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Veröffentlicht am von SB.com

Jahresrückblick 2012 - Dezember

Alles Gekürzte, die wichtigsten News und Schnittberichte

Die wichtigsten News im Monat

Nachdem der 2. Teil leider im Multiplayer zensiert war, erscheint Dead Space 3 zum Glück wieder unzensiert. Natürlich in der obligatorischen 18er-Freigabe. Die USK wird zuletzt immer softer.

Facebook dagegen zensiert immer mehr und das nicht mal besonders profesionell. Prüde Zensoren, die nicht wirklich wissen, was sie da eigentlich zensieren sollen, verwechselten schon mal in einem Zensur-Test einer Aktivistenseite die Ellbogen einer Frau mit einer Brust. Lustig und Erschreckend zugleich. Eine der beliebsten Meldungen im Dezember. Interessant ist auch was in China passiert. Zwar weißte man zum Jahreswechsel erstmal wieder einen kritischen Journalist der NY Times aus und verschärfte gerade drastisch die Überwachung aller Internetbenutzer, aber V für Vendetta zeigte man trotzdem mal unzensiert im TV.

Noch nicht mal in den deutschen Kinos, gibt es schon wieder bei einem Film Hinweise auf einen Extended Cut. Diesesmal ist es ausgerechnet Quentin Tarantinos Django Unchained. Bevor der kommt aber bitte erstmal Kill Bill im Zusammenschnitt.

Sechs Schnittberichte findet man zum Leone-Klassiker Für ein paar Dollar mehr in unserem Archiv. Und dafür gibt es einen guten Grund. Der Film ist nirgends komplett erschienen. Irgendwo fehlt immer was, und wenn es nur 1 Sekunde ist. Universum behauptet nun, dass sie den Film erstmals ungekürzt veröffetnlicht werden. Wir sind aber mal mehr vorsichtig, vielleicht ist es nur die längste erhältliche Version aus Italien (die mit dem 1 Sekunden-Schnitt).

Die erfolgreichsten Schnittberichte

 
Dieser wunderbar überzogene Grindhouse-Zögling von Robert Rodriguez wurde nun zur Free-TV-Premiere vor 23 Uhr ausgewertet. Nachdem der FSK-Segen mit rotem Flatschen für die ungekürzte Fassung durchaus noch als kleiner Glücksfall anzusehen war, konnte man entsprechend erahnen, dass der Film darunter leiden musste. Mit über 70 Schnitten bei rund 8,5 Fehlminuten fiel es dann auch besonders böse aus und diese Fassung ist beim besten Willen keinem Interessenten mehr zu empfehlen.
Neben so ziemlich jeder kleinen Funsplatter-Gewaltspitze kann man bei dem Fehlmaterial auch auf solches treffen, was man wohl eher bei Nachmittags-Fassungen erwartet (kurz aufblitzende blanke Brüste oder Posieren mit Waffen). Auch reine Dialogcuts gab es öfter mal: Während es da noch irgendwie verständlich ist, dass rassistische oder zynische Äußerungen der Schere zum Opfer fielen, verwundert es andererseits, dass man beispielsweise auch ein wertneutrales "Nicht in die Hose kacken!" ohne entsprechend böses Bildmaterial 16-Jährigen hier nicht zumuten wollte. Ansonsten hat es rein von der Dauer her am ehesten die Auseinandersetzung in Padres Kirche sowie die anschließende Folter erwischt. Aber wie gesagt, von vorne bis hinten war der Film letztendlich regelrecht entstellt und das nicht immer auf saubere Art.
Schnittbericht
 
 
 
Ein weiterer Film, der Machine Girl/Tokyo Gore Police Macher der erneut keine Geschmacklosigkeiten auslässt, um den Zuschauer sprichwörtlich zu quälen. Die dt. Fassung ist (mal wieder) drastisch gekürzt, aber eine uncut Fassung aus dem deutschsprachigen dürfte jedoch nicht lange auf sich warten lassen.
Schnittbericht
 
 
 
Hollywood allein im Rekamewahn. Nicht selten ist die bloße Ankündigung eines solchen offenkundig schon der erste, große Fehler. Und bei Sci-Fi-Actionklassikern von Altmeister Paul Verhoeven stößt man ganz offensichtlich an die psychische Belastbarkeit nicht eben weniger Film- und Genrefans.
Das geht der sich noch in der frühen Enstehungsphase befindenden Robocop-Neuauflage so (wo bereits wenige Bildeindrücke vom Set zu Sturmläufen in Internetforen führen), konkrete Pläne für ein Remake von Starship Troopers mit deutlich weniger Gewaltdarstellung(en) werden noch viel hämischer belacht, und bei Total Recall vergriff man sich dann an einem der filmischen Lieblingskinder von Freunden erwachsener Kinounterhaltung der frühen 90er Jahre. Der nunmehr seit der Indexstreichung und Neuprüfung ab 16 Jahren auch überall in den hiesigen Kaufhäusern erwerbbare Streifen fehlt in keiner halbwegs respektablen Filmsammlung; das Wort Kultstatus, dann und wann etwas inflationär gebraucht, ist in dem Zusammenhang wohl mehr als nur berechtigt.

Da muß man bei einem potentiellen Remake im Grunde genommen gar nicht erst mit einem Regisseur wie Len Wiseman kommen, den nicht unerhebliche Teile der Zielgruppe spätestens seit seiner Regiearbeit von "Stirb Langsam 4.0" a.k.a. "Live Free Or Die Hard" aus mal mehr, mal weniger nachvollziehbaren Gründen auf der persönlichen Abschußliste für "miese Regisseure" haben, um unangenehme Vorzeichen zu schaffen. Es benötigt auch keinen Kurt Wimmer als einen der Drehbuchschreiber; die später wieder revidierte Aussage, man wolle sich bei der Neuverfilmung viel enger an die Kurzgeschichtenvorlage "We Can Remember It for You Wholesale" von Philip K. Dick halten; die scheinbar unvermeidliche Ankündigung der Konzipierung auf ein PG-13 Rating hin oder die vermeintliche Zwangsbesetzung seiner Frau Kate Beckinsale oder Darstellerspezi Bill Nighy etwa. Auch ein prominent besetztes Kassengift wie Colin Farrell in der Hauptrolle sowie ein bereits viele Monate vor Kinostart angekündigter Director's Cut wären gar nicht nötig gewesen.
Aber all das hat am Ende ordentlich geholfen. Besser gesagt nachgeholfen. Nachgeholfen, mit niedrigsten Erwartungshaltungen und betonhart zementierten Vorurteilen ins Kino zu gehen - wenn überhaupt - und den Streifen auf jede nur erdenkliche Art und Weise zu verteufeln, so dass "Total Recall" bei nahezu einhelliger Kritiker- und Zuschauermeinung an den Kinokassen gnadenlos abgesoffen ist.
Schnittbericht zum Extended Cut
 
 
 
Mit der Clive Barker-Verfilmung The Midnight Meat Train gelang dem japanischen Regisseur Ryûhei Kitamura (Versus, Azumi) ein beeindruckendes US-Debüt. Das nötige Budget war offensichtlich vorhanden, denn der Film versprüht schon optisch eine fesselnde Atmosphäre. Die Schauspieler, allen voran Bradley Cooper vor seinem Hangover-Durchbruch und Vinnie Jones als komplett auf seine Mimik angewiesener Killer, stechen hier hervor. Erstaunlich ist auch die Brutalität des Werkes, das sich zwischen sehr guten Handmade-Effekten und ab und zu gewöhnungsbedürftigen CGI-Orgien ungefähr die Waage hält und für Gorehounds, die daneben noch Wert auf eine spannende Geschichte legen, eine echte Empfehlung ist. Trotzdem wurde der Film nahezu verschämt und fast schon heimlich anno 2008 veröffentlicht, denn durch eine Neubesetzung des Chefpostens beim produzierenden Studio war man dort plötzlich nicht mehr sonderlich gut zu sprechen auf harten Horror. Also kam das Werk in den USA nur in 102 sogenannten "Dollar-Kinos" auf die Leinwand. Zu allem Überfluss war die von der MPAA (nach der 7. Einreichung!) abgesegnete R-Rated-Fassung auch noch stark zensiert. Glücklicherweise kam die unangetastete Fassung später auf DVD und Blu-ray als Unrated Director's Cut auf den Markt und so kann man seitdem dem Werk seine verdiente Ehre erweisen. Verdient hat es der Film allemal.

Die R-Rated-Fassung war lange Zeit für uns unauffindbar, wurde sie doch maximal im US-Verleih ausgewertet, während der Unrated DC größtenteils auf den Verkaufs-VÖs zu finden war. Eigentlich löblich, für uns aber etwas schwierig. Glücklicherweise befindet sich auf dem Mediabook von NSM auch jene Kinofassung als Bonus. Und was die Länder, in denen der Film im Kino lief, an Zensuren präsentiert bekamen, ist schon nicht von schlechten Eltern, denn weit über 80 Änderungen wurden vorgenommen, um die erfrischend raue Kompromisslosigkeit des Films einzudämmen. Aber selbst diese Zensuren hätten in Deutschland wohl nichts gebracht, denn nachdem der Film bei der FSK mit Pauken und Trompeten durch die Prüfung fiel und man ihn anschließend nur im deutschsprachigen Ausland veröffentlichte, ist eine Veröffentlichung des Films von der BPjM bereits auf Liste B indiziert, eine Beschlagnahme droht nach wie vor. Man kann sich also das Schnittmassaker vorstellen, das für den deutschen Markt nötig gewesen wäre. Als schützendes Argument für die R-Rated-Kinofassung zählt das aber nur bedingt, denn auch hier griff man massiv in das Werk ein und nahm den Schauwerten einen beträchtlichen Teil ihrer Wucht.
Schnittbericht
 
 
 
Mit Universal Soldier: Day of Reckoning erhalten wir den 4. (oder 6., wenn man die zwei von der Reihe relativ losgelösten TV-Filme dazuzählen will) Eintrag des Actionfranchises, das 1992 unter der Regie des deutschen Filmemachers Roland Emmerich seinen Anfang im Kino nahm. 
Die ungekürzte Fassung des Films bekam von der MPAA das berüchtigte NC-17-Rating, was im Actionsektor ohnehin selten ist und in den letzten Jahren (mit Ausnahme von Gesetz der Rache) gar nicht mehr der Fall war. Da Hyams selbst zu Protokoll gab, dass er vertraglich zur Anfertigung einer R-Rated-Fassung (for brutal bloody violence throughout, strong sexual content, graphic nudity, and language) für die Kinoauswertung verpflichtet war, kam er seiner Aufgabe nach, wurde aber in Interviews nicht müde, zu erwähnen, dass er die härtere, unzensierte Fassung für die bessere hielt.
Schnittbericht

Weitere interessante Schnittberichte

 
Streng genommen hat es seit An jedem verdammten Sonntag ganze 13 Jahre gedauert, bis sich Regie-Urgestein Oliver Stone mal wieder mit einem Stoff beschäftigt hat, der nicht mit aktuellen (World Trade Center, W., Wall Street 2) oder vergangenen (Alexander, diverse TV-Produktionen) Geschehnissen der Weltgeschichte zu tun hat. Mit Savages liefert Stone einen mainstreamigen Film ab, der nicht ganz so actionreich daher kommt, wie es einem der Trailer möglicherweise weismachen wollte. Das ist vermutlich aber auch der Buchvorlage geschuldet, denn diese legt auch Wert darauf, eine Geschichte zu erzählen und Charakteren ihre Zeit zur Entfaltung zu geben. Zusammen mit dem illustren Cast (dessen heimlicher Star Benicio del Toro als eiskalter und leicht verrückter Kartellkiller ist) und der guten Kameraarbeit kann man dem stellenweise langatmigen Film aber durchaus eine Chance geben.

Während die R-Rated-Kinofassung hierzulande ungeschnitten mit FSK 16 in die Kinos kam, erstellte Stone für die DVD/Blu-ray-Veröffentlichungen noch eine längere Unrated-Fassung. Diese erweitert den Film um mehr als 10 Minuten und enthält ausschließlich Charakterszenen.
Schnittbericht
 
 
 
Sergio Leones furioser Abschluss seiner Once Upon A Time...-Trilogie startete 1984 mit einer Laufzeit von 229 Minuten in den europäischen Kinos. Ursprünglich hatte Leone geplant, zwei dreistündige Teile zu veröffentlichen - angeblich auch wegen dem kommerziellen Reinfall von Bertoluccis Zweiteiler 1900 drängten die Produzenten ihn aber dazu, diese Idee zu verwerfen. Aus einer ersten, 269 Minuten langen Version wurden bis zur Ur-Aufführung in Cannes wie oben beschrieben von Leone selbst nochmal 40 Minuten gestrichen.

Mal abgesehen von einer weiteren, völlig sinnverfälscht gekürzten, amerikanischen Filmversion (139 Minuten, auch dort kam man später aber in den Genuss der europäischen Kinofassung) sowie länderspezifisch leicht zensierten Fassungen war das Kapitel bei dem Film vorerst abgeschlossen und spätestens nach Leones Tod 1989 schien es keine große Hoffnung mehr zu geben, an seine ursprüngliche Filmfassung zu kommen. Zwar hatten die Kinder Leones in den 90ern allem Anschein nach schon das fehlende Material auftreiben können, es gab aber rechtliche Probleme, was jahrelang eine Auswertung von ebendiesem unmöglich machte.
2011 überraschte die Ankündigung, dass sich The Film Foundation im Auftrag vom Vorsitzenden Martin Scorsese in Zusammenarbeit mit u.a. Andrea Leone Films sowie L'Immagine Ritrovata (bekannt für die Aufarbeitung von Murnaus Nosferatu und diversen italienischen Klassikern) um eine neue 4K-Restauration bemühen und man dabei bislang unbekanntes Material wieder in den Film integrieren werde.
Schnittbericht

Gekürzte Erstveröffentlichungen

 
Release 06.12.2012, DVD
Label Great Movies, Deutschland
Freigabe FSK Keine Jugendfreigabe (beantragt)
Mit 100 Ghost Street - The Return of Richard Speck haben wir einen weiteren Vertreter des Found Footage-Horrors, der sich wohl auch deswegen solcher Beliebtheit erfreut, weil er billig und schnell zu produzieren ist und dabei seine Kosten relativ schnell wieder einspielen und Gewinn erwirtschaften kann. Dieses Mal muss eine Gruppe junger TV-Macher auf den Spuren des echten Serienkillers Richard Speck wandeln, der 8 Krankenschwestern in einer Bildungseinrichtung in seine Gewalt brachte und nacheinander erwürgte oder erstach. An der letzten verging er sich sogar noch. Während der echte Killer anno 1991 im Gefängnis an einem Herzinfarkt starb, dachten sich die innovativen Filmemacher von The Asylum, dass man seinen Geist doch ruhig noch ein wenig in der Institution, in der er seine Morde beging, herumspuken lassen könnte. Dabei ist das Endresultat sogar recht anschaubar geraten und hat ein paar Schreckmomente und spannende Situationen zu bieten.

Der Haken an der Sache ist nur, dass 100 Ghost Street für den deutschen Sprachraum von Great Movies ausgewertet wird. Der Verleih macht auch hier seiner mit stoischer Konsequenz aufgebauten Reputation einmal mehr alle Ehre und veröffentlicht den Film nur mit Schnitten.
 
 
 
Release 13.12.2012, DVD
Label I-ON New Media, Deutschland
Freigabe FSK keine Jugendfreigabe
Ein weiterer Film, der Machine Girl/Tokyo Gore Police Macher der erneut keine Geschmacklosigkeiten auslässt, um den Zuschauer sprichwörtlich zu quälen. Die dt. Fassung ist (mal wieder) drastisch gekürzt, aber eine uncut Fassung aus dem deutschsprachigen dürfte jedoch nicht lange auf sich warten lassen.
Schnittbericht
 
 
 
Release 28.12.2012, DVD
Label Great Movies, Deutschland
Freigabe FSK Keine Jugendfreigabe (beantragt)
Zwischen den Feiertagen verfrachtet unser Lieblingslabel Great Movies noch mal eine Cut-Fassung in die Regale der Videotheken. Und das obwohl der Film eigentlich ein eher harmloses SyFY-TV-Filmchen ist.

Kommentare

04.01.2013 01:56 Uhr - Michael2000
2x
User-Level von Michael2000 2
Erfahrungspunkte von Michael2000 36
amen

04.01.2013 03:03 Uhr - Dissection78
1x
DB-Co-Admin
User-Level von Dissection78 15
Erfahrungspunkte von Dissection78 3.876
03.01.2013 01:56 Uhr schrieb Michael2000
amen


Kruzifix!!

04.01.2013 06:52 Uhr - Brodie
1x
User-Level von Brodie 1
Erfahrungspunkte von Brodie 12
04.01.2013 03:03 Uhr schrieb Dissection78
03.01.2013 01:56 Uhr schrieb Michael2000
amen


Kruzifix!!



Sakrament nocheinmal

04.01.2013 12:25 Uhr - Der Duke
Yolo

04.01.2013 17:10 Uhr - Kabukiman
2x
In Nomine Satanas;-)

04.01.2013 18:41 Uhr - Rated XXL
1x
in nomine dei nostri satanas luciferi excelsi

05.01.2013 00:09 Uhr - killerffm
@Duke

You only live's one

05.01.2013 00:42 Uhr - Der Duke
1x
Shalom :D

05.01.2013 15:55 Uhr - The Terminator
Himmel, Arsch und Zwirn! freu mich auf Once Upon a Time...

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