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31.12.2016 - 00:03 Uhr
von Jim

Clash of Clans im Iran blockiert

Potentielle negative Einflüsse als Gründe genannt

Clash of Clans ist eines der beliebtesten mobile games der Welt mit, laut offiziellen Berichten, täglich ca. 100 Millionen Spielern weltweit. Das Spiel, in dem es darum geht, die eigene Basis aufzubauen und andere Spieler zu überfallen, eine Spielmechanik, die von sehr vielen populären mobile games genutzt wird, wurde nun im Iran landesweit geblockt.

Am 27. Dezember 2016 berichteten erste Fan-Sites scheinbar von Problemen beim Login. Da es sich um ein Multiplayerspiel handelt, ist eine Internetverbindung zwingend erforderlich. Irans stellvertretender Generalstaatsanwalt, Dr. Abdolsamad Khoramabadi, äußerte sich zu dem Verbot. Ein staatliches Kommitee hatte das Verbot gefordert, nachdem ein Bericht von Psychologen gesagt hatte, das Spiel würde Gewalt und "Stammesfehden" fördern. Außerdem sah man eine Gefahr darin, dass Jugendliche nach dem Spiel süchtig werden könnten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass der Iran gegen beliebte mobile games vorgeht. Erst im August dieses Jahres wurde das kurzzeitig sehr populäre Pokemon Go wegen seiner lokalisationsbedingten Features blockiert.

Quelle: BBC

Kommentare

31.12.2016 00:35 Uhr - neothechosenone
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Das nenne ich puren Zynismus: ein Spiel wird verboten weil davon eine vermeintlich verrohende Wirkung ausgeht während gleichzeitig Jugendliche öffentlich erhängt werden. Die Medien berichten ständig vom selbsternannten "Islamischen Staat", dabei sind Regierungen wie die des Iran oder Saudi-Arabiens ethisch gesehen kaum besser.

31.12.2016 01:39 Uhr - Critic
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Haha. Das macht Iran doch direkt zu einer besseren Gesellschaft als unsere. Wir verbieten so einen Abzocker Pay-2-Win Schrott nicht.

31.12.2016 07:58 Uhr - Terminator20
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31.12.2016 00:35 Uhr schrieb neothechosenone
Das nenne ich puren Zynismus: ein Spiel wird verboten weil davon eine vermeintlich verrohende Wirkung ausgeht während gleichzeitig Jugendliche öffentlich erhängt werden. Die Medien berichten ständig vom selbsternannten "Islamischen Staat", dabei sind Regierungen wie die des Iran oder Saudi-Arabiens ethisch gesehen kaum besser.


Quelle bitte? Hab noch nie gehört, dass im Iran jemand erhängt wurde bei den Saudis ist das gang und gebe und unserer Regierung vollkommen egal, weil Öl. Aber im Iran eher nicht, die sind mehr den Amis ein Dorn im Auge, weil die sich nicht von der Weltpolizei erpressen lassen.

Deswegen wird auch fröhlich in unserer Propagandaschau gegen Iran und co geschossen. War schon witzig mit Stuxnet damals, die bösen bösen Iraner wollen also eigene Atomwaffen?! Wo gibts denn sowas! Die, die immer nein sagen wollen also EIGENE Atomwaffen. Nein so geht das nicht und zack schlägt die Weltpolizei wieder zu aber waren ja die bösen Hacker aus Russland :D

Wir haben übrigens auch welche von den Amis sollte sich jeder mal vor Augen führen was passiert, wenn unsere amerikanischen Feinde ehhhh Freunde gegen Russland in den Krieg zieht. Dann sind wir nämlich das first strike Ziel aber will ja wie immer keiner hören, Hauptsache Berlin Tag und Nacht läuft regelmäßig und jeder kann Pokemon Go und Super Mario Run zocken...

Zum Beitrag selber: Sehr gut! Diese Abzockerspiele gehören sowieso verboten wobei man halt auch wieder einiges auf die Jugend schieben kann, die einfach zu dämlich sind und sich abzocken lassen.

31.12.2016 09:02 Uhr - Eisenherz
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Seit 1979 wurden im Iran allein 4000 Homosexuelle hingerichtet, die meisten davon gehängt. Darunter auch mehrere Jugendliche. Entsprechende Berichte, Bilder und auch Videos kann man im Internet zuhauf finden. Einiges davon mag von den westlichen Medien aufgebauscht worden sein, vieles aber nicht. Und da im Iran Homosexualität strafbar ist und entsprechende Handlungen im Gesetz mit Peitschenhieben- und bei viermaliger Wiederholung sogar zwingend mit dem Tod bestraft werden, wird das sicher keine Propaganda sein.

Eigentlich ist der Iran ein faszinierendes Land aus westlicher Sicht, denn auf der einen Seite werden Homos umgebracht, auf der anderen Seite zahlt der Staat sogar für Geschlechtsumwandlungen. Na ja, zukünftig wird sich das von selbst regeln, denn die iranische Bevölkerung ist im Durchschnitt sehr jung und hat keine wirkliche Lust mehr auf die Dogmen der alten Männer. Ich denke, in spätestens 20 Jahren wird sich das Regime erledigt haben, falls nicht vorher das Nahe Osten endgültig explodiert.

31.12.2016 09:31 Uhr - Freak
8x
@ Terminator20:
Dir braucht man keine Quellen zu nennen, sondern eher nahezulegen, Dich selber mal besser (vor allem breiter) zu informieren.
Deine Verschwörungstheorien lassen Dich wohl die Tatsachen nicht mehr richtig sehen.
Und soetwas in einer Welt, in der das alles keine Geheimnisse mehr sind... o_O

Dass der Iran dies verbieten lässt (auch unter dieser Begründung) finde ich nicht schlimm, aber die derbe Doppelmoral dabei ist mal wieder ... beängstigend. :(

31.12.2016 11:59 Uhr - Jim
2x
SB.com-Autor
User-Level von Jim 21
Erfahrungspunkte von Jim 9.808
>Das macht Iran doch direkt zu einer besseren Gesellschaft als unsere. Wir verbieten so einen Abzocker Pay-2-Win Schrott nicht.

rolleyes.gif

>Quelle bitte?

https://en.wikipedia.org/wiki/LGBT_rights_in_Iran#Capital_punishment
Weiterführende Quellen im Text selbst.

>Dann sind wir nämlich das first strike Ziel

Bitte mal kurz vor die Tür gehen und im Schnee wälzen, der Aluhut glüht ja schon.


Is schon irgendwie wieder geil wie die Leute sagen "Joa, also, irgendwie find ich das ja gar nicht so schlimm". Erinnert mich damals an die Kommentare unter der Meldung das n Bushido Album eingezogen wird. Wie die Masse gegröhlt und gelacht hat, wie n Haufen Schimpansen, weils irgendwas getroffen hat was sie nicht mögen. Aber Hauptsache dann wieder virtuelle Randale schieben wollen wenn das nächste Wolfenstein zensiert wird oder der neue Splatter-Film nich in Deutschland erscheint. Mentale Gymnastik auf olympischem Level.

31.12.2016 14:11 Uhr - Blockmeister
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@Jim

Was für ein Aluhut? Selbstverständlich sind auf deutschem Boden US-amerikanische Nuklearwaffen stationiert.

Ließ dich mal ein! Obama hat vor seiner Wiederwahl sogar versprochen, diese zu verringern, doch als der Wahlsieg da war, wurde das komplette Nuklearwaffenarsenal hier in Deutschland komplett modernisiert.

Logisch sind wir Angriffsziel, von uns fliegen die Atombomben nach Russland und in den nahen Osten.

Amerika gehört per Arschtritt aus Deutschland befördert, samt Nuklearwaffenarsenal. Diese Nation schreit als Weltpolizei rum, wie der größte Affen im Urwald aber welche Drecksau, entschuldige mich bitte, hat den Atomwaffen eingesetzt und dazu chemische Waffen? Nur der achsotolle Ami, und selbst bei biologischen Waffen würde es mich nicht wundern. Im Gegenteil, ich warte eigentlich nur noch darauf das es ans Tageslicht kommt.

Und genau eben jene wollen der Welt mit Gewalt ihren Willen aufzwingen und allen verbieten eben diese Waffen einzusetzen? Jemand sollte mal die Eier haben und der USA genau das verbieten. Komisch, unsere selbsternannte Weltpolizei tat und tut genau das was sie allen anderen verbieten will?

Für mich sieht die Überwachung des Weltfriedens anders aus!

31.12.2016 17:07 Uhr - Doktor Trask
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Die Atomwaffen in Deutschland kontrolliert die USA

Deutschland kontrolliert zwar selber keine Atomwaffen, doch auf deutschem Boden befinden sich dennoch Atomsprengköpfe. Sie werden von der US-Armee überwacht und können nur auf Befehl des amerikanischen Präsidenten eingesetzt werden. Die Waffen lagern auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz. Die etwa 20 Bomben sind 3 Meter 50 lang, wiegen 500 Kilogramm und haben eine Sprengkraft von 300 Kilotonnen pro Bombe. Zwanzigmal so viel wie die Bombe, die auf Hiroshima abgeworfen wurde.

Auf den Standorten in den Niederlanden und in Belgien vermuten Experten zusammengenommen 20 bis 40 Sprengköpfe. Ähnlich viele lagern in den zwei italienischen Stützpunkten in Aviano und in Ghedi.

In der Türkei ist das größte Lager an Atomwaffen

Der türkische Stützpunkt Incirlik hat das größte Arsenal an Nato-Atomwaffen. Bis zu 90 Sprengköpfe werden dort vermutet.

Neben den von der Nato kontrollierten Bomben haben die Atommächte Frankreich, Großbritannien und Russland eigene Atomwaffen.

Frankreich verfügt aktuell über etwa 300 Atombomben an drei Standorten. Die etwa 160 britischen Atomwaffen lagern im schottischen Faslane. Beide Streitkräfte haben Flugzeuge und U-Boote als Träger der Bomben.

Zahlen sin döffentlich zugänglich, kann sich also jeder über Google selber von überzeugen.

Betreffend Hinrichtungen im Iran.

Im Iran finden jährlich Hunderte Hinrichtungen statt. 2015 sollen 977 Hinrichtungen statt gefunden haben. Auch zur Tatzeit minderjährige Straftäter werden hingerichtet. Grausame Körperstrafen wie Amputationen werden gerichtlich angeordnet und vollstreckt. Journalisten/-innen, Regierungskritiker/innen und Menschenrechtsverteidiger/innen werden oftmals willkürlich festgenommen und ohne faire Gerichtsverfahren verurteilt, wobei diese politischen Häftlinge im Gefängnis besonders häufig unter Misshandlungen und fehlender medizinischer Behandlung leiden. Meinungsäußerungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit werden von den Behörden stark eingeschränkt. Frauen, Kinder, Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten sowie LGBTI-Personen sehen sich sowohl durch die Gesetzgebung als auch in der Gesellschaft Diskriminierungen ausgesetzt. Fälle von Verschwindenlassen, Menschenhandel und Zwangsarbeit sind bekannt.

Massenhinrichtungen finden fast täglich in iranischen Gefängnissen statt und sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Oft dauern die Anhörungen nur 15 Minuten. Ordentliche Prozesse sind Fehlanzeige. Andersdenkende und Andersgläubige werden im Iran systematisch gefoltert. Der Iran hat wichtige völkerrechtlich bindende Verträge ratifiziert. Zu den Vertragspartnern gehören fast alle Staaten der Erde. Auch der Iran bekennt sich öffentlich zu seinen vertraglichen Verpflichtungen, doch die Islamische Republik bricht diese Verträge täglich: Durch Folter, willkürliche Haft, Entrechtung von Frauen und Minderheiten.

Weiterhin wurden Strafen wie Auspeitschungen, Blendungen und Amputationen verhängt und vollstreckt, obwohl das Völkerrecht Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Strafen verbietet. In einigen Fällen wurden die Strafen öffentlich vollstreckt. Am 3. März 2015 wurde das linke Auge eines Mannes in Karaj vorsätzlich geblendet. Ein Gericht hatte ihn zu einer Vergeltungsstrafe (qesas) verurteilt, weil er einem anderen Mann Säure ins Gesicht geschüttet hatte. Der Verurteilte musste damit rechnen, dass auch sein rechtes Auge noch geblendet werden würde. Die für den 3. März 2015 angesetzte Bestrafung eines weiteren Mannes wurde verschoben. Er sollte sowohl geblendet werden als auch sein Gehör verlieren.

Im Zentralgefängnis von Mashhad in der Provinz Khorasan wurden am 28. Juni 2015 zwei Männern jeweils vier Finger der rechten Hand amputiert, allem Anschein nach ohne Betäubung. Die beiden Männer waren wegen Diebstahls für schuldig befunden worden. Auch Auspeitschungen wurden 2015 vollstreckt. Im Juni gab der stellvertretende Generalstaatsanwalt in Schiras die Festnahme von 500 Personen bekannt. 480 von ihnen wurden innerhalb von 24 Stunden vor Gericht gestellt und schuldig gesprochen, während des Fastenmonats Ramadan in der Öffentlichkeit gegessen und getrunken zu haben. Die meisten wurden zu Prügelstrafen verurteilt, die von der Abteilung für Strafvollstreckung durchgeführt wurden. Einige der Auspeitschungen fanden Berichten zufolge öffentlich statt. Quelle Amnesty

Nicht nur die hohe Zahl an Hinrichtungen sei beunruhigend, erklärt UN-Mann Shaheed. In seinem Bericht beklagt er außerdem die anhaltende Verfolgung von Jour­na­lis­ten, Anwälten und Menschenrechtsaktivisten, die Einschränkung der Rechte von Frau­en und Mädchen sowie religiöser Minderheiten. In seinem Bericht vom März 2016 beklagt er auch, dass mindestens 16 jugendliche Straftäter im Zeitraum von 2014 und 2015 gehängt wurden. Damit ist der Iran eines der wenigen Länder, die trotz strikten Verbots auf diese Praxis zurückgreifen. Shaheed präsentierte seinen Bericht vor dem UN-Menschenrechtsrat

Eine Nachricht aus dem Iran zeigt, welche Rechte Frauen in Zukunft im Iran bleiben – nämlich keine. Der Iran ist ein islamischer Staat, in dem die Sharia herrscht, d. h. der Islam – die Religion – ist im Gesetz verankert und jeder, der dort lebt, muss sich an diese Gesetze halten. Auch wenn unsere Politiker in den Iran reisen, um dort Geschäfte zu machen, müssen sie sich diesen beugen, auch wenn es für uns „nur eine Religion“ ist. Für die Regierung Irans ist es Gesetz, die Wahrheit, die Pflicht.

2014 wurde von der Journalistin Masih Alinejad die Facebookseite „My Stealthy Freedom“ ins Leben gerufen, die Frauen dazu auffordert, ihren Hijab zu lüften, um auf ihre Rechte aufmerksam zu machen. Die Seite hat mittlerweile fast 1 Million Likes.

Nach der Iranischen Revolution 1979 waren westliche Klänge verboten, iranische Sänger und Sängerinnen durften nicht mehr auftreten. Während Männer heute wieder öffentlich musizieren, bleibt es den Frauen immer noch versagt.

Diskriminierung von Frauen

Frauen wurden weiterhin diskriminiert, sowohl durch Gesetze – besonders durch das Strafgesetz und die Familiengesetzgebung – als auch im täglichen Leben. Frauen und Mädchen drohten Verschlechterungen im Hinblick auf ihre sexuellen und reproduktiven Rechte. Das Parlament debattierte 2015 über mehrere Gesetzentwürfe, die die Rechte von Frauen weiter untergraben könnten, wie z. B. das Gesetz zur Erhöhung der Geburtenrate und zur Verhinderung des Bevölkerungsrückgangs, das den Zugang zu Informationen über Empfängnisverhütung unterbinden und freiwillige Sterilisation verbieten würde. Am 2. November verabschiedete das Parlament die Grundzüge eines weiteren Gesetzesvorhabens: Das Gesetz zur Bevölkerungsentwicklung und Aufwertung der Familie sieht vor, dass alle privaten und öffentlichen Arbeitgeber Männer mit Kindern bevorzugt einstellen müssen, dann verheiratete Männer ohne Kinder und schließlich verheiratete Frauen mit Kindern. Das Gesetz könnte außerdem dazu führen, dass häusliche Gewalt noch stärker als bisher als private „Familienangelegenheit“ betrachtet würde. Bereits jetzt hatten Frauen Mühe, bezahlbare moderne Verhütungsmittel zu bekommen, weil das Budget des staatlichen Familienplanungsprogramms 2012 gekürzt und seither nicht wieder aufgestockt wurde.

Frauen und Mädchen waren nach wie vor kaum gegen sexuelle Gewalt und andere gewaltsame Übergriffe wie Früh- und Zwangsverheiratungen geschützt. Die Regierung brachte keine Gesetze gegen diese Missstände auf den Weg. Ebenso wenig bekämpfte sie Vergewaltigung in der Ehe und häusliche Gewalt. Auf Grund des gesetzlichen Zwangs, ein Kopftuch (Hidschab) zu tragen, standen Frauen im Visier von Polizei und paramilitärischen Kräften und waren Schikanen, Gewalt und Inhaftierungen ausgesetzt. Die Behörden gerieten unter Druck, als im In- und Ausland gefordert wurde, Frauen den Besuch internationaler Männer-Volleyballspiele in der Teheraner Azadi-Sporthalle zu erlauben. Da ultra-konservative Gruppen wie Ansar e-Hezbollah Einspruch erhoben, blieben Frauen weiterhin ausgeschlossen.
Irans Polizeichef gab bekannt, dass die islamische Republik hart durchgreifen will: Bei Frauen, die die „Schurkerei begehen, nicht ordentlich verschleiert Auto zu fahren“.

Irans Polizeichef gab 2015 bekannt, dass die islamische Republik hart durchgreifen will:“ Bei Frauen, die nicht ordentlich verschleiert Auto fahren“.

„Wenn eine Fahrerin eines Autos mangelhaft verschleiert ist oder gar ihren Schleier abgenommen hat, dann wird das Fahrzeug in Übereinstimmung mit dem Gesetz beschlagnahmt,“ teilte der Teheraner Polizeichef, General Teymour Hosseini der staatlichen ISNA news mit.

Und wenn die Frauen ihre Autos wiederhaben wollen, dann müssen sie eine richterliche Erlaubnis haben, um ihre eigenen Autos zu fahren, fügte er hinzu.

Frauen müssen in der Islamischen Republik eigentlich ihr Haar bedecken und weite Kleidung tragen, die ihre Körperformen verbirgt. Doch gerade in Großstädten wie Isfahan, einem der wichtigsten Touristenziele des Landes, sehen viele das lockerer. Nicht ohne Folgen. Mit Säureangriffen auf Frauen werden Frauen eingeschüchtert, die nicht den Vorstellungen der Konservativen entsprechen. Eine tragische und schlimme Rückentwicklung in einem Land, in dem die Frauen gerade erst ihren Platz im Haus und auf dem Feld verlassen und Fuß im Berufsleben fassen konnten. Selbständige, gebildete und bildhübsche Frauen werden nun zurückgeworfen in eine Zeit, an die sich keiner gern erinnert.
Menschenrechte?

Irans Justiz hält zwei Frauenrechtsaktivistinnen rechtswidrig im Gefängnis. Bahareh Hedayat und Narges Mohammadi

Bahareh Hedayat war Vorsitzende des Frauenkomitees für die Stärkung der Einheit (OCU). Die Studentenorganisation rief zu politischen Reformen auf und kämpfte gegen Menschenrechtsverletzungen. Nach der sogenannten „Grünen Bewegung“ 2009, die sich für mehr Freiheit im Iran einsetzte, wurde Bahareh festgenommen.

Baharehs Nachbarin im berüchtigten Evin-Gefängnis am nördlichen Rand der Hauptstadt Teheran ist Narges Mohammadi. Die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin ist schwer krank. Sie leidet an Lähmungserscheinungen, einer Minderung der Muskelkraft. Die 43-Jährige wurde im Mai festgenommen, zum vierten Mal. Sie hatte zuletzt die wachsende Anzahl von Hinrichtungen im Iran kritisiert. Narges Mohammadi wurde mitgeteilt, dass ihre Anhörung vor Gericht für den 20. April geplant ist. Sie hat seit über acht Monate keinen Kontakt zu ihren Kindern.

Seit fast vier Jahren sitzt Abdolfattah Soltani, Träger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises, im berüchtigten Evin-Gefängnis im Iran ein – vollkommen zu Unrecht. Sein „Verbrechen“: Er hat sich als Anwalt für die Rechte anderer eingesetzt und offen seine Meinung gesagt. Zu seinen bekanntesten Mandanten zählt Akbar Gandschi, ein Journalist, der über die in den 1990er-Jahren verübten Morde an Intellektuellen und Journalisten berichtete, in die vermutlich verschiedene Regierungsbeamte verwickelt waren. Auch für die Eltern der kanadisch-iranischen Journalistin und Fotografin Zahra Kazemi war Soltani Rechtsbeistand.

Kazemi starb 2003 während ihrer Untersuchungshaft in Teheran auf Grund menschenunwürdiger Haftbedingungen und Folter. Das Teheraner Evin-Gefängnis ist bekannt für grausame Folter und unmenschliche Haftbedingungen. 2012 sorgte besonders der Fall des regimekritischen Bloggers Sattar Behesht international für Entsetzen. Der 35-Jährige wurde wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit in sozialen Netzwerken und Facebook“ festgenommen und im Kahrizak-Gefängnis, aber zeitweise auch im Evin-Gefängnis inhaftiert – nach nur einer Woche in Haft starb er.

01.01.2017 16:11 Uhr - the proff
Und die Iraner selbst sind sehr gut der Bevormundung durch den staat das ein oder andere Schnippchen zuschlagen,siehe Satellitenschüsseln,Apple-Produkte..
Wenn ein Spiel extrem beliebt ist werden die Kiddies nen Weg finden staatliche Hürden zu unterlaufen...

02.01.2017 10:00 Uhr - Eisenherz
In ihrem privaten Umfeld sind vor allem junge Iraner sowieso schon sehr modern und säkular eingestellt. Selbst Hunde (im Islam ein NoGo) hält man sich in den Wohnungen und führt sie heimlich des Nachts Gassi, während man öffentlich noch brav die Hymnen singt. Kennen wir ja noch aus DDR-Zeiten. Und wie das geendet ist, wissen wir.

03.01.2017 11:20 Uhr - Doktor Trask
Wir wissen aber auch wie der arabische Frühling geendet ist, Krieg, Diktatur, Terrorismus, Leid, Tod, nichts mit Frieden, Wohlstand und Freiheit wie ihr euch das erhofft habt.

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