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Siegberts
Level 1
XP 26
Eintrag: 28.02.2017

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Reise nach Agatis

Herstellungsland:Deutschland (2010)
Genre:Horror, Drama, Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,43 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Das Ehepaar Isabell und Rafael nimmt die junge Anhalterin Lisa auf dem Weg in den Urlaub mit. Alles scheint idyllisch und geordnet zu laufen und die drei freunden sich schnell miteinander an. Zusammen machen sie einen Motorbootausflug, aber Stück für Stück kippt die heitere Stimmung. Mitten auf dem Meer muss Lisa immer öfter feststellen, das Rafael getrieben wird von sadistischen und perversen Neigungen. Was als Psychoterror beginnt, wird schon bald zu einem brutalen, tödlichen Spiel.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von siegberts:

Die Reise nach Agatis stellt wohl den unscheinbarsten Film von Marian Dora dar, ist aber keineswegs ein schlechter Film. Wie gewohnt, besticht auch "Agatis" durch die geniale Machart. Kameraführung, Setting, Musik und vor allem der Schnitt sind absolut meisterlich.

Was im Vergleich zu den anderen Werken unangenehm auffällt (mir zumindest), ist die völlig banale Handlung, welche kaum Anlass zur Reflektion bietet. Es geht nämlich um ein letargisches Ehepaar mittleren Alters, welches eine junge Frau zu einem Bootsausflug mitnimmt, um sie zur eigenen Befriedigung zu quälen und letztendlich zu Ermorden.

Der psychopatische Raphael wird von Thomas Goersch verkörpert, hier muss man wieder einmal die Fähigkeiten von Dora als Regiesseur loben, welcher es stets schafft, selbst komplett unprofessionelle "Schauspieler" meisterhaft geschickt in Szene zu setzen, so auch hier: selbst der ansonsten talentfreie Goersch wirkt in der fiesen Rolle des Raphael sogar durchaus überzeugend. Ich persönlich hätte mir hier Carsten Frank gewünscht, was meines Erachtens den Film um einiges aufgewertet hätte.

Auch die Gedichte, die von Lisa Dombrowski (die hier das junge Mädchen spielt) verfasst wurden und über den Film über immer wieder eingestreut werden, sind zwar interessant, haben aber rein gar nichts mit dem Film zu tun und wirken deplaziert.

Absolut beachtenswert ist aber die Tatsache, das der Film ohne Crew und Hilfsmittel innerhalb von nur einem Wochende gedreht wurde. Wieder einmal beweist Marian Dora seine Genialität als Regiesseur und schon deshalb ist auch "Agatis" für jeden (Experimentalfilm-)Fan sehenswert. Die Musik ist wieder genial, die Atmosphäre wieder typisch Dora und ein tolles Beispiel, wie jemand aus nichts alles rausholt. Die Effekte sind wie immer sehr realistisch, roh und brutal, im Stil von August Underground, sprich: macht keinen Spaß und tut weh beim Kucken. Auf Tiersnuff wurde hier verzichtet und auch der Einsatz von Körperflüssigkeiten hält sich diesmal in Grenzen. Somit ist "Agatis" auch der harmloseste Dora-Film, obwohl er der Einzige ist, den man eine Gewaltverherrlichung unterstellen könnte.

Von mir gibt es 7/10 Punkten und eine klare Empfehlung für alle Freunde von Experimentalfilmen.

7/10
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Kommentare

28.02.2017 07:14 Uhr - dicker Hund
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User-Level von dicker Hund 9
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Interessantes Feld, das hier mit ausgewählter Semantik bestellt wird. Mir ist von Dora bisher nur "Cannibal" vertraut. Anscheinend sollte ich mich mal mit "Melancholie" vertraut machen, um bei Gefallen tiefer einzusteigen...

28.02.2017 07:14 Uhr - cecil b
1x
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Bei einem so minimalistischen Film ist es sicher schwierig, viel über die Machart zu schreiben, aber es gelingt dir, einen gewissen Eindruck vom Film zu vermitteln! :)

Vielleicht könntest du an manchen Stellen ganz simpel diesen Eindruck verstärken, indem du schreibst, in welche Richtung die Musik geht (Genre, Instrumente), oder ob man einen Eindruck davon bekommt, um was für Figuren es sich handelt, die da handeln.

Ich kann mir auch vorstellen, dass die Gedichte sinnvoll interpretiert werden können.

Wie auch immer, du kannst einen Eindruck vom Film vermitteln, und deine Reviews lesen sich verdammt gut!

Du könntest dich für die Reviews von Hudeley interessieren, der sich auf den harten Underground spezialisiert hat!

Dora: Ich kenne bisher nur Cannibal, den ich auch sehr schätze, und den ich auch besprochen habe. :)

28.02.2017 07:41 Uhr - Siegberts
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User-Level von Siegberts 1
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28.02.2017 07:14 Uhr schrieb dicker Hund
Interessantes Feld, das hier mit ausgewählter Semantik bestellt wird. Mir ist von Dora bisher nur "Cannibal" vertraut. Anscheinend sollte ich mich mal mit "Melancholie" vertraut machen, um bei Gefallen tiefer einzusteigen...


Cannibal war auch meine erste Erfahrung mit Dora. Ich war so begeistert, dass ich daraufhin alles von ihm gesuchtet habe.. MDE hat mich beim ersten Mal ziemlich schockiert, mittlerweile ist es mein Lieblingsfilm, hab ihn über 40x gesehen seit 2014.. Kann ich nur empfehlen, aber da muss man echt wissen, worauf man sich einlässt.. Mit Unterhaltung hat das halt absolut nichts zu tun LG

28.02.2017 07:51 Uhr - Siegberts
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@Cecil : vielen Dank für die netten Worte, zu den Gedichten kann ich sagen, dass sie auf jeden Fall NICHT zum Film passen, egal in welche Richtung man das jetzt interpretieren würde. Aber sie sind keineswegs schlecht oder uninteressant.
Ich kenne Hudeley und ich hab ja einen ähnlichen Filmgeschmack. Lustigerweise hab ich ihn aber kennengelernt, als mein Name hier vor einiger Zeit aufgetaucht ist, in dem Thomas Goersch, der Wicht, Unwarheiten verbreitet hat und ich das richtig stellen musste. Lange Geschichte, eigentlich auch uninteressant, aber doch irgendwie lustig, wie manche Möchtegernpromis versuchen, auf sich aufmerksam zu machen^^ In der deutschen Undergroundszene hat er jedenfalls verkackt
Das werd ich jetzt gleich lesen, ich möchte ja auch gerne noch Reviews zu Cannibal und MDE schreiben.
Vielen Dank für das Feedback!! LG Knorrhahn Siegberts

28.02.2017 13:49 Uhr - cecil b
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DB-Co-Admin
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Siegberts: Ehre wem Ehre gebührt. ;) Gedichte: Da magst du Recht haben. :)


Goersch: AH, ich erinnere mich an diese Geschichte. Irgendwann hatte ich mich da eingemischt, wenn ich mich nicht irre. Wollte lediglich keinen ellenlangen Streit unter den Reviews 'befürworten'. Nicht dass es nicht verständlich ist, aber die Leser interessieren sich ja bei Reviews in erster Linie für die Filme, und es sollte nicht zu einem 'Facebook-Beef' kommen. Ich bitte um Verständnis. ;)

Her mit dem Untergrund, der Filmkunst. ;)

28.02.2017 14:06 Uhr - Siegberts
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@Cecil: Das ist auch absolut richtig! Ordung muss sein :-)

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