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Ghostfacelooker
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XP 3.184
Eintrag: 26.02.2017

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Nocturnal Animals

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Thriller
Alternativtitel:Tony and Susan
Nocturnal Creatures

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,57 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Die Kunsthändlerin Susan Morrow (Amy Adams) führt in Los Angeles ein privilegiertes, aber unerfülltes Leben mit ihrem neuen Ehemann Hutton Morrow (Armie Hammer). Als dieser erneut zu einer seiner zahlreichen Geschäftsreisen aufbricht, erhält sie ein Manuskript mit dem Titel Nocturnal Animals, geschrieben von ihrem Ex-Ehemann Edward Sheffield (Jake Gyllenhaal), mit dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. In der beigefügten Notiz fordert Edward sie auf, das Buch zu lesen.
Der Roman ist Susan gewidmet, doch sein Inhalt ist brutal und niederschmetternd. Edward erzählt darin die Geschichte von Tony Hastings (ebenfalls gespielt von Jake Gyllenhaal), der mit seiner Familie durch Texas fährt und dort eines Nachts von Ray Marcus (Aaron Taylor-Johnson) und dessen Gang von der Straße abgedrängt wird. Machtlos muss Tony dabei zusehen, wie seine Familie entführt wird und seine größten Ängste Wirklichkeit werden.
Tief bewegt von Edwards Worten erinnert sich Susan an die intimsten Momente ihrer eigenen Liebesbeziehung zu ihm. Der Roman zwingt sie dazu, ihre selbst getroffenen Lebensentscheidungen in einem ganz neuen Licht zu sehen. Je weiter die Erzählung in Nocturnal Animals auf eine Abrechnung zuläuft, desto dramatischere Auswirkungen hat sie nicht nur auf ihren Helden, sondern auch auf Susan.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ghostfacelooker:

Gegensätze sollen sich ja bekanntlich anziehen, sagt man. Und so ist die Beziehung zwischen Susan und Edward anfangs auch sehr glücklich. Jedoch wird es im Verlauf für Susan immer deutlicher, dass sie mehr den nach ständigem Erfolg und immer neuen Dingen strebenden Typ Mann will, als den Romantiker den sie in Edward hat.

Dies alles schlüsselt sich für den Zuschauer jedoch erst in eingebauten Rückblenden und Zeitsprüngen auf, die das Leben von Susan beleuchten, während sie in der Gegenwart Edwards Roman liest. Wobei es auch dienlich ist, dass sich Amy Adams und Isla Fisher hier durch Haarfarbe und Erscheinung sehr ähneln.

Die Geschichte könnte durchaus ein solider und kleiner perfider Rachetrip sein, wenn man sich auf die Handlung der ersten dreißig Minuten konzentriert hätte. So aber verkommt der gute und eindringliche Anfang, von dem man bis zu einem bestimmten Verlauf nicht wissen kann, ob er fiktiv die Gedanken von Edwards Roman widerspiegelt, oder auf realen Ereignissen basiert.

Ab einem Gewissen Punkt erzählt die Geschichte dann nur mehr ein Liebesdrama, wobei das dramatischste meiner Meinung nach die Banalität ist mit der man dann weitermacht.

Aus dem schockierenden und fesselnden Anfang nichts gemacht, dreht sich der Rest dann um eine in sich leere und unglückliche Susan. Sie führt  sich beim Lesen des Romans ihres Exmannes verschiedene Aspekte ihres Lebens in Erinnerung, und ängstigt sich des Scheiterns beschuldigt oder ihrer Kälte wegen analysiert zu werden.

Nichts was ein halbwegs tiefsinniger Mensch auch im normalen Leben nicht machen würde. Als Zuschauer hatte ich dann wenigstens zeitweise noch die Hoffnung, dass man dieses „Rachemotiv“ der gescheiterten Beziehung von Jake Gyllenhaals Figur noch aufgreifen würde, das es durch unterschwellige Andeutungen oder sichtbare Motive anklingt um ein Ende mit Schrecken präsentiert zu bekommen. Aber ich hoffte umsonst.

Das schrecklichste an dem Ende des Films war die „Moral der Geschichte“ die man mir auf eine Art zeigte, die banaler und simpler nicht sein kann, so das man einfach nur von der Tatsache geschockt ist, das wenn der Abspann läuft man sagt : „ Ja öhm und das war jetzt alles?!“

Im Vergleich zu diesem Film, (lässt man den besagten Anfang weg) ist jede gescheiterte Beziehung und Folge „Berlin Tag und Nacht“ oder wie diese Pseudoformate spannender Lebensinhalte auch heißen mögen, aufregender.

Wiedermal ein Beispiel für vom Titel und Hörensagen zum Ansehen verführt. Auch wenn es hübsche Frauen und ein paar Elemente des Thriller-Genre gibt, hätte ich meinem Gefühl, bei dem wirklich seltsamen und unästhetischen Beginn des Films, bei dem man mir ein paar nackte „Fruchtbomben“ präsentiert, folgen sollen und lieber noch das Kino wechseln.

3/10
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Kommentare

26.02.2017 22:06 Uhr - DriesVanHegen
1x
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Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 130
Hui, eine sehr vernichtende Kritik.

Den Auftakt der Handlung fand ich ebenfalls sehr intensiv und bedrückend. Leider wich die düstere Atmosphäre und verblasste immer zum seichten Beziehungsdrama. Da wäre definitiv mehr drin gewesen beziehungsweise hätte mir das Ausbauen der Rachehandlung ebenfalls mehr zugesagt. So blieb es zwar spannend, aber war dann recht plötzlich vorbei.

26.02.2017 22:09 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.184
26.02.2017 22:06 Uhr schrieb DriesVanHegenHui, eine sehr vernichtende Kritik.

Den Auftakt der Handlung fand ich ebenfalls sehr intensiv und bedrückend. Leider wich die düstere Atmosphäre und verblasste immer zum seichten Beziehungsdrama. Da wäre definitiv mehr drin gewesen beziehungsweise hätte mir das Ausbauen der Rachehandlung ebenfalls mehr zugesagt. So blieb es zwar spannend, aber war dann recht plötzlich vorbei.


Ich versuche immer das wieder zugeben, was der Film beim Ansehen oder im Anschluss bei mir bewirkt, somit lieber vernichtend als aus den Fingern gesogen.

27.02.2017 09:43 Uhr - Angertainment
5x
DB-Helfer
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Kann deine Kritik nicht nachvollziehen... Du hast vielleicht was anderes erwartet aber deswegen die durchaus spannende beklemmende Grundstimmung mit TV-Müll wie "Berlin Tag und Nacht" überhaupt in Verbindung zu bringen ist mir vollkommen unverständlich. Die dramaturgisch verschachtelte Erzählweise, die talentiert dargestellte Verwandlung des schwachen Vaters zu einem Racheengel ist sehr gut erzählt und toppt das ganze noch mit den Metaphern über die Liebe des Autors. Naja, vielleicht solltest du lieber seichtere Filme gucken.

27.02.2017 14:59 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.184
27.02.2017 09:43 Uhr schrieb Angertainment
Kann deine Kritik nicht nachvollziehen... Du hast vielleicht was anderes erwartet aber deswegen die durchaus spannende beklemmende Grundstimmung mit TV-Müll wie "Berlin Tag und Nacht" überhaupt in Verbindung zu bringen ist mir vollkommen unverständlich. Die dramaturgisch verschachtelte Erzählweise, die talentiert dargestellte Verwandlung des schwachen Vaters zu einem Racheengel ist sehr gut erzählt und toppt das ganze noch mit den Metaphern über die Liebe des Autors. Naja, vielleicht solltest du lieber seichtere Filme gucken.


Möglich, aber ich beziehe mich mit den Soaps auf das Grundthema des Films und das ist wenn man den fiktiven Teil weglässt, der meiner Meinung nach einen besseren Film abgeben würde nun mal schlicht einfach nur ein Beziehungsdrama.
Du stilisierst da etwas zu sehr deinen Geschmack, aber das ist ja nicht schlimm. Deswegen musst du mir nicht gleich seichtere Filme ans Herz legen^^

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