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dicker Hund
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Eintrag: 03.03.2017

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Urotsukidoji II - Legend of the Demon Womb

(Shin chôjin densetsu Urotsukidôji: Mataiden)
Herstellungsland:Japan (1993)
Genre:Anime, Erotik/Sex, Fantasy, Splatter
Alternativtitel:Legend of the Overfiend
Urotsukidôji 2

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,40 (15 Stimmen) Details
inhalt:
Was ist wahr? Was ist Mythos? Ein schüchterner Junge, in dessen tiefstem Inneren der Super-Dämon Chojin lauert? Jede Minute bereit, sein wahres Gesicht zu zeigen und die Macht über Mensch, Dämonen und Tiermenschen an sich zu reißen. Amanojaku ist noch immer auf der Suche nach dem gefährlichsten aller Menschenfeinde. Und mit der Ungewissheit wächst seine Sorge um die Menschheit. Welches Geheimnis birgt Nagumo? Warum benimmt sich Takeaki nach einer Bluttransfusion so merkwürdig? Welche Interessen hat der größenwahnsinnige Myunhi an diesem Jungen? Fragen über Fragen, auf die es keine Antworten zu geben scheint. Aus der Legende vom Dämonen Chojin wird ein atemberaubendes Spiel um die Zukunft der Erde. Können die Welten der Menschen, der Makai und die Jyjinkai jemals zum Land der Ewigkeit vereint werden?
eine kritik von dicker hund:

Takayamas Fortsetzung zu "Urotsukidoji" macht sich einen beliebten Trick zu eigen, wenn eine Geschichte nicht linear weitererzählt werden soll: Sie arbeitet mit Zeitsprüngen, wodurch die bekannten Charaktere in ihrem Urzustand gezeigt werden können. Ein erzählerischer Anschluss bleibt so aus. Doch selbst bei großzügiger Auslegung entstehen hier trotz dieses Kniffs Widersprüche zum Erstling. So erscheint es etwa fernliegend, dass der "Chojin" auf einmal eine andere Nemesis haben soll, von der 1989 noch keine Rede war. Wo war die denn?

Zu den gelungenen Neuerungen zählen dagegen die kruden Nazi-Einlagen, die schon im Auftakt das Herz des Trashfreundes dank einer dubiosen Maschine mit Bums-Hydraulik und "deutscher" Dialoge höherschlagen lassen. Wer schon immer einmal hören wollte, wie der Name "Münchhausen" mit japanischem Akzent ausgesprochen wird, kann sich hier köstlich amüsieren. Der Score dagegen wurde innerhalb der vergangenen vier Jahre zwischen den Episodenblöcken nicht besser. Und noch etwas verärgert jedenfalls in der deutschen Fassung: Häßliche Zensurblässen sind in einigen wenigen Vögel-Szenen ins Bild geklatscht, wenn auch nur selten und eher im Frame-Bereich. In den Folgeteilen führt dies in einigen Abschnitten gar zu einer Art totalem Bildausfall, weshalb der Autor sich von jenen bisher ferngehalten hat. Ganz so katastrophal ist die destruktive Auswirkung der "Überarbeitungen" hier glücklicherweise noch nicht: Im Gegenteil lassen sich die Konstellationen der Marke "Tentakel gegen Titten" immer noch sehen und brauchen sich vor ihren Geschwistern aus dem Original nicht wirklich zu verstecken. Dabei schrammen sie trotz der Eingriffe noch nahe an der Grenze zum Hardcore (Sex 9/10).

In einem konfusen Kontrast zu solchen Auswüchsen stehen Kitsch-Momente wie die Höflichkeiten während eines Familiengespräches bei Tisch, die zwar später eine gewisse erzählerische Rechtfertigung erhalten, für westliche Ohren dennoch angesichts des penetranten Pathos reichlich anstrengend bleiben. Es ist eben nicht alles grob im Universum der drei Welten aus "Urotsukidoji". Putzige blaue Zwergkreaturen mit schlaffen Mini-Pimmeln lassen sogar gelegentlich ein Schmunzeln zu (Humor 2/10). Der Schwerpunkt der Inszenierung liegt aber erneut auf den Symbiosen aus Mord und Vergewaltigung, welche nicht selten drastisch dargestellt sind (Gewalt 7/10). Trotzdem kann man ihnen eine satte Portion obskurer Erotik nicht absprechen. Die Krönung des Ganzen dürfte ein Gerät sein, das man in Anbetracht seiner Funktionalität mit einem Schalk im Nacken als "Totfick-Multiplikatoren" bezeichnen könnte.

Doch auch jenseits davon geht ganz schön die Post ab: Die immergeilen Dämonen lassen von ihren mehr oder weniger menschlichen Opfern oftmals nicht besonders viel übrig. Eine Selbstverletzungssequenz gibt sich zusätzlich als Garant für unbequeme Anspannung (Horror 5/10). Das Gesamtwerk bleibt indes erneut zu grotesk, um ernsthaft zu erschrecken. Handwerklich gestalten sich die orgiastischen Entladungen von Fortpflanzungs- und Exitus-Varianten weiterhin schauwertreich. Nur vereinzelte Einstellungen verlassen die ambitionierte Zeichentrick-Kunst zu Gunsten fehlender oder fader Hintergründe. Der Dämonenzweikampf am Ende stellt hierfür ein griffiges Beispiel dar: Dieser geriet nicht nur etwas langatmig und von schmalzigem Gesabbel immer wieder unterbrochen - er erweist sich wegen der allzu rot-stichigen Bildästhetik eben auch optisch nicht gerade als Leckerbissen.

Dennoch wurde aus Teil 2 insgesamt eine annehmbare Fortsetzung (6/10 Punkten). Wer deutsche Untertitel will, kann getrost bis hierher dabeibleiben, wenn ihm der bessere Vorgänger gemundet hatte. Danach wird es nebulös an der germanischen Fassungsfront: Trailer der beiden weiteren Sequels sehen wirklich übler Retuschen-vergewaltigt aus als so manche "Bitte nicht!"-rufende Schönheit bei Erblicken der dämonischen Mehrpenis-Bedrohung. Der hier besprochene, nur leicht davon betroffene Teil ist übrigens in ungeprüfter Version ungeschnitten, nicht jedoch indiziert.

6/10
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Kommentare

03.03.2017 08:47 Uhr - NoCutsPlease
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Für mich sind Animes ein stilistischer Krampf - sei es die Kulleraugenoptik, die tanzenden Schweißperlen bei gewissen Mimiken, die psychedelisch blinkenden Hintergründe und jede Menge anderer Dinge, die ich aktuell alle erfolgreich verdrängt habe. ;)
Nichtsdestotrotz habe ich mir diese Kritik und die zum Vorgänger gerne gegönnt, denn die lohnen sich allein schon wegen deiner verspielten Wortwahl, die stilistisch immer ein Genuss ist.

03.03.2017 08:48 Uhr - JasonXtreme
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Also die Teile hier empfand ich immer nicht so, wie Du sie umschreibst NCP ;) ansonsten is das Genre nämlich auch nicht so meins. Wie immer gut gebellt Herr Hund!

03.03.2017 11:16 Uhr - Horace Pinker
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Auch wenn diese Filmreihe wohl eher weniger mein Ding ist, schafft deine Kritik wie immer zu überzeugen und verschafft mir so einen kleinen Einblick in ein Subgenre das eher nicht meinen Geschmack trifft.

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