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tschaka17
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Eintrag: 02.03.2017

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Deepwater Horizon

Herstellungsland:USA (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Drama, Thriller, Historie

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,40 (5 Stimmen) Details
inhalt:
2010 steht die Ölbohranlage Deepwater Horizon kurz vor einem bahnbrechenden Rekord: Über 100 Millionen Barrel Öl sollen 70 Kilometer von der US-Küste entfernt aus dem Golf von Mexiko gefördert werden. Das Team um die beiden Chef-Techniker Mike Williams (Mark Wahlberg) und Jimmy Harrell (Kurt Russell) ist beauftragt, die Bohrung vorzubereiten, doch ein Test zeigt, dass der Druck auf das Bohrloch viel zu hoch ist. Trotz energischer Warnungen seitens der Crew geschieht, was man im BP-Konzern bis dahin für unmöglich hielt. Es kommt zu einen „Blowout“: Gas und Öl schießen unter enormem Druck unkontrolliert an die Oberfläche, mehrere gewaltige Explosionen sind die Folge. Über 120 Menschen sind plötzlich auf der Plattform eingeschlossen. Millionen Tonnen Öl strömen unkontrolliert ins Meer. Williams und sein Team setzen ihr eigenes Leben aufs Spiel, um die Verletzten zu evakuieren und Überlebende zu retten. Ein brandgefährlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
eine kritik von tschaka17:

Selten hat mich ein Film so überrascht wie Deepwater Horizon. Mark Wahlberg sehe ich gerne und die Trailer waren in Ordnung. Zudem waren die ersten Kritiken positiv. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen.

Am 20. April 2010 gab es einen Blowout auf der Bohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Dabei wurden 11 Arbeiter getötet und eine der größten Umweltkatastrophen aller Zeiten ausgelöst. Wenige Leute wissen aber, dass die Deepwater Horizon keine Ölförderplattform, sondern eine Exploartionsplattform war, also zur Vorbereitung des Bohrens diente.

Die Geschichte und ihr Ausgang sind demnach bekannt. Schönerweise hetzt der Film aber nicht zur Action, sondern nimmt sich Zeit seine Charaktere vorzustellen. Außerdem erklärt er wie es eigentlich zu dem Unglück kommt. Dabei werden natürlich auch Fachbegriffe verwendet. Trotzdem schafft es der Film beim Zuschauer simpel Verständnis zu erzeugen. Klingt langweilig? Ist es nicht! Auch wenn man das Resultat erwartet hält der Film seine Spannung bis zur Katastrophe aufrecht. Nicht viele Werke mit bekannter Handlung schaffen dies!

Dazu tragen vor allem die starken Darsteller bei:

Mark Wahlberg als Mike Williams ist Cheftechniker und routiniert in seiner Arbeit. Er liebt seine Frau und Tochter und seine Familie ist stolz auf seinen Job. Dabei wirkt Wahlberg stets hochkompetent und vermittelt dem Zuschauer wichtige Informationen. Da seine Figur extrem sympathisch ist kann man sehr gut mit ihr mitfiebern wenn sie dann knietief in der Scheiße - oder besser im Öl - steckt.

Kurt Russell ist Sicherheitschef Jimmy Harrell, ein knurriger und ehrlicher Typ. Er versteht sein Handwerk und ist bei seinen Kollegen sehr beliebt. Diese starke Loyalität kommt besonders dann zu tragen, wenn Jimmy um das Leben seiner Arbeiter bangt und verzweifelt versucht ihnen zu helfen.

John Malkovich spielt Donald Vidrine. Er ist Beauftrager von BP und einer der Auslöser für die Katastrophe, da die Deepwater Horizon im Zeitplan zurückhängt und dies enorm Geld kostet. So drängt er dann darauf Sicherheit zugunsten von Zeitersparnis zu vernachlässigen. Das Resultat kennen wir! Ist er der Bösewicht? Er steht stellvertretend für die Verursacher und ist ziemlich unsympathisch, aber auch menschlich. Jeder kennt wahrscheinlich Situationen, in denen dumm gehandelt wird weil es ums Geld geht. So hält der Film einem dezent den Spiegel vor, ohne dabei zu sehr auf Moralapostel zu machen.

Der gesamte Cast spielt stark auf, jeden Einzelnen zu erwähnen würde jedoch den Rahmen sprengen.

Kann man die gelungen umgesetzte Geschichte und feine Figurenzeichnung mit tollen darstellerischen Leistungen noch toppen?

Ja, kann man! Visuell und audiotechnisch ist Deepwater Horizon phänomenal. Die Effekte sind eine Mischung aus handgemachter Arbeit und bestem CGI. Ob beeindruckende Bilder bei der ersten Aufnahme der Plattform, Unterwasseraufnahmen oder das Innere von Rohrleitungen, alles wirkt enorm authentisch und realistisch. Aufgrund der ruhigen Kameraführung hat man stets einen guten Überblick über das Geschehen und wird von der Wucht der Bilder fast erschlagen. Das Ganze wird unterstützt vom passendem Soundtrack, der nie zu drüber ist. Besonders in Erinnerung gelieben ist mir eine Szene, in welcher der Ton vollkommen rausgenommen wird und ein Arbeiter um sein Leben rennt, während um ihn herum alles explodert und zerstört wird. Die Flut dieser Bilder hat mich sprachlos zurückgelassen.

Sein Budget von 110.000.000$ sieht man dem Film an. Leider war die Grundeinstellung vor dem Kinostart eher negativ: "Muss man das jetzt schon verfilmen?" - "Schon wieder ein Katastrophenfilm?!" - "Ist das der neue Film von Michael Bay?" Peter Berg führt hier übrigens Regie.

So ist Deepwater Horizon mit 118 Mio.$ Gewinn an den Kinokassen ein Flop gewesen. Für mich persönlich ist der Film mein Liebling des vergangenen Jahres. Es ist nicht der beste Film 2016, aber so überrascht und geflasht hat mich kein anderes Werk und visuell und audiotechnisch ist der Film ein Meisterwerk! Ich freu mich auf eine erneute Sichtung.

Warum ich keine negativen Punkte aufführe? Es gibt meiner Meinung nach keine! Der vorhandene Pathos ist dezent gesetzt und stört nicht. Die Geschichte ist spannend erzählt, die Laufzeit von 107 Minuten perfekt, die Darsteller sind top und optisch und vom Ton her ist der Film eine absolute Granate! Außerdem wird respektvoll mit den Ereignissen und Opfern umgegangen.

Trotzdem bekommt Deepwater Horizon keine 10 Punkte. Er ist halt was er ist! Ein Werk ohne Fehler muss nicht automatisch Höchstwertungen erhalten oder der persönliche Favorit werden! Und was er ist:

Ein verdammt unterhaltsames und beeindruckendes Katastrophen-Drama, welches ich nur empfehlen kann!

Spektakuläre 8,5/10 - mit Tendenz nach oben bei der nächsten Sichtung.

9/10
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Kommentare

02.03.2017 16:43 Uhr - NoCutsPlease
1x
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Na bitte, anschaulich und interessant beschrieben!
Siehst du, bereits drei dezente Sätze zum realen Hintergrund lassen mein Wohlwollen ein lokales Maximum erreichen. ;)

Nur eine Frage bleibt noch: Welches war denn nun dein persönlicher bester Film 2016?

02.03.2017 20:07 Uhr - cecil b
1x
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Review: Eine runde Sache. :)

02.03.2017 23:57 Uhr - tschaka17
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Erfahrungspunkte von tschaka17 168
@NoCutsPlease: Schwierige Frage. Der Kinofilm mit meiner höchsten Wertung wäre Deadpool, bestes Kinoerlebnis ginge tatsächlich an Deepwater Horizon.

War für mich nicht das Jahr der Überflieger, sondern viele stabile Sachen. Denke für 2016 steht Deadpool oben auf der Liste, ist aber kein 10er für mich.

Und selbst? Was war dein Highlight 2016?

03.03.2017 08:58 Uhr - NoCutsPlease
DB-Helfer
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Erfahrungspunkte von NoCutsPlease 8.905
Da ich im Jahr 2016 nur recht wenige Filme gesehen habe, die auch von 2016 waren, würde ich mich ungern festlegen, weil mir für eine faire Wahl einfach noch zu viele Titel fehlen.
Auf jeden Fall ist nun aber "Deepwater Horizon" als Pflichtprogramm im Hinterkopf gespeichert.

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