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Ghostfacelooker
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Eintrag: 26.02.2017

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Hacksaw Ridge - Die Entscheidung

(Hacksaw Ridge)
Herstellungsland:USA, Australien (2015)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Biographie, Drama, Krieg, Historie
Alternativtitel:The Conscientious Objector

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,06 (16 Stimmen) Details
inhalt:
Zweiter Weltkrieg im Frühling 1945: Während des Kampfes um die japanische Insel Okinawa sticht ein einziger Mann aus der Masse der US-Soldaten heraus. Der Kriegsdienstverweigerer Desmond Doss (Andrew Garfield) riskiert alles und kämpft unbewaffnet bis zur völligen Erschöpfung für das Leben seiner verwundeten Kameraden. Was später als Heldentat belohnt werden soll, beschert Desmond Doss zunächst großes Misstrauen und Verachtung in den eigenen Reihen. Dennoch setzt er sich unerschrocken für seine Prinzipien ein und rettet in der entscheidenden Schlacht unzähligen Männern das Leben.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ghostfacelooker:

„Worauf warten Sie?!“

„Darauf dass Desmond Doss sein Gebet beendet, Sir.!

„Wer zum Teufel ist Desmond Doss?“

Die wahre Geschichte eines Ausnahmesoldaten wird von keinem geringeren als Mel Gibson auf die Leinwand gebracht und wie in seinen Regiearbeiten üblich, ist es keine leichte Kost. Das eingangs idyllische Leben von Desmond wird mit einer der wohl wichtigsten Schlüsselszenen in seinem Leben untermauert: Der Tatsache, dass er beinahe seinen Bruder erschlagen hätte und seiner Erkenntnis die zu seinem Lebensmotto werden sollte:

Du sollst nicht töten.

Diese Zeit der Kindheit wird kurz und passend auf das Wesentliche reduziert gezeigt. Besonders wichtig ist hierbei das Verhältnis zum Vater, der durch seine Alkoholabhängigkeit und dem damit verbundenem Hang zu häuslicher Gewalt, auch zu Desmonds zweitem Schlüsselerlebnis beitragen wird.

Ebenso wird der Zwiespalt und die Verbitterung von Desmonds Vater sehr gut eingefangen, die durch den ersten Weltkrieg ausgelöst werden um dann, als er erfährt, dass beide Söhne zum Dienst in die Armee gehen wollen in Wut und Resignation umschlagen. Der Dialog am Tisch ist wie auch der ein oder andere Satz im Film sehr gut inszeniert. Hugo Weaving („Herr der Ringe“) kann hier sein emotionales Schauspiel in der Rolle des Vaters unter Beweis stellen.

Gefolgt von Desmonds wirklich liebevoll in Szene gesetztem Kennenlernen mit seiner späteren Frau Dorothy, die neben dem Wort Gottes wohl die zweitwichtigste Sache in seinem Leben ist. Teresa Palmer als Dorothy und Andrew Garfield spielen das verliebte Pärchen so überzeugend, dass man sich wirklich vorstellen kann, Liebe auf den ersten Blick gibt es tatsächlich und manche Dinge müssen vorherbestimmt sein.

Die Ausbildung mit dem tollen und staubtrocken witzigem Vince Vaughn als Sergeant ist wirklich noch der letzte amüsante Teil des Films, der spätestens beim Anblick der Klippe oder dem „Hacksaw Ridge“ zu Ende ist.

Ab da geht der Film in mehr als einer Hinsicht unter die Haut. Der Wahnsinn des Krieges wird ähnlich wie in „Der Soldat James Ryan“ bei dem mir besonders die Messerszene und das Schhhhhht im Gedächtnis blieb, dem Zuschauer deutlich gemacht. Der Tod und wozu Mensch fähig sein kann, wenn er genug Überzeugung für eine Sache hat, wird gnadenlos aufgezeigt.

Gibson versucht hier meiner Meinung nach trotz all dem Blut sehr viel Realismus zu zeigen und weniger Patriotismus für eine Seite. Er hält sich an die Fakten, die, wie man am Ende hört von den Überlebenden bezeugt werden.

Gleichzeitig gelingt es ihm aber auch Desmonds Mut gegenüber zu stellen und einen Sinn im visuell übermäßigen Gemetzel zu zeigen, ohne die Person selbst lächerlich wirken zu lassen, der 72 Leute ihr Leben verdanken.

Über Mel Gibson kann man sagen was man will, aber er ist ein toller Schauspieler und dreht wahnsinnig intensive Filme. Mit Hacksaw Ridge hat er nicht nur dem wahren Desmond Doss, sondern vielleicht auch sich selbst als Regisseur ein Denkmal gesetzt.

10/10
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Kommentare

26.02.2017 22:01 Uhr - DriesVanHegen
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Da Spoilerwarnung, habe ich die Review nicht gelesen, aber die Punktwertung deckt sich ziemlich mit den Bewertungen die mich bisher erreicht haben.
Wenn ich es denn schaffe, werde ich mir den Streifen sehr gerne noch im Kino ansehen.

26.02.2017 22:08 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 14
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 3.184
26.02.2017 22:01 Uhr schrieb DriesVanHegenDa Spoilerwarnung, habe ich die Review nicht gelesen, aber die Punktwertung deckt sich ziemlich mit den Bewertungen die mich bisher erreicht haben.
Wenn ich es denn schaffe, werde ich mir den Streifen sehr gerne noch im Kino ansehen.


Mach ich neuerdings immer rein^^ so halt ich mir die Meute von Hals. Naja finde nicht wirklich das ich zuviel vom Film verrate, aber kannst ja nach dem Kinobesuch ein Auge drauf werfen.

01.03.2017 00:20 Uhr - tschaka17
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Hatten wir ja schon besprochen, dass der Film uns beiden gut gefällt. Die Rezi stellt es dann auch genauso dar. Meine Abzüge kamen für den Patriotismus und die etwas zu dröhnende Musik.

Und Mel Gibson bleibt eine Legende. Sowohl in seinem Schaffen als auch in seinen Ausfällen.

01.03.2017 11:46 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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01.03.2017 00:20 Uhr schrieb tschaka17
Hatten wir ja schon besprochen, dass der Film uns beiden gut gefällt. Die Rezi stellt es dann auch genauso dar. Meine Abzüge kamen für den Patriotismus und die etwas zu dröhnende Musik.

Und Mel Gibson bleibt eine Legende. Sowohl in seinem Schaffen als auch in seinen Ausfällen.


"There´s only one Braveheart in this Room but even he isnt able to unit us"^^^
-Jimmy Kimmel at the Oscars 2017-

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