auch in den Familien werden viele Fehler begangen, wenn man zB zum Kirchgang gezwungen wird - das ist das falsche Signal. Frei und offen damit umgehen ist der beste Weg, auch wenn man riskiert, dass die Kinder sich dem nicht zuwenden...

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Bitte verzeiht mir, wenn ich mich wiederhole, mein Kurzzeitgedächtnis ist einfach katastrophal...


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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 13:38 
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dozz hat geschrieben:
Mar hat geschrieben:
dozz hat geschrieben:
Also ich möchte hier wirklich jedem, der irgendwann mal zu Religionsunterrricht gezwungen wurde, mein aufrichtigstes Mitleid aussprechen! Ich hoffe ihr könnt euch von den Qualen noch erholen und bleibt auch in Zukunft gesund und munter. :lol: JAMMERLAPPEN!!! :mrgreen:


Von "Qualen" hat hier niemand gesprochen. Also auf wen bezieht sich der Beitrag?

Da man als Kind über solche Dinge nicht unbedingt selbst entscheiden kann, ist der Begriff "gezwungen" hier wohl angebracht.


Naja es gibt doch hier immer Diejenigen, die die Kirche/Glaube oder was auch immer, es muss ja jetzt nicht wieder darauf hinauslaufen, als besonders schlimm betrachten. Sich dann aber darüber aufzuregen, dass man ja auch schon als Kind irgendwann mal in den Religionsunterricht geschickt wurde, finde ich lachhaft. Als ob es einmal so viel Unheil bringen würde, sich als Kind paar Bibelstories anhören zu müssen. Also bitte. Abgesehen davon glaube ich, dass eine gewisse Grundahnung über Kirche etc. gar nicht schlecht ist.

Da stimme ich dozz insgesamt zu. Eine (inter-) religiöse Grundbildung -um Himmels Willen nicht zu verwechseln mit konfessioneller Unterweisung- schadet niemandem. Es wird doch von der Schule erwartet, dass sie Kinder zu mündigen, vernünftigen und gebildeten Personen macht! Um bezüglich Religion eine selbstbestimmte, reflektierte Position beziehen zu können, muss man doch überhaupt erst die Möglichkeit bekommen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen... Oder liege ich da völlig falsch. :|

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 18:09 
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Kiffente hat geschrieben:
dozz hat geschrieben:
Mar hat geschrieben:
dozz hat geschrieben:
Also ich möchte hier wirklich jedem, der irgendwann mal zu Religionsunterrricht gezwungen wurde, mein aufrichtigstes Mitleid aussprechen! Ich hoffe ihr könnt euch von den Qualen noch erholen und bleibt auch in Zukunft gesund und munter. :lol: JAMMERLAPPEN!!! :mrgreen:


Von "Qualen" hat hier niemand gesprochen. Also auf wen bezieht sich der Beitrag?

Da man als Kind über solche Dinge nicht unbedingt selbst entscheiden kann, ist der Begriff "gezwungen" hier wohl angebracht.


Naja es gibt doch hier immer Diejenigen, die die Kirche/Glaube oder was auch immer, es muss ja jetzt nicht wieder darauf hinauslaufen, als besonders schlimm betrachten. Sich dann aber darüber aufzuregen, dass man ja auch schon als Kind irgendwann mal in den Religionsunterricht geschickt wurde, finde ich lachhaft. Als ob es einmal so viel Unheil bringen würde, sich als Kind paar Bibelstories anhören zu müssen. Also bitte. Abgesehen davon glaube ich, dass eine gewisse Grundahnung über Kirche etc. gar nicht schlecht ist.

Da stimme ich dozz insgesamt zu. Eine (inter-) religiöse Grundbildung -um Himmels Willen nicht zu verwechseln mit konfessioneller Unterweisung- schadet niemandem. Es wird doch von der Schule erwartet, dass sie Kinder zu mündigen, vernünftigen und gebildeten Personen macht! Um bezüglich Religion eine selbstbestimmte, reflektierte Position beziehen zu können, muss man doch überhaupt erst die Möglichkeit bekommen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen... Oder liege ich da völlig falsch. :|


Aber vielleicht sollten bereits Kinder dann selber entscheiden, ob sie dieses Fach belegen wollen oder nicht und daher sollten man sie nicht einfach darein stecken und sagen: Das solltest du aber mal machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 18:18 
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Stranger hat geschrieben:
Aber vielleicht sollten bereits Kinder dann selber entscheiden, ob sie dieses Fach belegen wollen oder nicht und daher sollten man sie nicht einfach darein stecken und sagen: Das solltest du aber mal machen.

sehe ich auch so.
mir wurde erklärt worum es geht, man hat mir die wahl gelassen- und ich habe mich dagegen entschieden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 19:20 
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Das mit der Wahlmöglichkeit sehe ich generell auch so -hab ja auch nichts Gegensätzliches geschrieben, sondern lediglich hervorgehoben, dass es niemandem schadet, sich mit Religion auseinanderzusetzen. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Religion
BeitragVerfasst: 6. Dez 2011, 22:38 
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Sorry dozz, ich mag Dich und Deine (bisweilen als "Gutmenschentum" verhöhnten) Beiträge sehr, aber hier muss ich Dir ganz entschieden widersprechen:

dozz hat geschrieben:
Naja es gibt doch hier immer Diejenigen, die die Kirche/Glaube oder was auch immer, es muss ja jetzt nicht wieder darauf hinauslaufen, als besonders schlimm betrachten. Sich dann aber darüber aufzuregen, dass man ja auch schon als Kind irgendwann mal in den Religionsunterricht geschickt wurde, finde ich lachhaft. Als ob es einmal so viel Unheil bringen würde, sich als Kind paar Bibelstories anhören zu müssen. Also bitte. Abgesehen davon glaube ich, dass eine gewisse Grundahnung über Kirche etc. gar nicht schlecht ist. Außerdem musst du es auch so sehen, Eltern vermitteln nun mal Werte an ihre Kinder und wenn sie selbst gläubig sind und meinen, ihrem Kind da auch etwas vermitteln zu müssen, finde ich das nicht schlimm.

Wenn Eltern ihrem Nachwuchs im privaten Umfeld diesen oder jeden Glauben bzw. diese oder jene politische Ausrichtung eintrichtern wollen, ist das (bis zu einem gewissen Grad) ihr Recht, das sehe selbst ich ein. Doch dass in einer Schule eines angeblich säkularen Staates Kinder gezwungen werden (es gab damals keine wirkliche Alternative!) sich Woche für Woche die gleichen Lehren einer bestimmten Ideologie anzuhören, läuft darauf hinaus, dass sich diese Gedanken im Kopf des Kindes festsetzen, und das ist nichts Anderes als schlichte Propaganda - "nur" eben auf die Kleinsten der Gesellschaft gemünzt. Und genau DAS finde ich schlimm, denn Kinder sind unfassbar leichtgläubig - wenn Du selbst mal welche hast, wirst Du verstehen, was ich meine :wink:. Das ist einerseits gut, weil man ihnen lebenswichtige Dinge beibringen kann, ohne ausufernde Diskurse mit ihnen ausfechten zu müssen. Andererseits gefährlich, weils sie "den Großen" nacheifern und ihren Worten Glauben schenken. Dass es "nur" mit Bibelgeschichten im Kindergarten anfängt macht das Problem dann auch nicht kleiner, sondern zeigt nur, wie nötig es die Kirche hat, neue Mitglieder zu rekrutieren und welch perfide Methoden sie zu diesem Zweck gebraucht.

dozz hat geschrieben:
Ich selbst z.B. war früher oft in der Kirche, in irgendwelchen Jugendgruppen, wurde auch konfirmiert usw. und habe trotzdem immer alles hinterfragt. Heutzutage bin ich schon noch gläubig

Und warum wohl, glaubst Du, ist das so?
dozz hat geschrieben:
, habe aber mit der Kirche rein gar nichts zu tun und glaube auch nicht an die typisch christliche Vorstellung von Gott. Und ich teile auch einige Ansichten von Atheisten. Die Kirche als Instrument finde ich z.B. auch in vielen Belangen sehr schlecht.

Welche Gemeinsamkeiten sollten das sein? "Atheismus" verneint die Existenz eines göttlichen Wesens, die Ablehnung der "Kirche" ist da eher ein Nebenprodukt...
dozz hat geschrieben:
Ich glaube daher nicht, dass irgendein Kind mit Religionsunterricht zu einem Glauben anerzogen wird, denn man hat wenn man älter ist immer noch genug Zeit, sich damit zu befassen und das für sich herauszufinden.

Es wird doch aber der Grundstein gelegt, in einem Alter, in welchem sich das Welt- und Menschenbild gerade formt. Das allseits beliebte Argument "man kann sich ja später immer noch dagegen entscheiden" ist mMn blanker Hohn, da in den meisten Fällen weltfremd, ansonsten wäre die "religiöse Verteilung" wohl kaum so homogen, wie sie es nunmal ist. Hättest Du etwa nichts dagegen, wenn Dein Kind dazu gezwungen würde, sich in der Schule "ein paar Geschichten" über hakennasige kinderfressende Juden anzuhören? Gabs nämlich schon, und zwar mit großem Erfolg! Godwin-Überdrüssigkeit? Gut, von mir aus auch, dass in Westdeutschland imperialistischer Egoismus herrscht und die Kinder ihren Stuhl zur Schule mitbringen müssen (damals selbst in der DDR erlebt!). Ob HJ, Jungpioniere, Kirchenlager etc. - die Inhalte mögen sich drastisch unterscheiden, die Methoden der jeweiligen Propaganda ähneln sich frappierend - immer wird möglichst früh mit möglichst harmlos wirkenden Geschichten angefangen, auf denen man dann Jahr für Jahr aufbauen kann. Es gibt nicht umsonst (selbst innerhalb der Kirche) den Begriff der "Religionsmündigkeit", ohne welche eine Taufe zumindest umstritten ist. Zweifellos sollte jedoch religiöse Erziehung - in welchem Umfang auch immer - allein Sache der Eltern sein.

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Denke für Dich selbst, Narr!


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