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Veröffentlicht am von sausagemoo81

Der dunkle Turm - Probleme in der Post-Production

Was aus der epischen Stephen King-Verfilmung wurde

Stephen Kings Buchserie zu Der dunkle Turm (OT: The Dark Tower) summiert sich auf über 4.000 Seiten, die Verfilmung von Sony und MRC schafft es scheinbar auf gerade mal 88 Minuten netto - und das obwohl man sich hierfür viele Teile aus mehreren der 8 Büchern aneignete, um seine Geschichte zu erzählen. Damit dürfte es wohl kaum gelingen, genügend Fans zu generieren, damit sich die schon angedachten Kino-Fortsetzungen lohnen. Wenn man bedenkt, dass auch mal eine Fernsehserie parallel zu den Kinofilmen angedacht war, erscheint die Sparversion jetzt mit Idris Elba und Matthew McConaughey in den Hauptrollen fast schon niedlich, aber sicher nicht episch.

War diese Kurzfassung am Ende nur das Ergebnis der laut einem Bericht der Variety katastrophalen Post-Production-Phase voller miserabler Test-Screenings, Umschnitten, Nachdrehs, Streitereien zwischen zwei Studios, beide mit einer "Kill Option" ausgestattet und Kings Einfluss auf das finale Produkt? Viele bestreiten das natürlich. Andere Quellen dagegen bestätigen die Probleme.

Diesen Quellen zufolge war man bei der Produktionsfirma unglücklich mit Nikolaj Arcels 1. Schnittfassung des Films und dachte darüber nach, Hilfe von außen zu holen. Aber das erschien ihnen zu kostspielig, stattdessen schaute Sony Pictures' Tom Rothman scheinbar regelmäßig im Schneideraum vorbei und gab Arcel Anweisungen. Denn die Testscreenings offenbarten einen Film, dessen Story und Mythologie unverständlich erschienen. Beide streiten das ab und sagen, dass Rothman nur die berühmt-berüchtigten Notes, also kleine Hinweise und Anweisungen für die Filmemacher, gab. Das größte Problem war aber wohl der ungewöhnliche Deal zwischen Sony und MRC, die sich die Kosten teilten. Zwei Firmen mit eigenen Visionen und beide ausgestattet mit dem Recht, die jeweils andere Filmversion abzulehnen. Sich so auf ein finales Produkt zu einigen, ist sicher nicht leicht.

Um ein paar der Ungereimtheiten der Story zu überspielen, gab es Re-Shoots für 6 Millionen Dollar, die vor allem den Konflikt zwischen Idris Elbas Gunslinger und Matthew McConaugheys Man in Black deutlich machen soll. Zudem wurde die 5-minütige Eröffnungsssequenz des Films in Mid-World, welche als Erkläung für das Setting des Films dienen sollte, aber wohl nur verwirrte, durch eine Alternative ersetzt.

Rothman glaubt, dass die komplexe Geschichte trotzdem ihre Reize hat und gerade deswegen ihr Publikum finden wird. Da das Budget trotz der Nachdrehs nicht ins Unermessliche stieg, sondern bei ca. 66 Millionen blieb, der Film mit einem PG-13-Rating startet und zwei bekannte Gesicher in den Hauptrollen hat, dürfte ein kommerzieller Flop wohl vermeidbar sein. Ob es trotz all der Probleme vielleicht doch ein guter Film ist, wird sich erst noch zeigen müssen.

Der dunkle Turm kommt am 10. August 2017 in die deutschen Kinos.

Revolvermann Roland Deschain (IDRIS ELBA) ist der letzte seiner Art und gefangen in einem ewigen Kampf mit Walter O’Dim, auch bekannt als der Mann in Schwarz (MATTHEW MCCONAUGHEY). Roland ist fest entschlossen, ihn daran zu hindern, den Dunklen Turm zu Fall zu bringen, der das ganze Universum zusammenhält. ... [mehr]
Quelle: Variety

Kommentare

03.08.2017 00:15 Uhr - TheRealAsh
3x
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Oh je, das hört sich ehrlich gesagt echt schlimm an, da schwinden meine Hoffnungen vollends. Tja, dann eben wieder die Bücher und in 10 Jahren die Serienumsetzung.

03.08.2017 00:29 Uhr - Muetze
88 Minuten für 8 Bücher. Würde es sich um Bilderbücher im Taschenbuchformat handeln wäre es ja eine gute Nachricht, aber so....
Gerade für Fans der Bücher auf jeden Fall wieder begründet genug Munition zum meckern.

Harry P., HdR & co ging doch auch recht gut. Schade das es hier mit einem (weit) unter 2 Stunden Film die Buch-Fans abgespeist werden.

03.08.2017 00:41 Uhr - JakeChambers
1x
Lächerlich. Zum einen ist der Film nicht alle 8 Bücher auf einmal, (wie kommt man auf die Idee?) sondern nur eine Kombination von Elementen aus Schwarz (Buch 1) und Tot(Buch 3) und zweitens denke ich das es normal ist, vor allem wenn sich zwei Produktionsfirmen die Kosten teilen, dass man da verschiedener Meinung sein kann. Denke das in dem ursprünglichen Beitrag viel Rauch um nichts ist.

03.08.2017 02:06 Uhr - nivraM
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Das liest sich zwar nicht sehr dolle, aber ich werde dem Film trotzdem eine faire Chance geben. Wäre nicht das erste Mal, dass trotz katastrophaler Entstehungsgeschichte ein gutes Ergebnis bei rumkommt.

03.08.2017 08:04 Uhr - OldGregg
1x
Hat der Autor je den dunklen Turm gelesen? Oder mehr als 5 Minuten mit den Wiki Artikel verbracht?

1. Ja, es sind acht Bücher. Das achte Buch kam aber nachträglich raus mit ner Prequel Geschichte. Buch vier ist ebenfalls zu 85% ein Prequel. Buch vier, auch bekannt als Glas, erhält übrigens ne eigene Serie. Idirs Elba wird da auch mitspielen, wahrscheinlich als Voice Over.
2. Es ist keine direkte Verfilmung der Bücher. Ich will das Ende von der Reihe nicht spoilern, aber es ist keine Verfilmung der Reihe und das macht auch Sinn. Wer wissen will was ich meine, liest sich einfach mal den letzten Absatz der Zusammenfassung durch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Turm_(Stephen_King)
Ein genialer Schachzug.
3. Nur weil ein Film kurz ist, macht es ihn schlecht? Sind z.B. also die 140 Minuten Marvel Filme so großartig und kommen ohne Filler aus? Fühlt sich das Finale nicht immer wie Kaugummi an? Bei Wonder Woman war der überlange Endkampf wirklich so geil?
Fakt ist, der letzte Akt wird in Hollywood momentan unendlich ausgeschlachtet und zieht Filme durch die Länge runter.
What We Do in the Shadows, Zombieland, Crank, Attack the Block, Stand By Me und Fruitvale Station laufen alle unter 90 Minuten.
4. Nachdrehs von 6 Millionen Dollar sind jetzt so schlimm? Wurde bei Rogue One nicht 40% des Films nochmal gefilmt?
5. Man kann den Dunklen Turm nicht mit normalen Fantsay Reihen vergleichen. Die Werke sind sehr verkopft, haben keinen leichten Zugang und sind einfach anders. Da läuft auch viel auf der Metaebene. Es ist kein simples "Herr Roland ging zum Dunklen Turm und erlebte dabei ein paar Abenteuer". Episch ist da wenig. Es gibt keine Herr der Ringe Schlachten oder lange Wanderschaften durch Neuseeland. Es hat eher einen leichten Fallout Charme.

Ich weiß nicht was der Artikel bezweckt. Außer Klicks zu erhalten. Besonders die schlechte Recherche erschreckt mich.

03.08.2017 08:32 Uhr - Raskir
1x
Da das Budget trotz der Nachdrehs nicht ins Unermessliche stieg, sondern bei ca. 66 Millionen blieb, der Film mit einem PG-13-Rating startet und zwei bekannte Gesicher in den Hauptrollen hat, dürfte ein kommerzieller Flop wohl vermeidbar sein.


Allein dieser Satz macht mir ernsthafte Sorgen, was bei dem Endprodukt rauskommt. Jetzt geht man noch nicht mal mehr davon aus, dass der Film Erfolgreich seien wird, sondern lediglich dass es kein totaler Misserfolg wird. Na, das kann ja was werden^^


03.08.2017 08:47 Uhr - Grosser_Wolf
3x
03.08.2017 08:04 Uhr schrieb OldGregg
3. Nur weil ein Film kurz ist, macht es ihn schlecht? Sind z.B. also die 140 Minuten Marvel Filme so großartig und kommen ohne Filler aus? Fühlt sich das Finale nicht immer wie Kaugummi an? Bei Wonder Woman war der überlange Endkampf wirklich so geil?

Den Vergleich zwischen einer King-Verfilmung und einem Marvel-Film finde ich nicht nur merkwürdig, sondern auch unpassend. Hier gibt es eine ganz andere Quelle. Zugegeben, ausgerechnet die Turm-Serie von Stephen King kenne ich nicht. Aber ein paar andere Romane und Geschichten von ihm. Und viele haben eines gemeinsam: eine spezielle Dichte der Erzählung aufgrund von Details und der ausführlichen Darstellung der Charaktere. Allein deswegen gerieten früher King-Verfilmungen in die Kritik, denn das benötigt auch auf der Leinwand eine gewisse Zeit. Daß nun also viele Leser ob des Turm-Filmes die Stirn runzeln, ist mir verständlich.

03.08.2017 09:03 Uhr - OldGregg
03.08.2017 08:47 Uhr schrieb Grosser_Wolf
03.08.2017 08:04 Uhr schrieb OldGregg
3. Nur weil ein Film kurz ist, macht es ihn schlecht? Sind z.B. also die 140 Minuten Marvel Filme so großartig und kommen ohne Filler aus? Fühlt sich das Finale nicht immer wie Kaugummi an? Bei Wonder Woman war der überlange Endkampf wirklich so geil?

Den Vergleich zwischen einer King-Verfilmung und einem Marvel-Film finde ich nicht nur merkwürdig, sondern auch unpassend. Hier gibt es eine ganz andere Quelle. Zugegeben, ausgerechnet die Turm-Serie von Stephen King kenne ich nicht. Aber ein paar andere Romane und Geschichten von ihm. Und viele haben eines gemeinsam: eine spezielle Dichte der Erzählung aufgrund von Details und der ausführlichen Darstellung der Charaktere. Allein deswegen gerieten früher King-Verfilmungen in die Kritik, denn das benötigt auch auf der Leinwand eine gewisse Zeit. Daß nun also viele Leser ob des Turm-Filmes die Stirn runzeln, ist mir verständlich.


Gerade der Vergleich mit nen Marvel Film ist passend für den Dunklen Turm. Lies die Bücher, dann weißt du was ich meine und warum ich Marvel genannt habe.

Es sind aber nur zwei Figuren aus den Büchern, da fehlen noch ganze drei weitere Hauptfiguren. Macht aber wie gesagt Sinn. Mit Roland und Jake hat man aber auch die "simpelsten" Figuren der Reihe genommen. Ist aber auch besser so, die anderen Figuren sind unglaublich komplex und tief, die kann man nicht alle in einem Film vorstellen. Außer der Film geht 300 Minuten.
So kriegen wir dir Welt, Jake und Roland, Walter als Gegner und ein wenig von Schwarz, Drei (und der Turm). Bei Erfolg können sie gerne eine Fortsetzung drehen, Aaron Paul hat laut eigener Aussage mehr als Bock mitzuspielen.


03.08.2017 09:45 Uhr - Roughale
1x
Im Ansatz klingt das ja alles stimmig, was du sagst OldGregg, aber trotzdem muss der Zweifel anhand der News erlaubt sein, denn leider hat man in letzter Zeit zu oft nicht wirklich optimale Filme bekommen, nachdem es hiess, dass da Interventionen zu Nachdrehs, etc. führten. Und auch wenn ich bishger nicht über Band 4 der Dark Tower Serie hinaus gekommen bin, so kann ich gut erkennen, wie der Zusammenhang zwischen Film und Buch einzuordnen sein könnte. Ich kenne zwar das Ende nicht, aber in anderen Büchern von King gab es genug Hinweise, worauf es hinausläuft und in Artikeln zu dem Film stand das auch drin - ärgerlich, aber nicht wirklich so dramatisch, wie andere Spoiler ;-) Aber bei der Masse an Stoff ist doch nachvollziehbar, dass Fans der Bücher enttäuscht über die kurze Lauflänge reagieren und das Nichtleser, denen die Anzahl der Bücher oft genug genannt wurde, mindestens verwirrt sind. Ich sage abwarten udn selbst entscheiden, ich will mir den schon geben, schraube aber die Erwatungshaltung stark runter, denn es ist verdammt lange her, dass es eine gute King Verfilmung gab, besonders die TV Umsetzungen waren meist katastrophal (11.23.63 habe ich noch nicht gesehen, der könnte eine Ausnahme sein)... Bei IT mache ich es genauso, da ist mein Zweifel fast noch grösser, auch wennd er Trailer nicht so übel aussieht...

03.08.2017 10:03 Uhr - Batmobil
03.08.2017 09:45 Uhr schrieb Roughale
....Und auch wenn ich bishger nicht über Band 4 der Dark Tower Serie hinaus gekommen bin


Das geht vielen so. Ich kenne zig Leute die Schwarz gelesen haben, ich kenne aber niemanden der alle Teile gelesen hat.
Ich habe Glas nach der Hälfte abgebrochen, da ich einfach keinen Zugang mehr fand.
Zwischen den Bänden war einfach zu viel Zeit vergangen.

88 Minuten kommen mir aber verdammt kurz vor, alleine für Schwarz. Da reden wir noch gar nicht über den Zug.

03.08.2017 10:25 Uhr - Kaffeetrinken
1x
Ich kenne zig Leute die Schwarz gelesen haben, ich kenne aber niemanden der alle Teile gelesen hat.


HIER...HIER...sogar 3 mal....

Ist wesentlich flüssiger zu lesen als Frank Herbert "Dune".....ein noch epischeres Meisterwerk.

Zurück zum Film.
Ich wusste beim ersten Trailer schon, das diese Verfilmung und ich keine Freunde werden. Das was ich dort gesehen habe, ging komplett am dunklen Turm vorbei.
Egal wie man es sich zurecht legt und egal wie gut Elba auch sein mag, da fängt es schon an.
Und einen Turm NICHT nach den Büchern zu verfilmen, sondern sich eine Hollywoodgeschichte daraus zu zimmern, DAS KANN NICHT FUNKTIONIEREN.

88 Min ?
Im Ernst ?

Möge dieser Film lautlos in der Versenkung verschwinden, es bloss keine Serie geben, bis vielleicht der Herr Jackson sich herablässt, einen Versuch zu starten, dieses Epos in gebührender Form zu verfilmen.

Sorry


Hingegen sieht IT bisher grandios aus und im Ernst, es kann nur besser werden, als die alte TV-Verfilmung, die zu Ihrem Glück nur und ausschliesslich von Curry gelebt hat.

Die Verfilmung war abgesehen von diesem Glanzlicht eine Unverschämtheit.

03.08.2017 10:59 Uhr - TheRealAsh
2x
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03.08.2017 08:04 Uhr schrieb OldGregg
Hat der Autor je den dunklen Turm gelesen? Oder mehr als 5 Minuten mit den Wiki Artikel verbracht?

1. Ja, es sind acht Bücher. Das achte Buch kam aber nachträglich raus mit ner Prequel Geschichte. Buch vier ist ebenfalls zu 85% ein Prequel. Buch vier, auch bekannt als Glas, erhält übrigens ne eigene Serie. Idirs Elba wird da auch mitspielen, wahrscheinlich als Voice Over.
2. Es ist keine direkte Verfilmung der Bücher. Ich will das Ende von der Reihe nicht spoilern, aber es ist keine Verfilmung der Reihe und das macht auch Sinn. Wer wissen will was ich meine, liest sich einfach mal den letzten Absatz der Zusammenfassung durch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Turm_(Stephen_King)
Ein genialer Schachzug.
3. Nur weil ein Film kurz ist, macht es ihn schlecht? Sind z.B. also die 140 Minuten Marvel Filme so großartig und kommen ohne Filler aus? Fühlt sich das Finale nicht immer wie Kaugummi an? Bei Wonder Woman war der überlange Endkampf wirklich so geil?
Fakt ist, der letzte Akt wird in Hollywood momentan unendlich ausgeschlachtet und zieht Filme durch die Länge runter.
What We Do in the Shadows, Zombieland, Crank, Attack the Block, Stand By Me und Fruitvale Station laufen alle unter 90 Minuten.
4. Nachdrehs von 6 Millionen Dollar sind jetzt so schlimm? Wurde bei Rogue One nicht 40% des Films nochmal gefilmt?
5. Man kann den Dunklen Turm nicht mit normalen Fantsay Reihen vergleichen. Die Werke sind sehr verkopft, haben keinen leichten Zugang und sind einfach anders. Da läuft auch viel auf der Metaebene. Es ist kein simples "Herr Roland ging zum Dunklen Turm und erlebte dabei ein paar Abenteuer". Episch ist da wenig. Es gibt keine Herr der Ringe Schlachten oder lange Wanderschaften durch Neuseeland. Es hat eher einen leichten Fallout Charme.

Ich weiß nicht was der Artikel bezweckt. Außer Klicks zu erhalten. Besonders die schlechte Recherche erschreckt mich.


Ich finde es ehrlich gesagt nicht ganz gerecht diesen News die Sinnhaftigkeit abzusprechen und eine schlechte Recherche vorzuwerfen.

Und das simple "Childe Roland to the Dark Tower Came", ein Gedicht (!) von Robert Browning ist eben schon die Handlung, so oder so. Dass es darin viele Bezüge insgesamt zur Literatur und auch zu Filmen gibt, ist ja richtig, aber natürlich ist Kings Buchreihe episch. Eine Schlacht ist nicht unbedingt episch, da gibt es schon noch was anderes.

Worauf diese News meiner Meinung nach hinweisen, sind die problematischen Produktionsgeschichten, die hierbei entstanden sind und sich meines Wissens fast schon über das ganze Jahrzehnt spannen. Ja, es wurde eine parallele Serie zu den Filmen angedacht und ursprünglich sollte das Lost-Team involviert sein, was sehr spannend hätte werden können und auch für King eine gute Lösung gewesen wäre. Dass dieser Film jetzt als Speerspitze dessen am Ende steht ist an sich schon enttäuschend und schade, da ja keine Fortsetzungen bisher geplant zu sein scheinen.

Aber am Ende wird es bei mir wahrscheinlich so sein, wie bei vielen King-Verfilmungen: ich werde sie trotzdem irgendwie mögen und auf ein Remake warten (das bei "Es" jetzt ja sogar kommt).


03.08.2017 11:17 Uhr - Postman1970
Da für mich selbst der wirre King Buchplot schon fragwürdig ist, bringt mir dass keine schlaflosen Nächte. Vmtl. begeistern unglaubwürdige Revolverhelden in einer SF/Fantasy Umgebung aber auch keine Massen, sonst hätte man dies ähnlich wie Herr der Ringe oder Harry Potter aufziehen können.

Das gewohnte Klischee würde bei negativem Austoss nur einmal mehr passen, da die meisten King-Verfilmungen bislang nur dürftig ausfgefallen sind. Nur die neue "ES" Verfilmung macht mir hier etwas mehr Hoffnung.

Mich wundert aber vor allem, dass King gerade heutzutage nicht selbst seinen Stoff etwas sorgfältiger mit vielen Qualitätsbedingungen verknüpft verkauft, da er finanziell eigentlich schon ausgesorgt hat und keine Art Ausverkauf betreiben muss.

Er hätte auch selbst als ausführender Produzent agieren und sich bekannte Top-Drehbuchautoren holen können, denn selbst scheint er ein Filmdrehbuch, obwohl er Autor ist, nicht hinzubekommen.

03.08.2017 12:03 Uhr - Stoi
An die Kenner der Buchreihe: ich habe bisher keinen der Turm-Bücher gelesen, wäre aber als King-Fan schon neugierig. Wenn man völlig unbelastet an das Thema geht, soll man dann die Bücher in ihrer normalen Reihenfolge 1-8 lesen oder eher mit den Prequels anfangen?

03.08.2017 12:23 Uhr - Raskir
@Stoi: Fang auf jeden Fall mit der regulären Reihe an. Die Ursprüngliche Reihe sind die Bände 1 (Schwarz) bis 7 (der Turm). Der Band 4 (Glas) ist selber schon ein Rückblick auf die Geschichte von Roland. Wenn du es bis Band 7 schaffst und du danach immer noch Bock hast solltest du auf jeden Fall noch den nächsten Band lesen der, wenn ich mich nicht irre, zwischen dem 4. und 5. Band spielt.

03.08.2017 12:28 Uhr - Tom Cody
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03.08.2017 08:04 Uhr schrieb OldGregg
Hat der Autor je den dunklen Turm gelesen? Oder mehr als 5 Minuten mit den Wiki Artikel verbracht?
Ich weiß nicht was der Artikel bezweckt. Außer Klicks zu erhalten. Besonders die schlechte Recherche erschreckt mich.

Also mir persönlich hat der Artikel, der sich vorrangig mit den Produktionsproblemen des Films befasst, sehr gut gefallen. Ich selber habe die Reihe jetzt auch nicht gelesen (auch wenn ich früher alles von King verschlungen habe), und hätte warscheinlich ebenfalls Probleme gehabt, den Detail-Ansprüchen von allen Fans zu genügen.

Es geht hier auch nicht darum, irgendwelche Klicks zu generieren, sondern den Lesern vielleicht die eine oder andere Information zukommen zu lassen, die sie vorher möglicherweise noch nicht kannten. Bevor ich mich allerdings über "schlechte Recherche" auslasse... wie wäre es denn, statt Erbsenzählerei selbst etwas konstruktives beizutragen?!?

03.08.2017 13:59 Uhr - Horace Pinker
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Ich habe die komplette Dunkle Turm Reihe zwei mal gelesen und besitze auch das zweibändige Komprendium von Robin Furth und die Graphic Novel Reihe (ist auch mit Abstand mein Lieblings King Werk). Das der Film keine werktreue Adaption werden kann, war spätestens nach der absolut unpassenden Besetzung Rolands bekannt und wurde dann durch den nichts sagenden Trailer, die PG 13 Freigabe, die zu kurze Laufzeit, das Weglassen wichtiger Handlungselemente und die Schwierigkeiten in der Produktion nur noch untermauert. Was dabei heraus kommt wird mit ziemlicher Sicherheit eine unwürdige Massentaugliche Version einer genialen Romanreihe. Auch das von manchen gebrachte Element mit der Quasifortsetzung zählt für mich nicht (SPOILER 1. Würde sich dadurch, dass Roland seine Reise erneut beginnen muss nicht plötzlich seine Hautfarbe ändern, 2. Würde sicher zumindest der Beginn seiner Reise gleich verlaufen und 3. Hätte man die Bücher einfach vorlagengetreu umsetzen sollen SPOILER ENDE). Ich hoffe einfach das in ein paar Jahren eine würdigere Neuverfilmung nachfolgen wird, bis dann verzichte ich hier auf einen Kinobesuch und lese stattdessen lieber zum dritten mal die Bücher.

03.08.2017 14:39 Uhr - Kirai
Oh man... Ich bin halt n riesen King Fan... Und gerade die Turm-Reihe ist für mich das Genialste gewesen was ich je gelesen habe! In dem Moment wo ich das letzte Buch zur Seite legte seufzte ich, war niedergeschlagen da das, womit ich soooo viel zeit verbracht habe nun zu Ende war, und hab nach kurzer Zigarettenpause sofort wieder den ersten Band in die Hand genommen.... Ich glaube fast, die Reihe trifft wirklich zu 100% meinen Geschmack und ich finde nichts darin von dem ich nicht begeistert war!
Mir war immer klar dass eine würdige Verfilmung so gut wie unmachbar wäre... Ich war schon wegen der Besetzung nicht begeistert... Dann haben mir die Trailer noch mehr mit genommen... Und nun 88 Minuten??? Ich habe fast in diesen Büchern gelebt!!! Bei 88 Minuten gewöhne ich mich noch nich einmal an Rolands Gesicht .__.

Also das Positive ist, dass auf Grund der Länge die Turm Reihe ja eher von wenigen gelesen wurde (ich musste mich selbst Jahre lang überwinden bis ich es begonnen habe)... Also können die Leute wahrscheinlich durchaus ihren Spaß an diesem Film haben... Vielleicht bewegt es auch manchen dazu, sich den Büchern zu widmen?! Also hat der Film wohl seine Berechtigung.... Aber ich denke für die Fans der Bücher wird dieser Film wohl wirklich enttäuschend werden!
Ich denke ich stehe da auch nicht alleine da und die meisten King Fans geben mir sicher recht wenn ich sage, gerade die längeren Verfilmungen seiner Werke sind meist auch die besten... Und gerade die Längen in denen es nur um Charaktere geht und das zwischenmenschliche weiß jeder Fan zu schätzen, was andere wohl eher als langweilig und unnötig bezeichnen! Ich mag die "Ruhe" in seinen Geschichten! Das wird in dieser Verfilmung wohl vollends fehlen :(

Zumindest bleibt und ja noch "Es" dieses Jahr :) da freue ich mich schon riesig darauf!!!

03.08.2017 15:05 Uhr - Kirai
03.08.2017 12:03 Uhr schrieb Stoi
An die Kenner der Buchreihe: ich habe bisher keinen der Turm-Bücher gelesen, wäre aber als King-Fan schon neugierig. Wenn man völlig unbelastet an das Thema geht, soll man dann die Bücher in ihrer normalen Reihenfolge 1-8 lesen oder eher mit den Prequels anfangen?


Also ich würde sie so lesen wie sie heraus gekommen sind... Da die Prequels selbst von Roland als Geschichte erzählt werden während die eigentliche Handlung theoretisch noch weiter läuft...
Also zB sie machen ne kleine Pause am Strassenrand und dort erzählt Roland dann die Geschichte seiner großen Liebe...
Bei "Wind" kannst du es machen wie du willst da das Buch im Nachhinein dazwischen reingeschoben wurde... Da sie jedoch zur eigentlichen Handlung fast null beiträgt, kannst des auch zum Schluss lesen... Und das fiese Ende der eigentlichen Geschichte etwas abklingen zu lassen :)

03.08.2017 16:54 Uhr - superboingo
Ich habe alle regulären Bände in einem viertel Jahr durchgelesen und sie als ausgeprochen stimmig und strukturiert in Erinnerung. Das nachgeschobene Prequel habe ich bisher noch nicht gelesen. Auch in neueren Veröffentlichungen Kings (Basar der bösen Träume) wird von ihm mehr oder weniger häufig bezug auf den Turm genommen. Auf jedenfalls wäre der dunkle Turm eine sehr coole TV-Serie gewesen (Mindestens 10 spannende Staffeln)!
Ein nochmaliges Lesen ist wohl angebracht ...

03.08.2017 18:37 Uhr - Batmobil
1x
03.08.2017 16:54 Uhr schrieb superboingo
Ich habe alle regulären Bände in einem viertel Jahr durchgelesen und sie als ausgeprochen stimmig und strukturiert in Erinnerung..


Das scheint dann wohl das Rezept für das Verständniss vom dunklen turm zu sein: Bingereading.
Für jemanden der die Erstauflagen erleben durfte, waren die Pausen zwischen den Werken einfach zu groß.
Da sprang dann einfach der Funke nicht mehr über.
Da hat man sich dann als King-Fan die Zeit mit "Needful Things" oder "The Stand" vertrieben...
"The Stand" leider viel zu unbekannt...

03.08.2017 19:04 Uhr - jrtripper
2x
dieser film ist meiner meinung nach der absolut falsche weg den "turm" umzusetzen.
völlige fehlbesetzung der charaktere.
ich bin nicht unbedingt ein freund von tv-serien aber aus diesem werk, sollte man wirklich eine machen. pro buch eine staffel, die folgenzahl abhängig von der stärke der bücher.
nur so kann man das universum vom "turm" einfangen.

04.08.2017 09:45 Uhr - Stoi
03.08.2017 12:23 Uhr schrieb Raskir
@Stoi: Fang auf jeden Fall mit der regulären Reihe an. .


03.08.2017 15:05 Uhr schrieb Kirai
Also ich würde sie so lesen wie sie heraus gekommen sind...


Ok, danke. Dann werde ich sie in der regulären Reihenfolge lesen bzw. hören.
Ich habe nämlich die Hörbücher.

03.08.2017 19:04 Uhr schrieb jrtripper
ich bin nicht unbedingt ein freund von tv-serien aber aus diesem werk, sollte man wirklich eine machen. pro buch eine staffel, die folgenzahl abhängig von der stärke der bücher.

Gerade bei umfangreichen Buchverfilmungen sind Serien doch das perfekte Medium, was ja auch die gelungene Umsetzung von Kings "Der Anschlag" beweist.
Deshalb bin ich auch bei der neuen angekündigten Spielfilmumsetzung von Es" skeptisch. Der Umfang des Buches wäre wohl auch besser in einer zehnteiligen Staffel aufgehoben.

04.08.2017 13:00 Uhr - jrtripper
@stoi

dann ziehe dir alle king bücher rein, das turm universum macht vor vielen der anderen bücher nicht halt, sprich, sie sind auf die eine oder andere art miteinander verstrickt.

05.08.2017 20:56 Uhr - Hagbard
Oh man... Finde es echt daneben, wie sich hier alle wegen der Laufzeit aufregen. Es gibt viele Aussagen von den Machern und Darstellern, dass dies im besten (kommerziell einigermassen erfolgreichen) Fall nur der Startschuss sein soll für weitere Teile bzw. eine integrierte TV-Serie. Es SOLL doch mit diesem einem Film gar nicht die komplette Buchreihe abgedeckt werden. Das ist mir (seit dem dritten Roman "tot", oder "The Waste Lands" im Original, sozusagen "live" dabei, sobald ein neuer Teil rauskam) doch von vornherein klar - wie den Machern offensichtlich auch. Werde dem im Kino auf jeden Fall eine Chance geben - danach kann ich dann beurteilen, ob er gut ist oder nicht.

05.08.2017 22:15 Uhr - D-Chan
03.08.2017 02:06 Uhr schrieb nivraM
Das liest sich zwar nicht sehr dolle, aber ich werde dem Film trotzdem eine faire Chance geben. Wäre nicht das erste Mal, dass trotz katastrophaler Entstehungsgeschichte ein gutes Ergebnis bei rumkommt.


Du meinst wie bei Suicide Squad?

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