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14.01.2013 - 00:03 Uhr
von Bob

Die kleine Hexe wird politisch korrekter

Um Eltern das Erklären zu ersparen, wird das Kinderbuch zensiert

Political Correctness war wohl das Unwort des letzten Jahrhundert und die Anpassung in unserer Gesellschaft noch lange nicht abgeschlossen. Immer wieder gibt es neues Altes zu entdecken und an die heutigen Bedürfnisse anzupassen.

Mehr als 50 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung hat sich der Verleger Wilberg dazu entschlossen, das Kinderbuch Die kleine Hexe von Otfried Preußler zu zensieren, um den Eltern den Aufwand zu ersparen, ihren unverschämt neugierigen Kindern zu erklären, was denn nun ein Neger ist und warum man heute niemanden mehr so nennen sollte.

Kritisch ist hier vor allem eine Fastnachtsfeier, in der sich Kinder als "Negerlein", "Türken mit roten Mützen und weiten Pluderhosen", "Chinesinnen", als "Menschenfresser", "Eskimofrauen" und als „Hottentottenhäuptling“ verkleiden. Ein paar der Verkleidungen, inklusive dem Negerlein, werden nun durch harmlosere ersetzt.

Es handelt sich hierbei auch nicht um die erste Veränderung eines Kinderbuches. Auch Pippi Langstrumpfs Vater, ein Negerkönig, wurde angepasst und ist seit einer Weile ein Südseekönig.

Die Diskussion um diese erneute Veränderung eines Klassikers der Literatur ergibt sich vor allem daraus, dass viele in Erwachsenenliteratur die Anpassung an moderne Leser kategorisch ablehnen und wer die alten Klassiker lesen will oder muss, hat sich gefälligst damit auseinanderzusetzen. Auch in der Schule ist das schließlich ein wichtiger Bestandteil des Deutschunterrichts. Wenn man bei Kinder- und Jugendliteratur diesen Weg nicht geht, entsteht der Eindruck, dass diese generell weniger wert ist. Natürlich können sich die vielen Kinder hier nicht selbständig über die Umstände bestimmter Begriffe informieren. Das ist Aufgabe der Eltern.

Bei Pippi Langstrumpf fügte der Verlag vor einigen Jahren noch eine Fußnote ein, der den Kindern erklärte, was es mit dem Begriff "Neger" auf sich hatte und wem das nicht genügte, der hatte so auch einen Hinweis, deswegen vielleicht mal die Eltern zu fragen. Später verzichtete man darauf aber und aus dem Negerkönig wurde ein Südseekönig. Problem totgeschwiegen. Problem gelöst.

Quelle: FAZ
22.10 - 00:05 Trailer (Kurzmeldung)
22.10 - 00:03 Nicholas Cage und Nicolas Winding Refn steigen mit ein
22.10 - 00:03 Nekromantik, Nu Turning Back, Paranormal 2x, Red Canyon, Lämmer
22.10 - 00:03 Alle 4 Teile grafisch überarbeitet und eine Halo 3-Überraschung
22.10 - 00:02 Gekürzte TV-Fassungen im Free- und Pay-TV
22.10 - 00:00 RTL 2 (5.Ausstrahlung) - Deutsche Fassung (FSK 12)
22.10 - 00:00 US-Fassung - Dt. Fassung
22.10 - 00:00 Kinofassung - Director's Cut
21.10 - 13:58 Trailer (Kurzmeldung)
Kommentare
14.01.2013 00:04 Uhr - Oberstarzt
23x
Och nä, bitte nicht!

Diese unsägliche, politisch ach so korrekte Debatte hatten wir doch auch schon bei Pipi-Langstrumpf ...

Was soll dieser Mist? Man muss die Werke im Zeichen der Zeit betrachten, in denen sie geschrieben wurden. Da war es eben normal, wenn Afrikaner als "Neger" (wörtlich übersetzt schwarz) bezeichnet wurden, und keinesfalls abfällig gemeint. Heute ist alles gleich ein Minenfeld. Da darf man am besten überhaupt nichts mehr sagen, und muss am besten nur noch austauschbare, oberflächliche Worthülsen zum besten geben. Was dabei herauskommt, kann man gut am Politiersprech hören bzw. erst gar nicht verstehen.

14.01.2013 00:07 Uhr - Psy. Mantis
2x
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Erfahrungspunkte von Psy. Mantis 73
Vorher hat kein Hahn danach gekräht. Wieso werden die Sittenwächter ausgerechnet jetzt aktiv?

14.01.2013 00:08 Uhr - Eisenherz
19x
Ich freu mich schon auf die Gebrüder Grimm im angepassten Ghetto-Slang! "Ey yo, Bitch, steck da krasse Finga ausm Käfig, alda!"

Nee, was hier abgeht, ist nicht mehr feierlich! Auf dem Altar der Politischen Korrektheit wird unsere gesamte Vergangenheit geschlachtet. Alles wird angepasst, modifiziert und gesäubert, um nur ja keinem weh zu tun. Man könnte ja dann in die Verlegenheit kommen, Wörter erklären zu müssen, die nicht vorher von der Antifa abgesegnet wurden!

14.01.2013 00:10 Uhr - Grosser_Wolf
10x
Hab's die Tage schon gelesen... mit der Begründung, durch das Anpassen der Sprache und am Zeitgeschehen werden die Bücher zeitlos bleiben. Müßte den Link suchen. Selten so einen Blödsinn als Begründung gesehen. Entsprechend aufgebracht waren die Kommentare, viele fühlten sich an '1984' erinnert. An diktatorische Systeme mit Gleichschaltungen - natürlich alles unter dem Deckmantel, es doch nur gut zu meinen - erinnert es schon.

Warum nicht so lassen und ein Beiwort zufügen? Das Original bleibt unangetastet und eine Erklärung widmet sich den Umständen. Alles andere ist Zensur.

PS: Werden meine Louis-de-Funes-DVDs irgendwann eingezogen, weil in einigen Filmen Begriffe wie 'Neger' fallen?

14.01.2013 00:11 Uhr - Lykaon
8x
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
bald wird man im Buchladen auch fragen müssen "Guten Tag, äh, haben Sie die ... knick knack uncut-Version von "Der Räuber Hotzenplotz""

14.01.2013 00:12 Uhr - Oberstarzt
2x
Ich frage mich, was die überhaupt damit bezwecken wollen?

Haben die Verlage Angst, dass die kleinen Kindern in ein paar Jahren einen NSU 2.0 gründen werden, während der Gerichtsverhandlung ihr fehlgeleites Weltbild auf das Lesen einer, vom Obernazi *hust* Otfried Peußler verfassten Neger- und Chinesenfassung der Kleinen Hexe, zurückführen, oder haben die Verlage Angst, dass weltgewandte, bildungsaffine, grün-wählende Wohlstandsgroßstädtereltern mit ihren Cayenne-SUVs vor die Verlagstore fahren, und den Firmenhauptsitz mit Tomaten und Familien-Hundekot bewerfen, nachdem sie ihren Sohn/Tochter vom Klavier- und *lol* "Chinesischunterricht für angehende Führungskräfte" abgeholt haben?

Also, was soll das ?

14.01.2013 00:12 Uhr - Grosser_Wolf
1x
@ Oberstarzt
Sauberkeit nach außen hin. Imagepflege.

14.01.2013 00:14 Uhr - Dissection78
2x
DB-Co-Admin
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Erfahrungspunkte von Dissection78 3.730
Tja, lieber (vor)denken lassen als selbst denken...
Übrigens sind die deutschen Übersetzungen einiger Romane von Palahniuk, Ketchum und Laymon auch "etwas" entstellend.

Mal wieder eine gut geschriebene, interessante Meldung!

14.01.2013 00:21 Uhr - Venga
24x
Wenn man im Kindergarten den Begriff "Negerkuss" erwähnt, wird man auch schon schief angeguckt.

Demnächst bestellt man in der Pommesbude auch kein Zigeunerschnitzel mehr, sondern ein "Sinti-und-Roma-Schnitzel". Oder gar "Mobile ethnische Minderheiten-Schnitzel"? Da blickt doch keiner mehr durch...

14.01.2013 00:22 Uhr - johnmarston
4x
ach wie schön dass wir sonst keine Probleme haben in diesem Land, dann können wir uns um son Käse kümmern.

14.01.2013 00:26 Uhr - Oberstarzt
3x
14.01.2013 00:21 Uhr schrieb Venga
Wenn man im Kindergarten den Begriff "Negerkuss" erwähnt, wird man auch schon schief angeguckt. ...

Verdammt, das heißt "Schokokuss" ! @Moderation: Ich bin für eine 2 Monatige Schreibsperre dieses Menschenfressers.

Außerdem stelle ich den User Lykaon hiermit an den Pranger. Er ist ganz offensichtlich ein Türke mit einer roten Mütze und wahrscheinlich trägt er auch eine weite Pluderhose!

14.01.2013 00:30 Uhr - babayarak
5x
User-Level von babayarak 2
Erfahrungspunkte von babayarak 58
ich gebe den Veränderungen recht, der autor hat sich bestimmt nichts rassistisches dabei gedacht nur nach Jahrzehnten hat sich die Weltanschauung verändert und auch der Sprachgebrauch.

Und man kann Kleinkinder wissend das es falsch ist, über ausländer klischeehaft berichten.

Zum thema Negerkuss, ja auch als ich kleiner war nannte das "Ding" niemand einen Dickmann, aber irgendwann habe ich mir auch die Frage gestellt welcher Trunkenbold mit schokolade überzogenen Milchschaum so nennt.

Für mich keine zensur, sondern eine notwendige Veränderung, wie mit PKWS ohne Katalysator.

14.01.2013 00:33 Uhr - Eisenherz
5x
Im Falle von Preußlers kleiner Hexe war der Auslöser, dass sich ein "Afrodeutscher" über die Benutzung des Wortes "Neger" beschwerte. Er schrieb an den Verlag und forderte die sofortige Austilgung des fraglichen Begriffes. Und wie das halt so ist: Der Migrant fordert, der Deutsche kuscht! Egal, ob dabei die eigene Kultur zu Grunde geht. Hauptsache ist doch, dass man sich jaaaaa nicht dem Vorwurf des Rassismus aussetzt! ;-)

14.01.2013 00:37 Uhr - Kurisuteian
3x
SB.com-Autor
User-Level von Kurisuteian 6
Erfahrungspunkte von Kurisuteian 482
Und wenn der Verleger schon ankündigt "Wir werden alle unsere Klassiker durchforsten", was soll da noch alles kommen. Jim Knopf verpixelt?

Quelle: http://www.taz.de/Diskriminierende-Sprache-bei-Preussler/!108466/

PS: Man kann, wenn man ganz böse ist, die Sachlage völlig verdrehen und das so formulieren "Die Kleine Hexe jetzt ohne Neger und Türken".

14.01.2013 00:39 Uhr - Fratze
1x
User-Level von Fratze 5
Erfahrungspunkte von Fratze 324
Die folgenden Zeilen sind aus "Die fromme Helene" (Wilhelm Busch):

"Und der Jud´ mit krummer Ferse,
krummer Nase, krummer Hos´
schleicht des morgens sich zur Börse,
tiefverderbt und seelenlos."

Mich hat schon immer gewundert, dass solch ein eindeutig antisemitischer Inhalt in einem Kinderbuchklassiker bleiben durfte, und hab mir gedacht, dass es wohl als Zeitzeugnis gewertet wird, da Antisemitismus damals schon quasi zum guten Ton gehörte. Um so unverständlicher wird diese hier beschriebene Zensur, wenn man bedenkt, dass das Wort "Negerlein", obgleich heute nicht mehr salonfähig, in der besagten Faschingsszene ja nicht mal in einem negativen Zusammenhang gebraucht wird... im Gegensatz zur Darstellung der Juden in obigen Zeilen.

14.01.2013 00:39 Uhr - Lykaon
1x
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
@Oberstabsarzt: ich bin Ex-Ägypter (sehr sehr sehr Ex) X-D, aber ein Fez werde ich mir eindeutig nochmal kaufen, meiner ist schon grau -_-

Nachtrag: Wer bei "Schuhe wichsen" an Onanie denkt, der hat noch ganz andere Probleme... oder ist einfach intelligenz-beeinträchtigt

14.01.2013 00:41 Uhr - Grosser_Wolf
10x
@ babayarak
Schreibe doch endlich mal so, daß es andere lesen und verstehen können. Rechtschreibung - sieh es als notwendige Veränderung, nicht als Zensur.
;-)

Was darf denn dann noch alles verändert werden? Mark Twain? Was ist mit 100 Jahre alten Romanen, in denen die Frau am Herd steht? Spielte bei Jules Verne nicht oft die Kolonialisierung eine Rolle? Alles raus, alles umschreiben...

Und in 50 Jahren wundern wir uns, wie wenig wir über unsere Vergangenheit wissen, weil wir sie wegzensiert haben und dann vielleicht sogar gezwungen sind, sie zu wiederholen. Alle Beispiele, aus denen man lernen könnte, wurden ja ausgelöscht. Wer weiß, wer weiß...

14.01.2013 00:43 Uhr - Oberstarzt
1x
@Lykaon:
Moment, degradieren sie mich bitte nicht ! Außerdem bezog ich mich auch nur auf ihren Avatar mit Worten, die neuerdings unerwünscht sind. Dass ich damit (fast) richtig lag, konnte ich nicht wissen :-) Ein neuer Fez fetzt !

14.01.2013 00:43 Uhr - Eisenherz
5x
Hat jemand von euch schon das neueste Neusprech-Diktionär? Das soll Doppelplusgut sein!

14.01.2013 00:43 Uhr - killerffm
1x
Ahhh das heisst jetzt PolitIsch Korrekter ! Für mich bleibt es Zensur shit und abfall produkt ;)

14.01.2013 00:45 Uhr - Lykaon
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
@Dr.Nick: mein Avatar ist selbstverständlich Exexex-Ägypter mit Namen "Imhotep". Dem geneigten Freund klassischer Erwachsenenfilmkunst bekannt als die Original-Mumie :)

14.01.2013 00:47 Uhr - Grosser_Wolf
6x
'Mumie' diskriminiert alte Leute (lebend oder untot) mit belasteter, trockener Haut. Pfui!

14.01.2013 00:48 Uhr - Lykaon
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
und Original diskriminiert alle Klone -.-' mea culpa :/ (was wiederum alle Nicht-Römer diskriminiert)

14.01.2013 00:49 Uhr - Oberstarzt
@Lykaon: Der Avatar ist Arnold Vosloo *rofl* ??? Der sieht aber abgemagert aus !

14.01.2013 00:50 Uhr - Venga
5x
14.01.2013 00:33 Uhr schrieb Eisenherz
Im Falle von Preußlers kleiner Hexe war der Auslöser, dass sich ein "Afrodeutscher" über die Benutzung des Wortes "Neger" beschwerte.


Dann hoffen wir mal, dass er nicht in Django Unchained geht.
Dort fällt das Wort "Nigger" über einhundert mal...

14.01.2013 00:50 Uhr - Lykaon
1x
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
ja, Boris Karloff diskriminiert Arnold Vosloo o_O!

14.01.2013 00:51 Uhr - Venga
1x
14.01.2013 00:49 Uhr schrieb Oberstarzt
@Lykaon: Der Avatar ist Arnold Vosloo *rofl* ??? Der sieht aber abgemagert aus !


BANAUSE!!!!

14.01.2013 00:53 Uhr - Eisenherz
2x
@ Venga

Sowas gibts ausschließlich in Germany. Kein anderes Land zerlegt seine Literatur, weil sich eine einzelne Person angesprochen fühlt. Aber diese Person ist eben nicht-weißer Hautfarbe, und mit diesem Qualitätsmerkmal geht hierzulande einiges. ;-)

14.01.2013 00:54 Uhr - Trism
1x
Ich lese nur polypisch korrekte Bücher!

14.01.2013 00:54 Uhr - Kurisuteian
1x
SB.com-Autor
User-Level von Kurisuteian 6
Erfahrungspunkte von Kurisuteian 482
14.01.2013 00:50 Uhr schrieb Venga
Dann hoffen wir mal, dass er nicht in Django Unchained geht.
Dort fällt das Wort "Nigger" über einhundert mal...


Das wollte ich auch erwähnen, und sowieso, die ganze Situation erinnert immer mehr an die South Park Folge, in der Randy durch einen Fauxpas im TV zum "Nigger-Typen" wird.

14.01.2013 00:56 Uhr - wirsindviele
3x
User-Level von wirsindviele 2
Erfahrungspunkte von wirsindviele 54
14.01.2013 00:30 Uhr schrieb babayarak
ich gebe den Veränderungen recht, der autor hat sich bestimmt nichts rassistisches dabei gedacht nur nach Jahrzehnten hat sich die Weltanschauung verändert und auch der Sprachgebrauch.

Und man kann Kleinkinder wissend das es falsch ist, über ausländer klischeehaft berichten.

Zum thema Negerkuss, ja auch als ich kleiner war nannte das "Ding" niemand einen Dickmann, aber irgendwann habe ich mir auch die Frage gestellt welcher Trunkenbold mit schokolade überzogenen Milchschaum so nennt.

Für mich keine zensur, sondern eine notwendige Veränderung, wie mit PKWS ohne Katalysator.


OK, mit diesen Kommentar hast du dich mal wieder als waschechter Troll enttarnt, also HALT EINFACH DIE FRESSE und hör auf uns mit deinen geistigen Retalin-Fürzen zu belästigen!

14.01.2013 00:56 Uhr - Lykaon
User-Level von Lykaon 1
Erfahrungspunkte von Lykaon 23
nicht nur Deutschland, ich habe schon einiges aus den USA gelesen... die sind teilweise noch schlimmer o_O

14.01.2013 01:03 Uhr - Eisenherz
5x
In Amerika ist das alles deutlichst entspannter! Ich hab mal den "Roast of David Hasselhoff" gesehen, und da flogen im Minutentakt, Naziwitze, Niggerwitze, Judenwitze durch den Saal. Und wer lachte am meisten darüber? Die anwesenden Schwarzen, Juden und Homosexuellen! Hier bei uns gibt es nur linkes Gekeife - mehr nicht!

14.01.2013 01:03 Uhr - FuckGermany
4x
Stellt euch vor es gäbe ein Kinderbuch, indem der Deutsche als pädophiler, niederträchtiger Kleingärtner ist, der insgeheim immer noch rassistisch ist seitdem 2 Weltkrieg und das die Deutschen nach Thailand fahren nur damit sie dort Frauen abkriegen.

Stellt euch das mal vor, wäre schlimm oder und stellt euch vor so würde man auch andere anschwärzen und pauschalisierend darstellen.

Wäre schlimm finde ich, deswegen wenn man zwei Sätze verändert sollten manche latente Antisemiten sich zurück halten und nicht das als Kulturelle Zerstörung darstellen.

14.01.2013 01:05 Uhr - Eisenherz
@ Fuck Germany ( passender Name übrigens)

Das gabs bei uns schon als Dokusoap auf RTL2 und hieß "Villa Germania".

14.01.2013 01:07 Uhr - Def4life
6x
also ich verfolge diese seite seit jahren mit aufmerksamkeit, und interesse aber was sich in den letzten jahren hier in den kommentar bereichen abtut ist echt krass, hier wimmelt es ja nur von verkappten rechten,rassisten,islamhassern, die mich eher an Political Incorrect errinnern und nicht an eine seite wo es um das medium film an sich geht,jungs rafft es endlich es ist alles so wie es nunmal ist,die welt ändert sich,und dieses land wird sich auch ändern,akzeptiert das,die welt ist global,was vor 20-30 jahren nur eine randgruppe war,ist heute eine minderheit,und bald eine teil dieser gesellschaft,und wenn die deutschen noch weniger kinder machen haben wir in 50 jahren eine ganz andere nation ;-) ihr könnt so viel schimpfen und durchdrehen,jedesmal wenn eines dieser wörter "islam,türke,ausländer" in irgendeiner form auftauchen in der überschrift fallt ihr wie wilde hunde her um es zu zerfleischen mit eurer intolleranz und überheblichkeits gefühl,diese zeiten sind entgültig vorbei!!! wir sind da und wir bleiben da wo wir sind! ob es jemanden passt oder nicht, aber das liegt in der deutschen mentaliät halt diese denkweise "mit den juden sind wir auch fertiggeworden" oder "wir haben europa in angst und schrecken versetzt" "wir sind mächtig" " wir sind die wahre rasse" hallo aufwachen!!! ihr wechselt vor angst die strasse wen ihr zwei 16 jährige türken sieht! ,das ist die wahrheit, so ich lass euch mit eurem rassenwahn alleine , vergesst nicht wir sind keine "juden" ;-) bevor einer von uns geht nimmt er 10 von euch mit und das sogar mit einem lächeln im gesicht, wir sind die erben von kubilei,cengiz,atilla, und nicht von hans,franz,adolf.
mfg aus der fast schon türkischen stadt Duisburg (480.000 einwohner 140.000 davon türken).



14.01.2013 01:07 Uhr - babayarak
1x
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Erfahrungspunkte von babayarak 58
@- Def4life

Bravo

14.01.2013 01:11 Uhr - Evil Wraith
6x
Widerwärtig, diese Weichspülerei. Habe mich erst kürzlich mit meinem äthiopischen Kumpel über die Geschichte mit Pippi Langstrumpf unterhalten, und er meinte, für ihn sei dieses gönnerhafte Getue in seiner Arroganz sehr viel beleidigender als ein paar flapsige Floskeln, die in ihrer Obsoleszenz ohnehin keiner ernst nehmen könne. Da kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. "Positiver Rassismus" ist auch Rassismus.

14.01.2013 01:15 Uhr - Eisenherz
13x
@Def4life

Hat Indymedia Winterpause? Soviel Arroganz auf einem Haufen unleserlicher Vorschulgrammatik hab ich hier noch nie gelesen. Die einzige Unverschämtheit sind Menschen wie du, die anderen vorschreiben, was sie zu denken, zu fühlen und wie sie zu leben haben. Geh wieder zurück in dein krasses Ghetto und klau ner Omi die Handtasche, Alda! ;-)

14.01.2013 01:20 Uhr - babayarak
3x
User-Level von babayarak 2
Erfahrungspunkte von babayarak 58
@Eisenherz

Ja ja, alle Türken sind so wie du sie dir vorstellst, in deiner verzerrten Anschauung ist das Verhalten kein Wunder.

Im INternet den dicken Max machen, im alltag schön den Mund halten.

Yooww alda eyyy du bist krassss.....zurückgeblieben, .....in den 40zigern.

14.01.2013 01:25 Uhr - Eisenherz
10x
@Babayarak

Und wo du zurückgeblieben bist, sieht man ja an deinen sonstigen Beiträgen hier. Aber das soll jetzt nicht das Thema sein. ;-)

14.01.2013 01:29 Uhr - Def4life
3x
@babayarak

ich lache über diese personen die wahrscheinlich im leben sowie im bett gescheitert sind und nun sich ein neues aufgabenfeld auserkoren haben damit sie wenigstens ein kleines wenig sinn in ihrem kümmerlichen leben haben ,ich lass es euch ;-) es gibt ein schönes türkisches sprichwort "man wirft nur auf bäume mit steinen die auch früchte tragen"

14.01.2013 01:33 Uhr - Eisenherz
15x
Und ich lache über Trolle, die sich hier nur anmelden um politische Statements abzugeben, für die sich kein Schwein interessiert und die auch nicht das Thema waren. Dass es einem Türken scheißegal ist, wenn alte deutsche Begriffe und Wörter verschwinden, ist verständlich, jedoch sollte man akzeptieren, dass es denen, die damit aufgewachsen sind, nicht so geht! Und was soll dieses Gerde von Erben Atillas? Das ist selbst nichts anderes als die Glorifizierung von Mördern, Faschisten, Vergewaltigern und Kriegsverbrechern. Du bist keinen Deut besser als jeder Hitler- Verehrer. Same Shit, different Asshole.

14.01.2013 01:38 Uhr - Otis
5x
Wo geraten Eltern denn da in Erklärungsnot? Neger leitet sich aus dem Lateinischen ab. Neger = Schwarzer und kein abfälliges Schimpfwort, wie es so mancher fehlgeleitete Gutmensch gerne darzustellen versucht.

14.01.2013 01:41 Uhr - Def4life
2x
@Eisenherz

hast echt komplexe vom feinsten,diese selbstverständlichkeit ,dieses annmaßen was du dir herrausnimmst ist echt krass,bzw was du denkst junge ich habe mit absoluter sicherheit viel mehr für dieses land getan als du und deine sippe zusammen, woher ich das weis? der finanzberater sagt es mir immer am jahresanfang,schon das du mich als "troll" bezeichnest ist ein ausdruck deiner minderwertigkeitgefühls und das du eine ängstliche persohn bist,ja ich bin der böse troll ;-)

14.01.2013 01:46 Uhr - Eisenherz
6x
@ Def4life

Und das muss ich mir von jemandem sagen lassen, der sich selbst rassisch überhöht und sich als als Erbe einer Bande von Massenmördern definiert. Ziemlich anmaßend, aber typisch. ;-)

Mit Menschen wie dir erübrigt sich jede Diskussion, da ich mit Rassenfanatikern, die sich auf "vökisches" Erbe berufen, nichts zu tun haben möchte.

14.01.2013 01:48 Uhr - Def4life
1x
da fällt mir nur ein

"DJ BoBo - SOMEBODY DANCE WITH ME"


14.01.2013 02:05 Uhr - peacekeepa
14.01.2013 00:53 Uhr schrieb Eisenherz
@ Venga

Sowas gibts ausschließlich in Germany. Kein anderes Land zerlegt seine Literatur, weil sich eine einzelne Person angesprochen fühlt. Aber diese Person ist eben nicht-weißer Hautfarbe, und mit diesem Qualitätsmerkmal geht hierzulande einiges. ;-)


Stimmt so auch nicht! Siehe Mark Twain, das Wort "Nigger" und Amerika:

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-01/twain-neue-edition-kommentar

14.01.2013 02:54 Uhr - leproph
1x
Ich finde die News leider nicht neutral genug geschrieben und glaube das verkappte "Genervt-sein-von-der-PC-Debatte" mehr als offensichtlich zu erkennen.
Und der weiße, männliche Bio-Deutsche zwischen 14 und 54 drischt eine Phrase nach der anderen, dass diese Anpassung ja sowas von öde sei etc.
Ich finde es mehr als notwendig, dass ehemalige Kolonialmächte bei der Erziehung Ihrer Nachkommen gerade im prägenden Alter inzwischen auch auf Nuancen achtet, da auch Bio-Deutsche mit dunklerer Haut sich an den stereotypischen und abwertenden Begriff stören könnten.
Da auch Kinderbuchklassiker ein Kind ihrer Zeit waren, wäre ein entsprechendes Nachwort vom Verleger zwecks Aufklärung und Weiterbildung unserer Kinder (als auch Mitforisten ;-) wünschenswert.

14.01.2013 03:29 Uhr - Evil Wraith
2x
Exakt. Aber das Nachwort würde ja wieder bedeuten, dass man mit den Kindern reden und Aufklärungsarbeit leisten müsste.

14.01.2013 03:45 Uhr - Guilala
3x
Bei Pippi Langstrumpf fügte der Verlag vor einigen Jahren noch eine Fußnote ein, der den Kindern erklärte, was es mit dem Begriff "Neger" auf sich hatte und wem das nicht genügte, der hatte so auch einen Hinweis, deswegen vielleicht mal die Eltern zu fragen. Später verzichtete man darauf aber und aus dem Negerkönig wurde ein Südseekönig. Problem totgeschwiegen. Problem gelöst.


Traurig, um nicht zu sagen: Erschreckend! Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Die Idee mit den nachträglichen Fußnoten fände ich absolut sinnvoll und auch wichtig.
Da lernen die Kinder sogar noch etwas dazu. Aber nööö...

George Orwell hatte anscheinend wirklich Recht.
Auf eine "schöne" neue Welt... :-/

14.01.2013 03:53 Uhr - Ludwig
2x
14.01.2013 00:08 Uhr schrieb Eisenherz
Ich freu mich schon auf die Gebrüder Grimm im angepassten Ghetto-Slang! "Ey yo, Bitch, steck da krasse Finga ausm Käfig, alda!"

Die Gebrüder Grimm höchstpersönlich zensierten viele ihnen zugetragenen Märchen. Besonders sexuelle Bezüge wurden abemildert oder ganz ausgespart, um sie an den puritanischen Zeitgeist anzupassen und massenkompatibel zu machen.

14.01.2013 04:51 Uhr - HellToKitty
2x
Echt beeindruckend, wie unqualifiziert hier einige Flachgeister munter Kommentare tippen. Meiner Meinung nach ist es durchaus nötig, Kindern zu erklären, dass Begriffe früher anders gebraucht wurden und heute noch mehr als damals eine negative Färbung hatten. Da würde aber mit einer entsprechenden Fußnote wohl mehr wertvolle Pädagogik geleistet werden, als mit dem schlichten Austausch der Worte. In meinen Augen hat das recht wenig mit PC, sondern eher was mit gesunder Aufklärung zu tun. Und wer denkt, dass der Begriff "Neger" jemals neutral gebraucht wurde ist wohl ziemlich dumm. Denn das Wort wurde von weißen Menschen in einer Zeit geprägt, in der er mit Sicherheit nicht nur den farblichen Unterschied der Haut beschrieben hat sondern auch Ausdruck einer sehr weit verbreiteten rassistischen Grundhaltung war.

14.01.2013 05:17 Uhr - babyface
Gibt es nicht eine Internetseite von Political Incorrect oder so ? Die beschäftigt sich doch mit dem Sturmlauf der Gutmenschen in der Gesellschaft .
Die Entwicklung der Gleichschaltung der Medien und Personen sind aber beängstigend .

14.01.2013 06:41 Uhr - guilstein
1x
Und sollten die Blagen, dann doch mal unkommentiert auf den Begriff "Neger" stoßen ist das Risiko diesen in den eigenen Sprachschatz aufzunehmen um so größer.

Wer soll denn Kinder in ihren ersten Jahren solche Dinge erklären, wenn nicht die Eltern selber?

Andererseits, bei den multimedia-geschädigten Eltern von heute, wäre es vielleicht besser, die Kinder schon direkt nach ihrer Geburt von ihren Eltern zu entfernen.

14.01.2013 06:46 Uhr - Dissection78
1x
DB-Co-Admin
User-Level von Dissection78 15
Erfahrungspunkte von Dissection78 3.730
@ babyface:

Ja, die gibt es.
Aber auf Teufel komm raus "politisch inkorrekt" sein zu wollen (wie die PI-Sektierer), ist in meinen Augen genauso bescheuert wie die "politische Korrektheit" der diversen Dauerbetroffenheitsbeauftragten.

14.01.2013 06:50 Uhr - RANDOM
1x
Ist das nun nicht positiver Rassismus, also trotzdem Rassismus? Welch unfassbare Dummheit in den Führungsetagen einiger Unternehmen sitzt ist schier unglaublich.

Der nach unten gerichtete Spiraleflug unserer Gesellschaft geht weiter.

14.01.2013 06:56 Uhr - schachi08
1x
"Die kleine Hexe" und "Der Räuber Hotzenplotz" sind nun mal Klassiker und jede Veränderung daran halte ich für überflüssig. Otfried Preussler hat sich nicht ohne Grund lange Jahre - leider erfolglos - dagegen gewehrt.

14.01.2013 07:18 Uhr - Fratze
4x
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@Guilala:
"Schöne neue Welt" war aber Aldous Huxley, nicht George Orwell... wenn du den Zusammenhang allerdings nicht meintest, bin ich still ; )

@HellToKitty:
Punkt für dich: Das Wort "Neger" hat sicher (rein psychologisch) keine neutrale Wurzel. Trotzdem ist der Begriff aber in den späteren allgemeinen Sprachgebrauch als neutral übergegangen und auch so benutzt worden. Das war zwar gedankenlos, hatte aber keine rassistische Grundhaltung mehr zur Ursache.
Aufklärung über Sprachgebrauch wäre sicher der richtige Weg, so wie hier macht es der Verlag einfach falsch.

@Eisenherz:
Wenn das so gewesen ist, dass sich ein "Afrodeutscher" über das Wort "Neger" beschwert hat, ist das sicherlich schon als etwas dünnhäutig zu bewerten... trotzdem hätte ich gerne einen Beleg für diese Behauptung.

14.01.2013 08:26 Uhr - bernyhb
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Aber PC auf der anderen Seite sucht man wie immer vergebens...
Da wird nie etwas gemacht und es schreit auch keiner da nach...

Wenigstens haben die meisten Leute hier die gleiche Meinung!

Einfach nur Arm und ein Grund sich langsam zu Schämen im Jahre 2013 ein Deutscher sein zu müssen!

14.01.2013 08:26 Uhr - Oberstarzt
1x
"Türken mit roten Mützen und weiten Pluderhosen"

Klingt für mich eher harmlos. Wenn da stehen würde:

"Türken mit überweiten Basecaps und gefälschten Adidas-Trainingsanzügen."

wäre das m.M. nach politisch wesentlich unkorrekter.

14.01.2013 08:29 Uhr - S.K.
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Sorry für meinen Ausdruck, aber diese Art von Political Correctness ist ja mal voll für den Popo.
Was kommt als Nächstes ? Zensur beim "Struwelpeter" (Die Geschichte mit dem Mädchen und dem Feuer), "Max und Moritz" (Stichwort: Tierquälerei) oder gar "Heidi" (Heidis Freundin im Rollstuhl) ?!

Haben solche alte Kinderbuch-Klassiker alle Kinder-Generationen bis heute derart negativ beeinflusst ? Warum verbrennen nicht gleich die Bücher ?!

*rolleyes*

14.01.2013 08:41 Uhr - JasonXtreme
16x
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Ich verstehe die ganze Disukssion um Deutsche vs. Ausländer hier nicht. Leute wie babayarak und der selbsternannte Düsseldorfer Türkenanführer Def4life greifen hier die Leute an, die sich über Zensur aufregen, nicht andere mit derartigen Wörtern (Neger ect.) tuitulieren!

Es geht hier primär mal um eines: Zensur von Kunst! Und das ist nicht hinzunehmen, ob nun Preussler oder sonstwer - als nächstes gehen sie dann Shakespear ann oder Homer... Wo soll das denn bitte hinführen!? Früher waren nunmal andere Wörter alltäglicher Sprachgebrauch, und auch meine Oma (Gott hab sie selig) benutzte bis zum Schluß das Wort "Neger" - aber weil sie es anders nicht kannte, und nicht aus boshaftigkeit! Im Gegenteil, sie hatte nie was gegen jegliche Ausländer,, ebenso wie ich nicht.

Wogegen ich etwas habe, sind ausländsich stämmige Mitbürger, die in Deutschland leben, und gleichzeitig, wie die beiden oben genannten Jungs, uns Deutschen vorhalten, wie dumm wir doch sind und wie ängstlich... ist DAS eine Art und Weise, wie man zusammen leben kann, soll und vor allem möchte!?

Ich verstehe nicht, wieso man sich überhaupt wegen seiner Herkunft vor anderen hervorheben kann. Nichts anderes tut ein Def4life ja mit seinen Aussagen - Deutsche sind alle nichts wert, aber seine 140.000 Türken in Düsseldorf, die sind der Schöpfung einzig wahres, oder was!? Wenn ich schon Sätze lese wie "wenn einer von uns geht, nimmt er 10 von Euch mit" - DAS ist so ein Geschwätz, was sich auch die scheiß Nazis hier auf die Fahne schreiben würden - nichts anderes.

Armes Deutschland, schauen wir mal, wo wir in 20 Jahren sind.

14.01.2013 08:58 Uhr - Slayer33
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14.01.2013 08:29 Uhr schrieb S.K.


Haben solche alte Kinderbuch-Klassiker alle Kinder-Generationen bis heute derart negativ beeinflusst ? [u]Warum verbrennen nicht gleich die Bücher ?![/u]

*rolleyes*


Sag das mal lieber nicht zu Laut....wer weiss was die noch für kranke Ideen haben werden!

Es ist schade....da kann man nur noch hamsterkäufe machen wie es in den USA mit den Waffen gemacht wird.....ehrlich, diese verlogenen Doppelmoralisten kotzen mich an....auf der anderen Seite hetzen diese bestimmt gegen Homosexuelle?!

14.01.2013 08:41 Uhr schrieb JasonXtreme
Armes Deutschland, schauen wir mal, wo wir in 20 Jahren sind.


kann ich dir jetzt schon sagen: ein Islamisten-Staat in welchem alle Frauen am Herd stehn müssen, alle Zeit bereit gefi+++ zu werden und wenn die mal aus dem Hause dürfen dann nur mit Burka (diesen Ganzkörperverhüll-Scheiss da!)
Und wir deutsche sind dann in der Minderheit (neben anderen westlichen Ausländern!)

14.01.2013 09:01 Uhr - St@TiC
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Bin mal gespannt, wann das erste Kinderbuch das Siegel "keine schwere Jugendgefährdung" oder "strafrechtlich unbedenklich" bekommt.

14.01.2013 09:10 Uhr - Dr Tennant
10x
Oh mann!!!
Also, ich als Deutscher (mit weißer, deutscher Mutter und schwarzem, US-amerikanischem Vater) bin hier geboren, aufgewachsen und habe schon immer hier gelebt. Und ich liebe mein Land.
Man wächst mit der deutschen Sprache auf, in der Worte wie zum Beispiel "Negerkuss", "Zigeunerschnitzel" oder "Rothäute" reguläre Begriffe sind, die gegebenfalls einen für ein Gespräch oder eine Diskussion erheblichen Umstand umschreiben, erklären oder begründen. An diesen Worten ist nichts falsch oder inkorrekt. Und es geht schlicht und einfach um kulturelle Unterschiede, die existieren, aber nicht schlimm sind. Den Rassismus erlernt man erst durch andere Dinge. Jede Sprache hat Bezeichnungen und Worte, welche sich unter Umständen aus dem Kulturkreis ergeben haben.
Ich empfinde es als schlimm, wenn Deutsche aus Faulheit oder Ignoranz "neu-modernen Jugendslang" annehmen. Es ist völlig in Ordnung wenn jemand eine neue Sprache lernt und einen Akzent hat. Das steht völlig außer Frage. Doch wenn ein Deutscher nun schon Sätze benutzt wie, "Gehst Du Stadt?", anstatt dem korrekten "Gehst Du in die Stadt?", könnte ich ausrasten.
Gerade aus solchen Kinderbüchern, wie in dem Artikel oben erwähnt, haben wir einen Großteil unserer Sprache gelernt. Und hier Kulturgut zu zensieren, nur weil einige Leute der Meinung sind, daß sich mit den Weltgeschehnissen auch die Sprachen verändern, was diese sowieso tun, ist absoluter Schwachsinn. Gerade Unterschiede zu früher machen solche Kleinigkeiten doch interessant und auch amüsant.
Als Vergleich: Filmliebhaber würden verbal Amok laufen, wenn nun aufgrund von dieser ominösen "political correctness" in dem Film The Terminator Arnold Schwarzenegger im englischen Original mit US-amerikanischem Akzent synchronisiert wird und das dann zur offiziellen Fassung des Films wird.

Und anbei: ich habe braune bzw. schwarze Haut und verabscheue Begriffe wie "Afro-Deutscher" oder ähnliches. Denn die Kultur in der man aufwächst und die man lebt und liebt, spiegelt sich niemals im Aussehen wider.

14.01.2013 09:13 Uhr - LinguaMendax
8x
@def4life: hallo aufwachen!!! ihr wechselt vor angst die strasse wen ihr zwei 16 jährige türken sieht! ,das ist die wahrheit, so ich lass euch mit eurem rassenwahn alleine , vergesst nicht wir sind keine "juden" ;-) bevor einer von uns geht nimmt er 10 von euch mit und das sogar mit einem lächeln im gesicht, wir sind die erben von kubilei,cengiz,atilla, und nicht von hans,franz,adolf.

Mit dieser arroganten Aussage stellst du dich genau auf die gleiche Stufe,wie die Leute,die du wegen ihrem Rassenwahn oder -hass beschimpfst.Ob du es wahrhaben willst oder nicht.Und ich persönlich lasse mich nicht auf offener Strasse in meinem eigenem Land,obwohl ich NICHT stolz bin Deutscher zu sein,als blöder Eingeborener beschimpfen von Leuten,mit denen ich in meinem Leben noch kein einziges Wort gewechselt habe,geschweige denn je was zu tun hatte.Und jetzt kommst du.So geht das nicht.Wenn ich in ein anderes Land reise oder sogar dort leben möchte,muss ich mich auch benehmen.

Dass du jedes Jahr,Monat für Monat für deine Steuern zahlst,gibt dir noch lange nicht das Recht,hier so einen Schwachsinn loszulassen.Es wird keiner gezwungen in Deutschland zu leben.So wie ich selbst auch.Und wenn ich es mir finanziell leisten könnte,wäre ich hier schon lange weg...

Jeder ist Ausländer-fast überall !

14.01.2013 09:15 Uhr - CONTRA
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14.01.2013 08:58 Uhr schrieb Slayer33
14.01.2013 08:29 Uhr schrieb S.K.


Haben solche alte Kinderbuch-Klassiker alle Kinder-Generationen bis heute derart negativ beeinflusst ? [u]Warum verbrennen nicht gleich die Bücher ?![/u]

*rolleyes*


Sag das mal lieber nicht zu Laut....wer weiss was die noch für kranke Ideen haben werden!

Es ist schade....da kann man nur noch hamsterkäufe machen wie es in den USA mit den Waffen gemacht wird.....ehrlich, diese verlogenen Doppelmoralisten kotzen mich an....auf der anderen Seite hetzen diese bestimmt gegen Homosexuelle?!

14.01.2013 08:41 Uhr schrieb JasonXtreme
Armes Deutschland, schauen wir mal, wo wir in 20 Jahren sind.


kann ich dir jetzt schon sagen: ein Islamisten-Staat in welchem alle Frauen am Herd stehn müssen, alle Zeit bereit gefi+++ zu werden und wenn die mal aus dem Hause dürfen dann nur mit Burka (diesen Ganzkörperverhüll-Scheiss da!)
Und wir deutsche sind dann in der Minderheit (neben anderen westlichen Ausländern!)


Den letzten Absatz hast du ja richtig fein von der NPD-Homepage abkopiert.
Und dies sogar fast ohne Rechtschreibfehler. Respekt und Applaus...sei dir beim nächsten Parteitag gewiSS.

14.01.2013 09:25 Uhr - LinguaMendax
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@def4life : Noch ein kleiner Nachtrag.Ich komme aus Wiesbaden,auch fast türkisch.Ich habe hier einige türkische Freunde.Aber dass ab und zu Unmut aufkommt,liegt an solchen Leuten wie dir.Und darüber habe ich mit meinen türk. Freunden und Kollegen oft geredet.Und oh welch Wunder,sie sind der gleichen Meinung,also mal die Luft aus den Segeln nehmen....

14.01.2013 09:58 Uhr - deNiro
6x
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14.01.2013 01:07 Uhr schrieb Def4life
was vor 20-30 jahren nur eine randgruppe war,ist heute eine minderheit,.


Grundsätzlich halte ich es für schwierig und gefährlich mit jemanden der Kommas wie Punkte verwendet, und den Unterschied zwischen Randgruppe und Minderheit nicht kennt, zu diskutieren.

Du bist da beste Beispiel dafür, wie ausgeprägt Intoleranz und Faschismus doch in Wirklichkeit sind.
Ich denke ich muss dir nicht sagen wie die Türken mit den Kurden im eigenen Land umgehen, also komm mir blos nicht mit dem Vorwürfen gegen Deutsche!
Was da vor nun mehr über 70 Jahren geschehen ist, hat mit meiner Generation heute NICHTS mehr zu tun!
Und ich werde mir auch von solchen Leuten wie dir mein freiheitliches Denken weder verbieten noch untersagen lassen!
Es ist an der Zeit das IHR aufwacht und akzeptiert das man sich nicht alles gefallen lassen muss, schon gar nicht unter dem Deckmäntelchen des Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit!

14.01.2013 10:13 Uhr - ziggi
14.01.2013 00:21 Uhr schrieb Venga

Demnächst bestellt man in der Pommesbude auch kein Zigeunerschnitzel mehr, sondern ein "Sinti-und-Roma-Schnitzel". Oder gar "Mobile ethnische Minderheiten-Schnitzel"? Da blickt doch keiner mehr durch...


rofl, ich kann gleich nicht mehr, made my day :_)

14.01.2013 10:20 Uhr - Evil Wraith
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14.01.2013 08:41 Uhr schrieb JasonXtreme

...als nächstes gehen sie dann Shakespear ann oder Homer...


Google mal nach Thomas Bowdler ;-) .

14.01.2013 10:13 Uhr schrieb ziggi
14.01.2013 00:21 Uhr schrieb Venga

Demnächst bestellt man in der Pommesbude auch kein Zigeunerschnitzel mehr, sondern ein "Sinti-und-Roma-Schnitzel". Oder gar "Mobile ethnische Minderheiten-Schnitzel"? Da blickt doch keiner mehr durch...


rofl, ich kann gleich nicht mehr, made my day :_)


Tja, der österreichische Gastronomieverband hat derartige Maßnahmen bereits empfohlen.

14.01.2013 10:26 Uhr - Flavastulta
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„Auf dem Altar der Politischen Korrektheit wird unsere gesamte Vergangenheit geschlachtet. Alles wird angepasst, modifiziert und gesäubert, um nur ja keinem weh zu tun.“

„Alle Beispiele, aus denen man lernen könnte, wurden ja ausgelöscht. Wer weiß, wer weiß...“

„Hat jemand von euch schon das neueste Neusprech-Diktionär? Das soll Doppelplusgut sein!“

„George Orwell hatte anscheinend wirklich Recht.
Auf eine "schöne" neue Welt... :-/“

„Andererseits, bei den multimedia-geschädigten Eltern von heute, wäre es vielleicht besser, die Kinder schon direkt nach ihrer Geburt von ihren Eltern zu entfernen.“

„Haben solche alte Kinderbuch-Klassiker alle Kinder-Generationen bis heute derart negativ beeinflusst ? Warum verbrennen nicht gleich die Bücher ?!“

---

Es ist erschreckend, wie schnell hier der Untergang der westlichen Kultur heraufbeschworen wird. Auch finde ich es geradezu rührend, welche Sorgen sich die Leute auf einmal um die deutsche Sprache und Literatur machen, wenn es Gelegenheit gibt, irgendwem mit dem 1984-Hammer auf den Kopf zu hauen.

Es ist extremes Fackel- und Mistgabelschwingen hier einen riesigen „Zensur“-Aufstand anzufangen. Ich sehe Zensur als die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung, und das findet hier nicht statt. Es werden lediglich Wörter angepasst, die im heutigen Sprachgebrauch entweder nicht mehr geläufig oder stark negativ konnotiert sind, und als Germanist, der definitiv ein Interesse am Erhalt der deutschen Sprache hat, kann ich euch mitteilen, dass das in einer lebendigen Sprache ein normaler Prozess ist. Das literarische Werk verliert nicht an Wert wenn wie im vorliegenden Fall „Negerlein“ ersetzt wird. Und auch wenn manche Leute das hier vielleicht nicht verstehen wollen, aber heutzutage ist Neger kein neutrales Wort, sondern eine rassistische Beleidigung und wird nur noch als solche verwendet. Dass dahinter ursprünglich keine rassistische Intention gesteckt hat ist unerheblich, heute sollten kleine Kinder nicht beim Hören der Gute-Nacht-Geschichte mit Wörtern konfrontiert werden, die überall außerhalb dieser Geschichte als Beleidigung gebräuchlich sind. Ein dreijähriges Kind ist auch nach Erklärung der Eltern nicht in der Lage darüber zu reflektieren, warum das Wort Neger in der Geschichte stehen, das Kind selbst es aber nicht sagen darf.

Das heißt keinesfalls, dass Kindern nicht irgendwann erklärt werden sollte, was es mit solchen Wörtern auf sich hat. Und das heißt auch nicht, dass sämtliche Werke der Weltliteratur jetzt für den deutschen Markt „politisch korrekt“ gemacht werden sollen. Wenn ich als erwachsener Mark Twain lese weiß ich, warum da das Wort Neger drinsteht und dass ich mich heute hüten sollte das zu jemandem zu sagen. Als Kind kann ich diese Unterscheidung nicht vornehmen, und Kinderbücher sollten nicht dem Zielpublikum erst lang und breit erklärt werden müssen. Selbstverständlich wäre es angebracht, das Werk auch in der Ursprungsversion zu erhalten für spätere Forschungszwecke. Doch zu vermuten, dass hinter einer sprachlichen Anpassung, die der zeitgemäßen Realität entspricht, die Agenda einer totalitären Regierung steht, die Neusprech einführen will, ist schlichtweg lächerlich.

14.01.2013 10:30 Uhr - babayarak
3x
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Erfahrungspunkte von babayarak 58
@ deNiro


niemand wirft den deutschen irgendetwas vor, nur wie sich manche Bundesbürger über ihre ausländischen Mitbürger äußern klingt ziemlich vorurteilsbehaftet und antisemitisch.

"Ich denke ich muss dir nicht sagen wie die Türken mit den Kurden im eigenen Land umgehen, also komm mir blos nicht mit dem Vorwürfen gegen Deutsche!"

Das soll also die Rechtfertigung für das ausufernde Verhalten mancher User sein?

14.01.2013 10:41 Uhr - harry_sack
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14.01.2013 08:41 Uhr schrieb JasonXtreme
der selbsternannte Düsseldorfer Türkenanführer Def4life

Deutsche sind alle nichts wert, aber seine 140.000 Türken in Düsseldorf, die sind der Schöpfung einzig wahres, oder was!?



Er kommt aus Duisburg, nicht aus Duesseldorf ;)

14.01.2013 10:49 Uhr - burzel
3x
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also bei uns heißt ein "Schaumkuss" heute auch immer noch Mohrenkopp oder Negerkuss. Das sagen auch die Kinder

14.01.2013 10:57 Uhr - FuckGermany
1x


Wie barbarisch sogenannte zivilisierte Menschen sind, sehen wir immer wieder auf dieser Seite.

Einfach nur enttäuschend, als würde diese Gesprächsrunde in einer Anstalt stattfinden.

14.01.2013 11:05 Uhr - Trollhunter
2x
User-Level von Trollhunter 5
Erfahrungspunkte von Trollhunter 391
ham' wir wieder schön gelacht heute, vielen Dank dafür .......

besonderes Lob an den Comedian und Alleinunterhalter Eisenherz, für das Programm "Der Migrant fordert, der Deutsche kuscht!", hoffentlich wurde das auch wie von ihm eingebracht von der Antifa abgesegnet ^^

14.01.2013 11:07 Uhr - deNiro
2x
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Was verstehst du denn unter "ausuferndem Verhalten". Das ist doch genau die Wahrnehmung die ich kritisiere. Sobald man sich als "Deutscher" kritisch zu einem "heiklen" Thema äußert, wird automatisch die Ausländerfeind-Karte gezogen!

So wie ich die Sache sehe, wurde der erste Stein von einem türkischen Mitbürger geworfen!

@Flavastulta

Es ist vieles richtig was du sagst, ich muss trotzdem sagen das mich diese "Ach so schlimm ist das alles nicht" Einstellung, mittlerweile nur noch nervt.

Sicher wurde von einigen Usern, Meinungen bewusst zugespitzt wiedergegeben. Das zeigt doch aber nur wie verunsichert viele mit diesem Thema umgehen. Vieles hängt eben auch mit unserer Geschichte zusammen, und mit den damit verbunden Tabus. Wie oft wurde uns von Elternhaus und Schule eingebleut, gewisse Begriffe und Wörter nicht zu verwenden. Das ging dann soweit das man die eigentliche Bedeutung dieser Wörter gar nicht mehr verstand (bestes Beispiel "Neger")

Ich denke was den meisten hier negativ aufstößt, ist die Tatsache dass durch diese Zensur den Leuten mal wieder das Denken abgenommen wird. Als ob es nicht genügend andere Bücher, auch für 3-jährige, gibt die sauber und korrekt auf den Markt kommen. Warum können Eltern nicht selbst entscheiden, welche Bücher für ihre Kinder geeignet sind, und welche nicht! Vielleicht denke ich da ja schon wieder zu liberal! Wir Deutsche sind immer schnell mit Verboten und Regulierungen!
Es sind die vielen kleinen Dinge die ein großes Bild ergeben, gerade wenn man die Zensurgeschichte speziell hier in Deutschland in den letzten Jahren verfolgt!

14.01.2013 11:20 Uhr - Amok-666
74. 14.01.2013 10:30 Uhr - babayarak
@ deNiro


niemand wirft den deutschen irgendetwas vor, nur wie sich manche Bundesbürger über ihre ausländischen Mitbürger äußern klingt ziemlich vorurteilsbehaftet und antisemitisch.

"Ich denke ich muss dir nicht sagen wie die Türken mit den Kurden im eigenen Land umgehen, also komm mir blos nicht mit dem Vorwürfen gegen Deutsche!"

Das soll also die Rechtfertigung für das ausufernde Verhalten mancher User sein?

Seit wann gehören Türken zur Gruppe der Semiten?

14.01.2013 11:25 Uhr - JasonXtreme
6x
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Erfahrungspunkte von JasonXtreme 964
14.01.2013 10:41 Uhr schrieb harry_sack
14.01.2013 08:41 Uhr schrieb JasonXtreme
der selbsternannte Düsseldorfer Türkenanführer Def4life

Deutsche sind alle nichts wert, aber seine 140.000 Türken in Düsseldorf, die sind der Schöpfung einzig wahres, oder was!?



Er kommt aus Duisburg, nicht aus Duesseldorf ;)


Sorry, hatte keinen Bock mehr hochzuscrollen zu dem geistigen Dünnpfiff. ;) Ich hoffe die Düsseldorfer sehen es mir nach.

14.01.2013 11:38 Uhr - Eisenherz
@ Fratze

Bitte, hier ist der Link zum Artikel der Taz. Aber ich zitiere einfach mal daraus.

"Als Mekonnen Mesghena seiner siebenjährigen Tochter aus dem Kinderbuch vorlas, das ihm eine Freundin geschenkt hatte, staunte er nicht schlecht. Denn als er zu dem Kapitel kam, in dem sich Otfried Preußlers kleine Hexe unter eine Gruppe von Kindern mischt, die sich zu Fasching verkleidet hatten, fühlte er sich wie vor den Kopf gestoßen. Von einem „Negerlein“ war da unter anderem die Rede, von „Chinesenmädchen“ und „Türken“.
Mesghena, der in der Heinrich-Böll-Stiftung das Referat Migration & Diversity leitet, schrieb einen Brief an den Verlag, in dem er sich über die „rassistischen und ausschließenden“ Begriffe beschwerte. Nach einem Mailwechsel erhielt er im Dezember dann eine überraschende Antwort. „Auch Ihrem Schreiben von neulich ist es wohl zu verdanken, dass es gelungen ist, die Familie Preußler davon zu überzeugen, die fraglichen Begriffe in ’Die kleine Hexe‘ auszutauschen“, hieß es da. Das Ergebnis werde in der neuen Ausgabe, die im Sommer 2013 erscheinen soll, zu sehen sein.
„Wir werden alle unsere Klassiker durchforsten“, bestätigte der Stuttgarter Verleger Klaus Willberg, in dessen Haus die Bücher von Otfried Preußler erscheinen, gegenüber der taz."

http://www.taz.de/!108466/

14.01.2013 11:39 Uhr - neothechosenone
14.01.2013 01:03 Uhr schrieb Eisenherz
(...) Niggerwitze (...)


Freud'scher Versprecher ...

14.01.2013 11:40 Uhr - Flavastulta
@deNiro

Du kannst nicht die Aktualisierung und den Wandel der Sprache in einem Kinderbuch durch einen Verlag gleichsetzen mit staatlichen Zensurentscheidungen gegen Erwachsene durch staatliche Stellen.

Ich bin da ja völlig bei dir wenn du sagst, dass erwachsene Menschen selbstständig denken und für sich selbst entscheiden sollen, was sie lesen / hören / gucken. Auch sollen Kinder zum eigenständigen Denken erzogen werden. Das heißt aber nicht, dass es pädagogisch sinnvoll ist, Kinder in jedem Alter jede Literatur vorzusetzen. Und Literatur, in der in einer Art von Negern gesprochen wird, wie es heute nicht mehr der gesellschaftlichen Realität entspricht, ist einfach nicht für jede Altersgruppe geeignet. Ein Kind, dem diese Geschichte vorgelesen wird, ist nicht dazu in der Lage zu verstehen, warum in dem Buch das Wort Neger benutzt wird und warum sich gleichzeitig die Eltern seines schwarzen Freundes aus dem Kindergarten darüber aufregen, wenn sie Neger genannt werden. Das ist die gesellschaftliche Realität und es ist notwendig, dass sich diese im Sprachgebrauch, der den Kindern beigebracht wird, wiederspiegelt. Sprachwandel ist etwas, was schon immer passiert ist; heute dürften sich einige Frauen angegriffen fühlen, wenn sie einfach "Weib" genannt werden, früher war das ein Wort ohne negative Aufladung, aber das hat sich mit der Zeit geändert. Alte Wörter gehen, neue Wörter kommen, manchmal spiegelt sich darin ein Wandel der Gesellschaft wieder. Sprachwandel ist aber nicht gleichzusetzen mit Zensur, darum ist das auch keine "Ist doch alles nicht so schlimm"-Mentalität.

Im Endeffekt haben wir 2 Möglichkeiten: Das Buch vom Markt nehmen oder einzelne Worte so anpassen, dass man Kinder nicht damit überfordern muss ihnen klarzumachen, dass sie manche Worte aus der Geschichte nicht sagen dürfen. Ich glaube die zweite Möglichkeit ist weit weniger "schädlich" für die Kultur.

Und mal nur nebenbei, fühlst du dich wirklich so dermaßen in deiner Freiheit beschnitten, wenn die Gesellschaft es nicht gutheißt, wenn du das Wort Neger verwendest?

14.01.2013 11:41 Uhr - Eisenherz
1x
@neothechosenone

Etwas zugespitzt im Eifer des Gefechts. Aber so wurden die Witze im Roast von Hasselhoff wirklich bezeichnet. Aber da schwang bezeichnenderweise niemand die Mistgabel und schrie nach dem FBI.

14.01.2013 11:43 Uhr - suspirio
1x
Ja....das Anonyme Internet ist schon was feines....
Wenn ich mir die Kommentare so durchlese muss ich feststellen: Intergration im Netz gescheitert.....beidseitig.
Bis auf einige Ausnahmen ereifern sich die User in hohlen Parolen und falschem Stolz.
Und das im Jahr 2013.

Gut das die Realität, ausserhalb des schützenden Internet, anders aussieht.
Dort leben Ausländer, die eigentlich keine mehr sind, und Deutsche friedlich zusammen.
Dort weiß man das es auf beiden Seiten Agitatoren und Panikmacher gibt.
Dort weiß man das es auf beiden Seiten Abzieher, Schläger und Kriminelle gibt.
Und dort weiß man das die Medien, vor allem Sender wie RTL oder Zeitungen wie die BILD, jeden Fliegenschiß als Anlass nehmen um Unfrieden zu Provozieren in dem sie alles künstlich aufplustern.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, siehe Salafistenattacken und Rechtsterror a la NSU, aber mal ehrlich.....das normale Zusammenleben wird dadurch nicht beeinflußt.

Wenn man eure Kommentare nun ins echte Leben übertragen würde hätten wir Bürgerkrieg auf unseren Strassen.
Das Anonyme Internet ist schon was feines......



14.01.2013 11:45 Uhr - Eisenherz
1x
@ Flavastulta

Darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass hier auf Anfrage einer einzelnen Person jahrzehntealte Literatur gesäubert- und einem gerade herrschenden Meinungsmonopol angepasst wird. Es ist wie in der Nazizeit, in der die Karl May-Bücher führerkompatibel umgeschrieben wurden. Dort begrüßten sich beispielsweise Winnetou und Old Shatterhand mit dem Hitlergruß! ;-)

14.01.2013 11:51 Uhr - Amok-666
Es ist wie in der Nazizeit, in der die Karl May-Bücher führerkompatibel umgeschrieben wurden. Dort begrüßten sich beispielsweise Winnetou und Old Shatterhand mit dem Hitlergruß! ;-)

Bitte was?Ich hoffe das du das auch irgendwie beweisen kannst den sowas hör ich zum erstenmal und in der Ausgabe aus den ´30ern die ich mal in den Händen hatte und gelesen hab ist solcher Mumpitz nicht zufinden.

14.01.2013 11:56 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 11:45 Uhr schrieb Eisenherz
@ Flavastulta

Darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass hier auf Anfrage einer einzelnen Person jahrzehntealte Literatur gesäubert- und einem gerade herrschenden Meinungsmonopol angepasst wird. Es ist wie in der Nazizeit, in der die Karl May-Bücher führerkompatibel umgeschrieben wurden. Dort begrüßten sich beispielsweise Winnetou und Old Shatterhand mit dem Hitlergruß! ;-)


Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Im NS hat die Regierung vorgeschrieben, was gesagt und gedacht werden darf und dementsprechend die Literatur anpassen lassen. In diesem Fall hat ein Verlag, unabhängig von der Regierung, erkannt, dass es nicht mehr gesellschaftsfähig ist, das Wort Neger zu verwenden. Die Gesellschaft ist die Instanz, die den Sprachgebrauch bestimmt, und die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren mehrheitlich darauf geeinigt, dass man Neger nicht sagen soll. Von daher ist es kontraproduktiv Kinder mit diesem Wort zu konfrontieren.

Wenn es dir aber grundsätzlich nicht passt, dass sich gesellschaftliche Werte auf Basis der Menschenrechte nach der demokratischen Mehrheit richten, ist das ein ganz anderes Blatt Papier.

Wie gesagt, ich plädiere nicht dafür, politisch inkorrekte Inhalte aus allen Büchern zu streichen.

14.01.2013 12:03 Uhr - Rorschach
3x
Je mehr Wirbel man um derlei Begriffe macht, desto interessanter werden sie doch. Aktuell zu sehen am Interview mit Samuel L. Jackson zu "Django Unchained". Wenn man nicht langsam mal damit beginnt, gewisse Begriffe und Symbole zu entmystifizieren, dann erreicht man nur das Gegenteil. Lieber Menschen darüber aufklären, anstatt durch solche Zensuren die Wörter noch reizvoller zu machen.

14.01.2013 12:04 Uhr - Eisenherz
5x
@ Flavastulte

Ach, und das ist heute viel anders? Sagt man etwas, was der herrschenden Kaste nicht passt, landet man sehr schnell im Gefängnis oder wird persönlich und finanziell zerbrochen. Sieht man ja gut an Thilo Sarrazin, von dem man halten kann, was man will, aber der, ohne das man sich groß mit dem eigentlichen Buch beschäftigte, als Eugeniker, Nazi, Antisemit ...ect. bezeichnet wurde. Sein einziger Fehler war, dass er wagte, sein Maul aufzumachen. Aber so ist das bei uns: immer schön die Klappe halten! Die Allegorie mit den drei Affen drängt sich hier geradezu auf.

Selbst Heinz Bushkowski ist ja für seine Parteifreunde schon ein verkappter Nazi, weil er die Frechheit hat, die bestehenden Problem anzusprechen. Solange sich diese Kultur des Vertuschens, Verschweigens und der politisch korrekten Hoheitskultur nicht ändert und zu einer fairen und unzensierten Debatte wandelt, wird diese Problematik niemals enden.

14.01.2013 12:07 Uhr - Flavastulta
1x
14.01.2013 12:04 Uhr schrieb Eisenherz
Sagt man etwas, was der herrschenden Kaste nicht passt, landet man sehr schnell im Gefängnis oder wird persönlich und finanziell zerbrochen.


Ich habe noch garnicht mitbekommen, dass Thilo Sarrazin eingesperrt und enteignet wurde, da bist du wohl besser informiert als ich.

14.01.2013 12:11 Uhr - Eisenherz
2x
@ Flavastulta

Es wurde ja durchaus versucht. Man denke an das Parteiausschlussverfahren, die wüste Hetze und die medienweite Vorverurteilung, die bereits geschehen war, bevor auch nur einer der wutgeifernden "Gutmenschen" das Buch überhaupt gelesen hatte. Und Sarrazins Frau wurde bekanntlich aus ihrem Dienst als Lehrerin "entfernt".

14.01.2013 12:14 Uhr - Flavastulta
1x
Also vergleichst du jetzt einen Parteiausschluss mit Freiheitsentzug und Enteignung im Kommentarbereich eines Artikels über über eine Wort-Anpassung in einem Kinderbuch. Wie gut, dass du so sachlich und logisch über das eigentliche Thema diskutierst.

14.01.2013 12:15 Uhr - Hazy
4x
Dostojewskis "Der Idiot" sollte dann aber auch umbenannt werden. Schließlich ist das auch eine Beleidigung.
Wie wäre es mit "Der intellektuell Geforderte" ?
Mal ganz abgesehen von Annette von Droste-Hülshoff. Deren bekanntestes Werk müsste dann ja auch "Die Semitenbuche" heißen.

Aber mal ernsthaft: Wenn wir alle literarischen Werke immer wieder dem aktuellen, politisch korrekten Sprachgebrauch anpassen, wird es den Lektoren immerhin nicht langweilig. In meinem antiken Duden aus den 60ern steht auch noch das Wort "ficken" ohne sexuellen Hintergrund. Wurden damals auch alle Bücher umgeschrieben, in denen z.B. bei der Beschreibung einer Maschine "ein Kolben fickte"? Ich glaube kaum.

14.01.2013 12:17 Uhr - Eisenherz
@ Hazy

Freu dich, denn diese Art von Wörtern wird auch gerade ausgerottet! Zitat aus der TAZ:

"Jetzt ist also auch „wichsen“ bald verboten: Der Thienemann Verlag will das Wort aus Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker „Die kleine Hexe“ verbannt sehen. Damit geht die Debatte um Zensur in Kinderbüchern munter weiter. Und nachdem das Thema Rassismus (Pippi und der „Negerkönig“, Jim Knopf und das „Negerbaby“) durch ist, konzentriert man sich nun offenbar auf sexuell konnotierte Wörter"

"Jetzt also: wichsen. Nun kann „wichsen“ ja zweierlei bedeuten. Zum einen ist es die hässliche Schwester des ungleich vornehmeren Wortes „onanieren“. Zum anderen sagte man es früher schlicht anstelle von „Schuhe putzen“. Und Kinder wurden, wie in der „Kleinen Hexe“, „durchgewichst“, sprich: geschlagen. In jeder Hinsicht vergangene Zeiten. Deshalb, so der Thienemann Verlag, halte man eine Modernisierung bei alten und ungebräuchlichen Wörtern für sinnvoll."

Immer weg mit den alten Wörtern! ;-)

14.01.2013 12:20 Uhr - Flavastulta
1x
14.01.2013 12:15 Uhr schrieb Hazy
Dostojewskis "Der Idiot" sollte dann aber auch umbenannt werden. Schließlich ist das auch eine Beleidigung.
Wie wäre es mit "Der intellektuell Geforderte" ?
Mal ganz abgesehen von Annette von Droste-Hülshoff. Deren bekanntestes Werk müsste dann ja auch "Die Semitenbuche" heißen.

Aber mal ernsthaft: Wenn wir alle literarischen Werke immer wieder dem aktuellen, politisch korrekten Sprachgebrauch anpassen, wird es den Lektoren immerhin nicht langweilig. In meinem antiken Duden aus den 60ern steht auch noch das Wort "ficken" ohne sexuellen Hintergrund. Wurden damals auch alle Bücher umgeschrieben, in denen z.B. bei der Beschreibung einer Maschine "ein Kolben fickte"? Ich glaube kaum.


Hauptsache erstmal draufhauen...

Dostojewskis Buchtitel beleidigt sicher keine Menschen auf Basis ihrer Hautfarbe. Und Jude ist per se kein negativ und rassistisch besetzter Begriff, anders als es heute bei Neger der Fall ist.

Es geht auch nicht um die willkürliche Zensur von Begriffen in der gesamten Literatur, sondern darum, ob es sinnvoll ist, speziell in Kinderbüchern rassistisch konnotierte und nicht mehr gesellschaftsfähige Begriffe zu gebrauchen.

14.01.2013 12:22 Uhr - Eisenherz
5x
@ Flavastulta

Wer zieht dann die Grenze? Wo soll das enden? Wer gibt diesen Menschen das verdammte Recht, unsere Sprache, unsere Kultur und Vergangenheit "anzupassen"? Ja, das erinnert mich einfach zu sehr an die Szene aus dem Film zu "1984", in der der gute Mann an seinem Arbeitsplatz sitzt und unerwünschte Dinge aus den alten Zeitungen löscht oder umdeutet.

Und wieder ja, ich bin bei diesem Thema sehr emotional, da ich mit den alten Klassikern aufgewachsen bin!

14.01.2013 12:22 Uhr - Flavastulta
1x
14.01.2013 12:17 Uhr schrieb Eisenherz
Immer weg mit den alten Wörtern! ;-)


Es will dir auch niemand verbieten, zu sagen, du wichst deine Schuhe. Es ist nur nicht angebracht Kindern jeden Alters ein Wort beizubringen, das in der aktuellen gesellschaftlichen Situation weit häufiger als onanieren und nicht als Schuhpflege verstanden wird.

14.01.2013 12:22 Uhr schrieb Eisenherz
@ Flavastulta

Wer zieht dann die Grenze? Wo soll das enden? Wer gibt diesen Menschen das verdammte Recht, unsere Sprache, unsere Kultur und Vergangenheit "anzupassen"? Ja, das erinnert mich einfach zu sehr an die Szene aus dem Film zu "1984", in der der gute Mann an seinem Arbeitsplatz sitzt und unerwünschte Dinge aus den alten Zeitungen löscht oder umdeutet.

Und wieder ja, ich bin bei diesem Thema sehr emotional, da ich mit den alten Klassikern aufgewachsen bin!


Die Gesellschaft zieht die Grenze. Und ich stimme dir zu, wenn jetzt jemand sagen würde, wir müssten alle Bücher politisch korrigieren dann stünde ich direkt neben dir auf der Barrikade. Aber hier geht es darum, Kinder nicht mit begriffen zu konfrontieren, deren gesellschaftliche Relevanz sie nicht völlig erfassen können, das hat NICHTS mit Nazi-Zensur oder Orwell zu tun.

14.01.2013 12:27 Uhr - Eisenherz
1x
@ Flavastulta

Damit verarmt aber eine Sprache immer mehr, und das akzeptiere ich nicht! Jedes verlorene Wort ist ein Sargnagel in unserer Grammatik.

14.01.2013 12:30 Uhr - Flavastulta
1x
Grammatik und Wörter (Semantik) sind zwei unterschiedliche Bereiche der Sprache.

Du musst einfach akzeptieren, dass Sprache lebendig ist. Wörter kommen und Wörter gehen. Wenn es dir so unglaublich wichtig ist Neger sagen zu dürfen dann tu das. Aber bitte nicht zu farbigen Menschen, denn deine Freiheit endet da, wo ihre anfängt. Und erzähl bitte keinen Kindern, dass es ok ist Neger zu sagen, denn das sieht die Gesellschaft mehrheitlich anders, weil es heute ein diskriminierendes Wort ist.

14.01.2013 12:32 Uhr - Hazy
@Flavastulta
Mal ganz abgesehen davon, dass der Begriff "Jude" immer wieder gerne eingesetzt wird, um einen geldgierigen, ausbeuterischen Menschen zu titulieren, verstehe ich nicht, dass eine Beleidigung nur zustande kommt, wenn es sich auf die Hautfarbe bezieht. Danach dürfte ich einen Menschen, der am Down-Syndrom leidet also durchaus als "Spasti" bezeichnen?

14.01.2013 12:36 Uhr - deNiro
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@Flavastulta

Ohne dich jetzt von allen Seiten zu "bombardieren";), habe ich das Gefühl das du meine Ausführungen nicht richtig gelesen hast!

Für mich gibt es eben nicht nur diese zwei Möglichkeiten mit diesem Buch umzugehen, sondern die völlig "abwegige" Möglichkeit die Eltern entscheiden zu lassen was für Ihre Kinder gut ist und was nicht! Es gibt genug Kinderbücher die für 3-jährige besser geeignet sind. Was spricht dagegen diesen Lesestoff mit den Kindern gemeinsam durchzugehen, wenn ein bestimmtes Alter erreicht wurde? LASST DEN LEUTEN DIE FREIHEIT SELBER ZU ENTSCHEIDEN UND HÖRT AUF ALLES UND JEDEN ZU BEVORMUNDEN! Ich kann es einfach nicht oft genug sagen!

Auch teile ich deine Meinung, es handle sich um einen Sprachwandel nicht! Ein Sprachwandel hat mehrere Gründe und Faktoren die zum ändern und verschwinden von Wörtern führen. Wir Bayern können davon ein Lied singen;)
Beim Wort "Neger" sehe ich diese Faktoren nicht, da es eine grundsätzliche aktuelle Präsens diese Wortes immer noch gibt!

Auch wenn du schreibst man solle Kinder mit diesem Wort nicht konfrontieren da es kontraproduktiv sei, bin ich anderer Meinung! Ab einem bestimmten Alter sind Kinder sehr wohl dazu fähig zu differenzieren und zu werten. Warum Ihnen die Möglichkeit nehmen, anhand eines Kinderbuches von damals, zu reflektieren. Und wie gesagt ich rede nicht von 3-jährigen, für die gibt es eh andere Bücher die besser geeignet sind!

@suspirio

Dein Optimismus in allen Ehren, ich weiß nicht wo du wohnst, aber warst du schonmal in einem sog. Problembezirk in München oder Frankfurt? Natürlich gibt es auch die Familien die super integriert sind, doch auf der anderen Seite eben ein nicht zu unterschätzenden Teil von Leuten die gar keinen Bock haben sich zu integrieren. Es hilft beiden Seiten nicht, die Augen davor zu verschliessen und alle die sich kritisch damit auseinander setzen wollen, zu unterstellen sie würden falsche Parolen schreien und falschen Stolz besitzen. Ich brauch kein RTL und keine Bild Zeitung um zu sehen wie die Wahrheit auf den Strassen aussieht...

14.01.2013 12:36 Uhr - Flavastulta
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14.01.2013 12:32 Uhr schrieb Hazy
@Flavastulta
Mal ganz abgesehen davon, dass der Begriff "Jude" immer wieder gerne eingesetzt wird, um einen geldgierigen, ausbeuterischen Menschen zu titulieren, verstehe ich nicht, dass eine Beleidigung nur zustande kommt, wenn es sich auf die Hautfarbe bezieht. Danach dürfte ich einen Menschen, der am Down-Syndrom leidet also durchaus als "Spasti" bezeichnen?


Dass manche Menschen heute Jude zu Leuten sagen, die keine Juden sind, ist keine gute Sache. Aber einen Juden einen Juden zu nennen ist keine Beleidigung. Einen farbigen Menschen einen Neger zu nennen ist heute eine Beleidigung. Einen Menschen mit Down-Syndrom Spasti ist auch eine Beleidigung. Die Gesellschaft bestimmt was eine Beleidigung ist und was nicht. Wo ist jetzt genau das Problem?

14.01.2013 12:39 Uhr - deNiro
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@Rorschach

Super, danke für diesen tollen Beitrag!!!

Warum schreibe ich immer lange Zeilen, wenn man das Ganze auch mit ein paar Worten ausdrücken kann;)

14.01.2013 12:43 Uhr - Eisenherz
@ Flavastulta

Sorry, hab ich verwechselt.

Grammatik und Semantik gehen für mich hier Hand in Hand. Ohne das eine, gibts das andere auch nicht. Wenn ich mir diese Aushilfssprache so ansehe, die viele Jugendliche heute sprechen, graust es mir gar fürchterlich, dass besagte Jünglinge es spätestens ab meinem dritten Satz an dieser Stelle es nicht mehr geistig zu Stande bringen, den Inhalt auch nur entfernt zu kolportieren. ;-)

14.01.2013 12:44 Uhr - Beachhead
Just say it: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=iau-e6HfOg0

14.01.2013 12:46 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 12:36 Uhr schrieb deNiro
@Flavastulta

Ohne dich jetzt von allen Seiten zu "bombardieren";), habe ich das Gefühl das du meine Ausführungen nicht richtig gelesen hast!

Für mich gibt es eben nicht nur diese zwei Möglichkeiten mit diesem Buch umzugehen, sondern die völlig "abwegige" Möglichkeit die Eltern entscheiden zu lassen was für Ihre Kinder gut ist und was nicht! Es gibt genug Kinderbücher die für 3-jährige besser geeignet sind. Was spricht dagegen diesen Lesestoff mit den Kindern gemeinsam durchzugehen, wenn ein bestimmtes Alter erreicht wurde? LASST DEN LEUTEN DIE FREIHEIT SELBER ZU ENTSCHEIDEN UND HÖRT AUF ALLES UND JEDEN ZU BEVORMUNDEN! Ich kann es einfach nicht oft genug sagen!

Auch teile ich deine Meinung, es handle sich um einen Sprachwandel nicht! Ein Sprachwandel hat mehrere Gründe und Faktoren die zum ändern und verschwinden von Wörtern führen. Wir Bayern können davon ein Lied singen;)
Beim Wort "Neger" sehe ich diese Faktoren nicht, da es eine grundsätzliche aktuelle Präsens diese Wortes immer noch gibt!

Auch wenn du schreibst man solle Kinder mit diesem Wort nicht konfrontieren da es kontraproduktiv sei, bin ich anderer Meinung! Ab einem bestimmten Alter sind Kinder sehr wohl dazu fähig zu differenzieren und zu werten. Warum Ihnen die Möglichkeit nehmen, anhand eines Kinderbuches von damals, zu reflektieren. Und wie gesagt ich rede nicht von 3-jährigen, für die gibt es eh andere Bücher die besser geeignet sind!


Wie ich bereits vorher geschrieben habe bin ich dafür, das Buch auch in seiner ursprünglichen Version zu erhalten, da dies in mehrfacher Hinsicht interessant ist. Auch sollten Kinder irgendwann darüber aufgeklärt werden, was es mit Worten wie Neger auf sich hat. Nur denke ich nicht, dass das im Alter von 3, 4, 5 Jahren beim Vorlesen der Gute-Nacht-Geschichte passieren sollte.

Sprachwandel schließt nicht nur die Phonetik der Wörter ein, sondern auch deren Bedeutung. Wenn die Bedeutung eines Wortes mehrheitlich als negativ angesehen wird sollte es nicht mehr in der Alltagssprache verwendet werden, es sollte aber trotzdem noch im Wörterbuch stehen und bekannt sein wird es sowieso immer.

"Lasst die Eltern entscheiden was gut für das Kind ist" ließe sich verwenden um so ziemlich alles zu begründen. Dass die Meinung der Eltern nicht immer das wiedergibt was pädagogisch sinnvoll ist sollte dir aber eigentlich klar sein.
Außerdem lässt sich das Argument auch umkehren und sagen "Lasst die Eltern entscheiden, ob sie riskieren wollen, dass ihre Kindern in Kinderbüchern Wörter wie Neger lesen."

14.01.2013 12:50 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 12:43 Uhr schrieb Eisenherz
Grammatik und Semantik gehen für mich hier Hand in Hand. Ohne das eine, gibts das andere auch nicht.


Das ist aus sprachwissenschaftlicher Sicht nicht korrekt, aber darum will ich mich jetzt wirklich nicht streiten.

Wenn ich mir diese Aushilfssprache so ansehe, die viele Jugendliche heute sprechen, graust es mir gar fürchterlich, dass besagte Jünglinge es spätestens ab meinem dritten Satz an dieser Stelle es nicht mehr geistig zu Stande bringen, den Inhalt auch nur entfernt zu kolportieren. ;-)


Da bin ich bei dir. Wenn Kinder heutzutage vom RTL-Nachmittagsprogramm lernen wie man spricht und vor allem "debattiert" kann das nur schlecht sein.

14.01.2013 13:00 Uhr - Eisenherz
1x
Und eben aus diesem kühlen Grunde bin ich dagegen, hier (egal aus welchem Grund) einfach Wörter zu entfernen. In einem anderen Forum gab es in den letzten Tagen eine ähnliche Debatte, die auch mit gleicher "Wucht" geführt wurde. Das Ergebnis war das selbe wie hier. Also nehme ich an, dass das Thema zunehmend die Gemüter erregt. In den Kommentarspalten der "Welt" und anderer Zeitungen war der Grundtenor über diese Zensuren sogar noch deutlich schärfer als hier. Man muss hier aufpassen! Wenn zuviel Druck auf dem Kessel ist, kann er irgendwann mal explodieren!

14.01.2013 13:01 Uhr - suspirio
@ deNiro

Mit den wenigen Ausnahmen, wie ich oben schrieb, habe ich unter anderem dich gemeint.
Kritsch an das Thema heranzugehen ist nicht falsch, sondern gewollt.
Mit meiner Kritik meinte ich die Schreihälse und Agitatoren hier im Thread.
Wenn man sachlich ein Thema wie dieses diskutiert kommt man eher zu einem Konsens als wenn man lediglich Parolen und Halbwahrheiten herausschleudert.

Das nicht alles Gold ist was glänzt weiss ich auch und das es Problembezirke gibt ist mir auch nicht fremd.
Was mich stört ist einfach folgendes: Es wird immer so hingestellt als stünden wir kurz vor dem bewaffneten Kampf.
Hauptsächlich so propagiert von besagten Medien.
Ich wohne ziemlich genau zwischen Köln und Bonn und da merkt man so gut wie nichts von dieser Hysterie obwohl es hier auch Problemviertel gibt.
alles in allem gibt es genau so viele deutsche wie ausländische kriminelle etc.





14.01.2013 13:04 Uhr - megakay
Klar, bei "Neger" kann man sich streiten, aber was ist denn bitteschön an "Türke" und "Chinesinnen" verwerflich??

14.01.2013 13:06 Uhr - Der Streber
2x
Ich fordere hiermit feierlich, dass die Arie "Alles fühlt der Liebe Freuden" aus der Oper "Die Zauberflöte" des Wiener Gangsterrappers W.A. Mozart (der Mann ist als Österreicher ohnehin suspekt) aufgrund ihres volksverhetzerischen und rassistischen Inhalts zensie... ähhh... sprachlich angepasst wird! Bei dieser Gelegenheit sollte gleich der gesamte Backkatalog Mozarts auf rechtes Gedankengut durchforstet werden, auf dass diese Welt eine sprachlich reine werde!

Gez.
Ein Spinner

14.01.2013 13:11 Uhr - töfftöff
3x
Die Frage, die sich mir hier stellt: Werden neben den "zensierten" Versionen auch noch die unzensierten Versionen weiter angeboten, oder werden die vollständig ausgerottet und nur noch Germanistikstudenten verfügbar sein? Wenn ersteres der Fall wäre, könnte ich noch damit leben. Immerhin könnten dann die Eltern selbst entscheiden, welche Version sie ihrem Sprössling vorlesen...obwohl die Eltern, die so zugeknöpft agieren würden, in der Minderheit sein dürften (hoffe ich). Früher haben die Eltern ihre Kinder aufgeklärt. Heute ist das wohl zu viel verlangt.

14.01.2013 13:12 Uhr - Hazy
2x
Dass manche Menschen heute Jude zu Leuten sagen, die keine Juden sind, ist keine gute Sache. Aber einen Juden einen Juden zu nennen ist keine Beleidigung. Einen farbigen Menschen einen Neger zu nennen ist heute eine Beleidigung. Einen Menschen mit Down-Syndrom Spasti ist auch eine Beleidigung. Die Gesellschaft bestimmt was eine Beleidigung ist und was nicht. Wo ist jetzt genau das Problem?


Genau da ist das Problem. Nicht die Gesellschaft bestimmt, was eine Beleidigung ist, sondern das Individuum. So kann ich auch einen Juden mit dem Wort Jude beleidigen, wenn ich es auf fragwürdige Klischees begrenze. Andererseits kann ich einen Schwarzen durchaus Neger nennen, wenn er sich dadurch nicht angegriffen oder beleidigt fühlt. In meinem engeren Freundeskreis gibt es einen Afroamerikaner, der sich vielmehr über Bezeichnungen wie "Schwarzer" oder "Farbiger" aufregen kann. Er ist nämlich der Meinung, er sei weder schwarz (was er definitiv laut Farbenlehre auch nicht ist), noch sei er in irgendeiner Art und Weise bunter als jeder andere Mensch. Ich hab meinerseits auch kein Problem damit, wenn er mich "Weißbrot" nennt.
Sicherlich gibt es reine Beleidungsworte, aber diese findet man in der Regel auch im entsprechenden Kontext. Bei Mark Twain z.B. wird das Wort Nigger bewusst abwertend eingesetzt, aber so war es zu dieser Zeit eben üblich.

14.01.2013 13:12 Uhr - Flavastulta
Was, weil RTL ein beschissenes Programm sendet bist du dafür, dass Kinder mit Inhalten konfrontiert werden, die mittlerweile als pädagogisch ungeeignet angesehen werden? Muss ich nicht verstehen, oder?

Leute, wir reden hier von Kinderbüchern, die haben selbstverständlich auch pädagogische Inhalte, dienen aber in erster Linie dazu, Kinder zu unterhalten und zu fördern. Aber ich denke nicht, dass ein Kind im Alter von 3 bis 6 Jahren damit auseinandersetzen müssen sollte, warum man nicht Neger sagen darf, wenn es in der Geschichte steht. Die ursprüngliche Version wird doch erhalten bleiben, den Kindern kann man diese später immer noch zeigen, wenn sie sich kognitiv genug entwickelt haben, um zu verstehen, warum man heute nicht mehr Neger sagt, das aber vor einiger Zeit noch ok war. Der Kultur wird NICHTS genommen, NICHTS wurde zensiert. Niemand verbietet euch, Django Unchained zu gucken (was ich Mittwoch tun werde) oder andere hochgradig politisch unkorrekte Medien zu konsumieren. Es ist nur ein Verlag der Meinung, dass es pädagogisch ungeeignet ist, Kindern Literatur vorzusetzen, die heute als diskriminierend gebrauchte Begriffe enthält.

14.01.2013 13:14 Uhr - Eisenherz
3x
@töfftöff

Die gibts dann uncut unter dem Ladentisch in der Bücherei ... so lange bis sie wegen Verstoßes gegen die Politische Korrektheit beschlagnahmt werden! xD

14.01.2013 13:19 Uhr - Der Streber
4x
14.01.2013 13:11 Uhr schrieb töfftöff
Werden neben den "zensierten" Versionen auch noch die unzensierten Versionen weiter angeboten


Ich sehs schon kommen...
Neulich im Buchladen:

Kunde (hinter vorgehaltener Hand): "Haben Sie auch "Die kleine Hexe"... in der unzensierten Fassung?"

Und nachdem dem Verkäufer das Entsetzen aus den Gesichtszügen entschwindet, kramt der dann die "heiße Ware" hinterm Ladentisch hervor.

14.01.2013 13:24 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 13:12 Uhr schrieb Hazy
Genau da ist das Problem. Nicht die Gesellschaft bestimmt, was eine Beleidigung ist, sondern das Individuum. So kann ich auch einen Juden mit dem Wort Jude beleidigen, wenn ich es auf fragwürdige Klischees begrenze. Andererseits kann ich einen Schwarzen durchaus Neger nennen, wenn er sich dadurch nicht angegriffen oder beleidigt fühlt. In meinem engeren Freundeskreis gibt es einen Afroamerikaner, der sich vielmehr über Bezeichnungen wie "Schwarzer" oder "Farbiger" aufregen kann. Er ist nämlich der Meinung, er sei weder schwarz (was er definitiv laut Farbenlehre auch nicht ist), noch sei er in irgendeiner Art und Weise bunter als jeder andere Mensch. Ich hab meinerseits auch kein Problem damit, wenn er mich "Weißbrot" nennt.
Sicherlich gibt es reine Beleidungsworte, aber diese findet man in der Regel auch im entsprechenden Kontext. Bei Mark Twain z.B. wird das Wort Nigger bewusst abwertend eingesetzt, aber so war es zu dieser Zeit eben üblich.


Im Prinzip sollte es sowieso unnötig sein, Leute nach ihrer Hautfarbe zu unterscheiden und dafür Begriffe zu finden.

Mark Twain stammt aus einer anderen Zeit, wie du selbst sagst, in der es üblich war, Menschen mit dunkler Hautfarbe direkt als Nigger anzusprechen. Heute wird das gesellschaftlich nur noch als Beleidigung und nicht als neutraler Begriff gesehen. Wenn du zu jemandem sagst "Du bist ein Neger, ist jetzt aber keine Beleidigung", dann mag derjenige das durchaus anders sehen und das sollte dich nicht wundern.

Der Unterschied zwischen Jude und Neger und Spasti ist, dass Jude auch von den Juden im allgemeinen als ganz normaler Name gesehen wird. Menschen mit dunklerer Hautfarbe oder Menschen mit Down-Syndrom bezeichnen sich nicht selbst offiziell als Neger und Spastis.

14.01.2013 13:26 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 13:11 Uhr schrieb töfftöff
Die Frage, die sich mir hier stellt: Werden neben den "zensierten" Versionen auch noch die unzensierten Versionen weiter angeboten, oder werden die vollständig ausgerottet und nur noch Germanistikstudenten verfügbar sein? Wenn ersteres der Fall wäre, könnte ich noch damit leben. Immerhin könnten dann die Eltern selbst entscheiden, welche Version sie ihrem Sprössling vorlesen...obwohl die Eltern, die so zugeknöpft agieren würden, in der Minderheit sein dürften (hoffe ich). Früher haben die Eltern ihre Kinder aufgeklärt. Heute ist das wohl zu viel verlangt.


Niemand sagt, Kinder sollen nicht aufgeklärt werden über diese Begriffe. Aber denkst du das sollte bei so einem komplexen Thema im Alter von 3 bis 6 Jahren im Rahmen einer Gute-Nacht-Geschichte passieren?

14.01.2013 13:26 Uhr - Eisenherz
2x
Fragt sich nur, ob die dann auch in die FSK 18-Abteilung wandern und nur Volljährigen zugänglich gemacht werden. Vielleicht schleicht sich dann eventuell der Jugendliche, der sich mit Hilfe eines älteren Freundes das unzensierte Exemplar besorgte, heimlich nach Hause in sein Zimmer und liest die heiße Ware unter der Bettdecke, bevor er von seinen politisch korrekten Eltern überrascht- und mit dem "rassistischen Schund" konfrontiert wird. ;-)

14.01.2013 13:29 Uhr - Hazy
4x
Menschen mit dunklerer Hautfarbe oder Menschen mit Down-Syndrom bezeichnen sich nicht selbst offiziell als Neger und Spastis.


Das muss ich jetzt meinem überpigmentierten Kumpel mal mitteilen, da er sich selbst auch als Neger bezeichnet. Hmm, wird wohl eine Form von Autoaggression sein, die er schnell behandeln lassen muss. ;)

14.01.2013 13:33 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 13:29 Uhr schrieb Hazy
Menschen mit dunklerer Hautfarbe oder Menschen mit Down-Syndrom bezeichnen sich nicht selbst offiziell als Neger und Spastis.


Das muss ich jetzt meinem überpigmentierten Kumpel mal mitteilen, da er sich selbst auch als Neger bezeichnet. Hmm, wird wohl eine Form von Autoaggression sein, die er schnell behandeln lassen muss. ;)


"...nicht OFFIZIELL..." Wenn dein Freund das gut / witzig / richtig findet, ist das ja in Ordnung. Aber Neger sind keine religiöse Gemeinschaft, wie die Juden, die sich auch OFFIZIELL Juden nennen.

14.01.2013 13:34 Uhr - Eisenherz
2x
@ Hazy

Verzeihung, das Wort nennt sich "Maximalpigmentiert", und ist abzugrenzen zu "Minimalpigmentiert" und "Mittelpigmentiert"!

Ein Beispiel, damit du es nie mehr verwechselst, ist der "Mittelpigmentiere Südosteuropäer mit rotationseuropäischem Migrationshintergrund". Sonst müsste man ja noch "Zigeuner" sagen!

14.01.2013 13:39 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 13:34 Uhr schrieb Eisenherz
@ Hazy

Verzeihung, das Wort nennt sich "Maximalpigmentiert", und ist abzugrenzen zu "Minimalpigmentiert" und "Mittelpigmentiert"!

Ein Beispiel, damit du es nie mehr verwechselst, ist der "Mittelpigmentiere Südosteuropäer mit rotationseuropäischem Migrationshintergrund". Sonst müsste man ja noch "Zigeuner" sagen!


Kommt mir das nur so vor, oder liegt dir wirklich unheimlich viel daran, jede Bevölkerungsgruppe gegen den gesellschaftlichen Konsens mit jedem erdenklichen, als diskriminierend empfunden Namen bezeichnen zu dürfen? Das ist eine ernst gemeinte Frage.

14.01.2013 13:41 Uhr - töfftöff
2x
@ Flavastulta

Natürlich nicht unbedingt beim Vorlesen der Geschichte. Die Aufklärung kann vllt. später kommen, wenn die Kinder etwas älter sind. Man sollte auch beachten, dass Kinder viel unvoreingenommener an die Sache heran gehen. Ich habe als Kind auch Struwwelpeter, Pippi Langstrumpf, Die kleine Hexe etc. vorgelesen bekommen bzw. später selbst gelesen. Die betreffenden Wörter habe ich nicht als beleidigend oder diskriminierend empfunden, sondern als zur Geschichte (des Buches) dazugehörend. Es war einfach ein TEIL des Märchens etc. Nur, weil viele Erwachsene solche Wörter aufgrund des Wissens um historische Ereignisse als fragwürdig empfinden, müssen das Kinder noch lange nicht, da sie eben, wie bereits gesagt, viel offener damit umgehen und bei Erwähnung der Worte noch überhaupt kein rassistischen Hintergrundgedanken haben. Die Geschichten waren damals Gang und Gebe, und die Leute, die vor 20- 30+ Jahren Kinder waren und diese Geschichten gehört haben, rennen heute auch nicht rum und sind Rassisten geworden aufgrund dieser Geschichten.

14.01.2013 13:48 Uhr - Eisenherz
1x
@ Flavastulta

Begriffe werden dann abwertend, wenn man sie so versteht. Für mich ist beispielsweise "Zigeuner" eine Beschreibung dieser Menschen - nicht mehr, nicht weniger. Wer in dem Begriff nur Rassismus sieht, sollte eventuell mal die eigene Anschauung überprüfen.

14.01.2013 13:53 Uhr - Flavastulta
1x
14.01.2013 13:41 Uhr schrieb töfftöff
Es war einfach ein TEIL des Märchens etc. Nur, weil viele Erwachsene solche Wörter aufgrund des Wissens um historische Ereignisse als fragwürdig empfinden, müssen das Kinder noch lange nicht, da sie eben, wie bereits gesagt, viel offener damit umgehen und bei Erwähnung der Worte noch überhaupt kein rassistischen Hintergrundgedanken haben.


Es ist ja auch gut, wenn Kinder lernen, offen über Dinge zu reden und beigebracht bekommen, dass Rassismus Blödsinn ist. Problematischerweise kann (nicht muss!) es passieren, dass Kinder anfangen solche Wörter zu benutzen, gerade wenn sie sie im frühkindlichen Alter mehrfach hören, worüber sich die Erwachsenen dann aufregen werden ("Warum schaffen die es denn nicht, ihren Kindern beizubringen, dass man Neger nicht sagt?"). Die rassistische Konnotation dieses Wortes ist tief in der Gesellschaft verwurzelt und du bekommst sie nicht weg, indem du Kindern beibringst, es "unverkrampft zu benutzen".

Kinder haben noch keine Vorstellung von Rassismus, und ich behaupte absolut nicht, dass dieses eine Wort in diesem einen Buch Rassismus fördert. Aber ist es umgekehrt sinnvoll Kindern in frühesten Jahren beizubringen, dass es ein Wort ganz speziell für Menschen mit dunkler Hautfarbe gibt? Wenn man denkt, dass es das nicht ist, kann man entweder auf andere Bücher zurückgreifen oder das Buch ganz weglassen. Oder man kann jetzt auf eine 3. Möglichkeit zurückgreifen und kleinsten Kindern ein Buch vorlesen ohne Wörter, deren Signifikanz sie nicht erfassen können, benutzen zu müssen. Wenn, dann wurde hier keine Freiheit genommen, sondern mehr Freiheit und Möglichkeiten hinzugefügt.

14.01.2013 14:01 Uhr - Flavastulta
1x
14.01.2013 13:48 Uhr schrieb Eisenherz
@ Flavastulta

Begriffe werden dann abwertend, wenn man sie so versteht. Für mich ist beispielsweise "Zigeuner" eine Beschreibung dieser Menschen - nicht mehr, nicht weniger. Wer in dem Begriff nur Rassismus sieht, sollte eventuell mal die eigene Anschauung überprüfen.


Wenn du das so siehst, und meinst, es sei ok, die Sinti und Roma als Zigeuner zu bezeichnen, dann ist das deine private Sache. Die Gesellschaft sieht das jedoch anders und bewertet diesen Begriff als diskriminierend und abwertend. Und im Sinne einer möglichst "störungsfreien" Kommunikation wäre es wünschenswert, wenn alle Teilnehmer auf Begriffe zurückgreifen würden, die von den so Bezeichneten nicht als abwertend empfunden werden.

Deine Freiheit endet da, wo die der anderen anfängt. Wenn dein Recht, Leute Zigeuner zu nennen beschnitten wird, dann zurecht, und zwar deshalb, weil du damit das Recht der so Bezeichneten beschneidest, in Würde und ohne Diskriminierung zu leben. Du weißt schon, "Die Würde des Menschen ist unantastbar." und dieser ganze kleinkarierte Kram.

14.01.2013 14:03 Uhr - American UNCUT
Das soll wohl nen witz sein

14.01.2013 14:04 Uhr - Amok-666
3x
Kommt mir das nur so vor, oder liegt dir wirklich unheimlich viel daran, jede Bevölkerungsgruppe gegen den gesellschaftlichen Konsens mit jedem erdenklichen, als diskriminierend empfunden Namen bezeichnen zu dürfen?

Jede Gruppe hat das Recht beleidigt zu werden,es nicht zu tun wäre tatsächlich diskriminierend.
Davon mal ganz abgesehen "gesellschaftlichen Konsens " ...wär legt das eigentlich fest das sich die "Gesellschaft" auf irgendetwas geeinigt hat?Wird das am Ende jedes Jahres irgendwo veröffentlicht,oder was?
Mich hat noch nie jemand gefragt ob ich es so empfinde das das Wort Neger nun jemand beleidigt oder nicht,ebenso ist mir niemand bekannt der jemals danach gefragt wurde.Also gehöre ich und der Rest der nicht gefragt wurde nicht zur "Gesellschaft",oder?
Ganz ehrlich höre doch bitte auf solchen Mist (also das ursprünglich Thema "Zensur eines Kinderbuches")mit irgendwelche "Gesellschaftlichen Konsens" zu rechtfertigen,den der findet einfach nicht statt,es wird uns nur von "Oben" vorgeschrieben wie wir zu denken,zu handeln und zu reden haben.
Ps. UND ES IST NEUSPRECH UND NICHTS ANDERES!

14.01.2013 14:06 Uhr - deNiro
2x
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14.01.2013 12:46 Uhr schrieb Flavastulta

Dass die Meinung der Eltern nicht immer das wiedergibt was pädagogisch sinnvoll ist sollte dir aber eigentlich klar sein.
Außerdem lässt sich das Argument auch umkehren und sagen "Lasst die Eltern entscheiden, ob sie riskieren wollen, dass ihre Kindern in Kinderbüchern Wörter wie Neger lesen."


Vollkommen richtig, aber es liegt doch nicht an dir oder einem Verlag dies zu werten und den Eltern diese Entscheidung abzunehmen.
Und ja, wenn man von einem liberal-freiheitlichen Denken ausgeht, dann sollte dieses Risiko immer auf Seiten der Eltern liegen. Kindererziehung war und ist in erster Linie immer Elternsache.
Sollte es tatsächlich so sein das nach wie vor noch zwei Version des Buches zu haben sind, dann stellt sich mir tatsächlich die Frage nach dem Sinn dieser Entscheidung. Eine "schlechte" Version ist ja dann nach wie vor zu haben, und könnte auch weiterhin den Unmut einiger auf sich ziehen.

@suspirio
Nur wer tagtäglich in solch einem Bezirk unterwegs ist, bei ca. 60% -70% Ausländeranteil, weiß was es heißt dort zu leben!
Deshalb kann ich die Ängste und Befürchtungen einiger durchaus verstehen, klar in den netten Vorstädten von München bekommt davon natürlich nicht viel mit.
Die Fragen die mich bewegen sind, wie weit kann eine Gesellschaft mit fremden Kulturen umgehen ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen? Wie tolerant will eine Gesellschaft mit anderen Relegionen und anderen Glaubensrichtungen umgehen? Was ist noch verträglich und wieviel führt zu einem Ungleichgewicht? Wie lange will man noch versuchen fremde Kulturen auf engsten Raum zusammen zu ferchen? Will man wirklich amerikanische Verhältnisse?

In München hat man Orte in der Stadt, in dennen man Stunden lang laufen kann ohne auch nur einen Deutschen zu sehen! Der nette Kollege Def4life von oben hat die Zahlen ja bereits genannt! Das sind alles unangenehme Themen, dies ist mir wohl bewußt, aber gleichwohl find ich es wichtig zu hinterfragen warum das so ist?

14.01.2013 14:07 Uhr - kroenen77
1x
Wenn in einer Gesellschaft die Reichen immer Reicher werden und die Armen immer Ärmer,wächst damit bei den Reichen immer mehr die Idee,die Armen durch Gehirnwäsche zu lenken.Sie denken,dass sichert ihnen ihre Position.
Aber sie haben sich bis jetzt immer verschätzt.;-)


14.01.2013 14:07 Uhr - Amok-666
Nachtrag:
Achja viele Zigeuner finden es besser als Zigeuner bezeichnet zu werden anstatt als Sinti und Roma.
Warum?Ganz einfach weil es keine sind!

14.01.2013 14:13 Uhr - deNiro
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@kroenen77

Ich seh das jetzt einfach mal als Antwort auf meine letzte Frage;)))

14.01.2013 14:14 Uhr - Hazy
4x
Für mich, als Kind der 70er waren (und sind) diese Begriffe in keiner Weise beleidigend. Im Gegenteil verband ich mit dem Wort "Zigeuner" eher die in deutschen Schlagern besungene Romantik eines freien Lebens. Den Negerkönig in Pippi Langstrumpf fand ich anfgangs zwar etwas befremdlich, aber auch nur aufgrund der Tatsache, dass es sich bei Pippis Vater um einen Nordeuropäer handelte.
Würde ich jemanden aufgrund seiner Herkunft, Religion oder Hautfarbe beleidigen wollen, gäbe es da ganz andere Schimpfworte.

Man darf auch nicht vergessen, dass der Mensch an und für sich gerne in Klischees denkt. Und am augenscheinlichsten sind nun mal Hautfarbe oder Gesichtszüge, wenn es in andere Kontinente geht. Also ist das Unterscheiden nach Hautfarbe etwas völlig normales - und in der Regel völlig wertfrei. Erst später wird aus dem Kind - im schlechtesten Fall - ein rassistischer Jugendlicher. Wenn dem so sein sollte, lässt sich das aber auch nicht durch die Vermeidung bestimmter Begriffe verhindern.

14.01.2013 14:16 Uhr - Flavastulta
1x
14.01.2013 14:04 Uhr schrieb Amok-666
Kommt mir das nur so vor, oder liegt dir wirklich unheimlich viel daran, jede Bevölkerungsgruppe gegen den gesellschaftlichen Konsens mit jedem erdenklichen, als diskriminierend empfunden Namen bezeichnen zu dürfen?

Jede Gruppe hat das Recht beleidigt zu werden,es nicht zu tun wäre tatsächlich diskriminierend.
Davon mal ganz abgesehen "gesellschaftlichen Konsens " ...wär legt das eigentlich fest das sich die "Gesellschaft" auf irgendetwas geeinigt hat?Wird das am Ende jedes Jahres irgendwo veröffentlicht,oder was?
Mich hat noch nie jemand gefragt ob ich es so empfinde das das Wort Neger nun jemand beleidigt oder nicht,ebenso ist mir niemand bekannt der jemals danach gefragt wurde.Also gehöre ich und der Rest der nicht gefragt wurde nicht zur "Gesellschaft",oder?
Ganz ehrlich höre doch bitte auf solchen Mist (also das ursprünglich Thema "Zensur eines Kinderbuches")mit irgendwelche "Gesellschaftlichen Konsens" zu rechtfertigen,den der findet einfach nicht statt,es wird uns nur von "Oben" vorgeschrieben wie wir zu denken,zu handeln und zu reden haben.
Ps. UND ES IST NEUSPRECH UND NICHTS ANDERES!


Ja, du hast natürlich Recht, in Capslock geschriebene Sätze verleihen Aussagen ohne argumentative Unterfütterung wahrhaft Autorität.

Ok, dann zeig mir doch mal bitte das Gesetz, welches die Bundesregierung herausgebracht hat, in dem steht, welche Dinge wir zu denken und zu sagen haben.

Gesellschaftlicher Konsens entsteht nicht dadurch, dass Leute über alles mögliche abstimmen. Es gibt auch keine Monatsschrift, was nun Konsens ist. Aber es ist trotzdem möglich, diesen an anderen Stellen abzulesen. Schlägst du bei Gelegenheit mal eine Zeitung auf? Guckst Nachrichten? Redest mit anderen Leuten?

Du verdrehst einfach die Tatsachen. Die Politik hat nicht von heute auf morgen aus heiterem Himmel entschieden, was jetzt Sache ist. Die Gesellschaft ist (in Deutschland nach 1945) zu dem Schluss gekommen, dass es vielleicht doch besser ist, sich nicht gegenseitig zu diskriminieren und das wurde dann in diversen Gesetzen festgehalten. Demokratie nennt sich das.

Aber ich habe eigentlich keine Hoffnung dich davon zu überzeugen, dass die Regierung uns nicht willkürlich wie in Orwells Buch regiert und uns der Gehirnwäsche unterzieht. Die Tatsache, dass ein Verlag hier eine unabhängige Entscheidung gegen ein diskriminierendes Wort getroffen hat ist schließlich ein klares Zeichen dafür, dass die Regierung macht was sie will und wir nur Schafe sind.

14.01.2013 14:25 Uhr - Eisenherz
3x
Kommt immer drauf an, welche Medien man konsumiert. Wenn eine krakeelende Minderheit sich immer wieder selbst bestätigt, indem sie linke Medienprodukte konsumiert, kommt sie sehr schnell auf den Gedanken, die Mehrheit zu repräsentieren. Glaubt hier ernsthaft jemand, dass diese Art von Zensur durch die Mehrheit des Volkes befürwortet wird? Wohl kaum. Aber Selbstüberschätzung liegt in der Natur aller Gut- und Bessermenschen, wie man an Stuttgart 21 sieht. Da bestimmten aufgewiegelte und hasserfüllte Gesichter wochenlang die Nachrichten, so dass man glauben konnte, das gesamte Land wäre gegen diesen Bahnhof. Umso bedröppelter waren dann die Mienen der Menschen, als sie sich der Volksbefragung stellen mussten und haushoch verloren haben. Das Problem an den Medien ist, dass sie immer noch der Meinung sind, den Bürger links erziehen zu müssen. Dass das aber immer weniger klappt, sieht man am berechtigten Tod diverser linker Schmierblätter aus dem Dumont-Verlag, der wie kein Zweiter gegen Andersdenkende hetzte. Seit jeher gibt es in diesem Land eine ungeheure Diskrepanz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Aber dank des Internet verlagert sich die Diskussion immer weiter auf unabhängige Blogs, die nicht von "Qualitätsjournalisten" überwacht werden.

14.01.2013 14:26 Uhr - deNiro
2x
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@Flavastulta

Noch ein kleiner Einwurf zu deinem letzten Beitrag!

Es spielt absolut keine Rolle ob diese Entscheidung von einer stattlichen Stelle, oder wie in diesem Fall, von einem Verlag kommt.
Sobald ein Organ das die Möglichkeit hat diverse Meinungen, Schriften und andere Medien zu manipulieren und danach zu verbreiten (Ich verwende mit Absicht nicht zensieren;)), sollten wir Schafe nicht blauäugig daneben stehen und kritiklos zuschauen.

14.01.2013 14:28 Uhr - II__II
Vielleicht klappt es bei einigen Menschen mit der Einsicht nach Lektüre folgender Texte:

Warum nicht „Neger“?

Das N-Wort

14.01.2013 14:32 Uhr - Flavastulta
1x
14.01.2013 14:06 Uhr schrieb deNiro
Vollkommen richtig, aber es liegt doch nicht an dir oder einem Verlag dies zu werten und den Eltern diese Entscheidung abzunehmen.
Und ja, wenn man von einem liberal-freiheitlichen Denken ausgeht, dann sollte dieses Risiko immer auf Seiten der Eltern liegen. Kindererziehung war und ist in erster Linie immer Elternsache.
Sollte es tatsächlich so sein das nach wie vor noch zwei Version des Buches zu haben sind, dann stellt sich mir tatsächlich die Frage nach dem Sinn dieser Entscheidung. Eine "schlechte" Version ist ja dann nach wie vor zu haben, und könnte auch weiterhin den Unmut einiger auf sich ziehen.


Im heutigen Zeitalter ist es sowieso unmöglich, die ursprüngliche Version ins Informations-Nirvana zu schicken. Eltern, die der Meinung sind, ihr 3 Jahre altes Kind müsse unbedingt wissen, was ein Negerlein ist, da ansonsten unsere demokratische Grundordnung erschüttert wird, können weiterhin auf die alte Version zurückgreifen oder einfach jetzt ein Exemplar erwerben.

14.01.2013 14:07 Uhr schrieb kroenen77
Wenn in einer Gesellschaft die Reichen immer Reicher werden und die Armen immer Ärmer...


Kellner, 2 Bier zum Stammtisch bitte. So, wo waren wir, die Reichen waschen den Armen die Gehirne? Interessant, erzähl mehr.

14.01.2013 14:14 Uhr schrieb Hazy
Für mich, als Kind der 70er waren (und sind) diese Begriffe in keiner Weise beleidigend...


Es ist hier mal sowas von unerheblich was diese Begriffe für dich sind. Wenn sich jemand beleidigt fühlt, wenn du ihn Neger, Zigeuner, Mulucke, Kanacke, Froschfresser, Schlitzauge, Rothaut oder Weißbrot nennst, Begriffe, welche sich einzig und allein auf Rasse / Nationalität beziehen, dann hast du es zu lassen, ihn so zu nennen. Seine Freiheit, unangetastet und in Würde, ohne Diskriminierung aufgrund seiner Herkunft zu leben, wiegt schwerer als deine Freiheit jedes Wort das dir gerade in den Sinn kommt zu benutzen. Diese Begriffe sind für die Allgemeinheit nicht wertfrei und ich verstehe nicht, warum es sich die Leute schwerer machen wollen als es sein muss und nicht einfach die neutralen Begriffe verwenden.

Wenn jetzt irgendwer lieber Zigeuner oder Neger genannt werden möchte ist das auch ok, aber daraus kann man nicht auf die Allgemeinheit schließen und ableiten, es sei völlig ok, jeden damit zu titulieren.

14.01.2013 14:44 Uhr - Flavastulta
1x
14.01.2013 14:25 Uhr schrieb Eisenherz
Kommt immer drauf an, welche Medien man konsumiert. Wenn eine krakeelende Minderheit sich immer wieder selbst bestätigt, indem sie linke Medienprodukte konsumiert, kommt sie sehr schnell auf den Gedanken, die Mehrheit zu repräsentieren. Glaubt hier ernsthaft jemand, dass diese Art von Zensur durch die Mehrheit des Volkes befürwortet wird? Wohl kaum. Aber Selbstüberschätzung liegt in der Natur aller Gut- und Bessermenschen, wie man an Stuttgart 21 sieht. Da bestimmten aufgewiegelte und hasserfüllte Gesichter wochenlang die Nachrichten, so dass man glauben konnte, das gesamte Land wäre gegen diesen Bahnhof. Umso bedröppelter waren dann die Mienen der Menschen, als sie sich der Volksbefragung stellen mussten und haushoch verloren haben. Das Problem an den Medien ist, dass sie immer noch der Meinung sind, den Bürger links erziehen zu müssen. Dass das aber immer weniger klappt, sieht man am berechtigten Tod diverser linker Schmierblätter aus dem Dumont-Verlag, der wie kein Zweiter gegen Andersdenkende hetzte. Seit jeher gibt es in diesem Land eine ungeheure Diskrepanz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Aber dank des Internet verlagert sich die Diskussion immer weiter auf unabhängige Blogs, die nicht von "Qualitätsjournalisten" überwacht werden.


Ich bin auch pro S21, aber ich will nur der Form halber einwerfen, dass man in anderen Fällen bei "krakeelenden Minderheiten" links genau so gut durch rechts ersetzen kann. Aber ich bin sicher, dessen bist du dir selbst bewusst.

14.01.2013 14:26 Uhr schrieb deNiro
@Flavastulta

Noch ein kleiner Einwurf zu deinem letzten Beitrag!

Es spielt absolut keine Rolle ob diese Entscheidung von einer stattlichen Stelle, oder wie in diesem Fall, von einem Verlag kommt.
Sobald ein Organ das die Möglichkeit hat diverse Meinungen, Schriften und andere Medien zu manipulieren und danach zu verbreiten (Ich verwende mit Absicht nicht zensieren;)), sollten wir Schafe nicht blauäugig daneben stehen und kritiklos zuschauen.


Definitiv richtig, trotzdem bleibt sie Sache ein Sturm im Wasserglas. Das ganze ist eine einzige "Wehret den Anfängen"-Parole, eine riesige Panikmache und ein Politik-Gebashe (wobei die Politik hiermit mal garnichts zu tun hat) um seiner selbst Willen. Kein Kind kommt zu Schaden, wenn es dieses Buch ohne das Wort Negerlein vorgelesen bekommt. Unsere Kultur wird nicht untergehen, die Ursprungsversion wird nicht beschlagnahmt oder indiziert und die Demokratie ist nicht gefährdet.

Letztendlich ist die Frage, ob es sich hier um Zensur handelt oder nicht. Ich denke nicht, viele andere auf dieser Seite denken schon, was mich aber ohne das negativ zu meinen auf schnittberichte.com nicht zu wundern vermag.

Wenn es Zensur wäre würde ich mit euch zusammen die Barrikaden stürmen, wie bereits erwähnt, aber das hier ist keine Zensur, sondern eine zeitgemäße Aufbereitung eines Kinderbuchklassikers. Sonst hat auch niemand ein Problem damit, wenn alte Kindergeschichten in einzelnen Wörtern der aktuellen Sprache angepasst werden. Nur weil hier ein offensichtlich aufgeladener Begriff angepasst wurde wird der Untergang der westlichen Kultur beschworen. Das halte ich nicht für sinnvoll...

14.01.2013 14:49 Uhr - Eisenherz
1x
Ich denke nicht, viele andere auf dieser Seite denken schon, was mich aber ohne das negativ zu meinen auf schnittberichte.com nicht zu wundern vermag.


Da fragt man sich natürlich, warum sich manche User dann extra hier, wo doch das Niveau so niedrig ist, anmelden, um eine ihnen nicht genehme Nachricht zu kommentieren. Man nehme als Beispiel nur mal den Erben Atilas von weiter oben. ;-)


14.01.2013 14:52 Uhr - tomsan
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14.01.2013 14:14 Uhr schrieb Hazy
Für mich, als Kind der 70er waren (und sind) diese Begriffe in keiner Weise beleidigend.

Aber die Kinder von heute sind ja nicht die Kinder der 70er, oder?

Namensänderung finde ich absolut OK! Ist ein Kinderbuch und der unbekannte Begriff würde Kinder eh irritieren. Man muss da nun nicht ne umständliche Aufklärungsarbeit leisten... für Kinder wohl nicht so spannend.

(so harmlos sind die Begriffe heutzutage halt nicht. Gelten heute als rassistisch. Glaube kaum, das heutzutage eine Schokoschaumspeise auf den Markt kommen würde, die Negerkuss heisst. Oder dass eine Marketingabteilung den Begriff Mohrenkopf einführen würde ;))


Weg mit den Wörten. Selbst die Bibel steht nicht in Stein gemeisselt, sondern es kommen neue Auflagen teils anderen Worten/Sätzen raus.

14.01.2013 14:53 Uhr - Oberstarzt
3x
14.01.2013 01:20 Uhr schrieb babayarak
...
Yooww alda eyyy du bist krassss.....zurückgeblieben, .....in den 40zigern.


14.01.2013 01:29 Uhr schrieb Def4life
..
ich lache über diese personen die wahrscheinlich im leben sowie im bett gescheitert sind und nun sich ein neues aufgabenfeld auserkoren ...


@babayarak:
Kann es sein, dass Def4life ein Zweitaccount von Dir ist? Seine Rechtschreibung und sein ingnorieren jegweder Groß- und Kleinschreibung gepaart mit derselben Inhaltsleere entsprechen in weiten Teilen dem Aussehen Deiner Beiträge. Und die Tatsache, dass Ihr hier die einzigen seid, die sich gegenseitig pushen, spricht auch dafür.

14.01.2013 14:55 Uhr - Flavastulta
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14.01.2013 14:49 Uhr schrieb Eisenherz
Ich denke nicht, viele andere auf dieser Seite denken schon, was mich aber ohne das negativ zu meinen auf schnittberichte.com nicht zu wundern vermag.


Da fragt man sich natürlich, warum sich manche User dann extra hier, wo doch das Niveau so niedrig ist, anmelden, um eine ihnen nicht genehme Nachricht zu kommentieren. Man nehme als Beispiel nur mal den Erben Atilas von weiter oben. ;-)



Wie gesagt, ich meine das nicht negativ oder zweifle das Niveau an. Ich lese die Seite hier ja auch regelmäßig und bin gegen willkürliche Zensur von Filmen. Es ist halt nur nicht verwunderlich, dass die meisten Leute hier gegen Zensur sind, wie ich auch, mehr wollte ich nicht sagen. Das heißt aber nicht, dass hier wirklich eine Zensur vorliegt ;)

14.01.2013 14:55 Uhr - Eisenherz
3x
@ Oberstarzt

Zumindest einer, der mit ihm spricht?

14.01.2013 14:57 Uhr - Amok-666
1x
Ja, du hast natürlich Recht, in Capslock geschriebene Sätze verleihen Aussagen ohne argumentative Unterfütterung wahrhaft Autorität.

Natürlich nicht ,nur ist es anders kaum möglich etwas das man mit nachdruck vertritt zu verdeutlich wen man seinem "Gesprächpartner" nicht direkt gegenüber sitzt.

Ok, dann zeig mir doch mal bitte das Gesetz, welches die Bundesregierung herausgebracht hat, in dem steht, welche Dinge wir zu denken und zu sagen haben.


Ich kann dir gerne etwas dazu zusammenstellen nur würde ich dir das in den nächsten Tagen per P.N. zukommen lassen,da ich grade nicht in der Laune bin und auch nicht die Zeit habe im moment Quellenstudium für dich durch zuführen.Und nein das ist nicht abwertend gemeint.

Gesellschaftlicher Konsens entsteht nicht dadurch, dass Leute über alles mögliche abstimmen. Es gibt auch keine Monatsschrift, was nun Konsens ist. Aber es ist trotzdem möglich, diesen an anderen Stellen abzulesen. Schlägst du bei Gelegenheit mal eine Zeitung auf? Guckst Nachrichten? Redest mit anderen Leuten?

Sicher lese ich Zeitungen und Zeitschriften zu verschiedenen Themen,allerdings kaum Tagespresse,da mir dort einfach die Auswahl an unterschiedlichen Meinungen,vor allem zu Tagesaktuellen Themen wie zb.Politik,fehlt.Sehe ich Nachrichten?Da ich seit 2007 keinen Kabelanschluss mehr meinen eigen nenne,nein,eher weniger.Rede ich mit Leuten?
Ich hoffe das war nicht ernsthaft eine Frage?!
Aber zurück zum Punkt,irgendjemand muss ja anscheinend den "Konsens" festlegen sonst könnte man sich ja nicht sicher sein ob man nicht gerade etwas gegenteiliges tut,schreibt oder sagt.Oder etwa nicht?Sollte nicht jeder für sich selber entscheiden dürfen was er für vertretbar hält,sei es seine Handlungen mit anderen Menschen oder schlicht seine Denkweise?"Die Gesellschaft" ist nun mal ein abstraktes Konstrukt und nichts anderes.

Du verdrehst einfach die Tatsachen. Die Politik hat nicht von heute auf morgen aus heiterem Himmel entschieden, was jetzt Sache ist. Die Gesellschaft ist (in Deutschland nach 1945) zu dem Schluss gekommen, dass es vielleicht doch besser ist, sich nicht gegenseitig zu diskriminieren und das wurde dann in diversen Gesetzen festgehalten. Demokratie nennt sich das.

Wo genau verdrehe ich die Tatsachen?
Natürlich hat die Politik nicht von heute auf morgen entschieden was nun Sache ist,da sowas schlicht und einfach nicht möglich wäre.
Änderungen werden immer schleichend vollzogen.Warum?Wen man versuchen würde von heute auf morgen Begriffe,Denkweisen,Kulturelle Eigenarten,was auch immer zu ändern
würde es nur dazu führen das die Menschen merken was mit ihnen geschieht und sie würden dagegen aufbegehren.Ausser natürlich man macht es wie zb.der "Grosse Führer Mao"und startet eine "Kulturrevolution".
Der Frosch im Kochtopf sag ich da nur.

Aber ich habe eigentlich keine Hoffnung dich davon zu überzeugen, dass die Regierung uns nicht willkürlich wie in Orwells Buch regiert und uns der Gehirnwäsche unterzieht. Die Tatsache, dass ein Verlag hier eine unabhängige Entscheidung gegen ein diskriminierendes Wort getroffen hat ist schließlich ein klares Zeichen dafür, dass die Regierung macht was sie will und wir nur Schafe sind.


Du gibst aber schnell auf.
Scherz beiseite.Natürlich gibt es kein "Amt für Wahrheit" oder etwas vergleichbares in dem Abweichler mit Gewalt einer Gehirnwäsche unterzogen werden,das ist schlieslich auch nicht nötig da zb.eine der besten Maschinen zu Gehirnwäsche in fast jedem Wohn und Kinderzimmer steht.Selber denken bedeutet eben nicht "Gesellschaftlichter Konsens" sondern frei und ungebunden agieren anstatt nur zu Konsumieren und zu reagieren.



14.01.2013 14:57 Uhr - Eisenherz
1x
@ Flavastulta

Das liegt, wie so vieles im Leben, immer im Auge des Betrachters. ;-)

14.01.2013 14:57 Uhr - Snakecharmer85
2x
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Oh Gott! Es ist schon wirklich sehr beschämen was man hier stellenweise lesen muss. Und da brauchen sich die rot lackierten Faschisten und Rassisten garnicht ausnehmen!

Zum Thema: Fußnote hätte absolut gereicht. Ich möchte als Elternteil selber entscheiden dürfen was meinen Kindern zumutbar ist und was nicht!

14.01.2013 15:02 Uhr - Hazy
5x
Irgendwie drängt sich mir immer mehr der Verdacht auf, dass wir es sind, die anderen Rassen / Nationen / Kulturen anzeigen wollen, wodurch diese sich beleidigt zu fühlen haben.
Als halber Franzose (mütterlicherseits) habe ich auch kein Problem als Froschfresser tituliert zu werden. Die kleinen Dinger sind aber auch verdammt lecker.
Wie bereits erwähnt habe ich einen dunklen Freund, der sich selber Neger nennt, und wenn ich meine holländischen Freunde Käsköppe nenne, dann ist das auch liebevoll gemeint - es sei denn, es geht um Fußball. ;)

Ich bin der Meinung, man sollte einfach mal ein bisschen relaxter durchs Leben gehen, nicht jedes Wort mit der Goldwaage spalten, dann kommt man auch nicht auf die Idee an Klassikern der Literatur herumzufuschen.

Es leben die Klischees und der Spaß, den wir damit haben.

Zum Glück hat sich Friesland in den 70ern nicht aufgrund der vielen Ostfriesenwitze abgespalten.
Auch wenn es die Amis gerne glauben, tragen wie trotzdem nicht alle Lederhosen und tanzen Schuhplattler.
Es gibt sogar noch Leute, die Manta fahren.

14.01.2013 15:04 Uhr - rudi_rukkler
5x
Man, man, hier ist ja was los:-)

Ich persönlich würde mich nun gar nicht auf Ebenen wie kultureller Identität, Pädagogik oder persönliche Freiheit begeben. Für mich sind Bücher, vor allem ältere Schinken, Kunstgüter. Wenn es nach mir ginge, dürften die ebensowenig wie Filme, Musik oder Malereien zensiert bzw "Massentauglicher" gemacht werden.

Wenn es nun für Eltern oder Pädagogen plötzlich zu schwierig werden sollte, den Kindern fragliche Begriffe im Vorschulalter zu erklären, kann man das Buch ja mit einer Altersempfehlung versehen und die Sache ist vom Tisch. Zur Not können dann ja auch noch die besagten Fußnoten und erklärendes Beiwerk angefügt werden. Jegliche Zensur ist nicht in Einklang mit der Autorenintention zu bringen, welche vermutlich keine Böse war.

14.01.2013 15:08 Uhr - Snakecharmer85
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@rudi_rukkler, sehr guter Kommentar!

14.01.2013 15:13 Uhr - Flavastulta
1x
14.01.2013 14:57 Uhr schrieb Amok-666
Ich kann dir gerne etwas dazu zusammenstellen nur würde ich dir das in den nächsten Tagen per P.N. zukommen lassen,da ich grade nicht in der Laune bin und auch nicht die Zeit habe im moment Quellenstudium für dich durch zuführen.Und nein das ist nicht abwertend gemeint.


Mach dir nicht die Mühe. Ein Gesetzestext reicht, wo drinsteht "Die Regierung verfügt, dass das Volk folgendes zu denken hat: ..." oder "Der Bürger hat stets diese und jene Meinung zu äußern und andere Meinungen werden mit Repressalien bestraft.". Deiner Argumentation nach solltest du die ja schnell finden können.

Aber zurück zum Punkt,irgendjemand muss ja anscheinend den "Konsens" festlegen sonst könnte man sich ja nicht sicher sein ob man nicht gerade etwas gegenteiliges tut,schreibt oder sagt.Oder etwa nicht?Sollte nicht jeder für sich selber entscheiden dürfen was er für vertretbar hält,sei es seine Handlungen mit anderen Menschen oder schlicht seine Denkweise?"Die Gesellschaft" ist nun mal ein abstraktes Konstrukt und nichts anderes.


Willst du mir wirklich erzählen, du bist der Meinung, irgendwer lege fest, was die Gesellschaft denkt? Was gesellschaftlicher Konsens ist kannst du beispielsweise an den Gesetzen ablesen. Umfragen. Statistiken. Meinungen, die auch in den zahlreichen überregionalen Zeitungen vertreten werden. Foren im Internet. Es ist wirklich nicht so schwer sich ein Bild davon zu machen, was die Gesellschaft für akzeptabel hält und was nicht. Klar darfst du anderer Meinung sein. Du kannst zum Beispiel der Meinung sein, es sei in Ordnung, im Laden zu stehlen, die haben ja genug. Aber danach handeln ist was anderes.

Wo genau verdrehe ich die Tatsachen?


Du wirst das anders sehen, aber die Menschen bestimmen die Politik, nicht umgekehrt. Zumindest nicht in Deutschland. Ja, die Politik trifft unpopuläre Entscheidungen, aber dann werden die Leute halt abgewählt, so funktioniert Demokratie.

.Natürlich gibt es kein "Amt für Wahrheit" oder etwas vergleichbares in dem Abweichler mit Gewalt einer Gehirnwäsche unterzogen werden,das ist schlieslich auch nicht nötig da zb. eine der besten Maschinen zu Gehirnwäsche in fast jedem Wohn und Kinderzimmer steht. Selber denken bedeutet eben nicht "Gesellschaftlichter Konsens" sondern frei und ungebunden agieren anstatt nur zu Konsumieren und zu reagieren.


Würdest du es also generell als negativ bewerten, dass Menschen sich auf bestimmte Meinungen einigen und auf dieser Basis in einer Gesellschaft leben?

14.01.2013 15:20 Uhr - Flavastulta
1x
Du kannst mir noch 100 von deinen Freunden vorstellen die wissen, dass du diese Begriffe nicht abwertend meinst und nur zum Spaß gebrauchst, und das ist innerhalb eurer Gruppe auch völlig in Ordnung.

Aber willst du ernsthaft Leuten, die Rassenhass begegnen und gegen ihren Willen und Wunsch abwertend mit solchen Wörtern bezeichnet werden, was in der Welt und auch in Deutschland noch viel zu oft passiert, das hier:
14.01.2013 15:02 Uhr schrieb Hazy
Ich bin der Meinung, man sollte einfach mal ein bisschen relaxter durchs Leben gehen, nicht jedes Wort mit der Goldwaage spalten...

entgegnen? Dass sie sich mal nicht so anstellen sollen, ist doch nur Spaß?

Ganz abgesehen davon, dass in diesem ganzen News-Artikel ein Wort auf die Goldwage gelegt wird...

14.01.2013 15:24 Uhr - Hazy
4x
Ja, die Politik trifft unpopuläre Entscheidungen, aber dann werden die Leute halt abgewählt, so funktioniert Demokratie.


Bzw. die abgewählten koalieren um denselben Mist weiterzumachen.

Aber für heute hab ich hier genug diskutiert. Ich werde jetzt meine nichtdeutschen Freunde der Reihe nach anrufen und ihnen sagen, dass sie sich in Zukunft gefälligst diskriminiert fühlen müssen, wenn wir uns unterhalten.
So long, und noch viel Spaß!

14.01.2013 15:55 Uhr - Joker1978
4x
Oh Mann, den Anfang der Kommentare hab ich noch interessiert verfolgt, vor allem die bodenlose scheisse des ( leider wie jeden Tag hier zu lesen) babyarak und des neuen, unangefochtenen türkenführers def4life. Was der für nen geistigen Dreck hier schreibt beschämt mich mit dieser Person in einem Land leben zu müssen. Geh wieder dahin wo du herkommst und werde ziegenzüchter oder Obstbauer mit deinen 1000, total befriedigten Frauen, weil du bist ganz klar ein toller Typ, anscheinend mit tollem Job ( dönerverkäufer oder Obsthändler) und ner eigenen, krassen Gang! Wooow!!!
Und ich habe definitiv gar nichts gegen Türken, habe selber genug in meinem Freundeskreis, bin selber halb deutsch halb italienisch, aber bei euren Grundschulkommentaren kombiniert mit der grauenhaften Rechtschreibung kommt es mir einfach nur hoch!!!!
Und wenn du einen ach so tollen finanzberater/job hast, warum kannst du um so eine Uhrzeit nur dünnpfiff schreiben anstatt zu schlafen, für dein spektakuläres leben, du toller Hecht du???
Und zum Ende hatte ich auch keine Lust mehr, die nicht enden wollende Flut von Kommentaren zu lesen, wo irgendwie immer die selben Namen standen und die Diskussion dann völlig entglitten ist. Da hab ich dann nur noch schnell nach unten gescrollt und gehofft, das es bald vorbei ist...
Zum Thema: ich finde Zensur immer scheisse, egal in welchem Medium. Man hätte die Bücher so lassen können wie sie sind, nur mit einer Fußnote zur Erklärung ausgestattet für Kinder...
Peace!

14.01.2013 16:02 Uhr - Joker1978
Ok, ich muss meinen Post nochma nachbessern: das mit dem obstverkäufer und dönermann war ungerecht und ein Vorurteil! Das nehme ich zurück, wurde geschrieben im Zorn, diese posts der beiden haben mich maßlos aufgeregt und ich habe alle über einen Kamm geschoren, shame on me!
Natürlich war das Schwachsinn, musste aber wohl raus.
Aber der Rest steht so genau richtig!

14.01.2013 16:02 Uhr - Joker1978
2x

14.01.2013 16:05 Uhr - KKinski
2x
User-Level von KKinski 1
Erfahrungspunkte von KKinski 24
14.01.2013 00:41 Uhr schrieb Grosser_Wolf

Was darf denn dann noch alles verändert werden? Mark Twain? Was ist mit 100 Jahre alten Romanen, in denen die Frau am Herd steht? Spielte bei Jules Verne nicht oft die Kolonialisierung eine Rolle? Alles raus, alles umschreiben...


Bei Jules Verne gibt es echt derbe Beschreibungen vom geldgierigen Juden, vom kriegsgeilen Deutschen, der ist echt rassistisch, bzw. vorurteilsbeladen. Das kann man heute in der Originalfassung echt auf keinen mehr loslassen, das versteht kein Kind mehr.

Zum hier genannten: Leute kackt euch ins Hemd. Bücher wurden schon immer dem Zeitgeist angepasst. Der gute alte de Sade kann da ein Liedchen von singen. Spielberg und seine Funkgeräte in E.T., Lucky Luke und die Zigarette, die Beispiele sind zahlreich. Das man in einem Kinderbuch das Wort Negerkönig streicht, weil es nicht mehr verwendet wird, finde ich nicht schlimm. Ich bin mir auch sicher, dass die Kinderfreundin und antifaschistisch eingestellte Astrid Lindgren, da keine Probleme mit gehabt hätte. Enid Blyton wurde auch den Zeiten angepasst. Dort gibt es keine öläugigen, böse schauenden Zigeuner mehr. Es passt nicht in Kinderbücher, wenn dort negativ konnotierte Begriffe, wie Neger auftauchen.
Bei "Django Unchained" passt es wunderbar rein, das ist ein Film für Erwachsene, die verstehen warum jeder Südstaatler die Schwarzen als Nigger beschimpft. Es gibt Interviews von schwarzen Journalisten mit Tarantino, die sich dafür bedanken, dass er die historische Wahrheit zeigt. Das ist aber für Erwachsene. Ein Kind versteht das nicht. Das ist wieder mal das Problem des Forums hier, das viele Usere keine eigenen Kinder haben. Man kann gewisse Sachen z.B. einem Grundschüler nicht zumuten. Der versteht nicht, dass in der Schullektüre das böse Wort Neger steht, er das aber nicht verwenden darf. Man kann Kindern auch gewisse Zusammenhänge nicht so einfach erklären. Die wissen nicht was Kolonialismus war. Wieso man das Wort heute nicht mehr verwendet, der Preussler aber schon noch. Das ist keine Zensur, das ist ein Anpassen. Der ein oder andere hier, mag mich dafür jetzt verdammen, aber ich als Vater finde das nicht soo schlimm. Die Langstrumpf-Lösung mit der Fußnote finde ich zwar besser, aber man kann das Wort auf keinen Fall einfach so stehen lassen. Das hat nichts mit Neusprech zu tun, sondern einfach mit der Realität zu tun. Was meint ihr eigentlich wieviele Bücher literarisch längst modernisiert wurden, da ist das hier geradezu harmlos. Lest euch mal die verschiedenen Fassungen von z.B. Dem Grafen von Monte Christo durch. Das Buch ist jetzt noch nicht so alt. Im Prinzip ist jede Übersetzung schon ein Affront, da dort immer der Sinn verändert werden muss. Man kann keine Wortwitze übertragen, man kann gewisse Worte einfach nicht benutzen. Mutterficker klingt geradezu lächerlich, nur mal als Beispiel. Drecksack ist eine passende Übersetzung, klingt für uns nur viel milder als Motherfucker, weil wir der wörtlichen Übersetzung eine andere Bedeutung beimessen.
Diese ganze Geschichte ist ein ganz normaler Vorgang, der seit Jahrhunderten gang und gäbe ist, was nicht heißt, das dabei nicht auch zensiert wurde, aber bei seriöser Bearbeitung wird das Buch sprachlich angepasst. Von wieviel Kinderbuchklassikern gibt es extra Kinderfassungen? Ich wage mal zu behaupten, dass keiner von euch die (dt.) Originalfassung der "Drei Musketiere" gelesen hat.
Und ob Pippis Papa jetzt Negerkönig oder Südseekönig ist, ist für die Handlung vollkommen irrelevant.

14.01.2013 16:54 Uhr - Der Streber
4x
Hoffentlich kommt dann pünktlich im Sommer der Uncut AT-Import im Steelbook zum obligatorischen Wucherpreis!

14.01.2013 16:58 Uhr - babayarak
2x
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Schnittberichte --- Das neue Politikforum.

14.01.2013 17:02 Uhr - babayarak
3x
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@Oberstarzt

mein Zweitaccount heißt Eisenherz, habe künstlich eine Diskussion angeheizt. :)))))

14.01.2013 17:06 Uhr - burzel
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14.01.2013 12:22 Uhr schrieb Eisenherz
@ Flavastulta

Wer zieht dann die Grenze? Wo soll das enden? Wer gibt diesen Menschen das verdammte Recht, unsere Sprache, unsere Kultur und Vergangenheit "anzupassen"? Ja, das erinnert mich einfach zu sehr an die Szene aus dem Film zu "1984", in der der gute Mann an seinem Arbeitsplatz sitzt und unerwünschte Dinge aus den alten Zeitungen löscht oder umdeutet.

Und wieder ja, ich bin bei diesem Thema sehr emotional, da ich mit den alten Klassikern aufgewachsen bin!


ja, wir sind dann bei solchen Dingen schon in der Situation von 1984 angekommen. Da war das eine regelrechte Industrie (das Umschreiben als obolet empfundener Worter oder sogar Geschehnisse). Da sag noch einer was überdie Bücherverbrennung. Allzuweit kann es ja dann nicht mehr sein, wenn hier schon mutwillig an Orignaltexten herumgedokort wird.

Ich finde es sehr schlimm, wenn Deutsche ausländischer Herkunft, due keinen blassen Deut von userer kulturellen Entwicklung haben, hier solche Sachen hochbringen und sich an einem einzigen Wort so aufziehen. Das Wort gehört so da hin, weil der Autor es schrien. Dass das Wort mittlerweile mehrere, auch negative Bedeutungen hat, ändert nichts daran. Es gab ebebn auch mal andere Zeiten.

Und ich möchte die Deutschen ausländischer Herkunft mal hören, wenn ein Deutscher sagt, dass in den Werken ihrer Vorfahren Wörter ausgetauscht wrden müssten, weil die politisch nicht korrekt sind.

Ich empfinde es so schlimm, wie weit der Einfluß Einzelner geht (und dass solch ein Einfluß schlecht ist, haben wir Deutschen am eigenen Leib erfahren: Nur sind wir wohl gerade dabei, alles wieder zu vergessen, um es ja nur allen Recht zu machen. Wer aber fragt nach unseren Bedürfnissen. Zum Zahlen sind wir gut genug, zum Ja und Amen sagen auch...)

14.01.2013 17:17 Uhr - burzel
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@ KKinski

wir, die Ü35er, haben das aber auch gelesen und leben noch. Hab sogar sehr gerne Verne, Blyton und Preussler gelesen.

14.01.2013 17:17 Uhr - Erik
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Vielleicht verfilmt Tarantino die Bücher ja mal, da heißt es dann wieder Nigger :D

14.01.2013 17:21 Uhr - Flavastulta
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14.01.2013 17:06 Uhr schrieb burzel
ja, wir sind dann bei solchen Dingen schon in der Situation von 1984 angekommen. Da war das eine regelrechte Industrie (das Umschreiben als obolet empfundener Worter oder sogar Geschehnisse). Da sag noch einer was überdie Bücherverbrennung. Allzuweit kann es ja dann nicht mehr sein, wenn hier schon mutwillig an Orignaltexten herumgedokort wird.


Das hier hat nichts, gar nichts mit 1984 zu tun.

- Bei 1984 wurden im großen Stil alle alten Sachen systematisch geändert.
- Es geschah durch die Regierung.
- Es geschah in einem totalitären System.
- Die alten Versionen wurden verboten, durch die Regierung.
- Die alten Versionen waren nicht weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich.
- Die Zielgruppe der geänderten Texte waren erwachsene Menschen.
- Die Worte, die geändert wurden, hatten zumeist keine diskriminierende Bedeutung.

So, wo bitte siehst du da Parallelen zum hier diskutierten Thema?

Ich finde es sehr schlimm, wenn Deutsche ausländischer Herkunft, due keinen blassen Deut von userer kulturellen Entwicklung haben, hier solche Sachen hochbringen und sich an einem einzigen Wort so aufziehen. Das Wort gehört so da hin, weil der Autor es schrien. Dass das Wort mittlerweile mehrere, auch negative Bedeutungen hat, ändert nichts daran. Es gab ebebn auch mal andere Zeiten.

Und ich möchte die Deutschen ausländischer Herkunft mal hören, wenn ein Deutscher sagt, dass in den Werken ihrer Vorfahren Wörter ausgetauscht wrden müssten, weil die politisch nicht korrekt sind.

Ich empfinde es so schlimm, wie weit der Einfluß Einzelner geht (und dass solch ein Einfluß schlecht ist, haben wir Deutschen am eigenen Leib erfahren: Nur sind wir wohl gerade dabei, alles wieder zu vergessen, um es ja nur allen Recht zu machen. Wer aber fragt nach unseren Bedürfnissen. Zum Zahlen sind wir gut genug, zum Ja und Amen sagen auch...)


Also im Prinzip heißt das: "Haltet mal schön die Fresse, Ausländer, wir dürfen euch diskriminieren wie wir wollen, denn das Grundgesetz gilt nur für Deutsche. Ihr seid Gäste, seid froh, dass wir euch erlauben, hier zu leben und nicht aus dem Land jagen. Aufmucken dürft ihr nicht, nur schlucken, was auch immer wir euch vorsetzen, beschweren dürfen nur wir uns über euch. Ihr habt Kritik oder wollt gleiche Rechte? Wayne, geht doch dahin wo ihr hergekommen seid!"

Oder hab ich das jetzt falsch interpretiert?



14.01.2013 17:22 Uhr - Voodoo-Zombie
3x
um welches Buch ging es eigentlich??????????????????????

14.01.2013 17:37 Uhr - ilikecookies
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@Flavastulta:
Als Ausländerhetze habe ich den Post jetzt nicht interpretiert.


Ich glaube,er meinte das Ganze eher so,dass Deutsche ausländischer Herkunft sich nicht über das Wort Neger in dem Buch aufregen sollten,weil es eben zur damaligen Zeit,als ebendieses geschrieben wurde,es normal war,das Wort Neger zu gebrauchen. Und: Stell dir ein Buch vor,wo weiße Mensch als Weißbrot bezeichnet wird,geschrieben von einem,sagen wir mal,äthiopischen Autor. Ein in Äthiopien lebender Deutscher protestiert dagegen und das Wort wird entfernt.

Burzel meinte,dass sich die schwarzen Äthiopier dann vielleicht auch total aufregen würden,so nach dem Motto: "Das Wort ist doch nicht schlimm...,haben wir schon immer gesagt",etc.

Ist natürlich nur meine Interpretation.

14.01.2013 17:47 Uhr - burzel
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14.01.2013 17:37 Uhr schrieb ilikecookies
@Flavastulta:
Als Ausländerhetze habe ich den Post jetzt nicht interpretiert.


Ich glaube,er meinte das Ganze eher so,dass Deutsche ausländischer Herkunft sich nicht über das Wort Neger in dem Buch aufregen sollten,weil es eben zur damaligen Zeit,als ebendieses geschrieben wurde,es normal war,das Wort Neger zu gebrauchen. Und: Stell dir ein Buch vor,wo weiße Mensch als Weißbrot bezeichnet wird,geschrieben von einem,sagen wir mal,äthiopischen Autor. Ein in Äthiopien lebender Deutscher protestiert dagegen und das Wort wird entfernt.

Burzel meinte,dass sich die schwarzen Äthiopier dann vielleicht auch total aufregen würden,so nach dem Motto: "Das Wort ist doch nicht schlimm...,haben wir schon immer gesagt",etc.

Ist natürlich nur meine Interpretation.


ja genau so ist es. Genau das habe ich gemeint. Ich will gegen niemanden hetzen!!!

wenn man 1984 genau anschaut (im englischen Orogonal), dann nimmt Winston Gespräch über Newspeak mit anderen Leuten Bezug auf "die Situation von früher", Newspeak eingeführt wurde.

14.01.2013 17:48 Uhr - Flavastulta
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14.01.2013 17:37 Uhr schrieb ilikecookies
@Flavastulta:
Als Ausländerhetze habe ich den Post jetzt nicht interpretiert.


Mag auch sein, dass ich das falsch interpretiert habe, das will ich garnicht ausschließen

Ich glaube,er meinte das Ganze eher so,dass Deutsche ausländischer Herkunft sich nicht über das Wort Neger in dem Buch aufregen sollten,weil es eben zur damaligen Zeit,als ebendieses geschrieben wurde,es normal war,das Wort Neger zu gebrauchen. Und: Stell dir ein Buch vor,wo weiße Mensch als Weißbrot bezeichnet wird,geschrieben von einem,sagen wir mal,äthiopischen Autor. Ein in Äthiopien lebender Deutscher protestiert dagegen und das Wort wird entfernt.

Burzel meinte,dass sich die schwarzen Äthiopier dann vielleicht auch total aufregen würden,so nach dem Motto: "Das Wort ist doch nicht schlimm...,haben wir schon immer gesagt",etc.

Ist natürlich nur meine Interpretation.


Wenn es ein Buch für Erwachsene ist kann da drinstehen was will. Es geht darum, was hier für Kinder veröffentlicht wird, die nicht darüber reflektieren können, warum das Wort Neger zwar in der Geschichte steht, man selbst es aber nicht benutzen darf. Ja, man soll den Kindern beibringen, was es damit auf sich hat. So ein Kinderbuch ist aber dafür da Kinder zu unterhalten und nicht dafür, gesellschaftspolitische Feinheiten im Vorschulalter zu schulen. Diese Änderung ist an speziell dieser Stelle angebracht, in Anbetracht der Tatsache, dass Neger ein negativ besetztes Wort ist und aus dem allgemein akzeptierten Sprachgebrauch längst verbannt ist. Ob man diese Tatsache für gerechtfertigt hält ist irrelevant. Ob der Mann, der sich da ursprünglich drüber aufgeregt hat, als Diskriminierung oder nur als pädagogisch ungeeignet angesehen hat, weiß ich nicht und ist auch irrelevant. Letztendlich geht es nur darum, eine Geschichte, die Kinder unterhalten soll dem allgemeinen Sprachgebrauch anzupassen, das ist unabhängig davon, ob sich ein dunkel- oder hellhäutiger Mensch darüber aufregt, oder welche Worte da ausgewechselt werden ein richtiger Schritt.

14.01.2013 17:50 Uhr - Thrax
1x
Ich glaube seit ich hier angemeldet bin, ist das der Artikel mit den meisten Kommentaren. Schon interessant was ein Kinderbuch hier für Wellen schlägt.
Aber da sieht man was "Die kleine Hexe" hier quasi für jeden in literarischen Sinne für einen Stellenwert hat und daher kann ich durchaus nachvollziehen warum sich viele gegen die Veränderungen aussprechen wegen ein paar Worten die vorher keine Sau gestört haben. Zumal diese Änderungen eh für die Katz sind. Jeder hier der Kinder hat wird so oder so die Originalausgabe längst daheim haben aus vielleicht noch seiner eigenen Kinderzeit. Den was Kinderbücher betrifft, gehört "Die kleine Hexe" eigentlich zum Standardrepertoire eines jeden Kinderzimmers.

P.s.: Mir stoßen die Veränderungen im übrigen ebenfalls übel auf!

14.01.2013 17:52 Uhr - burzel
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14.01.2013 17:50 Uhr schrieb Thrax
Ich glaube seit ich hier angemeldet bin, ist das der Artikel mit den meisten Kommentaren. Schon interessant was ein Kinderbuch hier für Wellen schlägt.
Aber da sieht man was "Die kleine Hexe" hier quasi für jeden in literarischen Sinne für einen Stellenwert hat und daher kann ich durchaus nachvollziehen warum sich viele gegen die Veränderungen aussprechen wegen ein paar Worten die vorher keine Sau gestört haben. Zumal diese Änderungen eh für die Katz sind. Jeder hier der Kinder hat wird so oder so die Originalausgabe längst daheim haben aus vielleicht noch seiner eigenen Kinderzeit. Den was Kinderbücher betrifft, gehört "Die kleine Hexe" eigentlich zum Standardrepertoire eines jeden Kinderzimmers.

P.s.: Mir stoßen die Veränderungen im übrigen ebenfalls übel auf!


ich bedkam die schon im Kindergarten vorgelesen.... :)

14.01.2013 17:53 Uhr - KKinski
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14.01.2013 17:17 Uhr schrieb burzel
@ KKinski

wir, die Ü35er, haben das aber auch gelesen und leben noch. Hab sogar sehr gerne Verne, Blyton und Preussler gelesen.


Ich als fast 35er auch, aber bei Verne und Blyton haben wir nicht die Originalfassungen gelesen. Die von Verne gibt es bei Amazon kostenlos als Ebook.
Enid Blyton wurde wie wild umgeschrieben, siehe Wikipedia.
Das Wort Neger zum Beispiel war aber auch schon bei uns negativ konnotiert. Es gab zwar noch den Mohrenkopf oder Negerkuss, aber das alleinige Wort Neger ist auch in meiner Kindheit schon ein Schimpfwort gewesen. Wir stammen zudem auch noch aus der analogen Zeit, in der die Informationsbeschaffung nicht so schnell ging. Für mich als Kind war die Vorstellung tatsächlich, dass die da ums Feuer rumsitzen und nen Weißen kochen. Das ist doch ein falsches Bild, aber wir haben das so in Abenteuergeschichten gelesen. Wer kennt nicht das Bild vom schwarzen mit den dicken Lippen und dem Knochen in den Haaren? Es ist Schwachsinn, die haben damals auch schon Hochschulabschlüsse gemacht, wenn sie die Möglichkeit hatten. Es geht doch darum, den Kindern kein falsches Weltbild zu geben. Die "Neger" leben genauso wie wir und wenn sie es nicht tun, dann fressen sie keine kleinen Kinder, sondern müssen sich irgendwie durchschlagen.

14.01.2013 17:53 Uhr - Evil Makarov
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na dann import aus uk oder österreich^^

scherz beiseite, absoluter dünnpfiff das ganze. kenne diese ganzen begriffsdebatten noch aus meiner schulzeit. hatte das pech an einer sehr überliberalen schule unterrichtet worden zu sien, wo bei solchen begrifflichkeiten auch immer sehr gekuscht wurde. hat man diese einfach nur in einem zitat verwendet um den inhalt einer rede, etc wiederzugeben, wurde man von dem einen oder anderen lehrer gleich zur sau gemacht. teilweise einfach nur arm was in deutschland los ist....

14.01.2013 18:01 Uhr - KKinski
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Ach nochmal an alle, die sich über die Änderungen aufregen und Mitglied in einer christlichen Glaubensgemeinschaft (vulgo Kirche oder Sekte) sind:
Welche Bibelfassung ist denn die Gültige?
Oder darf man eigentlich nur irgendwelche Althebräischen religiösen Texte aus der prä-judäischen Zeit lesen.
Der Luther hat doch das Ding glatt ins damalige Hochdeutsch übersetzt, das würde heute aber auch keiner mehr lesen.
Allein seit Luther wurde die zigmal überarbeitet.
Hat damit irgendwer ein Problem? Nee, und wenn gründet man halt schnell ne eigene Sekte ...

14.01.2013 18:04 Uhr - ilikecookies
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Oh mein Gott,jetzt kommt auch noch Religion dazu. Ob die 1000-Kommentare_grenze bald überschritten wird?

14.01.2013 18:10 Uhr - Flavastulta
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14.01.2013 17:47 Uhr schrieb burzel
wenn man 1984 genau ANSCHAUT (im englischen Orogonal), dann nimmt Winston Gespräch über Newspeak mit anderen Leuten Bezug auf "die Situation von früher", Newspeak eingeführt wurde.


Ich weiß zwar nicht genau, was du damit sagen willst, aber, verstehe ich das richtig, du haust hier einem Verlag, der eine pädagogisch motivierte Entscheidung getroffen hat, das BUCH 1984 an den Kopf und hast es selbst nicht gelesen, sondern "nur" den Film gesehen? Oder versteh ich das mal wieder falsch?

14.01.2013 18:34 Uhr - deNiro
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Die Diskussion hat die gleichen Züge wie die vor ein paar Wochen, als es um das Entfernen der Allahbilder auf den Boden eines Vidospiels ging. Schon damals ging mir das Verhalten des "Geschädigten" tierisch auf die Nerven.
Ich meine es kann doch einfach nicht sein, dass Einzelne das Recht haben Kulturgüter nach ihren Wünschen anzupassen. Diese Bücher gehören zu unserer Geschichte sei sie nun positiv oder negativ. Lernt endlich damit umzugehen, wegradieren und rauskürzen bringt nichts!

@KKinski
Nur weil etwas seit hunderten Jahren angewendet wird, muss man das ja nicht hinnehmen und für gutheißen!

@Flavastulta

"Wenn es ein Buch für Erwachsene ist kann da drinstehen was will. Es geht darum, was hier für Kinder veröffentlicht wird, die nicht darüber reflektieren können, warum das Wort Neger zwar in der Geschichte steht, man selbst es aber nicht benutzen darf"

Nur weil du etwas dauernd wiederholst, wird es nicht richtiger!;))

Nochmal, sollte dieses Buch aufgrund des Inhaltes für 3-Jährige nicht geeignet sein, sollten Eltern die Möglichkeit haben selbst zu entscheiden ob sie mit Ihren Kindern zusammen das Buch "besprechen" oder nicht. Ich glaube nicht das 3 -Jährige allein in die Buchhandlung gehen und sich das Buch kaufen.

So nun bin ich raus, auch wenn ich nicht mit allen Meinungen einverstanden bin, finde ich die Diskussion als solches wertvoll!

14.01.2013 18:45 Uhr - ilikecookies
@Flavastulta: Ich glaub,das verstehst du richtig.

Ich bin mir auch nicht sicher,was burzel uns mit dem Beitrag sagen will^^.

14.01.2013 18:49 Uhr - Flavastulta
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14.01.2013 18:34 Uhr schrieb deNiro
"Wenn es ein Buch für Erwachsene ist kann da drinstehen was will. Es geht darum, was hier für Kinder veröffentlicht wird, die nicht darüber reflektieren können, warum das Wort Neger zwar in der Geschichte steht, man selbst es aber nicht benutzen darf"

Nur weil du etwas dauernd wiederholst, wird es nicht richtiger!;))


Bis jetzt konnte mir noch niemand klar machen, was daran falsch ist. Und nein, "Lies mal 1984" ist kein valides Argument.

Nochmal, sollte dieses Buch aufgrund des Inhaltes für 3-Jährige nicht geeignet sein, sollten Eltern die Möglichkeit haben selbst zu entscheiden ob sie mit Ihren Kindern zusammen das Buch "besprechen" oder nicht.


Und warum sollten Eltern nicht die Möglichkeit bekommen, eine Version des Buches zu erhalten, in der keine Worte drinstehen, die heute nicht mehr im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet werden können? Das können Kinder ab 6 oder 7 dann vielleicht auch selbst lesen, ohne danach einen Aufsatz lesen zu müssen, was es mit dem Wort Neger auf sich hat. Ich bin sicher, dieses Buch ist auch ohne das Wort Negerlein gut und wertvoll. Warum sollten Eltern also nicht diese dritte Möglichkeit der Entscheidung erhalten, statt nur die Originalversion lesen oder gar nicht lesen? Wer Wert auf das Negerlein legt, wird sich garantiert immer noch die alte Version besorgen können oder sie schon längst haben, sie wird nicht verboten, sondern in unserer Informationskultur erhalten bleiben. Praktisch wird niemand in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt, wie von dir fälschlicherweise behauptet.

Im Prinzip argumentierst du für weniger Entscheidungsfreiheit, wie passt das denn in deine ach so liberale Denkweise? ;)

14.01.2013 18:58 Uhr - KurzeZündschnur
180 Kommentare wegen einem 50Jahre alten Kinderbuch.Kneif'mich mal jemand.

14.01.2013 19:07 Uhr - Eisenherz
Ginge es um das bekannte, über 1000jährige Buch, wären es es noch deutlich mehr Kommentare. Je oller, je doller! ;-)

14.01.2013 19:16 Uhr - deNiro
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@KurzeZündschnur

Es geht nicht um das Buch, sondern um die Änderungen!

@Flavastulta

"Im Prinzip argumentierst du für weniger Entscheidungsfreiheit, wie passt das denn in deine ach so liberale Denkweise? ;)"

Um das Ganze nochmal zusammenzufassen;

- der negative Besatz des Wortes "Neger" ist in meinen Augen unbestritten!
- die Frage ist, sollte man dieses Wort nun aus allen Publikationen für Kinder rausstreichen?
Nach meiner Meinung: Nein!
- Alle Eltern sollen die Möglichkeit haben das Buch im Originalzustand mit Ihren Kindern durchzugehen. Ob nun mit 3 Jahren, oder mit 10 Jahren ist allein die Entscheidung der Eltern!
- Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann plädierst du für die Möglichkeit beide Versionen zu kaufen?! Das wäre doch dann einfach nur ein Schildbürgerstreich der mit konsequenten Handeln rein gar nichts zu tun hat, denn der eigentliche Stein des Anstoßeswäre ja nach wie vor zu haben.Du merkst hoffentlich selber das dies etwas albern ist, oder?

Und ja, Verbote und Zensuren (oder in diesem Fall Abänderungen und Bevormundungen)waren schon immer Feinde liberalen Denkens!

14.01.2013 19:36 Uhr - Critic
Im Grunde egal, das Buch von heute heißt Facebook.
Mittlerweile müsste man schon deutsche Kinder zur Sprachschule schicken.

Den Kindern diese Begrifflichkeiten kritisch zu erklären gehört zur Erziehung. Da die aktuelle Elterngeneration (die 15-18 jährigen... hust...) warscheinlich zu dumm dazu ist, ist es wohl besser, wenn es für sie geändert wird.

14.01.2013 19:45 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 19:16 Uhr schrieb deNiro
- die Frage ist, sollte man dieses Wort nun aus allen Publikationen für Kinder rausstreichen?
Nach meiner Meinung: Nein!


Die Tatsache, dass nicht alle Inhalte für Kinder aller Altersstufen geeignet sind sollte dir auch klar sein. Und die Tatsache, dass das Wort Neger heute ein diskriminierendes Wort ist macht es mittlerweile ungeeignet, um in Publikationen für Kinder ab 0 Jahren zu erscheinen.

- Alle Eltern sollen die Möglichkeit haben das Buch im Originalzustand mit Ihren Kindern durchzugehen. Ob nun mit 3 Jahren, oder mit 10 Jahren ist allein die Entscheidung der Eltern!


Erstens haben die Eltern auch weiterhin die Möglichkeit, dies zu tun, da die alten Versionen natürlich nicht vom Markt genommen oder verboten werden. Ist schließlich keine Zensur, sondern eine Anpassung an den heute für Kinder geeigneten Sprachgebrauch. Aber ich nehme an, das wird auch nicht richtiger, wenn ich es wiederhole.

Zweitens lässt sich nicht grundsätzlich sagen, dass der einzige Maßstab für geeignete Kindererziehung das Ermessen der Eltern sein sollte. Ich spare es mir mal, extreme Beispiele aufzuzählen. Nicht alles was bestimmte Eltern für angemessen halten ist für Kinder geeignet oder gesund bzw. von der Gesellschaft akzeptiert.

- Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann plädierst du für die Möglichkeit beide Versionen zu kaufen?! Das wäre doch dann einfach nur ein Schildbürgerstreich der mit konsequenten Handeln rein gar nichts zu tun hat, denn der eigentliche Stein des Anstoßeswäre ja nach wie vor zu haben.Du merkst hoffentlich selber das dies etwas albern ist, oder?


Das ist kein Plädoyer von mir, sondern eine Schilderung, wie es sein wird. Der Verlag hat sich dafür entschieden, den Text dahingehend zu ändern, dass er für die heutige Zeit pädagogisch angemessener ist und somit eine Alternative für Eltern geschaffen, die der Meinung sind, das Wort Negerlein habe im aktiven Wortschatz ihrer Kinder nichts zu suchen. Aber die alte Version wird weiter existieren, egal, ob man das verhindern wollte oder nicht, was niemand will, nebenbei bemerkt. Du wirst nicht in deiner liberalen Lebensweise bedroht und kannst deinem Kind das Original vorlesen, daran hindert dich niemand, nicht der Staat und nicht der Verlag.

Und ja, Verbote und Zensuren waren schon immer Feinde liberalen Denkens!


Wie bereits erwähnt, es wird nichts verboten und auch nichts zensiert. Würde die alte Version indiziert oder beschlagnahmt, DAS wäre ein berechtiger Grund sich zu empören und von Zensur zu sprechen, da wäre ich absolut auf deiner Seite. Aber das ist nicht der Fall; du rennst hier in Don Quijote-Manier gegen eine Windmühle an.

14.01.2013 20:00 Uhr - Humanum
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Wie immer,die Deutschen lassen mit sich alles machen...

14.01.2013 20:10 Uhr - deNiro
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Wir drehen uns im Kreis!

"Die Tatsache, dass nicht alle Inhalte für Kinder aller Altersstufen geeignet sind sollte dir auch klar sein. Und die Tatsache, dass das Wort Neger heute ein diskriminierendes Wort ist macht es mittlerweile ungeeignet, um in Publikationen für Kinder ab 0 Jahren zu erscheinen."

- Steht wie oben bereits geschrieben, außer Frage!

"Zweitens lässt sich nicht grundsätzlich sagen, dass der einzige Maßstab für geeignete Kindererziehung das Ermessen der Eltern sein sollte. Ich spare es mir mal, extreme Beispiele aufzuzählen. Nicht alles was bestimmte Eltern für angemessen halten ist für Kinder geeignet oder gesund bzw. von der Gesellschaft akzeptiert."

- wie oben bereits geschrieben, ist es weder die Aufgabe des Staates, eines Verlages noch dir, darüber zu urteilen oder zu entscheiden was Eltern ihren Kindern zumuten möchten und was nicht!

"Wie bereits erwähnt, es wird nichts verboten und auch nichts zensiert. Würde die alte Version indiziert oder beschlagnahmt, DAS wäre ein berechtiger Grund sich zu empören und von Zensur zu sprechen, da wäre ich absolut auf deiner Seite. Aber das ist nicht der Fall; du rennst hier in Don Quijote-Manier gegen eine Windmühle an"

Der Grad zwischen Verboten, Abänderungen und oder Streichungen ist fließend! Und nur weil der Begriff "Zensur" staatlich besetzt ist, heißt dies noch lange nicht, dass Aktionen und Motivationen von anderen Organisationen ähnliche Auswirkungen haben können.

Ich denke ich habe meine Meinung nun gründlich geäußert und dargelegt!

P.S. Der Vergleich mit den Windmühlen gefällt mir, denn die sind heute fast aus ganz Spanien verschwunden. Irgendwie scheint der Kampf sich gelohnt zu haben;)))

14.01.2013 20:35 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 20:10 Uhr schrieb deNiro
"Zweitens lässt sich nicht grundsätzlich sagen, dass der einzige Maßstab für geeignete Kindererziehung das Ermessen der Eltern sein sollte. Ich spare es mir mal, extreme Beispiele aufzuzählen. Nicht alles was bestimmte Eltern für angemessen halten ist für Kinder geeignet oder gesund bzw. von der Gesellschaft akzeptiert."

- wie oben bereits geschrieben, ist es weder die Aufgabe des Staates, eines Verlages noch dir, darüber zu urteilen oder zu entscheiden was Eltern ihren heKindern zumuten möchten und was nicht!


Ok, ich muss wohl doch die extremen Beispiele auspacken...

Hat sich der Staat rauszuhalten, wenn Eltern der Meinung sind, eine Mahlzeit am Tag ist genug für ein Kind?

Hat sich der Staat rauszuhalten, wenn Eltern der Meinung sind, ihr Kind gehöre prinzipiell 3 Mal am Tag ordentlich verprügelt?

Hat sich der Staat rauszuhalten, wenn Eltern der Meinung sind, ihre Kinder müssten für sexuelle Handlungen herhalten?

Das Zauberwort heißt Kindeswohl, wenn das gefährdet ist hat der Staat schon das Recht, zu entscheiden, was Eltern ihren Kindern zumuten sollten. Mit deiner undifferenzierten Argumentation ließen sich all diese Dinge jedoch rechtfertigen.

Ich sage jetzt natürlich nicht, dass Die Kleine Hexe im Originalzustand so schlecht für das Kindeswohl ist wie die wirklich extremen Beispiele oben (das wäre lächerlich) oder überhaupt dem Kind unbedingt schaden muss. Ich sehe nur nicht, warum Kinder und Eltern nicht die Möglichkeit haben sollten, diesen Text zu lesen ohne Wörter, die die Eltern (und mehrheitlich die Gesellschaft) als unangemessen empfinden.

Der Grad zwischen Verboten, Abänderungen und oder Streichungen ist fließend! Und nur weil der Begriff "Zensur" staatlich besetzt ist, heißt dies noch lange nicht, dass Aktionen und Motivationen von anderen Organisationen ähnliche Auswirkungen haben können.


Und welche demokratiegefährdenden Auswirkungen wird das jetzt haben? Oder geht es nur um so eine "Frosch im Kochwasser"-Sache, einfach mal Kritik üben, weil es sich vermeintlich anbietet, auf "denen da oben" rumzuhacken? Wenn nicht, kannst du mir sicher schildern, welche negativen Folgen das jetzt haben wird. Und erzähl mir nicht, du wirst in deiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt, das ist einfach nicht wahr.

14.01.2013 21:11 Uhr - deNiro
2x
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Auch du sprichst von Differenzierung und scheinst die Bedeutung nicht zu kennen, denn was um Himmels Willen haben den Eltern die Ihre Kinder schlagen und mißhandeln mit der persönlichen Entscheidung dieser zu tun, ein Buch mit einem "bösen" Wort zu benutzen? Wenn du diese Beispiele selbst schon als überzogen siehst, frag ich mich warum du sie mir nennst?

Du machst in meinen Augen einen entscheidenden Fehler, du gehst davon aus das es dem Kind ab einem bestimmten Alter (alles andere wurde von mir nun wirklich ausreichend dargelegt) schadet mit dem Wort "Neger" konfrontiert zu werden. Das ist einfach nicht der Fall! Kinder sind heute schon relativ früh in der Lage Dinge zu verstehen und zu verarbeiten,hier gehts schliesslich nicht um hochwissenschaftliche Erkenntnisse, sondern um ein Wort das Kindern auf einfachste Art und Weiße erklärt werden kann! Wenn du so willst schwarz/weiß gedacht. Unter dem Motto, das ist ein Wort das böse Menschen früher benutzt haben.
Sieh das Ganze als Chance und Möglichkeit mit Kindern über diese Thematik altersgerecht zu sprechen!

"Ich sehe nur nicht, warum Kindern und Eltern nicht die Möglichkeit haben sollten, diesen Text zu lesen ohne Wörter, die die Eltern (und mehrheitlich die Gesellschaft) als unangemessen empfinden."

Ich, und viele hier im Forum ebenfalls, verstehen nicht warum man ein Jahrzehnte altes Buch abändern möchte, wobei man das "Problem" einfach damit lösen könnte das Wort in Fußnoten zu erklären oder das Wort den Kindern zu erläutern, oder verdammt nochmal ein anderes Buch zu lesen!


"Und welche demokratiegefährdenden Auswirkungen wird das jetzt haben? Oder geht es nur um so eine "Frosch im Kochwasser"-Sache, einfach mal Kritik üben, weil es sich vermeintlich anbietet, auf "denen da oben" rumzuhacken? Wenn nicht, kannst du mir sicher schildern, welche negativen Folgen das jetzt haben wird. Und erzähl mir nicht, du wirst in deiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt, das ist einfach nicht wahr."

- Ich weiß nicht warum du mir versuchst Dinge in den Mund zu legen, aber ich habe nie behauptet das die Änderungen im Buch, demokratiegefährdend seien! Auch wenn ich weiß worauf du hinaus willst, Zensur ist aber, wie oben geschrieben, nicht immer als demokratiegefährdend einzustufen!
Soviel Bezug zur Realität kannst du mir dann ruhig zutrauen. Hier geht es wie in einen meiner ersten Posts bereits geschrieben um die kleinen Dinge die ein großes Bild ergeben. Mir gehts hier grundsätzlich ums Prinzip, und um nicht anders!

Sei mir nicht böse, ich denke die Diskussion ist an einem Punkt an dem wir nicht wirklich mehr weiter kommen. Auf ARTE läuft gerade Truffaut, das bringt wohl grad mehr;)

14.01.2013 21:39 Uhr - Dissection78
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Interessant wäre die Frage:
Was würde hier passieren, wenn die Newsüberschrift gelautet hätte "The Last Stand kommt nur politisch korrekt in die Kinos"? Würde der Server explodieren?

@ Flavastulta & deNiro:

Bis zu einem gewissen Grad kann ich den Argumentationen von Euch Beiden folgen. Und Eure Diskussion, die ihr immerhin seit über 10 Stunden führt, ist durchaus interessant. Doch ihr dreht Euch tatsächlich im Kreis. Anscheinend nähert ihr Euch nicht weiter an.

14.01.2013 21:52 Uhr - Voodoo-Zombie
@ Dissection78

vor 100 Jahren hätte die es bestimmt schneller geklärt, bei einem Duell mit Pistolen, jeder macht 10 Schritte und duffffff

Hätte noch nicht mal eine Minute gedauert und alles wäre wieder gut.

14.01.2013 21:52 Uhr - Voodoo-Zombie
@ Dissection78

vor 100 Jahren hätte die es bestimmt schneller geklärt, bei einem Duell mit Pistolen, jeder macht 10 Schritte und duffffff

Hätte noch nicht mal eine Minute gedauert und alles wäre wieder gut.

14.01.2013 22:03 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 21:11 Uhr schrieb deNiro
Auch du sprichst von Differenzierung und scheinst die Bedeutung nicht zu kennen, denn was um Himmels Willen haben den Eltern die Ihre Kinder schlagen und mißhandeln mit der persönlichen Entscheidung dieser zu tun, ein Buch mit einem "bösen" Wort zu benutzen? Wenn du diese Beispiele selbst schon als überzogen siehst, frag ich mich warum du sie mir nennst?


Du hast die Haltung vermittelt, dass sich der Staat grundsätzlich in jeder Form aus Erziehungsentscheidungen der Eltern heraushalten soll. Wenn du der Meinung bist, der Staat sollte zwar Eltern nicht sagen, was sie ihren Kindern vorlesen, aber doch, dass sie ihre Kinder nicht schlagen sollen, dann solltest du deine Meinung weniger absolut formulieren, um Missverständnisse zu vermeiden.

Du machst in meinen Augen einen entscheidenden Fehler, du gehst davon aus das es dem Kind ab einem bestimmten Alter (alles andere wurde von mir nun wirklich ausreichend dargelegt) schadet mit dem Wort "Neger" konfrontiert zu werden. Das ist einfach nicht der Fall! Kinder sind heute schon relativ früh in der Lage Dinge zu verstehen und zu verarbeiten,hier gehts schliesslich nicht um hochwissenschaftliche Erkenntnisse, sondern um ein Wort das Kindern auf einfachste Art und Weiße erklärt werden kann! Wenn du so willst schwarz/weiß gedacht. Unter dem Motto, das ist ein Wort das böse Menschen früher benutzt haben. Sieh das Ganze als Chance und Möglichkeit mit Kindern über diese Thematik altersgerecht zu sprechen!


Wir werden uns da wohl uneinig sein müssen. Meiner Ansicht nach ist es nicht so einfach, einem Kind im Vorschulalter die volle Signifikanz und die Implikationen des Wortes Neger zu erklären und denke deshalb, dass es unnötig ist, das Kind damit ohne Altersbeschränkung zu konfrontieren. Wenn du deinen Kindern das Original vorlesen willst hindert dich weiterhin nichts daran, nur gerade du als liberaler Mensch wirst sicher akzeptieren, dass andere Eltern ihre Kinder erstmal von so einem Sprachgebrauch fernhalten, ihnen aber trotzdem dieses Buch vorlesen wollen. Zufälligerweise ist der Verlag neuerdings auch dieser Meinung.

"Ich sehe nur nicht, warum Kindern und Eltern nicht die Möglichkeit haben sollten, diesen Text zu lesen ohne Wörter, die die Eltern (und mehrheitlich die Gesellschaft) als unangemessen empfinden."

Ich, und viele hier im Forum ebenfalls, verstehen nicht warum man ein Jahrzehnte altes Buch abändern möchte, wobei man das "Problem" einfach damit lösen könnte das Wort in Fußnoten zu erklären oder das Wort den Kindern zu erläutern, oder verdammt nochmal ein anderes Buch zu lesen!


Das kann ich dir erklären. Weil diese Geschichte auch so von Leuten vorgelesen werden kann, ohne Erklärungen, Fußnoten und Worte, die Eltern als unangemessen empfinden, und die dürften mittlerweile in der Gesellschaft, anders als hier im Forum, in der Mehrheit sein. Dir wird nichts genommen, sondern anderen Leuten etwas gegeben, dafür, dass das schlecht sein soll habe ich in 190 Posts noch kein valides Argument gesehen. Außerdem ist es eine pädagogische Entscheidung des Verlags, der die Verantwortung für seine Publikationen trägt. Wenn der Verlag nun der Meinung ist, es sei unverantwortlich, in einem Kinderbuch einen diskriminierenden Begriff zu verwenden, willst du sie dann zwingen es doch zu tun?

Hier geht es wie in einen meiner ersten Posts bereits geschrieben um die kleinen Dinge die ein großes Bild ergeben. Mir gehts hier grundsätzlich ums Prinzip, und um nicht anders!


Auch da werden wir uns wohl uneinig bleiben müssen, ob zeitgemäße semantische Anpassungen an einem Kinderbuch als Zensur zu sehen sind und ob das ein kleines Ding ist, das als großes Bild eine weniger freie Gesellschaft ergibt.

Sei mir nicht böse, ich denke die Diskussion ist an einem Punkt an dem wir nicht wirklich mehr weiter kommen. Auf ARTE läuft gerade Truffaut, das bringt wohl grad mehr;)


Keine Sorge, no hard feelings ;)

14.01.2013 22:14 Uhr - Präsident Clinton
9x
14.01.2013 01:07 Uhr schrieb Def4life
vergesst nicht wir sind keine "juden" ;-) bevor einer von uns geht nimmt er 10 von euch mit und das sogar mit einem lächeln im gesicht, wir sind die erben von kubilei,cengiz,atilla, und nicht von hans,franz,adolf.


So einen unfassbar dämlichen verbalen Sondermüll habe ich selten gelesen...du tust damit allen halbwegs intelligenten Türken, die in Deutschland leben, bestimmt keinen Gefallen...


Und so ein Dreck bekommt fünf "likes"...arm.



14.01.2013 22:19 Uhr - deNiro
1x
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Ein kurzer Kommentar noch zu einem Punkt, da ich diesen so nicht stehen lassen kann!

"Du hast die Haltung vermittelt, dass sich der Staat grundsätzlich in jeder Form aus Erziehungsentscheidungen der Eltern heraushalten soll. Wenn du der Meinung bist, der Staat sollte zwar Eltern nicht sagen, was sie ihren Kindern vorlesen, aber doch, dass sie ihre Kinder nicht schlagen sollen, dann solltest du deine Meinung weniger absolut formulieren, um Missverständnisse zu vermeiden."

Eigentlich dachte ich das es Dinge wie diese extremen Auswüchse,gibt die keiner extra Erklärung bedürfen, da lag ich wohl falsch!
Gelobe Besserung!

14.01.2013 22:21 Uhr - Flavastulta
14.01.2013 22:19 Uhr schrieb deNiro
Eigentlich dachte ich das es Dinge wie diese extremen Auswüchse,gibt die keiner extra Erklärung bedürfen, da lag ich wohl falsch!


Soll ja auch absolut keine Unterstellung sein, ich wollt halt nur zeigen, dass diese Logik auch dafür verwendet werden kann.

15.01.2013 00:15 Uhr - Jaki1980
Lächerlich!

15.01.2013 00:37 Uhr - Präsident Clinton
2x
Achso, und bevor DÄMLICH4LIFE hier weitere "Alle Deutschen sind Nazis"-Polemik verbreitet:

Wer im Glashaus sitzt...^^

http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern

Und bitte, babayarak, hör auf, das Töten von Menschen und Rassenhass gutzuheißen...solche Kommentare sind nicht wirklich förderlich für diese Seite.
Danke.

15.01.2013 01:19 Uhr - the proff
1x
Es gibt zwei Methoden(natürlich mehr) um ein gutes Gespräch zu beenden oder erst garnicht anzufangen(zumüssen):
1.ein haufen Political correctness oder Pi-news-gläubigkeit
2.einen Taser benutzen
In beiden Fällen braucht man weder nachzudenken welche Gedanken/Gefühle sein Gegenüber umtreiben noch überhaupt damit anzufangen oder anders gesagt in seiner Menschlichkeit wahrzunehmen. Dass man mehr Gemeinsamkeiten hat als angenommen wird! Und das diese Unterschiede nur denen Nutzen die einen benutzen wollen!!
Was das mit Bücher und Zensur zutun hat:
Sowohl o.Preussler wie K.May besonders A.Lindgren hatten die Vorstellung das alle Menschen gleich sind,gleiche Freiheiten haben sollten ungeachtet von Religion ,Hautfarbe usw. Sie haben das im Ton ihrer Zeit getan deshalb heutige Missverständnisse Diese sollten aber von den in ihren Büchern enthaltenen humanistischen Botschaften nicht ablenken.

15.01.2013 01:22 Uhr - Guilala
14.01.2013 07:18 Uhr schrieb Fratze
@Guilala:
"Schöne neue Welt" war aber Aldous Huxley, nicht George Orwell... wenn du den Zusammenhang allerdings nicht meintest, bin ich still ; )

Nein, den Titel wollte ich nicht mit George Orwell in Verbindung bringen.
Allerdings war mir der Name von Huxley grad entfallen. Danke, das Du mich dran erinnerst!
Da spukten mir gleich zwei Titel gleichzeitig im Kopf herum. ;-)

15.01.2013 01:42 Uhr - u-man
1x
ach ich wollte mal die 200 machen ^^.

was ein aufriss..... köstlich :D

15.01.2013 06:13 Uhr - Fratze
2x
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@Guilala:
Freut mich, dass ich helfen konnte ^^

Zum Thema:
Ich hätte gerne eine konstruktive (!) Diskussion mitgeführt, aber so wie das hier irgendwann abgelaufen ist, war mir das echt zu anstrengend mit euch. Dass das aber auch jedes Mal ob eines solchen Themas in bloße Rechthaberei und Aufeinanderrumgehacke ausarten muss! Bloß nicht nachgeben, bloß nicht einig werden! Ich komm mir hier manchmal vor wie im Bundestag...

Auch find ich es immer wieder erstaunlich, wie viele verkappte Nationalisten (egal welcher Abstammung!!!) jedes Mal ob eines solchen Themas aus ihren Löchern hervorgekrochen kommen und aufeinander mit dem Finger zeigen. Da kann ich all diesen miteinander nur sagen: Schämt euch! Zum Kotzen, diese Einstellung!

15.01.2013 08:05 Uhr - LinguaMendax
8x
Wo ist Def4Life eigentlich geblieben ? Wahrscheinlich grad beim Finanzamt... :-))

15.01.2013 08:24 Uhr - JasonXtreme
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14.01.2013 14:07 Uhr schrieb Amok-666
Nachtrag:
Achja viele Zigeuner finden es besser als Zigeuner bezeichnet zu werden anstatt als Sinti und Roma.
Warum?Ganz einfach weil es keine sind!


Das ist schlicht und ergreifend Blödsinn!!! Ich habe viele Sinti im Bekanntenkreis, und für die ist es eine Beleidigung, wenn man Zigeuner oder Roma zu ihnen sagt! Zigeuner bedeutet für sie soviel wie asoziale und heimatlose Vagabunden - dabei haben Sinti in der Regel einen festen Wohnsitz (hier in der Stadt) und führen in keiner Weise das Leben der Roma in Wohnwägen ect.

Zu dieser Angelegenheit existiert sogar ein guter Film ;) SCHIMPFT UNS NICHT ZIGEUNER, bezeichnenderweise - in dem spielt sogar die Oma meines besten Kumpels mit!

Nur um das mal klarzustellen

15.01.2013 08:29 Uhr - BarkersPinhead
3x
@LinguaMendax
Hat Wahrscheinlich zehn Leute mitgenommen, als er gegangen ist. Immerhin haben hier einige anfangs laute Schreihälse, ebenfalls nichts mehr gesagt *schmunzel*


@Topic
Ich kann die Bearbeitung nachvollziehen. Ich find sie nicht gut, aber zumindest, vom Germanistenstandpunkt kann ich sie nachvollziehen im Rahmen der Sprachentwicklung.

Ich glaube, viele Leute regen sich weniger über die Änderung an sich auf, sondern darüber, das Political Correctness zumindest auch ein Motiv zu sein scheint, was so ausgelegt werden kann, dass Ottfried Preussler, Astrid Lindgren und allen, denen Bücher entsprechend bearbeitet wurden, Rassismus unterstellt wird.
Kaisa Ilunga und WOlfgang Benz (damals Steine des Anstoßes bei Pipi Langstrumpf) benutzten seinerzeit das Wort "Kolonialrassismus". (vgl. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/1403418/ ). Es sollte allgemein bekannt sein, dass weder Preussler, noch Lindgren rassistische Motive mit ihren Büchern verfolgten (auch wenn man jetzt streiten könnte, dass man nie weiß, was wirklich in einem Menschen vorgeht, aber das halte ich für müßig).
Worauf will ich hinaus? Ich will darauf hinaus, dass es die Unterstellung von Rassismus ist, die vielen Leuten hier sauer aufstoßen dürfte und die Tatsache, das solche Änderungen bei klassicher Literatur auf Basis der PC durchgeführt werden. Mich persönlich nervt das, wenn es auch der Qualität der Bücher (wahrscheinlich) keinen Abbruch tut.

@Müßige Multikulti-Diskusion
Ich finds interessant, dass sich Dunkelhäutige, die Neger genannt werden zurecht aufregen, wenn Deutsche sich aber als Schweinefleischfresser, Weißbrot und was weiß ich nicht alles beschimpfen lassen müssen, da kein Hahn nach kräht.
Klar. Ich esse Schweinefleisch und Weißbrot, von daher stimmen die Titulierungen wahrscheinlich, aber auch hier ists doch ne Frage der Intention. Wenn ich meinen Vater "Motherfucker" nenne, wird er ja auch nicht grinsen und sagen "Stimmt." Und da wird in Deutschland halt gern mal in zweierlei Maß gemessen.

15.01.2013 09:45 Uhr - Flavastulta
15.01.2013 01:19 Uhr schrieb the proff
Was das mit Bücher und Zensur zutun hat:
Sowohl o.Preussler wie K.May besonders A.Lindgren hatten die Vorstellung das alle Menschen gleich sind,gleiche Freiheiten haben sollten ungeachtet von Religion ,Hautfarbe usw. Sie haben das im Ton ihrer Zeit getan deshalb heutige Missverständnisse Diese sollten aber von den in ihren Büchern enthaltenen humanistischen Botschaften nicht ablenken.


Und genau aus dem Grund, damit die Bücher nicht von ihrer humanistischen Botschaft ablenken, ersetzt der Verlag jetzt in den Neuauflagen ein Wort, welches heute mit Rassismus in Verbindung gebracht wird, um der Zielgruppe der Kinder ab 0 Jahren das Verständnis wesentlich zu erleichtern.

15.01.2013 08:29 Uhr schrieb BarkersPinhead
Ich glaube, viele Leute regen sich weniger über die Änderung an sich auf, sondern darüber, das Political Correctness zumindest auch ein Motiv zu sein scheint, was so ausgelegt werden kann, dass Ottfried Preussler, Astrid Lindgren und allen, denen Bücher entsprechend bearbeitet wurden, Rassismus unterstellt wird.
Kaisa Ilunga und WOlfgang Benz (damals Steine des Anstoßes bei Pipi Langstrumpf) benutzten seinerzeit das Wort "Kolonialrassismus". (vgl. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/1403418/ ). Es sollte allgemein bekannt sein, dass weder Preussler, noch Lindgren rassistische Motive mit ihren Büchern verfolgten (auch wenn man jetzt streiten könnte, dass man nie weiß, was wirklich in einem Menschen vorgeht, aber das halte ich für müßig).
Worauf will ich hinaus? Ich will darauf hinaus, dass es die Unterstellung von Rassismus ist, die vielen Leuten hier sauer aufstoßen dürfte und die Tatsache, das solche Änderungen bei klassicher Literatur auf Basis der PC durchgeführt werden. Mich persönlich nervt das, wenn es auch der Qualität der Bücher (wahrscheinlich) keinen Abbruch tut.


Ich glaube, im aktuellen Fall wurde dem Autor von keiner Seite Rassismus unterstellt, das wäre auch lächerlich. Zu seiner Zeit war es wohl ganz normal, Negerlein zu sagen, und dessen ist sich jeder bewusst. Selbst vor einigen Jahren hat ein Verwandter von mir älteren Semesters noch bezüglich einer Fernsehsendung gesagt "Guck mal, die haben da sogar ein Negerkind dabei!" (war irgendein Weihnachtskram). Drauf angesprochen meinte er "Ne, Nigger ist eine Beleidigung, Neger ist doch ein ganz normales Wort." Nigger hätte er nie gesagt. Trotzdem hätte er jederzeit und überall Neger gesagt, ohne rassistische Absicht. Aber jemand meiner jüngeren Generation ist da erstmal hochgradig irritiert. Ihm habe ich damals auch keine rassistische Absicht unterstellt, ich kannte ihn ja und wusste wie er das meinte, aber allgemeinhin ist es heute ein Indikator von Rassismus, wenn sehr junge Leute dieses Wort nutzen. Dass das damals, als das Buch geschrieben wurde, eine andere Zeit war, sollte aber eigentlich jeder verstehen. Aber da wir heute in anderen Zeiten leben und sich der Sprachgebrauch, wie du bereits sagtest, gewandelt hat, halte ich es nicht für sinnvoll, Kindern ab 0 Jahren ein Wort vorzulesen, das sie auf keinen Fall sagen sollten. Die Aufklärung über solche Wörter sollte aber definitiv erfolgen, nur nicht in diesem Rahmen.

@Müßige Multikulti-Diskusion
Ich finds interessant, dass sich Dunkelhäutige, die Neger genannt werden zurecht aufregen, wenn Deutsche sich aber als Schweinefleischfresser, Weißbrot und was weiß ich nicht alles beschimpfen lassen müssen, da kein Hahn nach kräht.
Klar. Ich esse Schweinefleisch und Weißbrot, von daher stimmen die Titulierungen wahrscheinlich, aber auch hier ists doch ne Frage der Intention. Wenn ich meinen Vater "Motherfucker" nenne, wird er ja auch nicht grinsen und sagen "Stimmt." Und da wird in Deutschland halt gern mal in zweierlei Maß gemessen.


Ok, die Meinung kann man sicher vertreten, ich sehe nur nicht, wo sie konstruktiv zur themenbezogenen Diskussion beiträgt.

15.01.2013 10:11 Uhr - BarkersPinhead
3x
Ich glaube, im aktuellen Fall wurde dem Autor von keiner Seite Rassismus unterstellt, das wäre auch lächerlich. Zu seiner Zeit war es wohl ganz normal, Negerlein zu sagen, und dessen ist sich jeder bewusst. Selbst vor einigen Jahren hat ein Verwandter von mir älteren Semesters noch bezüglich einer Fernsehsendung gesagt "Guck mal, die haben da sogar ein Negerkind dabei!" (war irgendein Weihnachtskram). Drauf angesprochen meinte er "Ne, Nigger ist eine Beleidigung, Neger ist doch ein ganz normales Wort." Nigger hätte er nie gesagt. Trotzdem hätte er jederzeit und überall Neger gesagt, ohne rassistische Absicht. Aber jemand meiner jüngeren Generation ist da erstmal hochgradig irritiert. Ihm habe ich damals auch keine rassistische Absicht unterstellt, ich kannte ihn ja und wusste wie er das meinte, aber allgemeinhin ist es heute ein Indikator von Rassismus, wenn sehr junge Leute dieses Wort nutzen. Dass das damals, als das Buch geschrieben wurde, eine andere Zeit war, sollte aber eigentlich jeder verstehen. Aber da wir heute in anderen Zeiten leben und sich der Sprachgebrauch, wie du bereits sagtest, gewandelt hat, halte ich es nicht für sinnvoll, Kindern ab 0 Jahren ein Wort vorzulesen, das sie auf keinen Fall sagen sollten. Die Aufklärung über solche Wörter sollte aber definitiv erfolgen, nur nicht in diesem Rahmen.


Nicht bös gemeint, aber das hab ich schon die ersten drei Male verstanden, als du die Diskusion mit deNiro geführt hast (no offence meant).
Da sag ich im Grunde auch gar nichts gegen. Mein Punkt bleibt aber bestehen, dass ich unter dem Gesichtspunkt des Rassismusvorwurfs, der aus meiner Sicht indirekt durchaus besteht, eine solche Veränderung nicht gut heiße.

Ok, die Meinung kann man sicher vertreten, ich sehe nur nicht, wo sie konstruktiv zur themenbezogenen Diskussion beiträgt.


Zu der, die du mit deNiro geführt hast, schlicht nüscht.
Ich wollte nur darauf eingehen, dass es häufig auch auf die Benutzung des Wortes ankommt. Nehmen wir das Beispiel "Jude". Für mich und die meisten halbwegs gebildeten, intelligenten Menschen ist der Begriff "Jude" die Bezeichnung für einen einer bestimmten Religion angehörigen Menschen.
Für Leute eines Schlages (Pun intended) wie Def4Life scheint es aber eine denkbar beleidigende Konnotation zu haben.
Weißt du worauf ich hinaus will? Entscheidend ist doch die Intention dessen, der das Wort benutzt.
Klar haben wir einen gesellschaftlichen Konsenz, dieser Konsenz hat aber aber auch Wörter wie "Killerspiele" hervorgebracht.

15.01.2013 10:38 Uhr - Flavastulta
15.01.2013 10:11 Uhr schrieb BarkersPinhead
Mein Punkt bleibt aber bestehen, dass ich unter dem Gesichtspunkt des Rassismusvorwurfs, der aus meiner Sicht indirekt durchaus besteht, eine solche Veränderung nicht gut heiße.


Dir ist klar, dass du in diesem speziellen Fall eine Absicht kritisierst, die du lediglich in etwas hineininterpretierst, ohne Anhaltspunkte zu haben, dass sie wirklich vorhanden ist?

Ich wollte nur darauf eingehen, dass es häufig auch auf die Benutzung des Wortes ankommt.


Definitiv richtig. Wenn ich aggressiv auf jemanden zugehe, mit meiner Gang hinter mir, und ihn anbrülle "Ey, du Jude!", dann ist das sicher keine freundliche Frage danach, ob er mir etwas über die positiven Werte seines vermeintlichen Glaubens erzählen will ;)

Weißt du worauf ich hinaus will? Entscheidend ist doch die Intention dessen, der das Wort benutzt.


Das ist im Prinzip richtig. Dir sollte aber klar sein, dass heute von der Gesellschaft per se angenommen wird, dass hinter der - wichtig: heutigen - Benutzung des Wortes Neger eine diskriminierende Intention steckt. Ob das richtig ist, darüber lässt sich streiten, aber so ist es in den Köpfen der Menschen verankert und dieser Realität muss man sich anpassen.

Klar haben wir einen gesellschaftlichen Konsenz, dieser Konsenz hat aber aber auch Wörter wie "Killerspiele" hervorgebracht.


Willst du in letzter Konsequenz damit sagen, dass es eigentlich keinen Grund gibt, heute nicht Neger zu sagen? Oder warum stellst du gesellschaftlichen Konsens als etwas dar, was nicht immer richtig liegt?

Ich gebe dir ja recht, wenn du meinst, das Killerspiele ein dämliches Wort ist. Aber du kannst nicht pauschal Killerspiele und Neger in einen Topf werfen.

15.01.2013 11:00 Uhr - BarkersPinhead
2x
Ich gebe dir ja recht, wenn du meinst, das Killerspiele ein dämliches Wort ist. Aber du kannst nicht pauschal Killerspiele und Neger in einen Topf werfen.


Ganz provokativ gefragt: Warum nicht? Das Prinzip ist ein ähnliches, nur das "Killerspiele" ein gesellschaftlich anerkanntes Wort ist und damit vertret- und benutzbar unabhängig davon, ob sich ein "Killerspielespieler" davon beleidigt fühlt, oder nicht.
Okay, zugegeben es steckt auch nicht so viel politischer Zündstoff dahinter, aber völlig unterschiedlich, sind die beiden Dinge jetzt auch nicht.

Dir ist klar, dass du in diesem speziellen Fall eine Absicht kritisierst, die du lediglich in etwas hineininterpretierst, ohne Anhaltspunkte zu haben, dass sie wirklich vorhanden ist?


Das basiert zugegebenermaßen auf dem schwammigen Begriff der Erfahrung in anderen Fällen, mit denen ich mich recht ausgiebig beschäftigt habe und die ähnliche Charakteristika aufweisen (Siehe das Pipi Langstrumpfbeispiel). Im Kern hast du recht und ich interpretiere nur. Aber ich behaupte, völlig haltlos ist das nicht.


Das ist im Prinzip richtig. Dir sollte aber klar sein, dass heute von der Gesellschaft per se angenommen wird, dass hinter der - wichtig: heutigen - Benutzung des Wortes Neger eine diskriminierende Intention steckt. Ob das richtig ist, darüber lässt sich streiten, aber so ist es in den Köpfen der Menschen verankert und dieser Realität muss man sich anpassen.


Und da denke ich unterschätzt du meiner Meinung nach die Zahl derer, die mit dem Wort Neger nichts negatives (Pun intended) verbinden und die schlicht nicht gefragt werden. Oder besser gesagt: Deren Meinung nicht zählt, weil man sich ja im Konsenz drauf geeinigt hat, das Neger ein böses Wort ist.
Es wurde weiter oben die Frage gestellt, wann das eigentlich beschlossen und als "Regel" festgelegt wurde. Befriedigend beantwortet wurde das bisher nicht.

15.01.2013 11:08 Uhr - Amok-666
1x
205. 15.01.2013 08:24 Uhr - JasonXtreme
14.01.2013 14:07 Uhr schrieb Amok-666
Nachtrag:
Achja viele Zigeuner finden es besser als Zigeuner bezeichnet zu werden anstatt als Sinti und Roma.
Warum?Ganz einfach weil es keine sind!


Das ist schlicht und ergreifend Blödsinn!!! Ich habe viele Sinti im Bekanntenkreis, und für die ist es eine Beleidigung, wenn man Zigeuner oder Roma zu ihnen sagt! Zigeuner bedeutet für sie soviel wie asoziale und heimatlose Vagabunden - dabei haben Sinti in der Regel einen festen Wohnsitz (hier in der Stadt) und führen in keiner Weise das Leben der Roma in Wohnwägen ect.

Zu dieser Angelegenheit existiert sogar ein guter Film ;) SCHIMPFT UNS NICHT ZIGEUNER, bezeichnenderweise - in dem spielt sogar die Oma meines besten Kumpels mit!

Nur um das mal klarzustellen


Ich hab mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt,mir ging es eben nicht um Menschen die sich als Sinti und Roma bezeichnen,bzw. so bezeichnet werden,sondern um andere Gruppen wie zb. Jenischen oder Lovara oder anderen.
Das Wort Zigeuner gilt vielen als zusammenfassender Begriff,nämlich für aller Gruppen und nicht nur für Sinti und Roma und genau das wollte ich damit ausdrücken und nicht irgendeine abwertende Bezeichnung von irgendjemand.Und sehr viele benutzen nun mal lieber das Wort Zigeuner als Eigenbezeichnung,das ist nichts was ich mir irgendwie ausgedacht habe sondern es wurde mir so von einer aus der Slowakei stammenden Bekannten erklärt die sich halt nicht als Sinti oder Roma sieht sondern zu einer anderen Gruppe gehört.Für viele ist es eben keine Beleidigung sondern schlich und einfach eine Eigenbezeichnung.Umgekehr ist es aber für sie beleidigend wen man sie,fälschlicher Weise,als "Sinti und Roma" bezeichnet.
Ich hoffe du hast jetzt verstanden wie ich das meinte.^^

15.01.2013 11:43 Uhr - Flavastulta
15.01.2013 11:00 Uhr schrieb BarkersPinhead
Ganz provokativ gefragt: Warum nicht? Das Prinzip ist ein ähnliches, nur das "Killerspiele" ein gesellschaftlich anerkanntes Wort ist und damit vertret- und benutzbar unabhängig davon, ob sich ein "Killerspielespieler" davon beleidigt fühlt, oder nicht.


"Killerspielespieler" sind keine "Rasse" bzw. in manchen Ländern ethnische Minderheiten. Sie waren nicht Jahrhundertelang Opfer von Sklaverei und Rassenhass. Wenn du ernsthaft implizieren willst, man könne die Diskriminierung von ethnischen Gruppen mit der Ächtung der Ego-Shooter-Spielern gleichsetzen und da gäbe es keinen Unterschied, muss ich dir leider sagen, dass dir jegliches Hintergrundwissen und jeder Blick für die Realität fehlt.

Und da denke ich unterschätzt du meiner Meinung nach die Zahl derer, die mit dem Wort Neger nichts negatives (Pun intended) verbinden und die schlicht nicht gefragt werden. Oder besser gesagt: Deren Meinung nicht zählt, weil man sich ja im Konsenz drauf geeinigt hat, das Neger ein böses Wort ist.


Du beschwerst dich hier, dass einer Minderheit benachteiligt wird (sie darf niemanden Neger nennen), damit eine andere Minderheit geschützt wird (dunkelhäutige Menschen). Ich habe sowas schon mal oben geschrieben. Du bist frei in Deutschland. Aber nur so lange, wie du die Freiheit der anderen nicht einschränkst. Diskriminierung zählt als Einschränkung von Freiheit. Menschen von bestimmter ethnischer Herkunft fühlen sich mehrheitlich diskriminiert, wenn sie als Neger bezeichnet werden. Schutz vor Diskriminierung ist im Grundgesetz verankert und steht nicht zur Debatte, unabhängig davon, wie viele Leute gerne Neger sagen möchte und wie viele Leute sich dadurch beleidigt fühlen.

Wenn du ein generelles Problem mit der Staatsform Demokratie hast, weil du der Meinung bist, du siehst dich in deinem Recht, Leute Neger zu nennen beschnitten, steht es dir frei, vor Gericht zu ziehen.

Es wurde weiter oben die Frage gestellt, wann das eigentlich beschlossen und als "Regel" festgelegt wurde. Befriedigend beantwortet wurde das bisher nicht.


Ich nehme nicht an, dass du mit dem linguistischen Konzept der Sprachgemeinschaft vertraut bist? Die Sprachgemeinschaft sind in diesem Fall alle Leute, die Deutsch sprechen. Die haben sich auch irgendwann mal darauf geeinigt, dass das, was man sich baut, um darin zu wohnen, [Haus] heißt. Und darauf, dass [Hütte] auch ein Haus ist, jedoch ein schlechtes, und dass [Palast] ein sehr gutes Haus ist. Irgendwann gab es mal irgendwo hier in der Nähe gesellschaftliche Umwälzungen, da kamen dann solche Sprüche raus wie "Frieden den Hütten! Krieg den Palästen!". Auf einmal waren die Konnotationen, also die angeheftete Bedeutung gut / schlecht genau andersherum. Der Quatsch hat sich zum Glück nicht durchgesetzt.

Es ist halt ein wenig komplizierter, als dass irgendwer von heute auf morgen beschließt, dass ein Wort wie Neger heute neutral und morgen negativ konnotiert ist. Da gehen dann der Wandel der Sprache und der Gesellschaft Hand in Hand, jedoch dauert das seine Zeit. Dass nicht alle Mitglieder einer Gesellschaft den Sprachwandel mitmachen, kommt auch vor, dies führt jedoch letztendlich zum Ausschluss aus der Sprachgemeinschaft; das wäre zum Beispiel der Fall, wenn in irgendeinem verschollenen Bergdorf die Leute noch so sprechen würden wie vor 500 Jahren, die kämen mit der heutigen Sprache nicht zurecht und wir kaum mit ihrer. Die wären dann nicht Mitglied der Neuhochdeutschen Sprachgemeinschaft, wenn gleich sie Frühneuhochdeutsch sprächen.

Ich bin sicher, die Universitätsbibliothek deines Vertrauens hat in der Soziologie- oder der Linguistikabteilung Abhandlungen zu dem Thema, die du bei Interesse lesen kannst.

15.01.2013 12:07 Uhr - Amok-666
3x
Zu Kommentar 154:
Willst du mir wirklich erzählen, du bist der Meinung, irgendwer lege fest, was die Gesellschaft denkt? Was gesellschaftlicher Konsens ist kannst du beispielsweise an den Gesetzen ablesen. Umfragen. Statistiken. Meinungen, die auch in den zahlreichen überregionalen Zeitungen vertreten werden. Foren im Internet. Es ist wirklich nicht so schwer sich ein Bild davon zu machen, was die Gesellschaft für akzeptabel hält und was nicht. Klar darfst du anderer Meinung sein. Du kannst zum Beispiel der Meinung sein, es sei in Ordnung, im Laden zu stehlen, die haben ja genug. Aber danach handeln ist was anderes.

Natürlich gibt es "Jemand" der festlegt was die Gesellschaft denkt.Du zählst es ja selber auf,also lass uns das doch mal kurz "auseinander nehmen".Gesetze=Wer legt die fest?Das Volk,also die Gesellschaft?Nein sicherlich nicht,Gesetze werden von der Regierung,also Bundesrat und Bundestag beschlossen.Wo kommen diese Gesetze her?Von der Gesellschaft?Nein der Grösste Teil davon kommt heutzutage direkt aus Brüssel von Leuten die nie jemand dazu ermächtig hat.Selbst die geringsten Schätzungen gehen von 15000 Lobbyisten,allein direkt in Brüssel,aus.
Umfragen und Statistiken sind auch ein ganz mieses Beispiel schlieslich ist es extrem einfach Statisiken zu verzerren oder schlicht und einfach zu fälschen.Beispiele dafür sind ohne Ende vorhanden.
Zeitungen=Wie viele davon sind,zu einem grossen Teil, in Hand von Parteien oder Parteinahen "Stiftungen oder Organisationen?Was uns wieder zu Punkt 1. Gesetzen zurückführt.
Foren im Internet=Ist auch nicht wirklich ein gutes Beispiel,oder?Schlieslich kommt es immer darauf an in welcher Art Forum man unterwegs ist.Bin in einem Rechtslastigen Forum unterwegs werde ich wohl kaum zustimmung für Linke Positionen bekommen,bin ich bei der "Grünen Jugend" unterwegs bekomme ich schon Probleme wen ich Gender Mainstreaming ignoriere und z.b. die Geschlechtsneutrale "Innen" Schreibweise nicht beachte.Oder um es mal etwas absurder darzustellen,bin ich in einem Pokemon-Forum unterwegs werde ich sicherlich keine zustimmung für meine (in der Realität nicht vorhandenen!)Begeisterung für Digimon finden.


Du wirst das anders sehen, aber die Menschen bestimmen die Politik, nicht umgekehrt. Zumindest nicht in Deutschland. Ja, die Politik trifft unpopuläre Entscheidungen, aber dann werden die Leute halt abgewählt, so funktioniert Demokratie.

Dann werden Leute halt abgewählt.Aha...und wechseln sich mit Leuten ab die zu 99% die gleich Profillose Politk praktizieren.Du willst mir doch nicht ernsthaft versuchen klarzumachen das es heutzutage noch tatsächlich einen Unterschied macht ob gerade Rot+Grün,Schwarz+Gelb,Schwarz+Grün,oder Rot+Dunkelrot regiert?


Würdest du es also generell als negativ bewerten, dass Menschen sich auf bestimmte Meinungen einigen und auf dieser Basis in einer Gesellschaft leben?

Gegenfrage:Würdest du es generell als positiv bewerten,das Menschen sich auf eine bestimmte Meinung einigen und auf deren Basis in einer Gesellschaft leben?
Was wäre wenn sich hier plötzlich ,sagen wir,50 Leute finden,meine Ansichten teilen, und deshalb mit mir zusammen die Mehrheit bilden,würdest du dann automatisch meine Meinungen und Ansichten übernehmen nur weil die Mehrheit hinter mir steht?
Und dieses Beispiel läst sich natürlich,zumindest nach deiner Denkweise,ja auch sehr gut auf die Gesellschaft übertragen.Oder etwa nicht?

Davon mal ganz abgesehen würde ich das ganze gerne zu Schluss bringen da wir uns immer mehr vom eigentlich Thema entfernen und uns wohl doch nicht auf ein gemeinsame Position einigen können.Ich denke du siehst das ähnlich.

15.01.2013 12:07 Uhr - BarkersPinhead
5x
"Killerspielespieler" sind keine "Rasse" bzw. in manchen Ländern ethnische Minderheiten. Sie waren nicht Jahrhundertelang Opfer von Sklaverei und Rassenhass. Wenn du ernsthaft implizieren willst, man könne die Diskriminierung von ethnischen Gruppen mit der Ächtung der Ego-Shooter-Spielern gleichsetzen und da gäbe es keinen Unterschied, muss ich dir leider sagen, dass dir jegliches Hintergrundwissen und jeder Blick für die Realität fehlt.


Nein nein, da missverstehst du mich. Ich habe es nicht gleichgesetzt. Ich habe nur angemerkt, dass das Prinzip ein Ähnliches ist.
Du brauchst gar nicht mit der "Rassenkeule" zu kommen, meine Aussage zielt auf einen ganz anderen Kontext ab, von dem ich gedacht hatte, er sei offensichtlich.
Was ich sagen will ist, das Diskriminierung ist, was sie ist. Diskriminierung. Und ja, mir ist klar das der Stellenwert in diesem Fall ein ganz anderer ist, also pack bitte die Boxhandschuhe wieder ein, ja?

Ich nehme nicht an, dass du mit dem linguistischen Konzept der Sprachgemeinschaft vertraut bist? Die Sprachgemeinschaft sind in diesem Fall alle Leute, die Deutsch sprechen. Die haben sich auch irgendwann mal darauf geeinigt, dass das, was man sich baut, um darin zu wohnen, [Haus] heißt. Und darauf, dass [Hütte] auch ein Haus ist, jedoch ein schlechtes, und dass [Palast] ein sehr gutes Haus ist. Irgendwann gab es mal irgendwo hier in der Nähe gesellschaftliche Umwälzungen, da kamen dann solche Sprüche raus wie "Frieden den Hütten! Krieg den Palästen!". Auf einmal waren die Konnotationen, also die angeheftete Bedeutung gut / schlecht genau andersherum. Der Quatsch hat sich zum Glück nicht durchgesetzt.


Ich studiere selbst Germanistik und Linguistik und bin mit dem Prinzip vertraut. Unterlass bitte den schulmeisternden Ton, der ist in einer Diskussion wie dieser völlig unangebracht.

Und nochmal *den Kreis wieder aufnehm*: Ich verstehe die Problematik hinter dem Wort Neger und mir ist völlig bewusst und ich verstehe, dass sich viele Menschen durch das Wort beleidigt fühlen.
Deshalb benutze ich das Wort auch nicht in einem normalen Gesprächsverlauf, eben WEIL ich das Recht anderer respektiere, nicht beleidigt werden zu wollen.

Aber ich nehme mir das Recht raus, für mich zu sagen, dass ich das Wort Neger nicht so schlimm finde, wie es viele tun. Das heißt nicht, dass ich mit dem Wort um mich schmeiße und jeden, der einen dunkleren Teint hat als ich, so bezeichne. Das wäre albern und dumm.
Das heißt nur, dass ich, das Wort nicht so schlimm finde.
Und auch die eigene Meinung gehört mit zu Demokratie, wie dir sicherlich bewusst ist.

15.01.2013 12:09 Uhr - burzel
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14.01.2013 18:10 Uhr schrieb Flavastulta
14.01.2013 17:47 Uhr schrieb burzel
wenn man 1984 genau ANSCHAUT (im englischen Orogonal), dann nimmt Winston Gespräch über Newspeak mit anderen Leuten Bezug auf "die Situation von früher", Newspeak eingeführt wurde.


Ich weiß zwar nicht genau, was du damit sagen willst, aber, verstehe ich das richtig, du haust hier einem Verlag, der eine pädagogisch motivierte Entscheidung getroffen hat, das BUCH 1984 an den Kopf und hast es selbst nicht gelesen, sondern "nur" den Film gesehen? Oder versteh ich das mal wieder falsch?


ich kene sowohl Film aks auch Buch. Ihr diskutiert hier so heiß und hochtrabend, aber seit nicht zum Denk-Transfer fähig. Wundert mich etwas...

In Buch wie Film (im Buch mehr) gibt es Szenen, in denen klar wird, wie unlieb Winston seine Aufgabe geworden ist. Er erinnert sich dann an die Zweit, in der nich nichts "vernewspeakt" wurde und auch wie Newspeak anfing.

Und ja, warum nicht mal den Verlagen ein Buch wie "Schöne neue Welt" und "1984" an den Kopf hauen? Das was dort mit "die kleine Hexe" geplant wird ist Selbstzensur, fängt also klein an und wer weiß wie es ausgeht.

Leute, wir hatten das doch schon alles mal (Buchzensur, Buchverbrennung). Wir sind doch froh, dass wir das überwunden haben. Und jetzt kommt das alles wieder, nur weil ein Schwarzafrikaner keine Ahnung von unserer kulturellen Entwicklung hat und sich an einem Wort stört??

Was machen, dann die Sprachen, in denen das Wport negro/negra die Bedeutung "schwarz" hat. Muß das dort dann auch getilgt werden?

Neusprech lässt grüßen.


15.01.2013 12:17 Uhr - burzel
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14.01.2013 17:53 Uhr schrieb KKinski
14.01.2013 17:17 Uhr schrieb burzel
@ KKinski

wir, die Ü35er, haben das aber auch gelesen und leben noch. Hab sogar sehr gerne Verne, Blyton und Preussler gelesen.


Ich als fast 35er auch, aber bei Verne und Blyton haben wir nicht die Originalfassungen gelesen. Die von Verne gibt es bei Amazon kostenlos als Ebook.
Enid Blyton wurde wie wild umgeschrieben, siehe Wikipedia.
Das Wort Neger zum Beispiel war aber auch schon bei uns negativ konnotiert. Es gab zwar noch den Mohrenkopf oder Negerkuss, aber das alleinige Wort Neger ist auch in meiner Kindheit schon ein Schimpfwort gewesen. Wir stammen zudem auch noch aus der analogen Zeit, in der die Informationsbeschaffung nicht so schnell ging. Für mich als Kind war die Vorstellung tatsächlich, dass die da ums Feuer rumsitzen und nen Weißen kochen. Das ist doch ein falsches Bild, aber wir haben das so in Abenteuergeschichten gelesen. Wer kennt nicht das Bild vom schwarzen mit den dicken Lippen und dem Knochen in den Haaren? Es ist Schwachsinn, die haben damals auch schon Hochschulabschlüsse gemacht, wenn sie die Möglichkeit hatten. Es geht doch darum, den Kindern kein falsches Weltbild zu geben. Die "Neger" leben genauso wie wir und wenn sie es nicht tun, dann fressen sie keine kleinen Kinder, sondern müssen sich irgendwie durchschlagen.


Dass das völliger Unsinn ist, sieht man schon daran, dass es Zeichentrickserien, wie Bibi Blocksberg gibt, in denen auch schwarzafrikanische Menschen im Dschungel Kinder fangen, sie dann aber nicht kochen, weil sie zu Vegetariern geworden sind. Trotzdem wirken diese zunächst bedrohlich und man weiß nicht was kommt.
Muß das dann auch zensiert werden, weil hier noch gewisse möglicheise Konnotationen vorliegen??

15.01.2013 12:41 Uhr - Flavastulta
15.01.2013 12:07 Uhr schrieb Amok-666
Davon mal ganz abgesehen würde ich das ganze gerne zu Schluss bringen da wir uns immer mehr vom eigentlich Thema entfernen und uns wohl doch nicht auf ein gemeinsame Position einigen können.Ich denke du siehst das ähnlich.


Keine Angst, nach dem Stammtisch-Lamentum habe ich nicht vor, einen vergeblichen Versuch zu unternehmen, dich aus deiner politikverdrossenen Autokratie-Scheinwelt zu befreien.

-----

15.01.2013 12:07 Uhr schrieb BarkersPinhead
Ich studiere selbst Germanistik und Linguistik und bin mit dem Prinzip vertraut. Unterlass bitte den schulmeisternden Ton, der ist in einer Diskussion wie dieser völlig unangebracht.


Mea culpa, entschuldige bitte.

Aber ich nehme mir das Recht raus, für mich zu sagen, dass ich das Wort Neger nicht so schlimm finde, wie es viele tun. Das heißt nicht, dass ich mit dem Wort um mich schmeiße und jeden, der einen dunkleren Teint hat als ich, so bezeichne. Das wäre albern und dumm.
Das heißt nur, dass ich, das Wort nicht so schlimm finde.
Und auch die eigene Meinung gehört mit zu Demokratie, wie dir sicherlich bewusst ist.


Finde ich auch völlig ok.

-----

14.01.2013 17:47 Uhr schrieb burzel
ich kene sowohl Film aks auch Buch. Ihr diskutiert hier so heiß und hochtrabend, aber seit nicht zum Denk-Transfer fähig. Wundert mich etwas...


Dann habe ich das wohl mal wieder, wie von mir bereits für möglich befunden, falsch verstanden.

Und ja, warum nicht mal den Verlagen ein Buch wie "Schöne neue Welt" und "1984" an den Kopf hauen? Das was dort mit "die kleine Hexe" geplant wird ist Selbstzensur, fängt also klein an und wer weiß wie es ausgeht.


Ich denke, es wurde mehr als hinreichend dargelegt, warum das hier nichts mit 1984 zu tun hat. Aber ich versuch es noch ein letztes Mal:

In 1984 wurde der Sprachwandel durch die Politik von oben diktiert, um die Herrschaftszustände zu erhalten.
Hier hat ein Sprachwandel in der Gesellschaft stattgefunden und ein Verlag, eine Institution der Gesellschaft reagiert darauf.

Wenn du mir vielleicht erläutern könntest, inwiefern es der Obrigkeit nutzt, ihre Macht zu erhalten, wenn Kindern in Zukunft nicht mehr in dieser Geschichte das Wort Negerlein begegnet, fände ich das sehr hilfreich, um deine These nachzuvollziehen.

Ernsthaft, du vergleichst Äpfel mit Birnen um Panik zu schüren und selbstzweckhaft gegen die Obrigkeit zu hetzen.

Leute, wir hatten das doch schon alles mal (Buchzensur, Buchverbrennung). Wir sind doch froh, dass wir das überwunden haben. Und jetzt kommt das alles wieder, nur weil ein Schwarzafrikaner keine Ahnung von unserer kulturellen Entwicklung hat und sich an einem Wort stört??


Nein, nicht weil sich ein Schwarzafrikaner mal eben so persönlich an einem Wort stört. Sondern weil (ich weiß, ihr könnts nich mehr lesen) diese Geschichte ein Wort enthält, welches der Verlag aufgrund des gesellschaftlichen Wandels mittlerweile als pädagogisch ungeeignet für eine Kindergeschichte erachtet. Ja, Zensur und Bücherverbrennung sind scheiße. Aber wie gesagt, es sind selbstzweckhafte Panikmache und Hetze, die du hier verbreitest, ohne jede logische Grundlage, dass das zu Szenarien wie Bücherverbrennung führt.

Was machen, dann die Sprachen, in denen das Wport negro/negra die Bedeutung "schwarz" hat. Muß das dort dann auch getilgt werden?


Das ist kein Vergleich von Äpfeln und Birnen mehr, das ist ein Vergleich von Äpfeln und Hubschraubern. Niemand hat sowas gefordert, du greifst einen Strohmann an.

15.01.2013 12:54 Uhr - KKinski
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15.01.2013 12:17 Uhr schrieb burzel


Dass das völliger Unsinn ist, sieht man schon daran, dass es Zeichentrickserien, wie Bibi Blocksberg gibt, in denen auch schwarzafrikanische Menschen im Dschungel Kinder fangen, sie dann aber nicht kochen, weil sie zu Vegetariern geworden sind. Trotzdem wirken diese zunächst bedrohlich und man weiß nicht was kommt.
Muß das dann auch zensiert werden, weil hier noch gewisse möglicheise Konnotationen vorliegen??


@burzel: Das es viele machen, macht es nicht besser. Den Kindern wird ein falsches Bild der Realität vermittelt.

@de Niro:
Es gibt Texte, die muss man überarbeiten, weil ihre Bedeutung sich sonst verändern würde. Das ist einfach sprachliche Entwicklung.
Wenn heute jemand Kindern das Wort "Neger" in den Mund legt, wird das die Allgemeinheit als rassistisch auffassen. Und zu deiner Einstellung, dass Eltern das entscheiden sollten. NEIN, das sage ich als Vater, der in einem eher problematischeren Eck wohnt. Eltern wird viel zu viel Freiheit gelassen.
Es gibt kein Recht auf Kinder, es gibt aber ein Recht auf vernünftige Eltern. Das ist aber eine andere Diskussion, die wir gerne via PN führen können...

15.01.2013 13:09 Uhr - schachi08
3x
Es bedarf überhaupt keiner hochtrabenden oder oberlehrerhaften Diskussionen um die Sache auf den Punkt zu bringen: Es wird hier an einem literarischen Werk herumgedoktert, das schon Jahrzehnte auf dem Markt ist und von dem man einfach die Finger lassen sollte. Ich spreche mich einfach gegen JEDE Art der Zensur aus. In der deutschen Literatur gibt es unzählige Werke mit heutzutage politisch nicht mehr korrekten Bezeichnungen, soll man die alle nun "überarbeiten"? Wäre doch Schwachsinn.

15.01.2013 13:10 Uhr - Amok-666
2x
217. 15.01.2013 12:41 Uhr - Flavastulta

Nein, nicht weil sich ein Schwarzafrikaner mal eben so persönlich an einem Wort stört. Sondern weil (ich weiß, ihr könnts nich mehr lesen) diese Geschichte ein Wort enthält, welches der Verlag aufgrund des gesellschaftlichen Wandels mittlerweile als pädagogisch ungeeignet für eine Kindergeschichte erachtet. Ja, Zensur und Bücherverbrennung sind scheiße. Aber wie gesagt, es sind selbstzweckhafte Panikmache und Hetze, die du hier verbreitest, ohne jede logische Grundlage, dass das zu Szenarien wie Bücherverbrennung führt.

Was machen, dann die Sprachen, in denen das Wport negro/negra die Bedeutung "schwarz" hat. Muß das dort dann auch getilgt werden?


Das ist kein Vergleich von Äpfeln und Birnen mehr, das ist ein Vergleich von Äpfeln und Hubschraubern. Niemand hat sowas gefordert, du greifst einen Strohmann an.


Also Bitte...Siehe:


14.01.2013 11:38 Uhr - Eisenherz

Die kleine Hexe wird politisch korrekter (News)

@ Fratze

Bitte, hier ist der Link zum Artikel der Taz. Aber ich zitiere einfach mal daraus.

"Als Mekonnen Mesghena seiner siebenjährigen Tochter aus dem Kinderbuch vorlas, das ihm eine Freundin geschenkt hatte, staunte er nicht schlecht. Denn als er zu dem Kapitel kam, in dem sich Otfried Preußlers kleine Hexe unter eine Gruppe von Kindern mischt, die sich zu Fasching verkleidet hatten, fühlte er sich wie vor den Kopf gestoßen. Von einem „Negerlein“ war da unter anderem die Rede, von „Chinesenmädchen“ und „Türken“.
Mesghena, der in der Heinrich-Böll-Stiftung das Referat Migration & Diversity leitet, schrieb einen Brief an den Verlag, in dem er sich über die „rassistischen und ausschließenden“ Begriffe beschwerte. Nach einem Mailwechsel erhielt er im Dezember dann eine überraschende Antwort. „Auch Ihrem Schreiben von neulich ist es wohl zu verdanken, dass es gelungen ist, die Familie Preußler davon zu überzeugen, die fraglichen Begriffe in ’Die kleine Hexe‘ auszutauschen“, hieß es da. Das Ergebnis werde in der neuen Ausgabe, die im Sommer 2013 erscheinen soll, zu sehen sein.
„Wir werden alle unsere Klassiker durchforsten“, bestätigte der Stuttgarter Verleger Klaus Willberg, in dessen Haus die Bücher von Otfried Preußler erscheinen, gegenüber der taz."

http://www.taz.de/!108466/

________________________________________________________________

15.01.2013 12:07 Uhr schrieb Amok-666
Davon mal ganz abgesehen würde ich das ganze gerne zu Schluss bringen da wir uns immer mehr vom eigentlich Thema entfernen und uns wohl doch nicht auf ein gemeinsame Position einigen können.Ich denke du siehst das ähnlich.

Flavastulta:
Keine Angst, nach dem Stammtisch-Lamentum habe ich nicht vor, einen vergeblichen Versuch zu unternehmen, dich aus deiner politikverdrossenen Autokratie-Scheinwelt zu befreien.


Na wen du der Meinung bist das ich hier auf Stammtischniveau argumentiere hat sich jegliche weiter Diskussion sowieso erledigt.....


15.01.2013 13:17 Uhr - Flavastulta
1x
15.01.2013 13:09 Uhr schrieb schachi08
Es bedarf überhaupt keiner hochtrabenden oder oberlehrerhaften Diskussionen um die Sache auf den Punkt zu bringen


Das ist immer die beste Einleitung für eine Argumentation. Wir brauchen nicht diskutieren, ich habe eh recht.

Es wird hier an einem literarischen Werk herumgedoktert, das schon Jahrzehnte auf dem Markt ist und von dem man einfach die Finger lassen sollte


Ich denke, der Verlag ist kompetent genug, nicht "rumzudoktern", sondern ein Wort den heutigen pädagogischen Standards anzupassen.

Ich spreche mich einfach gegen JEDE Art der Zensur aus


Tu ich auch, aber du verwechselst Sprachentwicklung mit Zensur.

In der deutschen Literatur gibt es unzählige Werke mit heutzutage politisch nicht mehr korrekten Bezeichnungen, soll man die alle nun "überarbeiten"?


Auf keinen Fall, denn diese richten sich zum allergrößten Teil nicht an Kinder, sondern an Erwachsene, die die volle Signifikanz der Wörter in diesen Werken erfassen können.

15.01.2013 13:19 Uhr - schachi08
1x
Da ist er ja, der Oberlehrer...

15.01.2013 13:27 Uhr - Flavastulta
1x
15.01.2013 13:19 Uhr schrieb schachi08
Da ist er ja, der Oberlehrer...


Persönliche Diskreditierung ist auch ein gutes, rhetorisches Stilmittel, nicht wahr?

-----

15.01.2013 13:10 Uhr schrieb Amok-666
Also Bitte...Siehe:

...


Damit willst du was sagen?

Na wen du der Meinung bist das ich hier auf Stammtischniveau argumentiere hat sich jegliche weiter Diskussion sowieso erledigt...


Wenn du für deine Thesen andere Argumente vorlegen kannst außer "Die da oben machen doch eh was sie wollen" bin ich gerne bereit, meine Ansicht zu revidieren.

15.01.2013 13:30 Uhr - schachi08
Wenn man so ein Geschwurbel liest, dann fragt man sich wirklich, wo man hier gelandet ist. Ich glaube bei einigen ist das eigentliche Thema in Vergessenheit geraten.

15.01.2013 13:33 Uhr - Flavastulta
1x
15.01.2013 13:30 Uhr schrieb schachi08
Wenn man so ein Geschwurbel liest, dann fragt man sich wirklich, wo man gelandet ist.


In einem Land, in dem nicht jeder kommen kann und sagen "Die Sache ist ganz klar, ich habe sowieso recht, jeder der das nicht Einsieht ist ein Oberlehrer!" Passt dir daran irgendetwas nicht?

15.01.2013 13:33 Uhr - Amok-666
3x
Was ich damit sagen will?
Ist es dir wirklich zu schwer den Kompletten Artikel zu lesen?
Du hast etwas behauptet und ich habe dir die,weiter oben, bereits vorhandene Klarstellung dazu nochmals dazu kopiert.So dürfte es eigentlich nicht schwer sein den Sinn zu verstehen, ausser man will es natürlich absichtlich nicht...

15.01.2013 13:35 Uhr - schachi08
1x
@Amok-666
Don't feed the troll...

15.01.2013 13:36 Uhr - Flavastulta
1x
15.01.2013 13:33 Uhr schrieb Amok-666
Was ich damit sagen will?
Ist es dir wirklich zu schwer den Kompletten Artikel zu lesen?
Du hast etwas behauptet und ich habe dir die,weiter oben, bereits vorhandene Klarstellung dazu nochmals dazu kopiert.So dürfte es eigentlich nicht schwer sein den Sinn zu verstehen, ausser man will es natürlich absichtlich nicht...


Hab ich schon gelesen, aber von Bücherverbrennung und politisch motivierter Selbstzensur stand da nichts, darum sehe ich nicht ganz, warum du dich durch diesen Ausschnitt in deiner Meinung bestätigt siehst.

15.01.2013 13:40 Uhr - Flavastulta
1x
15.01.2013 13:35 Uhr schrieb schachi08
@Amok-666
Don't feed the troll...


Wenn hier einer trollt, dann bist du das. Du stellst hier deine Meinung rein, und wenn diese kritisiert wird reagierst du provozierend mit persönlicher Diskreditierung des Kritikers. Mag natürlich sein, dass du eine andere Definition von Troll hast.

15.01.2013 13:53 Uhr - Amok-666
3x
Nee... also jetzt ist hier endgültig Feierabend für mich.Das ganze übersteigt selbst für mich langsam jeglich Grenzen des ertragbaren und bevor ich hier anfange in persönliche Beleidigungen umzuschwenken beende ich das ganze lieber.....

15.01.2013 14:00 Uhr - schachi08
2x
@Amok-666
Dafür hast Du mein volles Verständnis. Hut ab...

15.01.2013 14:10 Uhr - Joker1978
2x
Mittlerweile 231(!!!) posts????
Und was für welche, muahahahar!
Alter vatter, was ist hier nur los?

15.01.2013 15:09 Uhr - JasonXtreme
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Mein Got, was hatt denn Sprachentwicklung verdammt nochmal mit der ganzen Sache zu tun!? Man kann sich die Zensur auch echt schönreden! Manche sollten mal durchlesen, was sie hier so daherschreiben...

Wieso muss ich literarische Werke denn der Sprachentwicklung anpassen!? Weil aktuell ein Kind das Wort "Neger" falsch auffassen KÖNNTE!? Sorry, aber es gehört in KEINEM literarischen Werk rumgepfuscht, ebenso wie kein Film geschnitten, verboten oder indiziert gehört (Kinderpornos und sonstigen verbotenen Scheiß mal ausgenommen)!!! Wie kann man sich sowas als mündiger Bürger einer "Demokratie" denn auch noch erklären, schönreden und diese Meinung anderen aufzwingen? Wieso zum Geier ist man dann auf DIESER Internetseite Mitglied?! Das beißt sich doch von hinten in den Arsch! Sorry für die Ausdrucksweise, aber langsam platzt einem der Kragen bei manchem Geschreibsel hier.


15.01.2013 15:44 Uhr - Flavastulta
2x
15.01.2013 15:09 Uhr schrieb JasonXtreme
Mein Got, was hatt denn Sprachentwicklung verdammt nochmal mit der ganzen Sache zu tun!?


Früher war das Wort Neger neutral, heute ist es rassistisch. Das Wörter ihre Bedeutung verändern ist Teil der Sprachentwicklung.

Wieso muss ich literarische Werke denn der Sprachentwicklung anpassen!? Weil aktuell ein Kind das Wort "Neger" falsch auffassen KÖNNTE!?


Genau deshalb. Im Kontext der Geschichte ist das Wort ohne negative Bedeutung verwendet. Wenn du es heute sagst, hat es für die meisten Menschen eine negative Bedeutung.

Sorry, aber es gehört in KEINEM literarischen Werk rumgepfuscht, ebenso wie kein Film geschnitten, verboten oder indiziert gehört (Kinderpornos und sonstigen verbotenen Scheiß mal ausgenommen)!!!


Es wird auch nicht rumgepfuscht, es wird auf Basis der pädagogischen Kompetenz eines Kinderbuchverlags ein Wort angepasst, das heute im allgemeinen Sprachgebrauch nichts mehr zu suchen hat. Bei der Sache mit den Filmschnitten und Indizierungen stimme ich dir zu, aber da geht es nicht um Bücher für Kinder, sondern um Filme für Erwachsene, das ist ein erheblicher Unterschied.

Wie kann man sich sowas als mündiger Bürger einer "Demokratie" denn auch noch erklären, schönreden und diese Meinung anderen aufzwingen? Wieso zum Geier ist man dann auf DIESER Internetseite Mitglied?!


Willst du damit sagen, dass ich als mündiger Bürger in einer Demokratie auf dieser Seite keine kritische Meinung gegenüber der vorherrschenden Linie vertreten soll? Vielleicht mache ich es ja gerade hier, weil es mir zu langweilig ist, das irgendwo zu tun, wo zu meiner Meinung nur Ja und Amen gesagt wird, da so niemals eine fruchtbare Diskussion entstehen kann. Hier besteht zumindest die Möglichkeit dazu, kontrovers zu diskutieren und evtl. seinen Blickwinkel zu erweitern.

Sorry für die Ausdrucksweise, aber langsam platzt einem der Kragen bei manchem Geschreibsel hier.


Emotional zu argumentieren ist meistens nicht die beste Vorgehensweise, wenn man anderen seinen Standpunkt näherbringen will.

15.01.2013 16:03 Uhr - ilikecookies
@Flavastulta:

Ich persönlich stimme dir zwar nicht zu,dennoch finde ich,dass du wenigstens sinnvoll argumentierst,im Gegensatz zu anderen,die beleidigend werden. Schulmeisterlich,und so...

Ja,ich halte das Ganze auch für eine Art der Zensur. Was mich sehr interessieren würde,ist,was Ottfried Preussler eigentlich dazu sagt? Im Artikel steht ja nichts dazu. Wäre er jetzt dagegen gewesen,dass das Werk "angepasst" wird, wäre es auch nicht zensiert worden,oder?

Oder hat der Verlag einfach das Recht,über den Kopf des Urhebers hinweg zu entscheiden?

15.01.2013 16:04 Uhr - schachi08
2x
@JasonXtreme
Und ich sach noch "Don't feed the troll" und zack kommt der Oberlehrer wieder aus der Ecke.

15.01.2013 16:06 Uhr - Flavastulta
1x
@ilikecookies

Otfried Preußler lebt noch ;) Laut dem oben irgendwo zitierten taz-Bericht waren er und seine Familie damit einverstanden, dass der Verlag diese Änderung vornimmt, nachdem er sich lange gewehrt hatte.

Hier, der Link: http://www.taz.de/!108466/

15.01.2013 16:12 Uhr - schachi08
1x
Zitat TAZ: Wie die Erben von Astrid Lindgren hat auch er (Otfrid Preußler) sich lange gegen jede Änderung seines Kinderbuchklassikers „Die kleine Hexe“ gestemmt, der 1958 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet und seitdem in 47 Sprachen übersetzt sowie weltweit mehr als 4,3 Millionen Mal verkauft wurde.

15.01.2013 16:15 Uhr - Flavastulta
2x
15.01.2013 16:12 Uhr schrieb schachi08
Wie die Erben von Astrid Lindgren hat auch er sich lange gegen jede Änderung seines Kinderbuchklassikers „Die kleine Hexe“ gestemmt, der 1958 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet und seitdem in 47 Sprachen übersetzt sowie weltweit mehr als 4,3 Millionen Mal verkauft wurde.


Dass du es dir zur persönlichen Agenda gemacht hast, mich zu diskreditieren, das ist mir ja ziemlich schnuppe. Aber wenn du schonmal was anderes postest, erzähl wenigstens die ganze Wahrheit und nicht nur die halbe.

"„Auch Ihrem Schreiben von neulich ist es wohl zu verdanken, dass es gelungen ist, die Familie Preußler davon zu überzeugen, die fraglichen Begriffe in ’Die kleine Hexe‘ auszutauschen“"

Quelle: http://www.taz.de/!108466/

Man könnte fast sagen, du hast durch das Auslassen von Informationen ZENSUR betrieben...

15.01.2013 16:20 Uhr - schachi08
1x
Otfrid Preußler ist inzwischen 90 Jahre alt und da hat er bestimmt andere Sorgen als sich weiter gegen die ZENSUR seiner Werke zu wehren.

15.01.2013 16:30 Uhr - schachi08
4x
15.01.2013 16:15 Uhr schrieb Flavastulta
Dass du es dir zur persönlichen Agenda gemacht hast, mich zu diskreditieren, das ist mir ja ziemlich schnuppe.

Dazu werde ich gar nicht benötigt, das machst Du schon ganz alleine.

15.01.2013 16:32 Uhr - Flavastulta
1x
15.01.2013 16:20 Uhr schrieb schachi08
Otfrid Preußler ist inzwischen 90 Jahre alt und da hat er bestimmt andere Sorgen als sich weiter gegen die ZENSUR seiner Werke zu wehren.


Noch ein Zitat aus dem taz-Artikel, den du sinnverfälschend gekürzt zitiert hast, wo du doch so gegen sowas bist:

"„Mit der Zeit ist aber [bei Preußler] die Einsicht gewachsen, dass die Authentizität des Werks der sprachlichen Weiterentwicklung untergeordnet werden muss“, sagt Klaus Willberg."

Aber ich nehme an, du weißt besser als der Autor, wie mit seinem Werk umgegangen werden soll?

P.S.: Nur weil du mich schon im Voraus beleidigst lass ich mich sicher nicht von dir mundtot machen.

-----

15.01.2013 16:30 Uhr schrieb schachi08
15.01.2013 16:15 Uhr schrieb Flavastulta
Dass du es dir zur persönlichen Agenda gemacht hast, mich zu diskreditieren, das ist mir ja ziemlich schnuppe.

Dazu werde ich gar nicht benötigt, das machst Du schon ganz alleine.


Wie unerwartet, dass du garnicht auf den Rest von dem Post eingehst...

15.01.2013 16:42 Uhr - schachi08
1x
Nee, ich kann nur zwischen den Zeilen lesen. "Einsicht ist gewachsen" bedeutet nun mal ganz und gar nicht, daß Herr Preußler davon überzeugt ist. Aber wozu diese sinnlose Diskussion, die gibt dem Troll nur wieder frisches Futter.

15.01.2013 16:45 Uhr - Flavastulta
1x
15.01.2013 16:42 Uhr schrieb schachi08
Nee, ich kann nur zwischen den Zeilen lesen.


Du meinst, du kannst haltlose Anschuldigungen machen?

"Einsicht ist gewachsen" bedeutet nun mal ganz und gar nicht, daß Herr Preußler davon überzeugt ist.


Da sagen andere Stellen des Artikels etwas anderes.

Es wird dich überraschen, aber Menschen können ihre Meinung ändern. Manche Menschen beleidigen auch nicht Leute auf der Basis, dass sie eine andere Meinung vertreten ;)

15.01.2013 16:57 Uhr - burzel
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Mann (oder Frau?? ), wenn man dich so reden hört, bekomme ich echt Angst, dass du dich hinsetzt und in Briefen forderst, gleich ganz die Etymologie zu tilgen, denn nach denier Definition der "erlaubten Anpasssugn der Sprache an die sozialen Gegebenheiten" (und der damit verbundenen immer und immer erneuten Anpassung, je nachdem, wer gerade mal dieses oder jenes Wort "erschreckend" findet, was dann der Orwellschen Neusprech-Maschinerie in abgeschwächter Form gleichkommt), braucht man diese ja dann nicht mehr, denn nach was sollten Etymologen, Linguisten und Philologen nich forschen, wenn das was sie heute über Wörter sagen, morgen veraltet ist, weil es das Wort nicht mehr gibt (geben darf). Sprache ist lebendig und Veränderungen unterworfen, ja; aber ein Buchist keine lebende Sprache, das ist, wenn überhaupt, erlebte Sprache.
Nach deiner Definition der "erlaubten Anpasssugn der Sprache an die sozialen Gegebenheiten" müsste ja z.B. Ecksteins "Besuch im Karzer" oder Wedekinds "Lulu" ganz getilgt werden, der eine wegen Gewalt gegen Schüler, der andere wegen Gewalt und unzüchtiger Bezeichnung von Menschen weiblichen Geschlechts.

Es ist für mich Selbst-Zensur, wenn ein Verlag nicht "den Arsch in der Hose" hat, den Brief eines Lesers in "aufklärender Art und Weise zu beantworten", und Buch Buch und Wort Wort sein lässt, sondern stattdessen in guter alter deutscher Kusch- und "Schwanz-Einzieh"-Manier, gleich ein Wort tilgen und dadurch die ganze übrige, mögilcherweise sogar der überwiegende Teil der Leserschar, mittleiden muß.

15.01.2013 17:09 Uhr - Humanum
1x
"Zigeuner" und "Neger" wurden(und werden!)seit Ewigkeiten als normale Wörter benutzt.Manche Sinti und Roma sagen von sich selbst,sie seien "Zigeuner".Scholl Latour sagt zB. bis heute "Muselman" anstatt Moslem.Das ganze nimmt eine gefährliche Richtung an,wann werden zB.die ersten Filme nachsynchronisiert wo man das N-Wort (Was viel schlimmer ist!)hört?

15.01.2013 17:14 Uhr - Flavastulta
2x
15.01.2013 16:57 Uhr schrieb burzel
Mann (oder Frau?? ), wenn man dich so reden hört, bekomme ich echt Angst, dass du dich hinsetzt und in Briefen forderst, gleich ganz die Etymologie zu tilgen, denn nach denier Definition der "erlaubten Anpasssugn der Sprache an die sozialen Gegebenheiten" (und der damit verbundenen immer und immer erneuten Anpassung, je nachdem, wer gerade mal dieses oder jenes Wort "erschreckend" findet, was dann der Orwellschen Neusprech-Maschinerie in abgeschwächter Form gleichkommt), braucht man diese ja dann nicht mehr, denn nach was sollten Etymologen, Linguisten und Philologen nich forschen, wenn das was sie heute über Wörter sagen, morgen veraltet ist, weil es das Wort nicht mehr gibt (geben darf). Sprache ist lebendig und Veränderungen unterworfen, ja; aber ein Buchist keine lebende Sprache, das ist, wenn überhaupt, erlebte Sprache.
Nach deiner Definition der "erlaubten Anpasssugn der Sprache an die sozialen Gegebenheiten" müsste ja z.B. Ecksteins "Besuch im Karzer" oder Wedekinds "Lulu" ganz getilgt werden, der eine wegen Gewalt gegen Schüler, der andere wegen Gewalt und unzüchtiger Bezeichnung von Menschen weiblichen Geschlechts.


Mann.

Entweder drücke ich mich unklar aus, obwohl ich schon 100 mal klar definiert habe, was ich genau hierdran für richtig halte und was ich nicht für richtig hielte, oder du legst mir absichtlich Worte in den Mund, weil du dir rhetorisch nicht anders zu helfen weißt.

Ich möchte nicht, dass irgendwelche Worte verboten werden.
Ich möchte nicht, dass irgendwelche Bücher verboten werden.
Ich möchte nicht, dass irgendwas aus der Geschichte oder dem kulturellen Gedächtnis entfernt wird.
Ich möchte nicht, dass irgendwas aufgrund von angeblich durch mich definierte Regeln getan wird.
Ich möchte nicht, dass das Wort Neger aus jeglichen Medien entfernt wird.
Ich möchte nicht, dass die alten Versionen des Buches getilgt werden.
Ich möchte nicht, dass Erwachsene weniger Wahlfreiheit beim Medienkonsum haben.

Ich möchte lediglich sagen, dass es keinen Grund gibt, den Orwell-Hammer rauszuhauen oder von Zensur und ähnlichen Dingen zu sprechen, wenn ein Verlag den aktuellen Sprachgebrauch für seine Neuauflagen anwendet und die pädagogisch begründete Entscheidung trifft, in seinen zukünftigen Kinderbüchern auf einzelne Worte zu verzichten, die heute meistens diskriminierend genutzt werden, ohne dabei die Handlung zu verfälschen oder dabei eine politische Agenda zu verfolgen.

Was für ein Satz. Diesen Standpunkt kann man gerne angreifen, das was ich oben aufgezählt habe sind Unterstellungen.

Es ist für mich Selbst-Zensur, wenn ein Verlag nicht "den Arsch in der Hose" hat, den Brief eines Lesers in "aufklärender Art und Weise zu beantworten", und Buch Buch und Wort Wort sein lässt, sondern stattdessen in guter alter deutscher Kusch- und "Schwanz-Einzieh"-Manier, gleich ein Wort tilgen und dadurch die ganze übrige, mögilcherweise sogar der überwiegende Teil der Leserschar, mittleiden muß.


Dabei gehst du fälschlicherweise davon aus, dass der Verlag ebenfalls im Grunde deiner Meinung ist, sich aber protestierenden Bürgern gebeugt hat. Aus dem taz-Artikel geht eher hervor, dass der Verlag aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung, die sich auch im dort erwähnten Brief ausdrückt, selbst den Wunsch hatte, den Text zu ändern, dies jedoch erst kürzlich vom Autor erlaubt wurde.

15.01.2013 17:52 Uhr - burzel
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15.01.2013 17:14 Uhr schrieb Flavastulta

Dabei gehst du fälschlicherweise davon aus, dass der Verlag ebenfalls im Grunde deiner Meinung ist, sich aber protestierenden Bürgern gebeugt hat. Aus dem taz-Artikel geht eher hervor, dass der Verlag aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung, die sich auch im dort erwähnten Brief ausdrückt, selbst den Wunsch hatte, den Text zu ändern, dies jedoch erst kürzlich vom Autor erlaubt wurde.


ja, genau. Der Verlag selbst wäre sicher nicht auf die Idee gekommen, weil an den Wörtern etymologisch nichts verwerfliches ist. Und man kann das dann meines Erachtens ruhig mal weiterspinnen, sodass am Ende doch wie in "1984" jedes unliebsame Wort getilgt wird.

Viel schlimmer ist zudem, dass in "die kleine Hexe" noch nicht mal ein wirklicher farbiger als "Neger" nezeichnet wird, sondern ein Kind, dass sich das Gesicht mit Kohle angemalt hat. Dann müssten auch sämtliche Märchen aus 1000 und einer Nacht fortwährend von "Mohren" die Rede ist....

15.01.2013 18:07 Uhr - Flavastulta
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15.01.2013 17:52 Uhr schrieb burzel
ja, genau. Der Verlag selbst wäre sicher nicht auf die Idee gekommen, weil an den Wörtern etymologisch nichts verwerfliches ist.


Du zwingst mich wirklich dazu, aus der Wikipedia zu zitieren ;)

"Es wird seit Mitte der 1970er Jahre zunehmend als rassistisch und abwertend konnotiert beschrieben[3][4][5] und von vielen der so Bezeichneten öffentlich abgelehnt.[6][7] Vor dem Hintergrund dieser Bewusstseinsentwicklung gilt Neger zumindest seit einigen Jahrzehnten als Schimpfwort."

http://de.wikipedia.org/wiki/Neger

Selbst wenn es irgendwann mal neutral war, so wird es heute in weiten Teilen der Gesellschaft nicht mehr als neutral gesehen. Wenn du das anders siehst ist das in Ordnung und das will ich dir nicht nehmen, aber das ist kein Grund, einen Verlag zu kritisieren, der der gesellschaftlichen Realität folgt.

Und man kann das dann meines Erachtens ruhig mal weiterspinnen, sodass am Ende doch wie in "1984" jedes unliebsame Wort getilgt wird.


Nein, kann man nicht, ich will aber nicht zum drölften Mal erläutern, warum das übertriebene Panikmache ist. Da können wir uns ruhig uneinig bleiben.

Viel schlimmer ist zudem, dass in "die kleine Hexe" noch nicht mal ein wirklicher farbiger als "Neger" nezeichnet wird, sondern ein Kind, dass sich das Gesicht mit Kohle angemalt hat.


Ein weiterer Grund, warum ich nicht verstehe, dass es den Leuten so wichtig ist, dass hier Negerlein stehen bleibt, da es absolut irrelevant für die Handlung und die Botschaft ist, ob er als Negerlein, Astronaut oder sonstwas verkleidet ist. Warum so beharrlich auf diesen Begriff bestehen, wenn selbst der Autor einverstanden ist, dass ein zeitgemäßer, nicht rassistisch konnotierter Begriff verwendet wird?

Dann müssten auch sämtliche Märchen aus 1000 und einer Nacht fortwährend von "Mohren" die Rede ist....


Ich glaube, da fehlen ein oder zwei Worte und antworte nicht darauf, bevor ich mir sicher sein kann, was du meinst.

15.01.2013 18:29 Uhr - NoCutsPlease
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Sehen wir es doch mal von dem Standpunkt: Das Buch wird deshalb umgeschrieben, weil der Verleger die "Eltern von heute" einfach mal für nicht fähig hält, ihren Kindern den Unterschied zwischen - nennen wir es mal - korrekten und unkorrekten Wörtern beizubringen.
Da lobe ich mir doch die Kinderbücher, in denen im Anhang auf einzelne Begriffe und deren Herkunft eingegangen wird.
So und jetzt werde ich noch schnell noch bei einem Online-Versandhandel die FULL UNCENSORED VERSION von "Die kleine Hexe" erwerben. :-)

15.01.2013 20:31 Uhr - Otis
Ist dann eigentlich Latino neuerdings auch rassistisch?

15.01.2013 20:56 Uhr - Der Streber
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15.01.2013 18:29 Uhr schrieb NoCutsPlease
So und jetzt werde ich noch schnell noch bei einem Online-Versandhandel die FULL UNCENSORED VERSION von "Die kleine Hexe" erwerben. :-)


Einem Verlag, der derart unbekümmert mit Kunst- und Kulturgütern umgeht, sollte nicht ein müder Cent mehr in den Rachen geschmissen werden. Kauf dir lieber ein full uncensored Flohmarktexemplar.

16.01.2013 02:28 Uhr - spobob13
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Solche Artikel wie diesen hier sind es, weshalb ich schnittberichte.com liebe. Sowas erfährt man sonst eher selten.

Ist schon traurig, wenn ein Verleger so einen Unsinn macht. Wer weiss aber schon welche Beweggründe oder gar Druck von aussen Ihn dazu bewegt haben.

Die Schere im Kopf - ich denke sie ist von unserer politischen Führung und den nachgeschalteten aus unseren Geldern unfreiwillig bezahlten Staatsaufsichtorganen - schlicht gewollt - und wer nicht pariert wird eben flux verboten.

George Orwell 1984 läßt schön grüßen.

Es gibt genügend Dinge in der Welt die wirklich mies laufen - wo echter Handlungsbedarf besteht.

Wenn aber bei uns drei Geisteskranke - als Zwickauer NSU Terrorzelle bekannt - mehrere Morde begehen steht die staatlich gelenkte Medienlandschaft kopfüber. Da werden ellenlange Artikel in Zeitungen und endlose Diskussionen im TV ausgetragen. Klar sollten gerade Wir bei der Thematik sehr sensitiv sein - aber ich habe Null Sorge das die wenigen gewaltbereiten hirnverbrannte Nazi-Idioten unseren Rechtsstaat kippen könnten. Bei radikalen islamischen Gruppierungen habe ich schon eher Bauchschmerzen.

Aktuell wird in den Medien Mali kurz beleuchtet. Als die Greueltaten der drei Bekloppten bei uns zum Thema wurden, wurde in Mali aber schon lange fleissig in ganz anderen Still gemordet. Und gegen den Massenmord gegenüber der schwarzafrikanischen christlichen Bevölkerung war schon damals die Zwickie-NSU Pippikram. Egal, für unsere Führung waren ein paar Morde eben tausendmal wichtiger - als zig. tausend "NEGER" - Kinder, Frauen, Männer.

Und es auch viel einfacher, sich als Gutmensch, über die Greultaten von 3 A-Löchern weiter den Mund fusselig zu reden, als aktiv mit der Bundeswehr einen grausamen Völkermord zu verhindern.

Ich schäme mich Deutscher zu sein - nicht weil die damalige Nazi Herrschaft für den Tod so vieler unschuldiger Menschen verantwortlich war - sondern das uns die Diskussion über Nazis, Symbole unendlich viel wichtiger ist - als im Hier und Jetzt Menschen zu helfen. Die Franzmänner haben wenigstens noch Eier. Wer sich über Nazi NSU aufregt, aber auf keinen Fall einen Bundeswehreinsatz in echten Kriesenherden befürwortet - um wirklich viele unschuldige Kinder, Frauen zu retten - ist für mich das Allerletzte. Und da die meisten bei uns wohl so denken - muß ich mich für uns richtig dolle schämen.


16.01.2013 08:42 Uhr - Flavastulta
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16.01.2013 02:28 Uhr schrieb spobob13
Ist schon traurig, wenn ein Verleger so einen Unsinn macht. Wer weiss aber schon welche Beweggründe oder gar Druck von aussen Ihn dazu bewegt haben.


Die Beweggründe und der Sinn hinter dieser Entscheidung sind im Kommentarbereich hinreichend erläutert worden, tu nicht so, als wäre das völlig willkürlich geschehen, nur um mal über irgendwas meckern zu können.

Die Schere im Kopf - ich denke sie ist von unserer politischen Führung und den nachgeschalteten aus unseren Geldern unfreiwillig bezahlten Staatsaufsichtorganen - schlicht gewollt - und wer nicht pariert wird eben flux verboten.


Die "politische Führung" hatte damit nichts zu tun und es wurde auch nichts verboten. Dich vorher zu informieren und nicht blind drauf los zu schlagen wäre für alle vorteilhaft.

George Orwell 1984 läßt schön grüßen.


Auch habe ich bereits ausführlich erläutert, warum das hier nichts mit den in 1984 geschilderten Zuständen zu tun hat. Lies den Kommentarbereich.

Es gibt genügend Dinge in der Welt die wirklich mies laufen - wo echter Handlungsbedarf besteht.


Sicher richtig, aber das hat mit dem Thema nichts zu tun.

16.01.2013 09:28 Uhr - Wurstkopp
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Oh, Mann. Ich habe lese hier seit 10 Jahren jeden Tag mit, was hier abgeht nötigt mich nun doch mal zu eigener Aktivität. Ich kann gar nicht wirklich glauben, dass hier wirklich irgendjemand so anderer Meinung als Flavastulta ist. Das strike Anti-Zensur-Dogma, dass hier einige blind zu befolgen scheinen, erinnert stark an die Haltung der Republikaner in der mal wieder aktuellen Waffen-Debatte in den USA. Einem offensichtlichen Übel wird mit den immer gleichen Phrasen von wegen Bürgerrechts-Beschränkung begegnet. Und dabei geht es hier noch nicht mal um Zensur! Es geht ausschließlich um eine alternative Fassung eines Buches, die neben der alten, mit mittlerweile als rassistisch eingestuften Wörtern versehenen Fassung koexistiert.

Es kann doch nicht wahr sein, dass allen Ernstes Gesprächsbedarf darüber herrscht, was Leute - und als wohl konkretestes Bespiel seien hier insbesondere farbige Leute genannt, ihren Kindern vorlesen dürfen? Hallo?

16.01.2013 09:42 Uhr - Wurstkopp
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PS: Wenn plötzlich eine von Sam Raimi ausdrücklich nicht autorisierte, aber 20 blutige Minuten längere Fassung von "Tanz der Teufel" auf den Markt käme, gäbe es keine derartige Diskussion.

16.01.2013 10:31 Uhr - Fidelio
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Wenn man sich diesen Thread mal ansieht, fällt die absolute Intoleranz einiger Poster gegenüber den unterschiedlichen Meinungen auf. Kann man Meinungen, die sich von der eigenen unterscheiden, nicht einfach stehen lassen, anstatt sie - wie es insbesondere Flavastulta tut - umgehend zu "verbessern" bzw. abfällig zu kommentieren? Ich lese nur "hab ich bereits erklärt", "hat mit dem Thema nichts zu tun", "es wäre vorteilhaft sich vorher zu informieren", "nur um über irgendetwas zu meckern", etc. Wenn man die Meinung anderer nicht einfach stehen lassen kann, so wie sie ist, dann kann man sich ja als Moderator dieses Threads bewerben. Ungefragt den Erklär-Bären zu spielen, halte ich für anmaßend und unangebracht.

Der Titel dieses Threads heißt nun mal "Die kleine Hexe wird politisch korrekter - Um Eltern das Erklären zu ersparen, wird das Kinderbuch zensiert" und der letzte Satz "Problem totgeschwiegen. Problem gelöst." Für manche Menschen ist das eben Zensur - für andere scheinbar nicht.

Ich bin übrigens mit dem Kinderbuch "Zehn kleine Negerlein" aufgewachsen. Das wurde meines Wissens nach bis 1999 veröffentlicht und hat z. B. bei Amazon die folgende Rezension bekommen:

"10 kleine Negerlein...da waren's nur noch 9..."
Auf jeder der zehn stabilen Pappseiten ist ein Negerlein weniger zu sehen. Immer ein Negerlein verschwindet, weil es sich verletzt hat o.Ä. Doch auf der letzten Seite sind alle 10 wieder versammelt. Ein sehr schönes Bilderbuch mit zauberhaften Zeichnungen und einer netten, einfachen Reimgeschichte, die wiederkehrende Passagen enthält. Absoluter Klassiker, immer wieder schön!

Dad bleibt einem doch die Spucke weg, oder?

16.01.2013 11:24 Uhr - Wurstkopp
Wenn es um die Frage ginge, ob das Remake von Film XY ein sinnvoller Move von Regisseur XY ist, ist der Erklär-Bär sicherlich unangebracht. Die auffällige Häufigkeit der Posts zu diesem Thema beweist aber ja schon die Andersartigkeit und Brisanz dieses Themas. Und wenn Leute schlichtweg schlecht argumentieren, ist es das gute Recht des Kontrahenten das so herauszustellen.

Was die ganze Zeit übersehen wurde ist die Tatsache, dass es sich gar nicht um Zensur handelte. Man schrie "Zensur" und das wurde dann einfach so als Axiom übernommen. Und das ist ganz einfach nicht richtig. Der Sinn des Buches wird nicht verändert, es wird nichts gekürzt, nichts dazuinterpretiert, die alte Version wird nicht verboten, es steht jedem Verlag frei auch weiterhin die alte Version abzudrucken, es steht jedem frei die alte Version weiter zu erwerben, zu besitzen und weiterzuverbreiten. Allein die Ausgabe eines einzigen Verlags ist jetzt nicht mehr mit rassistischen Wörtern durchsetzt.

Man könnte fast glauben, dass einige User hier die alten, rassistischen Bezeichnungen vermissen...

Ich erinnere mich an die Begebenheiten in "Clerks 2", wo Randal versucht die rassistische Bezeichnung "porchmonkey" zu "retten".

16.01.2013 11:34 Uhr - Fidelio
Zitat: "Und wenn Leute schlichtweg schlecht argumentieren, ist es das gute Recht des Kontrahenten das so herauszustellen."

Toleranz ist für mich aber auch, über so etwas hinwegzusehen.

16.01.2013 12:01 Uhr - Hazy
Oha, die Diskussion läuft ja immernoch munter weiter. Dann möchte ich mal einen völlig neuen Ansatz einbringen.
Klingt jetzt vielleicht erst mal provokant, aber wäre es nicht am Besten, wenn die Schwarzen sich einfach mit dem N-Wort anfreunden könnten - die Sache also wirklich gelassener sehen? Besser als Wörter einfach so streichen, wäre es doch einfacher den negativen Beigeschmack zu streichen.
Schwul z.B. galt lange Zeit als Schimpfwort. Heute allerdings sagen Homosexuelle voller Stolz, dass sie schwul sind. Ebenso galt Hexe lange Zeit als Beleidigung.
Will sagen, es ist und bleibt nur eine Aneinanderreihung diverser Buchstaben, die je nach Verwendung gut oder schlecht gemeint sein kann.

16.01.2013 12:02 Uhr - Amok-666
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Kurzer Nachtrag: Dumb4life hat es nun sogar in den NanaOne Livestream geschaft.
Gratulation!Bitte tauch doch ab sofort öfter auf um uns mit deinen Weisheiten zu erheitern.Danke!

http://de.twitch.tv/gebbi/b/357312885
Ab min. 8:05 ca.

16.01.2013 12:17 Uhr - Wurstkopp
16.01.2013 12:01 Uhr schrieb Hazy

Klingt jetzt vielleicht erst mal provokant, aber wäre es nicht am Besten, wenn die Schwarzen sich einfach mit dem N-Wort anfreunden könnten - die Sache also wirklich gelassener sehen?


Gute Idee, Minoritäten sollten sich wirklich mal langsam etwas in Toleranz gegenüber der Majorität üben. Dann können wir auch endlich wieder nach Herzenslust "Kümmeltürke", "Fidschi" und "Schlitzauge" sagen.

16.01.2013 12:32 Uhr - Hazy
Das hat nix mit Toleranz zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass man so vermeintlichen Schimpfwörtern die Luft aus den Segeln nimmt.

Das Wörtchen "Kümmeltürke" hat übrigens auch nichts mit dem Gewürz zu tun, sondern kommt von dem umgangssprachlichen Wort "kümmeln", was soviel wie arbeiten heißt. Und da die ersten Türken als GastARBEITER nach Deutschland geholt wurden, war dies einfach nur eine (wenn auch etwas abfällige) Bezeichnung für einen Menschen aus der Türkei, der in Deutschland arbeitet.

Wie auch immer, es ist nunmal so, dass ein gebräuchliches Wort viel schneller zu einem Schimpfwort werden kann, als umgekehrt. Dies gilt es zu verhindern, sonst haben wir wirklich bald eine ewige Liste "böser Wörter".

Übrigens werden wir Mitteleuropäer von den Ostasiaten auch gerne als "Großnasen" bezeichnet. Sollte ich mich jetzt darüber aufregen? Ist es mir nicht wert.

16.01.2013 12:34 Uhr - Flavastulta
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@Fidelio:

Selbstverständlich will ich niemandem seine persönliche Meinung nehmen. Aber gerade auf einer Website, die sich auf Grundlage der Meinungsfreiheit gegen Zensur ausspricht muss es zwingend erlaubt sein, begründete, kontroverse Meinungen zu vertreten. Mein Ziel ist es nicht, andere Leute persönlich anzugreifen oder ihnen ihre eigene Meinungen zu nehmen. Aber wenn hier dargestellte Meinungen in meinen Augen auf Uninformiertheit, logischen Trugschlüssen, vorgefassten Verallgemeinerungen und Nichtbeachtung des Kontext beruhen sehe ich nicht, wieso ich nicht mit den Leuten, die diese Meinungen vertreten, darüber sachlich diskutieren sollte. Wenn du es jedoch für unangebracht hältst, "den Erklärbären zu spielen", dann frage ich mich, wozu der Kommentarbereich gut sein soll. Dazu, damit sich alle immer wieder gegenseitig bestätigen können, wie recht sie doch haben, ohne dass es erwünscht ist, eine andere Meinung einzubringen? Das ist wahrscheinlich nicht das, was du sagen willst, aber so liest sich dein Beitrag.

@Hazy:

Eine Gesellschaft, in der sich niemand mehr durch irgendetwas diskriminiert fühlen muss ist sicher erstrebenswert. Leider ist diese Gesellschaft heute nicht Realität, und "Hört einfach auf, euch beleidigt zu fühlen" ist kein Argument dafür, weiter diskriminierende Begriffe zu verwenden.

16.01.2013 12:44 Uhr - Hazy
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Eine Gesellschaft, in der sich niemand mehr durch irgendetwas diskriminiert fühlen muss ist sicher erstrebenswert. Leider ist diese Gesellschaft heute nicht Realität, und "Hört einfach auf, euch beleidigt zu fühlen" ist kein Argument dafür, weiter diskriminierende Begriffe zu verwenden.


Wieso soll das nicht klappen? Bei den Schwulen hat es ja auch funktioniert. Es ist nunmal ein Entwicklungsprozess, der einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Was jetzt passiert ist dafür allerdings äußerst kontroproduktiv.
Überleg doch mal selber. Wie du ja aus diversen Meinungen hier im Threat herauslesen kannst, haben viele das Wort Neger benutzt ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass sich möglicherweise jemand beleidigt fühlt, ergo es auch nicht in beleidigender Form missbraucht. Durch diese Gutmenschendiskussion wird das Wort wieder in eine eindeutig negative Ecke gerückt, sodass der ein oder andere Betroffene sich von nun an beleidigt fühlt, bzw. fühlen muss, weil es die Gesellschaft so auslegt.
Ich kann zum 1000sten Mal nur wieder auf meinen schwarzen Kumpel verweisen, der diesen Prozess, des Beleidigseins bereits lange hinter sich gelassen hat.

16.01.2013 12:47 Uhr - Fidelio
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Zitat Flavastulta: ...in meinen Augen auf Uninformiertheit, logischen Trugschlüssen, vorgefassten Verallgemeinerungen und Nichtbeachtung des Kontext beruhen...

Genau - in DEINEN Augen. Vielleicht habe ich es ja nicht mitbekommen und Du bist hier der Threadmoderator. Eventuell kannst es ja nicht anders und musst überall Deinen Senf dazugeben aber von Toleranz und Verständins zeugen Deine Beiträge leider nicht.

Wenn man seine kontroverse Meinung aber immer wieder herunterbetet, wird es irgendwann einmal langweilig und es kommt ein so aufgeblähter Thread, wie dieser hier heraus.

16.01.2013 12:48 Uhr - Amok-666
@Hazy bzw. @Wurstkopp
Das ist leider vollkommen falsch mit Kümmeltürken wurden /bzw. werden (ab dem 18.Jahrhundert) Leute aus meiner Stadt bezeichnet.Das hat absolut nix mit irgendwelchen Gastarbeitern zutun und ist explizit auf Deutsche bezogen.
Hat was mit dem Gewürzanbau in der nähe der Uni zutun.
Falls du mir nicht glaubst jage "Kümmeltürke" mal durch eine Internetsuchmaschine deiner Wahl.^^

16.01.2013 12:54 Uhr - Hazy
Oh, da habe ich wirklich über Jahrzehnte etwas falsches geglaubt. Asche auf mein Haupt und danke für die Belehrung. Da soll mal einer sagen, hier könne man nichts lernen.

16.01.2013 12:57 Uhr - Flavastulta
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16.01.2013 12:44 Uhr schrieb Hazy
Wieso soll das nicht klappen? Bei den Schwulen hat es ja auch funktioniert. Es ist nunmal ein Entwicklungsprozess, der einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Was jetzt passiert ist dafür allerdings äußerst kontroproduktiv.


Natürlich kann das klappen, das ist heute aber nicht so. Und es geht um ein Buch für heute. Vielleicht ist in 100 Jahren Neger ein ganz neutrales Wort und niemand fühlt sich dadurch beleidigt. Vielleicht gibt es das Wort in 100 Jahren auch nicht mehr (worunter die Deutsche Sprache nun wirklich nicht leiden würde). Jedoch geht es darum, ein Buch neuaufzulegen, dass den heutigen gesellschaftlichen Normen entsprechen soll und nicht denen, die wir vielleicht mal haben könnten.

Überleg doch mal selber. Wie du ja aus diversen Meinungen hier im Threat herauslesen kannst, haben viele das Wort Neger benutzt ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass sich möglicherweise jemand beleidigt fühlt, ergo es auch nicht in beleidigender Form missbraucht. Durch diese Gutmenschendiskussion wird das Wort wieder in eine eindeutig negative Ecke gerückt, sodass der ein oder andere Betroffene sich von nun an beleidigt fühlt, bzw. fühlen muss, weil es die Gesellschaft so auslegt.


Du stellst es so dar, als wäre es eigentlich ein normales Wort, dass jetzt aufgrund unberechtigter, dünnhäutiger Empörung dämonisiert wird. Du verkennst jedoch, dass das Wort seit Jahrzehnten in einer negativen Ecke steht und dass jetzt darauf reagiert wird, nicht umgekehrt. Dass du das ganze als Gutmenschendiskussion bezeichnest zeigt aber bereits, dass du die Situation nicht neutral, sondern nach deinem persönlichen Weltbild beurteilst, das aber nicht für alle gilt.

Ich kann zum 1000sten Mal nur wieder auf meinen schwarzen Kumpel verweisen, der diesen Prozess, des Beleidigseins bereits lange hinter sich gelassen hat.


Solange dein Freund nicht als Vertreter und Sprecher einer gesamten ethnischen Gruppe auftritt ist es zwar schön für ihn, dass er über solche Diskriminierungen erhaben ist (und das meine ich wirklich ernst), jedoch kannst du diese Anekdote nicht der Realität entgegensetzen, in der das Wort Neger weiterhin diskriminierend verwendet und, was viel wichtiger ist, aufgefasst wird.

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@Fidelio

Du bist herzlich eingeladen, so wie jeder andere, mich argumentativ davon zu überzeugen, dass meine Ansicht bezüglich dieser Meinungen falsch sind. Aber einfach zu sagen, ich solle nicht meinen Senf dazugeben, weil dir meine Meinung nicht gefällt und der Thread dadurch so aufgebläht wird, scheint mir nicht im Sinne der Meinungsfreiheit zu sein.

Letztendlich kannst du auch deinem eigenen Rat folgen und meine Meinung einfach tolerieren, ohne deine eigene Ansicht dazu einzubringen. Ich persönlich würde eine solche "Empfehlung" jedoch nicht aussprechen.

16.01.2013 12:58 Uhr - Amok-666
@Hazy
Kein Problem,ich helfe doch gerne!:-)

16.01.2013 13:16 Uhr - Fidelio
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Zitat Flavastulta: Aber einfach zu sagen, ich solle nicht meinen Senf dazugeben, weil dir meine Meinung nicht gefällt und der Thread dadurch so aufgebläht wird, scheint mir nicht im Sinne der Meinungsfreiheit zu sein.

Er kann es echt nicht anders: Wo habe ich denn bitteschön gesagt, dass mir Deine Meinung nicht passt? Ich habe sie nur in diesem Thread schon bis zum Erbrechen gelesen. Was mir an Deinen Postings nicht passt, ist das überhebliche sich aufspielen als Threadmoderator und die Versuche, anderen ihre Meinung zu erklären. Polemik ist oft leider absolut unangebracht und Du machst fast ausschließlich davon Gebrauch.

16.01.2013 13:21 Uhr - Hazy
Dass du das ganze als Gutmenschendiskussion bezeichnest zeigt aber bereits, dass du die Situation nicht neutral, sondern nach deinem persönlichen Weltbild beurteilst, das aber nicht für alle gilt.

Natürlich habe ich ein persönliches Weltbild. Du mit Sicherheit auch. Wäre ja auch seltsam, wenn dem nicht so wäre.
Vielleicht ist in 100 Jahren Neger ein ganz neutrales Wort und niemand fühlt sich dadurch beleidigt. Vielleicht gibt es das Wort in 100 Jahren auch nicht mehr (worunter die Deutsche Sprache nun wirklich nicht leiden würde).

Ich betrauere jedes Wort, welches (aus welchen Gründen auch immer) aus der Sprache verschwunden ist. Ich lese gerne alte/antike deutsche Texte und stoße immer wieder auf schöne, wohlklingende Wörter, die heutzutage leider nicht mehr gebräuchlich sind.
Solange dein Freund nicht als Vertreter und Sprecher einer gesamten ethnischen Gruppe auftritt ist es zwar schön für ihn, dass er über solche Diskriminierungen erhaben ist (und das meine ich wirklich ernst), jedoch kannst du diese Anekdote nicht der Realität entgegensetzen, in der das Wort Neger weiterhin diskriminierend verwendet und, was viel wichtiger ist, aufgefasst wird.

Es erscheint mir unmöglich, dass es einen Sprecher geben kann, der wirklich eine ganze ethnische Gruppe vertreten kann. Jede Gruppe besteht nunmal aus Individuen.
Es ist ja auch nicht so, dass die (sehr große) Gruppe der Afrikastämmigen gegen das Buch protestiert hat. Ich denke mal, den meisten ist es einfach egal.

16.01.2013 13:26 Uhr - Wurstkopp
16.01.2013 12:48 Uhr schrieb Amok-666
@Hazy bzw. @Wurstkopp
Das ist leider vollkommen falsch mit Kümmeltürken wurden /bzw. werden (ab dem 18.Jahrhundert) Leute aus meiner Stadt bezeichnet.Das hat absolut nix mit irgendwelchen Gastarbeitern zutun und ist explizit auf Deutsche bezogen.


Es ging niemandem um die Herkunft des Wortes. Ich werde auch nicht darüber diskutieren, ob das Wort "Kümmeltürke" heute eine rassistische Bedeutung hat. Wenn du versuchen willst diesen Worten ihre rassistische Bedeutung zu nehmen und wieder in den allgemeinen Sprachgebrauch zu integrieren, wünsche ich dir trotzdem viel Glück. :)



16.01.2013 13:27 Uhr - Flavastulta
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@ Fidelio:

16.01.2013 12:57 Uhr schrieb Flavastulta
Du bist herzlich eingeladen, so wie jeder andere, mich argumentativ davon zu überzeugen, dass meine Ansicht bezüglich dieser Meinungen falsch sind.


Du nutzt keine Argumente, sondern wirfst mir vor, mich als Moderator aufzuspielen, weil ich die Meinung von 90% der Leute hier angreife und durch den vielen Gegenwind sehr aktiv bin. Außerdem wirfst du mir vor, fast ausschließlich Polemik zu gebrauchen (was nicht stimmt, die gebrauche ich zugegebenermaßen nur sehr selten ;) ), ohne sachlich gegen mich zu argumentieren. Letztendlich zielst du darauf ab, dass ich nur Blödsinn von mir gebe (wofür der Beweis noch aussteht), und dass ich es vielleicht besser ganz lassen sollte, hier zu posten. Erneut muss ich sagen, dass mir das nicht im Sinne der Redefreiheit zu sein scheint.

16.01.2013 13:36 Uhr - Fidelio
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Zitat Flavastulta: Letztendlich zielst du darauf ab, dass ich nur Blödsinn von mir gebe (wofür der Beweis noch aussteht), und dass ich es vielleicht besser ganz lassen sollte, hier zu posten.

Schon wieder willst Du mir mein Posting erklären und legst mir Worte in den Mund, die ich nicht gesagt habe. Wenn Du keine andere Meinung neben Deiner kommentarlos tolerieren kannst, musst Du Dir auch gefallen lassen, wenn man Dich darauf hinweist. Redefreiheit heisst nun auch, dass man die Freiheit hat mal zu schweigen.

16.01.2013 13:39 Uhr - Flavastulta
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16.01.2013 13:21 Uhr schrieb Hazy
Natürlich habe ich ein persönliches Weltbild. Du mit Sicherheit auch. Wäre ja auch seltsam, wenn dem nicht so wäre.


Natürlich, aber ich argumentiere nicht mit meinem Weltbild. In deinem Weltbild sind die Leute, die sich über das Wort aufregen, scheinbar "Gutmenschen", wenn ich das richtig verstanden habe. Das ist so, als würde ich ein anderes Weltbild haben (wobei ich nicht von mir rede) und sagen, alle Menschen, die da Neger stehen haben wollen sind Rassisten.

Ich betrauere jedes Wort, welches (aus welchen Gründen auch immer) aus der Sprache verschwunden ist. Ich lese gerne alte/antike deutsche Texte und stoße immer wieder auf schöne, wohlklingende Wörter, die heutzutage leider nicht mehr gebräuchlich sind.


Ist natürlich auch nur übertrieben und beispielhaft dargestellt, du kannst heutzutage keine Worte so einfach verschwinden lassen. Ansonsten schließe ich mich dem vorbehaltlos an.

Es erscheint mir unmöglich, dass es einen Sprecher geben kann, der wirklich eine ganze ethnische Gruppe vertreten kann. Jede Gruppe besteht nunmal aus Individuen.
Es ist ja auch nicht so, dass die (sehr große) Gruppe der Afrikastämmigen gegen das Buch protestiert hat. Ich denke mal, den meisten ist es einfach egal.


Genau so ist es, und dein Freund ist "nur" ein Individuum, und seine positive Einstellung ist nicht die aller Individuen der Gruppe. Darum ist es nicht wirklich sinnvoll zu argumentieren, dass dein Freund eine gewisse Einstellung hat und alle anderen Leute die dann wohl auch annehmen könnten.
Ob es den Leuten nun bis jetzt egal war, kann ich nicht beurteilen. Einige wussten das vlt nicht, einigen war es vlt egal, einige haben das Buch deshalb vlt gemieden, um das sagen zu können liegen uns nun wirklich keine Daten vor.

16.01.2013 13:43 Uhr - Flavastulta
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16.01.2013 13:36 Uhr schrieb Fidelio
Schon wieder willst Du mir mein Posting erklären und legst mir Worte in den Mund, die ich nicht gesagt habe. Wenn Du keine andere Meinung neben Deiner kommentarlos tolerieren kannst, musst Du Dir auch gefallen lassen, wenn man Dich darauf hinweist. Redefreiheit heisst nun auch, dass man die Freiheit hat mal zu schweigen.


Entschuldige bitte, aber wenn du sowas schreibst, was soll ich daraus anderes ableiten, als dass du es aus irgendwelchen Gründen als unerwünscht empfindest, dass ich hier etwas bestimmtes oder überhaupt irgendwas schreibe?

16.01.2013 13:54 Uhr - Amok-666
@Wurstkopp
Also entschuldige Bitte aber in meiner Stadt ist das immer noch allgemeiner Sprachgebrauch und das nunmal seit über 200 Jahren,also warum sollte ich versuchen das wieder zu integrieren wen es nie verschwunden war?
Und es ist immer noch explizit auf Deutsche bezogen und nicht auf irgendjemand anders!
Aber belassen wir es dabei....

16.01.2013 13:54 Uhr - Wurstkopp
16.01.2013 13:39 Uhr schrieb Flavastulta
Das ist so, als würde ich ein anderes Weltbild haben (wobei ich nicht von mir rede) und sagen, alle Menschen, die da Neger stehen haben wollen sind Rassisten.


Tatsache ist, dass alle Rassisten da "Neger" stehen haben wollen. Allein das würde mich persönlich schon sehr nachdenklich machen.

16.01.2013 13:54 Uhr schrieb Amok-666
@Wurstkopp
Also entschuldige Bitte aber in meiner Stadt ist das immer noch allgemeiner Sprachgebrauch und das nunmal seit über 200 Jahren,also warum sollte ich versuchen das wieder zu integrieren wen es nie verschwunden war?
Und es ist immer noch explizit auf Deutsche bezogen und nicht auf irgendjemand anders!
Aber belassen wir es dabei....


Ok, in dem Zusammenhang kannte ich das Wort einfach noch nicht. Ich weiß nur, dass in den Städten, in denen ich bisher gewohnt habe, das Wort rassistisch belegt ist, und zwar ganz klar gegen Türken oder Leute mit türkischem Migrationshintergrund.


16.01.2013 13:57 Uhr - Flavastulta
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16.01.2013 13:54 Uhr schrieb Wurstkopp
16.01.2013 13:39 Uhr schrieb Flavastulta
Das ist so, als würde ich ein anderes Weltbild haben (wobei ich nicht von mir rede) und sagen, alle Menschen, die da Neger stehen haben wollen sind Rassisten.


Tatsache ist, dass alle Rassisten da "Neger" stehen haben wollen. Allein das würde mich persönlich schon sehr nachdenklich machen.


Durchaus möglich, dass alle Rassisten da Neger stehen haben wollen. Aber nicht alle, die da Neger stehen haben wollen, sind Rassisten ;)

16.01.2013 14:00 Uhr - Hazy
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In deinem Weltbild sind die Leute, die sich über das Wort aufregen, scheinbar "Gutmenschen", wenn ich das richtig verstanden habe. Das ist so, als würde ich ein anderes Weltbild haben (wobei ich nicht von mir rede) und sagen, alle Menschen, die da Neger stehen haben wollen sind Rassisten.

Ok, dazu muss ich sagen, dass ich den Begriff "Gutmensch" durchaus abwertend meine und zwar aus folgendem Grund: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich diese Leute gerne wichtig machen wollen, indem sie Probleme anderer bekämpfen wollen, die eben diese Anderen ohne sie gar nicht hätten. Das hat jetzt nicht zwangsläufig nur etwas mit der Negerdiskussion zu tun. Ich habe einige Jahre in einer Stadt verbracht, wo es für jedes Problemchen mindestens 3 verschiedene Bürgerinitiativen gab, die nichts besseres zu tun hatten eben diese Problemchen derart hochzuspielen, bis sie zu waschechten Problemen mutierten.
Mein schwarzer Kumpel, Steve, hat auch einige schwarze Freunde, die ich zwar nicht zu meinem Freundeskreis zähle, aber durchaus zu meinem Bekanntenkreis. Keiner von ihnen hat ein Problem mit dem Wort Neger. Im Gegenteil titulieren sie sich gegenseitig immer mal wieder mit dem noch böseren Wort "Nigger". Ich kann also aus eigener Beobachtung berichten, ich kenne insgesamt 7 Schwarze, die diese Diskussion eher albern finden würden. Andererseits kenne ich nicht einen, der sich von dem Wort beleidigt fühlt.
Klar reicht das nicht für eine statistische Erhebung aus, aber so kommt mein Weltbild eben zustande. Deshalb kann ich auch nur in diese Richtung argumentieren.

16.01.2013 14:04 Uhr - Wurstkopp
16.01.2013 13:57 Uhr schrieb Flavastulta
Durchaus möglich, dass alle Rassisten da Neger stehen haben wollen. Aber nicht alle, die da Neger stehen haben wollen, sind Rassisten ;)


So wars gemeint. ;)

16.01.2013 14:08 Uhr - Wurstkopp
16.01.2013 14:00 Uhr schrieb Hazy
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich diese Leute gerne wichtig machen wollen, indem sie Probleme anderer bekämpfen wollen, die eben diese Anderen ohne sie gar nicht hätten. Das hat jetzt nicht zwangsläufig nur etwas mit der Negerdiskussion zu tun.


Aber AUCH? Dass hieße, dass sich der Rassismus am besten bekämpen ließe, wenn man einfach rumsitzt und in der Nase bohrt? Oder dass es ihn am Ende gar nicht gibt? Er ist eine Einbildung der Weißbrote? :D

16.01.2013 14:17 Uhr - Flavastulta
16.01.2013 14:00 Uhr schrieb Hazy
Ok, dazu muss ich sagen, dass ich den Begriff "Gutmensch" durchaus abwertend meine und zwar aus folgendem Grund: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich diese Leute gerne wichtig machen wollen, indem sie Probleme anderer bekämpfen wollen, die eben diese Anderen ohne sie gar nicht hätten. Das hat jetzt nicht zwangsläufig nur etwas mit der Negerdiskussion zu tun. Ich habe einige Jahre in einer Stadt verbracht, wo es für jedes Problemchen mindestens 3 verschiedene Bürgerinitiativen gab, die nichts besseres zu tun hatten eben diese Problemchen derart hochzuspielen, bis sie zu waschechten Problemen mutierten.
Mein schwarzer Kumpel, Steve, hat auch einige schwarze Freunde, die ich zwar nicht zu meinem Freundeskreis zähle, aber durchaus zu meinem Bekanntenkreis. Keiner von ihnen hat ein Problem mit dem Wort Neger. Im Gegenteil titulieren sie sich gegenseitig immer mal wieder mit dem noch böseren Wort "Nigger". Ich kann also aus eigener Beobachtung berichten, ich kenne insgesamt 7 Schwarze, die diese Diskussion eher albern finden würden. Andererseits kenne ich nicht einen, der sich von dem Wort beleidigt fühlt.
Klar reicht das nicht für eine statistische Erhebung aus, aber so kommt mein Weltbild eben zustande. Deshalb kann ich auch nur in diese Richtung argumentieren.


Das ist alles nachvollziehbar und das will ich dir auch nicht absprechen. Manchmal schießen alle Leute übers Ziel hinaus, auch die, die es gut meinen, das ist völlig richtig. Das unvermeidliche Aber ist, dass du die hier nur auf Basis deiner eigenen Erfahrungen etwas beurteilst, den Gesamtzusammenhang jedoch nicht über deine persönliche Erfahrung hinaus mitbewertest. Das deine eigenen Erlebnisse deine Meinung beeinflussen ist völlig normal und erstmal nichts schlimmes, wenn es jedoch darum geht, ein gesellschaftspolitisches Thema zu bewerten muss man sich aus dieser engen Sicht lösen und mehr Faktoren hinzuziehen als die eigene Erfahrung. Und das sage ich, ohne dir etwas vorwerfen oder dich verurteilen zu wollen. Ich will dir lediglich aufzeigen, dass deine Argumente zum Teil von eigenen Erlebnissen geprägt werden und darum nicht unbedingt allgemeingültig angewendet werden können.

@Wurstkopp:

Das ist mir durchaus bewusst, ich wollte mich nur nochmal dagegen absichern, dass jetzt ein Shitstorm losbricht, weil ich fast alle hier als Rassisten bezeichnet hätte...

16.01.2013 14:25 Uhr - Hazy
Dass hieße, dass sich der Rassismus am besten bekämpen ließe, wenn man einfach rumsitzt und in der Nase bohrt? Oder dass es ihn am Ende gar nicht gibt? Er ist eine Einbildung der Weißbrote? :D

Natürlich nicht. Rassismus ist, war und bleibt scheiße - egal wo auf der Welt. Aber niemand wird wegen so einem Wort zum Rassisten, und kein Rassist wird sich durch das Streichen eines solchen Wortes von seiner schwachsinnigen Ideologie abbringen lassen.
Was ich ursprünglichen sagen wollte, war etwas gänzlich anderes.
Lass es mich an einem Beispiel einer anderen Diskussion hier im Forum erklären: Vor einigen Jahren wurde ein Plattencover der Scorpions wegen angeblicher Kinderpornographie verboten. Diese LP war so betagt, dass kein Hahn mehr danach krähte. Erst durch die Beschlagnahme und die darauf folgenden Diskussionen wurde es wieder aus der ein oder anderen verstaubten Plattensammlung gefischt, erreichte bei Ebay Höchstpreise und wurde überall abgebildet. Das darauf abgebildete Kind (das man ja schützen wollte), wurde somit nach vielen Jahren wieder in den Fokus gerückt.
Genau das gleiche passiert, wenn man Begriffe, die für viele ihre ursprünglich negative Bedeutung bereits verloren haben, plötzlich verdammt und mit der Rassismuskeule drauf haut. Will sagen, der ein oder andere Jungnazi hat jetzt eine neue Beleidigung gefunden, die er vorher vielleicht gar nicht wahrgenommen hat. Immerhin hat diese Brut noch Beleidigungen ganz anderer Art auf Lager.

16.01.2013 14:38 Uhr - Flavastulta
16.01.2013 14:25 Uhr schrieb Hazy
Natürlich nicht. Rassismus ist, war und bleibt scheiße - egal wo auf der Welt.


Dem stimme ich zu. Wer auch nicht.

Aber niemand wird wegen so einem Wort zum Rassisten, und kein Rassist wird sich durch das Streichen eines solchen Wortes von seiner schwachsinnigen Ideologie abbringen lassen.


Niemand wird zum perversen Folterer, wenn er de Sades 120 Tage von Sodom liest. Und kein perverser Folterer wird sich davon abbringen lassen, einer zu sein, wenn die entsprechenden Szenen (naja, 98% des Textes) aus dem Buch gestrichen werden. Trotzdem ist es für Kinder, um die es letztendlich immer noch geht, ungeeignet, ebenso, wie es heute das Wort Neger ist, denn...

Genau das gleiche passiert, wenn man Begriffe, die für viele ihre ursprünglich negative Bedeutung bereits verloren haben, plötzlich verdammt und mit der Rassismuskeule drauf haut.


... du liegst immer noch falsch mit der Annahme, dass der Begriff Neger für die Allgemeinheit und für die so Bezeichneten seine negative Bedeutung verloren habe. Auch wenn du 7 Leute kennst, bei denen das der Fall ist, stehen diese nicht für die Allgemeinheit, wie du sicher selbst einsiehst.

16.01.2013 14:48 Uhr - Hazy
1x
Ich kenne nicht 7 Leute, die nichts Negatives an dem Wort sehen, sondern 7 Betroffene. Das ist meines Erachtens nach ein großer Unterschied. Ich behaupte auch nicht, das Wort hätte jeden negativen Touch verloren, aber ich behaupte es war dem besten Weg dorthin.

Aber wir drehen uns da schon ein wenig im Kreis. Ich kann deine Argumentation bedingt nachvollziehen, du die meinige wahrscheinlich auch, aber einen Konsenz werden wir wohl nicht finden. Lassen wir es einfach mal darauf beruhen, bevor die Sache eskaliert. ;)
Immerhin sind wir uns einig, dass Rassismus nicht weiter als brauner Dreck ist.

So long

16.01.2013 15:02 Uhr - Flavastulta
16.01.2013 14:48 Uhr schrieb Hazy
Ich kenne nicht 7 Leute, die nichts Negatives an dem Wort sehen, sondern 7 Betroffene. Das ist meines Erachtens nach ein großer Unterschied.


So habe ich das auch gemeint, aber unklar formuliert, meine Schuld.

Immerhin sind wir uns einig, dass Rassismus nicht weiter als brauner Dreck ist.


Da gibts ja nun wirklich nichts dran zu rütteln :D

16.01.2013 15:10 Uhr - Wurstkopp
Word. :)

16.01.2013 16:17 Uhr - deNiro
2x
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Also ich finde.. nein, nur Spaß;)))

16.01.2013 16:25 Uhr - SPUTNIK
2x
Ich halte diese Umdeutungen sogar für gefährlich.

Nehmen wir das Beispiel des Wilhelm Busch Gedichts das hier jemand gebracht hat.
Eindeutig antisemitisch.
Ändere ich den Text, wird der Inhalt "belanglos", eine kritische Hinterfragung warum wieso weshalb das damals so geschrieben wurde, findet nicht mehr statt.
Der gesellschaftliche Antisemitismus der damals herrschte wird damit quasi nicht-existent gemacht.

Wenn man wollte, kann man mit diesem Ansatz selbst "Mein Kampf" auf einen aktuellen Stand bringen...gefährlich.

16.01.2013 16:33 Uhr - deNiro
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@Sputnik

Interessanter Punkt!

16.01.2013 16:38 Uhr - deNiro
1x
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Ich antworte jetzt mal stellvertretend für Flavastulta:

Mein Kampf wird aber überwiegend nicht von 3 jährigen gelesen!

16.01.2013 16:43 Uhr - SPUTNIK
1x
Die Hexe auch nicht. ;)
Die wird vorgelesen...und Erziehung bedingt nunmal ständige Erklärung.

16.01.2013 16:44 Uhr - Flavastulta
16.01.2013 16:38 Uhr schrieb deNiro
Ich antworte jetzt mal stellvertretend für Flavastulta:

Mein Kampf wird aber überwiegend nicht von 3 jährigen gelesen!


Vielen Dank ;)

SPUTNIK, ich kann dir versichern, dass die Germanisten auch in 500 Jahren (wenn es Germanisten dann noch gibt) die ursprüngliche Version in den Bibliotheken haben werden, so wie die Version, die jetzt erscheinen soll.

16.01.2013 17:00 Uhr - SPUTNIK
1x
Die Masse wird nur keinen Zugriff mehr drauf haben.
Für mich ist es schlichtweg Geschichtsverfälschung.

Ein Grund für den Weg in das dritte Reich war eben auch, das die Gesellschaft in einer großen Breite durch solche Begriffe vorgeprägt war.

16.01.2013 17:16 Uhr - Wurstkopp
Zumindest im Falle von "Die kleine Hexe" (bei Wilhelm Busch bin ich mir nicht so sicher) war der vom Autor angepeilte Kontext nicht rassistisch. Wenn das N-Wort mit der Zeit also eine rassistische Tendenz bekommen hat, ist es imo sogar die Pflicht der Verlage die Wort-Bedeutungen dem neuen Lauf der Zeit anzupassen. Ansonsten wird die ursprüngliche Intention des Urhebers verfälscht. ;)

17.01.2013 10:14 Uhr - Amok-666
1x
Immerhin sind wir uns einig, dass Rassismus nicht weiter als brauner Dreck ist.

Ähhhmmm....eigentlich wollte ich ja nichts mehr hier dazu schreiben...aber tut jetzt mal bitte nicht so,ob nun unwissentlich oder mit voller Absicht,als ob Rassismus nur von Weissen/Deutschen ausgeht.Rassismus ist und wahr noch nie einer bestimmten Gruppe vorbehalten.Beispiele dafür spar ich mir jetzt erstmal.

17.01.2013 11:07 Uhr - Wurstkopp
16.01.2013 17:00 Uhr schrieb SPUTNIK
Die Masse wird nur keinen Zugriff mehr drauf haben.
Für mich ist es schlichtweg Geschichtsverfälschung.


Geschichtsfälschung, oh Mann. Es handelt sich lediglich um eine ALTERNATIVE Version. Die anderen Ausgaben sind doch weiter für alle zugänglich. Es geht dabei auch um Integration. Versetz dich doch mal für einen kurzen Augenblick in die Rolle eines Dunkelhäutigen: Wie fühlt man sich wohl, wenn man seinem Kind eine Geschichte vorlesen möchte und das eigene Kind wegen seiner Hautfarbe in dieser Geschichte mit einem Schimpfwort tituliert wird?

17.01.2013 22:25 Uhr - töfftöff
Neuer Kommentarrekord auf SB.com?

18.01.2013 05:02 Uhr - Otis
Na also, die 300 sind voll ;-) Ist der SAW und A Serbien Movie Rekord gebrochen?

18.01.2013 11:59 Uhr - burzel
2x
DB-Mitarbeiter
User-Level von burzel 5
Erfahrungspunkte von burzel 440
17.01.2013 11:07 Uhr schrieb Wurstkopp
16.01.2013 17:00 Uhr schrieb SPUTNIK
Die Masse wird nur keinen Zugriff mehr drauf haben.
Für mich ist es schlichtweg Geschichtsverfälschung.


Geschichtsfälschung, oh Mann. Es handelt sich lediglich um eine ALTERNATIVE Version. Die anderen Ausgaben sind doch weiter für alle zugänglich. Es geht dabei auch um Integration. Versetz dich doch mal für einen kurzen Augenblick in die Rolle eines Dunkelhäutigen: Wie fühlt man sich wohl, wenn man seinem Kind eine Geschichte vorlesen möchte und das eigene Kind wegen seiner Hautfarbe in dieser Geschichte mit einem Schimpfwort tituliert wird?


Problem ist, dass hier kein nativer farbiger beleidigt wird, sondern ein im Gesicht gechwärztes Kind so bezeichnet wird. Dass ist keine Beleidigun, sondern war zur Entstehungszeit des Buches eine gebräuchliche, nicht anwertende Bezeichnung. Dass das der geneigte farbige Leser nicht weiß, heiußt noch lange niucht, dass deswegen das Buch geändert werden muß.

Was machst du denn, wenn der zufällig, A time to kill, deutsch die Jury, in die Hände kriegt? Wird das Buch dann gleich komplett verboten, nur weil er sich (und seine Hautfarbe) darin beledigt sieht.

Auch ein farbiger nicht-deutsch-stämmiger Mensch sollte (igendwann) dazu kommen zu verstehen, dass Sprache des Landes seuiner Wahlheimat eine Entwicklung hat und Bezeichnungen, die heute eine negative Konnotation haben zu früheren Zeiten mal eine andere, wertfreie Bedeutung hatten. Und im zeitlichen Kontext, der aus dem Buch klar hervorgeht, war das Wort wertfrei, und muß deshalb meines Erachtens nicht geändert werden. Keiner muss sich deswegen beleidigt fühlen. Aber manche Menschen sind ja aus Prinzip gegen alles (so nach dem Motto: "Es darf nicht sein, was nicht sein darf")

18.01.2013 14:42 Uhr - Doktor Trask
1x
Warum läßt man nicht einfach beide Fassungen auf dem Markt, dann kann jeder sich die Fassung kaufen die er möchte, man kann ja die Bücher mit Vermerken wie Alt-Fassung und Neufassung kennzeichnen.

18.01.2013 14:48 Uhr - Doktor Trask
14.01.2013 13:11 Uhr schrieb töfftöff
Die Frage, die sich mir hier stellt: Werden neben den "zensierten" Versionen auch noch die unzensierten Versionen weiter angeboten, oder werden die vollständig ausgerottet und nur noch Germanistikstudenten verfügbar sein? Wenn ersteres der Fall wäre, könnte ich noch damit leben. Immerhin könnten dann die Eltern selbst entscheiden, welche Version sie ihrem Sprössling vorlesen...obwohl die Eltern, die so zugeknöpft agieren würden, in der Minderheit sein dürften (hoffe ich). Früher haben die Eltern ihre Kinder aufgeklärt. Heute ist das wohl zu viel verlangt.

Das wird wie mir einigen S. King und co. Büchern ablaufen, da gibt es auch nur noch die "angepassten" Neuauflagen, die unangepassten und auf die Jugend und Gesellschaft verrohend wirkenden Originale sind längst vergriffen und werden auch nicht mehr in dieser Form nachgedruckt.

19.01.2013 11:50 Uhr - tin-tin
Haha die Nehmen heutzutage nicht mal mehr Rücksicht auf die alte deutsch Literatur Kunst.

Sauerei das war eines meiner Lieblingsbücher als ich noch ein purzel war. Gott sei dank habe ich noch mein Exemplar aus dieser Zeit.
Ein Klassiker und hervorragendes Kinderbuch das auch für die Eltern eine toller Herausforderung war/ist den Kindern diese Kultur auch richtig zu erklären und somit zu erziehen.
Schade dass diese tolle Herausforderung den Eltern durch ein paar Hohlköppe genommen wird. Das passiert mir nicht solange meine Bücher nicht dem Feuerschlund zum Opfer fallen.
Da sage ich nur noch eines zu Schluss: „Ich möchte wieder "Negerküsse" kaufen, die ich als Kind so mochte!“ :-) haha

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