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27.02.2017 - 19:47 Uhr

Battle Royale - BPjM gibt Listenstreichung bekannt

Nach Aufhebung der Beschlagnahme nun auch vom Index

Der japanische Film Battle Royale (2000) hatte es in Deutschland nie besonders leicht. Um acht Minuten gekürzt bekam er von der SPIO/JK das Siegel strafrechtlich unbedenklich und wurde in einer ungekürzten ausländischen Fassung 2006 auf Liste B indiziert. Eine längere Extended Edition existiert von dem Titel auch noch.

2011 veröffentlichte Capelight Pictures den Film über NSM Records als 4-Disc Mediabook und 7-Disc Ultimate Edition auf Blu-ray und DVD mit beiden Versionen, welche ein Jahr später ebenfalls indiziert wurde. Im Februar 2013 beschlagnahmte das AG Fulda ihn schließlich, doch Capelight wehrte sich erfolgreich dagegen. Im Oktober 2013 wurde bekannt, dass die Beschlagnahme aufgehoben wurde.

Die Bundesprüfstelle gab jetzt die vorzeitige Streichung von Battle Royale bekannt. Damit steht einer ungekürzten Veröffentlichung mit FSK-Freigabe nichts mehr im Weg.

Kommentare

27.02.2017 20:03 Uhr - leproph
Irgendwie habe ich die offizielle Ansage überlesen: Unangemeldet gibt es keine Bilder zum Schnittbericht 1 und 2.
Wenn ich aber ins Forum gehe (bin dort automatisch angemeldet) und die beiden Schnittberichte zu Mockingjay für Echte Jungs nochmal aufrufe, sind die Bebilderungen wie von Geisterhand wieder da.

27.02.2017 20:03 Uhr - SebastianR
5x
Es war ja auch angekündigt, den Film noch in diesem Jahrzehnt mit FSK Freigabe auf den Markt zu bringen, dass es nun so schnell ging, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich hoffe Capelight bringt demnächst mal ein ausfürliches Statement zu dem ganzen Verfahren.

27.02.2017 20:06 Uhr - Evil Dawn
Ich glaube der Index, jetzt mal abgesehen von den ganzen Medien, die wegen Volksverhetzung und Darstellung von NS-Symbolik beschlagnahmt wurden, hat allmählich ausgedient. Seit letztem Jahr, kann man ja von einer regelrechten Kunstrehabilitierungswelle und Liberalisierung des dt. Jugendschutzes reden.

Ich habe von dem Film schon gehört/gelesen, gesehen habe ich ihn aber noch nicht.

27.02.2017 20:11 Uhr - SebastianR
27.02.2017 20:06 Uhr schrieb Evil Dawn
Ich glaube der Index, jetzt mal abgesehen von den ganzen Medien, die wegen Volksverhetzung und benutzen von NS-Symbolik beschlagnahmt wurden, hat allmählich ausgedient. Seit letztem Jahr, kann man ja von einer regelrechten Filmrehabilitierungswelle und Liberalisierung des dt. Jugendschutzes reden.


Aber in den meisten Fällen auch nur, weil sich die Verleihe allmählich zur Wehr setzen! Battle Royale ist ja auch so ein spezieller Fall. Sowas wie Hunger Games kann ungekürzt, trotz leicht ähnlicher Thematik mit FSK 12 im Kino laufen, Battle Royale soll aber Gewaltverherrlichend sein.

27.02.2017 21:01 Uhr - praktikant
3x
Mhm, wo soll das noch hinführen?
Bald is nix mehr auf der (früher mal sagenumwobenen) Liste und die BPS ist überflüssig?
Nein.
Eher wird wohl erst die Abteilung verkleinert, dann outgesourct bzw. ins günstigere europäische Ausland (welche Himmelsrichtung, überlasse ich gerne Eurer Fantasie) verlegt, um eines Tags in der totaler Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, wenn nix mehr auf dem Index steht, weil es niemanden mehr interessiert.
Also, wenn ich dort meinen Job hätte, würde ich mir langsam Sorgen machen.

27.02.2017 21:55 Uhr - Mr. White
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von Mr. White 1.287
Nie im Leben hätte ich daran gedacht, dass der jemals vom Index fliegen würde.

27.02.2017 22:28 Uhr - Kane McCool
5x
User-Level von Kane McCool 4
Erfahrungspunkte von Kane McCool 288
27.02.2017 20:11 Uhr schrieb SebastianR
27.02.2017 20:06 Uhr schrieb Evil Dawn
Ich glaube der Index, jetzt mal abgesehen von den ganzen Medien, die wegen Volksverhetzung und benutzen von NS-Symbolik beschlagnahmt wurden, hat allmählich ausgedient. Seit letztem Jahr, kann man ja von einer regelrechten Filmrehabilitierungswelle und Liberalisierung des dt. Jugendschutzes reden.


Aber in den meisten Fällen auch nur, weil sich die Verleihe allmählich zur Wehr setzen! Battle Royale ist ja auch so ein spezieller Fall. Sowas wie Hunger Games kann ungekürzt, trotz leicht ähnlicher Thematik mit FSK 12 im Kino laufen, Battle Royale soll aber Gewaltverherrlichend sein.


Na ja, übertreiben wir mal nicht gleich! Von der Thematik her mögen "Hunger Games" und "Battle Royale" gleich sein, aber was den Gewaltgrad angeht liegt dazwischen doch noch 'n ganzes Stück.

28.02.2017 00:14 Uhr - lappi
User-Level von lappi 2
Erfahrungspunkte von lappi 49
27.02.2017 22:28 Uhr schrieb Kane McCool
27.02.2017 20:11 Uhr schrieb SebastianR
27.02.2017 20:06 Uhr schrieb Evil Dawn
Ich glaube der Index, jetzt mal abgesehen von den ganzen Medien, die wegen Volksverhetzung und benutzen von NS-Symbolik beschlagnahmt wurden, hat allmählich ausgedient. Seit letztem Jahr, kann man ja von einer regelrechten Filmrehabilitierungswelle und Liberalisierung des dt. Jugendschutzes reden.


Aber in den meisten Fällen auch nur, weil sich die Verleihe allmählich zur Wehr setzen! Battle Royale ist ja auch so ein spezieller Fall. Sowas wie Hunger Games kann ungekürzt, trotz leicht ähnlicher Thematik mit FSK 12 im Kino laufen, Battle Royale soll aber Gewaltverherrlichend sein.


Na ja, übertreiben wir mal nicht gleich! Von der Thematik her mögen "Hunger Games" und "Battle Royale" gleich sein, aber was den Gewaltgrad angeht liegt dazwischen doch noch 'n ganzes Stück.


Findest du? Ich mein, ja ok, es fließt etwas mehr Blut. Aber das wars für mich auch schon. Panem steht diesem Film in seiner Aussage und der radikalen und brutalen Art (nicht grafisch) in nichts nach. Ich würde BR nicht auf seine grafische Gewalt reduzieren und genauso wenig Panem für die angezogene Handbremse nicht verharmlosen.
BR ist für mich so oder so thematisch was zwischen 14 und 16 Jahren.

28.02.2017 01:14 Uhr - Prof. Dr. Filmkenner
4x
Ist doch alles easy. Deutschland wird in Sachen Zensur so langsam auch europäisch, bzw. liberaler. Wird ja auch mal Zeit, dass wir uns von unserem geschichtlichen Korsett endlich entledigen!!!
Die Jugend ist nicht durch schlimme Filme oder schlimme Videospiele gefährdet!!!
Innerfamiliäre Probleme, Perspektivlosigkeit, fehlende gesellschaftliche Anerkennung u.a. treiben junge Menschen auf Abwege, wie z.B. Salafisten... bis hin zum "IS".... Darüber sollten sich unsere Politiker bzw. Jugendschützer vielleicht mal mehr Gedanken machen!!!!.....

Ende der Durchsage

28.02.2017 07:20 Uhr - Laughing Vampire
1x
DB-Helfer
User-Level von Laughing Vampire 5
Erfahrungspunkte von Laughing Vampire 339
Ach du Scheiße, damit hätte ich so schnell wirklich nicht gerechnet. Großartig!! Ein Film, der mich sehr stark geprägt hat und den ich über alles liebe.

28.02.2017 10:35 Uhr - Kerry
@Prof. Dr. Filmkenner
Hier muss ich jetzt aber doch widersprechen.
Deutschland bietet ein sehr gutes Bildungssystem, welches jedem offen steht. Die Jugendarbeitslosigkeit ist europaweit mit am niedrigsten. Es gibt mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als Bewerber.
Eine "Perspektivlosigkeit" vermag ich hier sicherlich nicht zu erkennen. Wer in seine Bildung invesiert, hat sehr gute Perspektiven auch eine entsprechende Stelle zu finden. Man muss halt etwas flexibel sein. Für die "gesellschaftliche Anerkennung" ist ebenfalls jeder Mensch / Jugendliche selber verantwortlich, maßgeblich durch seine eigene Handlungen.

28.02.2017 12:05 Uhr - Horace Pinker
User-Level von Horace Pinker 18
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 6.518
So schnell kann das gehen, in wenigen Jahren von Beschlagnahme und Indizierung zur Listenstreichung und hoffentlich baldigen uncut FSK Freigabe. Fand die Indizierung in Anbetracht der Tatsache, dass die ungefähr genauso blutige Fortsetzung schon immer uncut eine kj Freigabe hatte ohnehin schon von Anfang an fragwürdig.
P.S. Hoffentlich wird auch der Director's Cut neugeprüft und in Deutschland veröffentlicht, bisher habe ich nämlich nur die Kinofassung.

28.02.2017 12:44 Uhr - Kerry
@Horace Pinker
Die Indizierung und zeitweise Beschlagnahme dürfte wohl vor allem auf Grund der Thematik geschehen sein.
Hinzu kam, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf Grund des kurz zuvor stattgefundenen Amoklaufes von Erfurt (https://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Erfurt insb interessant der Abschnitt Änderung des Jugendschutzgesetzes) diesbezüglich eine recht große Aufmerksamkeit auf sog. "Killerspiele" und "Gewaltfilme" lag, da diese von diversen Politikern / Kirchenvertretern / Jugenschützern verantwortlich für jenen Amoklauf gemacht wurden.

28.02.2017 16:03 Uhr - Evil Dawn
28.02.2017 00:14 Uhr schrieb lappi
27.02.2017 22:28 Uhr schrieb Kane McCool
27.02.2017 20:11 Uhr schrieb SebastianR
27.02.2017 20:06 Uhr schrieb Evil Dawn
Ich glaube der Index, jetzt mal abgesehen von den ganzen Medien, die wegen Volksverhetzung und benutzen von NS-Symbolik beschlagnahmt wurden, hat allmählich ausgedient. Seit letztem Jahr, kann man ja von einer regelrechten Filmrehabilitierungswelle und Liberalisierung des dt. Jugendschutzes reden.


Aber in den meisten Fällen auch nur, weil sich die Verleihe allmählich zur Wehr setzen! Battle Royale ist ja auch so ein spezieller Fall. Sowas wie Hunger Games kann ungekürzt, trotz leicht ähnlicher Thematik mit FSK 12 im Kino laufen, Battle Royale soll aber Gewaltverherrlichend sein.


Na ja, übertreiben wir mal nicht gleich! Von der Thematik her mögen "Hunger Games" und "Battle Royale" gleich sein, aber was den Gewaltgrad angeht liegt dazwischen doch noch 'n ganzes Stück.


Findest du? Ich mein, ja ok, es fließt etwas mehr Blut. Aber das wars für mich auch schon. Panem steht diesem Film in seiner Aussage und der radikalen und brutalen Art (nicht grafisch) in nichts nach. Ich würde BR nicht auf seine grafische Gewalt reduzieren und genauso wenig Panem für die angezogene Handbremse nicht verharmlosen.
BR ist für mich so oder so thematisch was zwischen 14 und 16 Jahren.


Es geht hier nicht um den Grad der Gewalt, sondern darum, WIE die Gewalt dargestellt wird. In "Hunger Games" werden weitestgehend Unschuldige in einen "Raum" geworfen und kämpfen gegeneinander, wohingegen, laut Inhaltsangabe, in "Battle Royale" eh schon kriminell, gewalttätige Geister zusammengepfercht werden. Dabei ist die Vorgehensweise, wie im Schnittbericht zu sehen ist, dermaßen unbarmherzig und durch Gewalt rechtfertigende Dialoge völlig unreflektiert, das "Hunger Games" ein richtiges Waisenkind dagegen ist. Die Charaktere richten sich regelrecht, in fast schon slashermäßig "dreckiger" Manier hin. Zumal lebt "Hunger Games" von seiner schillernden, starken Protagonistin und der vordergründigen Lovestory, so dass man sich mehr mit den überwiegend positiven Charakterbeispielen, sowie dem sich entwickelnden Widerstand identifiziert, als mit den negativen Charakteren. Außerdem hat "Battle Royale" nun doch das deutlich düsterere Ende, für Kids.
Alles in allem geht es hierbei um den Gesamtkontext, welcher in "Hunger Games" doch positiver ausfällt, als in "Battle Royale".

28.02.2017 16:13 Uhr - Evil Dawn
6x
28.02.2017 10:35 Uhr schrieb Kerry
@Prof. Dr. Filmkenner
Hier muss ich jetzt aber doch widersprechen.
Deutschland bietet ein sehr gutes Bildungssystem, welches jedem offen steht. Die Jugendarbeitslosigkeit ist europaweit mit am niedrigsten. Es gibt mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als Bewerber.
Eine "Perspektivlosigkeit" vermag ich hier sicherlich nicht zu erkennen. Wer in seine Bildung invesiert, hat sehr gute Perspektiven auch eine entsprechende Stelle zu finden. Man muss halt etwas flexibel sein. Für die "gesellschaftliche Anerkennung" ist ebenfalls jeder Mensch / Jugendliche selber verantwortlich, maßgeblich durch seine eigene Handlungen.


Nur ist den heutigen Arbeitgebern kein Bewerber mehr gut genug und das weiß ich aus eigener Erfahrung. Hinzu kommt, dass die Bewerber zum Teil dermaßen verarscht werden und zu Vorstellungsgesprächen, für Stellen eingeladen werden, die manchmal schon "unter der Hand" vergeben sind. Dann muss man sich auch noch zum Teil dermaßen persönlichen Fragen und frechen Antworten stellen, dass die einem nicht Fragen, wie oft man am Tag kacken geht, ist gerade alles. Außerdem sollte man nicht jeder Statistik trauen, was ist z.B. Mit der Dunkelziffer. Hartz-4 Empfänger, welche die Maßnahmen der "Agentur für Arbeit" mitmachen, gelten auch für die Dauer der Maßnahme als von der Arbeitslosenstatistik gestrichen. Ich kenne eine Abiturientin die nur einen Nebenjob ausüben wollte, um ein bisschen Geld zu verdienen und dem Arbeitgeber, bei dem sie sich beworben hat nicht gut genug war. So viel zu Bildung ist alles.

28.02.2017 17:09 Uhr - Kerry
@Evil Dawn:
Deine Bekannte hat sich auf eine einzige Stelle beworden und wurde dort nicht genommen. Wo ist das Problem? Ich bin sicher, in ihrer Umgebung gibt es noch mehr Möglichkeiten. Die möglichen Gründe, weshalb sie nicht genommen wurde, sind schier endlos. Vielleicht gab es schlicht eine besser geeignete Person, vielleicht sogar mit einer Ausbildung in dem entsprechenden Berufsbild? "Abiturient" alleine ist zunächst einmal keine berufliche Qualifikation.
Beruflich komme ich in so einigen Firmen herum. Viele davon sind auf der Suche nach qualifziertem Personal - und haben Schwierigkeiten, offene Stellen adäquat zu besetzen.
Und nein, dies sind keine "Ausbeuterfirmen" sondern "gute" Arbeitgeber, welche mindestens Tariflohn (wenn nicht darüber hinaus) zahlen.

28.02.2017 17:11 Uhr - lappi
User-Level von lappi 2
Erfahrungspunkte von lappi 49
@ Evil Dawn
Mag sein, dass HG positiver ist, aber dass Kinder von 7(?) Jahren trainierten Killern zum Frass vorgeworfen werden ist harmloser, als eine Schulklasse von Anarchisten? Ich glaube nicht Tim. Zudem gehen die Tribute in keinem Fall barmherzig mit ihren Opfern um. In BR gibt es einen Irren und eine Irre. Der Großteil gerät in Panik, viele wollen nur normal weiter leben, gestehen sich ihre Liebe, blenden die Realität aus. Bei den HG wird strikt auf den Mord hingearbeitet, hingegen bei BR geschieht vieles aus Afekt und nicht aus Mordlust, bis auf die zwei Leute.

28.02.2017 19:23 Uhr - dok
zurück zum film : dem würde eine neuabtastung nicht schaden , sodass mal eine ordentliche bluray rauskommen könnte .

28.02.2017 20:04 Uhr - Oberstarzt
27.02.2017 21:01 Uhr schrieb praktikant
...
Bald is nix mehr auf der (früher mal sagenumwobenen) Liste und die BPS ist überflüssig?
Nein
Eher wird wohl erst die Abteilung verkleinert, dann outgesourct bzw. ins günstigere europäische Ausland (welche Himmelsrichtung, überlasse ich gerne Eurer Fantasie) verlegt...

Ach, da genügen mir schon 'n paar Kilometer westlich, knapp hinter die niederländische Grenze!

01.03.2017 00:38 Uhr - evolinag
28.02.2017 16:03 Uhr schrieb Evil Dawn
28.02.2017 00:14 Uhr schrieb lappi
27.02.2017 22:28 Uhr schrieb Kane McCool
27.02.2017 20:11 Uhr schrieb SebastianR
27.02.2017 20:06 Uhr schrieb Evil Dawn
Ich glaube der Index, jetzt mal abgesehen von den ganzen Medien, die wegen Volksverhetzung und benutzen von NS-Symbolik beschlagnahmt wurden, hat allmählich ausgedient. Seit letztem Jahr, kann man ja von einer regelrechten Filmrehabilitierungswelle und Liberalisierung des dt. Jugendschutzes reden.


Aber in den meisten Fällen auch nur, weil sich die Verleihe allmählich zur Wehr setzen! Battle Royale ist ja auch so ein spezieller Fall. Sowas wie Hunger Games kann ungekürzt, trotz leicht ähnlicher Thematik mit FSK 12 im Kino laufen, Battle Royale soll aber Gewaltverherrlichend sein.


Na ja, übertreiben wir mal nicht gleich! Von der Thematik her mögen "Hunger Games" und "Battle Royale" gleich sein, aber was den Gewaltgrad angeht liegt dazwischen doch noch 'n ganzes Stück.


Findest du? Ich mein, ja ok, es fließt etwas mehr Blut. Aber das wars für mich auch schon. Panem steht diesem Film in seiner Aussage und der radikalen und brutalen Art (nicht grafisch) in nichts nach. Ich würde BR nicht auf seine grafische Gewalt reduzieren und genauso wenig Panem für die angezogene Handbremse nicht verharmlosen.
BR ist für mich so oder so thematisch was zwischen 14 und 16 Jahren.


Es geht hier nicht um den Grad der Gewalt, sondern darum, WIE die Gewalt dargestellt wird. In "Hunger Games" werden weitestgehend Unschuldige in einen "Raum" geworfen und kämpfen gegeneinander, wohingegen, laut Inhaltsangabe, in "Battle Royale" eh schon kriminell, gewalttätige Geister zusammengepfercht werden. Dabei ist die Vorgehensweise, wie im Schnittbericht zu sehen ist, dermaßen unbarmherzig und durch Gewalt rechtfertigende Dialoge völlig unreflektiert, das "Hunger Games" ein richtiges Waisenkind dagegen ist. Die Charaktere richten sich regelrecht, in fast schon slashermäßig "dreckiger" Manier hin. Zumal lebt "Hunger Games" von seiner schillernden, starken Protagonistin und der vordergründigen Lovestory, so dass man sich mehr mit den überwiegend positiven Charakterbeispielen, sowie dem sich entwickelnden Widerstand identifiziert, als mit den negativen Charakteren. Außerdem hat "Battle Royale" nun doch das deutlich düsterere Ende, für Kids.
Alles in allem geht es hierbei um den Gesamtkontext, welcher in "Hunger Games" doch positiver ausfällt, als in "Battle Royale".


Habe nie verstanden, weshalb ein Film, bei dem die Hauptfigur in mehreren Szenen lauthals die Sinnlosigkeit der vielen Gewalt entsetzt und verzweifelt herausschreit und der mit dem sinngemäßen Zitat "Wir werden ab jetzt nur mehr Gewalt einsetzen, wenn sie als letzter Ausweg notwendig erscheint" endet, gewaltverherrlichend sein soll. Wie auch bei "Hunger Games" sind die Protagonisten selbst, also die Identifikationsfiguren, nicht gewalttätig und sind über die Gewalt regelrecht schockiert. Die Gewalt splattert eigentlich nie in einem unrealistischen und sich daran ergötzenden Ausmaß. Bei einem Film wie "Kill Bill", der ja teilweise Elemente von BR übernahm, ist die Gewalt Unterhaltung, bei Battle Royale gehört sie zur Handlung. Außerdem wird selbst den Schülern, die nicht lange überleben, vorher noch ein wenig Persönlichkeit gegeben. Sie sind also kein "Kanonenfutter" für Splattereffekte.
Ich finde da absolut nichts dabei, Splattereinlagen zur Unterhaltung einzusetzen. In manchen Genres passt es auch. Ich will nur aufführen, warum diese Beschlagnahme wegen Gewaltverherrlichung einfach richtig stupide war.
Eine FSK 16-Freigabe müsste da drin sein, wenn Hunger Games ab 12 ist. Aber wie ich die FSK bei reslistischen und nicht fantastischen Stoffen kenne, wird es wohl eine FSK 18.

02.03.2017 20:28 Uhr - AkiRawOne
Ich finde man braucht garnicht darüber zu redet das BR um einiges härter als Panem ist. Wenn Panem die direkte härte wie BR hätte, wäre es mehr als nur ein weichgespühlter Abklatsch.

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