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dicker Hund
Level 9
XP 1.291
Eintrag: 11.01.2017

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Pistoleros

Triangle

Herstellungsland:Australien, Großbritannien (2009)
Genre:Horror, Thriller, Mystery

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,15 (13 Stimmen) Details
inhalt:
Als Jess mit Freunden einen Segeltörn unternimmt, hat sie von Anfang an ein seltsames Gefühl. Ihre schlimmsten Ängste werden wahr, als die Yacht in einen Sturm kommt und sie sich auf einen verlassenen Ozean-Dampfer retten müssen. Jess ist davon überzeugt, dass sie schon einmal auf diesem Schiff war und obwohl dieses verwahrlost ist, sind sie trotzdem nicht allein.
Jemand jagt sie, einen nach dem anderen. Nur Jess hat den Schlüssel zum Ende dieses nervenauftreibenden Terrors in der Hand - ohne etwas davon zu ahnen...
eine kritik von dicker hund:

Drei Jahre nach dem bereits überzeugenden Fun-Splatter "Severance" machte sich Regisseur Christopher Smith an einen Mystery-Thriller, den wunderlichen "Triangle". In der Hauptrolle besetzte er die bereits aus "30 Days of Night" und "Turistas" genreerprobte Melissa George als Jess. Das erwies sich als Glücksgriff, präsentiert die Schauspielerin doch gekonnt die geforderte Mischung aus Depression, Schuldgefühlen und geistiger Abwesenheit. Die mehrdeutigen Ansagen ihrer Figur lassen da gleich auf diffuses Unheil schließen.

Wenig begeistert über diese "Ausflugslaune" von "der mit dem Kind" reagieren Michael Dorman als Greg und Liam Hemsworth (richtig gelesen, einer der beiden Liebhaber des Spott-Tölpels in "Tribute von Panem") als Victor. Ihre authentisch geratenen Gespräche mit Jess pendeln von besorgt zu vorwurfsvoll und wieder zurück. Dummes Gequatsche über Sex (1/10) bleibt bei diesem australischen Film angenehmerweise aus. Damit wäre die Grundstimmung bereitet - die Musik passt sich nahtlos an. Schon bald taucht in der vermeintlich vorhersehbaren Handlung das "Linienschiff" auf, dessen Außenansicht leider offensichtlich aus CGI besteht. So einen Patzer leistet sich Smith zum Glück nur noch einmal: Nämlich bei einer bar jeden Zweifels als Schaufensterpuppe identifizierbaren "Wasserleiche". Ansonsten kann das Set reichlich punkten. Sein Innenleben gibt sich glänzend geräumig, scheinbar verlassen und steril. Gerade dadurch kommt ein unheimliches Gefühl in diesem Gefährt auf, zumal klar sein dürfte, dass die Gruppe doch nicht alleine ist.

Es dauert entsprechend nicht lange, bis ein vermummter Attentäter für einen derben, aber nicht übertriebenen Bodycount sorgt (Gewalt 5/10). Hierdurch wird zugleich die Erzählgeschwindigkeit spürbar erhöht und im Anschluss ein deftiger Twist eingeleitet. Es soll nicht der letzte bleiben. Allerdings muss man als Zuschauer für die Geschichte schon eine sehr offene Einstellung mitbringen, da die für Sci-Fi typischen Paradoxien und eigenwilligen Logikansätze kaum auflösbar sind. Verträglicher ist da die beeindruckende Ästhetik, die mit mehrschichtigen Bildebenen und Spiegelungen überzeugt. Obendrein verzückt sie das Auge mit phantasievollen Details wie der Malerei im Theater oder den "gleichartigen Haufen", die zur Spoilervermeidung hier nicht näher beschrieben werden sollen. Derartige Bilder liefern jedenfalls treffsichere Schockszenen. Mit diesen wird aufgrund des hohen Identifikationsgrades mit der Protagonistin gewollt und gekonnt Eindruck geschunden (Horror 6/10). Besonders prägend bleibt die tragische Auflösung in Erinnerung, die zum nachdenken und interpretieren anregt.

Ob "Triangle" dem Rezipienten schlussendlich gefällt, entscheidet sich an seiner Offenheit für Wendungen und unbeantwortete Fragen. Denn manche Merkwürdigkeiten werden mit einem superben "Aha"-Effekt aufgelöst, der beinahe zu Jubel über die nichtlinearen Elemente einlädt. Da fallen die nicht geklärten, aber auch nicht weniger drängenden Unwägbarkeiten um so nachdrücklicher auf, nicht nur weil auf Humor verzichtet wurde (1/10). Wen das schon bei Serien wie "Akte X" nicht gestört hat, der kann sich diese große Filmperle (8/10 Punkten) auf die Wunschliste schreiben. Trotz angemessener Härte ist sie problemlos mit eingeschränkter Jugendfreigabe der FSK erhältlich.

8/10
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Kommentare

11.01.2017 08:25 Uhr - NoCutsPlease
3x
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Oh ja, den fand ich ebenfalls überraschend gut! :)
Und auch das Review verzückt das Auge mit phantasievollen Details.

PS: Wenn ein Hund von "gleichartigen Haufen" spricht, dann hat man ohnehin nicht das vor Augen, was im Film zu sehen ist. ;)
Die Spoilerminimierung ist also gut geglückt.

11.01.2017 08:30 Uhr - cecil b
2x
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Yeap, eine schlüssige und gut gelungene Besprechung dieses spannenden Films! Ich fand auch, dass die Gespräche oft wenig gekünstelt wirkten, ein klarer Pluspunkt.

Es gibt einen spanischen Film, der die Story schon vor Triangle auf den Tisch gelegt hat. Hab den Namen dieses Films vergessen, aber ich werde mich noch einmal informieren.

Triangle weiß aber so oder zu gefallen. Wirklich spannend.

11.01.2017 09:44 Uhr - JasonXtreme
1x
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So kann man den Film umschreiben, treffender geht kaum, und die Wertung halte ich ebenso. Hat mich stark überrascht damals, das Teilchen

11.01.2017 11:41 Uhr - Horace Pinker
1x
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Wie immer aufschlußreiche und wortgewandt verfasste Besprechung, mein Interesse hast du jedenfalls geweckt dicker Hund! Melissa George konnte ja auch schon im 2005er Amityville Remake Genreerfahrung sammeln und ist imho eine recht fähige Darstellerin.

12.01.2017 09:30 Uhr - Angertainment
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Schöne Kritik und vor allem wissentlich knapp gehalten damit es spoilerfrei bleibt, was bei diesem Werk schwer ist, daher absolut gelungene Worte. Top Film, saubere Wertung.

11.01.2017 08:30 Uhr schrieb cecil b
Es gibt einen spanischen Film, der die Story schon vor Triangle auf den Tisch gelegt hat. Hab den Namen dieses Films vergessen, aber ich werde mich noch einmal informieren.


Hey Cecil, meinst du "Time Crimes"?


12.01.2017 11:38 Uhr - cecil b
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DB-Co-Admin
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Angertainment: Dass kann gut sein, ich glaube du hast Recht!

Ein Freund von mir und dessen Freundin hatten mir von diesem Film erzählt, und gesagt, dass TRIANLGE sich da so einiges abgekupfert hat. Aber ich habe mir selbst noch kein Bild davon gemacht.

17.01.2017 15:06 Uhr - naSum
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Gut geschriebenes Logbuch, mit gekonnt umschifften Spoilern. Nicht einfach, wenn ein Film wie dieser von Wendungen und Twiste lebt.
Mir hat er damals auch gut gefallen.

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