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Fratze
Level 7
XP 694
Eintrag: 26.05.2015

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Wolfenstein - The Old Blood

(Wolfenstein: The Old Blood)
Herstellungsland:Schweden (2015)
Standard-Freigabe:USK 18

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,56 (9 Stimmen) Details
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von fratze:

Na, das war doch mal... ja, was eigentlich?

Mit "Wolfenstein: The Old Blood" haben Bethesda und Machine Games das erste Add-On für "The New Order" rausgehauen. Storytechnisch hat man sich für ein Prequel entschieden... klar, Sequels sind ja irgendwie out, und wenn jeder Mist heutzutage ein Prequel kriegt, warum nicht auch ein "Wolfenstein"-Game? Kann funktionieren... hat es das aber auch?

Die Handlung splittet sich auf in zwei Teile:

  1. B.J. Blazkowicz ist 1946 mal wieder im Auftrag der OSA unterwegs in Bayern, um Burg Wolfenstein zu infiltrieren und die Koordinaten von General Totenkopfs Stützpunkt zu stehlen. Dummerweise werden die beiden Agenten geschnappt, und so muss "Blazko" sich den Weg freikämpfen, seinen Kameraden wiederfinden und eine Flucht organisieren. Im entgegen stellt sich hier der sadistische Oberaufseher Rudi Jäger.
  2. Nach der Flucht verschlägt es B.J. nach Wulfburg, immer noch auf der Suche nach den Koordinaten. Hier gräbt die verrückte SS-Archäologin Helga von Schabbs in den Katakomben von König Otto nach einer uralten Quelle der Macht - nicht ahnend, was sie damit freisetzt.

Interessant... das ist diese Vorgeschichte allemal. Die Athmosphäre ist diesmal allerdings nicht ganz so trist und beklemmend geraten wie im Hauptspiel. Möglicherweise liegt das daran, dass hier die noch bestehende Hoffnung auf einen Wendepunkt in diesem Krieg suggeriert werden soll, von dem sich aber schon abzeichnet, dass die Nazis ihn gewinnen. Somit zeigen sich auch hier - trotz eisernen Durchhaltewillens - hin und wieder bereits Resignation und lethargische Anwandlungen in Blazkos Gedanken. Dennoch war "TNO" im direkten Vergleich noch ein wenig düsterer und trauriger, was mir persönlich etwas besser gefallen hat.

Zudem macht die Story besonders im zweiten Abschnitt einen radikalen Schnitt - ich sage nur: "Nazi-Zombies"! Die scheinen sich derzeit ja, so wie Prequels, ebenfalls - in Games und Filmen - wachsender Beliebtheit zu erfreuen, ergo: Warum sollte man sie, denn immerhin war das "Wolfenstein"-Franchise ja schon immer etwas okkultistisch ausgerichtet, nicht auch hier unterbringen? Ich für meinen Teil kann sagen warum: Die Nazombies sind in diesem Spiel absolute Athmosphäre-Killer! Ab dem Zeitpunkt, wo sie auftauchten, und B.J. sagt: "It`s raining Nazis", konnte ich das Spiel nicht mehr ernst nehmen. Sicher, der Spruch war witzig, und es macht einen Riesenspaß, nicht nur sprichwörtlich, sondern auch buchstäblich hirntote Nazis abzuknallen... trotzdem: Die Ernsthaftigkeit, mit der man im Hauptspiel und bis dahin auch in "TOB" an die 3.-Reich-Thematik heranging, die mich so beeindruckt und begeistert hatte - diese Ernsthaftigkeit geht mit dem Einschlagen der Zombie-Parodie-Schiene für meinen Geschmack einfach komplett flöten. Schade.

Dafür kann sich die Bewaffnung, mit der man den Nazis und den Untoten zuleibe rückt, absolut sehen lassen. Im Vergleich zum Hauptspiel gibt es einfach "Downgrades" des Arsenals von 1960, aber auch einige komplett neue Waffen finden sich. Sehr schön ist die abgesägte Doppelläufige - Ash aus "Evil Dead" lässt grüßen. Der nützlichste Gegenstand ist jedoch das Eisenrohr, welches B.J. unterwegs findet und ihm ein treuer Begleiter wird - mehr verrate ich darüber an dieser Stelle nicht (Anm.: ;D). Insgesamt fällt das Arsenal allerdings auch etwas kleiner als im Hauptspiel aus.

Zu Gameplay und Grafik kann ich nicht viel mehr sagen als auch zum Hauptspiel, außer dass es scheint, als hätten die Designer diesmal weniger 2-D-Texturen genutzt als in "TNO" (Anm.: zumindest sind mir kaum welche aufgefallen). Auch an den Anforderungen hat sich nicht viel geändert, und so bleibt mir in diesen Aspekten eigentlich nur, auf mein Review zu "TNO" zu verweisen. Die gleichen Kritikpunkte dazu gelten auch hier, bis auf dass ich meinen Rechner diesmal nicht aufrüsten musste - ist ja unlängst geschehen (s. ebenfalls "TNO"-Review).

 

Fazit:

Wahrlich kein schlechtes Prequel, das aber gegenüber dem Hauptspiel auf Story-Ebene mit in diesem Setting leider völlig unpassenden Zombies etwas abflacht - dies ist besonders deshalb ärgerlich, weil es sogar ein reines Story-Add-On ist. Zudem ist es ein bisschen kurz geraten. Gut, es ist halt "nur" ein Add-On, aber ein bisschen mehr Spielzeit, ein paar mehr Missionen oder ein dritter Story-Abschnitt hätten schon drin sein können, gerade für ein Stand-Alone und auch besonders für den Preis (Anm.: ~ 30 € für die engl. Version bei Gameware).

Nichtsdestotrotz ist es eines der besten Games der jüngeren Zeit, die ihren Weg zu mir gefunden haben, mit cooler Bewaffnung, miesen Drecksäuen von Gegnern, beeindruckenden Kämpfen und gleichermaßen monumentalen wie bedrohlichen Kulissen. Mit Auge zu und Nostalgie-Bonus für das "RtCW"-Feeling (Anm.: so wurde zumindest für TOB geworben ;P) gibt es ordentliche 7,5 Punkte, die man dann auch getrost aufrunden darf.

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Kommentare

26.05.2015 22:14 Uhr - NoCutsPlease
1x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.495
Überaus geschickt sehr viele handfeste Informationen in einem kompakten Stil verpackt.

01.09.2017 15:42 Uhr - Horace Pinker
1x
User-Level von Horace Pinker 19
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 7.435
Wie deine Besprechung des Hauptspiels ist auch dein Review zum Add On lesenswert, informativ und sehr unterhaltsam geworden. Das Spiel klingt ebenfalls recht witzig (könnte mir sogar vorstellen das mir die Nazizombies gefallen könnten), also gilt wie beim Vorgänger das die uncut X-Box Version wenn sich die Gelegenheit ergibt mal gespielt wird.

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