SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Suche:
Dead Island Definitive Edition Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 29,99€ bei gameware Böses Spiel mit Zombies Uncut AT-PEGI mit superschnellem Gratisversand ab 39,99€ bei gameware
g-hot77
Level 9
XP 1.162
Eintrag: 27.02.2017

Amazon.de


Blutiger Freitag
Blu-ray 23,99
DVD 23,85



Catfight
Blu-ray 15,99
Amazon Video 9,99

Split

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Thriller

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,71 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Drei junge Frauen werden entführt und festgehalten. Als sie sich Kevin (James Mc Avoy), ihrem Kidnapper gegenüber sehen, müssen sie feststellen, dass dieser über mehrere Persönlichkeiten verfügt die seine Motive undurchsichtig erscheinen lassen.
Als sich eine weitere, dominante Persönlichkeit in Kevin aufbäumt, spitzt sich die Lage weiter zu. Die jungen Frauen versuchen einen Vorteil aus der Hin- und Hergerissenheit ihres Peinigers zu gewinnen, doch dieser verändert nunmehr nicht nur seine Wesenszüge. Etwas böses und nicht einschätzbares wächst in ihm.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von g-hot77:

Die Außenseiterin Casey (Anya Taylor-Joy) wird aus Mitleid von einer Klassenkameradin zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen und als sie danach nicht abgeholt werden kann, bietet der Vater des Geburtstagskindes an, sie und die beste Freundin seiner Tochter gemeinsam nach Hause zu fahren. Als der Vater noch die Geschenke im Kofferraum verstaut, nehmen die drei Mädels schon mal im Wagen Platz und nachdem der Vater von irgendjemand überrumpelt  wird, nimmt dieser Fremde auf dem Fahrersitz Platz und betäubt die vor Schock erstarrten Mädels. Die drei kommen in einem Kellerverlies zu sich und müssen schnell feststellen, sich in einer sehr ungewöhnlichen Entführung wiederzufinden.

Dieses Intro dauert nur wenige Minuten und dann gibt der Plot schon Vollgas und dem Zuschauer wird relativ schnell ein sehr extravagantes Szenario geboten. So wurden die drei jungen Frauen von 23 Persönlichkeiten entführt, die sich allerdings alle im Körper von Kevin befinden, einem jungen Mann mit dissoziativer Identitätsstörung. Und da sind wir auch schon am großen Mehrwert dieses Films, denn Kevin wird gespielt von James McAvoy, den wir unter anderem zuletzt in der Reboot-Reihe von X-Men als jungen Professor X erleben durften und dieser legt hier ein schauspielerisches Gesellenstück ab. So sind unter den ganzen Charakteren unter anderem ein 9-jähriger Junge, ein Modeschöpfer, eine Frau mit Mutterrolle über die anderen Persönlichkeiten und viele andere interessante Charaktere, denen der Schauspieler mit nur wenigen äußeren Accessoires, aber dafür mit umso mehr schauspielerischer Fähigkeit und viel entsprechenden Gesten und Mimik ganz viel Substanz und menschliche Tiefe verleiht. Dazu kommt die gute schauspielerische Arbeit von Anya Taylor-Joy, die sich viele Duelle mit den ganzen Identitäten von Kevin liefert und dem Zuschauer eine Identifikationsfigur bietet. Der Film wird eigentlich schon hervorragend von diesen beiden Darstellern getragen. Die anderen beiden Mädels werden authentisch rüber gebracht und ergänzt wird das Ganze dann noch von Kevin’s Therapeutin Dr. Fletcher (Betty Buckley) („Carrie“), die neben den beiden anderen recht viel Screen-Time bekommt und schauspielerisch ihre Rolle sehr gut rüber bringt.

Der Film ist atmosphärisch sehr dicht und das schafft Regisseur und Drehbuchautor M. Night Shyamalan (The Sixth Sense, The Visit) hauptsächlich durch die Unberechenbarkeit des psychisch krabken Hauptdarsteller, das beklemmende Setting und den minimalen aber sehr effektiven Einsatz von sehr subtilem Score, den man immer erst wahrnimmt, wenn man sich mal wieder fragt, warum es grad wieder so unheimlich spannend ist. Der Film beginnt als Entführungs-Psychothriller und wirkt durch viele fachliche Erläuterung der Therapeutin von Kevin super authentisch und in der Gesamtthematik super real. Zum Ende hin bringt der Regisseur und Drehbuchautor dann die für ihn sehr typische Nuance des Fantastischen mit ein und läßt eine 24. Persönlichkeit entstehen, „das Biest“ genannt. Hier könnte ein Punkt sein, wo vielleicht der ein oder andere Zuschauer aussteigt und sich weigert diesen Switch mitzumachen und für den das Finale des Filmes nicht mehr zum Teil davor passt.

Das Drehbuch ist wirklich gut ausgearbeitet und dem Hauptplot der Entführung wird mit Rückblenden noch ein Nebenplot über Casey’s frühe Entwicklung  mitgegeben bzw. die Sitzungen mit der Therapeutin und dem Herausfinden der Entführung durch diese verleihen der Handlung weitere Substanz.

Der Film kommt ohne Blut und Spezialeffekte aus und ist trotzdem unheimlich spannend und interessant. Ich habe bei einer Länge von fast zwei Stunden keine Längen empfunden.

Fazit:

Drehbuchautor / Regisseur erschafft bzw. setzt hier eine wirklich spannende Geschichte um, die durch die hervorragende schauspielerische Arbeit des Hauptdarstellers und der weiteren Akteure mit nur sehr wenigen Mitteln ein Filmerlebnis bietet, das man wirklich als „ganz großes Kino“ bezeichnen kann.

9 von 10 Persönlichkeiten !

9/10
mehr reviews vom gleichen autor
die neuesten reviews
Blutige
Punisher77
9/10
Ab
Slick die Ratte
9/10
Forest,
(sic)ness_666
3/10
Blutiger
Punisher77
9/10
Höhere
naSum
9/10

Kommentare

27.02.2017 21:19 Uhr - naSum
1x
User-Level von naSum 8
Erfahrungspunkte von naSum 938
Puh, da bin ich ja trotz Spoilerwarnung noch unbeschadet durch den Text gekommen. Der ist übrigens präzise und motivierend geschrieben, was mein Interesse weiter angeheizt hat.
PS: Am Ende des zweiten Absatzes häufen sich nicht nur Persönlichkeiten der Hauptfigur, sondern ebenso einige "auch" in deinen Sätzen.

27.02.2017 22:00 Uhr - jrtripper
story hat potenzial, schauspieler nicht.


27.02.2017 22:00 Uhr - jrtripper
story hat potenzial, schauspieler nicht.


28.02.2017 20:06 Uhr - g-hot77
1x
User-Level von g-hot77 9
Erfahrungspunkte von g-hot77 1.162
27.02.2017 21:19 Uhr schrieb naSum
PS: Am Ende des zweiten Absatzes häufen sich nicht nur Persönlichkeiten der Hauptfigur, sondern ebenso einige "auch" in deinen Sätzen.


Danke für die Anregung. Ist übererbeitet.

02.03.2017 12:15 Uhr - Fratze
DB-Helfer
User-Level von Fratze 7
Erfahrungspunkte von Fratze 680
Spät, aber besser als gar nicht, gibt's denn auch von mir noch 'ne Rückmeldung ^^

Das klingt auf jeden Fall spannend, auch wenn das Thema multiple Persönlichkeit nicht unbedingt neu ist. Musste spontan an den Roman "Ich und die anderen" von Matt Ruff denken. Und James McAvoy in der Rolle (bzw. diesen Rollen), das kann ich mir gut vorstellen. Vielen Dank für den heißen Tipp. Klasse Rev! ^^

27.02.2017 22:00 Uhr schrieb jrtripper
story hat potenzial, schauspieler nicht.


Kennst du viele Menschen mit multipler Persönlichkeitsspaltung bzw. viele Schauspieler, die so was darstellen können, oder woher nimmst du dir das Recht für diese Konstatierung heraus?

16.03.2017 21:26 Uhr - jrtripper
ich nehme mir wie jeder andere hier, so auch du, das recht heraus über den film in seiner eigenen sichtweise zu urteilen. deine meinung, muss nicht zwangsläufig meine sein.
und ja, leider hatten wir so einen fall in der familie.
dies ist etwas, was niemand miterleben sollte.

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)
SB.com