Regisseur Rob Cohen bestätigt Eingriffe für niedrigere Freigabe
Der Charakter des Alex Cross wurde bis dato bereits zweimal von Morgan Freeman verkörpert, in ...denn zum Küssen sind sie da und Im Netz der Spinne. Ganze 11 Jahre verstrichen in der Zwischenzeit, ohne, dass man einen weiteren Fall von Cross auf der großen Leinwand verfolgen konnte. Nun wurde jedoch mit Tyler Perry, der sonst eher für seine besonders auf die afroamerikanische Zuschauerschaft zugeschnittenen Komödien bekannt ist, die sich dort einer enormen Beliebtheit erfreuen, ausgewählt, um die Hauptrolle in Alex Cross zu spielen.
Perrys traditionelle Fanbase ist skeptisch, dass er sich in das ungewohnte Hollywood-Territorium wagt und viele normale Kinogänger kennen ihn nicht. Die Kritiken sind auch nicht sehr freundlich und dass das alles nicht gerade rosige Aussichten für einen großen Kinoerfolg bedeutet, dürfte da fast schon auf der Hand liegen.
Waren die beiden früheren Filme mit Freeman noch R-Rated, brachte man Alex Cross mit einem PG-13-Rating (for violence including disturbing images, sexual content, language, drug references, and nudity) heraus, um eine größere Anzahl von Zuschauern anzusprechen und wie Regisseur Rob Cohen nun in einem Interview verriet, waren hierfür Anpassungen notwendig:
There was trimming that needed to be done, but I was very conscious of it. You’ve got unrelenting violence and intensity, as they say. I love “unrelenting intensity.” You have to know, up front, what their bugaboos are, and you have to do the dance. I knew that, when you take a scantily clad girl and tie her up with her own stockings, and she’s thinking she’s going to have some rough trade sex, you’re already in very dangerous territory with the MPAA, so I shot extra stuff and it wound up being cut back. I looked into that world of S&M and B&D, in my own life, and it’s erotic. The whole thing is great, cinematically. I definitely made the scene about control and not about sex. We went back and forth on that sequence, two or three times, and then got the PG-13.
Ob man später im Heimkinosegment eine längere, unzensierte Fassung erwarten darf, muss man abwarten. Schneidet der Film schlecht an den Kinokassen ab, könnte das die Chancen erhöhen. Alex Cross hat momentan noch keinen Kinostarttermin für Deutschland.
Inhalt: Die Mordermittler der Detroit Police trauen ihren Augen kaum. Drei tote Leibwächter und eine zu Tode gefolterte Konzern-Managerin - und alle Spuren sagen, dass ein einzelner Mann für dieses Blutbad verantwortlich ist.
Picasso, wie der Killer wegen der am Tatort hinterlassenen Zeichnung bald genannt wird, ist ein kranker, sadistischer Soziopath. Und er hat einen Auftraggeber und ein Ziel, das er mit diesem ersten Mord noch nicht erreicht hat. Polizeipsychologe Detective Alex Cross und seine Leute hängen sich wie Bluthunde an die Spur des Killers. Doch dann macht Cross einen falschen Zug und rückt sich damit selbst ins Visier des Irren. Ein Fehler, den er für den Rest seines Lebens bitter bereuen wird. (Ascot)
Nun gut, aber der letzte Auftritt von Freeman im Netz der Spinne war auch nicht gerade einer seiner besten und das liegt nicht an dem miesen CGI Effekt am Anfang.
Dieses ganze Gekürze für ein PG-13 ist einfach nur noch ätzend, aber leider zur Regel geworden. Hoffentlich bekommen wir dann nicht die zensierte Fassung.
Vielleicht sollte man mal versuchen mehr Zuschauer durch bessere Qualität zu gewinnen, statt durch Kürzungen für eine niedrigere Freigabe.
Der Typ im Trailer sieht so gar nicht aus wie der Alex Cross aus den Büchern. Der da ist ja rundlich, der in den Büchern ist eher durchtrainiert wie Will Smith.
Bei dem Regisseur wird das Rating wahrscheinlich das geringste Problem des Films sein.
Die beiden Freeman-Filme fand ich beide in Ordnung, KISS THE GIRLS war aber schon deutlich spannender, düsterer und atmosphärischer als ALONG CAME A SPIDER, der das Problem hatte, dass er von einem Regisseur in Szene gesetzt wurde, der leider ein Faible für extrem schlechte Computereffekte und CGI-Actionszenen hat.
Dennoch bin ich mir relativ sicher, dass am Ende beide diesen dritten Film qualitativ locker in die Tasche stecken werden.
"Im Netz der Spinne" war langweilig und spannungsarm. Vor allem wegen der Vorhersehbarkeit und den Logiklöchern, durch die ein 40 Tonner durchgepasst hätte. Naja, mal schaun.