Darüber habe ich mich sehr gefreut:
Nach
Fight Club wurde ein weiteres Buch des von mir sehr geschätzten Autors gekonnt pointierter und finsterer Gesellschaftssatiren, Chuck Palahniuk (ansonsten: Invisible Monsters, Flug 2039, Der Simulant
[-> Choke], Lullaby, Das letzte Protokoll, Die Kolonie, Das Kainsmal, Snuff, Stranger Than Fiction, Fugitives and Refugees), als Film adaptiert. Das ist an sich schon großartig, mal ganz grundsätzlich festgestellt.
Zur Story: Victor Mancini ist ein Loser. Medizinstudium: abgebrochen. Karriere: als Darsteller in einem für Touristen nachgestellten authentisch-historischen Dorf. Sein einziger echter Sozialkontakt ist sein beschränkter Kumpel Denny, der ebenfalls als authentischer Pilgervater im authentischen Dorf jobbt. Victors Beziehung zu Frauen: schmutziger Sex. Er besucht Selbsthilfegruppen für Sexsüchtige, um sie dort abzuschleppen. Seine Mutter liegt schwerst dement in einem Altersheim, für das er das Geld nicht aufbringen kann, weshalb er sich mit einem höchst fragwürdigen Nebenverdienst über Wasser hält, mit fortlaufender Zeit eher schlecht als recht. Dann der Hoffnungsschimmer: die Ärztin seiner Mutter, in die er sich verliebt; ein merkwürdiges Gefühl.
Mag zunächst mal nicht allzu aufschlussreich klingen. Hier der Trailer (Red Band
selbstverständich):
http://www.firstshowing.net/2008/08/02/ ... uks-choke/
Drehbuch und Regie: der bisher fast ausschließlich als Schauspieler in Erscheinung getretene Clark Gregg, der hier auch eine Nebenrolle als Chef des Dorfes, Lord High Charlie, gibt. Sam Rockwell als Victor Mancini, Anjelica Huston als seine Mutter Ida, Kelly Macdonald als die Ärztin Paige Marshall, Brad William Henke als Denny.
Nachdem der Film auf vielen Festivals lief und gefeiert wurde, läuft er ab Ende September in den USA, leider nur als limited release. Ob und wann er es nach Deutschland schafft, weiß ich nicht. Trotzdem wollte ich unbedingt mal auf
Choke aufmerksam machen.