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22.01.2010 - 16:57 Uhr
Mexico will gewaltverherrlichende Medien verbieten
Regierung gegen verherrlichende Musik und Filme
Die Drogenkriminalität in Mexico steigt stetig an und die Regierung sucht neue Mittel und Wege dagegen anzugehen. In einem aktuellen Gesetzesentwurf sollen dabei gewaltverherrlichende Lieder und Filme verboten werden, welche von der Gesellschaft als eher harmlos und nett angesehen werden.

Jedoch nicht die üblichen Gewaltfilme bzw. -texte, sondern Medien, in denen Drogenschmuggler und -banden verherrlicht werden. In den Drogenballaden, den sogenannten "Narcocorridos", werden Gewalt und Drogenhandel besungen, glorifiziert und die US-Grenzpolizei verhöhnt. Viele Radiostationen haben die Titel auf Wunsch von der amerikanischen Botschaft von ihren Playlists verbannt, aber der Handel mit Raubkopien floriert weiter. Auch billige, verherrlichende Filme über Drogenbosse sollen verboten werden.

Der Gesetzesentwurf wurde von der regierenden Nationale Aktionspartei (PAN) dem Parlament vorgelegt. Dieser sieht vor, dass für die Aufführung und Herrstellung solcher Medien Haftstrafen von bis zu drei Jahren verhängt werden.

In absehbarer Zeit soll über das neue Gestz abgestimmt werden.
Quelle: DerStandard
Kommentare
22.01.2010 17:02 Uhr - FreshDudel
Immerhin ein nachvollziehbarer Grund für ein Verbot. Das der Drogenhandel dadurch eingeschränk wird halte ich aber für utopisch.

22.01.2010 17:19 Uhr - Glock18
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wieso nachvollziehbar? das ist genauso dasselbe wie bei unseren Sittenwächtern und ihren eigenen Moralvorstellungen für eine bessere Welt. Indem sie Verbote aussprechen macht es die Sache erst recht reizvoller. Zudem bezweifle ich sehr, dass der Drogenhandel und die Gewalt dadurch abnehmen wird. In Mexiko ist die Armut sehr hoch, weshalb viele junge Leute sich Gangs anschließen und mit Drogen handeln frei nach dem Motto: *hab nix zu verlieren*

22.01.2010 17:30 Uhr -
gut. wer den gefärlichen job macht gegen diese drogen-kartelle zu kämpfen muss sich nicht verhöhnen lassen

22.01.2010 17:48 Uhr - Skahead
...verbotene Früchte schmecken am besten

22.01.2010 18:07 Uhr - Doktor Trask
Ist schon nachvollziehbar das ganze aber wird es bei dem bleiben was jetzt gesagt wurde oder wird man wenn man die Mittel erstmal hat die Verbote ausweiten? Allerdings wird dieser Schritt die Filme und die Musik auch nicht einschränken, es wird nur mehr kopiert und die Gewalt und die Verbrechen wird man damit erst Recht nicht eindämmen können, es wäre schön wenn Lösungen für Probleme so leicht zu finden wären. Mit Verboten und Regeln lassen sich Mißstände und Probleme leider nicht bekämpfen, das hat bisher nie geklappt und wird auch künftig nicht klappen.

22.01.2010 18:51 Uhr - ParamedicGrimey
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Erfahrungspunkte von ParamedicGrimey 35
Wird auch Montezumas Rache verboten?

22.01.2010 19:00 Uhr - Zappes
Die Drogenmafia frohlockt... Jetzt können sie die Filme und die Musik billig in Guatemala oder so produzieren, ins Land schmuggeln und teuer verticken. Wie man sowas aufzieht und gut daran verdient, wissen die Herren ja.

22.01.2010 19:12 Uhr - Oberstarzt
Lol purer Aktionismus (seitens der nationalen Aktionspartei - Name passt ja) auf allen internationalen politischen Fronten. Wenn Probleme auftauchen, die man nicht bekämpfen kann, oder wo einem das Konzept dazu fehlt, einfach die populistischste Methode wählen.

In Mexico genau das selbe wie in Deutschland, die Jugend verhält sich aufgrund von Perspektivlosigkeit soziopathisch: ganz klar, die Computerspiele sind schuld, oder Filme, oder Rap, oder Heavy Metal, oder Comics, oder, oder, oder ...

22.01.2010 19:56 Uhr - spartan
Vorsicht,
der Schritt Äpfel mit Birnen zu vergleichen ist wohl einfach zu verlockend, als dass man sie auslassen könnte...

22.01.2010 20:37 Uhr -
Absoluter hirnverbrannter Schwachsinn. Dadurch steigt die Beliebtheit um so mehr. Im Endeffekt erreicht man nur das Gegenteil. Aber die Mexi-Politiker scheinen genauso dämlich zu sein wie die deutschen.

22.01.2010 21:31 Uhr - And1
Ich kann mir vorstellen dass die Politiker schon sehr verzweifelt sind, um so einen Schritt zu wagen. Denn wenn diese ganzen Milizen schon gar keine wirkung mehr zeigen bei den Drogenkämpfen sondern nur mehr Tote bringén dann muss man eben zu Banalen sachen graifen. Das wäre dass gleiche als ob man im Irak Ballerspiele verbieten würde um damit die gewalt einzudämen :)

22.01.2010 22:05 Uhr - Suratay
Äpfel mit Birnen vergleichen. Der Ausdruck passt.

Sowohl diese Filme als auch die Musik läßt diese Verbrecher nicht nur in einem guten Licht erscheinen, manche dieser Machwerke fordern sogar zum aktiven Gewaltakt gegen die Exekutive (Polizei) auf.

Wir reden hier von Personen die nicht nur Drogen herstellen, sondern auch einen sehr sehr üblen Menschenhandel, teils mit Kindern praktizieren....

In unserem Land werde Filme indiziert, geschnitten und verboten. Dies ist nicht OK und gehört in einer Demokratie einfach abgeschafft. Jedoch wird in unserem Land nicht im Auftrag von Drogenkartellen gemordet und Politik gemacht. Daher hinkt hier ein Vergleich gewaltig.

Wir wollen auch nicht vergessen, das in unserem Lande Medien die aktiv zum Bruch unserer Gesetze auffordern oder reale Gewalt, darstellen ebenfalls (und in meinen Augen auch zurecht) verboten sind und strafrechtlich verfolgt werden. Vielleicht sollte man hier den Vergleich eher stellen.

Ist sehr sehr schwierig zu bewerten.

Ein illegaler Vertieb wird natürlich gefördert. Daher ist der Entwurf sinnlos. Ich denke mal es geht bei dem Plan mehr darum, dem Kartell die Stirn zu zeigen und vor den amerikanischen Helfern ein Zeichen zu setzen, wenn auch ein sehr kleines...

22.01.2010 22:28 Uhr - Evil Wraith
Ich wette, dann wird Traffic zum neuen Nationalfilm erklärt :D .

22.01.2010 22:38 Uhr - Alex81104
Irgendwie sinnlos

22.01.2010 22:59 Uhr - Karate Kid
Wieso regen sich viele auf? In Deutschland ist so etwas auch verboten, weil das unter "Propaganda" und "Aufruf zu einer Straftat fällt", evtl. auch "Volksverhetzung" da U.S.-Amerikaner verunglimpft werden, wo ist also das Problem?

22.01.2010 23:33 Uhr - Cheezburger
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Erfahrungspunkte von Cheezburger 1
naja, viel bringen wirds nicht, aber immerhin müssen sich die leute die dagegen kämpfen müssen ihres berufes wegen nicht legal verhöhnen lassen, was deren moral vll ein wenig steigert.

22.01.2010 23:57 Uhr - generalcartman
@ Alex

signed! die haben doch andere, größere probleme, die werden jz wohl nicht sagen, die bandengewalt kommt von den spielen?!
außerdem haben die schon genug probleme durch piraterie...

23.01.2010 10:41 Uhr - bone-fiesler
Das Wunschdenken, man könne ein Problem verringern, indem man die kulturelle Auseinandersetzung mit dem Problem verbietet, scheint nun auch in Mexiko einzug zu halten.

23.01.2010 15:16 Uhr - Bl8runner
Ich sage da nur Body Count!
Zu meiner Schulzeit war Ice T gerade total in. Aber bei uns wäre niemand auf die Idee gekommen wegen'Cop Killer' nen Bullen übern haufen zu schießen! Geht ja von der Thematik auch so in die richtung dieser "Narcocorridos" Songs.

23.01.2010 15:17 Uhr - eisjok
Glock18, Oberstarzt, KillBilly, bone-fiesler aber auch Bl8runner,

Ihr verkennt den eigentlichen Grund dieser Maßnahme! Anders als bei uns, wo befürchtet wird dass Gewalt eine gewisse Abstumpfung mit sich bringt, geht es in Mexico um die Glorifizierung des Drogenhandels. Wer sich einmal mit den Problemen Mexicos näher auseinandersetzt, der stellt schnell fest, dass es gerade die armen Menschen sind, die den Idealen der Drogenmafia nacheifern, mit dem Bild des großen Reichtums vor Augen. Medien (vermutlich zum Teil sogar von den Kartellen bestimmt) spielen dabei eine große Rolle. Sie bringen einen Kodex unter die Menschen, der die brutale Gewalt beschönigt und das verachtende Menschenbild dahinter verschleiert.

Das hat mit unserer in Deutschland geführten Debatte um Zensur überhaupt nichts zu tun!

Ich weiß nicht, ob dieser Schritt in Mexico zu einem Erfolg führen wird, alleine sowieso nicht, aber gehen sollte man ihn angesichts der Probleme dort auf jeden Fall.

eisjok

23.01.2010 16:17 Uhr - Bl8runner
eisjok,
mir gehts doch hierbei gar nicht darum obs sich hier um Zensur handelt!
Ich seh da erlich gesagt nur keinen unterschied zwischen diesen ''Narcocorridos Songs'' und ''Gangster rap'' der Neunziger.
Ich weis nicht wie weit du auf diesem Gebiet bewandert bist aber vieleicht kennst du ja Filme wie Menace to Society.

Ob die nun in nem Ghetto in USA oder Mexico Drogen verticken und sich gegenseitig übern haufen ballern und dan darüber in glorifizierten songs singen spielt da für mich keine Rolle.


23.01.2010 17:02 Uhr - gniwerj
@ Bl8runner:

ich glaub nicht dass mensch menace to society oder auch gangstarap der sorte ice-t mit dem zeug aus mexiko vergleichen kann, denn:

1. hat menace to society durchaus nen eher kritischen blick auf das ganze geschehen (soweit ich mich erinnere. ist schon ne weile her)

und

2. stecken eben dicke kartelle, also quasi institutionen hinter den gewaltverherrlichenden songs/filmen in mexico, die systematisch gegen den staat arbeiten. du kannst dir sicher sein, dass soetwas bei uns zu genau der gleichen konsequenz führen würde, weil's eben komplett verfassungswiedrig ist.

ist jetzt 'n ziemlich weitläufiger vergleich aber, warum wird wohl die npd, absolut zu recht natürlich, vom verfassungsschutz beobachtet?

24.01.2010 04:48 Uhr - eisjok
Bl8runner,

so ganz unrecht hast Du natürlich nicht, trotzdem ist dieser spezielle Fall nicht im geringsten mit den Hintergründen von Verboten in Deutschland zu vergleichen.

Wie ich bereits sagte, ich glaube nicht, dass diese Maßnahme allein ausreicht, um die Dinge in Mexico in den Griff zu bekommen, aber den Versuch, die Menschen auf diesem Weg sich wieder ihre eigene Meinung bilden zu lassen, kann ich mehr als nur nachvollziehen.
Natürlich muss zusätzlich auch noch ganz woanders angesetzt werden...!

Also, Dein Vergleich mit z. B. dem Gangster Rap ist sicherlich nicht ganz falsch, nur der soziale und gesellschaftliche Hintergrund bei uns ist ein gänzlich anderer.

eisjok

25.01.2010 17:07 Uhr - Performer
Mexico will zu scharfe Chilischoten verbieten !?

28.01.2010 18:57 Uhr - prokiller
Ist wenigstens zu den deutschen Gesetzen nachvollziehbar, besser gesagt logisch.
Aber den Kartellen schaden die damit nicht, ausser die filme werden von diesen Produziert.

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