Vorwort / Erläuterung Struktur u. Punktevergabe
Mittlerweile habe ich ein paar Reviews geschrieben, das ein oder andere ausprobiert und diverse Anregungen erhalten. Habe mich mittlerweile für ein übersichtliche, gegliederte Struktur und eine detaillierte, nachvollziehbare Punktevergabe entschieden (Fünf Themen-Schwerpunkte mit jeweils bis zu 2 Punkten bei voller Zufriedenstellung). Meine Reviews sind folgendermaßen gegliedert:
- Vorwort
- Zusammenfassung der Handlung (kann Spoiler enthalten !)
- Kritikbereich (wie folgt, in Einzelwertungen gegliedert):
- Handlung, Roter Faden, Innovation
- Charaktere, Darsteller, Dramaturgie
- Regie, Kamera, Schnitt
-
Synchronisation, Ton, Sprache, Soundtrack
-
Spezialeffekte, Filmästhetik
Zusammenfassung der Handlung:
Ein grade geschlüpfter Marienkäfer verletzt sich bei einem Sturz auf seinem ersten Testflug. Unfähig zu fliegen und von einem Unwetter überrascht, sucht er Unterschlupf in einer Zuckerdose auf einer liegen gelassenen Picknickdecke. Unter anderem entdecken auch ein paar schwarze Späher-Ameisen diese als Nahrung für ihre Königin und beginnen die Zuckerdose mitsamt dem Marienkäfer ab zu transportieren. Durch den Angriff einer Eidechse und den selbstlosen Einsatz des kleinen Käfers freunden sich die Weggefährten an und beginnen eine abenteuerliche Reise zum Ameisen-Nest, die von gegnerischen Feuerameisen und allerlei Gefahren begleitet wird. In einem fulminanten Showdown müssen sich die schwarzen Ameisen gegen den Angriff der roten Ameisen wehren, wobei der mittlerweile wieder flugfähige Marienkäfer sie heftig unterstützt.
Kritikbereich
I. Handlung, Roter Faden, Innovation:
Die Handlung des Films gab es bestimmt schon in ähnlicher Form in vielen anderen Filmen. Unterlegene müssen einen überlegenen Gegner bezwingen und schaffen es, weil sie zusammenhalten. Doch das Konzept der Umsetzung geht relative neue Wege, so wird in dem ganzen Film kein Wort gesprochen und die ganze Handlung wird nur in Bildern und Geräuschen erzählt. Die Protagonisten des Films sind, wie sich das heute natürlich so gehört computer-animiert, doch alle Schauplätze sind real-Aufnahmen. Die Handlung wird auch ohne Worte, mal lustig, mal spannend, sehr schlüssig und einem klaren, roten Faden folgend, erzählt. Den Film über wechseln sich immer wieder mitreißende und ruhigere Passagen ab, bis sich der Gesamt-Spannungsbogen zum Finale komplett aufgebaut hat. Großen Innovations-Bonus für die Art und Weise wie die Handlung erzählt wird und den roten Faden, nach Abzug für die ausgelutschte Grundstory gibt es hier:
1 von 2 Punkten.
II. Charaktere, Darsteller, Dramaturgie:
Menschen kommen in diesem Film insgesamt drei Stück vor, drücken sich in diesen wenigen Sekunden auch nur non-verbal aus und fallen somit als Fast-Statisten aus der darstellerischen Wertung heraus. Dafür haben die virtuellen Darsteller umso mehr Ausdruck. Die 3D-Modelle der Insekten sind größtenteils möglichst realistisch und nah an der echten Biologie, haben allerdings alle unrealistisch große Augen-Partien um Emotionen über diese besser ausdrücken zu können. In Kombination mit den Geräuschen, kann man hier von sehr guter darstellerischer Leistung mit viel emotionalem und dramaturgischem Ausdruck sprechen, welche allerdings den Animatoren und Grafikern zugesprochen werden muss, deshalb auch hier:
1 von 2 Punkten.
III. Regie, Kamera, Schnitt
Sehr gut zusammen geschnittener Mix aus verschiedenen Perspektiven. Von wunderschönen Totalen atemberaubender Landschaften, über Kamerafahrten, zu detaillierten Nahaufnahmen einzelner Schauplätze in stimmungsvollen Lichtverhältnissen, weiß der Film vollstens zu überzeugen:
2 von 2 Punkten.
IV. Synchronisation, Ton, Sprache, Soundtrack
Auch wenn in diesem Film kein Wort gesprochen wird, so haben die Leute vom Ton doch eine Sound-Kulisse geschaffen, die den ganzen Film über die Bildgewaltigkeit und die Emotionen der virtuellen Darsteller perfekt ergänzt. Sei es das Gepiepe, Gehupe, Gebrumme und Gesummse mit denen sich die "Winzlinge" artikulieren oder die Hintergrundmusik die jede Emotion und jeden Landschafts-Eindruck ideal ergänzt. Dafür dass hier einen ganzen Film über ohne Worte gesprochen wird, auf jeden Fall:
2 von 2 Punkten.
V. Spezialeffekte, Filmästhetik
Die Synergie von Computer-Animationen und realen Natur-Aufnahmen bildet hier ein beeindruckendes optisches Erlebnis. Die Animationen wirken fast so plastisch wie Knetfiguren und sind absolut homogen in die Real-Aufnahmen eingebunden, dass sie nie wie Fremdkörper wirken. Die Mischung aus biologischer, realitätsnaher Physik mit den leicht comic-artigen Augen ergibt optisch sehr gut agierende Darsteller, welche mit viel Liebe zum Detail erschaffen wurden. Für diese gelungene Mischung aus zwei Welten gibt es auch:
2 von 2 Punkten.
Fazit
Ich habe den Film für meine Kinder geholt, doch anstatt die Zeit zu genießen, in der sie beschäftigt sind, war ich von Anfang an gefesselt und musste ihn mit bis zum Ende sehen. Sehr schönes Film-Erlebnis für die GANZE Familie, mit allem was dazu gehört. Dieser Film dürfte viele verschiedene Geschmäcker vor dem Fernseher vereinen.
Summa summarum: 8 von 10 Punkten !
8/10