Lisa und der Teufel, ein von Mario Bava inszenierter Horrorfilm, hatte es von Anfang an nicht leicht. Zwar hatte Bava bei den Dreharbeiten alle Freiheiten und konnte den Film drehen, den er wollte, aber das italienische Publikum wollte das nicht sehen. Auch der Versuch, den Film ins Ausland, insbesondere die USA, zu verkaufen, scheiterte. Man wollte ihn nicht. Er erschien zu speziell für ein Massenpublikum.
Produzent Alfredo Leone drängt Bava dann aufgrund von finanziellen Nöten, den Film umzuschneiden und neue Szenen nachzudrehen. Und zwar wollte sich Leone an dem Riesenerfolg Der Exorzist orientieren und am gleichen Thema etwas mitverdienen. Man drehte also Szenen nach, wobei Bava hier nicht vollständig beteiligt war, da er von Leones Plänen nicht viel hielt. Heraus kam The House of Exorcism. Große Teile des ursprünglichen Lisa-Films stellten in der neuen Version nur Rückblenden dar, vieles aus dem Original fehlte aber ganz. Die neuen Exorzisten-Szenen sowie der tolle Titel generierten aber auch keinen Erfolg. Auch The House of Exorcism war ein Flop und der schlechtere Film sowieso.
Bereits am 18.9.2012 erschien in den USA eine hübsche Blu-ray des Films von Lorber Films, welche beide Filme in einer Remastered-Version an Bord hat. Genauso wie frühere Versionen auf DVD, gibt es auch hier gutes Bonusmaterial (inkl. 2. Audiokommentaren, u.a. vom Produzenten selbst).
In den Audiokommentaren wird auch auf eine spanische Version verwiesen, die in einer Gewaltszene länger sein, soll in anderen Szenen aber kürzer, unter anderem auch Sexszenen.