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08.03.2013 - 00:03 Uhr

Israels Kultur-Ministerin bittet Filmemacher um Selbstzensur

Kritik am Staat solle vermieden werden, wenn's recht ist

Die Kultur- und Sportministerin Limor Livnat von Israel meinte in der letzten Woche, dass sie nicht enttäuscht sei, dass die Dokumentationen Töte zuerst! (OT: The Gatekeepers) oder 5 Broken Cameras keinen Oscar gewonnen haben. Gab es doch zuletzt doch zu viele Filme, die Israel vor der Welt schlecht machen.

Für einen kleinen Aufschrei in der Netzgemeinde Israels sorgte aber nicht dieser Kommentar, sondern offensichtlich die Einstellung der Ministerin, dass nicht die Dinge über die negativ berichtet wird, das Problem seien, sondern die Berichterstattung. Zwar möchte sie die Filmemacher in ihrem Land nicht zensieren, aber wünsche sich schon, dass diese sich selbst zensieren und endlich damit aufhören, über Missstände im Land aufklären zu wollen.

“I, who oppose censorship, call on [Israeli filmmakers] to [engage in] self-censorship [...] After all, Israel is a democracy to be proud of, but a democracy that is on the defensive, because lined up against ’5 Broken Cameras’ are thousands of families that have been destroyed by Palestinian terror.” (Quelle)

Die Dokumentation Tötet zuerst! lief vor kurzem auf ARTE und ist aktuell noch online anzuschauen.

"Töte zuerst!" erzählt die Geschichte dieses vielleicht aktivsten, zweifelsohne aber geheimsten Organs der israelischen Sicherheitskräfte aus der Perspektive seiner leitenden Kader, die das Vertrauen der politischen Eliten des Landes mehr als alle anderen genießen. In einer Reihe von Interviews berichten sechs hochrangige Schin-Bet-Offiziere ohne Umschweife über bedeutende Ereignisse in ihrer Amtszeit. Dabei sprechen sie auch über den moralischen Zwiespalt, in dem sie sich aufgrund von Folter und Terror, Verhaftungen und Ermordungen befanden. Möglicherweise haben sie den Bürgern, die sie zu schützen geschworen hatten, durch ihr Handeln mehr Sicherheit gebracht. Aber ist Israel dadurch auch dem Frieden näher gekommen?"

 

Kommentare

08.03.2013 00:06 Uhr - Venga
9x
Problem hier ist: Man kann einen Israelkritischen Israeli nun mal nicht als Antisemiten verunglimpfen.

08.03.2013 00:15 Uhr - Glock18
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Ach, ist immer wieder dasselbe mit Israel. Wenn man schlecht über Israel redet wird gleich die Antisemitismus Keule geschwungen, egal welches Land.

Sind doch eh alles Heuchler!

08.03.2013 00:17 Uhr - Cheezburger
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Da wurde doch garnicht die ''Antisemitismus Keule'' geschwungen. Tatsächlich hat der Kommentar auch in Israel nicht besonders viele Fans gefunden.

08.03.2013 00:22 Uhr - Glock18
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08.03.2013 00:17 Uhr schrieb Cheezburger
Da wurde doch garnicht die ''Antisemitismus Keule'' geschwungen. Tatsächlich hat der Kommentar auch in Israel nicht besonders viele Fans gefunden.


Ich mein das im Allgemeinen. Mein Beitrag war nicht speziell dieser News gewidmet.

08.03.2013 00:47 Uhr - kleinkariert
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Hauptsache etwas Polemik unterbringen...

Tötet zuerst! ist übrigens sehr sehenswert.

08.03.2013 01:47 Uhr - trustno1
11x
Dass besonders in Deutschland jegliche Kritik an Israel nicht gerne gesehen wird ist das eine. Das andere aber, und ich erlaube mir diesen Einwurf, ist der Umstand, dass die wenigsten den Unterschied zwischen Semitismus und Zionismus kennen und allein schon der Versuch, diesen zu erklären, würde einige hier auf den Plan rufen, eine erneute Hasstirade gegen mich loszutreten. Soviel allerdings kann und darf ich sagen: Meine Schwester hat jahrelang in Israel gelebt und kennt die Verhältnisse dort sehr gut. Sie ist mit einem chassidischen Juden verheiratet und lebt inzwischen wieder in der Schweiz. Es ist unbestritten, dass die Siedlungspolitik der israelischen Regierung alles andere als friedensfördernd für die Region ist, denn mit jeder Landnahme in den besetzten Gebieten wächst der Unmut der palästinensischen Bevölkerung. Die Zustände im Gazastreifen und dem Westjordanland entbehren jeglicher Menschenwürde und zeugen für die Verlogenheit von Organisationen wie "Amnesty International" und Konsorten, welche sich tunlichst weigern, diese auch nur leise zu kritisieren. Grundsätzlich ist das Thema zu heikel, um es an dieser Stelle zu diskutieren, denn ich bin nicht darauf erpicht, mir von anderen Usern hier das Nazi-Etikett ans Revers heften zu lassen, was ja im Zuge einer deutlichen Stellungnahme sehr schnell einmal passieren kann. Tatsache ist, dass meine Mutter aus einer jüdischen Familie stammt und es mich stinksauer machen würde, hier von anderen Usern in Adolfs Westentasche gesteckt zu werden. Aus diesem Grunde verzichte ich auf die Darstellung meiner Sicht der Dinge; nur soviel sei gesagt: ich bin mit der israelischen Siedlungspolitik alles andere als einverstanden. Als jemand, in dessen Adern jüdisches Blut fliesst, schäme ich mich richtiggehend dafür, was in dem Land vor sich geht. Dass nun die israelische Kulturministerin die Filmemacher des eigenen Landes darum bittet, Selbstzensur zu üben, spricht in meinen Augen Bände. Es macht allerdings wenig Sinn, dies in diesem Kommentar zu erläutern, vor allen Dingen auch deshalb, weil es angesichts der vorgefertigten Denkmuster hierzulande nicht gerne gesehen wird, wenn man gewisse Wahrheiten ausspricht. Meine Schwester und ihr Mann sind übrigens aus dem Grunde in die Schweiz zurückgekehrt, weil sie die Verlogenheit der Dinge dort satt hatten und die täglichen Menschenrechtsverletzungen der israelischen Armee an der palästinensischen Bevölkerung nicht mehr ertrugen.

08.03.2013 07:02 Uhr - Trollhunter
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08.03.2013 00:15 Uhr schrieb Glock18
Ach, ist immer wieder dasselbe mit Israel. Wenn man schlecht über Israel redet wird gleich die Antisemitismus Keule geschwungen, egal welches Land.

Sind doch eh alles Heuchler!


und wieder gleich die Polemik-Keule, und sofort mindestens 3 Likes ^^

passt nichtmal zum Thema das Beitrags, aber "man wird das ja wohl noch mal sagen dürfen" , nicht wahr ? da lässt sich auch der Nickname gleich anders interpretieren, aber lassen wir das , führt ja zu nix

dass gerade Israel, bzw. seine Regierung, in politischen Dingen recht beratungsresistent zu sein scheint, ist ja schon länger bekannt. Die von trustno1 angeführte Siedlungspolitik ist da ein sehr gutes Beispiel, von einer radikalen Minderheit werden alle Friedens/Rückbauforderungen seit Ewigkeiten torpediert.

Diese Aufforderung zur Selbstzensur ist nur ein ausgesprochenes Eingeständnis der Ohnmacht, etwas an den Missständen zu ändern, gleiches Prinzip wird allerorten angewandt, nach dem Motto "klar ist das schlecht, aber das muss ja "draußen" nicht jeder wissen ..."

hoffentlich regt das mal im Land eine kleine Diskussion an, ein wenig mehr unvoreingenommene Selbstreflektion und Selbstkritik wäre mal garnicht verkehrt

08.03.2013 07:46 Uhr - guilstein
1x
Das was ich an "jüdischer" Kultur bisher immer zu schätzen wusste, den Mut zur Selbstkritik verpackt in Selbstironie, soll nun der politischen "Vernunft" zum Opfer fallen?

Wie Limor Livnat so treffend bemerkte ist Israel ein Staat mit rein demokratischen Wurzeln, aber das Dumme an einem demokratischen Rechtsstaat ist leider, dass sich jeder Extremist Gehör verschaffen darf und sich evtl. dafür noch eine Mehrheit findet.

Nicht wahr Glock18?


08.03.2013 09:21 Uhr - Glock18
1x
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Witzig, wie manche auf meinen Beitrag reagieren :D

Kann trustno1 nur Zustimmen!

08.03.2013 09:38 Uhr - Roughale
2x
Ich bitte die Kommentatoren hier zu ein wenig Selbstzensur^^

08.03.2013 09:52 Uhr - Amok-666
3x
*zensiert*

08.03.2013 10:08 Uhr - ParamedicGrimey
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Ihr Ausspruch ist vollkommen daneben, auch wenn ich ihre Intention verstehen kann.
Aber bevor sich hier wieder alle Nahost-Experten mit diversen Milchmädchenrechnungen ans Werk machen:
Sollten Seiten wie sb.com nicht ein wenig neutralere Überschriften machen? "Kritik am Staat solle vermieden werden, wenn's recht ist" - Das hat ja schon fast was von ekliger BILD-Polemik.

08.03.2013 11:14 Uhr - Oberstarzt
3x
Kritik am Staat solle vermieden werden gibt's auch in Deutschland.

In den öffentlich rechtlichen Gremien gibt es sehr viele Parteienvertreter, die sich mal eben den Intendanten zur Brust nehem und Druck auf ihn ausüben, sollte mal eine Reportage allzu kritisch und aus Parteiensicht zu einseitig werden. Gibt's hundert Pro in jeder Demokratie westlicher Prägung.

08.03.2013 12:29 Uhr - deNiro
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Oh, die Doku hört sich sehr interessant an!

Ich denke es ist an der Zeit das man auch in Israel liberale Maßstäbe bzgl. Meinungsfreiheit und dem öffentlichen Umgang mit Zensur an den Tag legt. Wissentlich das die Situation Israels natürlich eine sehr differenzierte Betrachtungsweise verlangt und einige Faktoren zu diesem Statement geführt haben.

Ich will dabei gar nicht auf unseren ach so tollen Umgang mit diesen Themen eingehen, sondern würde eigentlich eine offene Diskussion in Israel selbst befürworten!
Es bringt in meinen Augen nämlich rein gar nichts von außen den Wunsch nach Änderungen zu fordern, nein, die Israelis (damit meine ich die Bevökerung) selbst müssen aufwachen und sich diesen Dingen gegenüber kritisch äußern. Solange dies nicht geschieht, wird sich auch die Siedlungspolitik nicht ändern...

08.03.2013 20:06 Uhr - II__II
3x
Die Frau ist in der Likud. Von ihr irgendwas sinnvolles und progressives zu erwarten ist ungefähr so sinnvoll wie es bei unsere CDU/CSU-Menschen der Fall ist.

08.03.2013 20:29 Uhr - Ripp3r
Ja Isarel ist echt schon ein böses Land.

Da dürfen Frauen keinen Führerschein machen, Ehebrecher werden gesteinigt, Homosexuelle öffentliche gehängt, Journailsten inhaftiert, die Opposition verfolgt und Demostranten werden von der Staatssicherheit verprügel.

Außerdem reden Israelische Staatschefs permanent davon alle Moslems in Meer zu treiben. Regelmäßig jagen sich jüdische Selbstmordattentäer in Bussen in die Luft, damit sie dann im Paradies 72 Jungfrauen bekommen.

Außerdem wollen die Juden alle Ungläubigen hinrichten. Ständig stürmen jüdische Mobs islamische Botschaften, insbesondere dann wenn mal wieder der jüdische Prophet beledigit wurde oder jemand antijüdische Filme gedreht hat.

Der Staat Isreal ist ja auch die schlimmste Diktatur im Nahen Osten, der ja von vielen friedliebenden islamischen Demokratien umgeben ist.

Moment ich glaube ich bringe da was durcheinander...

08.03.2013 20:29 Uhr - astaroth
Zum eigentlichen Thema:

Dieser Hang zur Selbstzensur dürfte eigentlich in einer Demokratie wie Israel nicht vorkommen. Aber leider hat sich das land unter der Ägide von Netanjahu in eine Richtung entwickelt, die wenig mit wirklicher Demokratie gemein hat.

Es scheint so zu sein, dass alles was dem aktuellen Zeitgeist in Israel nicht entspricht, als "Volksverrat" angesehen wird und man mit drakonischen Strafen zu rechnen hat. Ich denke würde man offen und fair über den aktuellen Umgang der aktuellen Administration mit den Medien zum Thema Zensur diskutieren, würde einiges sich in Bewegung setzen.
Aber so ist es eher nach dem Prinzip: "Was ich nicht weiß, das macht mich nicht heiß". Es wird ausgeblendet, was einem nicht in den Kram passt. Und wenn die Wahrheit dennoch schmerzt, reagiert man umso barscher.

08.03.2013 20:40 Uhr - astaroth
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08.03.2013 20:29 Uhr schrieb Ripp3r
Ja Isarel ist echt schon ein böses Land.

Da dürfen Frauen keinen Führerschein machen, Ehebrecher werden gesteinigt, Homosexuelle öffentliche gehängt, Journailsten inhaftiert, die Opposition verfolgt und Demostranten werden von der Staatssicherheit verprügel.

Außerdem reden Israelische Staatschefs permanent davon alle Moslems in Meer zu treiben. Regelmäßig jagen sich jüdische Selbstmordattentäer in Bussen in die Luft, damit sie dann im Paradies 72 Jungfrauen bekommen.

Außerdem wollen die Juden alle Ungläubigen hinrichten. Ständig stürmen jüdische Mobs islamische Botschaften, insbesondere dann wenn mal wieder der jüdische Prophet beledigit wurde oder jemand antijüdische Filme gedreht hat.

Der Staat Isreal ist ja auch die schlimmste Diktatur im Nahen Osten, der ja von vielen friedliebenden islamischen Demokratien umgeben ist.

Moment ich glaube ich bringe da was durcheinander...

Um mal für bisschen Frischluft im arg verstauben Klischee-Keller zu sorgen:

In Israel gibt es inzwischen eine Art von Apartheid, quasi Besatzungspolitik gepaart mit Unterdrückung. Sowohl bei den Palästinensern, als auch bei den Frauen. Auch diese werden von religiösen Fanatikern, die mit an der Macht sind massiv unter Druck gesetzt.
Es gab in jüngster Zeit eine Initiative von einer einflussreichen religiösen Partei, welche den Frauen verbieten wollte, mit kurzen Kleidern in der Gegend zu spazieren.

So jetzt frage ich dich, sind es nur die extremistischen Muslime, sie sich so krass verhalten, oder sind es nicht auch die extremistischen Juden, die eine ähnliche Kerbe einschlagen??

08.03.2013 20:58 Uhr - Doc Idaho
4x
User-Level von Doc Idaho 27
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Wir hatten dies Thema schon einmal. Wir sind eine Internetseite, die sich auf Medienzensur und einige Randbereiche konzentriert hat. Kein allgemeines Geschichts- oder Politikforum und schon gar kein Alles-was-geht-Forum. Es gibt zahlreiche andere Internetseiten zu hier besprochenen und jetzt gelöschten Themen. Ich glaube nicht, dass es abwegig ist, wenn wir es hier für klüger halten, wenn man über über diese Themen dort diskutiert.

Dieser Kommentarstrang wird jetzt gesperrt. Für die, die hier on topic diskutieren wollten, tut es uns leid.

ciao

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