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dicker Hund
Level 9
XP 1.165
Eintrag: 04.03.2017

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Vampire Girl vs. Frankenstein Girl

(Kyûketsu Shôjo tai Shôjo Furanken)
Herstellungsland:Japan (2009)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Splatter, Trash

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (26 Stimmen) Details
inhalt:
Monami ist ein sehr hübscher Teenage-Vampir, die sich in den jungen Sterblichen Mitzushima verliebt hat. Doch selbstverständlich gibt es Probleme bei dieser Beziehung, denn nicht nur Monami ist scharf auf den jungen Mitschüler, sondern auch die arrogante Keiko, Tochter des Vizerektors der Schule. Selbstverständlich hat Keiko keine Chance gegen die übermenschlichen Kräfte Monamis und bezahlt den Kampf um Mitzushima mit ihrem Leben. Doch Keikos Vater erweckt seine Tochter wieder zum Leben, aufgepeppt mit vielen Leichenteilen und verstärkt mit übermenschlichen Kräften. Die Schlacht zwischen dem "Vampire Girl" und dem "Frankenstein Girl" geht in die letzte Runde und läutet den Beginn eines unglaublichen Blutbads ein.
eine kritik von dicker hund:

An dieser Stelle haben wir es mit einem so genannten "japanischen Girlie-Splatter" zu tun, worin die Regisseure im Erscheinungsjahr 2009 bereits geübt waren, Yoshihiro Nishimura u. a. durch "Tokyo Gore Police" und Naoyuki Tomomatsu u. a. durch "Stacy".

Entsprechend braucht man auf das Kunstblut nicht lange warten, das gibt es sofort - und davon reichlich sowie in der Folge eine ziemlich konstante Fontänen-Frequenz (Gewalt 8/10). Im Zuge dessen wird hier mit öfter mal sehenswerter Handarbeit ziemlich überdreht zu Werke gegangen, nur sporadisch enttäuscht mal der Offscreen. Passend zum Subgenre erhält der Zuschauer eine Vielzahl verrückter Ideen angeboten. Eingeräumtermaßen ist nicht jeder Einfall neu, die leichtfüßige Darbietung hellt die Laune aber selbst bei Motiv-Recycling konsequent auf. Hierfür erweisen sich die prächtigen Kostüme, irrwitzigen Requisiten und bisweilen quietschbunt glänzenden Schauplätze als hilfreich. Gerade die stilvollen Hintergründe veredeln so manche Einstellung, wobei der Score unterstützt, indem er leicht jazzig angehauchte, locker-flockige Töne feilbietet. Daneben erklingen musikalische Ausflüge in weitere Bereiche wie schrammeligen Metal, so dass in akustischer Hinsicht von Vielseitigkeit gesprochen werden kann.

Dasselbe gilt für den Plot, der mit ausdrücklichen wie impliziten Anspielungen an Filmkollegen wie "Bride of Re-Animator", "The Grudge", "Class of Nuk'em High" oder den damals brandaktuellen ersten "Twilight" gespickt ist. Manches wirkt wie eine Fernost-Interpretation von Troma: Durchgeknallte japanische Schulmädchen, die sich als Afrikanerinnen verkleiden, maskieren und schminken, sind da nur die Spitze des Eisberges. Das Overacting gehört wohl einfach dazu, obwohl es manchmal grenzwertig albern zugeht. Schnelle Überblendungen bieten hier Abhilfe, bevor es allzu anstrengend wird. Schauspielerisch überzeugend kann als Kontrastprogramm hingegen Hauptdarstellerin Yukie Kawamura in der Rolle der Monami empfunden werden, die sympathisch und zugleich kokett-attraktiv wirkt. Weitere eher nur-hübsche Pennälerinnen flirten in ihren aufreizenden Schuluniformen viel, zeigen aber ebenso wie die Krankenschwester wenig Haut, obwohl manche Situationen förmlich danach schreien (Sex 1/10). Schade ist zudem, dass der vampirische Blutdurst mit einem "Körperwelten"-analogen Rot-Blick symbolisiert wurde, dessen CGI-Umsetzung nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Deutlich verbessert im Vergleich zum schwachen "Stacy" wurden dagegen die daraus bekannten, auf die Spitze getriebenen Szenen zum Motiv des "Ritzens", einer Auto-Aggression depressiver Teenagerinnen (Horror 5/10). Hier bleibt dem Rezipienten - dem dominanten Humor (8/10) zum Trotz - doch schon einmal das Lachen im Halse stecken.

Qualitativ rutscht diese kleine Filmperle (mit 7/10 Punkten) schon besser. Was da aus Japan für ein Subgenre zu uns herübergeschwappt ist, kann sich sehen lassen. Natürlich ist "Vampire Girl vs. Frankenstein Girl" genauso Geschmackssache wie der unerreichte Nischen-Leitwolf "Tokyo Gore Police". An Kreativität und Gore-Schüben mangelt es ihm aber ebensowenig wie an einer flott erzählten Geschichte. Die ungeprüfte österreichische Fassung hat übrigens nach den zehn Minuten (wenigstens passender) Zwangstrailer nach Einlegen der Dragon-DVD eine wirklich mal passable Synchro an Bord, die die schrille Stimmung ambitioniert aus dem Originalton in die Übersetzung trägt. Bisher erfolgte keine Indizierung, gewarnt sei aber vor der geschnittenen FSK-Version.

 

 

 

7/10
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Kommentare

04.03.2017 10:13 Uhr - naSum
2x
User-Level von naSum 7
Erfahrungspunkte von naSum 662
Spitze Review! Der Film hat mich damals auch überraschend gut unterhalten, obwohl ich im Vorfeld nicht viel erwartet hatte. Gerade die von dir beschriebene schrille Art der Inszenierung und das schnelle Erzähltempo machen den Streifen zu einem kurzweiligen Filmgenuss.
Bereits die Anfangsszene mit dem umherfliegenden Schädel fand ich sehr amüsant. (siehe Schnittbericht)

Im weiteren bin ich mal gespannt, wie du die asiatischen Filmtiefen weiter erkundest.

04.03.2017 10:23 Uhr - dicker Hund
2x
User-Level von dicker Hund 9
Erfahrungspunkte von dicker Hund 1.165
Danke, naSum! Schön, dass sich noch jemand für dieses schrille Zeug erwärmen kann;-)

04.03.2017 11:41 Uhr - naSum
3x
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Achja, hin und wieder trägt das zu einem sehr unterhaltsamen Männerabend bei.
Vor dem Sofa liegt dabei natürlich auch stets der Hundekorb ;)

04.03.2017 11:58 Uhr - Horace Pinker
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Erfahrungspunkte von Horace Pinker 6.254
Klasse Kritik inklusive schön kreativer Formulierungen, Wortwitz und passendem Informationsgehalt. Vampiregirl vs. Frankensteingirl klingt nach einem unterhaltsamen und schön blutigen Splatterstreifen, mein Interesse ist jedenfalls geweckt und bei Gelegenheit werde ich mir den mal ansehen.

04.03.2017 12:49 Uhr - Intofilms
2x
"ziemlich konstante Fontänen-Frequenz [...] nur sporadisch enttäuscht mal der Offscreen." Und dann noch die besonders gelungene Formulierung: "Fernost-Interpretation von Troma"!
Ich glaube, ich kann mir jetzt schon sehr gut vorstellen, was hier auf mich zukommen würde. Mal schauen...

Rezi ist klein, aber ganz fein! :) Und du bist doch gar nicht so dick! Was die immer alle haben!!! :)))))))))

04.03.2017 13:31 Uhr - NoCutsPlease
2x
DB-Helfer
User-Level von NoCutsPlease 21
Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 9.235
Wortgewandt, markant, imposant! :)
Im Gegensatz zu Animes schaue ich realen Japanerinnen gern mal bei ihren Schandtaten zu.
Nach einem Blick in den Schnittbericht zum Film dürfte das echt ein spaßiger Ausflug werden, wenn auch kein inszenatorischer Überflieger.

04.03.2017 14:18 Uhr - dicker Hund
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Erfahrungspunkte von dicker Hund 1.165
Danke Euch, Leute!

@Introfilms
Genau. Bin ich nicht! Hab' nur schwere Knochen;-)

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