KnowingDie Story weiß zu fesseln und der Film baut eine gelungene, bedrohliche Atmosphäre auf, Cage macht seine Sache ordentlich (sofern man denn mit seiner Art zu spielen klar kommt) und auch die Katastrophen sind solide und packend gemacht, angenehm rau, wenn auch stellenweise bloß passabel getrickst. Der Flugzeug-Absturz drückt einen, nicht zuletzt dank der Plan-Sequenz, regelrecht in den Sessel (da verzeiht man den ein oder anderen offensichtlichen CGI-Einsatz), während die U-Bahn-Sequenz schon etwas over the top wirkt.
Der große Knackpunkt des Film ist sicherlich das Ende, an dem sich die Geister scheiden. Mir persönlich hat es gut gefallen, auch die teils aufdringliche religiöse Symbolik hat mich nicht wirklich gestört, da empfand ich das Ende von
Book of Eli wesentlich schlimmer. Ganz explizit wird der Film dann ja auch nicht, mMn einfach eine interessante Interpretation und zu einem gewissen Grad wohl auch Auslegungssache.
7/1021 Jump StreetDie Anarcho-Action-Komödie ist immer dann am besten, wenn das Regie-Duo um Phil Lord und Chris Miller in ihrem Realfilm-Debüt die Zügel so richtig locker lassen und wahnwitzigen Nonsens präsentieren. Dazwischen gibt es viele Gags, viel Gelaber und meist wenig Niveau. Dafür funktioniert das Buddy-Element prima, Jonah Hill und Channing Tatum harmonieren gut, wobei letzterer eine echte èberraschung ist. Die Story ist dabei Nebensache und auch die bösen Jungs bleiben blass, dafür gibt es einen kongenialen Cameo von Johnny Depp und gegen Ende allerlei Reminiszenzen an Actionklassiker (besonders hat mir natürlich der Shoot-Out im Zimmer gefallen). Und Hand aufs Herz: Als Action-Fan lohnt sich der Streifen allein schon aufgrund der Tatsache, dass eine Erschießung in Zeitlupe und mit echten Bloodpacks (!) zu sehen ist (und das in einem FSK12-Film) - das ich das noch erleben darf.
7/10Knight and DayDas war nichts.
Cruise aalglatte Superman-Rolle nervt bestenfalls nur, Diaz spielt die übliche Blondchen-Rolle, Leinwand-Harmonie kommt wenn überhaupt viel zu spät auf, auf den Gedanken von tollen Wort-Gefechten kommt man gar nicht. Die beliebige Rahmenhandlung interessiert nicht die Bohne und die Action-Szenen sind vielleicht teilweise aufwendig gemacht, lassen einen aber völlig kalt. Ich bin ja gerne mal für einen guten Blockbuster zu haben, aber dieser Film vereint so ziemlich alles, was Hollywood hassenswert macht und erfüllt dabei nicht einmal die Mindest-Standards für einen ordentlichen Film-Snack. Mit einem gescheiten Leinwand-Paar hätte das vielleicht solide, seichte Unterhaltung werden können, aber so, nein danke. Seelenloser Mainstream-Mist, den man sich schenken kann. Und das von James Mangold, au weia.
4-5/10Hardware M.A.R.K. 13
Inhaltlich ist in diesem merklich von Terminator und Alien beeinflusster Robo-Horror, in dem ein Kampf-Droide in einer Zukunfts-Dystopie eine Runde Amok läuft. Viel mehr passiert auch nicht, die Figuren werden trotz langer Einleitung eher spärlich charakterisiert, Schwerpunkt-Setzung und Dramaturgie sind allgemein nicht die Stärke des Films. Die Atmosphäre dagegen ist sehr gelungen, diverse Farbfilter, Schattenspielen und gelungene Kulissen sorgen für eine bedrohliche Stimmung, der rockige Soundtrack (samt Gast-Auftritten von Iggy Pop, Lemmy und Gwar), die hohe Schnittzahl und die kuriosen Figuren tun ihr Übriges zum stylischen Endzeit-Horror. Fans von Filmen wie
Death Machine können einen Blick riskieren.
6-7/10