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08.07.2014 - 19:07 Uhr

Leak: Hacker veröffentlicht Liste indizierter Webseiten

Geheime Liste der BPjM erblickt das Licht der Öffentlichkeit

Am Ende eines jeden Monats warten viele Filmfans, die sich auch für die diversen Veröffentlichungswege und die juristischen Aspekte ihres Lieblingshobbys interessieren, auf die Mitteilung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), welche Veröffentlichungen indiziert, gestrichen oder beschlagnahmt wurden. Diesen festen Turnus behält die Prüfstelle seit vielen Jahren bei. In vierteljährlich erscheinenden Quartalsreporten gewährt sie der breiten Öffentlichkeit mit Entscheidungsbegründungen, Essays zu anderen Bereichen des Jugendmedienschutzes und natürlich auch der vollständigen Aufzählung der Listenteile A und B sowie der Beschlagnahmen einen Einblick.

Neben Filmen, Musik, Computerspielen, Comics, Büchern und Zeitschriften ist die BPjM darüber hinaus auch dafür zuständig, Internetseiten mit jugendgefährdenden oder nach deutscher Rechtslage als illegal anzusehenden Inhalten auf den Index zu setzen. Hierfür pflegt die Behörde die Listenteile C und D. Bis zum Jahr 2003, in dem eine Umstrukturierung stattfand und die Behörde infolgedessen auch von der Bezeichnung BPjS zu BPjM wechselte, waren auch diese Listenteile öffentlich einsehbar. Seit 2003 wurden sie allerdings geheim geführt, nicht zuletzt aufgrund der Sorge, dass mit der schon damals abzusehenden, flächendeckenden Verbreitung des Internets in Deutschland auch eine erhöhte Aufmerksamkeit für jene Webseiten entfacht werden könnte. Sie wird allerdings z.B. Routerherstellern als sogenanntes "BPjM-Modul" zur Verfügung gestellt, damit diese die indizierten Seiten in ihre Kindersicherung implementieren können. Auch andere Jugendschutzfilter, etwa der von Google, greifen auf diesen Datenbestand zurück, um entsprechende Suchergebnisse herauszufiltern.

Wie Heise und einige andere Seiten mittlerweile berichten, ist dieses Vorhaben der Geheimhaltung und nur selektiven Weitergabe nun gescheitert. Ein anonymer Hacker hat die verschlüsselte Liste dekodieren können und sie veröffentlicht. Eine erste Analyse der Links förderte die Erkenntnis zutage, dass nur etwa 50-60% der gelisteten Webseiten derzeit online verfügbar sind, während der Rest entweder leer, gesperrt oder nicht (mehr) registriert ist. Inhaltlich bewegen sie sich in den Bereichen, die man wohl auch mit gesundem Menschenverstand hätte vermuten können. Viel Pornografie in verschiedensten Ausführungen inkl. Kinder- und Tierpornografie, Gewalt, Selbstmord, Nazi-Themen oder Anorexie.

Quelle: Heise.de
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