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Siegberts
Level 1
XP 26
Eintrag: 26.02.2017

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Unternehmen Capricorn

Debris Documentar

Herstellungsland:Deutschland (2003)
Genre:Amateurfilm, Horror, Dokumentation,
Drama

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Der erste Langfilm von Marian Dora mit Carsten Frank in der Hauptrolle. Es geht um einen isoliert lebenden Mann, der versucht einen eigenen Film zu verwirklichen. Nebenbei arbeitet er sichtlich frustriert als Mitarbeiter von Uli Lommel am Set des Films "Zombie Nation".
Nach einiger Zeit meldet sich tatsächlich eine Frau auf seine Annonce hin bei ihm und stellt sich bei ihm vor...
eine kritik von siegberts:

Debris Documentar ist der erste Langfilm von Marian Dora mit Casten Frank in der Hauptrolle, mit dem er zusammen später auch "Cannibal" und "Melancholie der Engel" verwirklicht hat.

Für mich persönlich gab es niemals eine intensivere Filmerfahrung als "MDE (Melancholie der Engel)" und ich kann jedem, der sich für diese Materie interessiert, "Debris Documentar" wärmstens empfehlen, denn er trägt zum besseren Verständnis von "MDE" bei, welcher selbst einen beinahe schon mystischen Charakter hat. Wer allerdings weder mit Experimentalfilmen noch mit Marian Dora etwas anfangen kann, rate ich von der Sichtung dieses Films eher ab. Auch sollte man allgemein über eine tollerante Sichtweise auf Filme verfügen und obendrein einen starken Magen haben - denn das im Film Gezeigte ist wirklich nicht ohne und dürfte selbst den Abgebrühtesten ein dezentes Kotzgefühl bescheren.

Doch darf man auch hier, wie in allen anderen Dora-Filmen, nicht den Fehler machen und das Werk auf die Ekel-und Schockszenen reduzieren, vielmehr sind diese nämlich dazu da, um gewisse Gefühle und Situationen sehr extrem zu beschreiben und zu unterstreichen. Wer die Filme kennt, weis jetzt genau, was ich meine. Als Splattervergnügen für Gorehounds auch nicht empfehlenswert, da die Gewalteffekte äußerst realistisch und daher unspektakulär gestaltet sind und absolut keinen Spaß machen.

"Einblicke in die Vorproduktion von Melancholie der Engel" ist am Anfang des Films zu lesen, während die Hauptfigur, deren Namen man nicht erfährt, joggen geht. Der Film zeigt seinen Alltag zwischen seiner Arbeit am Set des Films "Zombie Nation" von Regiesseur Ulli Lommel, welche er eher frustriert und gelangweilt nachgeht, und seinem sehr isolierten Privatleben, nebenbei versucht er seinen eigenen Film zu realisieren (Melancholie der Engel). Dies ist die Rahmenhandlung des Films, vielmehr beschreibt "Debris Documentar"(Trümmer-Dokumentation) hauptsächlich die Gefühle Einsamkeit und Isolation.

Wie bereits erwähnt, ist die Kombination Dora/Frank das künstlerisch Beste, was ich je im audiovisuellen Bereich gesehen habe. Die Performance von Carsten Frank ist so extrem und einzigartig und das eingefangen in den Bildern und der Musik von Marian Dora - für mich Extrem Cinema at it´s best! Die Atmosphäre dieser Werke muss man einfach selbst erlebt haben.

Vielleicht ist es noch wichtig zu erwähnen, das "MDE" mindestens zur Hälfte ein Carsten Frank-Film ist, welcher dort die Hauptfigur "Katze" spielt und auch unter seinem Pseudonym Frank Oliver das Drehbuch verfasst hat. Ob der Mann aus Debris Documentar nun Frank oder Dora dastellen soll, weis ich nicht. Ich tippe aber eher auf Frank. Bekannt ist aber auch, das Marian Dora und Carsten Frank früher für Ulli Lommel gearbeitet haben, die Aufnahmen am Set von "Zombie Nation" sind real, auch David Hess taucht darin auf.

Weitere Besonderheiten in "Debris" sind: Patrizia Johann, welche auch in "MDE" mitspielt, taucht hier auch auf. Das Lied "Sweet Sweet Franziska" von David Hess, welches auch in "MDE" vorkommt, ist auch hier zu hören. In einer Szene sieht sich Carsten Frank einen Ausschnitt aus dem Dora-Kurzfilm "Puppenschänder 2" an, in dem er selbst mitwirkt, zusammen mit Victor Brandl, mit dem er später in "Cannibal" spielte. In der Anfansszene sieht man Martina Adora, welche später die Novizin in "MDE" spielte.

Leider ist der Film bisher nicht einzeln veröffentlicht worden. Er war viele Jahre auf Youtube zu sehen, leider wurde das Video aber gesperrt. 

Abschliessend noch meine Punktewertung, da wir uns allerdings hier im Experimental-Genre bewegen, dürfte diese ziemlich nutzlos sein. Dennoch, von mir gibt es 9/10 Punkten.

Vielen Dank für das Lesen meines ersten schriftlichen Reviews, wünsche allen noch einen schönen Sonntag!

MFG -Knorrhahn Siegberts

 

9/10
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Kommentare

26.02.2017 13:26 Uhr - naSum
2x
User-Level von naSum 9
Erfahrungspunkte von naSum 1.196
Ein schöner Auftakt, der bereits einige Qualitäten des Films beschreibt.

Eventuell könntest du auf einzelne, von dir angerissene Aspekte noch näher eingehen, wie die Gore Szenen und ihre Machart oder die Art und Darstellung davon, was an dem Film jetzt kunstvoll und experimentell ist.

Wenn du zudem stellenweise noch deinen Satzbau überarbeitest, kriegt der Text einen guten Lesefluss.

26.02.2017 13:49 Uhr - Siegberts
User-Level von Siegberts 1
Erfahrungspunkte von Siegberts 26
Vielen Dank für das Feedback :-) Hmmm... ich geb zu, ich bin nicht so der Schreiberling, aber gerade zu den Dora-Sachen möcht ich schon gern meinen Senf dazu geben :-D
Es fällt mir aber echt nicht leicht, derartige Filme zu besprechen. Gerade eben im experimentellen Bereich, wo jeder den Film anders sieht und erlebt.
LG

26.02.2017 22:11 Uhr - DriesVanHegen
1x
User-Level von DriesVanHegen 2
Erfahrungspunkte von DriesVanHegen 96
Bis auf CANNIBAL, MELANCHOLIE und diverse Kurfilme habe ich noch keine weiteren Dora-Werke geschaut. DEBRIS DOCUMENTAR und REISE NACH AGATIS liegen hier noch ungesehen in der World of Marian Dora-VÖ.
Leider hatte ich bisher keine Muse, mich damit auseinanderzusetzen. Denn für diese Werke muss man tatsächlich in einer speziellen Stimmung sein.
Allerdings wird (um MELANCHOLIE geistig Revue passieren zu lassen) als nächster Film von Dora dieser hier in den Player wandern.

27.02.2017 00:09 Uhr - Dissection78
1x
DB-Co-Admin
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Erfahrungspunkte von Dissection78 3.869
Die Marian-Dora-Streifen, die ich bisher gesehen habe ("Cannibal", "Melancholie der Engel", "Reise nach Agatis") waren für "normale" Sehgewohnheiten extrem sperrig, hatten eine starke, bedrückende, teils richtiggehend faszinierende Aura und haben mir - trotz Macken - durchaus gefallen... wenn man das denn hier so ausdrücken kann ;)
Ein talentierter unabhängiger Filmemacher, der Herr Dora. Aber man muss in der Tat in der richtigen Stimmung für seine schockierenden Werke sein und eine gewisse, um nicht zu sagen, eine ENORME Toleranz für weit Abseitiges vom (für mich meist ziemlich langweiligen) Mainstream aufbringen.

27.02.2017 07:19 Uhr - Siegberts
User-Level von Siegberts 1
Erfahrungspunkte von Siegberts 26
@Dissection: Wenn Du dich für Marian Dora interessierst, ich hab vor einem Jahr ein Interview mit ihm geführt, welches sehr aufschlussreich war

https://www.youtube.com/watch?v=IU_5k8m16EM

Gerade auf dieser Seite hätte ich allerdings nicht erwartet, dass sich jemand dafür interessiert.. Find ich super, danke für dein Kommentar! MFG

27.02.2017 07:23 Uhr - Siegberts
User-Level von Siegberts 1
Erfahrungspunkte von Siegberts 26
@Dries ich muss zugeben, dass MDE mein Lieblingsfilm ist und ich über 40 Mal gesehen habe, je öfter man ihn sieht, desto besser wird er, er ist einfach viel zu komplex, um ihn mit einem Mal komplett zu erfassen.
Wichtig ist, dass man ihn aus der Sicht der Figur Katze ansieht. Apropox Katze - die Katze am Schluss wurde NICHT gekillt.
Ich habe hier auf Schnittberichte.com eine Kritik zu "Agatis" verfasst, aber die ist noch nicht freigegeben. Agatis ist der banalste Dora-Film, lohnt sich aber trotzdem wenn man Experimentalfilme mag. Debris kann ich wie gesagt nur empfehlen. LG

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