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18.01.2011 - 13:30 Uhr
Neues Interview mit Christian Pfeiffer
Gewalthaltige Medien nur ein Faktor unter vielen
Die Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ) hat mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer und dem Medienpsychologen Christian Aufenanger ein interessantes Interview geführt.

Dabei beschreibt Christian Pfeiffer unter anderem die Nutzung von Computerspielen bei Jugendlichen. Auf die Frage, was am meisten gespielt würde, antwortete er:

[q]"Bei den Jungen eindeutig Online-Spiele und gewaltorientierte Spiele, bei den Mädchen eher harmlose Spiele wie "Die Sims". Ein geringer Anteil der Mädchen spielt auch online. Unter den Mädchen finden wir 4,3 Prozent, die pro Tag viereinhalb Stunden spielen, bei den Jungen sind es knapp 16 Prozent. Diese Gruppe nennen wir Exzessivspieler. Die spielen primär Online-Rollenspiele."[/q]
Ein Teil des Interviews zielte dann auch auf den Bereich der gewaltorientierten Spiele ab. So antwortete Pfeiffer auf die Frage, ob gewalthaltige Spiele Jugendliche gewalttätig machen:

[q]"Man wird nicht Amokläufer, weil man ein brutales Computerspiel gespielt hat. So jemand hat im realen Leben solchen Hass auf bestimmte Menschengruppen entwickelt, die er für das eigene Scheitern verantwortlich macht, dass dann irgendwann ein "Tag der Rache" kommt."[/q]
Herr Pfeiffer meint aber, dass Forscher nachgewiesen haben, dass gewaltätige Spiele zu einem Empathieverlust führen und bei Gefährdeten, dass Risiko erhöhen tatsächlich gewalttätig zu werden.

Daraufhin antwortete auch der Medienpsychologe Aufenanger:

[q]"Das ist aber weniger eine Kausalität. Die Hypothese ist eine Selektionshypothese: Diejenigen, die aggressiv sind, wählen dann auch die entsprechenden Computerspiele."[/q]
Gewalthaltige Spiele seien per se also nicht der alleinige Grund, weshalb Jugendliche gewalttätig werden, sondern lediglich ein Faktor von vielen, ein sogenannter Verstärkungsfaktor, wie ihn Christian Pfeiffer nennt. Aufenanger meint diesbezüglich weiterführend, dass durch entsprechende Spiele die Wahrscheinlichkeit steigt, ein auffälliges Verhalten zu zeigen:

[q]"Die Wahrscheinlichkeit steigt, ein Risikoverhalten zu zeigen. Zur Frage der Kausalität: Ich kann mich erinnern, dass ein Kollege mal zu Ihnen kam, Herr Pfeiffer, und sagte: "Mein Sohn will einen Fernseher haben." Sie haben geantwortet: "Dann gibt es schlechte Noten." Diese Kausalität mit prognostischem Charakter würde ich bestreiten." [/q]
So geht Pfeiffer auch nicht davon aus, dass entsprechende Spiele für einen Anstieg der Jugendgewalt verantwortlich sind, da andere Belastungsfaktoren sinken würden. So etwa die häusliche Gewalt. Lediglich bei so genannten gefährdeten Kindern besteht diesbezüglich ein Risiko, durch Spiele gewaltätiger zu werden. In diese Kategorie fallen Kinder, welche zum Beispiel häusliche Gewalt erleben.

[q]Gewalthaltige Medien sind da nur ein Faktor unter vielen: falsche Freunde, Gewalt in der Familie, Bildungsnachteile, Alkohol, Schulschwänzen und so weiter.[/q]
Auf die Frage, ob denn die Debatte über Jugendgewalt eventuell falsch laufe, äußerte sich Pfeiffer folgendermaßen:

[q]"Als ich nach dem Amoklauf von Winnenden im Fernsehen saß, bei "Hart aber fair", war mein erster Satz: "Amokläufe entstehen nicht durch Computerspiele." Da war Frank Plasberg überrascht, weil er mir zugeschrieben hatte, ich würde das Gegenteil sagen."[/q]
Pfeiffers These war, dass "Amokläufe [...] primär im familiären und sozialen Kontext" entstehen. Wie auch aus die Vorfälle in Winnenden und Erfurt mittlerweile auch deutlich gemacht haben.

[q]"Spiele sind immer nur ein Verstärkungsfaktor, und man geht jedes Mal reflexartig auf Computerspiele als Hauptursache ein, was schlicht nicht stimmt und durch ständige Wiederholung nicht richtiger wird. Die Debatte sollte viel mehr die Leistungskrise der Jungen ins Auge fassen. Für mich ist die Gewaltthematik völlig über- und die Leistungskrise völlig unterschätzt."[/q]
Im weiteren Verlauf des Interviews gab Medienpsychologe Christian Aufenanger eine persönliche Einschätzung zum Jugendmedienschutz in Deutschland ab. So ist er dafür, Altersgrenzen in stärkerem Maße auszudifferenzieren. So sei die Spanne zwischen sechs und zwölf zu lang, sinnvoller wäre hier eine Einteilung in sechs, zehn und vierzehn. Im Gegensatz zu Herrn Pfeiffer, ist er auch der Meinung, dass die im Vergleich zum Ausland strenge deutsche Jugendmedienschutzregelung ausreicht. Seiner Ansicht nach funktioniert die Selbstkontrolle über USK und FSK "im Großen und Ganzen". Er ist gegen eine "Überkontrolle".

Weiterhin sieht er Medienkompetenz als einen wichtigen Bereich an, er etwa durch eine Förderung von Ganztagsschulen erreicht werden kann. Familienbildung, Zurückdrängung der Armutsgrenzen sowie allgemein die sozialen Bedingungen für Familien zu verbessern, würde Medienkompetenz fördern.

Anderer Meinung ist indes Christian Pfeiffer. Besonders im Hinblick auf die elterlichen Medienkompetenzen sieht er Nachholbedarf:

[q]Anders als Herr Aufenanger sehe ich gravierende Defizite in der Anleitung der Eltern, was richtig und falsch ist für ihre Kinder. "World of Warcraft" und viele andere Online-Rollenspiele "ab 12" freizugeben ist Unsinn und hochgefährlich. Deshalb die Radikalforderung: Alle Online-Spiele sollten wegen ihres höheren Suchtpotenzials pauschal im ersten Jahr "ab 18" sein."[/q]
Hier schlägt er alternativ auch vor, eine Altersfreigabe zu vergeben, "die einem zum Zeitpunkt der Bewertung als richtig erscheint" und später anhand von empirischen Tests noch einmal überprüfen ob die Freigabe richtig war.

Ob die Einführung entsprechender Altersfreigaben auf Probe sinnvoll ist, lässt sich hier sicher nicht klären. Jedoch darf zumindest in Frage gestellt werden, ob dies überhaupt durchführbar ist. Online-Rollenspiele radikal ab 18 Jahren einzustufen ist indes nicht neu, und wurde von Christian Pfeiffer schon mehrmals gefordert. Es drängt sich hierbei jedoch sicher die Frage auf, ob eine objektive Beurteilung von Online-Spielen überhaupt noch möglich ist, wenn man als Gutachter ohnehin bereits die Vorgabe im Hinterkopf hätte, das Spiel ab 18 Jahren einzustufen. Dies kann letztlich keine zielführende Art des Jugendschutzes sein, und würde zu genau dieser Überregulierung führen, wie sie Chrisian Aufenanger bereits kritisierte.

Das komplette Interview, welches von Christian Stöcker geführt wurde, können Sie hier einsehen.
Quelle: Spiegel
Kommentare
18.01.2011 13:39 Uhr - naSum
wichtigstes zitat im interview von pfeiffer: "Man wird nicht Amokläufer, weil man ein brutales Computerspiel gespielt hat"

danke dafür

18.01.2011 13:51 Uhr - generalcartman
endlich hat er mal klar tisch gemacht! ich hoffe dass man jetzt auch endlich versteht, dass computerspiele nicht nur nicht die hauptverantwortlichen für amokläufe sind, sondern eher ein absolut gering gewichteter faktor im vergleich zu anderen, wie familiäre gewalt oder mobbing... das mit der sucht ist ein ganz anderes thema, aber es nicht gut so viel zu zocken, da wäre eine ab 16 freigabe vlt gar nicht mal so verkehrt finde ich wäre dann ja wie mim bier^^

18.01.2011 13:53 Uhr - Bokusatsu
Jedes mal wenn ich bloß den Namen Christian Pfeiffer lese kriege ich einen Wutanfall.Denn sollte man per Gesetz dazu zwingen immer einen Knebel zu tragen.Schafft endlich die BPJM ab und gebt alles ab 16 frei.In anderen Ländern ist das auch so und dort gibt es keine schlimmeren Verbrechen.Jugendschutz und Datenschutz wird in Deutschland bloß so extrem benutzt um die Menschen noch mehr zu kontrollieren.

18.01.2011 13:53 Uhr - Lugge
Man wird nicht Amokläufer, weil man ein brutales Computerspiel gespielt hat

nach all diesen jahren, haben die es endlich kapiert!



ich finde, dass die usk viel zu streng bewertet, man sollte jedem spiel eine freigabe erteilen! (wenn auch nur ab 18, aber dafür uncut)

18.01.2011 13:54 Uhr - Caligula
Zitat:
Aber, was Forscher zweifelsfrei aufzeigen können, ist: Das Spielen von gewalthaltigen Spielen erhöht bei Gefährdeten, die ohnehin schon auf dem Weg Richtung Gewalt sind, das Risiko, dass sie tatsächlich gewalttätig werden. Es führt zu Empathieverlusten, es desensibilisiert, es erhöht das Risiko, das zeigen Längsschnittstudien. Es gibt einen eindeutigen Verstärkungseffekt."

Die Gesellschaft heut zu tage ist ja schon so veroht, dass alle Gewaltbereit sind.

18.01.2011 13:59 Uhr - johnmarston
Allein von brutalen Spielen wird auch niemand zum Amokläufer,
sondern vielmehr durch Mobbing durch Mitschüler oder Lehrer oder ein Elternhaus in dem die Kinder vernachlässigt oder gar geschlagen werden. Computerspiele sind bei den Amokläufen
wenn überhaupt nur der kleinste gemeinsame Nenner, allerdings
sollten die Eltern schon ein Auge auf den Medienkonsum ihrer
Kinder haben.

Dass Onlinerollenspiele süchtig machen können bestreite ich nicht, aber das ist von Person zu Person unterschiedlich.

18.01.2011 13:59 Uhr - Cheezburger
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Es sollte doch bitte jedem überlassen sein ob er sein Leben mit MMORPGs verbringen will oder nicht.
Aber die Ausdifferenzierung der niedrigen Freigaben sind ein Punkt der auch gerne mal größere Beachtung bekommen sollte.

18.01.2011 14:02 Uhr - Chaosritter
Vor ein paar Jahren klang das aber noch GAAAANZ anders.

Vermutlich hat er gemerkt, dass man mit Populismus allein keinen Blumentopf gewinnt. Auch wenn ich befürchte, dass es die Dinosaurier auf Stimmenfang nicht von ihrem die-Spiele-sind-an-allem-schuld Kurs abbringen wird...

Ganz nebenbei, ich hab vor kurzem mal wieder Colonization installiert: Völkermord für Sechsjährige, echt super, liebe USK...

18.01.2011 14:14 Uhr - colman
Wie jetzt, die heißen alle Christian?

18.01.2011 14:26 Uhr - Roughale
Auch wenn die Pfeiffe - ähh... der Pfeiffer jetzt etwas zurückrudert, weil ihm die Kritik an seiner Polemik deutlich geworden ist, er wird weiterhin als Experte sein Halbwissen in bestdrammatisierter Form zum besten geben und dann noch von den entsprechenden Medien so zusammengeschnitten werden, dass es in die Programmpolemik passt - traurig, aber wahr.

@Bokusatsu: Musst du mit deinem Populismusgewäsch unbedingt kontern? Abwegige Forderung, nimm wieder die Medizin^^

18.01.2011 14:32 Uhr - Bl8runner
Schönes Stichwort: Leistungskrise

18.01.2011 14:33 Uhr - Dreggsao
@Chaosritter

Sid Meier's Pirates: Handelsschiffe kapern und versenken und Städte plündern ohne Altersfreigabe

18.01.2011 14:38 Uhr - Bokusatsu
Ich finde nicht das meine Meinung populistisch ist.Klar meine Forderungen werden leider nie Realität.Dafür muss sich noch einiges in Deutschland ändern.

18.01.2011 14:44 Uhr - Roughale
18.01.2011 - 14:38 Uhr schrieb Bokusatsu
Ich finde nicht das meine Meinung populistisch ist.Klar meine Forderungen werden leider nie Realität.Dafür muss sich noch einiges in Deutschland ändern.


Tip: Wenn du Gründe für die Forderungen dazugeschrieben hättest, wär es nicht populistisch ;-)

18.01.2011 14:52 Uhr - xXNullXx
Wenn sie jetzt noch den Index abschaffen und alle Spiele unzensiert auf dem deutschen Markt lassen, dann ist doch alles in Butter. Oder sie führen ganz einfach PEGI ein.

18.01.2011 14:53 Uhr - Oberstarzt
@Roughale:
Muss dir in beiden Punkten Recht geben. Ich wollte gerade sowas ähnliches Schreiben, aber Du warst 2 Posts schneller.

18.01.2011 15:43 Uhr - Franke
Die Gutachter können Spiele auch nicht richtig beurteilen, weil sie nie das ganze Spiel kennen, sondern abhängig sind von den knappen Informationen, die ihnen die Spieletester zur Verfügung stellen. Ich würde die ganze USK anders aufstellen, vor allem aber die Kommunikation mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien verbessern, weil wir bei der Indizierung von Spielen Defizite sehen. Wenn nur zwei der fünf Gutachter Zweifel haben, sollte schon die Bundesprüfstelle eingeschaltet werden und überprüfen, ob ein Spiel vielleicht doch indiziert werden sollte.



Dieser zitierte Abschnitt wurde in der Zusammenfassungs des Newsposts nicht erwähnt. Da ist der 'gute alte' Pfeiffer immer noch am Leben, wie man ihn kennt.


18.01.2011 15:51 Uhr - Str1k3
Hat der Typ vor Jahren net selber den gleichen Stuss behauptet, den er nun zitiert?!

18.01.2011 16:22 Uhr - Cheezburger
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Wieso wollt ihr alle die Pegi? Rollenspiele z.B. werden von ihr viel strenger, eigentlich zu streng bewertet für meinen Geschmack.

Aber dieses Indizierungs blablabla, wie weltfremd diese Politik ist, haben wir nicht größere Probleme als Jugendlichen mit dem Index eine Art ''Einkaufsratgeber'' zu geben und Erwachsene zum Import zu nötigen? Vielleicht haben sich auch ein paar Österreicher in die Politik hierzulande eingeschlichen die möchten das Österreich mehr exportiert.

18.01.2011 16:30 Uhr - KryptoOo
Interessantes Interview, völlig seiner Meinung. Häusliche Gewalt würde ein Kind zb. viel mehr zur Gewaltbereitschaft bringen, alsirgendein Computerspiel.. Was natürlich nicht heißen soll, das ich einem 6 - jähirgen Left 4 Dead Uncut oder Dead Space (2) in die hand drücke. Solange man nicht übertreibt, finde ich esnicht schlimm, wenn man Spiele spielt, auch wenn man unter 18 Jahren ist.

18.01.2011 16:39 Uhr - Billy Berserker
Was ist mit Inhalten die offen auf Alkoholgenuss und Sex beschränkt sind wie 90% der heutigen Musikvideos !

Wie wirkt soetwas auf Kinder und Jugendliche wenn eine halbnackte Frau sich mit zwei Kerlen windet wo jeder ein Bier oder bestimmte Plastikbecher (In Amerika als Zeichen von Alkoholgenuss bei Veranstaltungen) in den Händen hält.

Schaut euch die Zahl der Minderjährigen Mütter in Amerika an, dann wisst ihr es.

Das sollte man auch einmal erwähnen, wenn wir schon dabei sind von Medienpsychologen zu reden.

18.01.2011 16:41 Uhr - 909
wow.
ich les mal was vom pfeiffer, ohne gleich an die decke zu gehen.
der typ ist mir immernoch suspekt, doch für's erste ist er in meiner gunst gestiegen.

18.01.2011 17:20 Uhr - töfftöff
diesen beitrag müsste man mal kopieren und den ganzen politikern und möchtegernpädagogen schicken, die ständig öffentlich unqualifiziert das gegenteil behaupten und ständig gegen "killerspiele" mobil machen bzw. regelrecht hetzen. vermutlich würde das dann aber einfach unter den tisch gekehrt werden, da das ja dann nicht in ihr weltbild/wahlkampagne etc passt. warum wird so etwas eigentlich nicht mehrmals im ferhnsehen ausgestrahlt, sondern immer nur diese hetzkampagnen?

18.01.2011 18:46 Uhr - detschnuerchen
Tatsächlich mal ein Interview mit Dr. Pfeiffe, in dem man den Eindruck erhält, dass er seine Standpunkte überarbeitet hat. Ein bisschen verwundert bin ich über seine Meinung zu Online-Rollenspielen (pauschal ab 18).
Ich bin im Verkauf tätig und hatte nach Weihnachten eine interessante Situation mit einer Kundin und deren Sohn. Während sie sich bei mir beraten liess, hat sich der Sohnemann in der Softwareabteilung eine Gamecard für WoW geholt. Die Mutter war darüber, gelinde gesagt, nicht erfreut. Ich nahm sie ein wenig beiseite und fragte sie, wie lange er denn für gewöhnlich spiele. So 6 Stunden täglich würden zusammen kommen. Und warum sie nicht einfach den Stecker ziehe, wenns zuviel wird?
Da guckte sie mich etwas verdattert an, bis ich ihr erklärt hatte, warum diese Spiele ONLINE-Rollenspiele sind. Ich denke, der Zug am TAE-Stecker in dieser Familie ist mittlerweile zur gängigen Handlung geworden.
Aber es zeigt auch, wie wenig sich die Leute mit solchen Dingen befassen, auch wenn sie eine ablehnende Haltung dagegen haben. Grade in Bezug auf die Erziehung von Kindern darf doch einem Elternteil jedes Mittel recht sein seinen Standpunkt zu vertreten, mit Ausnahme der körperlichen Gewalt (und selbst da beklage ich, der früher häufig genug eins aufn Arsch bekommen hat, mich doch auch nicht). Wenn ich manchmal sehe, wie sehr sich Eltern von ihren Kindern auf der Nase herumtanzen lassen erinnert mich das zwangsläufig an Atze Schröder "Keviiiiin, die Mama geht jetzt nach Hause!"

18.01.2011 20:24 Uhr - Sturmtiger
Auf einmal werden dann doch mal kleine Brötchen gebacken...naja, besser spät als nie sagt man ja.

18.01.2011 20:47 Uhr - xXNullXx
Vielleicht hat er auch einfach nur CoD gezockt und gleich erstmal alle weggenuked ;). In WoW scheint er aber nicht so erfolgreich zu sein...

18.01.2011 23:33 Uhr - Maschine des Zorns
Hmmm... Also ich lehne mich mich mal ein wenig aus dem Fenster und sage: Bis auf die 18er-Freigabe und ein, zwei kleine Schnitzer hat der Kollege Pfeiffer nix zum Besten gegeben, daß ich nicht zumindest als nachvollziehbar bewerten würde.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.


18.01.2011 23:57 Uhr - bouncer
Wow er will wieder erst genommen werden.
Ich weiß noch seine äußerungen wie Killerspiele werden vom Millitär finaziert um unsere jungen aufs töten vorzubereiten^^

19.01.2011 01:43 Uhr - Huscheli
Die Studie mit dem Empathieverlust kenne ich (naja zumindest eine, weiss ja nicht obs dieselbe ist) und ich persönlich fand sie nicht überzeugend. Das Resultat war am Ende ne ziemliche Interpretationssache und ordentliche Kontrollgruppen gabs auch ned. Oh well.

19.01.2011 07:34 Uhr - KKinski
User-Level von KKinski 1
Erfahrungspunkte von KKinski 24
@bouncer
Das stimmt aber. Das US-Militär hat Americas Army finanziert um Rekruten zu werben. Das Spiel war ja auch blutfrei und bekam von der USK ein ab 16.

Zur MMORPG-Diskussion:
Die Spiele haben ein Suchtpotenzial, das ist enorm. Da sollte man mal was tun, da hat er nicht ganz unrecht, aber ob die Sache besser wird, wenn nur noch volljährige vor dem Rechner verblöden?

19.01.2011 08:39 Uhr - Slayer33
Ein geringer Anteil der Mädchen spielt auch online. Unter den Mädchen finden wir 4,3 Prozent, die pro Tag viereinhalb Stunden spielen,


Diese Aussage ist absolut lächerlich, dämlich und frauenfeindlich!
Es gibt viele Mädels die Shooter zoggen und die sehr lange Online-Spielen können (Stichwort: Browsergames)!

19.01.2011 10:01 Uhr - Roughale
18.01.2011 - 18:46 Uhr schrieb detschnuerchen ...bis ich ihr erklärt hatte, warum diese Spiele ONLINE-Rollenspiele sind. ...


Fall du das siehst: Kannst du mal bitte das "warum" näher erklären? Ich bin mir nicht sicher, was du meinst!

19.01.2011 14:41 Uhr - JakkieEstakado
yo warum?, würd ich auch gern wissen........warum sind diese Spiele, Online-Spiele ???

19.01.2011 22:48 Uhr - CharlesTuckerIII
Hey, wer ist der Kerl und was hat er mit dem echten Pfeiffer gemacht???

Als ich den Titel gelesen habe, dachte ich mir schon: Oh, mein Gott, jetzt kommen wieder die üblichen Hetztiraden gegen Computerspiele. Aber dann wurde ich doch positiv überrascht. Der Typ lehnt sich doch ziemlich weit aus dem Fenster: Computerspiele sind nicht mehr der automatische Sündenbock für Amokläufe, Jugendkriminalität und die Klimaerwärmung; sondern produzieren auch keine Rambos mehr. Gut in den Punkten, dass gewaltätige Menschen eher zu Ballerspielen greifen klingt logisch. Und dass mit Herrn Aufenanger auch mal ein Psychologe zu Wort kommt, der nicht nur die Standarterklärung des Staates für alle Probleme des Lebens, des Universums und des ganzen Restes benutzt, ist auch mal eine erfreuliche Neuerung. Bei der Sache mit den Online Spielen hat er (Pfeiffer) meine Zustimmung: Erst mal beobachten, dann ab 12 freigeben. Denn Onlinespiele machen nachgewiesenermaßen wirklich süchtig.
Mal schauen wie sich diese Denkweiße in Zukunft entwickelt ...

20.01.2011 12:23 Uhr - schachmann
Das Problem sind in meinen Augen weniger die Extremfälle, wo Frustierte zur Waffe greifen, sondern vielmehr der allgemeine Trend zum exzessiven Medienkonsum (egal ob mit oder ohne Gewalt). Menschen, die ihre Freizeit fast ausschließlich mit Medienkonsum ausfüllen, verdummen dabei auf Dauer.

Elterliche Verantwortung ist da ein wichtiges Stichwort! Fernseher und Rechner haben im Kinderzimmer nichts zu suchen. Erwachsene tragen natürlich für sich selbst die Verantwortung - aber viele unterschätzen das Suchtpotential verschiedener Medien und bekommen ihr Problem nur noch mit professioneller Hilfe in den Griff.

Insofern finde ich den Vorschlag, Online-Games generell nur noch für Erwachsene zuzulassen, nicht so abwegig.

Medienkonsum für Amokläufe verantwortlich zu machen, ist genauso schwachsinnig und kurz gedacht, wie umgekehrt die Verharmlosung von Spielen und Filmen in denen keine Gewalt vorkommt. Entscheidend ist immer die Dosis! Und seinen Medienkonsum vernünftig zu dosieren, das will erlernt werden!

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