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23.12.2013 - 00:03 Uhr

Der britsche Zensurfilter nahm die Arbeit auf und versagt

Selbsthilfegruppen und Aufklärungsseiten werden gesperrt

Premier David Camerons Prestige-Projekt für das Internet, ein allumfassender Zensurfilter, bei dem jeder Haushalt aktiv entscheiden muss, ob er Pornos im Internet sehen will oder nicht (mehr dazu hier), startete mit jeder Menge Problemen.

Nicht nur übersehen sie viele bekannte Porno-Seiten und sind leicht zu umgehen, denn wie von Kritikern immer befürchtet, von den Befürwortern runtergespielt, werden auch Seiten gesperrt, die gar nichts mit Pornographie zu tun haben. Unter den gesperrten Seiten befinden sich beispielsweise das Edinburgh Women's Rape and Sexual Abuse Centre, BishUK, eine preisgekörnte Aufklärungsseite mit (sonst) mehr als 1 Million Besuchern pro Jahr und ein Programm, das in den USA zur Aufklärungsarbeit genutzt wird. Auch Seiten die Menschen bei häuslicher Gewalt mit Rat zur Seite stehen sollen, werden von manchen Anbietern geblockt.

Während große und wichtige Seiten, die versehentlich blockiert werden, sicher schnell wieder freigelassen werden, sehen viele Kritiker bei kleinen Internetseiten aber deutlich größere Probleme kommen. Nicht der Zensor muss sich schließlich rechtfertigen, warum er etwas verbietet, sondern der Betreiber einer gesperrten Internetseite muss darauf hoffen, dass seine Beschwerde (oder vielleicht doch besser eine demütige Bitte) Gehör findet - möglichst schnell.

Quelle: BBC

Kommentare

23.12.2013 00:22 Uhr - Schwuppdiwupp94
17x
Wenn ich keine Pornos gucken will, gucke ich keine Pornos dafür muss man nicht das halbe Internet blockieren.

23.12.2013 00:24 Uhr - KarateHenker
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23.12.2013 00:22 Uhr schrieb Schwuppdiwupp94
Wenn ich keine Pornos gucken will, gucke ich keine Pornos dafür muss man nicht das halbe Internet blockieren.


Ist aber ganz praktisch, wenn man z.B. Seiten blockieren will, die für die Politik unangenehme Dinge behandeln. Die lässt man dann ganz zufällig in den Block-Pool fallen.

23.12.2013 00:30 Uhr - Catfather
4x
Haha, typisch, Schwachsinn erzeugt nur weiteren Schwachsinn!

23.12.2013 00:32 Uhr - Dissection78
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Der konservative Eton-Milchbubi Cameron lässt neue Immobilien-Blasen entstehen, Journalisten (wie die vom "Guardian") einschüchtern, das GCHQ selbst den letzten Furz seiner "Untertanen" ausschnüffeln... und dies alles im Namen der sogenannten Demokratie. Na, zum Glück werden so subversive Seiten wie jene der scheußlichen Feministinnen vom "Edinburgh Women's Rape and Sexual Abuse Centre" geblockt. Herr Blair war der Wegbereiter, und Frau Thatcher hätte sich zuvor das ganze Szenario nicht besser ausdenken können. Wenn das nicht die Rückkehr zur alten Zucht und Ordnung ist. Willkommen in der Postdemokratie! ;)

23.12.2013 08:06 Uhr - Dale_Cooper
Hoffentlich ein kleiner Treppenwitz der Geschichte, über den die Briten (und alle anderen auch) in ein paar Jahren nur noch lachen werden.

Die Filmzensur war in UK genau so krass wie sie jetzt noch in Deutschland ist. "Video Nasties" wurde das genannt, es wurden ständig Filme aus dem Verkehr gezogen während der Thatcher-Zeit. Jetzt ist UK in dem Punkt viel liberaler und entspannter als z. B. Deutschland.

Wenn Cameron weg ist, wird sich die Lage hoffentlich fast von selbst beruhigen.

Ansonsten stimme ich Schwuppdiwupp94 zu: wer keine Pornos schauen will, braucht dafür keine Selbstzensur. Wer Pornos schauen will, wird immer Mittel und Wege finden, dies auch zu tun. Wir wissen alle, dass die Zensur eines Produktes dies für die meisten Leute nur noch attraktiver macht.

23.12.2013 10:35 Uhr - devlin
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23.12.2013 00:24 Uhr schrieb KarateHenker
23.12.2013 00:22 Uhr schrieb Schwuppdiwupp94
Wenn ich keine Pornos gucken will, gucke ich keine Pornos dafür muss man nicht das halbe Internet blockieren.


Ist aber ganz praktisch, wenn man z.B. Seiten blockieren will, die für die Politik unangenehme Dinge behandeln. Die lässt man dann ganz zufällig in den Block-Pool fallen.


Offensichtlich geht es den Regierungen nicht um Pornografie, sondern darum, dass sie den ungehinderten und unzensierten Informationsaustausch untereinander unterbinden wollen. Das Interesse der Menschen an den offiziellen Staatsmedien schwindet und da versuchen sie nun verzweifelt gegen zu steuern - Sisyphos war ja ebenfalls ein Optimist.

Nun ja, die Menschen sind neugierig und werden Wege und Mittel finden, die Freiheit zu behalten, die sie gewohnt sind.

23.12.2013 11:05 Uhr - nivraM
1x
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Das war so klar... Die Programme von heute sind halt einfach noch nicht in der Lage, zwischen "Porno" und "Nicht-Porno" zu unterscheiden, ohne dass auch lauter "Nicht-Pornos" gesperrt werden.
Erinnert mich an die Apple-Zensur, bei der versehentlich Moby Dick zensiert wurde.

23.12.2013 13:18 Uhr - die Kreatur
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schon mal ein vorgeschmack was uns hier so blühen könnte.

23.12.2013 14:03 Uhr - Doktor Trask
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Um zu wissen das die Filter versagen muß man kein Hellseher sein, der gesunde Menschenverstand sollte es einem eigentlich schon sagen das es nicht funktionieren kann, leider aber auch nur ein Vorgeschmack was uns Deutschen (Filter will man hier ja auch einfügen, so manche Seite ist bereits indiziert, SB selbst hat schon über Importshops deren Seiten indiziert sind berichtet) und Europa noch alles an Zensur und Kontrolle blüht.

23.12.2013 17:00 Uhr - AuD!
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23.12.2013 08:06 Uhr schrieb Dale_Cooper
Die Filmzensur war in UK genau so krass wie sie jetzt noch in Deutschland ist. "Video Nasties" wurde das genannt, es wurden ständig Filme aus dem Verkehr gezogen während der Thatcher-Zeit. Jetzt ist UK in dem Punkt viel liberaler und entspannter als z. B. Deutschland.


GB kocht auch nur sein eigenes zensursüppchen. während man es dort nicht gern sieht, wie in einem western ein pferd umknickt oder in einem anderen streifen eine asiatische waffe gebraucht wird, mutet man es dort schon einem 15-jährigen zu auf wehrmachtssoldaten zu schießen, unabhängig wie viele körperteile herumfliegen oder anderer darstellungen dort. darüber hinaus kann ein film ohne freigabe dort nicht veröffentlich werden, hier schon.

25.12.2013 03:46 Uhr - spobob13
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Das diese Seite aus Deutschland wegziehen musste - ist ja auch schon eine Weile her - zeigt doch beeindruckend wie gut die deutsche Internet-Zensur bei uns schon seit längerem funktioniert.

Würde es nach der CSU und zum Teilem der CDU gehen, hätten wir doch schon längst IP-Filter die uns vor so einem "Dreck" wie auf schnittberichte.com schützen würden.

Bin gespannt ob nach Wegfall der Liberalen, vielleicht auch mit der SPD da was geht.

Es ist aber eh schwer das Internet komplett zu verriegeln. Alle Proxy-Server und das dark web zu verbieten mag technisch machbar sein - aber dann wäre Deutschland eine Zensur Witznation - nach chinesischem Vorbild.

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