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Horace Pinker
Level 17
XP 5.955
Eintrag: 10.01.2017

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Bloodhead - Die Kreatur

(The Creature of the Sunny Side Up Trailer Park)
Herstellungsland:USA (2006)
Genre:Horror, Mystery
Alternativtitel:Bloodhead
Creature of Sunnyside Trailer Park, The
Creature, The
Curse of Bloodhead, The

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Ein dunkles Geheimnis liegt über einer kleinen Wüstenstadt. Als zwei Männer dort eintreffen, um ihre mysteriöse Erbschaft anzutreten, erfahren sie seltsame Ereignisse aus ihrer Vergangenheit. Ihr Erscheinen war vorausbestimmt um eine Prophezeiung zu erfüllen. Werden sie in der Lage sein, ihre eigenen Differenzen zu beseitigen und den Kampf gegen eine mysteriöse Kreatur aufzunehmen, die Einen nach dem Anderen in der Stadt tötet?
eine kritik von horace pinker:

2006 entstand die Low-Budget Horrorkomödie The Creature of the Sunny Side Up Trailer Park. Die Regie übernahm Nicolas Cages Bruder Christopher Coppola (Draculas Widow, Deadfall), während seine Ehefrau Adrienne Stout (gab hier ihr Drehbuchdebut, sonst vor allem als Schauspielerin tätig, u.a. White Nights, The Deviants) sich für das Drehbuch verantwortlich zeichnete. Der Film handelt von 2 ungleichen Brüdern, welche nach dem Tod ihrer ihnen fremden Mutter zu einem Trailerpark in Kalifornien fahren um dort ihr Erbe anzutreten. Dummerweise gibt es dort auch ein menschenmordendes Ungetüm...

Erwartungsgemäß würde die Story keinen Oscar für Innovation gewinnen, allerdings fällt diese dank einiger überraschender Wendungen und vereinzelten spannenden Stellen dennoch vergleichsweise unterhaltsam aus. Positiv zu erwähnen ist noch, dass sich der Film zum Glück nicht übermäßig ernst nimmt und durch den dargestellten immer wieder aufflammenden brüderlichen Konflikt sowie diverse skurrile Nebenfiguren, darunter einen tauben Autokinobetreiber und einen blinden Trailerparkbewohner, immer wieder einige lustige Momente eingestreut werden. Etwas schade fand ich, dass die eingeführte Mythologie nicht ausreichend etabliert wird, so hätte ich vor allem gerne etwas mehr über den Ursprung und die Motivation des Monsters erfahren und auch einige andere Handlungsfäden wurden leider nicht ideal umgesetzt.

SPOILER v.a. wird nie wirklich klar was es nun genau mit der hinter den Ereignissen stehenden Sekte auf sich hat, welche Ziele diese genau verfolgt oder wie sie überhaupt Macht über den „Bloodhead“ erhalten hat SPOILER ENDE

Zudem hätte ich mir gewünscht, dass das Wesen etwas öfter aufgetreten wäre und es in diesem Zusammenhang ein paar mehr gruselige Szenen gegeben hätte. Die vorhandenen Momente wurden durchaus effektiv umgesetzt, besonders eine in einem Autokino spielende Szene, in welcher eine Frau in dem Vorführraum von der Bestie ermordet wird (was man als Hommage an eine ähnliche Szene im Horrorklassiker „The Blob“ verstehen kann) lässt Spannung aufkommen.

Kommen wir als nächstes zu den Effekten: Diese kommen zwar definitiv nicht an die Qualität höher budgetierter Genre Vertreter heran, wurden aber zumindest mit reichlichem Kunstbluteinsatz und praktischen Effekten umgesetzt (zu den Highlights gehören ein abgebissener Kopf und ein blutig aufgerissenes Gesicht). Gorehounds sollten aber nicht zu viel erwarten, da die entsprechenden Szenen meist kurzgehalten werden und es insgesamt auch ziemlich wenige brutale Tötungen gibt. Die titelgebende Kreatur wurde ebenfalls auf klassische Weise umgesetzt und auch wenn die etwas hummerähnlich aussehende Monstrosität manchmal recht deutlich als Mann im Kostüm erkennbar ist, wirkt dies immerhin besser als billige Computereffekte. Hinzu kommen noch einige kleinere Pyroeffekte und eine Cartverfolgungsjagd.

Die beiden Protagonisten Doug und Donnie werden von den relativ unbekannten Darstellern Steve Hedden (Beat, G-Men from Hell) und Andre Ware(Die Hard With A Vengeance, Teenage Mutant Ninja Turtles) verkörpert. Beide leisten ordentliche Arbeit und schaffen es vor allem auf amüsante Weise die gegenseitige Abneigung ihrer Figuren zu verkörpern und zugleich auch sympathisch genug zu erscheinen um als Identifikationsfiguren für die Zuschauer zu dienen. In den Nebenrollen sind überraschender Weise einige prominente Akteure vertreten, am bekanntesten dürfte dabei Ex Serien Wonder Woman Lynda Carter (The Dukes of Hazard, Sky High) in der Rolle der nymphomanischen Lynette sein. Durch die von Over-Acting geprägte und etwas stereotype Verkörperung ihres Charakters schwankt sie in ihrer Darstellung zwischen witzig und nervtötend. Weiterhin präsent sind  der 2005 verstorbene Schauspielveteran Frank Gorshin (12 Monkeys, Batman: The Movie) in seiner letzten Spielfilmrolle und Oscargewinnerin (1960 als beste Schauspielerin in einer Nebenrolle für das Drama Elmer Gantry) Shirley Jones als Mutter der Brüder (eine Rolle die sie spielfreudig ausfüllt).

In Deutschland wurde die unzensierte Version unter dem Titel Bloodhead mit einem juristischen Siegel von MiB veröffentlicht, zusätzlich erschien eine in den Gewaltszenen gekürzte Fassung mit einer kj Freigabe. Bisher wurde die uncut DVD nicht indiziert.

Bloodhead ist ein kleiner Trashfilm, der Zuschauer die Wert auf ausgeklügelte Dialoge und eine super innovative Geschichte legen oder eine absolute Splattergranate erwarten enttäuschen dürfte, Freunde komödiantisch angehauchter Monsterfilme trotz einiger Mängel allerdings bei passender Erwartungshaltung durchaus gut unterhält. Ich vergebe 6/10 in Wohnwagensiedlungen wütende Monster.

 

6/10
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Kommentare

10.01.2017 08:13 Uhr - dicker Hund
1x
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Angesichts der einen bald erschlagenden Vielzahl von Tierhorror bin ich dankbar für jedes vorsortierende Review, vor allem für ein so schön gepinkertes;-)

10.01.2017 09:08 Uhr - NoCutsPlease
1x
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Das Grauen ist zurück - nun in Bezug auf deine gelungene Kritik trifft das jedenfalls nicht zu.
Und es ist irgendwie immer wieder spaßig, wie sich damalige Oscargewinner in derartige Gefilde verirren.

PS: Den Regisseur (Halbbruder von Nicolas Cage und Neffe von Filmlegende Francis Ford Coppola) findet man quasi überall unter dem Nachnamen Coppola. Dahingehend hat das DVD-Cover also nicht geschummelt. :)

10.01.2017 09:36 Uhr - Horace Pinker
1x
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Vielen Dank euch Beiden für eure gut gestimmten Rückmeldungen.
dicker Hund: Falls ich durch meine eventuell etwas ungünstige Formulierung einen falschen Eindruck geweckt habe, möchte ich klarstellen das ich Bloodhead eher weniger ins Tierhorror Subgenre einordnen würde, da die titelgebende Kreatur nicht nur auf 2 Beinen läuft, sondern zudem gegen Ende des Films sogar spricht (wenn auch ziemlich unverständlich). Die visuelle Beschreibung des Monsters fiel mir einfach nicht so leicht, weil dieses durch seine rote Färbung und seine Beißwerkzeuge etwas an erwähntes Schalentier erinnert, aber u.a. auch einige Reptilien artige und humanoide Elemente beinhaltet.
NoCuts: Erstmal danke für den versteckten Fehlerhinweis, du hast natürlich recht das der Regisseur den Nachnamen seines berühmten Onkels beibehalten hat, habe wahrscheinlich Cage geschrieben, da ich immer noch mental bei seinem schauspielernden Verwandten war ;-) Bezüglich der Rollenwahl ehemaliger Oscarteilnehmer muss ich gestehen, dass mir Schauspieler die zwischendurch auch mal in einer niedrig budgetierten Genreproduktion mitmachen sogar symphatischer sind als jene, die sich elitär nur an Dramen und Komödien bzw. hoch budgetierten Hollywood Mainstream beteiligen. Etwas anderes sind natürlich Kandidaten, die in ihrer späteren Karriere nur noch in Trashfilmen auftreten ;-)

11.01.2017 07:56 Uhr - cecil b
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Schön pointierte Review! Der Film lockt mich jetzt, da ich Gummimonster mag!

11.01.2017 11:34 Uhr - Horace Pinker
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11.01.2017 07:56 Uhr schrieb cecil b
Schön pointierte Review! Der Film lockt mich jetzt, da ich Gummimonster mag!

Vielen Dank Cecil, den Film kannst du dir durchaus mal ansehen, mit nicht zu hohen Erwartungen kannst du durchaus Spaß haben. Übrigens gibt es auch eine Verleihversion, also kannst du ihn auch einfach ausleihen (falls es in deiner Nähe eine Videothek gibt).

11.01.2017 12:02 Uhr - cecil b
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Videothek: Leider nicht mehr. Aber ich sehe den Film immer wieder günstig im Verkauf. Hab noch viele ungesehene Monster zu Hause, aber irgendwann sind auch die fort. ;)

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