"Der Halbgott vom Loki"Wieder einmal will irgendein Super-Macker aus einer anderen Welt die Menschheit knechten. Und er hat Großes vor. Nun müssen sich die (Marvel-)Superhelden in Teamwork üben.
Nach einigen Reibereien klappt das sogar ganz gut. Nun gilt es Loki, dem größenwahnsinnigen Stiefbruder von Thor, die Suppe zu versalzen. Ein bedauernswerter Bursche eigentlich.
Stand immer im Schatten seines Stiefbruders. Hat immer nur auf's Mützchen bekommen, während Thor der arschgeile Macker war. Vielleicht hätten ihn seine Eltern auch einfach nur nicht Loki nennen sollen.
IRON MAN (Robert Downey Jr.) hat hier die Lacher und damit auch die größte Sympathie des Publikums auf seiner Seite. Er ist der Spaßvogel der Truppe. Eigentlich ist er ja ein arrogantes Arschloch, aber ein saucooles.
BLACK WIDOW (Scarlett Johansson) ist knisternde Erotik (-wenn man auf die Johansson steht

). Samuel M. Jackson ist NICK FURY, der coole Koordinator, quasi das Bindeglied zwischen den Superhelden und der Regierung.
Tom Hiddleston spielt den mächtig eingebildeten Superschurken Loki mit Bravour. Auch Dr. Bruce Banner wird hervorragend verkörpert von Mark Ruffalo.
Ursprünglich sollte die Rolle wieder mit Edward Norton besetzt werden, aber der erwies sich -nach Ansicht von Marvel-Produzent Kevin Feige- als nicht teamfähig genug.
Und um Teamfähigkeit geht es schließlich in "The Avengers". Am Ende gibt es die standardmäßige Superschlacht, mit zerbombten Straßenschluchten, Explosionen mit herumfliegenden Autos... das Übliche halt.
Es geht um einen Würfel mit unermesslichen Kräften (

). Dann gibt's da noch so'n Portal am Himmel, durch welches -ohne Ende- feindliche Wesen auf die Menschheit (sprich: Die Amis) niederregnen...
...da hätte man auch noch gut die "Ghostbusters" einbauen können. Oder den schlagfertigen Enterich Howard, aus "Howard- Ein tierischer Held".
Zum Glück nimmt sich der Quatsch nicht so ernst und zieht auch mal das eine oder andere Klischee durch den Kakao. Allerdings ist es schon erstaunlich, wie ähnlich sich die Fantasywelten doch irgendwie sind.
Wieder einmal wurde ich an "Transformers" erinnert. Langsam kommt mir der Verdacht, dass immer nur ein und dasselbe Drehbuch als Vorlage genommen wird und lediglich einige Elemente ausgetauscht werden.
Wie bei den CGI-Effekten, mit ihrer mittlerweile beliebig austauschbaren Optik.
Die 3-D-Optik hat mich auch nicht gerade vom Hocker gerissen. Wann werden die es endlich lernen, dass zu schnelle Schnitte den Effekt zerstören???
Eine Handvoll Bilder waren zwar einigermaßen gelungen komponiert, aber eigentlich nichts, was den 3-D-Zuschlag rechtfertigt.
Ich bin aber auch nicht gerade ein Fan von Superhelden-Epen ala "X-Man", "Spiderman", "Thor", "Hulk" und wie sie alle heißen.
Bei "Iron Man" gefiel mir zumindest die Darstellung von Robert Downey Jr., dafür fand ich Jeff Bridges hier völlig verschenkt.
"The Avengers" fand ich dagegen überraschend kurzweilig, wenn auch unfreiwillig(?) komisch. Schwerkraft ist offenbar nur was für Arme -anything goes.

Dank seiner guten Besetzung ist dieser Hollywood-Stuss recht unterhaltsam ausgefallen. Trotzdem fehlt mir bei diesen Big Budget-Produktionen schmerzhaft der Trash-Charme.
Und der gehört -bei solchem Blödsinn- irgendwie dazu, finde ich.
6/10EDIT: Ach ja, den obligatorischen Cliffhanger im Abspann gibt es hier auch. Da kommt wohl noch einiges auf die Menschheit zu. Der Abspannsong rockt.