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Veröffentlicht am von Once

USK-Jahresbilanz 2014

Statistik über die Prüfverfahren des letzten Jahres veröffentlicht

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat, wie jedes Jahr gegen März, ihre Jahresbilanz des Vorjahres veröffentlicht. Diese Statistik gibt einen Einblick in die Prüfverfahren, die prozentuale Verteilung der Freigaben, einen Vergleich zum Vorjahr der Jahresbilanz und auch, wie viele Titel keine Freigabe erhalten haben oder erst im Berufungs-/Appellationsverfahren.

Freigabeverteilung

Die USK hat 2014 insgesamt 2.014 Prüfverfahren durchgeführt und weniger als zehn Prozent erhielten dabei "Keine Jugendfreigabe" oder gar keine Freigabe. Der größte Anteil, mit mehr als einem Viertel, liegt bei der Freigabe "Ohne Altersbeschränkung" (USK 0), mehr als drei Viertel der geprüften Titel liegen zwischen USK 0 bis USK 12. Somit fällt weniger als ein Viertel der vergebenen Freigaben erst auf USK 16 aufwärts.

Eine Fluktuation in der Verteilung der jeweiligen Freigaben gibt es im Vergleich zu 2013 natürlich auch. So erhielten beispielsweise 2014 weniger Titel "Keine Jugendfreigabe", dafür aber mehr Titel eine USK 16 Freigabe.


Quelle der Grafik: USK Jahresbilanz 2014

Diese Fluktuation ist aber ganz normal und auch davon abhängig, wie viele und gerade welche Titel zur Prüfung eingereicht werden. So lag die Anzahl der Prüfverfahren 2013 bei 2.088.

Verweigerte Freigaben

Mit nur 0,2 Prozent liegt die Zahl der Freigabeverweigerungen 2014 sehr gering und ist im Vergleich zum Vorjahr auch noch um 0,1 Prozent gesunken. Dies begründet die USK in ihrer Statistik u.a. damit, dass sich die Unternehmen (Anm. Entwickler) immer besser auf deutsche Jugendschutzkriterien einstellen und diese bei der Entwicklung für den internationalen Markt schon mit einbeziehen. Ein Punkt, der sicher von einigen sehr kritisch gesehen wird. Hier sollte aber angemerkt werden, dass Titel wie The Evil Within trotz (sehr) hoher Gewaltdarstellung unzensiert eine Freigabe erhalten haben.

Berufungs- und Appellationsverfahren

12 Berufungsverfahren wurden 2014 beantragt (durch die Ständigen Vertreter oder die Anbieter/Publisher) und in der Hälfte der Verfahren konnte diesen entsprochen werden.
Auch wenn man es vielleicht vermuten könnte, The Evil Within war es nicht, der als einziger Titel ein Appellationsverfahren durchlaufen hat. Hier handelte es sich um den Titel Big Bang Empire, der nach Abschluss eine USK 16 Freigabe erhielt. Und bevor die Frage aufkommt, es handelt sich um ein "erotisches Browsergame für Erwachsene".

Verteilung der Genres

Hier nur ein kurzer Anriss und auch nur auf die wichtigsten Genres. Die Shooter waren mit 4,5 % vertreten. Abwärts in der Verteilung folgen Simulationen mit 4,2 %, Sportspiele mit 3,7 %, Strategiespiele mit 3,6 % und klassische Adventure mit 2,8 %. Aufwärts in der Verteilung sind Jump’n Run Titel mit 4,6 %, Rollenspiele mit 7,5 %, Action-Adventures mit 9,1 % und Arcade Titel mit 15,5 % vertreten. Trailer sind mit 8,4 % ebenfalls in der Verteilung aufgeführt. Die komplette Verteilung als Grafik ist über den Quellen-Link einsehbar.

 

Die USK geht auch auf die immer steigende Herausforderung in ihrer Statistik ein, die der digitale Markt mit sich bringt. So fiel die Zahl der klassischen Prüfverfahren, bei denen der Fokus auf der Veröffentlichung im stationären Handel liegt, um 4 Prozent.
Der Geschäftsführer der USK Felix Falk merkt dazu an, dass die über zehn Jahre alten und aktuell geltenden Gesetze immer weniger mit der medialen Realität schritthalten können, da immer mehr Spiele online erscheinen (Anm. wohl weniger auf Plattformen wie Steam bezogen, sondern auf digitale Casual- und Browsergames).
"Noch nie hat die USK Prüfungen für so viele unterschiedliche Plattformen durchgeführt wie in 2014. […] Das zeigt, dass die rasant steigende Anzahl von Spielen auf immer mehr Wegen, global und online verbreitet wird. Hier steht der Jugendschutz vor einer elementaren Herausforderung." - so Felix Falk.
Hierauf ging die USK auch schon in ihrer Stellungnahme auf den JMStV-Entwurf ein, die hier einsehbar ist.

Quelle: USK

Kommentare

13.03.2015 07:32 Uhr - Doktor Trask
6x
Tja der Wandel der Zeit ist für die Zensur schon ein Problem, die würden sicher am liebsten den leichten Weg nehmen und einfach alles was nicht freigegeben ist durch IP-Sperren und co. blocken, wundern würde es mich ja ganz und gar nicht wenn man es so irgendwann in Deutschland machen würde.

13.03.2015 08:26 Uhr - 001
8x
immer besser auf deutsche Jugendschutzkriterien einstellen und diese bei der Entwicklung für den internationalen Markt schon mit einbeziehen.


also schon vorher die Zensurschere ansetzen, damit es auch ja mit der Freigabe klappt. Super!

13.03.2015 12:32 Uhr - Unrated-Freak
1x
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Erfahrungspunkte von Unrated-Freak 13
-PEGI Fahne schwenk und mit Wischmob im Anschlag (Toxi Style) -

Ne mal im ernst, es bessert sich von Jahr zu Jahr.

13.03.2015 12:48 Uhr - Doktor Trask
1x
13.03.2015 12:32 Uhr schrieb Unrated-Freak
-PEGI Fahne schwenk und mit Wischmob im Anschlag (Toxi Style) -

Ne mal im ernst, es bessert sich von Jahr zu Jahr.

Aber nur solange keiner an seiner Schule wieder ausklinkt, dann wäre alles was wir bis jetzt erreicht haben für die Katz und der Mist ginge wieder von vorne los, vielleicht sogar schlimmer wie vorher.

13.03.2015 16:00 Uhr - purchaser
" ...dass sich die Unternehmen immer besser auf deutsche Jugendschutzkriterien einstellen und diese bei der Entwicklung für den internationalen Markt schon mit einbeziehen."


Jetzt mal ehrlich, Felix Falk, das glaubst du?
Ich geb erst Ruhe, wenn die USK abgeschafft und keine Nachfolgeinstitution zu erwarten ist.

13.03.2015 18:40 Uhr - Unrated-Freak
User-Level von Unrated-Freak 1
Erfahrungspunkte von Unrated-Freak 13
13.03.2015 12:48 Uhr schrieb Doktor Trask
13.03.2015 12:32 Uhr schrieb Unrated-Freak
-PEGI Fahne schwenk und mit Wischmob im Anschlag (Toxi Style) -

Ne mal im ernst, es bessert sich von Jahr zu Jahr.

Aber nur solange keiner an seiner Schule wieder ausklinkt, dann wäre alles was wir bis jetzt erreicht haben für die Katz und der Mist ginge wieder von vorne los, vielleicht sogar schlimmer wie vorher.


Falls sowas passiert, dann ja. Leider.

14.03.2015 00:39 Uhr - jamyskis
Dies begründet die USK in ihrer Statistik u.a. damit, dass sich die Unternehmen (Anm. Entwickler) immer besser auf deutsche Jugendschutzkriterien einstellen und diese bei der Entwicklung für den internationalen Markt schon mit einbeziehen.


Oje, das ist schon ziemlich eingebildet. Im Gegensatz zu der Meinung der selbsternannten "Jugendschützer" gilt Deutschland im internationalen Rahmen keinesfalls als Jugendschutzmaßstab. Ganz im Gegenteil - der hiesige Jugendschutz wird als unbeholfen und geschäftsfeindlich betrachtet.

Es gibt einige einfache Gründe, warum immer weniger Spiele eine Freigabe verweigert bekommen. Zum einen genießen gewalthaltige Spiele einfach nicht die gleiche Beliebtheit wie vor einigen Jahren. Die FPS-Genre ist inzwischen ziemlich ausgelutscht und der 2.WK ist kein beliebtes Thema mehr. Zum anderen werden immer mehr Indie-Spiele für Xbox, Wii und PlayStation bewertet (diese Online-Storefronts verlangen eine USK-Freigabe im Gegensatz zu Steam/GOG etc). Diese stellen aufgrund ihrer simplen Optik und abstrakten Konzepte meistens in keiner Weise eine Jugendgefährdung dar. Das verzerrt die Statistik etwas.

14.03.2015 11:51 Uhr - Killertamagotchi
1x
13.03.2015 07:32 Uhr schrieb Doktor Trask
Tja der Wandel der Zeit ist für die Zensur schon ein Problem, die würden sicher am liebsten den leichten Weg nehmen und einfach alles was nicht freigegeben ist durch IP-Sperren und co. blocken, wundern würde es mich ja ganz und gar nicht wenn man es so irgendwann in Deutschland machen würde.


Was Steam und co so angeht wird der Geolock ja immer häufiger benutzt und jetzt auch bei Steam gifts wenn das Gift aus Asien oder Osteuropa kommt kann es nur mit einen Account aktiviert werden und genutzt werden wenn dieser aus der selben Region kommt

14.03.2015 12:20 Uhr - Doktor Trask
1x
14.03.2015 11:51 Uhr schrieb Killertamagotchi
13.03.2015 07:32 Uhr schrieb Doktor Trask
Tja der Wandel der Zeit ist für die Zensur schon ein Problem, die würden sicher am liebsten den leichten Weg nehmen und einfach alles was nicht freigegeben ist durch IP-Sperren und co. blocken, wundern würde es mich ja ganz und gar nicht wenn man es so irgendwann in Deutschland machen würde.


Was Steam und co so angeht wird der Geolock ja immer häufiger benutzt und jetzt auch bei Steam gifts wenn das Gift aus Asien oder Osteuropa kommt kann es nur mit einen Account aktiviert werden und genutzt werden wenn dieser aus der selben Region kommt
Tja früher wurden die Konsoleros immer ausgelacht wegen Regionalcodeabfrage (weshalb US-Importe ohne Mod-Chip hinfällig waren) aber leider ist der PC schon lange nicht mehr davon unberührt, allerdings steht hier Profitgier öfter im Fordergrund wie der Jugendschutz, das war ja bei den Konsolen auch so, da wurde es eben gemacht um die grottigen Pal-Fassungen auch los zu werden die meist auch noch 1 bis 2 Jahre erst nach dem USA-Release erschienen und gut das Doppelte gekostet hatten, so manch 10 Dollar-Budget-Game wurde in Europa zum Vollpreis vertrieben, sage da nur Midas Interactive, das mit den späten Veröffentlichungen war selbst bei der PS2 immer mindestens 6 Monate zwischen USA und Europa, plus die Zensur die oft nur die Euro-Fassung betraff, man denke da besonders an Nintendo.

15.03.2015 09:34 Uhr - Todesglubsch
13.03.2015 16:00 Uhr schrieb purchaser
Ich geb erst Ruhe, wenn die USK abgeschafft und keine Nachfolgeinstitution zu erwarten ist.


Urgh. Dann wird nicht helfen. Nicht die USK ist das Problem, sondern der deutsche Jugendschutz, die BPJM und das veraltete Konzept der Indizierung. Wann rafft ihr das mal, dass sich absolut nichts ändern würde, wenn man in Deutschland USK durch PEGI ersetzt.

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