Captain Kronos - Vampirjäger ("Kronos" GB 1973, Regie: Brian Clemens)
Kronos (Horst Janson), ehemals Captain der britischen Armee, hat sein Leben dem Kampf gegen Vampire gewidmet, da seine ganze Familie diesen Kreaturen zum Opfer fiel.
Als ihn ein alter Freund um Hilfe bittet, reist er mit seinem Mitstreiter Professor Grost in ein verschlafenes Dorf, wo vermehrt junge Frauen eines mysteriösen Todes sterben.
Dies alles deutet auf eine besondere Form des Vampirismus hin, wo das Opfer nicht seines Blutes, sondern seiner Lebenskraft (=Lifeforce) beraubt wird.
Daraufhin sehen die bedauernswerten Opfer -im wahrsten Sinne des Wortes- ziemlich alt aus und siechen qualvoll dahin. Doch dies ist nicht der einzige Unterschied zum klassischen Vampir, fanden doch alle Angriffe tagsüber statt.
Auf seiner Jagd trifft Kronus (Captain Kronus -soviel Zeit muss sein!) auf die rassige Carla (Caroline Munro), die die beiden Vampirjäger fortan begleitet.
Und je mehr Kronos dem Vampir auf die Spur kommt, umso klarer wird ihm, dass die ihm bekannten Mittel nichts gegen diese Kreatur ausrichten können...
(teilweise OFDb)Na, das war ja vielleicht 'ne Klamotte...

Die Effekte wirken teilweise, wie ein Griff in die Augsburger Puppenkiste. Besonders niedlich ist die Fledermaus, die einem ahnungslosen Mädel aus heiterem Himmel ins Gesicht geklatscht wird.
Aber nein... sie wird natürlich von selbiger angegriffen -grusel grusel...

Lustig auch das -diesmal besonders- hölzerne Schauspiel der Darsteller. Hat man die vorher hypnotisiert, oder einfach nur unter Valium gesetzt?
Horst Janson ist sowieso der Coolste in diesem Film. Wenn er sein Schwert zückt, haben böse Wegelagerer genauso wenig zu lachen, wie scheintotes Blutsauger-Gesocks.
In einer Szene nimmt er es gar mit einer halben Armee auf. Keine Ahnung, wie er es schafft die alle zu plätten -er schafft es einfach. Muß man eigentlich gesehen haben...
Und was unser Horst da immer für komisches Kraut raucht, bleibt ein Geheimnis. Ich wette, Kronos heißt mit bürgerlichem Namen Bastian -aber, wie uncool wäre das denn bitte?
Recht gelungen ist dagegen die Kameraarbeit, die viel mit Spiegelflächen und Schatten experimentiert. Auch die Ausstattung ist -typisch HAMMER- recht prunkvoll.
Caroline Munro dürfte übrigens selten besser ausgesehen haben, wie in diesem Film -o lala...

...

...das findet auch der Captain und so bleibt zwischendurch noch Zeit für ein wenig

Das Ende ist auch geil -LMAA, was für eine Auflösung, muhahaha...

Nee, gut war der eigentlich nicht. Selbst für Trashfans ein harter Brocken, würde ich sagen. Einen gewissen Charme kann ich diesem Streifen jedoch nicht absprechen.
Muss man halt mögen, mir war das Ganze im Endeffekt doch etwas zu steif und altbacken -was aber nicht an der Entstehungszeit liegt.
5/10 Fun-Trash-Punkte.