SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Suche:
Dead Rising 4 + 2 DLCs + Steelbook Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 59,99€ bei gameware Dead Island Definitive Edition Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 38,99€ bei gameware
08.01.2017 - 00:03 Uhr

Star Wars: Rogue One - Details zu den umfassenden Änderungen

Re-Shoots, Drehbuchänderungen - aber kein Extended Cut auf DVD/BD

Rogue One - A Star Wars Story ist das erste Spin-Off des Star Wars-Universums und nimmt somit ohnehin schon eine Sonderstellung im Kanon ein. Nur ein Jahr nach Star Wars - Episode VII - Das Erwachen der Macht, dem von Fans überwiegend positiv aufgenommenen Start der neuen Trilogie, war Rogue One vielleicht sogar der spannendere Film, weil man hier nicht einschätzen konnte, was einen erwartete. Dazu ein Cast, der Charaktere darstellte, die bisher in keinem anderen Teil auftauchten und eine große Verschwiegenheit seitens Disney.

Als sich tröpfchenweise die Informationen mehrten, dass Regisseur Gareth Edwards (Monsters, Godzilla) womöglich Probleme haben könnte, eine für die Disney-Oberen zufriedenstellende Schnittfassung herzustellen, wirkte sich diese Nervosität auch auf die massive Fangemeinde aus. Als dann noch millionenschwere Nachdrehs, auch Reshoots genannt, erfolgten und mit Tony Gilroy ein dritter Mann für den Schneideraum engagiert wurde, schwante nicht wenigen Beobachtern schon Böses.

Dabei ist es eigentlich keine Seltenheit, dass man nach den Hauptdreharbeiten im Schneideraum feststellt, dass man noch die ein oder andere Szene für den Fluss des Films benötigt und dafür nochmal Material nachdreht. Kaum ein hochbudgetierter Blockbuster kommt ohne diesen Schritt aus. Doch bei Rogue One schien das Ausmaß recht groß zu sein und das sorgte für Anspannung, auch wenn selbst Extrembeispiele wie Men in Black 3 oder das Brad Pitt-Zombiespektakel World War Z am Ende trotz großer Turbulenzen bei der Entstehung (siehe Schnittbericht) eigentlich Hoffnung machen konnten, dass das Endprodukt trotzdem gut werden kann.

Drei Wochen nach Kinostart stand Rogue One denn auch bei 817 Mio. Dollar weltweitem Einspiel, Tendenz natürlich noch steigend. Einerseits ist das letztlich dem Star Wars-Bonus geschuldet, andererseits kam filmisch am Ende auch ein mehr als ordentliches Produkt dabei heraus, das auch nicht durch negative Mundpropaganda leiden musste. Und trotzdem bleibt die Frage, was denn auf dem Weg in die Kinos noch verändert worden ist, immerhin gibt es ein paar Szenen im ersten Trailer, von denen dann im fertigen Film keine Spur davon zu finden ist. Was sagen also die Macher, nachdem sie erleichtert sein können, dass der Rubel so gut rollt?

Die Nachdrehs und was dahinter steckt

 

Da wäre zum einen das Team der drei Cutter aus dem Schneideraum, die dem Film seine endgültige Form gaben und ihn auf dem Weg dahin Tag für Tag begleitet haben. In einem Interview mit Yahoo! Movies brachten sie etwas Licht ins Dunkel. Sie sagten, dass sie zu jeder Zeit wussten, wo der Film steht und dass sie noch Dinge hinzufügen mussten:

I think everyone knew, from the offset, everything was always scheduled from day one for there to be pickups like on every film. We did exactly the same thing on ‘Monsters’, we always knew we were going to go back and do pickups, and it was the same thing with ‘Rogue One’, it was just something that was on the schedule.

Was ihnen während der Zusammenstellung des Films auffiel, war, dass die Einführung mehrerer Charaktere etwas zu abrupt geschah und die Figuren zu unvorbereitet in das Geschehen warfen. So war Jyn Erso ursprünglich zum ersten Mal bei der Befragung durch die Rebellenführung zu sehen. Bei den Nachdrehs wurde dann ihre Befreiung aus dem Gefangenentransport hinzugefügt, während Rebellenagent Cassian Andor nun mit seiner Mission eingeführt wird, in der er eine wichtige Information beschafft. Und auch der desertierte, imperiale Pilot Bodhi Rook wird auch anders vorgestellt, indem er als Geisel durch die Wüste zu Saw Gerrera geführt wird. Rückblickend macht das für die Cutter viel Sinn.

The point with the opening scenes that John was just describing was that the introductions in the opening scene, in the prologue, was always the same. Jyn’s just a little girl, so when you see her as an adult what you saw initially was her in a meeting. That’s not a nice introduction. So having her in prison and then a prison break out, with Cassian on a mission… everybody was a bit more ballsy, or a bit more exciting, and a bit more interesting.

Auch im dritten Akt mit der fast einstündigen Finalschlacht änderten sich einige Dinge. Tony Gilroy wollte dazu nicht zu viele Details preisgeben, ließ aber durchblicken, dass die Reihenfolge der Geschehnisse verändert wurde.

It changed quite a bit. The third act has a lot going on. You have like seven different action venues, the mechanics of the act changed quite a bit in terms of the characters, and I don’t want to go into too much detail about what had been there before, but it was different.

[...]

We moved some of the things that our heroes did, they were different in the original then they were as it was conceived.

Entferntes Material und die Chancen auf einen Extended Cut

 

Auf die Frage, ob es denn viel Material gebe, das als Deleted Scenes taugen würde, war die Antwort sehr eindeutig. Vielleicht zehn Minuten, aber nichts Substantielles an Szenen, da man den Film nicht aus Zeitgründen straffen musste, sondern, weil es passte, sie zu entfernen. Auch ein Extended Cut scheidet damit wohl aus, da es keine ominöse 4-Stunden-Fassung von Rogue One gebe.

John Gilroy: I don’t know. For me, no. I can’t think of anything.

Colin Goudie: There’s a handful that if people see them they’ll be like ‘oh that’s interesting’, but I don’t think there’s anything whereby you’d be like ‘why did they cut that out?’

John Gilroy: We were in a different position. It wasn’t like ‘the movie’s great, but we have to lose 10 minutes’ or whatever. It was a different situation.

[...]

I think the first assembly was not far off actual release length. Maybe 10 minutes longer? I genuinely can’t remember because that was nearly a year ago now. There’s no mythical four hour cut, it doesn’t exist.

Wie auch Ben Mendelsohn, Darsteller vom imperialen Hauptgegner Orson Krennic im Interview mit Collider verriet, wurden viele Szenen von Beginn an in verschiedenen Stimmungen und Varianten gedreht, damit man später aus einem breiten Fundus an Material schöpfen konnte. Laut Mendelsohn hätte dieser Prozess eine ganze Reihe von Szenen betroffen und letztlich wusste er nicht mal selbst, welche Gareth Edwards und Co. am Ende nehmen würden.

I heard from a lot of the people I’ve spoken to –and I could be wrong– that when you shot it they would sort of play it multiple ways on set, so that way in the editing room…

MENDELSOHN: Yep, absolutely, very much. We did have multiple, multiple ways of going at any given scenario, we had multiple readings of it. So should they ever decided to, there would be a wealth of ways of approaching these different things. And I know from having seen sort of the crucial kind of scenes throughout it, I know there’s vastly different readings of at least four of those scenes.

So in essence there’s basically a completely different version of the movie that could be played on like an alternate cut of the entire film.

MENDELSOHN: Absolutely, with enormous differences within I would’ve said 20 or 30 of the scenes.

That’s crazy.

MENDELSOHN: There really would be. There would be enormously different renderings.

 

Was hat sich beim Drehbuch verändert?

 

Eine Sache, die aber nicht während der Dreharbeiten, sondern schon während der Drehbuchphase entschieden wurde, war das Schicksal von Jyn Erso und ihren Mitstreitern. Wie Edwards EmpireOnline verriet, glaubte er anfangs nicht, dass er diese Charaktere sterben lassen könne und demnach gab es auch eine geschriebene, aber nie gefilmte Variante des Finales, in der sie überleben. Doch die Studiobosse um Lucasfilm-Präsidentin Kathy Kennedy ermutigten ihn, dass das im Storykontext durchaus Sinn mache.

“I think there was an early version [of the screenplay] — the very first version they didn’t [die] in,” he explained. “It was just assumed by us that we couldn’t [kill the cast] and they’re not gonna let us do that. So we’re trying to figure out how this ends where that doesn’t happen. And then everyone read that [first screenplay], and there was just this feeling of like, ‘They gotta die, right?’ And everyone was like, ‘Yeah, can we?’ And we thought we weren’t gonna be allowed to, but Kathy [Kennedy, Lucasfilm President] and everyone at Disney were like, ‘Yeah, makes sense.'”

Nach der Rekapitulation all dieser Informationen kann man also zu dem Fazit gelangen, dass Rogue One - A Star Wars Story glücklicherweise zu der Sorte Film gehört, die trotz einer turbulent anmutenden Produktionsgeschichte ein sehr gutes Endprodukt geworden ist. Auch, wenn die Macher und die Fans ein paar mehr Nerven lassen mussten, als sie sich zuvor wohl erhofft hatten.

Schwere Körperverletzung, Besitz gestohlener Güter, Fälschung imperialer Dokumente - Jyn Erso hat eine Reihe Schandtaten in ihrem Lebenslauf, als sie von den Rebellen angeheuert wird. Andererseits: Der Kampf gegen das Imperium wird nicht mit Samthandschuhen gewonnen, das wissen die Widerstandskämpfer um Mon Mothma. Und außerdem war Jyns Vater ... [mehr]

Kommentare

08.01.2017 00:16 Uhr - Venga
3x

Danke für den Artikel, nun wird klar, warum es so viele alternative Dialoge und Szenen in den Trailern gab.

Der Film ist - so wie er vorliegt - rundum gelungen.
Zwar weitestgehend ohne "märchenhafte" Elemente, aber genau das macht ihn IMHO so stark. Richtig gekickt hat er mich bei der zweiten Sichtung, seitdem finde ich ihn sogar besser als "Imperium".

08.01.2017 00:18 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 5
Erfahrungspunkte von naSum 400
Und dennoch bleibt mir das Gefühl nicht fern, dass einige Szenen verkürzt wurden, da einige Schnitte doch recht hart und hastig waren.

Ich nenne da nur mal die extrem aprupt endende Sequenz von Darth Vader im Bakta-Tank....

08.01.2017 00:53 Uhr - seher
Erklärt aber immer noch nicht ganz das hier:

https://www.amazon.de/Rogue-One-beinhaltet-zus%C3%A4tzliche-Szenen/dp/B01MXY9WQR/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1483833072&sr=8-4&keywords=rogue+one


08.01.2017 01:11 Uhr - Freeman
5x
User-Level von Freeman 10
Erfahrungspunkte von Freeman 1.480
Äußerst interessant. Die ganze "Nervosität" zwecks den Nachdrehs also völlig umsonst. Schön zu wissen.

Was ich mich bloß frage, warum hier bei einem derzeit noch im Kino laufenden Film, so ganz ohne Spoiler Warnung, das Ableben der Hauptcharaktere herausposaunt wird? Wenn ein User hier in den Kommentaren aus einem z.Bsp. 5 Jahre alten Film essenzielle Dinge spoilert ohne Vorwarnung, wird er teilweise derart gerügt dass die Schwarte kracht!

Wenn, dann gleiches Unrecht für alle bitte. 😉

08.01.2017 01:40 Uhr - 10Vorne
Ein Film über ein militärisches Kommando, in dem ALLE von den Guten überleben, ist so gut wie undenkbar, das nimmt dem Feind komplett die Bedrohlichkeit und geht in Richtung Kinderfilm. Aber (ich sags jetzt einfach mal obwohl oben schon alles ausposaunt wurde ab hier SPOILER) eine Fassung, in der das zentrale Pärchen überlebt hätte, hätte schon Sinn gemacht, und ich glaube fast, die Fassung hätte auch noch ein paar Dollar mehr eingespielt. Das Ende ist zwar denkwürdig, aber eben auch nicht ganz starwarsmäßig, so wie es ist.

08.01.2017 02:51 Uhr - DARKHERO
1x
08.01.2017 01:11 Uhr schrieb Freeman

Was ich mich bloß frage, warum hier bei einem derzeit noch im Kino laufenden Film, so ganz ohne Spoiler Warnung, das Ableben der Hauptcharaktere herausposaunt wird? Wenn ein User hier in den Kommentaren aus einem z.Bsp. 5 Jahre alten Film essenzielle Dinge spoilert ohne Vorwarnung, wird er teilweise derart gerügt dass die Schwarte kracht!


Danke für den Spoiler, habe den Film noch nicht gesehen und den Artikel nicht gelesen um nicht gespoilert zu werden, das wurde ich aber nun durch deinen Kommentar...dabei wollte ich nur die Meinungen zu den Film lesen und deinen Spoiler hast du rausgehauen ohne ihn vorher als Spoiler anzukündigen...

08.01.2017 03:34 Uhr - Freeman
3x
User-Level von Freeman 10
Erfahrungspunkte von Freeman 1.480
@ DARKHERO

Du hast recht, was meinen Kommentar angeht. Mea Culpa. 😔
Ich habe den Film auch noch nicht gesehen. Allerdings besuche ich diese Seite wegen der Informationen und News zu Filmen & Co. und nicht wegen Kommentaren und Meinungen. Für letzteres gibt es hier Reviews und jede Menge Foren. Ist aber trotzdem keine Entschuldigung für meinen Lapsus. Sorry nochmals.

08.01.2017 04:53 Uhr - Laughing Vampire
10x
DB-Helfer
User-Level von Laughing Vampire 5
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
@Freeman: Da gibt's doch nichts zu entschuldigen. Normalerweise liest man einen Artikel zuerst umd anschließend die Kommentare, die sich in der Regel auch genau darauf beziehen. Darkhero ist selber schuld.
Das ganze Trara um Spoiler allgemein finde ich ja auch eher kindisch, aber was soll's, das soll jeder handhaben wie er möchte. Nach dem Erscheinen eines Films/Buchs/was auch immer sollte man dann aber Foren und Homepages allgemein bitte meiden.

Eine gut erzählte Geschichte läßt sich durch so etwas ohnehin nicht vermiesen, da bei ihr der Weg das Ziel ist, finde ich.

08.01.2017 06:05 Uhr - KKinski
User-Level von KKinski 1
Erfahrungspunkte von KKinski 24
Ich hätter gern die ein oder andere Szene aus dem Trailer drin gehabt. Ich glaube, dass der Film politischer war, als es Disney gepasst hat. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen und das aufgrund des Trailers, dass der Film düsterer war. Einige Szenen haben doch sehr an Vietnamkriegsfilme erinnert. Was die gezeigte Gewalt anging, könnte man auch glauben, dass da etwas fehlt. Der Film war sehr blutleer. Das war ok, ich war mit meinem Sohn drin. Allein hätte ich mich vielleicht schon gefragt ob der Film so harmlos sein muss. Das hat irgendwie nicht so ganz zur Handlung gepasst.

08.01.2017 06:43 Uhr - Der Todesking
User-Level von Der Todesking 1
Erfahrungspunkte von Der Todesking 8
08.01.2017 04:53 Uhr schrieb Laughing Vampire
@Freeman: Da gibt's doch nichts zu entschuldigen. Normalerweise liest man einen Artikel zuerst umd anschließend die Kommentare, die sich in der Regel auch genau darauf beziehen. Darkhero ist selber schuld.
Das ganze Trara um Spoiler allgemein finde ich ja auch eher kindisch, aber was soll's, das soll jeder handhaben wie er möchte. Nach dem Erscheinen eines Films/Buchs/was auch immer sollte man dann aber Foren und Homepages allgemein bitte meiden.

Eine gut erzählte Geschichte läßt sich durch so etwas ohnehin nicht vermiesen, da bei ihr der Weg das Ziel ist, finde ich.

+1

08.01.2017 07:06 Uhr - babyface
2x
Rogue One gefiel mir besser als Das Erwachen der Macht,aber Geschmäcker sind nun mal verschieden....
War ja fast ein richtiger Kriegsfilm, war im Kino extrem überrascht.
Die 3D Effekte fand ich auch besser als beim Star Wars letztes Jahr, wurde der in 3D gedreht oder nachkonvertiert?

08.01.2017 08:14 Uhr - Martyrs666
DB-Helfer
User-Level von Martyrs666 4
Erfahrungspunkte von Martyrs666 285
08.01.2017 06:05 Uhr schrieb KKinski
Ich hätter gern die ein oder andere Szene aus dem Trailer drin gehabt. Ich glaube, dass der Film politischer war, als es Disney gepasst hat. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen und das aufgrund des Trailers, dass der Film düsterer war. Einige Szenen haben doch sehr an Vietnamkriegsfilme erinnert. Was die gezeigte Gewalt anging, könnte man auch glauben, dass da etwas fehlt. Der Film war sehr blutleer. Das war ok, ich war mit meinem Sohn drin. Allein hätte ich mich vielleicht schon gefragt ob der Film so harmlos sein muss. Das hat irgendwie nicht so ganz zur Handlung gepasst.

Ich fands schon ein Wunder wie düster das Ende war. Hätte gedacht, dass Disney da mehr die Daumen draufhält. Das der Film nicht explizit gewalttätig ist, war, trotz Kriegsfilmthematik, von vornherein klar und bestimmt auch nie geplant gewesen. Es ist schließlich immer noch ein Star-Wars-Film, und ich bin mir sicher, dass entsprechende Szenen nie gedreht wurden.

08.01.2017 09:56 Uhr - Eisenherz
5x
Das hätte ich vorher zwar nicht unbedingt gedacht, aber Star Wars scheint bei Disney in recht guten Händen zu sein. Die scheinen durchaus die Balance zwischen den anzusprechenden Altersgruppen hinzubekommen, ohne dass es zu stark nach oben oder unten ausfranzt. Und so sollte Star Wars doch sein! Ein Franchise für alt und jung, in dem jeder Zuschauer auf seine Kosten kommt. Ergo so wie die alte Trilogie.

Dass Lucas das Franchise verkauft hat, war wohl das Beste, was passieren konnte. Der hätte es ja fast vollständig ruiniert, denn die oben genannte Balance war ihm bekanntlich komplett aus dem Ruder gelaufen. Er scheint nie wirklich kapiert zu haben, warum die Ewoks (die trotz ihrer Kindlichkeit als kulturelle Wesen respektvoll behandelt wurden )funktionieren, ein Binks (der einfach nur stumpf bescheuert ist) aber nicht.

08.01.2017 11:07 Uhr - marx1201
Rogue One - A Star Wars Story ist das erste Spin-Off des Star Wars-Universums

Das stimmt so nicht, es gibt ja auch noch die zwei Ewok Solo Filme. Die möchte man zwar auch schnell wieder vergessen aber Spin Offs sind es trotzdem.

Mir hat Rogue One durchaus gut gefallen, auch wenn man bei ein paar Szenen merkt, dass da irgendwas fehlt.

Als Beispiel: Was war das für ein Oktopusmonster, dass die Gedanken lesen konnte und wieso hat Bodhi Rook nur ganz kurz Folgeschäden und danach ist es, als wäre nie etwas passiert?

08.01.2017 11:40 Uhr - kolwe-x
4x
Ich weiß nicht warum, aber den Hype um diesen Film verstehe ich nicht wirklich.
Die Erwartungen als ich ins Kino ging waren, geschuldet durch die ganzen positiven Kritiken, extrem hoch und schon nach 30 Minuten wusste ich, dass ich mit diesem Film nicht mehr warm werde.
Das lag vor allem an hektischen Schnitten, dauernden neuen Figuren und Planeten und an extreme Längen.
Einige Figuren waren für die Handlung überhaupt nicht mehr wichtig, vor allem Saw Gerrera hätte man im Endprodukt eigentlich nicht mehr gebraucht, denn er war unwichtig für die Gesamthandlung! Auch die kurzen Szenen mit Vader konnten da bei mir nicht mehr viel raushauen.

Alles in allem war der Film für mich jedenfalls die Enttäuschung 2016 und ich hatte mich wirklich darauf gefreut, denn ich fand Episode 7 einfach nur Bombe. Rogue One... Overhyped bis zum geht nicht mehr! Sorry Disney das war nix!

08.01.2017 12:13 Uhr - Alastor
1x
Das letzte Drittel rettet den Film für mich gerade noch, der Anfang ist sehr hektisch, wie in Warcraft wird man mit Locations bombardiert und bei den Charakteren musste ich an Suicide Squad denken, auch dort gab es Mitglieder die einfach nur Dekoration waren.
Meinem Vorredner stimme ich bezüglich Saw Gerrera zu.
Es ist schade dass dieser vielversprechenddeHandlungsstrang letztenendes nur verschwendete Zeit ist.

Aber im letzten drittel fährt der Film dafür ordentlich auf.

08.01.2017 13:01 Uhr - turnstile67
Das stimmt so nicht, es gibt ja auch noch die zwei Ewok Solo Filme. Die möchte man zwar auch schnell wieder vergessen aber Spin Offs sind es trotzdem.


@Marx1201:Auch DAS stimmt leider nicht. Die beiden Ewoks-Filme sind für's TV konzipiert + gedreht worden. Daher trifft der Begriff "Spin-Of" inerhalb der Kino-Saga hier nicht zu. Und auch nur im europäischen Raum kamen die in die Kinos. Im Rest der Welt nicht...

08.01.2017 14:08 Uhr - Mc Claud
08.01.2017 11:40 Uhr schrieb kolwe-x
Ich weiß nicht warum, aber den Hype um diesen Film verstehe ich nicht wirklich.
Die Erwartungen als ich ins Kino ging waren, geschuldet durch die ganzen positiven Kritiken, extrem hoch und schon nach 30 Minuten wusste ich, dass ich mit diesem Film nicht mehr warm werde.
Das lag vor allem an hektischen Schnitten, dauernden neuen Figuren und Planeten und an extreme Längen.
Einige Figuren waren für die Handlung überhaupt nicht mehr wichtig, vor allem Saw Gerrera hätte man im Endprodukt eigentlich nicht mehr gebraucht, denn er war unwichtig für die Gesamthandlung! Auch die kurzen Szenen mit Vader konnten da bei mir nicht mehr viel raushauen.

Alles in allem war der Film für mich jedenfalls die Enttäuschung 2016 und ich hatte mich wirklich darauf gefreut, denn ich fand Episode 7 einfach nur Bombe. Rogue One... Overhyped bis zum geht nicht mehr! Sorry Disney das war nix!


Das sehe ich genauso. Das einzigste positive ist wenn man es so nennen will:Es gibt kein Happy End das gab es bei Disney soweit ich mich erinnern kann noch nie!

08.01.2017 14:49 Uhr - Baysongor
1x
der film war ist schlichtweg fanservice ohne ende. natürlich ist genau das das was die meisten star wars fans ohnehin sehen wollen. jay (oder rich?) von RLM hat es ja sehr treffend als "star wars porno" bezeichnet. und wenn man vom fanservice absieht, bleibt genauso wie bei pornos nicht sehr viel story und charakterzeichnung über, aber es stellt eben die "bedürfnisse" vieler star wars fans zufrieden.

08.01.2017 15:03 Uhr - Eisenherz
08.01.2017 14:08 Uhr schrieb Mc Claud

Das sehe ich genauso. Das einzigste positive ist wenn man es so nennen will:Es gibt kein Happy End das gab es bei Disney soweit ich mich erinnern kann noch nie!


Stimmt nicht ganz. Erinnere dich mal an Disneys "Düstere Phase" in den 80ern, als man orientierungslos Filme wie "Das schwarze Loch" produzierte. Dessen Mindfuck-Ende ist ja bis heute noch übel finster.

Das war eine wirklich untypische Disney-Ära ... und wohl auch eine ihrer filmisch stärksten Zeiten, rückblickend betrachtet. Aus der Zeit stammt ja zum Beispiel auch "Tron".

08.01.2017 16:31 Uhr - muffin
1x
Star Wars: Rogue One war der Film den ich mir vom 7. Teil versprochen hatte, danke für den tollen Artikel!

08.01.2017 17:54 Uhr - kroenen77
2x
Rogue One war eine grosse Enttäuschung für mich.Die ersten 2 Drittel schnarchlangweilig und im letzten Drittel übertrieben viel Action ohne Herz und Emotionen.
Der einzige Lichtblick war Vaders Szene ganz zum Schluss.Aber da hatte der Film ja schon verloren.:-(

08.01.2017 19:11 Uhr - deNiro
5x
DB-Helfer
User-Level von deNiro 5
Erfahrungspunkte von deNiro 305
Klasse Film!
Für viele scheint es mittlerweile überraschenderweise fast schon eine Selbstverständlichkeit zu sein dass das Star Wars Feeling so toll eingefangen wurde. Einige scheinen doch tatsächlich schon die "Debakel-Filme" der letzten Dekade vergessen zu haben. Allein dafür verdient Edwards meinen Respekt. Dazu kommt in meinen Augen eine grandios gefilmte Erweiterung des Star- Wars Universums mit durchweg sympathischen Protagonisten, zwei denkwürdige Auftritte des schwarz ummantelten Lieblings-Fieslings, und einer tollen schauspielerischen Leistung aller. Der Film greift geschickt und nahtlos einen kleinen Teil (die Erbeuten der Pläne des 1. Todesstern) heraus und würzt diese mit Tragik und einer Menge Action!

Wer sich an Mon Mothma Briefing zu den Angriffsplänen auf den zweiten Todesstern in "Return of the Jedi"erinnert, wusste wohl instinktiv das es für diese Mission wohl keine Überlebenden geben wird. Für mich passt das dramatische Unhappy-End deshalb perfekt! Und so wurde ich über die gesamte Laufzeit grandios in 3D unterhalten!

08.01.2017 19:14 Uhr - C0rey Tayl0r
6x
08.01.2017 17:54 Uhr schrieb kroenen77
Rogue One war eine grosse Enttäuschung für mich.Die ersten 2 Drittel schnarchlangweilig und im letzten Drittel übertrieben viel Action ohne Herz und Emotionen.
Der einzige Lichtblick war Vaders Szene ganz zum Schluss.Aber da hatte der Film ja schon verloren.:-(


Kann ich gar nicht nachvollziehen. Die Charaktere werden gut eingeführt und sind nachvollziehbar, die Schlacht unterhält sehr gut und erinnert an die alten Filme und die Emotionen werden ebenfalls gut rüber grbracht.

Was hättest du denn anders gewollt?

08.01.2017 21:11 Uhr - Alastor
1x
Gerade an guten Charakteren mangelt es.
Han Solos Charakter z.b. wurde von der ersten Sekunde an durch sein Auftreten definiert, so etwas fehlt hier einfach, auch an der Einbindung hapert es.
Chirrut Imwe ist ähnlich schwach in die Handlung integriert wie Killer Croc in Suicide Squad.

08.01.2017 21:33 Uhr - KKinski
1x
User-Level von KKinski 1
Erfahrungspunkte von KKinski 24
08.01.2017 08:14 Uhr schrieb Martyrs666
08.01.2017 06:05 Uhr schrieb KKinski
Ich hätter gern die ein oder andere Szene aus dem Trailer drin gehabt. Ich glaube, dass der Film politischer war, als es Disney gepasst hat. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen und das aufgrund des Trailers, dass der Film düsterer war. Einige Szenen haben doch sehr an Vietnamkriegsfilme erinnert. Was die gezeigte Gewalt anging, könnte man auch glauben, dass da etwas fehlt. Der Film war sehr blutleer. Das war ok, ich war mit meinem Sohn drin. Allein hätte ich mich vielleicht schon gefragt ob der Film so harmlos sein muss. Das hat irgendwie nicht so ganz zur Handlung gepasst.

Ich fands schon ein Wunder wie düster das Ende war. Hätte gedacht, dass Disney da mehr die Daumen draufhält. Das der Film nicht explizit gewalttätig ist, war, trotz Kriegsfilmthematik, von vornherein klar und bestimmt auch nie geplant gewesen. Es ist schließlich immer noch ein Star-Wars-Film, und ich bin mir sicher, dass entsprechende Szenen nie gedreht wurden.


Also in Star-Wars Episode IV (offizielle Lucaszählung) wimmelt es von expliziten Gewalttätigkeiten, auch gibt es in SW immer mal wieder abgehackte Hände. Die aktuelle Freigabe von ab 6 für Ep. IV halte ich persönlich auch für sehr gewagt, von zerstörten Planeten mit Millionen von Einwohnern und einem Todesstern mit voller Besatzung, der unter Jubelgeschrei in die Luft gejagt wird. Gibt da sicherlich sinnvolleres was 6jährige schauen können, ohne dass es pädagogisch wird, z.B. Pippi Langstrumpf.

08.01.2017 21:35 Uhr - Evil Dawn
2x
08.01.2017 21:11 Uhr schrieb Alastor
Gerade an guten Charakteren mangelt es.
Han Solos Charakter z.b. wurde von der ersten Sekunde an durch sein Auftreten definiert, so etwas fehlt hier einfach, auch an der Einbindung hapert es.
Chirrut Imwe ist ähnlich schwach in die Handlung integriert wie Killer Croc in Suicide Squad.


Und das kann ich so gar nicht bestätigen. Gerade Orson Krennic finde ich wird durch sein Auftreten definiert. Du hast da eben Han Solo als allgemeines Beispiel genommen. Mich für meinen Teil hat der Film und seine Charaktere mitgerissen. Man kann aber auch aus allem eine Wissenschaft machen. Umgekehrt fand ich z.B. Episode 7 megaschwach. Aber ich finde ja auch Episode 1-3, mit denen ich aufgewachsen bin, besser, als die mMn langweilige und unspektakuläre Original Trilogie.
Ehrlich gesagt verstehe ich auch die Aufregung um Jar Jar Binks und die Ewoks (in Ep. 6) oder eben das CGI (Ep. 1-3) überhaupt nicht. Ein Science Fiction Film darf ruhig CGI, sowie surreal überzeichnete Charaktere beinhalten.

09.01.2017 09:46 Uhr - Stoi
08.01.2017 11:07 Uhr schrieb marx1201
Rogue One - A Star Wars Story ist das erste Spin-Off des Star Wars-Universums


Wieso wird ROGUE ONE überhaupt als SpinOff behandelt?
Der spielt doch exakt zwischen Episode III und IV.
Ein SpinOff ist für mich eine neue und vor allem unabhängige Geschichte in einem schon bekannten Filmuniversum - oft mit den selben Locations und Schauspielern.
Wie eben BETTER CALL SAUL im Universum BREAKING BAD oder der alte Cop-Thriller DIE SEVEN UPS mit Roy Schneider im FRENCH CONNECTION-Universum spielen.
ROUGE ONE ist doch eigentlich Episode 3,5.

09.01.2017 13:39 Uhr - Fu_Sheng2007
Ich fand einige Todesszenen etwas seltsam und monoton (tot durch Explosionen, statt erschossen).

09.01.2017 14:06 Uhr - filmcollector
1x
Wenn man "Erwachen der Macht" so richtig scheiße fand, kann man sich den hier dann gleich sparen?

09.01.2017 14:13 Uhr - alraune666
08.01.2017 02:51 Uhr schrieb DARKHERO
08.01.2017 01:11 Uhr schrieb Freeman

Was ich mich bloß frage, warum hier bei einem derzeit noch im Kino laufenden Film, so ganz ohne Spoiler Warnung, das Ableben der Hauptcharaktere herausposaunt wird? Wenn ein User hier in den Kommentaren aus einem z.Bsp. 5 Jahre alten Film essenzielle Dinge spoilert ohne Vorwarnung, wird er teilweise derart gerügt dass die Schwarte kracht!


Danke für den Spoiler, habe den Film noch nicht gesehen und den Artikel nicht gelesen um nicht gespoilert zu werden, das wurde ich aber nun durch deinen Kommentar...dabei wollte ich nur die Meinungen zu den Film lesen und deinen Spoiler hast du rausgehauen ohne ihn vorher als Spoiler anzukündigen...


Was wurde denn gespoilert? Das einen Haupcharakter in einem actionhaltigen Film das Zeitliche segnet ist zu erwarten oder zu befuerchten. Ich habe ihn noch nicht gesehen und sehe da jetzt keinen Spoiler im Kommentar, da er nicht sagt wer ins Gras beisst ... also neutrale Ausgangslage beim Schauen. Du hast dann aber auch nochmal gespoilert, da nochmal hervorgehoben!

09.01.2017 14:16 Uhr - alraune666
09.01.2017 09:46 Uhr schrieb Stoi
08.01.2017 11:07 Uhr schrieb marx1201
Rogue One - A Star Wars Story ist das erste Spin-Off des Star Wars-Universums


Wieso wird ROGUE ONE überhaupt als SpinOff behandelt?
Der spielt doch exakt zwischen Episode III und IV.
Ein SpinOff ist für mich eine neue und vor allem unabhängige Geschichte in einem schon bekannten Filmuniversum - oft mit den selben Locations und Schauspielern.
Wie eben BETTER CALL SAUL im Universum BREAKING BAD oder der alte Cop-Thriller DIE SEVEN UPS mit Roy Schneider im FRENCH CONNECTION-Universum spielen.
ROUGE ONE ist doch eigentlich Episode 3,5.


Spin off wohl weil er nicht zu den damals in den 70ern von Lucas geplanten 9 Teilen gehoert aber im gleichen Universum angesiedelt ist.

09.01.2017 16:49 Uhr - Stoi
09.01.2017 14:16 Uhr schrieb alraune666
Spin off wohl weil er nicht zu den damals in den 70ern von Lucas geplanten 9 Teilen gehoert aber im gleichen Universum angesiedelt ist.

Danke, SpinOff wäre für mich trotzdem für ROGUE ONE der falsche Begriff.
Hat ERWACHEN DER MACHT überhaupt noch was mit Lucas Grundidee gemein - also basiert das Drehbuch überhaupt auf den Treatments bzw. Ideen von Lucas?
Ein wirkliches SpinOff wären für mich z.B. die Jugendabenteuer von Han Solo, wie er Schmuggler wurde und bevor auf die bekannten Helden trifft.

09.01.2017 17:38 Uhr - seher
09.01.2017 14:13 Uhr schrieb alraune666
08.01.2017 02:51 Uhr schrieb DARKHERO
08.01.2017 01:11 Uhr schrieb Freeman

Was ich mich bloß frage, warum hier bei einem derzeit noch im Kino laufenden Film, so ganz ohne Spoiler Warnung, das Ableben der Hauptcharaktere herausposaunt wird? Wenn ein User hier in den Kommentaren aus einem z.Bsp. 5 Jahre alten Film essenzielle Dinge spoilert ohne Vorwarnung, wird er teilweise derart gerügt dass die Schwarte kracht!


Danke für den Spoiler, habe den Film noch nicht gesehen und den Artikel nicht gelesen um nicht gespoilert zu werden, das wurde ich aber nun durch deinen Kommentar...dabei wollte ich nur die Meinungen zu den Film lesen und deinen Spoiler hast du rausgehauen ohne ihn vorher als Spoiler anzukündigen...


Was wurde denn gespoilert? Das einen Haupcharakter in einem actionhaltigen Film das Zeitliche segnet ist zu erwarten oder zu befuerchten. Ich habe ihn noch nicht gesehen und sehe da jetzt keinen Spoiler im Kommentar, da er nicht sagt wer ins Gras beisst ... also neutrale Ausgangslage beim Schauen. Du hast dann aber auch nochmal gespoilert, da nochmal hervorgehoben!


"...war das Schicksal von Jyn Erso und ihren Mitstreitern. Wie Edwards EmpireOnline verriet, glaubte er anfangs nicht, dass er diese Charaktere sterben lassen könne..."

Im Text ist nicht die Rede von einem Hauptcharakter.

09.01.2017 19:20 Uhr - hardcore1982
1x
Wieso wundern sich denn alle das Disney auch erwachsen kann? Über Jahre wurden über tochterunternehmen auch Filme eher für Erwachsene gedreht. Der Konzern Disney ist schon sehr lange viel viel mehr als nur Trickfilm und kinderunterhaltung. Zumal ich ja zusätzlich auch der Meinung bin die alten Disney Filme selbst sind eh für alle Zielgruppen gemacht, tolle Filme und Klassiker. Da fällt mir auch gerade ein relativ gewagter Film aus dem Hause Disney ein, who framed Roger Rabbit. Ich fand Rogue One richtig klasse im Kino musste ihn mir dann auch gleich 2 mal geben.

09.01.2017 21:24 Uhr - kroenen77
09.01.2017 14:06 Uhr schrieb filmcollector
Wenn man "Erwachen der Macht" so richtig scheiße fand, kann man sich den hier dann gleich sparen?


Ich fand Episode 8 um Welten besser.Von daher könnte Rogue One was für dich sein.;-)

10.01.2017 06:13 Uhr - nivraM
DB-Helfer
User-Level von nivraM 9
Erfahrungspunkte von nivraM 1.151
Habe den Kommentar von Stoi aus Versehen gemeldet. Bitte ignorieren.

09.01.2017 16:49 Uhr schrieb Stoi
Ein wirkliches SpinOff wären für mich z.B. die Jugendabenteuer von Han Solo, wie er Schmuggler wurde und bevor auf die bekannten Helden trifft.


Tatsächlich ist genau so ein Film gerade in der Mache:
http://diepresse.com/home/kultur/film/4903337/Star-Wars_Die-lange-Suche-nach-dem-jungen-Han-Solo-ist-vorueber?gal=4903337&index=1&direct=&_vl_backlink=&popup=

10.01.2017 07:04 Uhr - mondkrank
3x
08.01.2017 02:51 Uhr schrieb DARKHERO
Danke für den Spoiler, habe den Film noch nicht gesehen und den Artikel nicht gelesen um nicht gespoilert zu werden..


Das Thema wurde von Laughing Vampire zwar schon passend adressiert, bei sowas hüpfen mir meine zwei Cent aber derart gewaltig in der Tasche, dass ich mich dazu noch einmal äußern möchte. Keine fünf Zentimeter unter dem Kommentarfeld sind die Spoiler Regeln dargelegt. Bei Schnittberichten sind diese explizit erlaubt. Bei einem Artikel über die erstrebte Schnittfassung des Films, muss man kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erahnen, dass genau das hier der Fall ist. Hättest du dein Gehirn vorher eingeschaltet, wäre dir dieser selbstverschuldete Fauxpas nicht passiert. Hätte Gareth Edwards ein Ende gedreht, bei dem einige Rebellen überleben und dann Szenen nachdrehen lassen, bei dem alle Rebellen umkommen, wäre das zwangsläufig in den Kommentarstrecken besprochen worden. Es war also wenig schlau, sich drei Wochen nach Kinostart diesem Risiko auszusetzen. Dieser Trend, sich unbedarft zu verhalten und seinen Ärger dann direkt Dritten in die Schuhe zu schieben, ist ärgerlich und du solltest es besser wissen. Ich hoffe, dass dir das eine Lektion war. Hut ab vor Freeman, der die Größe besaß, sich dafür zu entschuldigen, dass er dir vermeintlich den Spaß geraubt habe damit.

Zum Film:

Mich hat Rogue One schwer begeistert. Allerdings war mir im Kino schon klar, dass die erstaunlich ruhige und in Teilen durchaus reduzierte Art des Films bei einigen Feingeistern zu Schnarchattacken führen wird, was sich hier weitestgehend auch bestätigt hat. Ich habe schon mehrfach gelesen, dass vielen Leuten das letzte Drittel besonders gut gefällt und die Entwicklungen davor als zu langweilig empfunden wurden. Tatsächlich hat mich das letzte Drittel deshalb begeistert, weil seit Episode 6 kein SW Teil mehr eine derart epische Weltraumschlacht auf die Beine gestellt hat. Mit Hinblick auf die Tatsache, dass dieser von 1983 war, ist das für mich eine längst überfällige Erleichterung gewesen. Die Stärke des Films war für mich davon aber nicht abhängig, im Gegenteil. Die bunten Prequels und phasenweise auch Episode 7, lassen sich optisch einfach schwer in die düstere Ur-Trilogie einordnen, um es freundlich auszudrücken. Dass Edwards das 200 Mio. Budget dafür genutzt hat, den Ton der Ur-Trilogie zu treffen, ohne zu sehr auf die Zirkus Tube zu drücken, kann ich ihm als Fan der alten Teile gar nicht genug anrechnen. Die Atmosphäre des Film ist gekonnt auf die alten Teile abgestimmt, wer zu diesen keinen Bezug hat, mag sich gelangweilt haben, das kann ich tatsächlich nicht beurteilen.

Ein weiterer Punkt, der dem Film angekreidet wurde, war die angeblich zu gering gezeichnete Charaktertiefe. Das ist ja ein Standard heutzutage, den selbsternannte Cineasten zu gerne aus dem Ärmel schütteln. Bei Rogue One sehe ich das aber im Kontext. Im Gegensatz zu den SW Mehrteilern oder ganz anderen Genres, wie reinen Dramen, die gut daran tun, ihre Figuren so transparent einzuführen, dass die späteren Abläufe ihre Intentionen widerspiegeln, war es im Rahmen einer reinen Vorgeschichte mMn schlau, dies hier nicht zu übertreiben. Es handelt sich hier schließlich um eine Gruppe schnell rekrutierter War Expandables. Wen juckt es, ob ein Stormtrooper Cassian Andors Oma mit einem Blaster die Frisur versengt hat oder Bodhi Rook bei seiner Zeit beim Imperium die Klos schrubben musste. Die Zeit ist knapp und das Ziel ist klar und die loyalsten Freiheitskämpfer schließen sich dem Auftrag an. Im Krieg ist das gemeinsame Ziel das bindende Element und nicht eine illustre Vergangenheit. Dies wird durch die schnelle Schnittfolge exzellent untermauert. Es ist keine Zeit für Sentimentalitäten, die Zeit drängt, der Preis eines Rückschlags ist für alle Beteiligten zu hoch.

Das Sahnehäubchen war für mich dann noch der großartige Übergang zu Episode 4, mit dem sich der Film für seinen betriebenen Throwback-Style Aufwand selber belohnt. Ich bereue jetzt regelrecht, dass es die Ur-Trilogie offiziell nur als Mpeg2 kodierte Laserdisc Kopie auf DVD gibt. Dass ich mit diesen Gedanken aus dem Film ging, ist für mich ein weiteres Zeichen seiner Güte gewesen und ein dickes Trostpflaster für die hanebüchenen Prequels, mit Küsschen drauf.

Gr. mond

10.01.2017 11:25 Uhr - deNiro
2x
DB-Helfer
User-Level von deNiro 5
Erfahrungspunkte von deNiro 305
10.01.2017 07:04 Uhr schrieb mondkrank
08.01.2017 02:51 Uhr schrieb DARKHERO
Danke für den Spoiler, habe den Film noch nicht gesehen und den Artikel nicht gelesen um nicht gespoilert zu werden..


Zum Film:

Mich hat Rogue One schwer begeistert. Allerdings war mir im Kino schon klar, dass die erstaunlich ruhige und in Teilen durchaus reduzierte Art des Films bei einigen Feingeistern zu Schnarchattacken führen wird, was sich hier weitestgehend auch bestätigt hat. Ich habe schon mehrfach gelesen, dass vielen Leuten das letzte Drittel besonders gut gefällt und die Entwicklungen davor als zu langweilig empfunden wurden. Tatsächlich hat mich das letzte Drittel deshalb begeistert, weil seit Episode 6 kein SW Teil mehr eine derart epische Weltraumschlacht auf die Beine gestellt hat. Mit Hinblick auf die Tatsache, dass dieser von 1983 war, ist das für mich eine längst überfällige Erleichterung gewesen. Die Stärke des Films war für mich davon aber nicht abhängig, im Gegenteil. Die bunten Prequels und phasenweise auch Episode 7, lassen sich optisch einfach schwer in die düstere Ur-Trilogie einordnen, um es freundlich auszudrücken. Dass Edwards das 200 Mio. Budget dafür genutzt hat, den Ton der Ur-Trilogie zu treffen, ohne zu sehr auf die Zirkus Tube zu drücken, kann ich ihm als Fan der alten Teile gar nicht genug anrechnen. Die Atmosphäre des Film ist gekonnt auf die alten Teile abgestimmt, wer zu diesen keinen Bezug hat, mag sich gelangweilt haben, das kann ich tatsächlich nicht beurteilen.

Ein weiterer Punkt, der dem Film angekreidet wurde, war die angeblich zu gering gezeichnete Charaktertiefe. Das ist ja ein Standard heutzutage, den selbsternannte Cineasten zu gerne aus dem Ärmel schütteln. Bei Rogue One sehe ich das aber im Kontext. Im Gegensatz zu den SW Mehrteilern oder ganz anderen Genres, wie reinen Dramen, die gut daran tun, ihre Figuren so transparent einzuführen, dass die späteren Abläufe ihre Intentionen widerspiegeln, war es im Rahmen einer reinen Vorgeschichte mMn schlau, dies hier nicht zu übertreiben. Es handelt sich hier schließlich um eine Gruppe schnell rekrutierter War Expandables. Wen juckt es, ob ein Stormtrooper Cassian Andors Oma mit einem Blaster die Frisur versengt hat oder Bodhi Rook bei seiner Zeit beim Imperium die Klos schrubben musste. Die Zeit ist knapp und das Ziel ist klar und die loyalsten Freiheitskämpfer schließen sich dem Auftrag an. Im Krieg ist das gemeinsame Ziel das bindende Element und nicht eine illustre Vergangenheit. Dies wird durch die schnelle Schnittfolge exzellent untermauert. Es ist keine Zeit für Sentimentalitäten, die Zeit drängt, der Preis eines Rückschlags ist für alle Beteiligten zu hoch.

Das Sahnehäubchen war für mich dann noch der großartige Übergang zu Episode 4, mit dem sich der Film für seinen betriebenen Throwback-Style Aufwand selber belohnt. Ich bereue jetzt regelrecht, dass es die Ur-Trilogie offiziell nur als Mpeg2 kodierte Laserdisc Kopie auf DVD gibt. Dass ich mit diesen Gedanken aus dem Film ging, ist für mich ein weiteres Zeichen seiner Güte gewesen und ein dickes Trostpflaster für die hanebüchenen Prequels, mit Küsschen drauf.

Gr. mond


Na da sind wir doch mal einer Meinung;)) Zustimmung in allen Punkten! Auch ich verstehe die Kritik nach vertiefender Charakterzeichnung nicht wirklich. Für mich hat Edwards die limitierte Zeit konsequent und optimal genutzt. Detailliertere Zeichnungen wären in diesem Falle wohl eher kontraproduktiv und hätten zu unnötigen Längen geführt.

10.01.2017 20:17 Uhr - Alastor
1x
10.01.2017 07:04 Uhr schrieb mondkrank
Ein weiterer Punkt, der dem Film angekreidet wurde, war die angeblich zu gering gezeichnete Charaktertiefe. Das ist ja ein Standard heutzutage, den selbsternannte Cineasten zu gerne aus dem Ärmel schütteln. Bei Rogue One sehe ich das aber im Kontext. Im Gegensatz zu den SW Mehrteilern oder ganz anderen Genres, wie reinen Dramen, die gut daran tun, ihre Figuren so transparent einzuführen, dass die späteren Abläufe ihre Intentionen widerspiegeln, war es im Rahmen einer reinen Vorgeschichte mMn schlau, dies hier nicht zu übertreiben. Es handelt sich hier schließlich um eine Gruppe schnell rekrutierter War Expandables. Wen juckt es, ob ein Stormtrooper Cassian Andors Oma mit einem Blaster die Frisur versengt hat oder Bodhi Rook bei seiner Zeit beim Imperium die Klos schrubben musste. Die Zeit ist knapp und das Ziel ist klar und die loyalsten Freiheitskämpfer schließen sich dem Auftrag an. Im Krieg ist das gemeinsame Ziel das bindende Element und nicht eine illustre Vergangenheit. Dies wird durch die schnelle Schnittfolge exzellent untermauert. Es ist keine Zeit für Sentimentalitäten, die Zeit drängt, der Preis eines Rückschlags ist für alle Beteiligten zu hoch.


Charakterzeichnung braucht nicht viel Zeit und besteht auch nicht aus langen Rückblenden und Beleuchtungen der Vergangenheit jeder einzelnen Figur.
Han Solo hatte nichts dergleichen aber dennoch einen klar definierten Charakter, selbiges gilt auch für Luke, Leia und Obi-Wan. Die Marien Truppe aus Aliens ist auch ein gutes Beispiel, Vorgschichte und Charakterzeichnung sind nicht das selbe.
Das mit dem bindenden Element ist auch so ne Sache, es gab kaum ne Bindung zwischen den Figuren.
Das es Längen geben würde oder die Zeit zu knapp wäre kann ich auch nicht unterschreiben.
Der Film ist 133 Minuten lang und verschwendet seine Zeit im ersten drittel mit der ganzen Saw Gerrera Extremisten Gruppe die letztenendes nirgends hinführt.

10.01.2017 22:15 Uhr - mondkrank
2x
@Alastor

Aus diesem Grund hatte ich den –Kontext- hervorgehoben. Charakterzeichnung, in jeder Ausprägung, ist lediglich ein Stilmittel, keine filmische Grundzutat. Obi-Wan und Luke konnten sich in aller Ruhe unterhalten, ihre Beweggründe und Wünsche darlegen und persönliche Informationen bei einer Tasse Tee austauschen. In einer Hütte auf Tatooine, ohne Zeitdruck, da Luke gar nicht weg wollte/durfte und weit weg vom Kriegsgeschehen. Anschließend konnte diese Konversation dann, ebenfalls ungestört, auf einem Langstreckenflug im Millennium Falcon weitergeführt werden. Auf dem Todesstern wurden diese Konversationen dann, nachvollziehbar, spärlicher. Dass es in Rogue One keine Bindung zwischen den Figuren gab, hast du gut beobachtet, allerdings nicht, dass es genau so gewollt ist. Das war mein ganzer Punkt.

Im Gegensatz zu deinen aufgeführten Beispielen, bereitet sich die Rebellion hier direkt auf einen Krieg vor und die Protagonisten haben weder Zeit, Motivation noch Gründe für einen persönlichen Austausch. Im Gegenteil, wirklich jeder in diesem Film ordnet sich und seine Befindlichkeiten der Kriegsaufgabe unter. Saw Gerrera illustriert zudem lediglich das Zerwürfnis und die zersplitterten Parteien, die sich aufgrund der drohenden politischen Lage gebildet haben. Das würde ich nicht unbedingt als filmisch ziellos bezeichnen. Mit Blick auf die Filme die du sonst zu gucken scheinst, wagst du dich außerdem mit deiner Beurteilung der Drehbuch Qualität von Rogue One ziemlich weit vor, aber das nur nebenbei.

Wenn du ihn nicht mochtest, dann ist das so. Deine Einschätzung ist aber nicht Gottes Gesetz und Rogue One vorzuwerfen, er würde seine Laufzeit verschwenden, ist deine subjektive Wahrnehmung. Die wird dir hier keiner wegnehmen und vermutlich kann auch jeder damit gut leben.

Gr. mond

10.01.2017 23:21 Uhr - Alastor
2x
10.01.2017 22:15 Uhr schrieb mondkrank
@Alastor

Aus diesem Grund hatte ich den –Kontext- hervorgehoben. Charakterzeichnung, in jeder Ausprägung, ist lediglich ein Stilmittel, keine filmische Grundzutat. Obi-Wan und Luke konnten sich in aller Ruhe unterhalten, ihre Beweggründe und Wünsche darlegen und persönliche Informationen bei einer Tasse Tee austauschen. In einer Hütte auf Tatooine, ohne Zeitdruck, da Luke gar nicht weg wollte/durfte und weit weg vom Kriegsgeschehen. Anschließend konnte diese Konversation dann, ebenfalls ungestört, auf einem Langstreckenflug im Millennium Falcon weitergeführt werden. Auf dem Todesstern wurden diese Konversationen dann, nachvollziehbar, spärlicher. Dass es in Rogue One keine Bindung zwischen den Figuren gab, hast du gut beobachtet, allerdings nicht, dass es genau so gewollt ist. Das war mein ganzer Punkt.


Die Original Truppe hat auch nicht rumgetrödelt. Es ging von Tatooine direkt zum Todesstern und spätestens ab da waren sie auch dort unter Zeitdruck. Die gemütlichen Unterhaltungen und das Jedi Training fanden, fanden wie du selbst schon sagst größtenteils während der Flüge statt und solche gibt es in Rogue One auch, zeitweise waren sie dort auch eingesperrt oder hatten anderweitig ruhige Momente.
Das man auch in rasanten Filmen eine bessere Figurenzeichnung hinbekommen kann zeigen Filme wie der Terminator oder Stirb Langsam 3.
Dass die fehlende Bindung gewollt war bezweifle ich auch, gegen Ende fehlte ja nur noch der Kuss zwischen Jyn und Andor.

10.01.2017 22:15 Uhr schrieb mondkrankIm Gegensatz zu deinen aufgeführten Beispielen, bereitet sich die Rebellion hier direkt auf einen Krieg vor und die Protagonisten haben weder Zeit, Motivation noch Gründe für einen persönlichen Austausch.


Wir reden hier nicht von halbstündigen Dialogen und so eingespannt dass nicht ein paar Szenen die der besseren Charakterisierung dienen einbauen können waren sie auch nicht. Ausserdem kann man das auch während der Action. In Aliens zeigen die Marines neue Seiten während die Kacke am Dampfen ist. Auch in richtigen Kriegsfilmen gelingen gute Charaktere.

10.01.2017 22:15 Uhr schrieb mondkrankIm Gegenteil, wirklich jeder in diesem Film ordnet sich und seine Befindlichkeiten der Kriegsaufgabe unter.


Am Anfang ist Jyn ja nicht mal Rebellin, selbst dieses Ereignis wird einfach so überhastet dahingeklatscht. Und Andor ordnet sich auch nicht komplett unter, sein Sinneswandel kommt nur aus dem Nichts.

10.01.2017 22:15 Uhr schrieb mondkrankSaw Gerrera illustriert zudem lediglich das Zerwürfnis und die zersplitterten Parteien, die sich aufgrund der drohenden politischen Lage gebildet haben. Das würde ich nicht unbedingt als filmisch ziellos bezeichnen. Mit Blick auf die Filme die du sonst zu gucken scheinst, wagst du dich außerdem mit deiner Beurteilung der Drehbuch Qualität von Rogue One ziemlich weit vor, aber das nur nebenbei.


Und was genau bringt das? Welchen Einfluss hat Saw Gerrera auf den Film oder die Saga als ganzes? Am Ende ist es die gute Rebellion gegen das böse Imperium. Auch in Episode IV - VI gibt es keine Spur einer Zersplitterung.
Und was haben die anderen Filme die ich schaue damit zu tun? Oder ist es so ein wer Comicbuchfilme nicht mag darf sich über RO nicht beschweren? Auch bei CBMs lege ich auf sowas Wert, weswegen ich ein Guardians of the Galaxy weitaus mehr mag als Suicide Squad.

10.01.2017 22:15 Uhr schrieb mondkrankWenn du ihn nicht mochtest, dann ist das so. Deine Einschätzung ist aber nicht Gottes Gesetz und Rogue One vorzuwerfen, er würde seine Laufzeit verschwenden, ist deine subjektive Wahrnehmung. Die wird dir hier keiner wegnehmen und vermutlich kann auch jeder damit gut leben.
Gr. mond


Ja und? Hab ich das gesagt?
Ich hab auch nicht gesagt dass ich ihn überhaupt nicht mochte, nur nicht annähernd so sehr wie ich es mir gewünscht hätte und die Gründe hab ich genannt.
Du hast deine Thesen aufgestellt warum die Kritiker angeblich gegen den Film sind und ich als einer dieser kritiker Wiederspreche da das was du im Original Post aufgezählt hast nichts mit dem zu tun hatte was ich überhaupt am Film kritisierte.

11.01.2017 10:12 Uhr - Roderich
User-Level von Roderich 2
Erfahrungspunkte von Roderich 42
Schöne Diskussion, aber ich gehöre auch zu denen, der der Überschrift vorsorglich einen Spoiler-Warnung hinzugefügt hätte. Kann ja nicht schaden, oder?

Was anderes (SPOILER! ;)): mir fällt gerade auf, dass ich noch nirgends jemanden gelesen habe, dem aufgefallen ist, dass die Sequenz mit dem Gedankenleser-Monster bei Saw Gerrera eine Art Huldigung an Total Recall bzw. dort Kuato ist.

12.01.2017 13:13 Uhr - mondkrank
@Alastor

Du hast den Kern meiner Aussage immer noch nicht verstanden. Es ist völlig legitim, dass du diese Einschätzung zu Rogue One vertrittst. Problematisch finde ich lediglich, und das untermauerst du erneut, dass du so versteift darauf bist im Recht zu sein. Während ich lediglich Stellung zu einer Kritik gewisser Gruppen zu dem Film bezogen habe, legst du nicht allein deine Einschätzung dar, sondern bist der Überzeugung, du müsstest andere Menschen belehren, warum sie überfordert mit der richtigen Einschätzung der von dir festgelegten filmischen Qualität seien. Erst erklärst du deNiro und mir vorsorglich die Grundbegriffe der Charakterzeichnung und anschließend zerlegst du einzelne Szenen, deren Umsetzung dir nicht zusagt. Ich empfinde das als ziemlich müßig. Zumal du dich nicht damit zufrieden gibst, dass andere Einschätzungen durchaus ihre Berechtigung haben, wie ich es dir auch problemlos eingeräumt habe. Der Verweis auf deine Filme, die du dir ansonsten anschaust, ist daher nicht ganz unwichtig, weil ich hier ebenfalls flammende Plädoyers über deren schamhafte Umsetzung schreiben könnte, ungeachtet der angeblich treffenden Charakterisierung ihrer Protagonisten. Tue ich aber nicht, weil es dein Geschmack ist und jeder schauen soll was er mag. Das malen-nach-Zahlen Prinzip, mit dem du eine standardisierte Charakterzeichnung als Maßstab erhebst, wird der umfassend betrachteten Qualität einer Produktion nicht gerecht. Da machst du es dir schlichtweg zu einfach. Ich persönlich schaue überwiegend Dramen und achte sehr genau darauf, wie behutsam deren Inszenierung ist. Ein Lehrstück in Sachen Charakterzeichnung ist bspw. der Film Monsieur Lazhar von 2012. Eine bemühte Charakterzeichnung macht außerdem noch lange keinen guten Film aus. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, damit das Gesamtprodukt am Ende schlüssig ist.

Rogue One nimmt hier in vielerlei Hinsicht eine Sonderstellung ein. Zunächst einmal ist es weder ein rein eigenständiger Film, noch ein Mehrteiler, wie die SW Saga. Der Film ist in ein großes Universum eingegliedert und erzählt eine Kampfhandlung, die in Form einer großen Rückblende inszeniert ist. Der Ausgang ist dabei vorher klar. Ich persönlich fand es daher wichtig, den politischen Zustand der Rebellion zu sehen, bevor deren geplante Auslöschung feste Formen annimmt und bevor die große Saga beginnt. Zudem sehe ich dramaturgisch keinen Sinn darin, dass eine Gruppe Expandables mit tiefer Charakterzeichnung eingeführt wird, die reine Söldner Arbeit leisten und hierfür kaum Spielraum besitzen. Zumal es sich hier um den Auftakt der Saga handelt, deren dann wohlbekannten Figuren genau diese Tiefe in der Charakterisierung besitzen. Es hätte mMn eher abgelenkt, als einen Beitrag zu leisten. Die schnellen Schnitte zeigen den Zustand der politischen Zerwürfnisse und die Hektik der Mobilmachung gegen das Imperium und Saw Gerrera portraitiert diese Stimmung sehr schlüssig für mich. Es gibt zudem keine beabsichtigte Bindung zwischen den Expandables. Woher sollte diese kommen? Eine erzwungene Bindung wäre ein albernes Klischee gewesen, um dem Mainstream Kinogänger ein paar wohlige Gefühle unterzuschieben. Sagen wir es doch wie es ist. Die Szene zwischen Jyn und Andor ist deswegen so stark, weil sie sich in den letzten Sekunden fest in die Augen schauen, nachdem sie vorher ihre Gefühle und mögliche Unterhaltungen dem Kriegsziel untergeordnet haben. Deswegen ist diese Szene so packend, auch wenn sie für dich ein Indiz ist, dass man vorher ein paar romantische Annäherungen unterschlagen hat.

Ich hatte es vorher bereits gesagt, der Film ist erstaunlich reduziert und deswegen mag ich ihn. Er erfüllt, so wie er ist, sämtliche Kriterien, die ich mir von einem reinen Spin-Off erwünscht habe. Du hättest ihn lieber in Art und Inszenierung wie die Saga gehabt und das ist in Ordnung. Meine Befürchtung war, dass der Film sich zu romantisierend auf das Pacing der Ur-Trilogie ausruht und wir nicht den staubigen Ableger bekommen, den ich Gareth Edwards zugetraut habe und der nach den Re-Shoots für mich schon in Gefahr schien. Dass dies letztendlich deine Hoffnung auf eine andere Art der Inzenierung zerschlagen hat ist bedauerlich, aber am Ende des Tages halt doch nur eine Frage des Geschmacks.

Gr. mond

12.01.2017 22:51 Uhr - Alastor
Und dennoch schreibst du im Ausgangspost von den selbsterenannten Cineasten die sich das Argument aus den Ärmeln schütteln. Und natürlich hälst du mir meinen sonstigen Filmgeschmack nicht vor sondern erwähnst nur nebenbei dass ich mich diesbezüglich weit aus dem Fenster lehne.
Und nein, ich brauche nicht die Art und Inszenierung der Saga, ich wählte Han, Luke und Leia als Beispiel für Charakterzeichnung ohne Hintergrundgeschichte und lange Dialoge.
Es darf ruhig geerdeter und dreckiger sein, von mir aus völlig ohne den Fantasy Aspekt der OT aber dann auch richtig.
Ich bin nicht in den Film gegangen und hab negativ angekreidet wo er sich von der alten Trilogie Unterscheidet.

Das ich irgendwem die Meinung abspreche oder belehre wie ein Film zu funktionieren hat ist Unsinn.
DeNiro oder irgendjemand anderem in diesem Thread voller Fans des Films habe ich nie etwas abstreitig gemacht oder sie überhaupt erwähnt, ich habe deinem Post wiedersprochen.
Deinem Post über die Kritiker an den Charakteren und was diese wohl erwartet haben habe ich wiedersprochen. Und meine Kritikpunkte hab ich dargelegt auch wenn ich nicht jedesmal dazugeschrieben habe dass es nur meine Meinung ist da dies selbstverständlich so ist.

Es hätte mich auch nicht gestört eine Gruppe War Expendables zu sehen wenn man es dann auch konsequent durchgezogen hätte.
Cassian Andor wird als jemand dargestellt der für die Rebellion über Leichen geht aber sich dennoch weigert seinen Auftrag auszuführen und Galen zu töten. Er bekam auch nen Expositions Monolog, etwas für das die Gruppe deiner Meinung nach keine Zeit hat.
Das ist alles schön und gut aber was hat seinen Sinneswandel überhaupt ausgelöst?
Der Film versucht diesen Charakter einerseits als vielschichtig und sich verändernd darzustellen aber auf der anderen Seite verzichtet er darauf diesen Charakter und seine Veränderungen schlüssig darzustellen was wesentlich Zeitsparender wäre als ein Monolog.
Auch aus so einer zerissenheit kann eine Gruppendynamik entstehen, das muss ja nicht immer alle werden best Friends heissen und eine solche Dynamik wurde auch kurz mal angeteased aber die verläuft ebenso schnell wieder.
Selbiges mit Jyns und Cassians Endszene, seit wann haben sie denn diese Gefühle und wieseo brauchte es diese am Ende? Damit haben sie doch genau das Klischee welches sie deiner Meinung nach vermeiden wollten, stärker noch da es einfach aus dem nichts kommt und sich ganz nach dem Motto, attraktive Menschen unterschiedlichen Geschlechts verlieben sich halt, abläuft.
Wenn sie schon nur Expendables sein sollen warum dann nicht durchziehen und Romanzen oder Monologe über die Hintergrundgeschichte weglassen?

Saw Gerreras Organisation wäre sicher ein tolles Mittel die Hektik in dieser schweren Zeit für die Rebellion zu zeigen nur leider hat seine Organisation mit der Rebellen Allianz kaum mehr zu tun und er hat sich auch schon scheinbar lange vorher von dieser abgespalten. Als volles Mitglied der Allianz hätte er mit ähnlicher Leindwandzeit besser funktioniert.
Vor allem bei der Versammlung vor dem letzten Akt hätte er als Spalter der sich uneinigen Allianz eine gute und wichtige Position im Film gehabt.
Ein Zerwürfnis innerhalb der Allianz gab es dort ja aber dafür brauchte man Saw gar nicht.



13.01.2017 18:43 Uhr - mondkrank
Normalerweise sollte das Thema schon lange beendet sein und ich denke auch, dass ich die wesentlichen Punkte aus meiner Sicht hinreichend dargelegt habe. Da mir Schreiben aber nicht unbedingt Schmerzen bereitet und dich das Thema weiterhin aufzuwühlen scheint, reden wir doch einfach weiter. Fangen wir hier an:

10.01.2017 20:17 Uhr schrieb Alastor
Charakterzeichnung braucht nicht viel Zeit und besteht auch nicht aus langen Rückblenden und Beleuchtungen der Vergangenheit jeder einzelnen Figur. […] Das es Längen geben würde oder die Zeit zu knapp wäre kann ich auch nicht unterschreiben.

12.01.2017 22:51 Uhr schrieb Alastor
Das ich irgendwem die Meinung abspreche oder belehre wie ein Film zu funktionieren hat ist Unsinn. DeNiro oder irgendjemand anderem in diesem Thread voller Fans des Films habe ich nie etwas abstreitig gemacht oder sie überhaupt erwähnt, ich habe deinem Post wiedersprochen. Deinem Post über die Kritiker an den Charakteren und was diese wohl erwartet haben habe ich wiedersprochen. Und meine Kritikpunkte hab ich dargelegt auch wenn ich nicht jedesmal dazugeschrieben habe dass es nur meine Meinung ist da dies selbstverständlich so ist.


Ist das so? Der Hinweis, dass detailliertere Zeichnungen kontraproduktiv seien und wohlmöglich zu unnötigen Längen im Film geführt hätten kam nämlich von deNiro. In deiner ersten Antwort hast du dich auf genau diesen Satz bezogen. Du solltest das wissen, nachdem du meine Aussage hierzu vollständig zitiert hast und mögliche Längen darin meinerseits gar nicht adressiert wurden. Aus diesem Grund habe ich den tatsächlichen Autor dieser Aussage berechtigterweise erwähnt. Dein als notwendig betrachteter und jedem Filmfan wohlweislich bekannter Hinweis, dass Charakterzeichnungen nicht aus langen Rückblenden und Beleuchtungen jeder Figur bestehen müssen, kann sich ebenfalls nur auf die Aussage von deNiro bezogen haben. Ich habe den Faktor Zeit mit keinem Wort erwähnt, im Gegenteil. Ich sagte, dass die Zeit der Rebellen im Rahmen der Bedrohung durch das Imperium knapp ist. Das bezieht sich logischerweise nicht auf die Lauflänge des Films. Entweder hast du etwas durcheinander gebracht oder nicht korrekt zitiert. In jedem Fall wirft es nicht unbedingt ein gutes Licht auf die Sorgfältigkeit deiner getätigten Aussagen, wenn du dies nun so vehement abstreitest.

Dein Satz danach, dass es selbstverständlich sei, dass deine Aussage deine Meinung widerspiegelt und es daher keiner weiteren Erwähnung bedarf, ist mir im gegebenen Kotext zu kurz gegriffen. Ich versuche dir ja nun schon seit einigen Tagen zu vermitteln, dass man selbstverständlich unterschiedlicher Meinung über die Qualität eines Films sein kann, die Wahrnehmungen hierzu aber rein subjektiv sind. Eine Ausnahme wären lediglich deutliche Drehbuch- oder Anschlussfehler, die auch rein objektiv eine schlechte Machart belegen. Natürlich kann man problemlos sagen, dass einem z.B. ein gewisser Film nicht gefällt, auch ohne dies genauer belegen zu müssen oder seine eigene Meinung zu betonen. Konkrete Aussagen hingegen, dass z.B. gewisse Handlungsstränge „Zeit verschwenden“, sind aber sehr generalisierend. In diesem Fall sollte man sehr wohl betonen, dass es persönliche Eindrücke sind. Wenn ich bspw. von einer Person behaupte, sie habe ihr Leben verschwendet, würden es dessen Familie oder Freunde wohlmöglich anders sehen. Ich kann dann nicht über deren Köpfe hinweg darauf bestehen, dass die Person sein Leben an die Wand gefahren hat. Es wäre anmaßend, da die Qualität dieses Menschen sicherlich noch weitere Facetten beinhaltet, die mir wohlmöglich verborgen bleiben. Aus diesem Grund verstehe ich nicht, wieso du weiterhin darauf bestehst mit deiner Meinung alleinig im Recht zu sein. Sage nun bitte nicht, es sei nicht so. Ich habe jetzt mehrfach geschrieben, dass ich deine Meinung akzeptiere, es aber persönlich anders sehe. Worauf willst du denn jetzt im dritten Anlauf noch inhaltlich hinaus?

12.01.2017 22:51 Uhr schrieb Alastor
Und dennoch schreibst du im Ausgangspost von den selbsterenannten Cineasten die sich das Argument aus den Ärmeln schütteln. Und natürlich hälst du mir meinen sonstigen Filmgeschmack nicht vor sondern erwähnst nur nebenbei dass ich mich diesbezüglich weit aus dem Fenster lehne.


Das erwähne ich nicht nebenbei, sondern das ist meine Überzeugung. Mit selbsternannten Cineasten bezeichne ich gemeinhin Menschen, die von den üblichen Film Macharten unterrichtet sind und scherenschnittartig darüber diskutieren, um damit Qualitäten eines Films als vermeintlicher Kenner zu besprechen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist jedoch das Gesamtbild im Auge zu behalten und nicht selbstzweckhaft Dinge zu isolieren, da sich Filme idR selten auf die Summe ihrer Einzelteile reduzieren lassen, noch ihrer tatsächlichen Qualität damit Rechnung getragen wird. Natürlich finde ich es nicht uninteressant, dass du überwiegend Klischee überladene Sommerblockbuster und Serien schaust und hier besprichst. Wenn ich davon spreche, dass mir die staubig, reduzierte Art von Rogue One gefallen hat, dann meinte ich damit nicht den Sand auf Scarif. Dass dir das reine Portrait eines bestehenden Charakters wie Saw Gerrera, der in den Klonkriegen diente und für den Widerstand steht, für dich nicht ausreichen ist, um eine Stimmung der Zustände vor dem gemeinsamen Widerstandskampf der Rebellen zu erzeugen, kann ich wie gesagt akzeptieren, aber ich teile diese Auffassung nicht. Auch Charakterzeichnungen bereichern einen Film nicht zwangsläufig. Oft dienen sie, gerade in Superheldenfilmen und sonstigen typischen Blockbustern, als einfache Grundlage für Pathos und Klischees. Dass Dinge ausgelassen und nicht krampfhaft auf die Spitze getrieben werden, ob durch Dialoge oder forcierte Handlungsstränge, kann sich dennoch, je nach Geschmack des Zuschauers, durchaus als ein ruhiges und klassisches Element einer guten Erzählstruktur erweisen.

10.01.2017 23:21 Uhr schrieb Alastor
Und was haben die anderen Filme die ich schaue damit zu tun? […] Das man auch in rasanten Filmen eine bessere Figurenzeichnung hinbekommen kann zeigen Filme wie […] Stirb Langsam 3. […] In Aliens zeigen die Marines neue Seiten während die Kacke am Dampfen ist. Dass die fehlende Bindung gewollt war bezweifle ich auch, gegen Ende fehlte ja nur noch der Kuss zwischen Jyn und Andor.


Das was du als bessere Figurenzeichnung bezeichnest, sind nüchtern betrachtet überwiegend Klischees, die dir in Rogue One offensichtlich zu sparsam abgerufen wurden. Aus diesem Grund schrieb ich auch gleich am Anfang meines ursprünglichen Kommentars zu dem Film, dass er einer gewissen Zielgruppe wohl zu langweilig ist, da nicht jeder für eine etwas subtilere und unaufgeregte Art der Inszenierung empfänglich ist. Du warst es im Übrigen auch der klar gestellt hat, dass ausgerechnet das Actionfeuerwerk den Film für dich, -gerade noch-, gerettet hat. Dir hat also der Zugang zu der gewählten Erzählstruktur der eigentlichen Story vollkommen gefehlt. Dass er mir sehr gefallen hat, liegt deiner Meinung nach anscheinend daran, dass ich zu schlicht war Fehler zu entdecken, du mir hier anschließend als unumstößlich verkaufen möchtest. So funktioniert das aber nicht. Dein Beispiel, Stirb Langsam 3, ist z.B. ein unfassbar Klischee überladener Film, der mich z.B. davon überzeugt hat, keine weiteren Fortsetzungen davon anzusehen. Der erste Teil hat mMn hingegen eine exzellente, weil glaubhafte, Charakterisierung der Hauptfigur zu bieten, zumindest für einen Action Film. Wie du die hanebüchenen Abläufe und die unfassbar unglaubwürdige Entwicklung von John McLane im dritten Teil mit deinen eigenen Ansprüchen an eine nachvollziehbare Charakterisierung in Einklang bringst, ist mir bspw. ebenfalls ein großes Rätsel. Die Marines in Aliens, der in meinen Augen, im Gegensatz zum Original und gerade was die Darstellung der Nebenfiguren angeht, ziemlich schlecht gealtert ist, ist ein einziger 90er Jahre Klischee Abgesang, der zwar enorm unterhält, aber wie oben bereits erwähnt, seine Charakterisierung schamlos für überspitzte Klischees missbraucht. Subtilere Szenen, wie die Bindung zwischen Jyn und und Andor, prallen hingegen chancenlos an dir ab.

Ich schließe deswegen das ganze jetzt auch mit deinem Kommentar zu der Dynamik zwischen Jyn Erso und Cassian Andor, die dein Problem mit dem gewählten Ton des Films mMn ganz treffend auf den Punkt bringt.

12.01.2017 22:51 Uhr schrieb Alastor
Selbiges mit Jyns und Cassians Endszene, seit wann haben sie denn diese Gefühle und wieseo brauchte es diese am Ende? Damit haben sie doch genau das Klischee welches sie deiner Meinung nach vermeiden wollten, stärker noch da es einfach aus dem nichts kommt und sich ganz nach dem Motto, attraktive Menschen unterschiedlichen Geschlechts verlieben sich halt, abläuft.


Die unterschwellige Anziehung zwischen den beiden wurde in meinem Augen überdeutlich beleuchtet und war tatsächlich auch in ihrer glücklicherweise subtilen Art so offensichtlich, dass es eben ausgereicht hat, dass die beiden sich am Ende des Films in die Augen schauen. Zu deiner Frage, weshalb es die Gefühle am Ende „brauchte“. Die beiden sterben, sie kommen zum ersten Mal zur Ruhe nach einem Todeskampf und sind sich bewusst, dass es die letzten Sekunden ihres Lebens sind. Ihre Blicke haben alles verraten. Sofern deine Beobachtungen zu dieser Szene Pate für deine Wahrnehmung aller Szenen steht, dann verstehe ich dein Unbehagen zur Umsetzung langsam und ich denke es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass du dir tatsächlich eher eine Umsetzung mit dem Holzhammer gewünscht hast, die dann zumindest in guter Tradition mit deiner Vorliebe typischer Blockbuster stünde. Ich meine, ernsthaft, wie kann man diese Szene so fehlinterpretieren?

Gr. mond

13.01.2017 21:05 Uhr - Alastor
Achso, man soll vorsichtige sein wenn man von sowas wie verschwendete Zeit schreibt aber bei der Bezeichnung der Kritiker ist das egal?
Vor allem wenn man ihnen die Hintergründe und die Argumente in den Mund legt?
Kennst du die Kritiker und deren Beweggründe?
Deine Methode meine Sehgewohngeiten dahingehend zu analysieren dass sich meine Kommentare hier hauptsächlich auf Blockbuster Konzentrieren ist zumindest gewagt.
Welche Art Filme die nicht aufgrund aus Zensurgründen auf der Seite behandelt werden bekommen denn die News auf der Hauptseite?
Threads über welche Art Film beherrscht denn die vorderen Seiten der Foren?

13.01.2017 18:43 Uhr schrieb mondkrankZu deiner Frage, weshalb es die Gefühle am Ende „brauchte“. Die beiden sterben, sie kommen zum ersten Mal zur Ruhe nach einem Todeskampf und sind sich bewusst, dass es die letzten Sekunden ihres Lebens sind. Ihre Blicke haben alles verraten. Sofern deine Beobachtungen zu dieser Szene Pate für deine Wahrnehmung aller Szenen steht, dann verstehe ich dein Unbehagen zur Umsetzung langsam und ich denke es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass du dir tatsächlich eher eine Umsetzung mit dem Holzhammer gewünscht hast, die dann zumindest in guter Tradition mit deiner Vorliebe typischer Blockbuster stünde. Ich meine, ernsthaft, wie kann man diese Szene so fehlinterpretieren?


Das war die Hollywoodvariante der letzten Sekunden des Lebens und auch nur das große Klischee laut dem der Tod nicht so schlimm ist wenn nur aus den richtigen Gründen und der Schrecken keine Chance gegen die Hoffnung und Liebe hat.
Rebellion entsteht aus Hoffnung, ist das die subtile Art die der Film angeblich hat?
Die Marines aus Aliens waren sicher typische 80er tropes aber ganz untypisch haben sie bei Gefahr allzu menschlich reagiert, etwas dass es in RO nicht gab. Stattessen die Heldentode welche den gängigen Klischees auch nicht gerade wiedersprechen.
Warum brauchte der Film diese Szene wenn sie deiner Aussage nach bewusst auf Bindungen verzichtet haben und warum können sie nicht für sich sterben?

P.S. es war die Machart der Action die mir das letzte drittel gerettet hat und nicht dass es Action gab.
Und um es jetzt einfach mal klarzumachen was ich wollte, Charaktere.
Diese Figuren sind das was dem Film seine Eigenständigkeit verleiht, alles andere existiert bereits.
Der Ausgang der Handlung ist bereits bekannt und die Inszenierung sowie Gestaltung kann man als Fanservice bezeichnen, hier ne Referenz zu dem, da ne Referenz zu diesem usw.
Die Figuren sind das was den Film vorantreiben soll und das Alleinstellungsmerkmal dieses Films, nicht nur eine Kleinigkeit am Rande.
Wir bekommen Motivationen, der macht das weil er Rebell ist, die macht das wegen ihres Vaters, der macht das weil er an die Macht glaubt.
Die Motivation ist etwas das man beliebig austauschen kann und das Ziel das Imperium zu stürzen haben sie auch alle.
Ein eigener definierter Charakter ist das einzige was noch bleibt um ihnen etwas einzigartiges zu geben und ihren Opfern Gewicht zu verleihen. Auf die Motivation und das Ziel reduziert bleibt am Ende nur ein Mission Accomplished.

13.01.2017 22:45 Uhr - mondkrank
13.01.2017 21:05 Uhr schrieb Alastor
Kennst du die Kritiker und deren Beweggründe?


Naja, du hast dich ja nun mehr als ausufernd zu den Beweggründen deiner Kritik geäußert. Die Antwort ist demnach wohl, ja.

13.01.2017 21:05 Uhr schrieb Alastor
Das war die Hollywoodvariante der letzten Sekunden des Lebens und auch nur das große Klischee laut dem der Tod nicht so schlimm ist wenn nur aus den richtigen Gründen und der Schrecken keine Chance gegen die Hoffnung und Liebe hat. Warum brauchte der Film diese Szene wenn sie deiner Aussage nach bewusst auf Bindungen verzichtet haben und warum können sie nicht für sich sterben? Rebellion entsteht aus Hoffnung, ist das die subtile Art die der Film angeblich hat?


Zumindest subtil genug, dass du es im dritten Anlauf immer noch nicht verstanden hast. Jyn und Andor hatten eine Bindung, hab ich lang und breit erläutert.

13.01.2017 21:05 Uhr schrieb Alastor
Achso, man soll vorsichtige sein wenn man von sowas wie verschwendete Zeit schreibt aber bei der Bezeichnung der Kritiker ist das egal? Vor allem wenn man ihnen die Hintergründe und die Argumente in den Mund legt?


Lies dir das, was ich zu deinen Aussagen wie „verschwendete Zeit“ gesagt habe lieber noch einmal in Ruhe durch, das war ziemlich eindeutig formuliert. Was allerdings fehlt, wären Belege dafür, was ich dir in den Mund gelegt haben soll. Ironischerweise behauptest du das jetzt einfach, obwohl ich dich durchgängig sauber zitiert habe.

13.01.2017 21:05 Uhr schrieb Alastor
Deine Methode meine Sehgewohngeiten dahingehend zu analysieren dass sich meine Kommentare hier hauptsächlich auf Blockbuster Konzentrieren ist zumindest gewagt. Welche Art Filme die nicht aufgrund aus Zensurgründen auf der Seite behandelt werden bekommen denn die News auf der Hauptseite? Threads über welche Art Film beherrscht denn die vorderen Seiten der Foren?


Da war nichts dran gewagt. Du hast doch die Filmbeispiele in unserer Diskussion selber ausgewählt, selbst wenn du dich von den Serien und Filmen die du hier gemeinhin besprichst nicht korrekt repräsentiert fühlst.
-
Ich denke das Thema hat sich dann auch erledigt jetzt.
Gr. mond

14.01.2017 00:34 Uhr - Alastor
Moment, das ich Action-Blockbuster als vergleich herangezogen habe war der Grund deiner Beurteilung und das obwohl du selber noch gesagt hast dass der Vergleich etwa mit reinen Dramen unpassend wäre?
Interessante Methode.

13.01.2017 22:45 Uhr schrieb mondkrankWas allerdings fehlt, wären Belege dafür, was ich dir in den Mund gelegt haben soll.


Nun da ich ja scheinbar stellvertretend für alle Kritiker fungiere:
13.01.2017 22:45 Uhr schrieb mondkrankWen juckt es, ob ein Stormtrooper Cassian Andors Oma mit einem Blaster die Frisur versengt hat oder Bodhi Rook bei seiner Zeit beim Imperium die Klos schrubben musste. Die Zeit ist knapp und das Ziel ist klar und die loyalsten Freiheitskämpfer schließen sich dem Auftrag an. Im Krieg ist das gemeinsame Ziel das bindende Element und nicht eine illustre Vergangenheit. Dies wird durch die schnelle Schnittfolge exzellent untermauert. Es ist keine Zeit für Sentimentalitäten, die Zeit drängt, der Preis eines Rückschlags ist für alle Beteiligten zu hoch.


Das alles hat nichts mit meiner Kritik an den Figuren zu tun, gar nichts.
Kann sein dass es andere gibt die sich genau daran gestört haben aber wie viele?
Weiter implizierst du dass diese die Figuren nicht im Kontext sehen.
Das ist alles wenig subjektiv aber meine Aussage über die verschwendete Laufzezeit des Films wird auf die Goldwaage gelegt und mit einer über vergeudetes Leben gleichgesezt.

13.01.2017 22:45 Uhr schrieb mondkrankZumindest subtil genug, dass du es im dritten Anlauf immer noch nicht verstanden hast. Jyn und Andor hatten eine Bindung, hab ich lang und breit erläutert.


Ähm eigentlich hast du mehrfach erörtert dass es zwischen den Figuren ganz bewusst keine Bindung gab.


14.01.2017 03:53 Uhr - mondkrank
14.01.2017 00:34 Uhr schrieb Alastor
13.01.2017 22:45 Uhr schrieb mondkrank
Was allerdings fehlt, wären Belege dafür, was ich dir in den Mund gelegt haben soll.

Nun da ich ja scheinbar stellvertretend für alle Kritiker fungiere:


13.01.2017 22:45 Uhr schrieb mondkrank
Wen juckt es, ob ein Stormtrooper Cassian Andors Oma mit einem Blaster die Frisur versengt hat oder Bodhi Rook bei seiner Zeit beim Imperium die Klos schrubben musste. Die Zeit ist knapp und das Ziel ist klar und die loyalsten Freiheitskämpfer schließen sich dem Auftrag an. Im Krieg ist das gemeinsame Ziel das bindende Element und nicht eine illustre Vergangenheit. Dies wird durch die schnelle Schnittfolge exzellent untermauert. Es ist keine Zeit für Sentimentalitäten, die Zeit drängt, der Preis eines Rückschlags ist für alle Beteiligten zu hoch.


DAS soll jetzt ernsthaft der Beweis sein, dass ich dir etwas in den Mund gelegt haben soll im Verlauf unserer Diskussion. Really? Das ist wirklich der kürzeste Strohhalm, der mir seit längerer Zeit untergekommen ist. Ich weiß nicht einmal, worauf du damit hinaus willst. Das ist ein von mir gewähltes, x-beliebiges Beispiel für eine mögliche Vertiefung eines Charakters und anschließend meine Begründung, warum ich es bei Rogue als nicht notwendig erachte. Du wirst ja nicht einmal erwähnt, zitiert oder sonstwas darin. Wenn ich mich recht erinnere, hattest du mir davor aber ein von dir kritisiertes Zitat eines anderen Schreibers untergejubelt und nach meiner Klarstellung deinen Fehler jetzt nicht einmal eingeräumt. Stattdessen packst du diese haltlose Unterstellung oben drauf. Schlechter Stil und bei näherer Betrachtung dann auch noch nichts als heiße Luft. Soviel zum Thema „interessante Methoden“. Ich denke, dass ich meine Standpunkte zudem mehrfach fair und transparent dargelegt habe. Du hättest auf meinen Ratschlag hören sollen und das Thema ruhen lassen. Schönes Wochenende.

Gr. mond

14.01.2017 13:24 Uhr - Alastor
Das lustige ist ja dass ich von den Kritikern als ganzes sprach.
Du warst es dann der aus "den Kritikern" mich gemacht hat.

Auch dass ich angeblich DeNiros Post dir zugeschrieben habe ist Unsinn, meine erste Antwort bezog sich genau auf die oben zitierte Stelle.
Die Sache mit der Zeit war mein Fehler.
Mit deiner Aussage versuchst du Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen ohne zu wissen was diese eigentlich wollen.
Kann man sicher machen aber ihnen indirekt vorzuwerfen das ganze nicht im Kontext zu sehen ist dann doch gewagt, vor allem wenn man deine Analysemethoden bedenkt.

Aber von mir aus kanns das auch jetzt gewesen sein.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
amazon-angebote
10 Blu-rays für 50€
Blu-rays zum Sonderpreis
3D-Blu-rays & Steelbooks zum Aktionspreis
4 Blu-rays für 30€

Der Zombie
Doppelpack - Ausgabe 14/15
Eerie Indiana und Big Trouble in Little China
SB.com