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Fratze
Level 7
XP 669
Eintrag: 26.02.2017

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The Forest

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (12 Stimmen) Details
inhalt:
Schreckliche Dinge erzählen sich die Menschen über Aokigahara, den berüchtigten Selbstmordwald am Fuß des Mount Fuji. Als die junge Amerikanerin Sara (Natalie Dormer) erfährt, dass ihre Zwillingsschwester Jess dort unter mysteriösen Umständen verschwunden ist, spürt sie instinktiv, dass ihre Schwester sich nicht umgebracht hat, sondern noch lebt. Ohne zu zögern fliegt Sara nach Japan und macht sich auf die Suche. Sie ignoriert alle Warnungen der Einheimischen, die Waldwege nicht zu verlassen, und durchstreift zusammen mit dem Journalisten Aiden (Taylor Kinney) das finstere Dickicht. Immerhin finden sie bald Jess’ Zelt – von der Vermissten jedoch fehlt weiterhin jede Spur. Stattdessen beginnt der Wald, sich von seiner grauenvollsten Seite zu zeigen ...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von fratze:

Sara sucht ihre Zwillingsschwester Jess, die ihren Kommilitonen zufolge im weit entfernten Japan alleine im Wald Aokigahara verschollen ist - ein Ort, den Japaner gerne aufsuchen, um sich dort umzubringen. Kurzerhand wird ein Flug nach Japan gebucht, denn Sara ist überzeugt, dass Jess noch lebt. Dort angekommen, macht sie zufällig Bekanntschaft mit dem Journalisten Aiden, der eine Story über den Wald schreiben will; so kommt ihm Sara natürlich gelegen. Eindringlich rät er ihr jedoch davon ab, allein ins Dickicht vorzudringen, da man sich sehr leicht verirrt und zudem böse Geister zwischen den Bäumen hausen sollen. Gemeinsam mit einem ortskundigen Einheimischen schlagen sie sich somit tags drauf in den Wald, um die Vermisste zu finden - doch als Aiden und der Führer immer weniger Hoffnung sehen und die Suche für den Tag beenden wollen, trifft Sara die folgenschwere Entscheidung, auf eigene Faust weiter zu suchen...

Ein Mädchen allein im Wald - das ist doch mal sehr originell für einen Horrorfilm (*sarkasmusausschalt*).

Na gut, wir wollen fair bleiben: Allgemein ist es natürlich interessant, eine Story zu spinnen um den real existierenden, mysteriösen Wald Aokigahara, der in den 60er Jahren durch den Roman "Der Wellenturm" des japanischen Autors Matsumoto Seicho als Selbstmordwald berühmt wurde, in welchem sich seither jährlich zwischen 60 und 100 Menschen das Leben nehmen, in dem böse Dämonen und die ruhelosen Geister der Suizidenten herumspuken sollen und der es hierzulande aufgrund seiner morbiden Prominenz sogar ins Infotainment-Format "Galileo" geschafft hat. Die Grundvoraussetzungen für eine spannende und nervenaufreibende Story.

So, nu waren wir fair, aber seien wir jetzt auch mal ehrlich: Wald, böse Geister, grusel wusel dusel - irgendwie hat man das doch alles schon mal gesehen. "Tanz der Teufel", "Blair Witch Project", von Triers "Antichrist"... ferner auch "The Grudge", "Ring", "Cabin in the Woods"... wenn man möchte, auch "Freitag der 13.", "The Descent", "Wrong Turn"... die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Hier und da ein bisschen abgekupfert - check! Das ganze an besagten Ort verlegt, um eine "eigene" Note zu erhalten - check! Ein paar Jump Scares eingestreut - check! Ein paar Verhaltensregeln aufgestellt (Anm.: Nicht alleine in den Wald gehen, niemals den Weg verlassen, nie bis nach Einbruch der Dunkelheit drin bleiben - kann eigentlich nicht so schwer sein), die selbstredend im Verlauf des Films allesamt gebrochen werden - check! Ein verdrängtes Geheimnis aus der Vergangenheit, das mit fortschreitender Handlung aufgedeckt wird - check! Ein paar psychedelische Effekte, um Realitätsverzerrung darzustellen - check! Alles kräftig umrühren, dazu dann noch die gerade sehr angesagte Oberschnullischnute aus "Game of Thrones" (Nathalie Dormer) oben drüber gestreut, und fertig ist ein total neuer und total innovativer Schocker?

Ähm... nein.

Das soll gar nicht mal heißen, dass der Film schlecht und die obigen Zutaten irgendwie blöd zusammengepanscht wären, ganz im Gegenteil. Athmoshäre, Spannungsbogen, sogar ein paar überraschende Twists - alles vorhanden und gut gemacht, und das Ganze bei einem Minimaleinsatz an Schauspielern, die den Film zu tragen verstehen. Aber... ja, aber. Man kennt es wie gesagt alles schon irgendwoher. Und genau wie ein Witz halt irgendwie nicht mehr so lustig ist, wenn man ihn zum zweiten Mal hört, ist auch hier alles nicht so gruselig, schaurig oder schockierend wie in anderen Geister-/Wald-/Waldgeister-Horrorstreifen. Ambitioniert, ja; schauspielerisch hochwertig, ja; inszenatorisch, technisch und handwerklich gut, ja... aber innovativ und neu? Kein Stück. Angesichts der Möglichkeiten, die der Selbstmordwald als Themengeber geboten hätte, ist das wirklich schade.

 

Fazit:

Wie gesagt, "The Forest" hat seinen Reiz, und als Geisterfilm funktioniert er ganz gut, reiht sich aber wie oben dargestellt ein in eine ganze Schwemme von Filmen über Wälder, Geister, Dämonen und/oder verfluchte Orte. Die Suizid-Thematik hätte z.B. mehr in den Vordergrund gerückt werden können, leider ist sie irgendwie aber nur zum schaurig-schmückenden Beiwerk geraten. Verstärkt hat man sich stattdessen auf die Dämonengeister-Ebene konzentriert, die zwar ganz okay geraten ist, aber irgendwie trotzdem nicht so richtig zünden will. Mit etwas mehr Background in japanischer Mythologie bzw. Dämonologie hätte der Film möglicherweise eine etwas erschreckendere Wirkung.

Das mag vielleicht alles gerade etwas konfus klingen, und tatsächlich ist es für mich auch gar nicht so genau greifbar, warum der Film bei mir so hart an der Grenze zum Missfallen entlang schrammt... sagen wir so: Ich hätte einfach mehr erwartet. Ganz schlicht und ergreifend.

6/10
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Kommentare

26.02.2017 22:21 Uhr - dicker Hund
3x
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Hervorragend auf den Punkt gebracht. Vor allem die Schluss-Sequenz erschien mir einfach ausgelutscht wie das restliche Viertel eines Wasser-Eises in der Hand eines gierigen Naschkaters: Sirup aus;-)

26.02.2017 23:21 Uhr - Fratze
2x
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Du meinst doch sicherlich "in der Hand eines gierigen NaschKÖters", oder? XD

Ein sehr schöner bildhafter Vergleich aber ^^ Ja, bei dem Ende hab ich mich auch gefragt: "Wie, das war's jetzt?" Da wäre echt mehr drin gewesen.
Schön, dass ich mit der Ansicht nicht alleine bin. Danke für dein Feedback.

26.02.2017 23:32 Uhr - naSum
1x
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Alle Fakten drin - check
Kritik - check
Lob - check
Witze eingestreut - check
Sehr gutes Review - check

Ich stimme dir in allen Belangen zu, gebe aber noch einen Punkt mehr, da mir speziell die Auslegungsoffenheit und Interpretationsfreiheit gefallen hat.

27.02.2017 00:23 Uhr - NoCutsPlease
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Im Vergleich zu den letzten Ausflügen nach Dungeon Rock City eine sehr kompakte Kritik, die den Film ziemlich gut trifft (so sehen es dir anderen ja auch).
Ich gebe allerding einen Punkt mehr, wobei ich auch die Skala des Mainstreamgruslers als Maßstab benutze.

27.02.2017 00:25 Uhr - Dissection78
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Hundertprozentige Zustimmung, Fratze!

An und für sich finde ich das Aokigahara-Setting äußerst interessant (auch wenn "The Forest" in Osteuropa gedreht wurde), aber irgendwie verliert sich der Film nach und nach in einer nur mäßig spannenden So-lala-Beliebigkeit. Nicht schlecht, nicht besonders. 6 Punkte sind nachvollziehbar.

27.02.2017 00:35 Uhr - Intofilms
1x
Bravo, Fratze! :)
Ganz hervorragende Rezension, die mir ein umfassendes Bild von "The Forest" vermittelt hat, was aber auch heißt, dass ich hier wohl verzichten werde.
"Ich hätte einfach mehr erwartet. Ganz schlicht und ergreifend." ist eine vollkommen 'legitime' Begründung für eine 6/10. Zu hohe Erwartungen haben mir auch schon den einen oder anderen Film vermiest. Aber was will man machen?!

Und schön, dass du hier auch Lars von Trier kurz erwähnst. Sein "Antichrist" ist wirklich einer der schaurigsten und schockierendsten Filme über den Wald, die ich kenne, und wird es wohl immer bleiben. (Wobei 'Der Verbotene Wald' aus den "Harry Potter"-Filmen auch ganz schön abgeht! :)))))

27.02.2017 14:11 Uhr - cecil b
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Sehr kreativ differenziert besprochen, geil!

27.02.2017 17:13 Uhr - Fratze
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Ja mensch, vielen Dank allerseits für so zahlreiche positive Rückmeldungen 8 )
(sorry, wenn ich jetzt nicht jedem einzeln antworte, aber seid versichert, dass ich mich über jeden eurer Kommentare freue)

@NCP:
Ja, ist diesmal etwas flappiger geraten, dafür auch etwas weniger ausführlich. Daran kannst du auch ungefähr ablesen, wie viel von dem Film bei mir hängen geblieben ist. Das war so ein Film, der für den Moment ganz nett war, aber irgendwie keine nachhaltige Wirkung hatte.

@Intofilms:
Ich finde dieses Argument eigentlich gemeinhin nicht das beste, um es als Bewertungsgrundlage heranzuziehen... aber wie du schon sagst, manchmal ist es einfach so, dass einem die zu hoch gesteckte Erwartungshaltung den Film vermadet. Davon abgesehen ist ja jede Kritik im Grunde subjektiv... 8P


Okay, Freunde, die Schreibblockade ist dann hoffentlich vorbei, und v.a. macht es mal wieder (wie immer) richtig Spaß mit euch. More to come, stay tuned ^^

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