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Veröffentlicht am von Imbor Ed

Apple entfernt Spiele mit der Südstaatenflagge aus AppStore

Das Politikum weitet sich auch auf die Entertainmentbranche aus

Am 17. Juni 2015 stürmte ein 21-jähriger, weißer Mann im amerikanischen Ort Charleston (South Carolina) eine Kirche mit afroamerikanischen Mitgliedern. Dort erschoss er 9 Menschen und verletzte 9 weitere. Er wurde schnell gefasst und im Laufe der Ermittlungen fand man ein viele Seiten umfassendes Manifest und eine Vielzahl an Fotos, die keinen Zweifel daran lassen, dass der Täter aus Rassenhass handelte.

Insbesondere ein Element seiner verqueren Ideologie weitete sich zu einem Politikum aus. Auf einem Bild, das er kurz vor der Tat aufnahm, posierte er vor der Kirche mit der Flagge der Konföderierten (auch geläufig als "Südstaatenflagge"). Diese stammt aus der Zeit der amerikanischen Bürgerkriege und damit aus einer Zeit, in der soziale Unruhen und Ungleichbehandlung ihren historischen Höhepunkt hatten.

Die Bestürzung in den USA und im Rest der Welt über die Tat ist groß und führte - wie üblich - zu hitzigen Diskussionen. Der allgemeine Tenor bezüglich der Flagge ist gerade in Amerika sehr eindeutig. Sie symbolisiere gesellschaftliche, rassistisch motivierte Missstände und sei damit in ihrer jetzigen Form nicht mehr tragbar. Große Handelsketten wie Walmart haben sie aus ihrem Sortiment genommen und nun reagierte auch der Elektronikriese Apple auf die Situation.

Apple entschied sich, alle Spiele-Apps, die die Flagge beinhalten, aus dem AppStore zu entfernen. Dabei trifft es vor allem auch Kriegssimulatoren, die die Flagge aus historischen und nicht aus hetzerischen Gründen zeigen. Entwickler solcher Spiele haben sich auch schon zu Wort gemeldet und verständnisvoll auf die Entscheidung reagiert, jedoch auch darauf verwiesen, dass man die Vergangenheit nicht ändern könne.

Ändern könnte sich dieses Element womöglich aber bald in den Spielen. Apple und die Hersteller der Spiele sind natürlich daran interessiert, die Apps wieder im Store anbieten zu können. Dafür verlangt der Konzern jedoch anscheinend, dass man die Flagge entweder entfernt oder verändert. In Deutschland kennt man diese heikle Thematik bereits ausführlich beim Umgang mit dem Hakenkreuzsymbol in Spielen. Die Zensur dieser grafischen Elemente wird die Vergangenheit und deren Überbleibsel in der heutigen Zeit jedoch auch nicht rückgängig machen können.

Quelle: Toucharcade
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