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Veröffentlicht am von Das Wiesel

Wie man im chinesischen TV die Zensur umgeht

2. Weltkriegsdramen mit viel Sex, Kung Fu und Superkräften

Dass China eine sehr strenge Zensur hat, ist kein Geheimnis, aber auch Chance für besondere Kreativität, die Künstlern mit mehr Freiheit oft fehlt.

Chinesischer Drehbuch-Autor:
I think my IQ has dropped after I churned out an anti-Japanese war script.

Wofür der Autor zuständig war, ist unklar, aber vermutlich war sein Machwerk der Produktion Hunter Blade nicht unähnlich, die oben auf dem Bild zu sehen ist, sich vor allem an der Videospiel-Reihe Assassins Creed orientiert und die Abenteuer einer Gruppe von Jägern in der chinesischen Pampa gegen die japanischen Besatzer während des zweiten japanisch-chinesischen Kriegs (der Teil des 2. Weltkriegs wurde) nacherzählt.

TV-Serien und Filme, die diesen Krieg zum Thema haben, aber überraschend viel Nebenaspekte mit einbringen, gibt es zu Hunderten in China und es hat auch einen einfachen Grund. Denn nur hier kann man sich an der chinesischen Zensur vorbeischleichen. Welcher Zensor will schon etwas kritisieren, was chinesische Kriegshelden lobt und Japaner verdammt.

Viele andere Themen wie Geister und Aliens sind untersagt. Fantasy und Sci-Fi ist in China nur schwer möglich. Zu unwissenschaftlich. Und bei vielen normalen Themen, wo die Konkurrenz ebenfalls groß ist, läuft man zu schnell Gefahr, etwas zu inszenieren, was dann der Regierung in Peking nicht passt. Wie will man sich da vom Einheitsbrei absondern? Also beschränkten sich viele Produzenten auf ein Genre, das relativ "sicher" ist, aber trotzdem viel Kreativität zulässt: Der historische Krieg gegen die Japaner im letzten Jahrhundert.

Auch da ist die Konkurrenz zwar groß, die Möglichkeiten aber auch. Man muss nur bereit sein, das Niveau weit nach unten zu schrauben. Deshalb fing man an, diese "historischen" Filme und Serien mit allerlei "unhistorischem" Blödsinn aufzumotzen. Zum Repertoire gehören Superkräfte (Unbesiegbarkeit), der Bruch mit den Regeln der Physik (große Sprünge oder Fliegen), spektakuläres Kung Fu (mit der bloßen Hand werden Japaner zerteilt *Splatterbonus*), besondere Waffen (die Krallen von Wolverine) oder hippe Effekte aus der Matrix.

Unter der Suche nach einem möglichst niedrigen Niveau leiden dann auch die Dialoge, in denen scheinbar ein Großvater schon als Kind von den Japanern ermordet wurde oder ein Soldat zu Beginn des Krieges genau wusste, wie lange er noch geht. Warum sollte man sich denn auch da plötzlich für Realismus entscheiden.

"Comrades, the 8-year anti-Japanese war has begun!"
"Comrades, the anti-Japanese war has lasted for seven years. There’s only one year left, everybody don’t give up!"
"My grandpa was brutally killed by the Japanese when he was nine years old. I hate the Japanese!"

Irgendwann wird es vielleicht auch für Horror, Fantasy und Sci-Fi leichter in China. Es ist dem Zuschauer dort zu wünschen.

Quelle: Epoch Game

Kommentare

12.04.2015 09:52 Uhr - peda
10x
Ist dieser "Beitrag" eigentlich ernst gemeint? Frag ich mich grade ganz ehrlich. Inhaltlich am Nullpunkt und gespickt mit Schreibfehlern.


12.04.2015 11:47 Uhr - Eisenherz
2x
Gerade von den gewaltigen chinesischen Historien-Epen a la "Konfuzius" könnte sich der Westen mal eine verdammt große Scheibe abschneiden. Und was nutzt uns zum Beispiel hierzulande die hochgelobte künstlerische Freiheit, wenn gerade deswegen nichts zu Stande gebracht wird? Rosamunde Pilcher, miese Ü60-Krimis und irgendwelcher Nazi-Scheiß - mehr gibts aus Deutschland doch seit Jahrzehnten nicht zu sehen. Da ist China weit abwechslungsreicher, trotz Zensur. Ideenlosigkeit und hedonistische Produktionsfaulheit haben nichts mit Zensur zu tun.

12.04.2015 13:44 Uhr - D__TOX
Ich finds nicht schlimm, ich lebe 8 Monate im jahr in China (nicht Hong Kong, in der Volksrepublik selbst!), habe keine grösseren probleme damit. viele filme wie walking tall laufen im tv und auch expendables 3 war im kino dort ne wucht. wie vom vorredner erwähnt, ich liebe diese epen aus china. so schlimm wie hier erwähnt ists nicht es gibt auch viele (kung fu) fanatsy filme dort, fantasy ist nicht ganz verboten.

12.04.2015 15:26 Uhr - Eisenherz
1x
Einschränkungen in der künstlerischen Freiheit führen eben gerade oft zu guten und kreativen Werken, da man Grenzen ausloten muss. Siehe DDR, wo man in vielen Filmen zwischen den Zeilen lesen konnte.

12.04.2015 15:27 Uhr - sareph
Ja das ein oder andere Epos aus China kann man sich schon anschauen aber warum ist Sci-Fi verboten?
Wenn Leute durch die Gegend fliegen ist das ja auch nicht grad wissenschaftlich:-) .

12.04.2015 20:22 Uhr - BuuhKuh
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12.04.2015 15:26 Uhr schrieb Eisenherz
Einschränkungen in der künstlerischen Freiheit führen eben gerade oft zu guten und kreativen Werken, da man Grenzen ausloten muss. Siehe DDR, wo man in vielen Filmen zwischen den Zeilen lesen konnte.

Damit magst du zwar historisch gesehen recht haben, nur ist doch das kein Grund die allgemeine Zensur in China von allem abweichenden "Gedankengut" zu rechtfertigen

13.04.2015 00:47 Uhr - Pyri
Dieser "Beitrag" ist schon bemerkenswert. Einerseits wird behauptet, dass Zensur, mehr noch - ja sogar ein überaus einseitiges Geschichtsverständnis -, Kreativität begünstige, andererseits sich scheinbar über das daraus resultierende, mangelhafte "Niveau" beklagt und über den (mindestens ebenso?) mangelhaften "Realismus" beschwert, während doch eigentlich nicht-realistische Themen so untersagt wären.
Und noch dazu ist der Text voller Fehler. Also was jetzt?
Dass Aliens unerwünscht sind wird im Übrigen mehr mit dem sozialistischen (neuen) Menschenbild zusammenhängen, das bekannte Gemeinschaften begünstigt, während das Geisterverbot (ähnlich wie die Problematik um Knochen) weit eher kulturelle Gründe in Zusammenhang mit Ahnenschändung haben wird. MfG
Nachtrag: warum sollen das überhaupt alles Fernsehfilme sein und kein Kino oder, falls vorhanden, Video betreffen? Sowie: wo ist der Beleg für "viel Sex" im Text zu finden?

13.04.2015 01:18 Uhr - spobob13
Die Chinesen haben sicher noch viel gewaltigere Probleme als die Film Zensur. Für die nicht-abgetriebenen Jungs (weil Jungs) wird es wegen der Ein-Kind Politik sehr schwer eine Partnerin zu finden. China schrumpft sich zu Tode. Selbst wenn die Regierung komplett umsteuert, und davon ist ja keine Rede, werden die eines Tages ein massives Altersproblem ähnlich wie in Deutschland bekommen.

15.04.2015 22:22 Uhr - D__TOX
naja 1 kind politk ist nicht im ganzen land. in den grossstädten darf man mehr als 1 kind haben. in den verarmten provinzen wo sogar lebensmittel knapp sind, besteht die ein kind politik aufrecht und das versteh ich ein bisschen. gibt nichts schlimmeres als in einem armen gebiet kinder zu zeugen damit diese dann verhungern....

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