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Veröffentlicht am von DanTheKraut

Steel Division: Normandy 44 wird nachzensiert

Änderung auf Anfrage der USK

Seit dem 28.03.2017 wird das Weltkriegs-Echtzeitstratregiespiel Steel Division: Normandy 44 im Handel vertrieben, doch jetzt wurde durch einen Eintrag in den Patchnotes des Entwicklers folgendes bekannt.
 
Die historische Figur des Kurt Meyer alias „Panzermeyer“ wurde durch den Entwickler aus der deutschen Version herausgepatcht und durch einen anderen SS-Brigadeführer und Generalmajor ersetzt nämlich Fritz Witt. Interessanterweise auf Anfrage durch die USK.
 
"In accordance with the German USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle)'s request, we are replacing Kurt Meyer's portrait & bio in the German version of the game with another officer: Fritz Witt, which was the nominal commander of the division at its arrival in Normandy but died a mere week after that."
 
Ausschlaggebend dürften wohl die Kriegsverbrechen von Meyer gewesen sein und sein später Einsatz für die HIAG.
 
Die Nachzensur gilt nur für die deutsche Version und ist durch einen Bug momentan auch bei der ROW enthalten, was aber gefixt wird.
Steel Division: Normandy 44 ermöglicht es den Spielern, während der Invasion in der Normandie im Jahr 1944 das Kommando über legendäre Divisionen aus sechs verschiedenen Ländern zu übernehmen, darunter die 101st Airborne, die 3rd Canadian oder die 21. deutsche Panzerdivision. (Eugen Systems)

Kommentare

21.05.2017 00:13 Uhr - Muetze
1x
Schade, dass die USK die Geschichtsereignisse nur verschleiern & zensieren kann & diese nicht ändern!

21.05.2017 01:45 Uhr - tschaka17
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Also die unabhängige USK stellt Anfragen an ein Unternehmen? So funktioniert das Prinzip eigentlich nicht!

Die "Zensur" an sich ist weder so schlimm, dass man sie beweinen muss noch so gravierend, dass man wirklich zensieren müsste. Typisch deutsches Schuldverhalten.

21.05.2017 06:16 Uhr - KKinski
3x
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21.05.2017 00:13 Uhr schrieb Muetze
Schade, dass die USK die Geschichtsereignisse nur verschleiern & zensieren kann & diese nicht ändern!


Fritz Witt war ebenfalls ein realer Nazi und bei der Waffen-SS. Das hat doch nichts mit Geschichte verschleiern zu tun. Er ist halt gefallen und Meyer nicht. Der war Nazi bis ans Lebensende und hat die Waffen-SS für die Heilsarmee gehalten, außerdem den Holocaust geleugnet.
Request kann außerdem alles mögliche heißen. Von Bitte bis Aufforderung.
Von einer Geschichtsänderung ist auch nie die Rede gewesen, warum sollte die USK die Geschichte ändern wollen? Vielleicht kan ja jemand mal bei der USK nachfragen, was die Gründe waren, wenn es nicht die Offensichtlichen waren.

21.05.2017 08:39 Uhr - Doktor Trask
6x
Arbeiten nun "Antifaschisten" auch bei der USK die ihren politischen Willen mit allen Mitteln durchsetzen? Ich halte den aktuellen Antifaschismuskurs vieler für nicht ungefährlicher als den der realen Faschisten da es hier selbst immer mehr in diese unbequeme Richtung ausufert (allgemein bezogen). Klar man sollte den Inhalt überprüfen, sicherlich kann man bei heiklen Themen auch Tipps geben (was die USK so eindringlich aber eigentlich nicht tun darf) aber es sollte nicht auch noch politisch werden, von diesen Wirrwarr und Wirrköpfen beiderseits hat es schon genug, das muss nicht auch noch bei der USK losgehen.

21.05.2017 11:36 Uhr - Dogger
1x
Interessant, mit was die sich so beschaeftigen.
Ich kannte den Namen nicht und haette ihn eher als Fantasienamen abgestempelt.
Wer heisst schon Panzermeyer, klingt eher lustig als echt.
Aber nun hat er natuerlich Aufmerksamkeit bekommen und ich hab gegooglet, wer das war.
Ob das noetig war, weiss ich nicht.
Fuer die Zocker waere er eh ohne Bedeutung, denn das Thema ist Historie und hat mit der Lebenswirklichkeit heute und in der Zukunft nichts zu tun.
Das ist wir ein Game zu zocken, wo es um andere historische Kriege geht.
Es sollte nicht verfaelscht dargestellt werden.
Der Name an sich, ist aber unbedeutend, falls es nicht um eine beruehmte Schlacht geht, wo diese Person von Bedeutung war.
Ich zocke das Game nicht. :)

22.05.2017 09:18 Uhr - GrimReaper
1x
Überschreitet die USK hier nicht deutlich ihre Kompetenzen? Ich dachte immer, sie dürfen keine Schnittauflagen erteilen, vor allem dann nicht, nachdem das Spiel ja offenbar bereits freigegeben wurde?! Die Freigabe kann im Nachhinein ja wohl nicht mehr widerrufen werden, also hätten die von mir mal einen ganz gepflegten Effe gezeigt bekommen für so eine Anfrage/Aufforderung!

22.05.2017 16:41 Uhr - KKinski
1x
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22.05.2017 09:18 Uhr schrieb GrimReaper
Überschreitet die USK hier nicht deutlich ihre Kompetenzen? Ich dachte immer, sie dürfen keine Schnittauflagen erteilen, vor allem dann nicht, nachdem das Spiel ja offenbar bereits freigegeben wurde?! Die Freigabe kann im Nachhinein ja wohl nicht mehr widerrufen werden, also hätten die von mir mal einen ganz gepflegten Effe gezeigt bekommen für so eine Anfrage/Aufforderung!

Vielleicht kannten die Macher einfach nicht den Werdegang von dem Meyer und die USK hat halt gesagt: Passt mal auf, der war nicht nur als Soldat am Krieg beteiligt, sondern nach dem Krieg in Deutschland recht umstritten. Das kommt einfach nicht cool den zu spielen, besonders in Deutschland. Nehmt doch stattdessen den Witt, der ist gefallen. Der Hersteller hat dann vielleicht ein Meeting anberaumt und man hat sich zusammengesetzt und beschlossen, dass man einen unverbessrlichen Nazi nicht unbedingt in dem Land zum Spielhelden machen muss, in dem er nach dem Krieg tätig war. Nach dem Motto: Die Drecksau muss man echt nicht spielen. Die USK und der Vertrieb, die unterhalten sich doch miteinander. Man tauscht sich aus, schaut mal zusammen in das Spiel rein. Die kennen sich doch. Das ist jetzt nur hypothetisch, aber dann hat vielleicht einer von der USK gefragt, wisst ihr was das für einer war? Oh, nee, das besprechen wir mal mit den Entwicklern. Das muss ja vielleicht nicht sein.

22.05.2017 18:24 Uhr - MTZ
Kann man die USK dafür verklagen?

24.05.2017 19:23 Uhr - Loredanda Ferreol
21.05.2017 08:39 Uhr schrieb Doktor Trask
Arbeiten nun "Antifaschisten" auch bei der USK die ihren politischen Willen mit allen Mitteln durchsetzen? Ich halte den aktuellen Antifaschismuskurs vieler für nicht ungefährlicher als den der realen Faschisten da es hier selbst immer mehr in diese unbequeme Richtung ausufert (allgemein bezogen). Klar man sollte den Inhalt überprüfen, sicherlich kann man bei heiklen Themen auch Tipps geben (was die USK so eindringlich aber eigentlich nicht tun darf) aber es sollte nicht auch noch politisch werden, von diesen Wirrwarr und Wirrköpfen beiderseits hat es schon genug, das muss nicht auch noch bei der USK losgehen.


Sorry Dr. Task, aber du schreibst einen Scheiß zusammen, dass es wehtut - und dafür noch auch reichlich Zuspruch von wortlosen "Daumendrückern" bekommst, die bezeichnend für ein gewisses Klientel hier sind. Du unterstellst, dass bei der USK "Antifaschisten" sitzen, die offenbar in deinem Verständnis vermummte Radikale sein müssen - wie sich das klein Heins eben so vorstellt.

Dass dort Menschen sitzen, die sich Gedanken über historische Personen machen und diese kritisch bewerten, in Zusammenhang mit faschistischer Meinungsdiktatur zu bringen, ist schon sehr abenteuerlich.

KKinski hat doch bereits interessante Denkansätze dargelegt. Aber leider scheinen diese an den dubiosen Meinungen einiger hier, die Antifaschismus mit 'Antideutsch' gleichsetzen, spurlos durchs Hirn zu wehen.

24.05.2017 19:26 Uhr - Loredanda Ferreol
22.05.2017 18:24 Uhr schrieb MTZ
Kann man die USK dafür verklagen?


Aber klar doch - ganauso wie du deinen Nachbarn für zu lautes Niesen verklagen kannst.

29.05.2017 13:30 Uhr - alraune666
21.05.2017 06:16 Uhr schrieb KKinski
Request kann außerdem alles mögliche heißen. Von Bitte bis Aufforderung.
Von einer Geschichtsänderung ist auch nie die Rede gewesen, warum sollte die USK die Geschichte ändern wollen? Vielleicht kan ja jemand mal bei der USK nachfragen, was die Gründe waren, wenn es nicht die Offensichtlichen waren.


Das ist nicht korrekt! Man kann 'request' unterschiedlich uebersetzen, wenn man Stur nach Woerterbuch geht, die Bedeutung bleibt jedoch die gleiche! Hier in UK z.B. ist 'request' weitaus mehr als eine blosse Bitte. Bei einem 'request' wird schon erwartet dass diesem entsprochen wird. Wenn es sich um eine lockere Anfrage der USK handelte, dann waere es eine falsche Wortwahl. In Deutschland hat 'Bitte' unterschiedliche Bedeutungen ... von der blossen Bitte bis hin zur Aufforderung (der Dozent bittet um Ruhe, sonst ... knallts) oder gar 'Befehl'.

Ansonsten ist die ganze Sache den Charakter zu aendern ziemlich laecherlich.

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