Asgard hat geschrieben:
Und das tut sie doch. Es ist schon unheimlich spannend mit anzusehen, wie Batiatus immer mehr Abgründe offenbart, Crixus zum Umdenken bewegt und Ashur seinen kleinen Status zu einer echte Machtposition ausbaut.
Nö, das ist weder hervorragend noch sonstwie bemerkenswert. Dies alles wird so oberflächlich behandelt und dient allerhöchstens als Aufhänger für die nächsten Gewalt-, oder Sexexzesse.
Zitat:
Das denkst du vielleicht, weil du aus deiner subjektiven Position heraus es dir allzu leicht machst. Ich mache da vielleicht keine Ausnahme, aber nur weil du deine Argumente für sinnvoll und meine Meinung widerlegt hälst, trifft das noch längst nicht zu.
Ich denke, ich kann auf einen weitreichenden Fundus an konsumierten Serien zurückgreifen und kann schon objektiv einordnen, was wirklich qualitativ hochwertig ist und was zur reinen hirnlosen Unterhaltung dient. Und
Spartacus ist eindeutig in letztere Kategorie einzuordnen.
Zitat:
Ich finde auch den Begriff "Effekthascherei" völlig deplaziert, denn diese übertriebenen Zeitlupen mit reichlich Pixelblut haben zumindest auf mich keinen sonderlichen Effekt.
Frag mal in die Runde, wie viele Gorebauern sich dabei die Finger lecken. Wohl mehr als jene, die diese Serie als sittlichen Nährwert schauen, oder ihn dafür halten. Nimm
Spartacus diese Szenen und übrig bleibt ein Torso von langweiligen, wenig komplexen, oder gar faszinierenden Storyelementen, die im Nichts verpuffen.
Rom hat diese Qualitäten dagegen zu bieten, denn dort sind Gewalt, oder Nacktszenen nicht zum Selbstzweck verkommen, sondern fügen sich kongenial unterstützend in eine tiefgreifende Handlung ein.
Zitat:
Genau, als ob Rom eine so subtile Inszenierung bot und weniger fiktiv war.
Lies mal genauer. Subtil
er als
Spartacus und dies sogar um Einiges! Und dass viele Komponenten in der Story fikitv sind, habe ich gar nicht bestritten, ich weiß nicht, wo du das jetzt gerade her holst?!
Zitat:
Der ganze Rest ihrer Erlebnisse ist fiktiv und beruht allein auf den Linien diverser Drehbuchautoren.
Dann haben die Drehbuchautoren von
Rom weit bessere Arbeit geleistet, als die Kollegen bei
Spartacus; dort hat man wohl eher die CGI-Bastler, oder Special Make-Up-Künstler bezahlt.
Zitat:
Der einzige Unterschied bestand in einem authentischeren und optisch realistischerem Stil.
Das + komplexere Handlungsstränge, sowie Figuren + subtilerer Inszenierung. Hier sei als Beispiel nur einmal die Dinnerszene genannt, in der sämtliche Figuren an einem Tisch sitzen und jeder gegen jeden hinterrücks intrigiert; einzig daran erkennbar, wie die Kamera die Gesichter, die Blicke, die Gestik der Charaktere einfängt und die Musik dies grandios untermalt, um genau die Spannungen zu transportieren, die in der Luft liegen. Das ganze wird dadurch für den Zuschauer greifbar und man fühlt sich auf einem Pulverfass sitzend, das jede Sekunde hochgeht; wunderbar intensive Szene, ohne auch nur einen Hauch von Blut, Sex, oder Gekröse!
Zitat:
Auch Rom hat mit Blut nicht gegeizt, Pimmel in Großaufnahme gezeigt und derbe Schimpfwörter verwendet.
Komm, nun mach dich nicht lächerlich. Die Blutszenen waren wohl dosiert und nicht mal annähernd so inflationär ermüdend, wie in
Spartacus. Und die "Pimmel in Großaufnahme" kannst du auch an einer Hand abzählen. Derbe Schimpfwörter hatte sie genügend, ja.
Zitat:
Sehr schön fand ich zum Beispiel, wie Servilia der Atia damit droht, dass man sie von den Hunden vergewaltigen lassen wird. Für mich sind solche Scherze nicht weniger "Effekthascherei" und alles Andere als subtil.
Nein, Effekthascherei wäre es gewesen, wenn man dies noch mit prophetischen Bildern untermalt hätte, so wie es bei
Spartacus nicht selten der Fall war. So bleibt es schlicht eine Drohung; eine manipulative zwar, aber immer noch "nur" eine Drohung.
Zitat:
Man kann sie aber auch dort hinein hereinprojezieren, wenn es unbedingt drauf anlegt und was du hier schon vehemment zelebrierst.
Ich muss nichts hineinprojezieren, sondern arbeite mit dem, was die Serie zur Verfügung stellt und das ist eben nicht besonders viel.