SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Suche:
Dead Island Definitive Edition Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 29,99€ bei gameware Böses Spiel mit Zombies Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 39,99€ bei gameware
Punisher77
Level 12
XP 2.233
Eintrag: 26.09.2017

Amazon.de


Jack Ketchums Evil
Blu-ray LE FuturePak 16,49
Amazon Video 9,99



Hounds Of Love
Blu-ray Mediabook 23,99
Blu-ray 15,99
DVD 13,99
Amazon Video 9,99

Exit Wounds - Die Copjäger

(Exit Wounds)
Herstellungsland:USA (2001)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Krimi, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,96 (46 Stimmen) Details
inhalt:
Er ist der härteste Bulle Detroits und ein Einzelgänger,der im Einsatz keine Gnade kennt:Orin Boyd macht keine Gefangenen!Als Folge seines eigenwilligen Verhaltens wird er von seinen Vorgesetzten in den übelsten Distrikts Detroits abgeschoben.Er findet sich in einem undurchsichtigen Sumpf aus Drogen,Gewalt und Korruption wieder,die sich bis in die höchste Ränge des Polizeipräsidiums zieht.Orin,der den Kampf aufnimmt,stellt sofort fest,dass er bei dieser Mission keine Freunde und keine Verbündete hat.Nur der geheimnisvolle Drogenbaron Latrell Walker scheint ein doppeltes Spiel zu spielen...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von punisher77:

                                          EXIT WOUNDS


Spätestens mit Fire Down Below (1997) war Steven Seagals Kinokarriere beendet und es ging immer tiefer in den Direct-to-Video-Sumpf. Danach musste sich der einst von Warner Brothers gepushte Actionstar in der quälend langweiligen Videopremiere The Patriot (1998) verdingen und eine Gastrolle in der Komödie My Giant (ebenfalls 1998) übernehmen. Danach folgte für Seagal eine dreijährige Filmpause.

Erst im Jahr 2001 trat Seagal wieder vor die Kamera. Regisseur Andrzej Bartkowiak, Kameramann bei so unterschiedlichen Kinohits wie Twins – Zwillinge (1988), Falling Down – Ein Ganz Normaler Tag (1993) und Im Auftrag Des Teufels (1997) hatte im Jahr 2000 mit dem Actionfilm Romeo Must Die sein Regiedebut gegeben. Romeo Must Die zeigte Rapper DMX zusammen mit dem asiatischen Actionstar Jet Li und bot neben zahlreichen Martial Arts – Szenen einen Hip Hop / Rap – Soundtrack. Da der Film (Produktionskosten: 21 Millionen Dollar) über 90 Millionen einspielte, wollte man so schnell wie möglich einen ähnlichen Film nachschieben. Während DMX erneut verpflichtet wurde und im Vergleich zu Romeo Must Die eine wesentlich größere Rolle bekam, ging man für den nächsten Film, der den Titel Exit Wounds trägt, auf Steven Seagal zu, der es mit diesem Film zum ersten Mal seit vier Jahren auch wieder in die deutschen Kinos schaffte.

Weil er den amerikanischen Vizepräsidenten während einer Rettungsaktion von einer Brücke in einen Fluss geworfen hat, wird der Cop Orin Boyd (Steven Seagal) strafversetzt und von seiner neuen Chefin zu einem Anti – Aggressionstraining geschickt. Wie sich schnell herausstellt, ist der Großteil der Polizisten in Boyds neuem Revier korrupt und in Drogengeschäfte verwickelt ist. Boyd beginnt, auf eigene Faust gegen seine Kollegen zu ermitteln. Unterstützung erhält Orin Boyd dabei von dem cholerischen TV – Moderator Henry Wayne (Tom Arnold - True Lies, 1994) und dem vermeintlichen Gangster Latrell Walker (DMX)…

Exit Wounds – Die Copjäger ist Steven Seagals bester Film seit Alarmstufe: Rot (1992) und im Grunde der letzte wirklich überragende Streifen, den der Aikidoexperte überhaupt gedreht hat. Exit Wounds kann sogar - wie Alarmstufe: Rot - Zuschauern gefallen, denen Seagals bisherige Filme zu eindimensional waren. Denn obwohl Steven Seagal hier einmal mehr die Rolle des stahlharten Profis mit maskenhafter Mimik spielt, leistet er sich hier eine gesunde Portion Selbstironie, die enorm zum Unterhaltungswert des Films beiträgt. Vor allem die Szene, in der Seagal an dem Anti–Aggressionstraining teilnimmt, ist zum Brüllen komisch. Und die sich dieser Szene anschließende Kampfszene zeigt, dass Seagal, der damals immerhin schon fast 49 Jahre alt war, nichts verlernt hat. Die Kämpfe gehören zu den Highlights von Exit Wounds und sind – wie immer in guten Seagal – Filmen – hervorragend choreografiert und kompromisslos hart, wenn auch teilweise etwas zu "stylish". Das Budget von 33 Millionen Dollar gestattete es Regisseur Bartkowiak außerdem, eine Reihe von spektakulären Verfolgungsjagden und Schießereien zu inszenieren, die keinen Vergleich zu scheuen brauchen und absolutes Hollywood-A-Produktionsfeeling versprühen.

Auch DMX macht sich in seiner Rolle als millionenschwerer Crimefighter mit Gangsterimage gut. Er verfügt zwar nicht über das Charisma eines Darstellers, der in der Lage ist, allein einen Kinohit zu schultern, doch im Team mit Seagal macht er auch, bzw. besonders in den Actionszenen eine so gute Figur, dass er auch in Bartkowiaks nächstem Actionfilm Born 2 Die (2003) wieder mitwirken durfte.

Exit Wounds verfügt aber auch über eine tolle Nebendarstellerriege. Da wäre z. B. Michael Jai White, der in zahlreichen Actionfilmen (z.B. The Dark Knight, 2008 / Skin Trade, 2014) positiv in Erscheinung getreten ist. Tom Arnold, der schon in James Camerons True Lies (1994) für den Humor sorgte, unterhält als Seagals Informant und Actionfilmveteran Bill Duke (Phantom Kommando, 1985 / Action Jackson, 1988) spielt hier eine kleine, aber einprägsame Rolle. Und für´s männliche Auge gibt´s Eva Mendes (Hitch, Der Date-Doktor, 2005), deren Rolle leider viiieeel zu klein ist.

Der einzige wirkliche Ausfall ist dagegen Anthony Anderson als DMX´ Filmpartner, der dem Film wohl zusätzlichen Humor verleihen sollte, aber einfach nur anstrengend ist, was durch die deutsche Synchronisation noch verstärkt wird. Unglaublich, dass der Mann auch in der Lage ist, ernste Rollen (z. B. in der TV – Serie The Shield (2002-2008) ) zu spielen, auch wenn das eher selten der Fall ist.

Exit Wounds ist ein hervorragender, unterhaltsamer Actionfilm und das letzte große Highlight in Steven Seagals Vita. Leider konnte Seagal diesen Erfolg nicht für sich nutzen. Obwohl der Film von 0 auf Platz 1 in den amerikanischen Kinocharts startete und knapp 80 Millionen Dollar einspielte, erschien Seagals nächster Film Ticker (mit Dennis Hopper und Tom Sizemore durchaus hochkarätig besetzt) wieder nur auf Video. Halbtot (2002) schaffte es dann noch einmal in einigen Ländern ins Kino, aber nachdem auch dieser Film floppte, war´s mit der Kinokarriere endgültig vorbei.

8-9/10

8/10
mehr reviews vom gleichen autor
Wie
Punisher77
7/10
Sniper:
Punisher77
4/10
Force
Punisher77
5/10
die neuesten reviews
Sunshine
tschaka17
8/10
Lake
leichenwurm
8/10
Controller,
Ghostfacelooker
10/10
Glued
Ghostfacelooker
10/10
Asphalt-Kannibalen
dicker Hund
5/10
Aliens
Horace Pinker
8/10

Kommentare

26.09.2017 23:13 Uhr - NoCutsPlease
4x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 22
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 10.495
Na bitte, da sind wir doch mal wieder einer Meinung. :)
Feines Review zu Seagals letztem wirklich guten Actionklopper.

26.09.2017 23:14 Uhr - Weltraumgott
4x
User-Level von Weltraumgott 4
Erfahrungspunkte von Weltraumgott 208
Der vlt. letzte Film mit Seagal!
Danach die Filme, das MUSS ein fetter alter Typ sein, der nur so ähnlich aussieht und den Namen als Pseudonym trägt.

26.09.2017 23:16 Uhr - TheRealAsh
3x
User-Level von TheRealAsh 6
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 551
den kenn ich sogar zufällig, da mit nem Freund gesehen, fand den sogar ziemlich gut, müsste ihn aber echt mal wieder schauen. Deine Actioner-Linie überzeugt mich wirklich völlig mit den super Reviews und ich muss mich da echt weiterbilden!

26.09.2017 23:23 Uhr - Intofilms
2x
Deine Sachen lese ich einfach zu gern! Mit Seagal hatte ich ehrlich gesagt nie sonderlich viel am Hut. Aber diese Rezi hat jetzt doch irgendwie mein Interesse geweckt. Hmm... Wenn sich mal die Gelegenheit bietet, schaue ich den. Sprachlich und inhaltlich alles top - wie immer! ;)

26.09.2017 23:24 Uhr - Punisher77
3x
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 12
Erfahrungspunkte von Punisher77 2.233
Thanx, Leute!

@NoCutsPlease:
So sehe ich das auch - keiner von Seagals nachfolgenden Filmen kommt an "Exit Wounds" ran.

@
TheRealAsh:
Weiterbildung im Actionkino ist immer gut ;-). Aber hüte Dich vor den vielen aktuelleren Gurken, von denen insbesondere die Herren Lundgren und Seagal in jüngster Zeit einige fabriziert haben. Aber dazu kommen wir noch...

@Weltraumgott:
An diese Idee hab ich noch gar nicht gedacht :-D...

27.09.2017 08:30 Uhr - JasonXtreme
2x
DB-Helfer
User-Level von JasonXtreme 12
Erfahrungspunkte von JasonXtreme 2.291
Ich kann einfach echt nix groß zu sagen jedesmal^^ abermals tolle Arbeit, sehe ich ganz genauso. Den hab ich im Kino gut gefeiert damals, und DMX hätte ich gern noch öfter gesehen. Anthony Anderson störte mich nicht soooo, aber in seinen seltenen ernsten Rollen isser mir auch lieber. Wobei er bei Romeo must die durchaus witzig war!

27.09.2017 09:20 Uhr - Horace Pinker
2x
User-Level von Horace Pinker 19
Erfahrungspunkte von Horace Pinker 7.411
Sehr schöne Fortführung deiner Seagal Review Reihe Punisher. Für mich ist Exit Wounds auch der beste nach 2000 entstandene Seagal auch wenn er für mich nicht ganz an Highlights aus seiner Glanzzeit wie Marked for Death oder Out for Justice heranreicht.

27.09.2017 19:48 Uhr - Pratt
2x
DB-Helfer
User-Level von Pratt 21
Erfahrungspunkte von Pratt 9.220
Schon wieder ein tolle Review, ich sehe den auch bei 8/10, manche Kampfszenen waren mir einfach zu stylisch, zu viel Wirework und ähnliches, insgesamt ein gute Film, mit einem gut aufgelegten Seagal, der auch deutlich schlanker schien, als z.b., in 'The Patriot' oder 'Fire down below', über seine heutige körperliche Verfassung hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens ... .
(Das es auch anders geht zeigt z.b. Dolph Lundgren, der dieses Jahr auch schon 60 wird, aber deutlich jünger und vorallem fitter wirkt!!)

27.09.2017 23:12 Uhr - Punisher77
1x
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 12
Erfahrungspunkte von Punisher77 2.233
Gracias, Amigos!

@Intofilms:
Freut mich, dass Du das Review gelesen hast, obwohl Du mit Seagal nicht so viel anfangen kannst :-).

@Jason:
Den Film hab ich damals auch im Kino gesehen und hab mich gerfreut, dass Seagal wieder auf der großen Leinwand zu sehen war. Leider war die Freud :-(.

@Horace:
Sehe ich auch so - "Out For Justice" und auch "Zum Töten Freigegeben" gefallen mir auch besser als "Exit Wounds".

@Pratt:
Das "Wirework" wollte ich eigentlich auch noch erwähnt haben, aber ich bin beim Schreiben einfach nicht auf den Begriff gekommen.

28.09.2017 09:40 Uhr - leichenwurm
1x
DB-Helfer
User-Level von leichenwurm 5
Erfahrungspunkte von leichenwurm 420
Jau... der war echt klasse. Ein tolles Comeback für Seagal, dass leider nicht lange halten sollte. Den hab ich auch ewig nicht mehr gesehen, man greift ja meist doch zu den Früh-90er-Kloppern wenns um Seagal geht... obwohl "Exit Wounds" diese ja vom produktionsaufwand sogar locker weg steckt... ma sehen... wenn ich ma wieder Bock auf den Aikido-Moppel hab, dann ist DER mal wieder fällig. Das Review gefällt mir natürlich ebenfalls sehr gut... ;-)

29.09.2017 12:50 Uhr - Punisher77
DB-Helfer
User-Level von Punisher77 12
Erfahrungspunkte von Punisher77 2.233
Vielen Dank, Leichenwurm :-)!

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
SB.com